Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Möglichkeit'

Der Mensch ist das Einzige in der Realität, das korrigiert werden muss

Eine Frage, die ich erhielt: In den letzten Jahren haben die russischen Massenmedien erheblich die öffentliche Meinung manipuliert. Mehr noch, die Dichte und der Überfluss an Information überschritt das Fassungsvermögen des normalen Menschen, sowie die Möglichkeit dies zu verarbeiten und aufzunehmen. Dies bedeutet, dass die genaue Wahrnehmung verzerrt, falsch und ungesund ist, unabhängig von den Inhalten. Würde es Ihnen etwas ausmachen, dies zu kommentieren?

Meine Antwort: Nur Bildung und Aufklärung können dies ausgleichen. Wir müssen unter den gegebenen Bedingungen in der existierenden Realität handeln, ohne zu versuchen, diese zu zerstören. Es gibt in Wirklichkeit nur eine Sache, die wir korrigieren müssen- den Menschen.

Der Standpunkt der Kabbala ist Folgender: Angenommen wir hätten eine Pille, die wir in die Wasserversorgung der Stadt fallen lassen würden, und wenn die Menschen das Wasser trinken, würden alle intelligenter, weniger voreingenommen und freundlicher werden. Nun, auch wenn sich uns eine solche Gelegenheit bieten würde, sollten wir es nicht tun! Was wir brauchen, ist eine bewusste Korrektur in jeglicher Hinsicht.

Daher sollten wir nach und nach helfen, dass Menschen ein Gefühl für die Notwendigkeit der Korrektur ihrer Eigenschaften bekommen. Eine Person muss von sich selbst aus zu dieser Erkenntnis gelangen. Dies ist so, weil zuerst der gesamte, brodelnde Abgrund des Egoismus offenbart werden muss. Dies kommt von Natur aus zu uns. Die Natur bringt absichtlich innere Eigenschaften hervor, die im Gegensatz zur Spiritualität stehen, um dadurch erkennen zu können, dass wir uns über diesen entgegengesetzten Zustand erheben müssen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Rolle der Massenmedien ist, der Welt zu dienen
Blog-post: Schulsackgasse: Wie man die Heranbildung eines Menschen fördert
Blog-post: Warum die Welt korrigieren? (Fortgeschritten)

Spirituelle Korrektur geschieht von innen nach außen


Eine Frage, die ich erhielt: Kabbalisten sagen, dass durch die inneren Korrekturen, wir uns auch äußerlich korrigieren. Aber können wir diesen gesamten Prozess durch äußere (physische) Anstrengungen unterstützen?

Meine Antwort: Äußerliche Anstrengungen können durchaus innere Korrekturen auslösen, aber die tatsächlichen Korrekturen geschehen nur von innen heraus. Von diesem Grundsatz kann man sehr viel lernen. Der Schlüssel liegt darin, zu versuchen, nicht die Welt, sondern sich selbst zu korrigieren.

Sie müssen verstehen, dass die Kabbala Sie nicht verpflichtet, irgendetwas zu tun! Es wird Ihnen nur die Innerlichkeit der Dinge offenbart, und wenn Sie ein Verlangen haben, dieses Wissen zu nutzen, werden Sie die Möglichkeit haben, sich selbst zu korrigieren. Wenn Sie äußerlich handeln, können Sie nur das Verlangen anderer Leute erwerben, nicht aber deren Korrekturen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Zeit ist gekommen, bei uns selbst ein „Upgrade“ durchzuführen
Blog-post: Der nicht existierende Film unserer Wirklichkeit
Blog-post: Die Klassischen Lehren und das neue planetarische Bewusstsein

Wir sind wie ein Koma-Patient, der das Bewusstsein wiedererlangt

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist der Schöpfer nicht glücklich, wenn die Menschen das materielle Leben genießen und damit zufrieden sind?

Meine Antwort: Der Schöpfer ist damit nicht glücklich, weil dies nicht jener Genuss ist, den er uns geben will. Von Anfang an schuf er einen Zustand, in dem wir komplett mit Licht gefüllt sind, aber wir bemerken dies nicht, weil wir ohne Bewusstsein sind.

