Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 9

Das Schöpfungsziel bezieht sich auf das gesamte Menschengeschlecht

Der Schöpfer wünscht, dass die ganze Welt korrigiert wird. Darum sagten die Weisen, dass jedes Wort, das die Lippen des Schöpfers verlässt, sich in 70 Sprachen teilt, was von der Bereitschaft zeugt, die in der Tora zur Korrektur aller Völker existiert.
Rav Abraham Isaak Kook, Meorot Arija zu Chanukka, 88

Die ganze Menschheit muss am Ende ihrer Entwicklung unvermeidlich zur Offenbarung des Schöpfers kommen und, einen langen Entwicklungsweg zum Abschluss bringend, das erreichen, wovon die Weisen schrieben: „Und es füllte sich die Erde mit dem Wissen vom Schöpfer, wie die Wasser das Meer bedecken.“

„Und es wird nicht mehr ein Mensch seinen Nächsten und seine Brüder die Erkenntnis des Schöpfers lehren, weil alle Mich kennen werden, von jung bis alt“.

Und es steht geschrieben: „Und dein Lehrer wird sich nicht mehr verbergen, und deine Augen werden deinen Lehrer erblicken“. Und alle Völker werden zu Ihm strömen.
Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“

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Die Freude über die Auflösung des Zweifels

Es gibt keine größere Freude als jene, die entsteht, wenn Zweifel sich auflösen. Zweifel entstehen aus dem Gegensatz zwischen Empfangen und Geben, zwischen dem Licht und dem Wunsch. Wenn ich diesen Unterschied beseitige und beide in Einheit zusammenführe, entsteht ein unvergleichlicher Genuss: die Freude ihrer Verschmelzung.

Zwei Zustände, die von Natur aus gegensätzlich sind, verbinden sich plötzlich, schließen Frieden – und daraus entsteht eine wahre Explosion der Freude. So bin ich geschaffen, dass ich darin Genuss empfinde.

Denn Genuss ist das Ergebnis des Lichtes im spirituellen Gefäß, im Verlangen. Und dieses Licht kann nur in dem Maß empfunden werden, in dem es dem Verlangen entspricht. Was empfinde ich also? Mein Verlangen? – Nein!

Das Licht? Nein! Ich empfinde das Ergebnis ihrer Wechselwirkung – entweder Leiden oder Genuss.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“.

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Die Freude ist eine Folge von guten Taten

Die Menschen, in denen der Punkt im Herzen erwacht, kommen auf verschiedenen Wegen zur Wissenschaft der Kabbala, die erklärt, wie man diesen Punkt auf der Grundlage von Verlangen realisieren, den Schirm und die Absicht über dem Verlangen aufbauen und sich bereits auf einer anderen Stufe in Freude befinden kann – in Freude darüber, inwieweit ich in der Lage bin, im Geben zu sein, mich mit der höheren Urkraft zu identifizieren, die das Verlangen erschaffen und diesen Punkt hineingebracht hat, mit dessen Hilfe ich mich über das Verlangen erheben kann und mit der höheren Kraft verschmelze.

Die Schöpfung, die aus den Verlangen und dem Punkt des Bestrebens nach dem Schöpfer besteht, entwickelt diesen Punkt während der Korrektur dermaßen, dass er sich in einen Schirm verwandelt, dann, bereits über dem Schirm, kann sie an den Schöpfer, an das Licht, geben, genauso wie auch das Licht und der Schöpfer an sie gibt, und dabei Freude erleben.

Dann, entsprechend ihrem Zustand, erkennt die Schöpfung, was zum jetzigen Zeitpunkt für sie am besten wäre – entweder leer oder eher erfüllt in ihrem Verlangen zu sein. Denn letztendlich müssen die Zustände, die sie innerhalb ihres Verlangens empfindet, ihr ständig eine wahre Grundlage für die Überprüfung liefern, ob sie sich wirklich im Geben befindet oder nicht.

Wenn sie, um sich von sich selbst distanzieren zu können, Leiden im Verlangen zu genießen empfinden muss, dann empfindet sie Leiden, und darüber befindet sie sich im Geben und erlebt Freude.

Und wenn sie einen Zustand erreicht, in dem sie innerhalb des Verlangens zu genießen in Freude, in Erfüllung sein kann, jedoch nicht für sich selbst (denn das geschieht bereits nach allen Einschränkungen und Entleerungen, wenn sie sich zu erfüllen beginnt, um Freude über dem Schirm zu vermehren), dann befindet sie sich in Freude darüber, dass sie den Schöpfer erfüllen kann.

