Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Finanzkrise ist zu unserem Besten


Die Globalisierung ist die Enthüllung des Gesetzes der Verbindung unter den Menschen. Anstatt nützlich zu sein, verursacht es in unserer Gesellschaft jedoch Probleme, weil jeder Mensch das „globale System der Verbindung zwischen den Menschen zu einem Organismus“ zu seinem eigenen Vorteil nutzen möchte, anstatt es auf die Weise zu nutzen, für die es geschaffen wurde: für jeden zur gemeinsamen Nutzung zu unser aller Wohl.

Wir sind heute wie Organe in einem einzigen Körper miteinander verbunden und das Leben des Kollektivs hängt von jedem einzelnen ab. Unter diesen Umständen ist es sinnlos, auf egoistische Weise rechtschaffen zu sein – eine globale Regierung zu schaffen, eine Welt-Bank oder gemeinsame Behörden. Dies wird uns nicht helfen damit aufzuhören, entgegengesetzt der Natur und ihrem Gesetz der weltweiten gegenseitigen Verbindung zu sein. Stattdessen müssen wir unsere Beziehungen von kommerziellen zu integralen Beziehungen umwandeln, die sich auf gegenseitige Rücksichtnahme gründen. Selbst die ehrlichsten Beziehungen von „was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein“ und die Politik der Gewaltlosigkeit werden weiterhin Krisen hervorrufen, bis wir erkennen, was zu tun ist.

Die Kabbala schlägt vor, dass wir beginnen, die Menschheit als einen einzigen Organismus zu betrachten und zu lernen, wie wir uns in unserem neuen Stadium richtig verhalten. Auch wenn wir anfangs überhaupt nichts an unseren Beziehungen verändern, können wir schon aufhören, der Natur entgegengesetzt zu sein, indem wir einfach die Kommunikations- und Verteilungsregeln innerhalb eines einzelnen Organismus studieren – und dann werden wir sofort eine Verminderung des Leidens spüren.

Die praktischste Lösung der Krise ist es, ihre wahre Ursache zu studieren. Oder in anderen Worten, in einer integralen Gesellschaft leben zu lernen, in der das Wohl eines jeden von jedem anderen abhängt. Darüberhinaus müssen wir unsere Kinder dieses Naturgesetz lehren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Gedanken zur Krise
Blog-post: Die Gesetze der Zukünftigen Gesellschaft

Die Krise wird den „Krieg der Geschlechter“ auslöschen


Zwei Fragen, die ich zur Mann/Fraubeziehung erhielt:

Frage: Es gibt noch immer die ungelöste Frage, was die Beziehung zwischen Mann und Frau anbelangt und all die Konflikte zwischen ihnen als Modell für alle Arten von Konflikten zwischen den Menschen: Solange dieser Konflikt nicht gelöst wird, wird es auch keine Lösung für all die anderen Konflikte geben.

In der modernen Welt versuchen die Frauen, den Männern gleich zu werden – nicht nur, indem sie die gleiche Arbeit machen, sondern sie wollen auch die gleiche Anerkennung dafür wie die Männer, die ihre kindischen globalen Spielchen spielen, während die Frauen sich weiter zusätzlich der Hausarbeit widmen. Und wir wissen, dass ohne die Hausarbeit in der Welt nichts funktionieren würde.

Was ist also das sinnvolle Verhalten dieses zukünftigen Systems? Und was denkt Frau Laitman über Herrn Laitman diesbezüglich. Man sieht Frau Obama und Frau Clinton, doch niemand sieht Frau Laitman!

Antwort: Der Krieg zwischen den Geschlechtern ist frei erfunden. Die Krise wird ihn auslöschen und jeden zu seiner natürlichen Rolle zurückkehren lassen. Und wenn wir unsere natürlichen Rollen annehmen, werden wir ein bequemes Leben führen.

Als ich mit Rabash studierte, widmete Frau Laitman einen großen Teil ihrer physischen und emotionellen Energie der Betreuung von Rabashs Familie. Und sie half auch mir immer auf meinem Weg – und das tut sie auch heute noch!

Man sagt: „Kol Kvoda Bat Melech Pnima“ (die Größe einer Frau liegt in ihrer Bescheidenheit) – meine Frau will keine Werbung für sich selbst machen und auch nicht berühmt sein. Sie hat kein Verlangen danach, die Öffentlichkeit zu unterhalten. Sie hat Kinder und Enkelkinder und ist damit völlig zufrieden.

