Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Leiden'

Das letzte Mittel

Die gesamte Korrektur beginnt mit der Erkenntnis des Bösen, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und ich erschuf die Tora als Mittel zu seiner Korrektur“.

Wäre das von dem Schöpfer extra erschaffene Böse nicht enthüllt worden, wer würde sich dann korrigieren wollen?

Doch das Empfinden des Bösen, das Leiden, treibt uns sogar zur eigenen Korrektur! Obwohl wir anfangs alles, die ganze Welt von außen verändern wollen, stimmen wir später dennoch zu, dass wir uns selbst verändern müssen!

Diese Veränderung muss jeder Mensch, jedes Volk, jede Gesellschaft, unsere gesamte Zivilisation durchlaufen.

Die Korrektur kann nicht beginnen, ohne dass ich eine Notwendigkeit darin sehe, d.h. ich muss spüren, dass es mir gerade ohne die Korrektur schlecht geht!

Deshalb müssen wir uns entwickeln, unseren Egoismus wachsen lassen und in ihm verschiedene Schläge und Probleme, Leere, Verlust von Erfüllung und Hoffnung sowie vollkommene Unfähigkeit, dies auch nur im Geringsten zu ändern, enthüllen.

Und wir suchen danach, wie wir die Welt verändern können, bis wir feststellen, dass das Böse in uns an allem schuld ist. Und dann entdecken wir, scheinbar zufällig, die Kabbala für uns…

Doch jemand musste sie für mich in Form von Büchern und Internetseiten vorbereitet haben, denn meine eigene Natur, die in der Eigenschaft zu empfangen und sich zu füllen gefangen ist, ist nicht in der Lage, einen Kontakt mit der äußeren Welt herzustellen, um den Schöpfer unmittelbar wahrzunehmen. Dazu brauche ich anfangs äußere Mittel: den Lehrer und die Bücher.

Für gewöhnlich wird dieses Wissen von Mensch zu Mensch überliefert – von denjenigen, die die Verbindung zur spirituellen Welt bereits erlangt haben.

Diese Verbindung zur spirituellen Welt muss bereits vor mir in der Welt existieren, sonst werde ich als totaler Egoist niemals eine Ahnung von der Spiritualität bekommen können. Ich werde versuchen, mich nur auf der Ebene dieser Welt von den Leiden zu befreien.

Aus diesem Grund ist die Verbreitung des Wissens über die Wissenschaft der Kabbala notwendig. Und die Menschen, die sich in dieser Welt bereits innerlich leer fühlen, werden sie als Methode zu ihrer absoluten Erfüllung entdecken.

Dann werden sich die zwei Bedingungen für den Anfang der Korrektur erfüllen: 1. einerseits geht es dem Menschen schlecht, 2. andererseits hat sich ihm eröffnet, dass es ein Mittel gibt, damit es ihm besser geht. Und er wird allmählich damit anfangen, sich zu korrigieren und das Ziel seiner Schöpfung in sich zu realisieren.

In unserer Generation wird noch die erste Bedingung geklärt. Der Mensch versucht verschiedene Mittel und Methoden, um sich nur irgendwie füllen zu können, manchmal sogar durch Alkohol und Drogen, doch auch das vergeht allmählich.

Bald wird selbst die Neigung zu Drogen, Gewalt und Fanatismus verschwinden – die Menschen werden aus ihrem Inneren heraus verstehen, fühlen, dass sie damit ihre innere Leere nicht füllen können.

Das Verlangen zu genießen verändert sich, steigt zur nächsten Stufe auf. Es ist nicht mehr möglich, so weiter zu machen.

Der Mensch kann keine Beruhigung mehr in Drogen finden, er sucht nach einer tieferen Entscheidung. Doch die Menschen müssen sich bis zu einem solchen Zustand entwickeln, bis sie keinen anderen Ausweg als in der Wissenschaft der Kabbala sehen.

Man kann ihre Suche durch die Verbreitung dieser Methode verkürzen, damit alle schnell verstehen: Wir müssen die höhere, uns lenkende Kraft enthüllen – nur das kann uns helfen!