Alle spirituellen Welten sind Stufen der Verhüllung des betreffenden Zustandes und wir sind im niedrigsten Zustand, in der letzten Verhüllung. Die Welt der Unendlichkeit ist hier und wir befinden uns darin, aber dennoch sind wir durch mehrere Schichten davon getrennt, wie Verhüllungen, die den Zustand, in dem wir uns befinden, verbergen.

Wir sind wie ein Mensch, welcher bewusstlos im Bett liegt. Wir leben in dieser Welt in einem Zustand, der zwar als Leben bezeichnet wird, aber unsere Sinne nehmen nichts wahr. Dies ist unser heutiger Zustand. Aber der Schöpfer kann uns nicht einfach in diesem unbewussten Zustand zurücklassen, wo alles was wir haben, ein Funken des Lichtes ist, der uns am Leben hält, wir dies aber nicht erkennen können und uns damit zufrieden geben.

Allerdings ist es für eine Person im Koma sehr schwierig, aufzuwachen. Und die Menschen um ihn herum machen ebenfalls eine harte Zeit durch, um ihn wieder zu Bewusstsein zu bringen. Aber eines ist klar: Der Plan der Schöpfung muss verwirklicht werden. Wir haben keine Wahl. Unsere einzige Wahl ist, ob wir unser Ziel durch den Weg des Leidens oder bewusst durch den Weg des Lichtes erreichen. Wir können zwischen beiden wählen.

Wir beginnen voranzugehen, um die Schläge zu vermeiden. Aber dann, wenn wir ein wenig Bewusstsein erlangt haben, setzen wir diesen Weg gerne fort, weil wir das Endziel vor allen anderen Dingen wertzuschätzen beginnen.

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Warum spüren wir Widerstand, einen Kabbala Kongress zu besuchen?


Eine Frage, die ich erhielt: An diesem Wochenende wird ein Kongress in Nordamerika und eine Woche später in der Türkei stattfinden. Jeder hat die Gelegenheit, daran teilzunehmen. Aber was ist, wenn jemand kein verlangen hat zu kommen?

Meine Antwort: Wenn jemand erkennt, dass er kein Verlangen hat zum Kongress zu kommen, ist das ein wichtiger Punkt, seine egoistische Natur und deren Korrektur zu untersuchen. Es hängt alles davon ab, welche Entscheidungen er trifft: Wird er verstehen, dass sein Widerstand gegen den Kongress Hilfe von Oben ist, ein Weg, sein Ego zu enthüllen, um ihm die Möglichkeit zu geben, sich darüber zu erheben? Oder wird er sich den ganzen Weg bis zu seinem Tod kleinlaut mit dem täglichen Einerlei dahintreiben lassen?

Wenn ich verstehe, dass diese Störungen vom Schöpfer kommen, der gut ist und Gutes tut und dass es niemand außer Ihn gibt, dann werde ich beginnen, mit diesen Störungen zu arbeiten, um mit deren Hilfe voranzukommen. Wenn ich mich selbst zwischen die Störungen platziere, sie in mir vereinen möchte, selbst wenn sie miteinander kämpfen, dann werde ich ganz bestimmt zum Kongress kommen (überdeckt mit Narben aus diesem Kampf).

Egal wie sehr mein Ego sich in mir sträubt, ich werde diese physische Handlung durchführen. Vielleicht will ich es tief in meinem Innern nicht, aber ich werde dennoch kommen! Dann werde ich wahrhaft gute innere Arbeit vollbringen.

Wenn ich jedoch mit meinem Ego übereinstimme und alle möglichen Entschuldigungen finde, warum ich nicht zum Kongress komme, dann werde ich diese Gelegenheit verpassen, die mir von Oben durch den Schöpfer gegeben wurde.

Die Evolution geht noch weiter

Eine Frage die ich erhielt: Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Menschen und anderen Lebewesen?

Meine Antwort: Im Gegensatz zu Tieren haben wir Menschen die Möglichkeit, eine Verbindung über unsere Körper hinaus zu erreichen. Dazu stehen mir zwei Kräfte oder Verlangen zur Verfügung: Ich fühle mich, mein „Selbst“ oder mein Leben und ich spüre ebenfalls das Bedürfnis, die Quelle meines Lebens, den Schöpfer, zu finden.

