Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Name'

Ein Feld der Liebe erschaffen

Frage: Die Kabbalisten haben ein Sprichwort: „Er und sein Name sind eins.“ Ist dies eine Bedingung oder ein Gesetz?

Antwort: „Er und sein Name sind eins“ bedeutet, dass der Schöpfer sich in Seinem Namen offenbart.

Sein Name ist der Zustand, in dem eine Anzahl von Menschen (zehn oder mehr) sich so vereinen, koordinieren und miteinander verbinden können, dass sie in Bezug auf das gegenseitige Geben und Unterstützen eine Einheit darstellen. In einem solchen vereinheitlichten Feld wird sich die gemeinsame Kraft dieses Feldes, genannt „Schöpfer“, offenbaren.

Der Schöpfer selbst ist verborgen. Dieses Phänomen kann nicht erkannt werden- nur durch den Sensor -eine Ansammlung von Menschen, die so miteinander verbunden sind, dass sie im gemeinsamen Geben, in der gemeinsamen Liebe, in der gemeinsamen guten Verbindung, in einem solchen Feld organisiert sind. Es heißt: „Das vom Schöpfer gesegnete Feld“. Darin offenbart er sich ihnen.

Zum Beispiel haben wir viele Bakterien an unseren Händen, wir sehen sie nicht. Wenn wir ein Mikroskop nehmen, können wir sehen. Das ist auch hier der Fall.

Frage: Es gibt also einige Verbindungen zwischen uns, aber sie sind uns verborgen?

Antwort: Es gibt Verbindungen zwischen uns, aber diese Verbindungen sind schlecht. Sie sind nicht wie die Eigenschaften des Schöpfers- gebend und liebend- so bleibt uns der Schöpfer verborgen.

Frage: Ich liebe es von meiner Natur aus zu empfangen, so wurde ich geschaffen. Selbst wenn ich gebe, ist es um zu empfangen. Ist das die falsche Verbindung?

Antwort: Diese Verbindung ist natürlich, wir wurden damit geboren. Es ist der Egoismus. Wir müssen das allmählich in eine andere Verbindung umwandeln, dem Gegenteil davon.

Frage: Was soll ich tun?

Antwort: Denken Sie an andere und an die Verbindung zwischen uns, damit diese Verbindung vorherrschend, wesentlich, und das Wichtigste wird. Dann beginnen wir, den Schöpfer darin zu spüren.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände,“ Er und sein Name sind eins“, 25.05.2021

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Ein Eseltreiber für die ganze Menschheit

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Art. „Der Eseltreiber“, P.74: „Ein Mensch ging ihnen nach und führte ihre Esel“ – d.h. lenkte (richtete) ihre Esel.

„Rabbi Aba sagte: „Lasst uns die Tore der Tora öffnen, denn ihre Stunde und die Zeit unseren Weg zu korrigieren ist gekommen“. „Esel zu führen“ bedeutet sie zu „stechen“.

Und dieser Name wurde für den Eseltreiber genommen, denn seine Funktion besteht darin, die Esel mit der Stockspitze zu stechen, damit sie sich beim Laufen mehr beeilen.“

Die ganze Schöpfung muss zur Verschmelzung mit dem Schöpfer gebracht werden. Alles, was in der Realität geschieht, einschließlich das Drehen von jedem Atom, bewegt sich nur zu diesem Ziel. Es gibt keine anderen Handlungen auf der Welt, außer solchen, welche die Geschöpfe, mit ihrer Zustimmung oder auch ohne, zu der Verschmelzung mit dem Schöpfer bringen sollen. Und wir werden zu diesem Ziel durch eine besondere Kraft von oben geführt, die der „Eseltreiber“ genannt wird. Wenn wir uns dem Wissen angleichen, von dem uns der Sohar erzählt, werden wir gemeinsam mit dem „Eseltreiber“ gehen und er wird uns auf unserem Weg helfen.

Wenn nicht, wird der gleiche „Eseltreiber“ unsere „Esel“ bzw. unser Verlangen zu Genießen mit seinem spitzen Stock stechen. Das sind gerade all die Leiden, denen die Welt ausgeliefert wird, wenn sie zum Ziel nicht bewusst, mit einem Verständnis, gehen möchte.

Aus einem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 10.1.2011

Kabbala Akademie

Die Wurzel der Seele

Infolge der Erreichung einer neuen spirituellen Stufe, kleidet sich der Kabbalist in dieselbe Form ein, die „Abraham“ oder „Moses“ heißt und „hört“, was die beiden einander sagen.