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Antworten auf Ihre Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung“, Teil 1

Eine Frage, die ich erhielt: „… Keinesfalls kann Er jemandem auch nur einen winzigen Schaden zufügen oder mit Verdruss betrüben“. Doch sehe ich das Leiden der Menschen!?
 
Meine Antwort: Alles Gute, das vom Schöpfer kommt, wird von den Menschen umgekehrt, also als das Böse wahrgenommen, und zwar entsprechend dem Maß der Gegensätzlichkeit zu der Eigenschaft des Schöpfers – dem Geben und dem Lieben.
 
Eine Frage, die ich erhielt: Soll man es so verstehen, dass alle Ereignisse vom Schöpfer vorbereitet und entsprechend der EIGENHEITEN der Seele ausgelöst werden?

Meine Antwort: Alle Ereignisse sind durch den Anfangs- und Endzustand jeder Seele vordefiniert. Diese Ereignisse werden von den Seelen in einem Spektrum ihrer Zustände von  äußerstem Leiden bis zum riesigen Genuss, je nach Ähnlichkeit der Seelen dem Schöpfer wahrgenommen.

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Öffnet den Weg für das Licht!

Eine Frage, die ich erhielt: Unter welcher Bedingung beginnt das korrigierende Licht auf den Menschen einzuwirken?

Meine Antwort: Unter der Bedingung, dass der Mensch es wünscht! Alles hängt vom Verlangen ab.

Das Licht befindet sich in dem absoluten Ruhezustand, wir müssen nur das Verlangen nach der Handlung, die es an uns vollbringen muss, erlangen.

Es gibt mehrere Handlungen, die eine nach der anderen, auf verschiedenen Ebenen, in unterschiedlichen Formen vollzogen werden – Handlungen der Klärung, der Erkenntnis des Bösen, der Korrektur, der Erfüllung.

Wir müssen herausfinden, welche Handlungen das Licht an uns vollbringen muss, und uns darauf vorbereiten. Sobald unser Verlangen sich an das Verlangen des Lichts angleicht, wird das geschehen.

Wir selbst öffnen den Weg für das Licht, erlauben ihm, die Handlung in uns zu vollziehen. Wenn wir aber das erforderliche Verlangen nicht erreichen können, dann verdienen wir die Handlung des Lichts nicht, und es geschieht nichts.

In diesem Fall jedoch wirkt das Licht, das zum Vorschein treten sollte, durch seine Kehrseite auf uns ein und ruft somit Leiden in uns hervor.

Schließlich treiben uns diese Leiden zum Erschaffen des Verlangens, des Gefäßes für das Licht, an, damit wir der Korrektur würdig werden.

Darum brauchen wir nichts, außer dem Verlangen.

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Heiler der Herzen

Unsere gesamte Arbeit, die mittels der freien Wahl durchgeführt wird, verläuft hauptsächlich in der Verhüllung der höheren Lenkung.  Über diesen Zeitraum steht in der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“ (Punkt 53) geschrieben:

