Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Lass den Schöpfer an dir arbeiten!

Eine Frage, die ich erhielt: Von Anfang an des Unterrichtes fühle ich, dass ich mit mir selbst kämpfe, um in der richtigen Absicht zu bleiben und dass ich ständig versagen muss.

Wie kann ich nur hoffen, dass ich jemels in diesem Krieg siegen kann?

Meine Antwort: Wenn du mich fragst, sage ich dir nur eines: Wenn der Mensch sich mit der Gruppe und mit dem Lehrer und mit all den möglichen Mitteln nicht verbindet, wird er nicht aushalten können.

Nur die Geduld und die Hartnäckigkeit… sich „mit den Zähnen“ festzuhalten und eigenen Platz zu finden und fortschreiten gegen sein eigenes Ego wird helfen.

Wenn du dich hier befindest, wenn du die ganze Zeit unzufrieden bist, jede Minute fliehen möchtest und doch hier bleibst, sag zumindest „danke“ dafür. Denn das ist schon irgendeine Verbindung. Es ist unwichtig, dass du „nackt bist und nichts hast“, wie es über den König David geschrieben steht, aber du hast irgendwelche Verbindung zur Tora.

Was kann man machen… Wir verstehen nicht bis zum welchen Maß wir unsere innere Arbeit durchführen müssen. Wir können das nicht sehen. Aber der Mensch urteilt immer sich selbst. Er vergisst, dass er es mit dem Schöpfer zu tun hat.

Denn das alles bringt dir der Schöpfer, er spielt mit dir. Er will aus dir deine ganze Sturheit herausziehen, all deine Dummheiten, deine Stumpfheit in der Vernunft und in dem Herzen. Er zieht dich in verschiedene Seiten, lässt dich nicht für einen Moment in Ruhe.

Lass ihn an dir arbeiten! Was kann man machen… Wie lange dauert es noch? Je mehr du ertragen kannst, desto schneller wird er seine Arbeit vollbringen.

Aber wenn du nicht dulden kannst und jede Minute schreist: Oh Nein, nur nicht das!“, vermindert er Seine Einwirkung, denn Er geht mit dir zusammen. Und es stellt sich heraus, dass du dich sehr sehr langsam bewegst.

Die Bereitschaft zu dulden, das ist alles. Er zeigt dir wer du eigentlich bist, im Maß deines Geduldes. Wenn du das nicht nur siehst, sondern auch bereit bist, viel Kraft darin zu investieren um diese Sachen richtig zu sortieren: „Wozu habe ich das? Warum? Woher? Von Wem? Was mache ich damit jetzt gerade?“.

Wenn du tatsächlich all deine Kräfte darin investierst, machts du Fortschritte. Wenn nicht, machst du weniger Fortschritt. Aber in jedem Fall, jeder, der sich in diesen Rahmen befindet schreitet fort.

Das nimmt Jahre. Aber so ist der Weg. Manchmal dauert es von 10 bis 20 Jahren. Na und? Was ist es im Vergleich zum Universum, das seit 15 Milliarden Jahren existiert?

Dein Vorvater hat vor 100 000 Jahren die Tiere gejagt um sich mit Essen zu versorgen und er dachte nicht einmal in seinem ganzen kurzen Leben (20 bis 30 Jahre) über die Enthüllung vom Spirituellen, Schöpfer usw.

Schau, wie viele Reinkarnationen hast du schon durchgelebt! Und nur jetzt hast du die Möglichkeit sie wirklich zu realisieren. Alle vorherigen Reinkarnationen kommen jetzt zur ihrer Realisation.

Aus dem Sohar-Unterricht, 29.11.2010

Die Schule als Leben, das Leben als Schule

Das Problem des modernen Bildungssystems besteht nicht darin, dass es Fachkräfte besser bzw. schlechter ausbildet, und sogar nicht darin, dass es Kinder nicht erzieht.

Das Problem ist viel größer: heute kommen Kinder mit einer Forderung nach der spirituellen Entwicklung zur Welt, darum wollen sie von Anfang an nicht das haben, was ihnen angeboten wird, und bleiben mit einer inneren Leere zurück.