Frage: In einem Ihrer Vorträge über Frauen und Männer sagten Sie: „Wenn wir eine glückliche und erfolgreiche Familie mit starken Kindern haben wollen, müssen wir unser Inneres korrigieren, was sich dann natürlich auch auf die Welt im Außen auswirken wird.“ Solange wir also unkorrigiert sind, warum sollten wir heiraten und Kinder bekommen, denen es schlecht gehen wird?

Antwort: Also wissen Sie ja, was Sie korrigieren müssen. Entsprechend der Tradition werden während der Hochzeitszeremonie ein Teller und ein Glas zerbrochen, was darauf hinweist, dass wir unseren Weg zerbrochen und unkorrigiert beginnen und uns während unserer Ehe wieder reparieren müssen (Siwug). Daher sollen sich Mann und Frau vereinen, damit sich der Schöpfer zwischen ihnen enthüllt ( Ish we Isha we Shechina Beynechem – Mann und Frau, die Shechina sei zwischen ihnen).

Verwandtes Material:
Blog-post: Frau = Verlangen
Blog-post: Mann, Frau und die Göttlichkeit zwischen ihnen

Interview mit Israels populärstem TV Kanal


Unser Zentrum wurde von einem Kanal 2-Filmteam besucht, Israels populärstem Fernsehkanal, der jede Woche Millionen von Zuschauern anzieht. Das Filmteam wurde von Roni Kuban – Journalist, Direktor und Skriptschreiber – angeführt.

Das Team verbrachte fünf Arbeitstage in unserem Zentrum. Es war ihr Ziel, zu verstehen, was hier passiert. Mit dieser Prämisse kamen sie zu uns und wir stimmten zu, da wir für alle offen sind. Natürlich besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sie überhaupt nichts verstehen und uns „wie üblich“ zeigen und über uns schreiben werden. Es ist unmöglich für uns, den Inhalt ihres Programms zu beeinflussen. Wir können jedoch nicht auf diese Gelegenheit verzichten, Menschen auf dem populärsten TV Kanal über Kabbala zu berichten.

Am kommenden Dienstag werden wir sehen, was sie „zusammengebraut“ haben. Es sind freundliche Kerle, doch das Wesen ihres Jobs zwingt sie, eine pikante Exklusivmeldung zu bekommen, etwas Skandalöses zu liefern. Überdies ist es nicht immer leicht zu verstehen, was die Kabbala zu sagen hat. Ich persönlich setze meine Hoffnung darauf, dass die Zuschauer in der Lage sein werden, zwischen den Zeilen zu lesen, und weil sie die Krise spüren, die stattfindet, werden sie verstehen, dass die Kabbala die Lösung bietet. Dazu wird’s gemacht!

Unten können Sie zwei meiner Gespräche mit Roni Kuban (in Hebräisch) anschauen oder anhören:

Wünsche für das Neue Jahr 2009


Die Finanzkrise stellt die Zusammenfassung für das Jahr 2008 dar. Tatsächlich begann die Krise vor Jahrzehnten – in der Kunst, der Wissenschaft, der Familie (Scheidung), der Bildung, der allgemeinen Depression, Drogenmissbrauch und nutzlose Berufe. Als echte Egoisten, die wir sind, reagierten wir darauf jedoch nur, wenn es um unseren Geldbeutel ging. Die Krise wurde durch nichts anderes als die von uns geschaffenen, global gewordenen Beziehungen enthüllt. Wir entdeckten, dass wir miteinander verbunden und voneinander abhängig sind – und voller Hass füreinander. Wenn dies in einer Familie geschieht, reicht das Ehepaar die Scheidung ein, was aber sollen wir tun? Darin liegt die wahre Krise und unsere Zukunft hängt von ihrer Lösung ab.

2009 wird das Jahr sein, in dem wir erkennen werden, dass wir alle eine einzige Familie sind. Die Menschen werden begreifen, dass ihre egoistische Natur böse ist. Sie werden anfangen ihre Augen zu öffnen und anders zu denken. Dies wird es vereinfachen, die Schwierigkeiten durchzustehen. Die Menschen werden spüren, dass die Natur, die den Egoismus in uns erschuf, uns zur Veränderung zwingt. Indem wir unsere Beziehungen korrigieren, können wir den Verlauf der Krise beschleunigen und entschärfen. Leiden und der Wille zum Überleben werden uns zwingen damit zu beginnen, das biblische Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu befolgen – und dann wird die Krise durch eine Welt ersetzt, die gut und voller Licht ist. Dies wünsche ich Ihnen für das Jahr 2009!