Im Sohar trifft man die Erzählungen, in welchen sich die Menschen miteinander unterhalten, die in verschiedenen Jahrhunderten lebten. Man fragt sich deshalb, wie das möglich ist? Aber die Rede ist nur über die spirituelle Welt, und es wird nicht über die Menschen, sondern über die Wünsche und Eigenschaften gesprochen, die solche Namen tragen!

Und dein Name ist auch dort. Denn auch Deine Seele hat eine Wurzel! Aber man bezeichnet sie nicht mit deinem heutigen Namen. Wenn du dorthin aufsteigen und diesen Zustand korrigieren wirst, dann wirst du diesen Namen bekommen. Du musst die Wurzel deiner Seele enthüllen.

Und wenn du diesen Punkt, deine wichtigste und charakteristischste spirituelle Eigenschaft begreifen wirst, dann wirst du dich aus diesem Punkt in alle übrigen Kelim der Welt der Unendlichkeit einreihen. Es wird bedeuten, dass du die Seele Adams Rishon geöffnet hast, und sie zu deiner wurde, ausgehend von deinem Punkt!

Dein geistiges Gefäß mit dem Licht hat deinen Namen. Du kennst ihn nur nicht, weil dir dein geistiges Gen nicht bekannt ist, das in deinem Inneren gilt, der Funke, der Punkt im Herzen – du weißt noch nicht, woher er stammt.

Er zieht dich zu deiner Wurzel heran, die dir unbekannt ist, zu der Stufe der Leiter und dem Zustand in dem Du Dich befindest, damit du darin enthüllen kannst, dass du es bist?

Es bedeutet nicht, dass du durch diese Wurzel eingegrenzt bist. Du wirst noch höher steigen können! Aber schon an diesem Punkt wirst du alles begreifen. Deshalb ist jede Seele verpflichtet, die eigene Wurzel zu erreichen.

Es gibt „die Urväter“, die als Stufenleiter „der Generationen“ bezeichnet werden: Abraham, Isaak, Jakob … Sie sind nicht die Wurzeln der einzelnen Seelen, sondern die Haupteigenschaften, die Eigenschaften des Schöpfers.

Somit hat jeder von uns den eigenen wurzelständigen Punkt, den man erreichen und korrigieren soll, wonach die Verbindung mit allen übrigen Seelen zu korrigieren ist. Es bedeutet die volle, persönliche Korrektur eben, die jeder Mensch machen soll.

 

Kabbala Akademie

 

Helft mir zu verstehen, was ich will

Frage: Was genau, welche Klärung muss ich von der Gruppe verlangen?

Antwort: Ich muss klären, was das Geben bedeutet, denn ich weiß es noch nicht! Es ist innerhalb meiner Verbindung mit Freunden verborgen.

Wir müssen uns zusammen anstrengen und versuchen, das Geben zwischen uns zu enthüllen. Und nicht irgendwo dort, im Himmel, sondern hier, auf Erden (Arez), d.h. in unseren Verlangen (Razon).

Und dieses Land/Verlangen müssen wir zum „Land Israel“ machen (Erez Isra-El, Yashar-Kel), damit das in der Verbindung zwischen uns enthüllte Verlangen dermaßen richtig, stark und klar ist, dass sich in ihm der erste heilige Name enthüllt – die erste Enthüllung des Schöpfers an uns. Danach müssen wir streben.

Doch diese Klärungen werden gemeinsam gemacht und nicht von jedem persönlich. Diese Klärung macht die Gruppe, abhängig davon, wie sehr jeder will, dass es geschieht.

Aus all diesen Verlangen bauen wir ein gemeinsames, starkes Verlangen auf, um gemeinsam zu klären, was das Geben, das wir erreichen wollen, bedeutet und in welcher Form wir es enthüllen wollen – d.h. in der Verbindung zwischen uns -, inwieweit wir bereit sind, uns wie ein Mensch mit einem Herzen für dieses Ziel, dieses Verlangen zu verbinden.

Durch all das formen wir in uns das Bedürfnis nach dem Erhalten der Tora – der Hilfe von oben, des Lichts, das zur Quelle zurückführt. Genau das hat das Volk am Berg Sinai erhalten – nichts außer der Fähigkeit, die Hilfe des höheren Lichts zu nutzen.

Infolgedessen enthüllen sich ihnen alle möglichen Hindernisse und Vergehen, die Enthüllung des Bösen als das Gefäß für die Enthüllung der Namen des Schöpfers.