„Gemäß dem Leiden – die Bezahlung”. Denn die Lenkung des Schöpfers ist nicht klar, und es ist nicht möglich, Ihn anders als in der Verhüllung des Angesichts zu sehen, das heißt nur von Seiner Umkehrseite… und deswegen gerät man in Zweifel …Dabei liegt die Wahl immer in den Händen des Menschen: den Wunsch des Schöpfers auszuführen oder gegen Seinen Wunsch zu verstoßen. Denn die Leiden und der Schmerz des Menschen lassen ihn an der Realität der Lenkung des Schöpfers zweifeln.
Stellt euch vor, ihr seht jemanden durch das Prisma eures egoistischen Verlangens. Es gibt mich und den Schöpfer, und zwischen uns steht meine egoistische Natur.
So wie wenn ein guter, lieber Mensch auf mich zugehen würde – doch er ist Arzt und hält eine Spritze in der Hand, um sie mir zu geben.
Und ich bin ein kleines Kind, ich sehe sein mildes Lächeln und die Spritze in seiner Hand und erstarre vor Angst. Und er geht immer näher an mich heran, um mir diese Spritze zu geben.
Habt ihr euch das vorgestellt?! So ist auch euer Zustand! Das heißt, wir müssen Ihn kennenlernen und Ihn verstehen, Seine Absichten spüren – selbst wenn Er vorhat, uns die Spritze zu geben… Was tun, wenn wir krank sind und geheilt (korrigiert) werden müssen?!
Doch wozu hat Er das alles getan? Damit wir Ihn erkennen können, denn sonst wäre es nicht möglich gewesen. Den Vorzug des Lichtes erkennt man nur aus der Finsternis heraus.
Dann verstehst du, dass all diese imaginären schrecklichen Bilder – die Spritze, diese ganze Welt voller Leiden und Übel – nur in deiner egoistischen Vorstellung gemalt werden.
Die Stufe des Glaubens bedeutet, sich über diese Materie zu erheben, dann wirst du sie nicht mehr spüren! Du wirst spüren, dass all das deine kindliche Phantasie war, die in Wirklichkeit nicht existiert hat.
Jenes Licht, die gute Einstellung des Schöpfers dir gegenüber, erschien deinem Egoismus wie eine schmerzhafte Spritze. Wie Kinder Angst vor Spritzen haben, so hatten auch wir Angst davor…
Aus dem Unterricht nach dem Artikel “das Vorwort zum TES”, 10.06.2010

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Wie kann man die „giftigen Schlangen“ bewältigen?

Kurze Zusammenfassung vom Wochenabschnitt Chukat [Numeri, 19:1 – 22:1], T.7 [21:21 – 22:1]: …Und wieder beginnt das Volk, sich über all seine Missgeschicke zu beklagen, und zu sagen, dass es umsonst aus Ägypten weggeführt wurde.

Daher sendet der Schöpfer eine Menge von giftigen Schlangen; so bereut das Volk sein Murren und bittet Moses, dass er dieses Leiden von ihm nehmen soll.

Moses betet für sie und bekommt eine Anweisung vom Schöpfer, wie er aus dieser Situation mit Hilfe einer ehernen Schlange herauskommt.

Während des ganzen spirituellen Weges ist der Mensch mit Fragen übewältigt und weiß nicht, was er tun soll.

Er beugt sich unter der Last, sodass er giftige Schlangen herausruft, das heisst, dass das ursprüngliche, der Schöpfung zugrunde liegende Verlangen, zu genießen, aufzuwachen beginnt.

Und was hilft dem Menschen? Ihm hilft, dass er eine Schlange aus Kupfer herstellt. Das heißt, er beginnt zu verstehen und zu spüren, dass alles was ihm gegenüber steht, nur eine Statue ist, und nicht etwas Lebendiges.

Wenn diese Schlangen von außen kommen, so scheinen diese dem Menschen ein Ausdruck der höheren Kraft zu sein.

Aber wenn der Mensch selbst das gleiche bildet, wird ihm klar, dass dies keine höhere Kraft, sondern nur ein Spiel seiner Vorstellungskraft ist, und das alles ist nur ein dummes Hindernis , welches sich innerhalb von ihm selbst bildet.

Sobald Moses eine ehernde Schlange gechaffen hat, löste sich das Problem, und das Volk Israel wurde diesen Kummer los.

So zeigt uns die Tora verschiedene Schutz- und Korrekturmethoden.Die „eherne Schlange“ ist eine sehr interessante Methode, sich über seinen „bösen Trieb“ – den Egoismus – zu erheben, wenn du etwas ihm gegenüber baust und somit verstehst, dass alles vor dir stehende nur eine illusorische Fantasiegestalt ist.

Du siehst das dadurch, dass du selbst dieses Idol baust. Man kann dies Abreitstherapie nennen. So wird der Mensch dieses Problem, das Erwachen der Schlange in sich, los. Selbstveständlich sind alle diese Handlungen innere Handlungen.

Eine Frage: Einerseits, steht geschrieben: „Mach dir kein Bildnis“. Hier aber befiehlt der Schöpfer Moses, sich einen Götzen zu machen.