Jeder sucht nach einer Lösung für die Finanzkrise


News Report (von dp.ru): Der bekannte russische Reporter M. Leontiev glaubt, die einzige Lösung für die Krise sei ein globaler Krieg.

Mein Kommentar: Dies ist keine Lösung, sondern ein Weg, einen weiteren Lebenszyklus zu durchleben, der sehr viel schlechter als dieser sein wird! Herr Leontiev sollte sich vorstellen, dass er zum Beispiel morgen in einer hungernden Familie in Afrika geboren wird…

News Report (übersetzt von utro.ru): Der Präsident der russischen Föderation, Medvedev, erklärte, Politiker müssten lernen, einander zuzuhören und Entscheidungen zu treffen. Dies sei der Weg, die jetzige Finanzkrise zu mindern.

Mein Kommentar: Herr Medvedev hat recht, wenn er damit meint, dass das einzige wahre altruistische gegenseitige Verstehen unser Schicksal mildern wird.

News Report (von The Telegraph und FOX News): Die Nummer zwei der al-Qaida, Ayman al-Zawahiri, sagte: „Diese Krise ist eine … der Folgen von Amerikas ökonomischem Ausbluten nach dem Schlag vom 11. September … Die Bürde zu tragen liegt bei den Steuerzahlern, deren Geld verwendet wurde, um die führenden Kapitalisten zu retten und dieses betrügerische auf Interessen basierende System vor dem Kollaps zu schützen.“

Al-Zawahiri rief die Amerikaner auf, zum Islam zu konvertieren: „An das amerikanische Volk und die westlichen Völker im Allgemeinen … Gott sandte seinen Propheten Muhammad mit der rechten Leitung und der wahren Religion …“

Mein Kommentar: Man könnte meinen, dass Ayman al-Zawahiri selbst ein exzellentes Beispiel eines rechtschaffenen Lebens setzt – ein nachahmenswertes Beispiel … Dennoch bin ich überzeugt, dass dieser Appell aufrichtig ist!

Gerade erschienen: Kabbala Heute Ausgabe # 9

Unsere kostenlose Zeitung Kabbala Heute ist ab sofort auf unserer Homepage als Online-Ausgabe # 9 erhältlich. Sie kann dort direkt gelesen oder als Download-Version auf Ihren PC heruntergeladen werden.

– Was ist passiert?

– Die Finanzkrise und deren Lösung

– Bist du verbunden?

– Und vieles mehr


Nur Menschen mit dem Punkt im Herzen können fühlen, dass die Kabbala die Rettung ist


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man zu Menschen über die Kabbala sprechen sollte:

Frage: Wie kann ein sich auf der tierischen Ebene befindender Mensch verstehen, dass er gerade von den Schlägen, die er erhält, korrigiert werden muss? Wie kann man jemandem, der nie studiert hat oder noch nicht einmal Kontakt mit der Kabbala hatte, erklären, dass all die schlechten Dinge geschehen, weil wir uns verkehrt verhalten? Menschen, die größere Tragödien erfahren haben, änderen ihre Lebensansicht, dennoch wählen sie nicht unbedingt den Weg der Kabbala.

Meine Antwort: Wir sind Zeugen großer Leiden in der Welt, manchmal schlimmer als der Tod, und dies geht schon tausend Jahre lang so. Manchmal erscheint einem der Tod wie eine Erlösung und dennoch erlaubt uns unsere Natur, unser Wille zu empfangen, nicht unser Leben aufzugeben. Und trotz allem streben die Menschen nicht die Kabbala als Mittel der Erfüllung an.

Wieso sehen sie nicht, dass die Methode zur Neutralisierung allen Übels und zur Erreichung des Guten direkt vor ihrer Nase liegt? Und selbst wenn wir sie ihnen anbieten, hören sie uns nicht. Der Grund dafür ist, dass ein Mensch die „Kabbala nur wählen kann“, wenn ein bestimmtes Verlangen (Reshimo) in seinem Inneren auftaucht – der „Punkt im Herzen“, das Verlangen, seine Seele zu erfüllen.