Ständig enthüllen sich zerbrochene Verlangen, die von uns korrigiert werden, und darin enthüllen wir Seinen heiligen Namen, die Eigenschaft des Gebens.

Und bis dahin offenbart sich das genaue Gegenteil, die egoistische Eigenschaft des Empfangens. Das heißt, die Arbeit besteht darin, über den Hass zur Vereinigung, zur Einheit zu gelangen.

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Sich in der Unendlichkeit enthüllen

Frage: Im Artikel „Der Frieden in der Welt“ schreibt Baal HaSulam, dass „wir in der Wirklichkeit das Geben an den Nächsten uneigennützig vollziehen“. Was soll das bedeuten?

Meine Antwort: Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit, in einem wunderbaren System. Wir befinden uns in der Eigenschaft des Gebens, alle Seelen sind vollständig korrigiert und mit dem ganzen Licht ausgefüllt. Das Ende der Handlung ist im ursprünglichen Vorhaben festgelegt. Wir sind mit dem Schöpfer vereint und nichts kann uns von Ihm trennen. Er und Sein Name sind Eins.

Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit. Aber um sich dieses Zustandes bewusst zu werden, um in diesem Zustand zu existieren, ihn zu beherrschen, ihn in seiner ganzen Tiefe zu verstehen und die dahinter stehende Kraft zu fühlen, ist das Verständnis und das Begreifen aller seinen Details notwendig.

Deshalb finden wir uns in einem ganz anderen Zustand wieder und beginnen, uns aus diesem Zustand zu entwickeln. Ebenso wie das Kleinkind nicht weiß, wo es sich befindet, was um ihn herum geschieht und wer für ihn sorgt. Aber allmählich wächst es, bis es groß wird.

Wir halten uns schon jetzt in der Welt der Unendlichkeit auf, aber nicht in unseren Empfindungen. Und unsere ganze Arbeit besteht darin, in die wahrhafte Realität zurückzukehren: den schon existierenden vollkommenen Zustand zu offenbaren. Es ist die Offenbarung des Schöpfers seinen Geschöpfen gegenüber.

Ich enthülle das, was es schon gibt. Alles hängt nur von mir ab. Deshalb sagt Baal HaSulam, dass es sich um nichts mehr, als um die psychologische Arbeit handelt. Infolge der inneren Veränderungen enthüllen wir den wahren Zustand, in dem wir uns von schon immer befinden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden in der Welt“, 25.10.2011

Dein Name bedeutet nichts

Frage: Worauf können wir uns in unserem spirituellen Fortschritt stützen, wenn schon klar ist, dass Wissen keine Bedeutung hat?

Meine Antwort: Du kannst dich nur auf die Umgebung stützen. Wissen ist wertlos. Ich bin willens, alles zu vergessen. Wie der Talmud sagt, beteten die Menschen, damit sie alles vergessen, was sie bis dahin schon gelernt hatten. Ich will mit einer weißen Weste beginnen, wie ein Baby, dem sein Name nichts bedeutet.

Ich lasse alles, was ich bis jetzt weiß, aus meinem Verstand verschwinden. Selbst mein Herz lasse ich leer sein. Ich benötige nichts. Ich möchte von Null anfangen, will alle meine Besitztümer aufgeben. Das ist der einzige Weg, wie wir den Pfad weitergehen können – indem wir jeden Tag aufs Neue beginnen.

Es scheint, als ob so vieles in den Bücher geschrieben steht, „Denke daran, vergiss das nicht“. Das stimmt, aber in Wirklichkeit macht ein Mensch Fortschritte, wenn er bereit ist zur „Null“ zu werden, wenn er nicht auf die Stimme des jetzigen Augenblicks hört.

Deshalb bleibt die Umgebung unsere unveränderliche Quelle der Unterstützung.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabballa Unterrichtes, 26.04.2011, „Einen Teil enthüllen, verhüllen von zwei“

Kaddisch

Frage: Was bedeutet Kaddisch?

Meine Antwort: Kaddisch bedeutet Heiligung. Kadosch heißt heilig. Heilig bedeutet besonders, abgesondert, wie der Spruch während der Trauungszeremonie lautet: „Nun bist du mir mekuduschet [angeheiligt]“ – „Nun bist du von der ganzen Welt für mich abgesondert“.