Meine Antwort: Das stimmt. Manchmal verfahren wir so mit unseren Kindern. Wir zwingen sie dazu, etwas zu machen, damit sie keine Angst mehr davor haben: „Gehen wir gemeinsam zum Hund, und du wirst sehen, er wird dir gar nichts tun!“

Vor dir steht eine Gestalt, und du denkst, sie kommt von oben, vom Schöpfer, dass die Schlange eine höhere Kraft symbolisiert, die über dich regiert.

Aber der Schöpfer sagt: „Nein! Tue selbst das gleiche, und du wirst sehen, dass das ganze nur in deinem Kopf passiert, du hast dir diese Schlange nur ausgemalt.“

In der Tat, es befindet sich nichts vor dir, es scheint dir nur so. Und wenn du diesen „Götzen“ baust, wirst du sehen, dass in ihm nichts ist und all diese giftigen Schlangen, die angeblich kommen und dich erschrecken, nichts an sich haben, außer dem, was du selbst in sie hineingelegt hast. Du hast sie geschaffen, und nicht eine höhere Kraft. Baue selbst einen Goetzen, und du wirst sehen, dass es so ist.“

„Eherne Schlange“ bedeutet eine Methode der Heilung, die dir einen richtigen Umgang mit dem egoistischen Wunsch erlaubt.

Aus einem Soharunterricht, nach dem Wochenabschnitt Chukat , 14.06.2010

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Wir werden tun und wir werden hören

Eine Frage, die ich erhielt: Warum wird dem Menschen von oben so viel Verstand gegeben, dass seine Überlegungen seine Taten überwiegen und annullieren und ihn so der Möglichkeit berauben, voranzukommen?

Meine Antwort: Dem Menschen wird so viel Verstand gegeben, damit er sich von dem Tier unterscheidet! Ein Tier besitzt gerade mal so viel Verstand, wie viel es zum Leben braucht, und es macht keine Fehler. Dem Menschen wird ein Überschuss an Verstand gegeben, damit er Fehler macht, Zukunftspläne schmiedet, egoistische Absichten hat. Daneben wird er mit Verstand bedacht, um nach einer höheren Stufe zu streben, sich zu entwickeln und zu leiden. Denn Leiden bringen uns voran.

In dem Menschen wird ein zusätzliches Verlangen – der Punkt im Herzen – erweckt, das in ihm Unzufriedenheit hervorruft: „Wer bin ich? Wozu lebe ich? Was ist Leben und Tod?“ – ein Tier stellt sich solche Fragen nicht. Du beklagst dich doch nicht, dass in dir solche Fragen entstehen, anstatt dein Leben gemächlich wie ein Tier zu verbringen? Das Problem liegt nicht im Überschuss an Verstand, sondern darin, dass der Mensch seinem irdischen Verstand erlaubt, ihn zu beherrschen und nicht handeln zu lassen.

Wenn die Handlung mit dem Verstand nicht übereinstimmt, dann gewinnt der Verstand und stoppt die Handlung.

Wir müssen uns in die Gruppe einordnen, gute Beziehungen herstellen, „uns einen Freund kaufen“ – das bedeutet handeln, wie geschrieben steht: „wir werden tun“. Und danach „werden wir hören“, d.h. die Stufe von Bina erreichen. Denn durch die Handlung ziehen wir das Licht der Korrektur von Bina an, und dieses Licht wirkt auf uns ein und verleiht uns die Eigenschaft des Gebens von Bina.

Doch wenn der Verstand den Menschen von der Handlung abhält, kann er sich nicht verändern.

Nach dem Rabasch Artikel 14.06.2010

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Seifenoper mit dem Titel „Mein Leben“

Wir können lediglich die Ver- und Enthüllung in unserem Inneren beeinflussen. Denn wir befinden uns im unveränderlichen und ewigen Universum, das keinen Anfang hat und niemals ein Ende haben wird.