Sollten die in einem Menschen aufsteigenden Verlangen (Reshimot) noch vor dem „Punkt im Herzen“ sein, dann wird das als Einführungsphase bezeichnet. Sein Leben vollzieht sich innerhalb dieser Verlangen und dort verbleibt er, trotz all der Leiden, und er sieht nicht, dass Kabbala die Lösung wäre. Er mag sich vielleicht in die Mystik, Religion oder andere Praktiken stürzen, aber noch nicht in die Kabbala.

Frage: Wann ist es am besten, zu den Menschen über Kabbala zu sprechen und wann nicht? Ich reise viel und treffe viele verschiedene Menschen, mit denen ich über die Kabbala spreche. In letzter Zeit habe ich aber festgestellt, dass ich etwas falsch mache, wenn ich zu ihnen darüber spreche. Trotzdem weiß ich, dass dies der Zweck meines Lebens und auch meiner Reisen ist. Wie kann ich es besser machen?

Meine Antwort: Man kann darüber sprechen, aber in einer einfachen, nicht anmaßenden Weise, sondern so, dass ein Zuhörer sich wohl dabei fühlt. Es wäre gut, ihm eine Zeitung oder ein Buch mit der Adresse unserer Webseite zu geben.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Art der Verbreitung
Blog-post: Verbreiten der Weisheit der Kabbala an jene, die du liebst
Blog-post: Jetzt kann man sich via Internet an Wahrnehmungen beteiligen

Ich bin für den kabbalistischen Staat


Zwei Fragen, die ich über den gegenwärtigen Zustand der Welt erhielt:

Frage: Shlama Ilelochum, Rabu Michael. Glauben Sie an eine Wiederbelebung des assyrischen Staates? Sind Sie DAFÜR oder DAGEGEN?

Meine Antwort: Ich bin nur für einen Staat in der Welt – einen kabbalistischen Staat, dessen Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ sein wird. Dann werden alle Nationen wie eine Familie sein. Das ist es, wozu wir vom Schöpfer oder der Natur verpflichtet sind. Wir müssen in Übereinstimmung mit der globalen Verbindung leben, in der wir uns befinden. Die Entstehung separater Staaten steht der Einheit der Welt entgegen. Siehe Baal HaSulams Artikel „Der Frieden“ und „Frieden in der Welt“.

Frage: Viele Menschen, die Kommentare einstellen, scheinen zu denken, dass wirtschaftlicher Wohlstand, der durch freie Märkte erreicht wird, egoistisch und böse ist. Das Einzige was böse sein kann ist die Absicht. Als Menschen brauchen wir einen Zugang zu Ressourcen, um zu überleben – d. h. Nahrung, Obdach und Bildung. Natürlich ist es nicht das Problem, Wohlstand und Wissen durch die Marktwirtschaft zu erlangen, sondern in der Verteilung unter denen, die es benötigen. Diese Verteilung kann am besten in der eigenen Gemeinschaft gemacht werden. Die Sanftmütigen werden die Welt nur erben, wenn diejenigen, die Reichtümer angehäuft haben, einen Weg finden, ihn an Notbedürftige zu verteilen. Bitte geben Sie dazu einen Kommentar.

Meine Antwort: Ich möchte Ihnen raten, die Texte über die Krise und deren Lösung anzuschauen, als auch davon handelnde Artikel Baal HaSulams – „Der Frieden“, Frieden in der Welt“ und „Die Freiheit“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie werden wir in der letzten Generation leben?
Blog-post: Eine spirituelle Revolution ist unvermeidbar

Ökonomen sprechen schöne Worte, können sie jedoch nicht umsetzen


Shari Arison, die berühmte israelisch-amerikanische Geschäftsfrau (und die reichste Staatsangehörige Israels), sagte Folgendes über die Finanzkrise:

Wir gehen durch eine schwierige, aber extrem wichtige Zeit – wichtig für das jüdische Volk und die gesamte Menschheit.

Wir spielen eine sehr wichtige Rolle – die Fackel emporzuheben und sie zu entzünden. Wir werden durch Bewusstheit, Menschlichkeit, Wahrheit, Werte, Liebe und Frieden führen. Wir müssen vereint sein – nur dann werden Aufruhr, Schmerz und Hass vertrieben.

