Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Mann'

Die Fragen an den Kabbalisten

Frage: Stimmt es, dass in jeder Generation nur einen wahren Kabbalisten gibt?

Meine Antwort: Alle sind notwendig, weil jeder auf seinem Gebiet arbeitet. Da die Menschheit ungleichmäßig ist – benötigt man für ihren jeden Teil die besondere Sprache und das besondere Herangehen, bis die Menschen vorankommen und bereit werden, die Wahrheit zu hören.

Deshalb muss man nicht daran denken, wer ein Kabbalist ist. Wir sollen danach streben, die Wahrheit zu enthüllen, um sich an sie anzunähern. Und wenn es heute oder morgen jemanden geben wird, den man wahrlich als einen großen Kabbalisten bezeichnen könnte, dann werden wir ihm folgen.

In der Generation kann es wahrscheinlich nicht mehr als einen wahren Kabbalisten geben, weil es auch nur einen Kopf gibt. Und all die anderen daneben oder darunter – Dutzende, Hunderte, Tausende – entsprechen der Form einer Pyramide. Ich hoffe dass, es, wenn nicht in dieser Generation, dann in der folgenden, etwas Ähnliches wie Sanedrin geben wird: mehrere Kabbalisten, die zusammen über das hohe Niveau des Begreifens verfügen, und die Menschheit zum Schöpfer führen.

Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen 36 Gerechten und Kabbalisten?

Meine Antwort: Nein. „36 Gerechten“ ist ein Begriff. Es handelt sich um die besonderen, sich in dieser Welt befindenden Seelen, durch welche der Überfluss in diese Welt kommt, um die Existenz dieser Realität zu unterstützen. Es ist ein besonderes System, und nicht die einzelnen Menschen.

Frage: Kann die Frau zum Kabbalisten werden?

Meine Antwort: Selbstverständlich. Es gab doch die Prophetinnen – unsere Stammmütter, nach ihnen die Prophetinnen, und dann das Volk – das bis zur Zerstörung des 2. Tempels über das höhere Erkenntnis verfügten. Darin gibt es keinen Unterschied zwischen dem Mann und der Frau. Sogar heute kenne ich unsere Studentinnen, die im Laufe von vielen Jahren selbstlos arbeiten und vorankommen. Ihre Wahrnehmung und der Wunsch sind größer, als bei vielen Männern. Gewiss, können sie nicht kleineren Niveau, wie die Männer erreichen.

Da wir außerdem zur Offenbarung des Schöpfers vorankommen, so werden wir sicher erreichen, dass sowohl die Männer, als auch die Frauen Ihn enthüllen werden. Denn die Frau ist doch auch ein Teil der Schöpfung. Sie führt nur etwas andere spirituelle Arbeit durch, wobei die „andere“ nicht die „nicht spirituelle“ bedeutet.

Frage: Wie kann man dem Kind erklären, wer ein Kabbalist ist?

Meine Antwort: Kabbalist ist ein Mensch, der die Offenbarung des Schöpfers nach dem Gesetz der Gleichheit der Eigenschaften anstrebt. Er hat sich in die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer korrigiert. Deshalb hat er ein Teilchen von oben, das als die Seele – als der Teil des Schöpfers bezeichnet wird. In diesem Teil fühlt er die spirituelle Welt, die höhere Dimension, das ewige Leben mit denen er sich gleichsetzt.

Wenn das Leben seines physischen Körpers zu Ende geht, nimmt er das nicht in Form eines Verlustes wahr. Er lebt weiter, und empfindet das spirituelle Leben. Er wird als Kabbalist bezeichnet, weil er das höhere Leben erlangt hat.

Auszug aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 01.12.2010

Das gute Schicksal beim Schopf packen

Frage: Wenn es das egoistische Verlangen und den Funken des Gebens in mir gibt, wer bin dann ich selbst?

Meine Antwort: Du bist die Mitte, du stehst zwischen ihnen beiden wie jene entscheidende Kraft, die die Waagschale neigt. Wenn du zwischen dem Geben und dem Empfangen in dir nicht vermittelst, wird der Konflikt zwischen ihnen dich trotzdem zwingen, das zu tun, jedoch wird es auf dem Weg der Leiden, auf dem Weg der inneren, vielleicht sogar äußeren Kriege geschehen.