Selbst dann, wenn wir sagen, dass einst das Geschöpf entstanden ist, um die Korrektur zu erreichen, wonach sein Vorhaben beendet wird, indem es in den Schöpfer vollständig eingereiht wird, ist dies falsch, weil wir uns alles unter der Einbeziehung von Zeit vorstellen.

Wir können auch nicht anders, dies ist unsere Natur eben. Das Geschehende geschieht nicht, sondern existiert ständig.

Wir befinden uns innerhalb dieses einzigartigen Systems, das „die Natur“ oder „der Schöpfer“ heißt, in dem keinerlei Veränderungen geschehen. Nur wir ändern uns in unseren Empfindungen!

Engels formulierte folgenden Satz: „das Leben ist die objektive Realität, die uns in den Empfindungen gegeben ist“ – hätte man das Wort „objektiv“, mit „subjektiv“ – ersetzt, wäre die Aussage richtig! Wenn es überhaupt Veränderungen gibt – dann nur in unserem Inneren.

Wie können wir beginnen, uns bewusst und freiwillig zu verändern, um unsere Veränderungen unter Kontrolle zu haben? Es gibt solche Veränderungen in meinen inneren Wünschen, die meinen Blick auf die Realität so ändern, dass ich sie in Form von Problemen, Kriegen oder Leiden empfinde. Und es gibt auch gute Veränderungen, wer weiß jedoch, wie diese zu steuern sind?

Das lehrt uns die Wissenschaft der Kabbala. Und es steht fest, dass, wenn die Realität unveränderlich ist, dann kann ich nur meine eigenen Eigenschaften verändern, wodurch die Weltanschauung beeinflusst wird, und ich kann entscheiden, welche „Seifenoper“ ich unter dem Titel „Mein Leben“ sehen will.

Es heißt aber nicht, dass ich beliebige Filme aller Genres abspielen kann. Es gibt ein Programm, das mich zur Enthüllung des wahrhaften Bildes bringen sollte, wenn alle Verhüllungen verschwinden und ich wahrhaftig den ewigen und vollkommenen Zustand erreiche. Danach werde ich die Realität als beständig und unveränderlich ansehen.

Wenn ich das alles verstehe, dann kann ich auf dem guten Wege vorankommen. Ansonsten muss ich den Leidensweg antreten und darauf voranschreiten. Es handelt sich nur um die Veränderungen innerhalb des Menschen, welcher in der bisher unbekannten Umwelt existiert, die der Schöpfer oder die Unendlichkeit genannt wird. Wir sind nicht in der Lage, die Reihenfolge der Stufen zu verändern, die bereits in uns vorprogrammiert ist. Und wer sind wir eigentlich, um zu verstehen, wie das sein soll?

Aber wir können unser Vorankommen beschleunigen, uns eigenwillig darin einreihen und anstrengen. Und die Geschwindigkeit des Aufstiegs wird uns andere Empfindungen geben.

Denn es ist viel schwieriger sich zum schicksalhaften Ereignis hinzu bewegen, während man damit nicht einverstanden ist, und nicht in der Lage ist, es zu vermeiden. Und etwas ganz anderes ist es auch, zum erwünschten Ziel voranschreiten! Dann wird mir der Weg gefallen, und ich werde dieses mit Freude tun.

Das heißt, alles hängt von unserer Vorbereitung auf die folgenden Zustände ab, welche unvermeidlich kommen werden. Aber meine Bereitschaft bestimmt meine Empfindung und die Geschwindigkeit der Bewegung. Deshalb brauchen wir die Wissenschaft der Kabbala, um uns mit ihrer Hilfe unsere eigene Entwicklung auf dem guten, angenehmen und kurzen Weg zu machen, anstelle des schmerzvollen und langen Weges.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum TES“, 10.06.2010.

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Von einem Punkt in Malchut zur Unendlichkeit

Es gibt kein Licht ohne Gefäß, keine Erfüllung ohne Verlangen. Das höhere Licht befindet sich in einem absoluten Ruhezustand, es erfüllt und umgibt das ganze Universum. Alles hängt nur von unserem Verlangen, unseren Wahrnehmungsgefäßen ab.

