Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Nächstenliebe'

Wie wir unsere Feinde beschwören

In seinem Buch „The Jew in the Medieval World“ (Der Jude in der mittelalterlichen Welt) präsentiert Prof. für jüdische Geschichte Jacob Rader Marcus eine dramatische Darstellung der Ereignisse, die zur Verkündung des Alhambra-Dekrets im Jahr 1492 führten, das die Vertreibung der Juden aus Spanien zur Folge hatte. Marcus schreibt, dass „das Abkommen, das den Juden erlaubte, gegen Zahlung einer großen Geldsumme in Spanien zu bleiben, fast abgeschlossen war, als es durch den Prior von Santa Cruz, Tomás de Torquemada, vereitelt wurde“, der trotz seiner jüdischen Wurzeln die Inquisition in Spanien leitete.

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Zu welchem Schöpfer beten wir?

Frage: Wenn man etwas will, fängt man an, es überall zu sehen. Ich kenne das von mir selbst. Wenn man beispielsweise ein Auto kaufen will, sieht man ständig überall diese bestimmte Automarke, vorher hat man nicht darauf geachtet. Es gibt eine Menge psychologischer Studien wie diese: man fängt plötzlich an, Dinge zu sehen, die man vorher nicht wahrgenommen hat, man legte quasi keinen Wert darauf.

Es stellt sich heraus, dass wir den Schöpfer nicht sehen, da wir Ihn nicht schätzen. Er ist uns nicht wichtig.

Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens. Wir kümmern uns nicht um das Geben, sondern nur um die Eigenschaft des Empfangens? Ist es das, was für uns wertvoll ist? Ist das der Grund, warum wir Ihn nicht sehen?

Antwort: Wenn wir etwas vom Schöpfer empfangen würden, würden wir Ihm keinerlei Aufmerksamkeit schenken.

Bemerkung: Die ganze Welt betet zum Schöpfer, wir denken an ihn wenn wir uns schlecht fühlen.

Antwort: Das ist nur dann so. Wir beten zum „falschen“ Schöpfer – jeder betet zu dem Schöpfer von dem er egoistischen Genuss bekommt.

Frage: An welchen Schöpfer sollen wir uns wenden?

Antwort: An den Echten – an die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Wenn man die Eigenschaft des Gebens und der Nächstenliebe hat, dann kann man sich an den Schöpfer wenden. Wenn nicht, wird man nicht in der Lage sein, sich zum Schöpfer zu beziehen, dann wird Er vor uns verhüllt sein.

Frage: Wollen Sie damit sagen, dass der Schöpfer anstelle von sich, andere Menschen erschaffen hat, um uns dadurch ein Betätigungsfeld zu geben? Wenn ich meinen Nächsten mit Liebe behandle, ist das mit der Art identisch, wie ich Ihn behandle?

Antwort: Ja, man wird allmählich von der Nächstenliebe zur Liebe zum Schöpfer kommen.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände

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Zusammenleben mit Arabern? Wir können nicht einmal miteinander existieren!

Die aktuelle Welle der Gewalt hat die Tatsache offengelegt, dass die Koexistenz zwischen Arabern und Israelis innerhalb Israels eine Illusion war. Es gab wirtschaftliche Vorteile, die beide Seiten genossen, aber der Hass hat all die Jahre in ihnen gesteckt, bis ein Auslöser ihn in Gang setzte. Die schmerzhafte Wahrheit, die die Ausschreitungen der Araber in Israel ans Licht brachten, ist, dass sie uns nicht weniger hassen als die Palästinenser im Westjordanland oder in Gaza.

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Woran wir uns an Israels Gedenktag erinnern sollten

Heute ist der israelische Gedenktag für die gefallenen Soldaten der israelischen Kriege und die Opfer von Terroranschlägen. Unsere Nation ist besonders. Neben der Trauer um die Gefallenen und die Opfer müssen wir uns vor Augen halten, dass der Staat Israel und das Volk Israel in einer einzigartigen Position sind. Wir sind die einzige Nation, deren Schicksal in ihren Händen liegt. Es ist zwar wahr, dass wir von Feinden umgeben sind, die nichts anderes als unsere Zerstörung wollen. Aber es ist auch wahr, wenn auch schwer zu akzeptieren, dass wir unsere Feinde in Freunde verwandeln können, wenn wir tun, was wir tun müssen, worauf ich weiter unten eingehen werde. Deshalb müssen wir einerseits die Gefallenen betrauern, andererseits müssen wir die Verantwortung für unser Leben übernehmen und verhindern, dass andere fallen,  und den lang ersehnten Frieden mit unseren Nachbarn erreichen.