Gemeint ist die Heiligung des Schöpfers durch den Menschen. Wenn der Mensch eine weitere Stufe der Korrektur seiner Seele erreicht hat, nimmt er dort eine größere Enthüllung des Schöpfers, eine größere Erfüllung seiner Seele mit dem Licht, wahr – und dieser Zustand von ihm ruft Dankbarkeit an den Schöpfer – Kaddisch – in ihm hervor:

Erhoben und geheiligt werde sein großer Name

auf der Welt, die nach seinem Willen von Ihm erschaffen wurde –

sein Reich erstehe

und sein Heil wachse

und sein Messias komme

in eurem Leben in euren Tagen

und im Leben des ganzen Hauses Israel,

schnell und in nächster Zeit, sprecht: Amen!

Sein großer Name sei gepriesen in Ewigkeit und Ewigkeit der Ewigkeiten!

Gepriesen und gerühmt, verherrlicht, erhoben, erhöht, gefeiert, hocherhoben und gepriesen sei der Name des Heiligen [Schöpfers], gelobt sei er, hoch über jedem Lob und Gesang, jeder Verherrlichung und Trostverheißung, die je in der Welt gesprochen wurde,

sprecht: Amen!

Die Kabbala erklärt, dass der Schöpfer in Seiner Erfüllung von korrigierten Seelen enthüllt wird. Indem der Mensch diesen Zustand wahrnimmt, empfindet er in seiner Haltung gegenüber dem Schöpfer Kaddisch, weil er selbst wie Schöpfer – heilig – geworden ist.

Heiligkeit bedeutet die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Wer diese Eigenschaft nicht erreicht hat, spricht leere Worte aus.

Der Ursprung der Zeit

Frage: Woher kommen die Maßeinheiten der Zeit: Sekunden, Minuten, Stunden, Wochen und Monate?

Meine Antwort: Sie kommen aus der Astronomie, der Bewegung der Erde, der Sonne und des Mondes, die miteinander in Verbindung stehen. Doch die höheren Wurzeln liegen in Seir Anpin, welches in sechs Teile unterteilt ist. Zwölf Parzufim Zeiten entsprechen dem 24-Stunden-Tag. Das Buch Sohar schreibt darüber.

Die Menschheit hat instinktiv eine Zeitskala eingeführt, die der spirituellen Wurzel entspricht. Baal HaSulam gibt ein ähnliches Beispiel über einen Bauern im Altertum, der einen Berg sah und ihn Olivenberg (Ölberg) nannte. Dieser Name hat eine spirituelle Bedeutung, aber er dachte einfach, dass es ein guter Ort wäre, um Olivenbäume anzubauen. Auf diese Weise arbeitet die spirituelle Wurzel in einem Menschen.

Das Gleiche gilt für die Maßeinheiten der Zeit. Ihr Ursprung liegt in der Rotation von Seir Anpin und Malchut, von 24 Parzufim, von sechs Sefirot, wovon jede zehn hat. Das wiederum entspricht 60 Sekunden in einer Minute und 60 Minuten in einer Stunde. Das Höhere System wird in unserer Welt in der Form der Wechselbeziehungen zwischen Sonne, Mond und Erde widergespiegelt.

Es ist ebenso der Ursprung der Zeiteinteilung in Monate und Jahre, wie auch jener Maßeinheiten, die keine Entsprechungen in der Astronomie haben, wie die Woche, das siebte Jahr, das fünfzigste Jahr und so weiter. Alles kommt von der spirituellen Welt.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 9.03.2011, über die Zeit

Die Welt ist ein Lexikon von spirituellen Begriffen

Woher kommen die Wörter dieser Welt? Warum schaute irgend ein Bauer, der ehemals nahe Jerusalem lebte, auf den Olivenberg und benannte ihn so? Weil er dachte, dass dieser Name passt. Dieses Verlangen entsprang in ihm aus der Natur, und die Natur kommt von Oben.

Das heisst, es gibt nichts Zufälliges in den Wörtern unserer Welt; sie alle kommen von Oben. Daher können Kabbalisten sie benutzen, um die spirituellen Wurzeln zu beschreiben, was die „Sprache der Zweige“ genannt wird. Und wenn wir die Bezeichnungen dieser Welt hernehmen und erklären, was sich hinter ihnen gemäss ihren spirituellen Wurzeln verbirgt, sehen wir die Unterschiede zwischen den Welten. Auf diese Weise entdecken wir, was zwischen uns und der spirituellen Welt steht.

Ein Stein in dieser Welt und ein Stein der spirituellen Welt, ein Baum in dieser Welt und ein Baum der spirituellen Welt, ein Mann, eine Frau, ein Kind, Feuer, Wasser – auf diese Art studiere ich den Unterschied zwischen den Welten und der Form, die ich zu erlangen habe.