Sie wissen nicht, wohin mit sich, verachten die sie umgebenden Menschen, weil die Erwachsenen nicht in der Lage sind, sie mit dem, was sie brauchen, zu versorgen. Sie wissen selbst nicht, was sie wollen, doch die Leere bleibt.

Deshalb treiben sie sich umher und versuchen, sich mit irgendetwas zu erfüllen. Das ist nicht ihre Schuld: das Leeregefühl in ihnen ist dermaßen groß, dass sie nichts dagegen tun können, außer es zu stopfen.

Da hilft keine Eliteschule – man muss das Wesen dieser Leere verstehen und sie entsprechend erfüllen.

Während der Unterrichte mit den Kindern unserer Studenten sehen wir, wie schnell und leicht sie den Lernstoff aufnehmen und ihn im Leben praktisch umsetzen.

Ihre Sichtweise wird konzentrierter und geht in die Tiefe, sie sehen, dass das, was ihnen beigebracht wird, richtig und gerecht ist. Indem sie diese Informationen aufnehmen, werden sie mit spirituellen Begriffen erfüllt.

Die Form dieser Unterrichte ist ebenfalls neu: kleine Gruppen, in denen Kinder zusammen mit dem Lehrer verschiedene Lebenssituationen, mit denen sie konfrontiert werden, sowie gegenseitige Beziehungen untereinander besprechen und klären. Sie sind sowohl Richter als auch Verteidiger in dem Prozess um das Verständnis der menschlichen und gesellschaftlichen Natur.

Bei einem solchen Unterrichtsaufbau erhebt sich der Lehrer nicht über sie, sondern hilft ihnen, das Leben zu erforschen. Ich hoffe, dass alle Kinder eine solche Erziehung erhalten werden.

Aus der 5. Kongresslektion vom 10.11.2010

Kabbalisten über das Studium der Kabbala, Teil 17

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Studium der Kabbala erfordert keine besonderen Talente.
Wenn ein Mensch mit kleinen Talenten erschaffen wurde, kann er ein Weiser werden? Seine Vernunft ist zu klein um die Worte der Tora zu verstehen!

Und es steht in Midrasch Rabbah (Großer Kommentar) geschrieben: Sagte der Schöpfer dem Volk Israel (die die vom Verlangen zu empfangen zum Verlangen zu geben aufsteigen wollen, nur sie heißen Israel = zur Gleichheit mit dem Schöpfer): „Ihr Leben, ihre Weisheit und die ganze Tora sind einfache Sachen. jeder, der im Zittern vor Mir stehen will (möchte wie Ich werden) und (dafür) die Tora und die Gebote ausführt, die ganze Tora und die ganze Weisheit, sind in seinem Herzen (in seinen korrigierten Wünschen)“.

Das wird in der Einführung zu der Lehre der Zehn Sfirot erklärt man brauch keine besondere Talente, nur das Zittern vor dem Schöpfer (das Streben sich mit dem Schöpfer anzugleichen), wird der Mensch der ganzen Weisheit der Tora (höheres Licht) gewürdigt.

Deshalb steht es geschrieben: „Alles ist in den Händen der Schöpfers, außer dem Zittern vor dem Schöpfer“. Denn nur in dem Zittern (es zu entwickeln, durch die Umgebung, Lehrer und durch die Bücher), wurde uns eine Wahlfreiheit gegeben – der Rest wird vom Schöpfer bestimmt.

Rabasch, Stufen der Leiter, Artikel 456, „Keine besondere Begabung“.

Den Lehrer erhören

Frage: Wie soll sich eine Gruppe, die auf die Bürgschaft ausgerichtet ist, gegenüber dem Lehrer verhalten? Denn der Lehrer verbindet uns mit dem Gesamtsystem der Seelen.

Antwort: Der Lehrer ist ein Mentor, ein Wegbegleiter. Er nennt sich Rav, was „groß“ bedeutet.