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Liebe dich selbst

Frage: Sie wiederholen immer wieder einen Satz: „ Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ –Sie sagen, das ist der Weg zu leben. Wenn ich mich aber selbst hasse, was soll ich dagegen tun? Zuerst muss ich mich selbst lieben und dann meinen Nächsten, nicht wahr? Oder habe ich etwas falsch verstanden?“

Antwort: Sie haben Recht. Das ist es, worum es bei diesem Satz wirklich geht. Sie sind tatsächlich auf dem richtigen Weg, die Bedeutung dieses großen Satzes zu verstehen. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – das bedeutet, du sollst dich selbst und deinen Nächsten wie dich selbst lieben.

Sie sind in der Welt. Was bedeutet es, sich selbst zu lieben? Sie fühlen sich gut, warm, geborgen und sicher in dieser Welt. Wie würden Sie es für den Mensch, den Sie lieben machen? Stellen Sie sich statt aller Menschen um Sie herum, nur sich selbst vor. Sie werden dann sehen, dass wirklich die ganze Welt nur aus Ihnen besteht.

Aus der Fernsehsendung „ Nachrichten mit Michael Laitman“, 07.01.2021

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Die einstige Spaltung ist heute gefährlicher denn je

Wenn Jugendliche erwachsen werden, kann man das sehr gut erkennen: Die Veränderung in ihrem Verhalten – wenn sie, anstatt anderen die Schuld für ihr Unglück zu geben, sich selbst nüchtern untersuchen, herausfinden, was sie falsch gemacht haben, und daran arbeiten, es zu verbessern, damit es nicht wieder passiert. Auch unsere Nation hat eine Geisteshaltung, und dieses Verhalten bestimmt unser Schicksal. Wenn wir über die nötige Reife verfügen und uns nüchtern prüfen, werden wir Erfolg haben. Sobald wir uns jedoch in die Opferrolle hineinbegeben, werden wir zu Opfern.

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Die schöne, ewige Welt sehen

Das Geheimnis der Seele erkennen und sehen – was die Seele ist, woher sie kam, warum sie in diesen Körper hinabgestiegen ist, der wie ein stinkender Tropfen ist, der heute hier ist und morgen im Grab liegt. (Das Buch Zohar)

Frage: Warum muss die Seele in so einen stinkenden Körper hinabsteigen, dessen Platz schließlich im Grab endet?

Antwort: Die Seele ist in keiner Weise mit unserem Körper verbunden. Wir existieren, wie kleine Tiere, in diesem kleinen egoistischen Verlangen, die Seele hat nichts damit zu tun.

„Die Seele steigt in den stinkenden Körper hinab“ – damit ist gemeint, dass sie den niedrigsten egoistischen Zustand erreicht und sich in ihm befindet, um ihn zu korrigieren.

Wenn man das Ego  korrigiert – aber nicht den tierischen Körper, er bleibt derselbe, sondern den „inneren Körper“ – und ihn allmählich, mit der Kraft, die man aus dem Buch Zohar erhält, in Geben und Nächstenliebe verwandelt, dann findet eine absolut erstaunliche Metamorphose statt.

Man beginnt das gesamte Universum zu spüren, man begrenzt sich nicht mehr, trennt sich nicht ab, und fühlt alles, was in der Welt geschieht.

Man wird fähig, außerhalb des eigenen Körpers, außerhalb sich Selbst zu sein. Das „Ich“ beginnt sich als Teil des Universums zu fühlen. Das ist ein neues, unbekanntes Gefühl. Beginnt man die Wahrnehmung zu erweitern, fühlt man sich frei. Man kommt plötzlich aus seinem kleinen Käfig heraus, in dem man existierte.