Im physiologischen Sinne unterscheiden wir uns von den Tieren in keinster Weise. Der Mensch stammt von der belebten Stufe. An einem gewissen Punkt in der Vergangenheit waren wir Affen und haben uns später zum „modernen Affen“ entwickelt. Alles geschah auf Grund der Entwicklung des Reshimots in uns. Für weitere Informationen dazu, siehe Talmud Eser Sefirot Teil 3.

Es gibt also keinen Unterschied zwischen Menschen und Tieren, mit Ausnahme der spirituellen Sehnsucht, die in uns hineingelegt wurde. Dieses Verlangen ist Teil des Schöpfers und befindet sich über und außerhalb unseres Lebens. Wenn dieses Verlangen in mir erwacht, dann werde ich erst ein Mensch, wohingegen ich in jeder anderen Hinsicht immer noch ein „Affe“ bin.

Zugegeben, es ist ein „Affe der besten Art“, einer, der mehr komplex ist der die menschliche Aufgabe besser ausführen kann: den Schöpfer durch sein Verlangen zu erreichen. Unsere Körper sind intelligenter und empfindlicher als die der Tiere. Doch alles, was ein Mensch in dieser Welt hat, das über und außerhalb der belebten Stufe ist, braucht er nur für eines: dafür, sich zu entwickeln und zu verstehen, wonach sich seine Seele sehnt.

Du hast einen Punkt der Spiritualität erhalten, der absolut keinen Bezug zu deinem Körper hat. Dieser Punkt bleibt auch, selbst wenn du alle anderen Teile des Körpers ersetzen würdest. Er würde weiter voranschreiten!

(Aus dem 2. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts über den Ball HaSulam Artikel „Vorwort zum Buch ‚Mund eines Weisen‘“)

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Anderen zu geben, ist die vollkommene Erfüllung

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn die Welt einen Punkt erreicht, wo jeder den durchschnittlichen Lebensstandard haben wird und keiner außerhalb dieses Standards lebt, was wird dann die Leute antreiben, sich weiter zu entwickeln? Was wird Leute veranlassen, in ihrer Entwicklung voranzuschreiten?

Meine Antwort: Wenn eine Person Vergnügen darin fühlt, anderen zu geben, wenn sie fühlt, dass durch die Verbindung mit anderen, sie ein einziges Gefäß erschaffen, innerhalb dessen sie die Höhere Kraft (den Schöpfer) fühlt, dann wird die ständig anwachsende Kenntnis des Schöpfer, die sie fühlt, ihre Absicht und Belohnung sein. Wenn eine Person die „menschliche“ Stufe in sich erbaut, indem sie anderen gibt, korrigiert sie ihre Einstellung zu ihnen, und das gleicht sie dem Schöpfer an. So steigt sie entlang der 125 spirituellen Stufen zur Endkorrektur.

Wenn sie spirituell aufsteigt, fühlt sie Befriedigung und Erfüllung, und kommt so dem Schöpfer näher. Die Erfüllung, die sie davon wahrnimmt, ist vollkommen. Sie ist nicht temporär und vergänglich, sondern ewig. Sie erfüllt eine Person vollständig, ohne eine Leere zu hinterlassen. Außerdem gewinnt man unaufhörlich neue Möglichkeiten für noch größere Arten der Erfüllung.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Genieße deine Liebe für andere
Blog-post: Eine Studie mit den „Großzügigkeit-Pillen“ gibt einen Hinweis auf die Quelle der vollkommenen Erfüllung
Blog-post: Das Leben, das Ziel und die Seele
Baal HaSulam Artikel: „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu Geschöpfen“

Warum man bei einem Kabbala Kongress dabei sein soll

Warum treffen wir uns an Kongressen und haben den Wunsch, uns zu treffen?

Wir sehen nicht nur den Lehrer, den wir jeden Tag auf dem Bildschirm erleben, sondern wir lernen auch uns kennen und vereinen uns immer mehr. So sieht die praktische Verwirklichung der Wissenschaft der Kabbala aus, und ohne sie wird ein Mensch nie die spirituelle Welt erreichen.