Die Sprache der Zweige ist jedoch nicht für einen gewöhnlichen Menschen gedacht, sondern für jene, die die spirituelle Welt verspüren. Nur sie können begreifen, was zwischen dem Zweig und der Wurzel geschieht, und sie übermitteln einander Kenntnisse, indem sie diese Sprache verwenden. Wenn ein Kabbalist eine bestimmte Verbindung zwischen den Wurzeln in der spirituellen Welt beschreibt und diese Kenntnisse jemand anderem übermitteln möchte, berichtet er es in der Sprache der Zweige.

Zurzeit sprechen wir nicht diese Sprache, sondern verwenden vielmehr eine gesprochene Sprache. Wenn du Spiritualität empfinden wirst, indem du den Worten deines Lehrers zuhörst, der dir von der spirituellen Welt berichtet, dann wirst du verstehen, was er meint. Oder er wird dich wie ein kleines Kind unterrichten, dem man Worte beibringt.

Stell dir vor, zusammen mit deinem Lehrer auf der spirituellen Ebene zu sein, und er deutet auf ein bestimmtes Phänomen hin und sagt, wie es bezeichnet wird. Das spirituelle Phänomen zu sehen und die Bezeichnung zu hören bedeutet, du kannst das Wort dieser Welt mit dem spirituellen Objekt verbinden. Das bedeutet, die Sprache der Zweige zu erlernen. Ein Neugeborenes in der spirituellen Welt lernt die Sprache der Zweige genauso wie ein Neugeborenes in dieser Welt die irdische Sprache zu sprechen lernt.

Und später wirst du in der Lage sein mit dem Lehrer zu sprechen, du wirst ein lebendiges Vokabular besitzen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichts vom 14.2.2011. „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“

Die Arbeit von Uri und die Arbeit von David

Das Buch Sohar erzählt uns über die Korrektur von Malchut.Malchut ist das Allgemeine Kli, der Wunsch zu genießen, den der Schöpfer geschaffen hat.

Er hat ihn jedoch eine Reihe bestimmter Handlungen geschaffen, um diesem Wunsch eine besondere Form zu geben, die ihm im Nachhinein gestatten wird, sich auf das Empfangen des gesamten Lichtes der Unendlichkeit vorzubereiten. Deshalb sprechen wir nur über die Korrektur von Malchut, bzw. die Korrektur des Wunsches. Der Prozess wird in folgende Etappen unterteilt: die Entstehung (Ibur), die Ernährung (Jenika) und der erwachsene Zustand (Mochin).

Alle diese Zustände werden mittels der Vereinigung von Malchut und Bina korrigiert. Ihre richtige Kombination heißt „Malchut David“. Das richtige Herangehen besteht darin, dass wir Malchut nur in jenem Maß korrigieren, in welchem wir fähig sind, sie in Bina aufzunehmen.

Im Artikel „Die Nacht der Braut“ erzählt der Sohar metaphorisch, wie sich König David in Batschewa verliebte. Sie war die Frau seines Feldherren Uri und David hat absichtlich seinen Tod auf dem Gefechtsfeld vorbereitet, und er nahm Batschewa ohne auf die Nachricht über ihren Mann zu warten. Diese Geschichte, die vom Propheten Schmuel beschrieben wurde, wird zur großen Verwunderung als unmoralisch dargestellt, obwohl heut ähnliche Geschichten mit Leichtigkeit geschehen. Wie konnte also so etwas geschehen? Natürlich, handelt es sich um die allegorische Erzählung. „David“ ist die „männliche“ Malchut, die sich mittels des Schirmes und des widergespiegelten Lichtes, d.h. mittels der Absicht korrigieren kann. „Batschewa“ ist jener Teil der allgemeinen Malchut, der momentan zur Korrektur brauchbar ist. Wenn sie vom Licht Chasadim korrigiert wird, dann kann sie David gehören. Die Reihenfolge der Handlungen ist folgende: das Licht AB-SaG zeigt den vorliegenden Teil Malchut, und das Licht Chassadim füllt ihn aus. Die vorläufigen Etappen der Analyse und der Füllung durch das Licht Chassadim sind „die Arbeit von Uri“. Seinen Name kann man auf das Licht des ersten Teils von HaWaYaH und auf die empfangenden Kelim Davids aufteilen.

Danach kann man ihn zum Empfangen um zu Geben korrigieren, was schon „die Arbeit von David“ ist.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 18.11 

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