Die Kabbalisten geben ein sehr interessantes Beispiel dafür. Sie vergleichen den Menschen mit einem Wurm, der in einem faulen Rettich sitzt und das Gefühl hat, dass seine ganze Welt so bitter ist wie dieser Rettich. Als er schließlich den Kopf herausstreckt und die Sonne sieht, die Luft spürt, alles singt, alles blüht, sagt er: „Ich dachte, die ganze Welt ist so, wie ich sie im Rettich gespürt habe. Jetzt sehe ich eine riesige Außenwelt, die so schön im Vergleich zu der kleinen dunklen Welt ist!“

Das tun wir auch. Wenn wir unseren Kopf aus unserem Egoismus herausstrecken, sehen wir eine riesige, schöne, ewige Welt.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Zohar“ Nr.2

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Der sinnlose Wettlauf um den Corona-Impfstoff

Was die Impfung seiner Bevölkerung angeht, führt Israel die Welt mit einem so großen Vorsprung an, dass das zweitplatzierte Land, die Vereinigten Arabischen Emirate, nur etwas mehr als halb so erfolgreich ist wie Israel, und die Vereinigten Staaten, wo die Impfstoffe hergestellt werden, liegen auf einem entfernten Platz 5, mit einer Impfrate, die achtmal geringer ist als die von Israel pro Kopf. Erstaunte Staatsoberhäupter der Welt schicken Delegationen nach Israel, um zu erfahren, was es ist, das wir richtig machen. Aber während die Staatsoberhäupter in Ehrfurcht erstarren, ist der Rest der Welt weit weniger beeindruckt, und, was noch seltsamer ist, die Infektionsrate geht trotz der Impfungen und trotz der Lockdowns nicht zurück. Warum wirken die Impfstoffe nicht?

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Moralische Normen und Naturgesetze

Frage: Soziale Normen können in mehrere Kategorien unterteilt werden. Es gibt moralische Normen, z.B. den Vortritt für ältere Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gibt gesetzliche Normen, z. B. ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Es gibt religiöse Normen – z.B. die Erfüllung von Geboten. Es gibt politische Normen z.B. das Befolgen von bestimmten Gesetzen. Es gibt ästhetische Normen, etc.

Oft sagen Sie, dass die Nächstenliebe ein Naturgesetz ist. Was ist der Unterschied zwischen moralischen Normen und den Naturgesetzen?

Antwort: Moralische Normen sind Gesetze des menschlichen Verhaltens zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wurden früher harte Methoden der Kommunikation, bis hin zum grausamen Umgang miteinander als richtig angesehen, so wurden diese Normen später anders- humaner. Noch später wurden sie noch freundlicher, und so weiter.

Mit der Entwicklung des Egoismus erschuf der Mensch immer wieder einen Kodex moralischer Normen, um besser koexistieren zu können. So sind wir zum jetzigen Zustand gekommen. Im Grunde ist das derselbe Egoismus, der uns steuert und alle Normen unserer Wechselbeziehungen bestimmt.

Frage: Wenn sich also die Normen im Laufe der Geschichte  ändern, dann können sie nicht auf ein Naturgesetz zurückgeführt werden? Dürfen sich Naturgesetze nicht verändern?

Antwort: Unser Egoismus ändert sich im Laufe der Zeit, also ändern wir uns mit ihm und setzen auf seiner Grundlage neue Gesetze.

Frage: Wer bestimmt, ob Nächstenliebe ein Gesetz ist oder nicht?

Antwort: Wir bestimmen nichts. Wir können dieses Naturgesetz lediglich entdecken und aufzeigen, dass es existiert. Sobald wir erkennen, wie allumfassend es ist, werden wir damit beginnen, es in unserem Leben anzuwenden.

Aber die Liebe zum Nächsten ist ein Gesetz. Es steht über uns. Es hängt von unserem Entwicklungsstand ab, inwieweit wir es verwirklichen wollen.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 09.10.2020

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Wettkampf – aber richtig

Schon seit dem ersten Wettstreit, zwischen Esau und Jakob, konkurrieren Menschen untereinander. Wir wissen, dass Wettkämpfe dem Leben einen Sinn geben können, und wer liebt nicht die Gewinner? Wir wissen aber auch, dass sie sowohl für die Verlierer als manchmal auch für die Gewinner destruktiv sein können.

Selbst große Sportler sind oftmals depressiv, manchmal sogar manisch. Michael Phelps, Serena Williams und Aly Raisman sind nur einige der bekannteren Beispiele für unzählige Athleten, die mit Depressionen zu kämpfen hatten, obwohl sie in ihren Sportarten Geschichte schrieben. Einer NCAA-Umfrage zufolge fühlen sich in einem Jahr durchschnittlich 30 Prozent der Athleten depressiv. Ist Wettbewerb nun gut oder schlecht?

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