Überhaupt soll jeder Freund für mich der Rav sein, natürlich ist der Schöpfer ebenfalls der Rav, denn Er ist groß. Genauso wie der Mentor.

Was bedeutet genau, dass sie groß sind? Es ist so, dass wenn der Mensch den Schöpfer, den Freund, den Mentor in seinen Augen nicht erhebt, kann er sich ihnen nicht anschließen, etwas von ihnen empfangen. Er ist nicht in der Lage, sich vor ihnen zu beugen, aber nur der Kleine kann von dem Großen etwas lernen.

Natürlich muss man den Lehrer als „groß“ wahrnehmen. Wenn er größer ist als ich, dann ist das, was er sagt, wichtiger als das, was ich denke.

Es geht um die Wichtigkeit der Korrekturmethode, die der Mentor unterrichtet. Er ist diesen Weg bereits gegangen und spricht aus seiner Erfahrung. Von wem soll ich sonst lernen, wenn ich den gleichen Weg gehen will?

Das ist der Grund, warum ich mich beuge und die Methode vom Lehrer übernehme, ich akzeptiere seine Empfehlungen über meinem Verständnis. Sonst werde ich hin und her laufen, ohne den Weg zu finden.

Der spirituelle Weg ist unsichtbar, darum muss man sich auf den Lehrer mehr verlassen als auf die Bücher, die jeder auf seine eigene Weise, entsprechend seiner Logik versteht.

Obwohl jeder den Lehrer auch mit seinen eigenen Ohren hört, erhöht die gemeinsame Arbeit in der Gruppe die Chancen, dass seine Worte ins Innere durchdringen. Auch da gibt es keine Garantie, aber es ist möglich.

Darum muss ich mein Ego vollkommen vor dem Lehrer annullieren. Sonst werde ich nichts hören, und eine andere reale Quelle gibt es nicht. Und als Kriterium dient die Umsetzung.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 27.10.2010

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Unter dem Drang der Naturkraft

Eine Frage die ich erhielt: Wie kann man vor dem Kongress „sich einen Lehrer machen und einen Freund kaufen“ ?

Meine Antwort: Nur durch die Verbindung – mehr gibt es nicht zu tun.

Es muss jedoch eine starke, breitgefächerte Handlung der Vereinigung sein. Wir haben noch etwas Zeit.

Wir sollten verstehen, dass uns bis zum letzten Moment, fallen und aufsteigen, und andere verschiedene komplizierte Zustände erwarten, so als: unerwartete Windstösse von starkem Wind, ein Andrang von hohen Wellen, so wie wir es bisher noch nicht erlebt haben.

Ebenso dramatisch war der Auszug aus Ägypten. Für 210 Jahre lief alles auf gewöhnliche Art und Weise, und dann, am Vorabend des Auszuges, fing die Vorbereitung an, mit einer Reihe von sehr eigenartigen Zuständen.

Auf jeden Fall, je mehr der Mensch in seiner Vorbereitungszeit durchmacht, je ernsthafter seine Situation ist, desto mehr Hoffnung gibt es für den Erfolg.

Zu lernen, die Sprache des Schöpfers zu sprechen

Alles kommt von der Höheren Kraft, auch die Verwirrung „ich und die Welt“ sind durch eine Kraft „Es gibt nichts außer Ihr“ bedingt – und aller geschieht mit dem Ziel, mich Ihrer Offenbarung näher zu bringen.

In „Es gibt niemanden außer Ihm“ versteckt sich die Warnung, dass alle Geschehnisse durch eine einzige Kraft hervorgerufen sind. Zu jeder Zeit dreht sie dich um, damit du sie – entweder auf dem guten Weg oder eben auf dem schlechten öffnest.

Das Gute und das Schlechte sind relativ: möglicherweise entfernt Er mich von Sich durch die Erfolge, und zieht mich anhand der Leiden heran. Aber wenn ich verstanden habe, dass alles von Ihm kommt, dann wird alles im Leben zum Mittel der Verbindung mit Ihm.

Es gibt: mich und die Welt, um mich herum. Diese Welt ist für mich die Demonstration der Beziehung des Schöpfers zu mir, ich muss Ihn mit Hilfe dieser Welt enthüllen, mit Ihm den Dialog beginnen.

Aber solange ich Ihn nicht verstehen kann, wirkt Er auf mich von außen ein, spricht mich in der Sprache des Gebens an – und ich spreche die Sprache des Empfangens.

Ich bin innerhalb meines Egos gefesselt, und die umgebende Welt ist das Licht, das ich nicht sehe, und nur in der Form wahrnehme, die mir in meiner Selbstsucht dargestellt wird.

Wenn ich mich verändere, dann werde ich verstehen, dass diese Welt die Welt der Unendlichkeit ist. Alles hängt vom Betrachter ab, wie Baal HaSulam im Artikel „Die Verhüllung und die Enthüllung des Schöpfers“ beschreibt.

Ich sehe eine unheimliche Welt, weil ich so bin, und wenn ich mich verändere, dann werde ich sie als vollkommen und ewig empfinden. Darüber erzählen die Kabbalisten, die eine Korrektur ihrer Organe der Wahrnehmung vom Empfangen auf das Geben durchmachten.

Deshalb darf meine Einstellung zu dieser Welt nicht von meinen Empfindungen abhängen. Denn ich sehe sie in meinen trügerischen Eigenschaften. Indem ich aber meine Eigenschaften verändere, stelle ich die Eigenschaft des Gebens über meinen Egoismus.

Folglich werde ich alles entgegengesetzt sehen. Im Maß des Gebens, das ich erreichen werde – wird die ganze Welt anders empfunden!

Es ist eben die neue Wahrnehmung der Realität. Und die Welt hat kein beständiges Bild, alles hängt vom Bekommenden ab. Deshalb ist es gesagt, dass jeder im Maß der eigenen Unzulanglichkeiten verurteilt.

Diese Welt ist nur die Kopie einer realen Welt, aber sie ist die einzige, die ich jetzt empfinde. Später werde ich plötzlich enthüllen, dass dieser Raum mit den Kräften des Gebens und der Liebe erfüllt ist, ich werde sie so wie jetzt diese Welt sehen.

Ich muss meine Eigenschaften vom Empfangen auf das Geben verändern, dann werde ich „die zukünftige“ Welt sehen können! Wie macht man das? – Hierfür werden uns die Lehrer, die Gruppe und die Bücher gegeben.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 22.09.2010

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Im Feld des spirituellen Verlangens

Eine Frage, die ich erhielt: Kann die Verzweiflung den Funken meines spirituellen Verlangens auslöschen?

Meine Antwort: Natürlich. Denn ich bin bereits an dieser Welt verzweifelt, und die damit verbundenen Verlangen werden in mir nicht mehr wahrgenommen.

Währenddessen leuchtet in mir ein gewisser „Funken“, die Erweckung von oben, die mich zum Lehrer und in die Gruppe bringt.

Zwischen meiner Verzweiflung und dem Funken entsteht Spannung, ein Vektor, die Kraft des Verlangens, die durch den Unterschied zwischen ihnen beiden ausgelöst wird. Worauf sie gerichtet ist, weiß ich nicht genau, doch das ist bereits die unterbewusste Ausrichtung auf das Geben.

Dieses Kli ist bereits nach oben gerichtet, ähnlich einem Dipol (Gesamtheit zweier entgegengesetzter Ladungen).

Um mein Verlangen richtig benutzen zu können, setze ich es in das „Magnetfeld“ der Gruppe. Dann richten ihre Kräfte meinen Dipol aus, bewegen ihn zum Ziel hin, zur Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Die Umgebung/Gruppe hat starke Pole: eine große Verzweiflung an dieser Welt und die Wichtigkeit des Gebens. In dem Maße meiner Verbindung mit ihrem Feld, dem gemeinsamen Verlangen, wirkt es auf mich ein und zieht mich zum Ziel hin.

Die Teilchen (Dipole, Ladungen, persönliche Verlangen) an sich sind machtlos. Um sie zu verstärken, zu beschleunigen, bauen wir Beschleuniger.

Genauso entfacht das Verlangen der Gruppe (das gemeinsame Verlangen) ein großes Feuer in mir. Das Prinzip ist einfach: Ich trete der Gemeinschaft bei und beschleunige und vereinfache mit Hilfe des gemeinsamen Verlangens meinen Weg zum Ziel.

Wenn ich der Gruppe beitrete, lerne ich, wie ich in ihrem Feld/dem gemeinsamen Verlangen nach dem Geben und der Liebe aufgehen kann. Doch ich bekomme nicht einfach nur Verlangen von der Umgebung.

Denn ich befinde mich in keiner gewöhnlichen egoistischen Gesellschaft, sondern in der Umgebung von Kabbalisten, die in ihrem gemeinsamen Verlangen/Feld den Schöpfer enthüllen wollen.

Ich komme nicht nur der Gruppe, sondern auch der in unserem gemeinsamen Verlangen verborgenen Höheren Gebenden Kraft näher. Und deshalb erhalte ich auf meine Anstrengungen hin, mich zu verbinden, von der Umgebung die Kraft des Schöpfers – das Licht, das zu Ihm, zur Quelle, zurückführt.

Die von dem Menschen aufgebaute Umgebung antwortet auf seine Anstrengungen mit dem umgebenden Licht (OM).

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 21.09.2010

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Das Studium „Vom Mund zum Mund“

Eine Frage die ich erhielt: Was heißt „vom Mund zum Mund“ [„pe al pe“] zu lernen, wie Rabasch von Baal Sulam lernte?
Meine Antwort: „Vom Mund zum Mund“ zu lernen, bedeutet mit einem gemeinsamen Schirm zu lernen, denn der Mund (pe) – ist der Ort, wo sich der Schirm befindet.

Solche Verbindung heißt „Rucha be Rucha“ (auf dem Niveau Ruach), und dieses Niveau soll der Schüler mit seinem Lehrer erreichen.

Das ist das Maß des sich Annullierens von dem Unteren, dank welchem er einer Verbindung mit dem Höheren erreicht.

Jenen spirituellen Zustand zu erreichen ist nicht so einfach, aber wenigstens der Schüler muss das machen, was er in dieser Welt machen kann, indem er die Ratschläge seines Lehrers so befolgt, als ob das für ihn ein Gesetz wäre.

Das ist ein einfacher, praktischer Ratschlag, der für jeden zugänglich ist, und er heißt ein minimales Niveau des Annullierens vor dem Äußeren, auf welcher wir aus eigenen egoistischen Interessen her bereit sind.

Wenn ich von ihm das Spirituelle empfangen möchte, muss ich mich wie in einer Armee annullieren: gesagt – getan.

Der Lehrer spricht von dem Aufbau der richtigen Absicht, von Selbstannullierung, von Anstrengung, von Teilnahme an der Verbreitung – alles was vom Schüler gefragt wird.

Und der Schüler muss [den Anweisungen des Lehrers] zuhören, dann beginnt er durch den entstandenen Verbindungspunk das Licht, dass zur Quelle zurückführt,zu empfangen und das Gesagte zu verstehen.

Im Maß des Annullierens des eigenen Egoismus‘, verwandelt er sich automatisch in eine solche Konstruktion, in welcher das Verstehen zu ihm kommt, indem er die Form / den Eindruck des Spirituellen einnimmt. Und durch diesen Eindruck beginnen wir das Gesagte zu verstehen.

Wenn der Untere sich annulliert, drückt der Obere in ihm seinen Aufbau, seine zehn Sefirot.

Hoffen wir, dass Rabasch wirklich zu unserem Lehrer wird.

Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 12.09.2010

Das Licht der Erkenntnis in der Seelenkette

Jeder Mensch hat ein Recht zu überprüfen, ob ihm der Ort, wo er studiert, auch passt. Aber nach der Untersuchung muss er wählen und ohne weitere Zweifel das Studium an einem gewählten Ort eingehen. Sonst kann man den Schöpfer und Seine Welt nicht enthüllen.

Es gibt auch Gruppen, die behaupten, sie studieren nach ihrer eigenen Methodik, was überhaupt unklar ist, denn wie kann eine Methodik existieren, die nicht durch eine Kabbalistenkette, vom Lehrer zum Schüler, erhalten wurde.

Es ist nicht möglich, selbstständig so eine Methodik zu erhalten. Nur Adam haRishon erhielt diese Methodik „vom Himmel“ sozusagen, hat sie selbst enthüllt, und alle anderen haben sie durch eine Kette von Kabbalisten erhalten, sogar Abraham, der am Anfang ein „Götzenanbeter“ war, d.h. er beschäftigte sich zwar mit der spirituellen Arbeit, aber in einer umgekehrten Form und dann entdeckte er den Widerspruch. Zwanzig Generationen nach Adam haRishon wurde Abraham die Kabbala übergeben.

Die Methodik der Erkenntnis kann man nur empfangen, wenn man sich an den Lehrer anheftet, so verbreitet sie sich von oben nach unten, über die Seelenkette. Wie kannst du dich mit der Wurzel von allein verbinden, wenn du kein Adam haRishon bist?

Nur Adam haRishon ist direkt mit dem Schöpfer verbunden. Und die anderen Seelen müssen von ihm über eine Kette empfangen, je nach ihrer Position in der Kette. Jede bekommt von der vor ihr stehenden, und alle sind in einer Kette mit der Wurzel verbunden. Das ist ein ganzes hierarchisches System, wie ein Baum.

Ich befinde mich an einer ganz bestimmten Stelle und kann nur von dem mir nahestehenden Menschen empfangen, von meinem Höheren. Dafür muss ich mich vor dem Höheren annullieren, wie der untere Parzuf sich vor dem Höheren in der spirituellen Welt annulliert.

Wenn die Menschen deshalb behaupten, sie bekommen das Licht oder eine Einsicht von oben oder im Schlaf, ist das alles nicht ernst. Einen spirituellen Kontakt kann man nur haben, wenn man sich während seines Lebens neben einem Kabbalisten befindet.

Wenn du nur einen Punkt von solchem Kontakt erreicht hast, kannst du aus ihm alle anderen entwickeln. Aber ohne diesen ersten Punkt hast du keinen Bezug zur weiteren Entwicklung, du bist von dem Baum, von dem ganzen Seelensystem, abgetrennt.

Deshalb fragt man als Erstes immer: „Wer war dein Lehrer? Woher kommst du?“

Deswegen habe ich bei all meinen Diplomen keinen wichtigeren als einen kleinen Zeitungsartikel, wo ich der treue Schüler und erste Helfer von Rabash genannt wurde. Denn dies bezeugt zumindest, wie sehr ich mit dem Rabash verbunden war.

Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 12.09.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 17

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman]

Kabbalistische Hauptquellen

Das Buch Sohar

Die Seele von Rashbi war von der Art des Umgebenden Lichts (О“М), und daher verfügte er über die Kraft, sich so auszudrücken, dass er nicht von der (egoistischen, unkorrigierten) Masse verstanden werden würde, sondern nur von denjenigen (wenigen), die es verdienen (sich als würdig erwiesen), zu verstehen (dadurch, dass sie sich korrigiert haben oder es sehr wünschen. Und wenn jemand dieses Ziel nicht verfolgt, wird er von dem Buch Sohar abgestoßen).

Daher wurde ihm und nicht seinen Lehrern und Vorgängern die „Erlaubnis (von oben)“ gegeben, das Buch Sohar zu verfassen, obwohl sie zweifellos über größere Kenntnisse verfügten als er, doch sie hatten nicht die Kraft, es so auszudrücken, wie er es konnte (um sie nur denjenigen zu enthüllen, die es wirklich wollen).

Baal haSulam „Enthüllung von einem Teil und Verhüllung von zwei Teilen“

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