Es ist unmöglich für Menschen sich zu verbinden, wenn sie sich noch nie getroffen haben oder nicht wenigstens ein bisschen Zeit zusammen verbracht haben. Wir müssen verstehen, dass unsere Welt nicht von der spirituellen getrennt ist. Sie wurde nicht einfach „so“, ohne Zweck erschaffen.

Außerdem hat die Menschheit nicht per Zufall so viele wichtige, moderne Kommunikationsmedien entwickelt. Sie geben uns die Möglichkeit und verpflichten uns, jeden von uns zu treffen, auch wenn wir weit entfernt voneinander wohnen, damit wir eine innere spirituelle Verbindung aufbauen können.

Obwohl es manchen erscheint, dass man sich nicht unbedingt mit anderen treffen muss und es gibt nichts, womit die anderen diese inspirieren könnten, werden wir dennoch von anderen auf diese Art inspiriert, wenigstens zur Zeit. Daher liegt es in unserer Verantwortung, Kabbala Kongresse zu besuchen, wenn wir spirituell vorankommen wollen.

Viele Menschen studieren zuhause für sich allein, virtuell, über Internet, und sie haben Angst zu den Kongressen zu kommen, weil sie niemanden kennen. Wenn sie vorankommen möchten, dann ist es ihre Aufgabe, dem Rat der Kabbalisten, die diesen Weg bereits gegangen sind, zu folgen. Ich kann garantieren, dass einem Menschen die richtigen Umstände von Oben gegeben werden, wenn er die Möglichkeit sieht, an einem Kongress teilzunehmen. Und wenn er nicht kommt, dann hat er einfach keine Möglichkeit, Fortschritte zu machen.

Manchmal hat man wirklich nicht die Möglichkeit zu kommen, wie z.B. manche unserer Studenten aus Lateinamerika, die davon träumen, an einem Kongress teilzunehmen, können aber nicht, weil sie nicht das Geld für die Busfahrt haben und ihr Dorf verlassen können.

Diese Umstände werden auch von Oben arrangiert, und sie müssen auf ihre Art und Weise vorankommen.

Wenn dir aber die Gelegenheit gegeben wird, zu einem Kongress zu kommen, dann gibt es keine Ausrede, nicht teilzunehmen, wenn man spirituelle Fortschritte machen will.

Ich warne Euch, damit Ihr Euch nicht in zwei Jahren beklagt, dass Ihr schon solange Kabbala studiert und es immer noch eine Theorie ist, ohne irgendetwas erreicht zu haben, eine Wahrnehmung oder Enthüllung der spirituellen Welt. Immerhin sind dies genau die Dinge, die wir von unserem Studium erwarten können.

(Aus dem dritten Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes über den Artikel von Baal HaSulam „Die handelnde Intelligenz“).

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Die Ursache unserer Verwirrung


Dadurch entsteht eine große Verwirrung in unserer Welt.

Wir verstehen nicht, warum wir an einem Ort etwas tun, was uns an einem anderen Ort wieder einholt. Es scheint uns, als ob es zwischen den beiden Ereignissen keine Verbindung gäbe. Wir zerstören etwas an einem Ort, doch der Schlag dafür trift uns woanders, und wir erkennen die Verbindung zwischen den beiden nicht.
Deshalb verstehen wir die Ursache für unsere Leiden nicht. Wir sehen den inneren Zusammenhang nicht, das Netz das in uns allen existiert und zu einem System verbindet. Deshalb gehen wir auch durch unser Leben, als würden wir ein dunkles Labyrinth durchwandern, nicht verstehend, was tatsächlich geschieht.

Der Grund für all diese Verwirrungen ist die umgekehrte Reihenfolge der Lichter und Kelim: Wenn ich mein zutiefst mangelhaftes Kli nicht korrigiere, so fehlt mir an einem ganz anderen Ort ein sehr kleines Licht.
Die einzige Lösung ist, die Welt als eine integrale zu sehen und als eine, die zu Einem verbunden ist. Dies ist die Gelegenehit, die wir erhalten, wenn wir diese Welt durch die Weisheit der Kabbala enthüllen.
Nur die Fähigkeit die Dinge klar zu sehen, bietet uns die Möglichkeit, uns selbst und die ganze Welt zu korrigieren und all unsere Probleme zu beheben.