Die heutige Welt befindet sich am Rande der Zerstörung. Überall wo man hinschaut gibt es Chaos und es fängt im Kleinen an – in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Aufruhr, Schmerz und Gefahr durchdringen alle Aspekte des Lebens: persönlich, zwischenmenschlich, ökologisch und ökonomisch. Heute versteht das jeder und es ist schade, dass wir die Lösung nicht erkennen.

Ich stehe heute vor Ihnen und sage Ihnen: Es gibt eine Lösung und sie liegt in unserem Wertesystem. Die Lösung ist in dem Vers „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ verborgen. Wir alle wollen die gesamte Situation verändern und wir können es. Jeder einzelne von uns muss jedoch die individuelle Verantwortung und persönliche Verpflichtung übernehmen.

Mein Kommentar: Dies sind schöne Worte, allerdings gibt es keinen Weg, sie durchzuführen. Ich hoffe nur, dass die Menschen den Egoismus bald als Ursache all ihrer Schwierigkeiten erkennten und dann schnell realisieren, dass die einzige Methode ihn zu korrigieren darin liegt, die Naturkräfte von außen heranzuziehen.

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den Egoismus und ich gab die Tora zu seiner Korrektur, denn das Licht in ihr führt einen zur Quelle zurück.“ Dieses Licht kommt nur durch die richtige Anwendung der Kabbala auf einen Menschen herab – siehe Punkt 155 von Baal HaSulams „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“.

Gedanken zur Krise


Globalisierung ist die Enthüllung einer neuen Stufe der Verbindung zwischen uns. Die Verbindung sollte wohlwollend sein, aber wir sehen, dass sie nur Probleme verursacht.

Wieso passiert das? Weil wir das globale System verkehrt herum nutzen – mit der Absicht, andere zu benutzen anstatt mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir wollen andere besiegen, sie unterdrücken und über ihnen stehen.

Selbst wenn wir an einer sauberen Verbindung interessiert sind, bleibt das Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“ aufrecht – und dies verursacht die derzeitige Krise. Es würde sogar passieren, wenn wir einander nicht belügen und ehrlichen Handel miteinander betrieben. Denn heutzutage sind wir alle wie Organe eines Körpers miteinander verbunden. Unter solchen Bedingungen ist es nutzlos, egoistisch ehrlich zu sein, genauso wie es sinnlos ist, eine Weltregierung oder eine Weltbank zu erschaffen – um einen gemeinsamen Regelmechanismus zu suchen.

Die heutigen politischen und wirtschaftlichen Führer wollen ein Treffen der G20 (Anführer der wichtigsten Industrienationen) arrangieren, um eine Weltregierung zu diskutieren. Das wird aber nicht aus der Krise führen, denn wir verhalten uns gegensätzlich zur Natur und Ihrem Allgemeinen Gesetz. Das System muss nicht nur auf einer korrekten Verbindung basieren, sondern auch entsprechend der inneren Verbindung zwischen den Elementen eines einzigen Systems arbeiten. Und man muss die anderen wie sich selbst betrachten.

Dies ist die Wurzel aller Probleme. Kabbala warnt die Menschheit: Wenn wir weiter unsere Beziehungen entsprechend den körperlichen, egoistischen Gesetzen gestalten – selbst die direktesten und ehrlichsten, die dem Gesetz folgen: „was dir gehört, ist deines und was mir gehört, ist meines“ – wird dieses System nicht funktionieren und wir werden eine noch größere Katastrophe auslösen.

Wenn uns klar wird, dass wir Teil eines Ganzen sind, ist es nur logisch, dass wir alle für einander sorgen müssen. Das einzige „Persönliche“ sind jene Dinge, die man für die eigene Existenz benötigt, während alles andere gemeinsames Eigentum sein sollte. Dies betrifft sowohl natürliche Ressourcen, Güter und Waren, Erziehung als auch das Gesundheitswesen usw.
Alle Dinge sollten in kollektivem und globalem Besitz sein. Andernfalls wird die Krise nicht enden und – egal, wie sehr wir uns auch anstrengen, die Dinge entsprechend unserer egoistischen Logik zu sehen – wir werden eine Krise nach der anderen erzeugen.

Die Kabbala warnt uns davor, dass die Natur uns bereits erhöht hat – Begriffe aus unserer Entwicklung – auf die Stufe eines einzigen integralen Systems, das den Gesetzen der Verbindung all seiner Einzelteile folgt. Niemand kann diesem Gesetz entkommen. Eigentlich handelt es sich dabei um ein uraltes Gebot aus der Bibel: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und wir müssen unser Ego dazu verwenden, eine richtige und korrekte Verbindung unter uns zu etablieren.