Wenn unser Verlangen gerade nach dieser Erfüllung streben wird, werden wir diese Erfüllung spüren. Wenn aber das Verlangen der Frequenz oder der Eigenschaften der Erfüllung entspricht, es also zwischen Verlangen und Erfüllung keine Gleichheit der Eigenschaften gibt, können wir die Erfüllung nicht spüren, so wie auch in vielen Situationen in unserer Welt.

Wir müssen unser Verlangen in eine Übereinstimmung mit dem höheren Licht bringen, damit das Licht das Verlangen erfüllen kann. Das Verlangen muss auf das Licht abgestimmt sein, d.h. sich in der Eigenschaft des Gebens befinden. Wo bekommen wir die Kraft zu geben? Kabbalisten sagen, dass die Kraft des Gebens in jedem Menschen vorhanden ist. Aber sie ist sehr klein, und wenn der Mensch allein ist, bleibt sie auch klein.

Sie kann nur dann wachsen, wenn der Mensch sich mit anderen Menschen verbindet. Wenn er die Eigenschaft des Gebens erreichen möchte und für alles bereit ist, um von der Gruppe und den Freunden ihre Verlangen zu geben zu bekommen, wird er viele solche Wünsche von ihnen sammeln, in dem Maß, in welchem er sich gegenüber Freunden klein macht und seine Freunde vor den eigenen Augen hochstellt. So kann er ein größeres Verlangen von ihnen bekommen, sowohl in der Menge als auch in der Qualität.

Und wenn er das Verlangen zu geben schon hat, kann das Licht beim Lesen des Buches Sohar auf ihn einwirken und in ihm dieses Verlangen einordnen und auffüllen.

So muss die Vorbereitung auf das Lesen des Buches Sohar in einer Gruppe stattfinden, in einer gegenseitigen Einschließung ineinander, um ein starkes Verlangen zu bilden. Dann erreichen wir unser Ziel.

Wir können die Zeit beschleunigen, sie verkürzen, anstatt in lange physische Leiden einzutauchen, sie in Leiden der Liebe umzuwandeln, Leiden, die daraus resultieren, dass wir keine Eigenschaft des Gebens, Verlangen zu geben haben und wir verpflichtet sind, sie zu erreichen. Wir können in Bezug auf unsere Freunde aus der Gruppe verschiedene Handlungen ausführen und so dieses Verlangen erlangen.

Das heißt, dass alles in unseren Händen liegt. Wir können tatsächlich die Zeit auf Null bringen. Der Schöpfer hat nur den Punkt „Etwas aus dem Nichts“ geschaffen. Alles andere hat Er uns nur gegeben, damit wir unser Verlangen, einen Punkt im Herzen auf die Größe von/in? Malchut der Unendlichkeit vergrößern. Das ist nur durch Verbindung möglich.

Deshalb haben wir nur eine Möglichkeit, das Verlangen zum Licht zu erreichen: versuchen, gemeinsam innerhalb unserer kleinen Wünschen zu geben zu sein.

Aus einem Soharunterricht, 06.06.2010.

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Die Frage, die eine Antwort fordert

In der Einfuehrung zu TES, P. 2 (http://de.kab.info/germankab/yehuda-ashlag-artikel-138/86-einfng-zu-talmud-esser-hasefirot/516-einfng-zu-talmud-esser-hasefirot-punkt-1-10) schreibt Baal Hasulam, dass es eine beruehmte und drueckende Frage, die von jedem einzelnen gestellt wird, gibt: „„Worin besteht der Sinn unseres Lebens?“

Alle andere Probleme und Zweifel, ob man Kabbala studieren soll, verschwinden, wenn man diese eine Frage betrachtet, denn die Jahre unseres Lebens kosten uns so viel und bringen so viel Leiden und Qualen, um zu einem unentrinnbaren Schluss zu kommen. Wer geniesst sie oder wem bereite ich damit Genuss?

Wir sehen dass unser Leben ohne jeglichen Nutzen und Ergebniss endet. Je weiter sich die Menschheit entwickelt, desto klarer verstehen wir das. Deshalb sind in unsere Tagen Depressionen und Enttaeuschungen ein schwerwiegendes Problem auf der Welt.

viele Menschen in allen Generationen haben versucht, diese ewige Frage zu beantworten, aber sie steht bis heute vor uns in all ihrer Kraft und Bitterkeit, sie entwuerdigt uns und macht uns zu nichte. Denn sie schafft unser „Ich“ ab. Damit kann der Mensch sich nicht zufrieden stellen, denn dies beruehrt die ewige Wurzel seiner Seele.

Wenn die Rede nicht von unserem ewigen Wesen waere, haetten wir dieser Frage entkommen koennen, indem wir unseren Verstand durch Drogen oder Antidepressiva abschalten. Aber die Frage dem Sinn des Lebens beschränkt sich nicht auf die Jahre unseres irdischen Lebens.

Die Frage, warum ich geschaffen wurde geht aus meinem tiefsten Inneren hervor und richtet mich zu meiner urspruenglichen Wurzel aus, aus welcher ich lernen kann wofuer ich existiere. Bis dann aber koennen wir einen bekannte Trick anwenden: sich ohne Gedanken dem Fluss des Lebens wieder hinzugeben.

Wir versuchen auf jede Art und Weise uns zu betruegen, aber es wird immer schwieriger nach einem Schema zu Leben: Schule, Universitaet, Arbeit, Kinder, Alter, Tod. Wir haben keine andere Wahl.

Um diese Frage zu loesen muss ich eine Umgebung, die mir hilft mich zu vergessen und die Frage nach dem Lebenssinn zu verstecken mit einer Umgebung austauschen, die mir helfen wird sie zu entlarven und moeglichst schnell zu beantworten.

Aus einem Unttericht zu „Einfuehrung zu TES“, 24.05.2010

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Licht statt Leiden

Vor langer Zeit mussten diejenigen, die Spiritualität erlangen wollten, ihre Körper zu Einschränkungen und Leiden verdammen, um ihr egoistisches Verlangen zu zerstören und eine neue – gebende – Natur anzunehmen. Das war zu Zeiten der Stammväter und der Weisen der Mischna.

Doch dann kam die Zeit des Talmud, und seine Weisen, die Kabbalisten von damals, haben die Bedingungen für den Wechsel von unserer zu der spirituellen Natur, vom Empfangen zum Geben, verändert.

Jede Epoche hat ihren korrigierten Teil zum Gesamtsystem der Seelen hinzugefügt. Es ist also teilweise korrigiert worden, und alle anderen noch nicht korrigierten Seelen können vom korrigierten Teil Unterstützung erhalten.

Wir werden nicht mehr unsere Körper quälen und einschränken müssen, dazu sind wir mit unserem gewaltigen Egoismus auch nicht mehr in der Lage.

Die Weisen des Talmud haben für uns den Weg geebnet. Den Teil des egoistischen Verlangens, den wir zerstören müssten, indem wir dem Körper durch schweres Leben Qualen zufügen, können wir jetzt auch durch das Licht, das zur Quelle zurückführt, korrigieren.

Die Stammväter und die Weisen der Mischna korrigierten sich mittels zwei Handlungen: durch körperliche Leiden und Anziehung von Licht der Tora.

Die Weisen des Talmud haben aber das System so korrigiert, dass wir unseren Körper, anstatt ihn leiden zu lassen, auch durch das Licht der Tora korrigieren können.

Für die heutige Zeit ist es sehr wichtig, denn wer kann heute auf alle Errungenschaften der modernen Zivilisation verzichten?

Die Kabbalisten des Talmud haben sich und ihre Einordnung in das Gesamtsystem korrigiert, dadurch ist sein korrigierter Teil groß geworden.

Selbst wenn ich unkorrigiert und als Sünder auf die Welt komme, befinde ich mich in einem System, das eine Vielzahl von korrigierten Teilen, die es stützen, enthält, und wenn ich mich korrigieren will, habe ich etwas, auf dessen Unterstützung ich zurückgreifen und woran ich mich anschließen kann!

Jetzt liegt es nur an mir!

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