(Aus dem 2. Teil des täglichen Unterrichts über „Das Vorwort zum Sulam Kommentar“

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Warum dich selbst bestrafen?


Die Menschen denken, dass der Schöpfer uns in der gleichen Weise straft, wie die Menschen in dieser Welt bestraft werden: Man tut etwas Schlechtes und man wird dafür bestraft. Doch in der Spiritualität gibt es so etwas nicht. Wir erschaffen unsere eigene Bestrafung, wenn wir unseren Willen zu genießen nicht in irgendeiner Hinsicht korrigieren. Das Fehlen der Korrektur oder unser Verlangen, das nicht auf der Stufe korrigiert wurde, es aber hätte korrigiert werden müssen, verwandelt sich auf der nächsten Stufe in unsere Bestrafung.

Sagen wir zum Beispiel, dass ein Schüler in der dritten Klasse nicht so lernte, wie er sollte wird aber in die vierte Klasse versetzt. Jetzt, in der vierten Klasse, benötigt er den ganzen Stoff, den er in der dritten Klasse nicht gelernt hatte, um weiterzukommen. Deshalb bekommt er Schwierigkeiten und allerlei Probleme bei seinem Lernen, was für ihn wie eine Strafe erscheint.

Doch wer hat ihm diese Strafe beschert? Es war niemand außer ihm selbst: er hat diese Strafe mitgeschleppt. Und sie häuft sich von einer Stufe zur nächsten an, wie ein Schneeball, und wird zu solch einer schweren Last, dass es einfach unmöglich wird, damit weiter voranzuschreiten. Aber niemand kann dafür beschuldigt werden. Alles, was er tun sollte ist, seine Vergangenheit zu korrigieren.

So geht es der gesamten Menschheit heute. Die Menschen schleppen die Last von versäumten Korrekturen, die nicht rechtzeitig durchgeführt wurden und deshalb gelangt die Welt zu einer globalen Krise. Darüberhinaus wurde dieser Zustand von Oben programmiert.

Heute müssen wir mit der Korrektur beginnen. Es spielt nicht länger eine Rolle, in welch einen Zustand wir selbst geraten sind, was wir durchmachen mussten und an welchem Punkt wir zu faul gewesen sind und die Korrektur versäumten, die wir hätten durchführen müssen. Jetzt, ungeachtet aller Schwierigkeiten und dem Gewicht, die nur weiter anwachsen, müssen wir beginnen aufzusteigen und die Vergangenheit zu korrigieren. Tatsächlich ist die Gegenwart die einzige Möglichkeit, um die Vergangenheit zu korrigieren.
(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

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Die drei Linien unserer inneren Arbeit verstehen (Fortgeschrittene)

Wir verstehen nicht, wie zwei entgegengesetzte Phänomene zur gleichen Zeit existieren können, wie es möglich ist, zu empfangen und zu genießen und gleichzeitig demjenigen Vergnügen zu bereiten, der mir Genuss gibt. Dies sind gegensätzliche Empfindungen. Wie also können sie kombiniert werden, wenn sie in verschiedene Richtungen streben: eine in meine Richtung und die andere in Seine Richtung? Wie ist es möglich, gleichzeitig von zwei Verlangen Genuss zu empfinden?

In unserer Welt gibt es dazu keine Beispiele, weil sie nur auf einem Verlangen basiert, welches das egoistische Verlangen ist. Jedoch in der spirituellen Welt gibt es ein zusätzliches Verlangen – das Verlangen zu geben und beide Verlangen wirken gemeinsam.

Doch zuerst müssen die beiden Verlangen miteinander kollidieren. Der Wille zu genießen wächst und widerstreitet dem Willen jemandem Vergnügen zu bereiten. Die Harmonie zwischen ihnen entsteht kraft der dritten Linie, die nicht nur eine Verbindung der zwei Verlangen ist – es ist kein Kompromiss, sondern die zwei Verlangen – „für mich“ und „für Ihn“ – werden eins. Der einzige Weg, wie dies stattfinden kann, ist durch die Enthüllung des Höheren Lichts, das einem die Möglichkeit gibt, Gegensätze zu verstehen und sie miteinander zu verbinden.

(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)