Andererseits steht dir die Wissenschaft der Kabbala zur Verfügung, die dir erklärt, wie du diesen Prozess schnell und bewusst durchlaufen kannst.

Frage: Wodurch wird nun meine Wahl bedingt, wenn ich mich in der Mitte befinde?

Meine Antwort: Durch die Umgebung, zu der du geführt wurdest. Der Schöpfer „legt die Hand des Menschen auf das gute Schicksal“, sozusagen, anschließend musst du selbst festen Fuß in der Gruppe fassen, du musst beginnen, mit ihr zu arbeiten. Wenn du jetzt im Unterricht sitzt, bedeutet es noch lange nicht, dass du die richtige Umgebung für dich gefunden hast. Du hast noch keine notwendigen Mittel gefunden: weder den Lehrer, noch die Gruppe, noch die Bücher. Sie wurden dir von oben gegeben, du aber hast die Waagschale noch nicht geneigt.

Dafür musst du dich an den erhaltenen Mitteln buchstäblich festbeißen und sie richtig benutzen. Jede Sekunde musst du sie anwenden und prüfen, was und wie du noch machen könntest. Genau darin besteht deine freie Wahl.

Der Egoismus stößt dich immer davon ab, schaltet dich mal vom Lehrer, mal von der Gruppe, mal von den Büchern ab, lenkt dich durch Zweifel und Verachtung ab. Wenn du diese Schwierigkeiten überwindest, kommst du voran.

Wir werden sehen, ob du ein richtiger Mann bist. Denn „Mann“ auf Hebräisch (Gewer, גבר) bedeutet „Überwindung“ (Itgabrut, התגברות), die es dir ermöglicht, deinen Funken über alle Hindernisse zu erheben.

Auszug aus einen Unterricht über den Artikel von Rabash „Annulierung nach der Methode von Baal Schem Tow“, 07.01.2010

Spiritueller Dekoder

Eine Frage: Kann ich meine Einbildungskraft verwenden, um die Zukunft in einem korrigierten Zustand abzubilden?
Meine Antwort: Das hängt davon ab, was wir bezüglich uns selbst zum zukünftigen Zustand vorstellen. Um es mechanisch zu porträtieren, machen wir Zeichnungen.

Es ist möglich, alle Bedingungen des zukünftigen Grades in eine Tabelle zu stellen, alle technischen Einzelheiten dieser Zustände aufzulisten: Wünsche, Schirme, Niveaus von Aviut, Eingang und Ausgang von Lichtern, der Umgebung und den Inneren Lichtern, der Aufteilung der Grade in eine Menge von inneren und äußerlichen Systemen in der Zweiten Einschränkung.

Aber, schließlich, kommen wir zu demselben spirituellen, durch Kabbalisten aufgenommenen Scharfsinn, um einander die technischen Details zu beschreiben, die ausgeführt werden müssen, um zu fühlen, was sie mitteilen möchten. Nimm an, dass ich dir ein Blatt voll mit Musiknoten gebe; d. h. ich teile dir einige Daten mit. Kannst du irgendetwas damit anfangen? Nein. Du musst es zuerst als Außeninformation wahrnehmen und dann der inneren Kopie ausführen. Wenn Sie Musik lesen, werden Sie im Stande sein, sie zu singen, und dann werden Sie wissen, was ich vorhatte, dadurch mitzuteilen.

Kabbalisten tun genau dasselbe, indem sie dir technische Daten weitergeben. Trage sie in deiner Seele aus, und du wirst alles erhalten, was sie beabsichtigt hatten. Genau dann wirst du wissen, worüber sie sprechen.

Die Übertragung der Information durch das Internet arbeitet auf dem selben Weg. Ich male ein Bild auf dem Computerschirm oder importiere Fotos von einer Kamera, speichere die Bilder in einem besonderen Format, und sende dir diese Information über einen Kommunikationskanal. Du erhälst diese technischen Daten und verwendest einen Decoder, um sie noch einmal als Bild auf deinen Bildschirm zu übertragen.

Das ist auch, wie Kabbalisten in Kontakt miteinander bleiben. Sie haben ein spirituelles Bild erreicht, nahmen es auf und gaben es an uns weiter, außer dass wir den Decoder vermissen“, um diese Information in dasselbe Bild zu verwandeln. Wir lesen darüber, aber haben keinen Möglichkeit uns vorzustellen, worüber sie sprechen. Für uns erscheint dies alles wie Fantasie.

Wir sind außer Stande, die Bedeutung von einigen der vier durch Kabbalisten verwendeten Sprachen zu entziffern und zu extrahieren, um zu uns die sprirituelle Welt (die Sprachen von Tanach, Halacha, Hagaddah, und Kabbalah) zu beschreiben. Aber was ist es, was Kabbalisten uns erzählen? Verwenden Sie diese Texte wie ein „wunderbares Heilmittel“ (Segula). Was ist Segula? Wenn du Enthüllung erreichen und irgendwie verstehen willst, dass die Enthüllung nur in der Eigenschaft des Gebens möglich ist, wirst du dich und die ganze Welt in Liebe und im Geben zueinander, in der gegenseitigen Garantie, wie ein Mann mit einem Herzen sehen.

Wenn du nach diesem Bild strebst, wirst du beginnen, näher an der richtigen Entzifferung dieser Texte zu sein. Es wird dich beeinflussen, und schließlich wird derselbe spirituelle „Dekoder“ in dir offenbart. Deshalb lesen wir das Buch Sohar.

Zwei Prinzipien als Erfolgsgarantie

Eine Frage: Was fehlt uns um der Welt das Prinzip der Cogwheels zu erklären?

Meine Antwort: Wir alle sind voneinander zu 100 Prozent abhängig, In verschiedenen Bereichen drückt es sich im verschiedenen Maß aus, aber in der Tat, sind jegliche Prozentangaben außer Hundert, eine Lüge.

Auch wenn nur ein Prozent sichtbar ist, das bedeutet nur das die restliche 99% drinnen verborgen sind.

So oder so unsere Abhängigkeit voneinander ist absolut, auch wenn dies ganz anderes aussieht. Wo der Blick fallen mag sind wir mit eisernen Fesseln verbunden, und wir koennen nirgenwo davon abhauen.

Je deutlicher unsere gegenseitige Abhängigkeit hervortreten wird, desto lauter wird die Menschheit nach Hilfe rufen. Denn das bedeutet, dass Du von allen Deinen Feinden und Hassern abhängig bist, von jedem einzelnen und es bleibt unklar was man damit machen kann.

Genauso wie in einer Familie wenn der Mann und die Frau den Hass und die totale Abhängigkeit zwischeneinander enthüllen. Wir sind alle untrennbar und wir haben nirgenwo, wo wir uns voneinander verstecken koennen. Hier ist unsere kleine Wohnung, hier sind unsere Kinder, hier der Kühlschrank, hier das gemeinsame Eigentum. Gleichzeitig hassen wir einander zu Tode, aber zu sterben gelingt es uns auch nicht.

So eine unerträgliche Situation muss man irgendwie erweichen und ausgleichen. Denn das ist die Geburt der neuen Welt, die Geburstswehen vor dem Kommen des Messias.

Wir hoffen umsonst dass die Welt ihrer Situation bewusst wird und versteht wie sie handeln soll. In seinen Schriften über die letzte Generation, schreibt Baal HaSulam, dass die Menschen dessen nie bewusst werden und ein Feind wird nie mit seinem Feind zustimmen.

Daraus sehen wir, wie wichtig die Verbreitung der Kabbala und das Beispiel unserer Vereinigung fuer die ganze Menscheit ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 26.12.2010

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Ohne Ausweg

Eine Frage: Was fehlt uns um der Welt das Prinzip der Cogwheels zu erklären?

Meine Antwort: Wir alle sind voneinander zu 100 Prozent abhängig, In verschiedenen Bereichen drückt es sich im verschiedenen Maß aus, aber in der Tat, sind jegliche Prozentangaben außer Hundert, eine Lüge.

Auch wenn nur ein Prozent sichtbar ist, das bedeutet nur das die restliche 99% drinnen verborgen sind.

So oder so unsere Abhängigkeit voneinander ist absolut, auch wenn dies ganz anderes aussieht. Wo der Blick fallen mag sind wir mit eisernen Fesseln verbunden, und wir koennen nirgenwo davon abhauen.

Je deutlicher unsere gegenseitige Abhängigkeit hervortreten wird, desto lauter wird die Menschheit nach Hilfe rufen. Denn das bedeutet, dass Du von allen Deinen Feinden und Hassern abhängig bist, von jedem einzelnen und es bleibt unklar was man damit machen kann.

Genauso wie in einer Familie wenn der Mann und die Frau den Hass und die totale Abhängigkeit zwischeneinander enthüllen. Wir sind alle untrennbar und wir haben nirgenwo, wo wir uns voneinander verstecken koennen. Hier ist unsere kleine Wohnung, hier sind unsere Kinder, hier der Kühlschrank, hier das gemeinsame Eigentum. Gleichzeitig hassen wir einander zu Tode, aber zu sterben gelingt es uns auch nicht.

So eine unerträgliche Situation muss man irgendwie erweichen und ausgleichen. Denn das ist die Geburt der neuen Welt, die Geburstswehen vor dem Kommen des Messias.

Wir hoffen umsonst dass die Welt ihrer Situation bewusst wird und versteht wie sie handeln soll. In seinen Schriften über die letzte Generation, schreibt Baal HaSulam, dass die Menschen dessen nie bewusst werden und ein Feind wird nie mit seinem Feind zustimmen.

Daraus sehen wir, wie wichtig die Verbreitung der Kabbala und das Beispiel unserer Vereinigung fuer die ganze Menscheit ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 26.12.2010

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Einfach über Liebe

Eine Frage: Was ist die wahre Liebe und gibt es sie überhaupt?

Die Antwort: Wir sind so kompliziert Geschaffen, dass wir den Mann, die Frau, die Eltern, die Kinder, uns umgebende Menschen, die Menschheit, den Schöpfer nicht lieben können, wenn sich nicht alles vereint!

Wir entwickeln uns so, dass unsere Natur uns nicht erlaubt nur einen bestimmten Menschen zu lieben. Es scheint dem Menschen, dass er seine Kinder, seine Frau, irgendwelche Freunde liebt, aber das stimmt nicht. Es wird ihm bewusst, dass seine Liebe nicht vollkommen ist, sie zerbricht, obwohl er lieben möchte! Warum nur?!

Hier eröffnet uns die Kabbala das Geheimnis, sie sagt, dass es nur absolute gemeinsame Liebe geben kann! Wenn du nicht alle Menschen liebst, dann wirst du keine Liebe zu jemandem empfinden können.

Es bedeutet alles existierende zu lieben: den Schöpfer, die Menschheit, die Welt, Bekannte und Fremde,wie ein Ganzes, nur so kann die Liebe erlangt werden. Anders geht es nicht, es tut mir leid, aber es ist so.

Darüber hinaus denken wir, dass Liebe etwas höheres, auf den Wolken existierendes ist. In Wirklichkeit ist die Liebe tierisch, sehr einfach, die körperliche Vereinigung. Wenn wir aber über die „tierische Liebe“ hinaus wachsen wollen, müssen wir ihr ein Futter geben, das „gegenseitig nachgeben“ heißt.

Ich gebe dir nach, und damit füttere ich unsere Liebe, bis sie dicker wird. Dann gibst du mir nach, und so wächst unsere Liebe. Denn solange wir Egoisten sind, ist es unsere einzige Handlung, die uns in dem Wachstum unserer Liebe helfen kann.

Wir sollen lernen nachzugeben! Es gibt immer zwei Prinzipien der Liebe: erstens – die Liebe lernen nachzugeben, zweitens – es gibt nur eine gemeinsame Liebe, dann kann man auch jemand Bestimmten lieben…

Aus dem Gespräch mit Arkadi Duchin 22.12.10

Fragen aus dem Blog nach dem Kongress, Teil 2

Eine Frage, die ich erhielt: Auf dem Kongress war eine sehr starke Forderung des weiblichen Teils des Kli zu spüren.

Sie haben viele Fragen gestellt, in denen ich gehört, ja gefühlt habe, dass der männliche Teil nicht genug Anstrengungen unternimmt. Und sie wollen selbst das korrigierende Licht empfangen.

Ich spreche von allen Frauen, sowohl von verheirateten, deren Ehemänner Kabbala studieren, als auch von noch nicht verheirateten oder von denjenigen, deren Männer sich nicht mit Kabbala beschäftigen. Ja, das Licht kommt vom Schöpfer und nicht vom Mann, vom Ehemann. Und es gibt keinen Unterschied, ob Mann oder Frau, außer in der Umsetzung.

Doch wird es nicht dazu führen, dass viele Frauen (aber auch Männer, denn in jedem gibt es einen weiblichen Teil, und ich kann nur mit ihm arbeiten) das als eine Anleitung zum Handeln aufnehmen? Wird es uns nicht trennen? Wozu sollte dann ein Mann oder eine Frau heiraten? Oder sind Ihre Antworten nur für diejenigen Frauen bestimmt, deren Männer noch nicht Kabbala studieren?

Meine Antwort: Ein Mann heiratet nicht, um das Licht von der Ehefrau zu empfangen, sondern um Bedingungen für sich zu schaffen, die optimal für die spirituelle Entwicklung sind.

Das ist ein Rat von Kabbalisten, und derjenige, der ihn missachtet, beraubt sich der Möglichkeit, voranzukommen. Er denkt, dass er das, was ihm von einer höheren spirituellen Stufe gesagt wird, irgendwie logisch begründen oder widerlegen kann.

Der Rat eines Kabbalisten ist „Segula“, ein Wundermittel, er muss einfach befolgt werden. Männer müssen unbedingt heiraten, Frauen nicht. Und spirituelle Arbeit bleibt dabei spirituelle Arbeit.

Es gibt ein Weltkli, dessen männlicher und weiblicher Teil, und jeder muss an der gemeinsamen Verbindung und am gemeinsamen Bestreben nach dem Schöpfer arbeiten.

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Virtualität ist kein Hindernis

Eine Frage, die ich aus dem englischsprachigen Blog erhielt: Ich besuche regelmäßig die kabbalistische Internetseite, lese den Blog, Fragen-Antworten durch, schaue mir Videos an. Im realen Leben habe ich keine Freunde außer meinem Mann. Mit Menschen, die Kabbala studieren, habe ich nur virtuell Kontakt. Kann ich mich auf diese Weise der Gruppe anschließen?

Meine Antwort: Die wahre Grundlage der menschlichen Kommunikation ist in Wirklichkeit auch nicht physisch, sondern „virtuell“: die Menschen vereinen sich immer um ein gemeinsames Ziel herum. Je mehr sie vom Ziel ergriffen werden, desto stärker ist ihre Einheit. Wir sehen das sogar in unserer Welt.

Für diejenigen, die das verstehen, ist die „Virtualität“ der menschlichen Kommunikation in unserer Gemeinschaft, in den Gruppen, viele von denen weit voneinander entfernt lebende Menschen verbinden, nicht nur nicht störend, sondern im Gegenteil hilfreich für die Klärung von Kommunikationszielen, für das Bestreben danach, dieses Ziel stärker werden zu lassen, damit es möglichst viele Menschen erfasst. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

Die Arbeit von Uri und die Arbeit von David

Das Buch Sohar erzählt uns über die Korrektur von Malchut.Malchut ist das Allgemeine Kli, der Wunsch zu genießen, den der Schöpfer geschaffen hat.

Er hat ihn jedoch eine Reihe bestimmter Handlungen geschaffen, um diesem Wunsch eine besondere Form zu geben, die ihm im Nachhinein gestatten wird, sich auf das Empfangen des gesamten Lichtes der Unendlichkeit vorzubereiten. Deshalb sprechen wir nur über die Korrektur von Malchut, bzw. die Korrektur des Wunsches. Der Prozess wird in folgende Etappen unterteilt: die Entstehung (Ibur), die Ernährung (Jenika) und der erwachsene Zustand (Mochin).

Alle diese Zustände werden mittels der Vereinigung von Malchut und Bina korrigiert. Ihre richtige Kombination heißt „Malchut David“. Das richtige Herangehen besteht darin, dass wir Malchut nur in jenem Maß korrigieren, in welchem wir fähig sind, sie in Bina aufzunehmen.

Im Artikel „Die Nacht der Braut“ erzählt der Sohar metaphorisch, wie sich König David in Batschewa verliebte. Sie war die Frau seines Feldherren Uri und David hat absichtlich seinen Tod auf dem Gefechtsfeld vorbereitet, und er nahm Batschewa ohne auf die Nachricht über ihren Mann zu warten. Diese Geschichte, die vom Propheten Schmuel beschrieben wurde, wird zur großen Verwunderung als unmoralisch dargestellt, obwohl heut ähnliche Geschichten mit Leichtigkeit geschehen. Wie konnte also so etwas geschehen? Natürlich, handelt es sich um die allegorische Erzählung. „David“ ist die „männliche“ Malchut, die sich mittels des Schirmes und des widergespiegelten Lichtes, d.h. mittels der Absicht korrigieren kann. „Batschewa“ ist jener Teil der allgemeinen Malchut, der momentan zur Korrektur brauchbar ist. Wenn sie vom Licht Chasadim korrigiert wird, dann kann sie David gehören. Die Reihenfolge der Handlungen ist folgende: das Licht AB-SaG zeigt den vorliegenden Teil Malchut, und das Licht Chassadim füllt ihn aus. Die vorläufigen Etappen der Analyse und der Füllung durch das Licht Chassadim sind „die Arbeit von Uri“. Seinen Name kann man auf das Licht des ersten Teils von HaWaYaH und auf die empfangenden Kelim Davids aufteilen.

Danach kann man ihn zum Empfangen um zu Geben korrigieren, was schon „die Arbeit von David“ ist.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 18.11 

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Der Dritte ist nicht zu viel

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es Unterschiede zwischen der Arbeit an der Verbindung mit den Freunden in der Gruppe und der Arbeit mit der Frau an der Enthüllung des Schöpfers zwischen uns.

 Meine Antwort: Es gibt einen Unterschied. Wenn zwei Menschen es schaffen, sich so zu verbinden, dass sich der Schöpfer in ihrer Verbindung offenbart – selbst wenn es erst einmal nur in der Phantasie ist -, kommen sie schneller zur spirituellen Enthüllung.

Der Schöpfer ist immer anwesend, doch die Frage ist, ob wir das in Betracht ziehen oder nicht. Wenn wir in der Lage sind, in der Verbindung zwischen uns den Schöpfer wahrzunehmen, enthüllt Er sich. Und wenn Seine Enthüllung unsere Entwicklung stören und verwirren könnte, bleibt Er verhüllt, lenkt jedoch immer „hinter den Kulissen“.

Deshalb steht hinter den Verlangen, Gedanken und Handlungen eines jeden Menschen der Schöpfer, denn „es gibt niemanden außer Ihm“. Doch da ich nicht direkt mit Ihm arbeiten kann – ich habe keine Widerstandsfähigkeit, kapituliere sofort, annulliere meine Freiheit und Selbständigkeit -, bleibt Er verborgen. Dann sehe ich nur den Menschen, und in Bezug auf ihn kann ich mich frei verhalten.

Doch wenn wir es schaffen, hinter jedem zielgerichtet den Schöpfer zu sehen, dann werden wir, indem wir unser Verlangen mit der richtigen Absicht nutzen, sehr schnell die wahre Realität enthüllen.

In dieser Arbeit mit den Freunden entstehen verschiedene Berechnungen und Probleme, mit der Frau ist sie jedoch möglich. Wenn Mann und Frau beschließen, hinter ihrer Beziehung den Schöpfer zu sehen, wie geschrieben steht: „Mann und Frau – der Schöpfer zwischen ihnen“, dann wird ihre Verbindung zielgerichtet und hoch sein. Und da sie sehr viele Formen und Möglichkeiten in sich mit einschließt, kommen sie schnell voran.

Die Abwesenheit des Schöpfers zwischen einem Mann und einer Frau, der sich immer zwischen ihnen befindet, ist die Wurzel aller Probleme innerhalb einer Partnerbeziehung.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“ vom 29.10.2010 

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