Wenn wir „Simchat Tora“ (Tora-Freude) erreichen, bedeutet das, dass wir wissen, wie wir das Licht, das zur Quelle zurückführt, benutzen müssen, um im Geben immer in Freude zu sein – im „Geben um zu geben“ oder sogar im „Empfangen um zu geben“.

Dann kommt wirklich Freude auf, wie geschrieben steht: „Die Freude ist eine Folge von guten Taten“. Gute Taten sind Handlungen des Gebens in zwei Toren, zwei Teilen der eigenen Seele – G“E und ACHaP.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.09.2010

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Wie erhält man eine höhere Intelligenz?

Frage: Ist es möglich zum Geben überzugehen, ohne Schmerzen und Leiden dabei erdulden zu müssen?

Antwort: Ja. Man kann solch einen Übergang ohne Leiden durchführen, wenn er unter dem Einfluss von der Umgebung geschieht.

Die Umgebung ist dazu in der Lage, mir ein Streben zu jeglichem, sogar einem irrealen Ziel aufzudrängen. Wenn alle Menschen um mich herum danach streben, werde ich das auch tun.

Und dann wird es gar nicht so schwierig sein, die Eigenschaft des Gebens wie eine große Belohnung zu schätzen, anstatt des heutigen egoistischen Empfangens, unter der Bedingung dass die anderen auch so denken und handeln.

Der Mensch ist einem Rechner ähnlich und die Gesellschaft kann sein altes Programm löschen und ein neues, fortgeschrittenes Programm mit neuen Daten installieren. Dementsprechend entwickle ich mich.

Es steht geschrieben, dass das Volk Mosche und Aaron wie eine Herde folgte [Ps, 77:21]. Es heißt nicht, dass sie, wie Tiere, Mosche und Aron folgten.

Ich gebrauche meinen Verstand nur dafür, um denen zu folgen, die mir den spirituellen Weg zeigen. Das ist gar nicht so einfach ihnen zu folgen, denn so wirst du nicht zu einem Roboter, sondern du wächst!

Dir werden die ganze Zeit Störungen gegeben, auf allen Stufen: bewegungslos, pflanzlich, tierisch und sprechend, die dich daran hindern dem spirituellen Weg zu folgen.

Und du musst dich von der Stufe deines hohen Egoismus verbeugen und erniedrigen, um den spirituellen Mentor folgen zu können. Deshalb wird das deine Größe sein,wenn du ihm folgst und nicht deine Kleinheit.

Deshalb musst du eine große Vernunft haben, um alle Intrigen und Komplotte des eigenen Egoismus zu entziffern, und anstatt deinen Egoismus zu befolgen, über dem eigenem Verstand hinter deinem Lehrer zu gehen.

Dir werden solche Verwirrungen und Zustände geschickt, wo du beginnst den Lehrer so gering zu schätzen in jeder Sache; manchmal hasst du ihn sogar.

Und wenn du in der Lage bist dich darüber zu erheben und aus dir selbst eine „Null“ zu machen, so wie geschrieben steht:“Staub unter den Füßen der Gerechten“, so bedeutet es das du ihnen folgst, den Rechtschaffenen auf dem spirituellen Weg.

Dann bist du groß, du bist so wie Er. Du bekommst all das, was in Seinem Kopf ist. Alles hast du vom Schöpfer erhalten, durch Ihn.

Das ist eine besondere Form der Entwicklung, wo du dich gegenüber dem Lehrer annullierst,vor Mosche und durch ihn annullierst du dich gegenüber dem Schöpfer.

Genauso wie man von der Liebe zu den Geschöpfen, zur Liebe zum Schöpfer gelangt, so haben wir hier selbst, keine andere Möglichkeit uns zu verändern. Die frühere Form wird gegen eine neue, die dem Schöpfer ähnlich ist, von oben, ersetzt.

Solche Wörter wie „sich annullieren“, „wie eine Herde dem Hirten zu folgen“ drücken keine Geringschätzung aus. Damit ist nicht gemeint, dass wir wie Tiere ohne Verstand sind.

Wenn du dich auf der Stufe der Klipot, von Assija, Jetzira, Brija und Atzilut annullierst und deinem Lehrer folgst, steigst du auf die Höhe dieser Welten hinauf. Alles hängt nur von der Größe des Widerstandes gegen die Störungen ab.

Das nennt man „mit dem Glauben über dem Wissen (Verstand) gehen“. Denn ich habe kein solches Wissen, wie mein Lehrer und ich annulliere mich im Bezug auf ihn, annulliere mein Verstand und bekomme von ihm ein neues Wissen, ein Wissen der höheren Stufe, den „Glauben“.

Der untere Teil seines spirituellen Parzufs, ACHaP, senkt sich in mich und ich nehme die Dunkelheit als Licht an, obwohl dieses mir als Dunkelheit in meinem egoistischen Willen vorkommt. Auf diese Weise kann ich auf dem spirituellen Weg weiterkommen.

Aus einem Unterricht über „Einführung zu „Panim Meirot“, 01.08.2010

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Stufen der spirituellen Arbeit

Die Arbeit muss so weit wie möglich vom Körper entfernt stattfinden. Man kann in ihr verschiedene Stufen hervorheben:

Zuerst strebt der Mensch nur nach Erfüllung – in dieser oder in der zukünftigen Welt.

Danach fängt er an, außer an die Erfüllung, auch daran zu denken, „mit wem er es zu tun hat“, von wem diese Erfüllung abhängt. Dann beginnt er, die Erfüllung mit der Quelle der Erfüllung, dem Gebenden, zu verbinden. Es entsteht eine Beziehung zum Gebenden, weil von ihm die Erfüllung abhängt.

In der nächsten Phase fängt der Mensch an, den Gebenden zu achten, weil Er der Gebende ist, für Seine Eigenschaft an sich der Gebende zu sein, und nicht für den Genuss, den er von Ihm bekommt.
Hier kommt es zu einer gewissen inneren Zwiespalt in ihm – einerseits ist die Erfüllung wichtig, andererseits kommt ein Bestreben, sich an den Gebenden anzugleichen, auf. Ist die Erfüllung als Energie für die Arbeit wichtig oder um der Erfüllung selbst willen? Wovon genau bekommt er die Energie, was ist sein Ziel – die Erfüllung oder die Verbindung mit dem Gebenden?
Auf diese Weise kommt er nach und nach in einen Zustand, in dem er nur an die Übereinstimmung seiner Eigenschaft und der des Schöpfer denkt.
Doch auch hier ist nicht alles so einfach. Es sind verschiedene Sachen:  die Übereinstimmung der Eigenschaften einerseits und andererseits das Verlangen, Genuss dem Gebenden zu bereiten.
Bei dem Bestreben nach der Übereinstimmung der Eigenschaften denke ich dennoch an mich. Obwohl ich geben, Genuss bereiten, lieben will, will ich das für mich selbst, dabei bin ich präsent.
Auch was das Bereiten des Genusses betrifft – werde ich ihn bereiten oder gibt es jemanden, der es besser kann als ich? Wie werde ich es so anstellen, dass ich keine Belohnung dafür bekomme?
Das heißt, wir sehen, dass es hier eine Menge Stufen, ganze fünf Welten gibt, wo der Mensch seine Motivation, seine Prinzipien überdenkt: wofür ist er bereit, sich anzustrengen, worin besteht seine Erfüllung, wie ist seine Haltung dem Gebenden gegenüber?
Dadurch verändert sich sein Zustand und er steigt von einer Welt zur nächsten auf.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.07.2010.

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Alle Veränderungen kommen von innen

Es steht geschrieben: „Lass uns zum Pharao gehen“. Mit anderen Worten, lass uns zusammen gehen, denn Ich gehe mit dir, um die Natur zu verändern.  Und Ich will nur, dass du Mich darum bittest, dir dabei zu helfen, deine Natur zu verändern und sie vom Verlangen zu empfangen zum Verlangen zu geben umzuwandeln“.  Rabash, Shlavey HaSulam, 1985, Artikel 19

Unser egoistisches Verlangen ist klein, und wir erkennen noch nicht das ganze Ausmaß unseres Übels und unserer Nichtigkeit. Wir glauben, dass wir im Gegenteil vollkommen in Ordnung sind.

Die Wahrheit kann nur im Licht gesehen werden. Wenn der Mensch von oben erweckt wird, fängt er an, nach dem Sinn seines Lebens, nach etwas außerhalb des „tierischen“ Dasein im Körper, zu suchen.

Dann enthüllt er allmählich, mit Hilfe der Bücher und der Umgebung, Veränderungen in sich. Er wird aus dem gewohnten Zustand herausgeführt und schreitet vorwärts, indem er verschiedene, oft radikale Eindrücke erhält.

Bis er endlich versteht, dass die Rede von der Veränderung der Natur ist. Dieses Verständnis wird in ihm von dem Moment an fixiert, in dem er beginnt, zu erkennen, dass sein Zustand nicht so ist, wie er sein soll.

Der Mensch kann sich das viele Jahre hintereinander anhören und dennoch im Inneren nichts vernehmen. Doch in einem bestimmten Moment spürt er, dass es an ihm selbst, an der Notwendigkeit, sein Wesen zu verändern, liegt. Von diesem Moment an erzählt die Tora, d.h. die Methode zur Korrektur des Egoismus, dem Menschen von ihm selbst.

Dann konzentriert sich der Mensch auf sich selbst. Er will nicht die anderen verändern, sich vom Äußeren ablenken lassen. Seine Aufmerksamkeit bekommt einen umgekehrten Vektor, er richtet seinen Blick nach innen.

Jetzt kann er die Methode anwenden. Er hat bereits eine Verbindung zu ihr, während er früher nur eine Verbindung zum Wissen hatte. Es steht geschrieben: „Glaube an die Weisheit unter den Völkern und glaube nicht an die Tora unter den Völkern“. Zu den „Völkern“ gehört derjenige, der sich noch nicht korrigieren will.

Ein „Jude“ (Jehudi) ist dagegen derjenige, der, unabhängig von seiner Abstammung, bereits versteht, dass man die Einheit (Ihud), die Ähnlichkeit der Eigenschaften, das Geben erreichen muss.

Indem der Mensch sich auf sich selbst konzentriert, sieht er, dass er, solange er sich selbst nicht ändert, mit nichts rechnen kann – denn alle Veränderungen kommen von innen.

Dann erinnert er sich daran, dass er darüber bereits in den Urquellen gelesen hat. Von nun an hat er eine Verbindung zu der Methode. Er fängt an, sie zu schätzen, denn er spürt seine Abhängigkeit von diesem Mittel namens „Tora“, von den Büchern, dem Lehrer, der Gruppe.

Erst dann versteht der Mensch, was die Worte „Lass uns zum Pharao gehen“ bedeuten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 18.10.2010

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Du bist für alle Verbrechen in der Welt verantwortlich


Was bedeutet es, ein Bürge zu sein? Wenn ich jemandes Bürge bin, können die Behörden zu mir kommen und mich anstelle von ihm ins Gefängnis stecken, wenn diese Person das Gesetz gebrochen hat. Denn ich habe die Verpflichtung übernommen, der Bürge dieser Person zu sein!

Oder lasst uns annehmen, diese Person zahlt den Kredit nicht zurück, den sie von der Bank bekommen hatte. Ohne mit ihm darüber zu sprechen, kann die Bank die Kreditzahlung von mir fordern. Das ist das Gesetz der Bürgschaft in der Praxis. Es ist das unzerbrechliche Gesetz der Natur, das uns zusammenbindet und wir können nicht vor ihm davon laufen.

Wie unfair, durchtrieben und gemein ist es von der Natur, Menschen, die einander hassen, in ein geschlossenes System zu stecken und ihnen grauenhafte Verlangen und Impulse zu geben und dann herzugehen und eine Person anstelle der anderen zu strafen! Wenn wir tatsächlich dieses Gesetz spüren könnten, würden wir buchstäblich vor Entrüstung platzen.

Darüberhinaus werde ich nicht nur für die Folgen der Handlungen einer anderen Person verantwortlich gemacht, sondern für die Tatsache, dass sie diese überhaupt begangen hat. Mit anderen Worten, die Tatsache, dass jemand zerstört, mordet, stiehlt und missbraucht, ist meine Schuld und darum wird gerade von mir Wiedergutmachung gefordert und ich werde bestraft. Die Bürgschaft ist nicht, dass du den Schaden wiedergutmachen musst, den jemand anderes verursacht hat, sondern du musst dich dafür verbürgen, dass seine Taten gut sein werden. Und wenn er schlecht gehandelt hat, bedeutet es, dass ich Komplize seiner Taten war.

Es zeigt sich, dass ich durch die Handlung jeder kleinen Gesetzesübertretung die Vergehen von vielen Menschen in der Welt hervorrufe. Und das wird mit Sicherheit auf mich zurückfallen – ich werde bestraft. Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie absolut das Gesetz der Bürgschaft uns umgibt und ohne unsere Zustimmung wirkt. Es ist überall – sogar in unseren Gedanken, Absichten und Handlungen.

Jeder einzelne von uns „lenkt“ andere während ihres ganzen Lebens, gleich einem Puppenspieler, der die Puppen lenkt und kontrolliert. Jedoch spürt niemand von uns, dass er jemand ist, der lenkt und gelenkt wird. Wenn wir unsere wechselseitige Abhängigkeit sehen könnten, würden wir unsere Freiheit verlieren und zu Robotern werden. Deshalb ist unsere universelle wechselseitige Verbindung vor uns verborgen und wird allmählich in dem Maße enthüllt, in dem wir sie ertragen können und in eine positive umwandeln.

Wie können wir sie zu einer positiven machen? Das geschieht, indem sich jeder einzelne von uns mit anderen Menschen verbindet. Jedoch sollte das nicht aus Angst geschehen oder durch Drängen, sondern durch unseren eigenen freien Wunsch, anderen zu geben und sie zu lieben.

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Die Welt in richtiger Entfernung zu halten

Frage: Wie hält man das Rennen hinter den Genüssen dieser Welt an, und wie ist die Feinfühligkeit zur Vereinigung zwischen uns zu finden?
Antwort: Wir stellen das äußerliche Rennen dann ein, wenn wir uns in die Gruppe einreihen und beginnen, ihr Leben zu leben. Baal HaSulam und Rabasch erklären, dass man von der Welt nur das Notwendigste nehmen soll. Es bedeutet nicht, dass man sich auf Grundbedürfnisse beschränken muss, sondern ein gewöhnliches modernes Leben führen kann. Die Beschränkung betrifft hauptsächlich die Massenmedien. Wenn die Informationen für die Verbreitung der Kabbala, für den professionellen Aufstieg benötigt werden, dann werden sie für notwendig gehalten. Niemand verbietet die Massenmedien oder fordert uns auf, uns von der Welt abzugrenzen. Man muss jedoch verstehen, wie die Informationen auszusuchen sind, die ich tagtäglich einsauge. Es ist unmöglich, in sich etwas einzulassen, was später nicht in einem bleiben wird. Wenn ich etwas wahrgenommen habe, dann befinden sich diese Informationen, dieser Eindruck in mir.

Deshalb muss man sich im Voraus auf das Erhalten der nötigen Informationen beschränken. Anderenfalls bin ich für die ganze Welt offen, und sie bleibt in meinem Inneren erhalten.

Die Verbindung mit den Menschen ist nur in einem streng bestimmten Maß notwendig. Und dieses Maß heißt „notwendig“, „lebensnotwendig“ für den spirituellen Aufstieg.

Selbstverständlich muss man nicht ins Kloster oder in eine Höhle gehen, aber es ist nicht notwendig, sich allzu sehr auf die Verwirrung zu konzentrieren, die diese Welt mit sich bringt. Somit will ich von der Umgebung und von den Urquellen beeinflusst werden. Dank der richtigen Absicht und der Hilfe der Gruppe erhalte ich den stärkeren Wunsch und werde das Ziel klarer sehen.

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Die Natur fordert, dass wir persönliche Beziehungen der Liebe zueinander haben

Frage: Warum führt die natürliche Entwicklung der Menschheit nicht zu dem Verständnis, dass wir alle in einer wohlwollenden Verbindung miteinander verbunden sein müssen?

Antwort: Jeder kann geben und nehmen, indem er seine egoistischen Eigenschaften einsetzt – bei der Arbeit, in der Geschäftswelt und gesellschaftlich. Wenn unsere egoistischen Eigenschaften eine globale internationale Ebene erreichen, dann erreichen wir das Maximum der Verwirklichung unserer Verlangen. Da endet die erste Phase der menschlichen Entwicklung und es beginnt eine andere – die Phase der Korrektur des entwickelten Verlangens.

Die Natur fordert, dass wir die Verbindung unter uns erneuern, die zerbrochen war, noch bevor wir geboren wurden. Diese Verbindung kann nur mit der Hilfe des Lichtes korrigiert werden, welches die Wissenschaft der Kabbala bieten kann.

Das Verlangen, eine Familie zu gründen, für unsere Kinder zu sorgen, ein guter Nachbar zu sein, zu geben und zu empfangen, Geld miteinander zu verdienen, in Frieden zu leben – alles existiert innerhalb des egoistischen Verlangens.

Wenn wir jedoch über ein neues System der Verbindung untereinander sprechen, ist dies nicht ein System gegenseitiger nutzbringender Geschäfte, sondern ein System, in dem ich verpflichtet bin, an alle zu geben; ich muss in alle investieren. Dies ist kein Übergang zu mehr Handel mit einem größeren Ausmaß der Teilnahme, obwohl die Welt es so verstehen könnte. Jeder versteht, dass wir auf positive Weise miteinander verbunden sein müssen. Doch was die Natur von uns fordert, sind herzliche Beziehungen, die auf den Prinzipien des Gebens und der Liebe gegründet sein müssen und nicht nur ehrliche Geschäfte!

 
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Welchen Weg wirst du gehen?

Der Artikel von Baal haSulam „Das Vorwort zum Buch Panim Meirot„, Punkt 7: Und daraus sollst du verstehen, was die Weisen im Vers meinten: „Ich bin der Schöpfer, Boita (Leiden) und Achischena (Genüsse)“. D.h., es existieren zwei Wege der Erreichung des erwähnten Ziels:

– Entweder werden sie selbst darauf aufmerksam, was als der Weg der Rückkehr bezeichnet wird. Und wenn sie würdig werden, so werden sie den Weg der Genüsse beschreiten, d.h., es gibt keine bestimmte Zeit dafür, und sobald sie sich reinigen werden, wird die Korrektur augenblicklich vollendet sein.

– Und wenn sie nicht würdig werden, aufmerksam zu werden, so gibt es einen anderen Weg, der als der Weg der Leiden bezeichnet wird. Wie die Weisen des Sanhedrin sagten: „Ich werde einen König über euch stellen, einen solchen wie Aman und er wird euch zwingen, an die Quelle zurückzukehren“. Doch dann existiert bereits eine Beschränkung in der Zeit.

Vor uns existieren zwei Wege der Erreichung des erwähnten Ziels, und wir befinden uns auf ihrer Kreuzung. Jeden Augenblick muss man sich auf einem Kreuzweg stehend empfinden, auf einem Kreuzweg, der unsere Freiheit des Willens bestimmt, wobei die Auswahl sehr einfach ist: entweder auf dem Wege des Lichtes oder auf dem Wege des Leidens zu bleiben.

Es existiert kein dritter Weg! Wir sind gezwungen, auf einem dieser zwei Wege voranzukommen und jeden Augenblick muss man sich entscheiden, wie der folgende Schritt sein sollte. Dein Bein ist schon in der Luft hängen geblieben – wähle jetzt aus, wohin du es stellen möchtest: auf den Weg des Lichtes oder des Leidens?!

Im nächsten Augenblick musst du dieselbe Auswahl treffen. Von oben wird dein Bein erhoben, und du bist gezwungen, den Schritt zu machen und entscheidest, wohin du es senken wirst. Und in Abhängigkeit von deiner Wahl wirst du die Kräfte und die Mittel für den Aufstieg bekommen; denn du bleibst weiterhin verpflichtet, dich vorwärts zu bewegen.

Aber wenn du mittels „Beito“ (der natürlichen Entwicklung mit der Zeit) vorwärts kommst, dann stoßen dich die Kräfte der Natur an, gegen deine Selbstsucht; denn du willst immer nach deinem Ego entscheiden. Und deshalb wirken auf dich die Kräfte ein, die deine Selbstsucht bekämpfen, um dich im Geben zu unterrichten.

Und mittels „Achischena“ (die Zeit beschleunigend) beginnst du, dich selbst mit Hilfe der Umgebung zu überzeugen, dass es sich lohnt, im Geben zu sein; denn dadurch wird das umgebende Licht herangezogen, das dich zum Guten zurückführt.

Auf dem Weg „Beito“ bekommst du die Schläge, durch die du lernst, letztendlich die Bitte zu erreichen, das Gebet über die Korrektur, um mittels „Achischena“ voranzukommen.

Wenn du aber gleich den Weg des Lichtes gehst, dann sparst du die Zeit auf dem ersten Teil des Weges ein, die du verlieren würdest, weil du nicht zugehört und die eigenen Anstrengungen nicht gemacht hast.

Es gibt keine Zeit für die Überlegung, welchen Weg der Fuß betreten soll! Alles hängt von der Vorbereitung der Umgebung ab.

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