Selbst wenn wir ein auf Verstand basierendes System der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Staaten etablieren und dabei nicht von unseren egoistischen Prinzipien abweichen (was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein), wird diese Eigenschaft uns noch größere Krisen bereiten. Der Egoismus wird weiter wachsen, weil wir ihn wieder nicht korrekt verwenden. Es wird ein Szenario entstehen, das uns diese Pseudokorrektur und deren Irrtum vor Augen führen wird. Die nachfolgende Krise wird uns noch empfindlicher treffen, damit wir endlich unsere Lektion lernen.

Was sagt Kabbala? Wir sollten uns bereits korrigiert (in der zukünftigen Form) verhalten, also wie ein Körper funktionieren. Entsprechend dem Prinzip „das Ende einer Handlung wird bereits durch den anfänglichen Gedanken bestimmt“. Wir sollten dies zumindest versuchen, wenn auch noch ungeschickt und stufenweise.

Bedeutet „es jetzt zu beginnen“ auch eine „faire Verteilung“? Nein! Selbst wenn wir anfangs die Verteilung nach „was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein“ regeln, sollten wir gleichzeitig damit beginnen, der gesamten Menschheit die Gesetze der friedlichen Koexistenz zu lehren, die auf der Erkenntnis beruhen, dass die Gesellschaft ein einziger Organismus ist. Wenn wir also den Menschen die Verhaltens- und Verteilungsregeln lehren, werden wir bald auf dem richtigen Weg sein und das Leid wird sofort spürbar weniger.

Baal HaSulam verdeutlicht dies in Form einer Parabel: Wir haben uns in der Wüste verirrt und wissen den Weg nicht mehr. Jetzt, da wir unsere Kraft völlig verloren haben, erkennen wir dies und enthüllen den richtigen Weg. Am Ende dieses Weges finden wir ein Schloss voll mit den besten Schätzen der Welt. Jetzt sind wir aber verzweifelt, wir versinken in Depression und Drogen. Und plötzlich schenkt uns jemand, der alles überblickt, ein Navigationssystem. Wenn ein Mensch seine Einstellung gegenüber der Welt ändert, erkennt er plötzlich klar den Weg, der vor ihm liegt und dass er sein Ziel erreichen kann.

Wie können wir diese Veränderung erreichen? Indem wir das Ziel und die Methode enthüllen. Die Methode stammt aus dem alten Babylon, wo die Probleme der modernen Zivilisation zum ersten Mal ans Licht kamen: Eine Gesellschaft funktioniert entsprechend dem Prinzip eines lebenden Körpers. Laut Kabbala soll man den Egoismus beziehungsweise seine Verwendung, verändern und ihn für das Wohlergehen der Gesellschaft nutzen. Damals jedenfalls, im alten Babylon wollten die Menschen die Kabbala nicht verwenden und lösten ihre Probleme auf andere Art und Weise – sie zerstreuten sich über die ganze Erde und dies war der Anfang der Globalisierung.

Nun sind wir der gleichen Situation ausgesetzt – doch diesmal müssen wir sie verwenden, denn wir können nicht länger voreinander davonlaufen – genauso wenig können wir die bestehenden Verbindungen zwischen uns ignorieren oder zerstören. Sollten Amerika, Russland und Europa sich vom Rest der Welt isolieren, werden wieder nationalsozialistische Strömungen aufkommen und die Welt in einen Dritten Weltkrieg führen – einen atomaren Dritten Weltkrieg.

Welche praktische Lösung können wir nun den Menschen anbieten? Sie sollten auf jeden Fall über die Welt Bescheid wissen, in der sie leben. Über „integrale Systeme“, in denen wir wie in „einem Boot“ leben. Die Rettung dieses Bootes liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Das sollten wir auch unsere Kinder lehren. Wir haben es schließlich mit der Natur zu tun: einer globalen Wirtschaft und einer globalen menschlichen Gesellschaft. Wir müssen uns und unseren Kindern beibringen, wie wir in dieses System, in dem jeder für den Anderen Sorge trägt, hineinwachsen können.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wenn es zu einer Globalen Krise kommt, können wir es uns nicht leisten, …
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft