Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Seele ist das Licht des Schöpfers


Frage: Warum steht geschrieben, dass Baal HaSulam es verdient hatte, die Seele des Ari zu empfangen? Hatte er nicht seine eigene Seele?

Antwort: Die Seele ist ein „Teil des Schöpfer von Oben“. Niemand, der in unsere Welt geboren wird, besitzt sie von Geburt an. Die einzigen Menschen, die eine Seele haben, sind jene, die zumindest die kleinste Eigenschaft des Gebens erlangt haben, die Eigenschaft des Schöpfers.

In dem Fall, wonach du fragst, hat sich ein Mensch selbst korrigiert, die Eigenschaft des Gebens erlangt, seine Seele (Gefäß der Wahrnehmung – Kli) gebildet und diese hat unversehens eine bestimmte Form angenommen und wurde mit dem Licht erfüllt, das „die Seele des Ari“ heißt. Die Seele ist das korrigierte Verlangen (das ist „der Körper“ der Seele) und das Licht, das sie erfüllt (das Licht der Seele) ist die Enthüllung, der Schöpfer, der sich in dir einkleidet. Deshalb wird die Seele „Teil des Schöpfers von Oben“ genannt.

Die Seele des Ari empfangen bedeutet, wie er zu denken, sich wie er zu fühlen, an seiner Stelle zu sein, durch seine Augen zu sehen und mit den Sinnen genau wie er zu fühlen.

Baal HaSulam empfing die Seele des Ari, welche die gleiche Seele ist, die von Adam an Abraham, von Abraham an Moses, von Moses an Rashbi, von Rashbi an den Ari und vom Ari an Baal HaSulam weitergegeben wurde. Es ist eine besondere Seele, durch die der Schöpfer die Methode, mit Ihm zu verschmelzen, während der Generationen, in denen eine besondere spirituelle Veränderung stattfinden muss, enthüllt. Wenn der Schöpfer uns einen Lehrer wie Baal HaSulam sendet, der die Seele des Ari hatte, zeigt uns das, dass wir in der letzten Generation, der allgemeinen Korrektur leben.

Die Seele verändert sich und reinkarniert ständig. Im Laufe des Lebens eines Kabbalisten hat er immer einen anderen Parzuf und eine andere Stufe. Die korrigierten Eigenschaften eines Menschen, welche die Absicht zu geben haben, in die sich das Licht einkleiden kann, werden Seele genannt. Das Kli wird der Körper der Seele genannt und das Licht wird Seele genannt. Das ist das Licht von NaRaNHY, doch normalerweise wird es „Neshama“ (Seele) genannt, denn bevor wir die vollständige Korrektur erlangen, können wir nur diese Stufe vollständig korrigieren.

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Authentische Kabbala oder authentisches Business?


Frage: Sie machen immer witzige Bemerkungen über das Kabbala-Zentrum und ich kann einfach nicht verstehen, warum. Sie gehören ebenfalls zur Abstammung der Nachfolger, die das kabbalistische Wissen weitergeben. Rav Berg studierte mit Ashlag und ist auch sein Nachfolger. Hängt das damit zusammen, dass Sie mit dem Kabbala-Zentrum liiert waren und es nicht Ihnen übergeben wurde? Und dann eröffneten Sie Ihr eigenes Zentrum? Ich las Ihre Bücher, auch A Guide to the Hidden Wisdom of Kabbalah . Es ist ein Buch ohne Religion oder Spiritualität – es ist pure Wissenschaft. Ich mochte das, aber das Kabbala-Zentrum bietet den Menschen Spiritualität und das Einhalten der Feiertage und dazu kommt, dass sie durch Brandwein Nachfolger von Rav Ashlag und dem Ari sind. Es schmerzt mich, einen Menschen in der Kabbala zu sehen, der andere Menschen wegen ihrer roten Armbänder und ihrem Glauben verhöhnt. Verhalten Sie sich damit nicht anti-kabbalistisch?

Meine Antwort: Persönlich halte ich Berg für einen gescheiterten Kabbalisten. Er hatte einfach keinen echten Lehrer. Berg studierte mit keinem echten Kabbalisten; Sie können Ashlag oder Brandwein danach fragen. Kein authentischer Kabbalist hätte ihm beigebracht, Kabbala gegen Geld zu verkaufen. Und ich wollte dieses Zentrum nie. Ich hatte einen Lehrer: den letzten großen Kabbalisten, der älteste Sohn von Baal HaSulam und sein spiritueller Nachfolger – Rav Baruch Ashlag. Ich hatte nie eine Verbindung mit dem Kabbala-Zentrum. Einmal war ich dort, um eine Einführungsvorlesung zu halten und verstand sofort, dass es dort nichts zu lernen gab. Nachdem ich ein Jahr mit Rav Baruch Ashlag gelernt hatte, bot ich den Lehrern vom Kabbala-Zentrum Unterricht an, damit sie wenigstens etwas lernten. Die Folge war, dass sie sein Zentrum verließen und zu meinem Lehrer kamen und zu Kabbalalisten wurden. Diese Kennenlernen und mein Besuch seines Zentrums fanden 1980 statt, aber ich eröffnete mein Zentrum erst 1995. Bitte sagen Sie mir: welche kabbalistischen Quellen werden in diesen „Kabbala“-Zentren benutzt? Welche Werke großer Kabbalisten werden dort studiert? Schließlich empfängt ein Mensch ausschließlich durch ihr Studium das Bewusstsein der Erkenntnis vom Übel und dessen Korrektur (Or Makif). Und was mich betrifft, ob ich Berg beneide: Ich habe einmal in Los Angeles unterrichtet und er bot mir einen Job als Lehrer in seinem Zentrum an. Ich sagte, gerne, vorausgesetzt, dass wir nur aus den Originalquellen unterrichten. Er lachte, als ich ihm das sagte und antwortete: „Wer wird dir dafür die Menge Geld bezahlen, die ich im Moment erhalte?“ und er hatte Recht…

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Es ist nicht einfach einen Menschen zu erschaffen

Es kommt uns seltsam vor, dass, wenn der Schöpfer, der doch diese Welt geschaffen hat und über alle Möglichkeiten verfügt, auch unsere Hilfe braucht. Es ist jedoch genau so wie bei einer Mutter, die von ihrem Kind abhängt. So ist Er auch von uns abhängig.

Wären wir auf dem unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Niveau, würde Er uns hundertprozentig lenken.

Aber weil Er uns bis zur Stufe des Menschen wachsen lassen will, bis zu seinem Niveau, kann er uns einfach nichts Fertiges geben. Also müssen wir die Vernunft und die Gefühle, in uns, aus eigener Kraft entwickeln.

Demzufolge kommt unser „Erwachsen“ werden durch unsere selbständige Teilnahme zustande. Eben das heißt es, ein Mensch zu sein.

Wäre ich ein Tier, würde ich einfach nur von Ihm empfangen. Aber der Mensch steht qualitativ auf einer neuen Stufe, welche nur infolge von eigenen Klärungen, Analyse und Synthese und das Streben, um dem Schöpfer gleich zu werden, erreicht werden kann.

Auf diese Weise kommt man voran.

Und somit ergibt es sich, dass der Schöpfer auf uns wartet, von uns abhängt.

Wenn ein Kind nicht lernen will, sich auch kein Wissen aneignen will, um von der einen Klasse in die nächst höhere überzugehen, oder keine Hausaufgaben macht und Prüfungen nicht besteht, können die Lehrer auch nichts machen. Und so hängt alles hier nicht vom Schöpfer ab, sondern vom Menschen selbst.

Das ist das Einzige was Er nicht für uns tun kann – anderenfalls werden wir nicht erwachsen. Die Stufe des „sprechenden“ Menschen in uns, soll folglich durch unsere eigene vorläufige Arbeit, der Klärungen des Verständnisses und der Vernunft, wachsen.

Wir sollen den Verstand und das Herz selbst entwickeln und nur nicht darauf warten, bis der Schöpfer uns zum Menschen macht.

Die menschliche Stufe kann man nicht von außen geben, diese muss von unten und von innen, erobert werden.

Das Licht kann unsere Entwicklung nur bis zum Erhalt des Punktes im Herzen beschleunigen. Alle übrigen Wünsche sollen wir selbst verdienen.

Denn wenn der Schöpfer uns eigenständig in einen „Menschen“ einkleiden würde, dann würde es wohl eher ein Affe sein und kein Mensch.

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Student und Lehrer, zwei Stufen

Frage: Wann kann ein Lehrer für den Studenten zum Überträger spiritueller Energie werden?

Meine Antwort: Das geschieht, wenn der Lehrer als Kanal dienen kann, durch den das höhere Licht zum Studenten weitergeleitet wird, oder man hilft dem Studenten zumindest dabei, sich mit einer Zehnergruppe zu verbinden, die dann das höhere Licht anzieht.

Frage: Aber bindet der Lehrer nicht den Studenten an sich?

Meine Antwort: Das kann in der Weisheit der Kabbala nicht passieren! Ich erinnere mich an meinen Lehrer Rabash, den letzten großen Kabbalisten. Seine Größe und enorme Wichtigkeit zeigte er nie. Heute lesen wir seine Artikel, die in meiner Gegenwart geschrieben wurden. Ich erinnere mich an alles, was damals geschah, bis ins letzte Detail, an die Jahreszeit, als wir im Park auf einer Bank saßen, als er schrieb. Ich erinnere mich an alles ganz genau, sogar an die Hintergrundgeräusche und die Stimmen um uns herum. Wenn ich heute seine Artikel wieder lese, dann stelle ich fest, dass ich sie tiefer verstehe als in der Vergangenheit, obgleich seither so viele Jahre vergangen sind.

Es ist nicht möglich, einen Lehrer sofort wertzuschätzen, obwohl er seine innere Welt nicht versteckt. Niemand versteckt irgendetwas vor uns. Damals dachte ich mir: „Ich trete in seine Nähe ein. Ich werde an seiner Seite sein, und dann werde ich ihn schütteln und alles aus ihm herausholen, was er hat!“

Da gibt es überhaupt nichts herauszuschütteln. Der Lehrer ist bereit, alles weiterzugeben. Alles hängt nur von der Stufe ab, auf der ihn der Student verstehen kann. Student und Lehrer sind zwei Stufen. Aber wie kann sich ein Student dem Lehrer annähern, von ihm empfangen, absorbieren und von ihm übernehmen? Das ist eine andere Sache und sie ist nicht einfach.

Aus der russischen Kabbalalektion 8/7/16

[198911]

 

Sich klein fühlen

Frage: Der Mensch kommt zum Studium, wenn er erwachsen ist und bringt eine vorgefertigte Einstellung dem Leben gegenüber mit. Dementsprechend stimmt er nur teilweise mit seinem Lehrer überein und trägt dies weiter; in manchen Punkten ist er anderer Meinung. Kann er sich mit derart gespaltenen Gefühlen spirituell entwickeln?

Antwort: Es ist ganz natürlich für einen Menschen, der die spirituelle Welt noch nicht gefühlt hat. Genau aus diesem Grund kann er das alles noch nicht im Lehrer wahrnehmen. Es steht geschrieben: „Jeder urteilt anhand seiner eigenen Mängel.“ Du siehst die Verdorbenheit in dem Lehrer entsprechend deiner eigenen. Hier brauchst du die Kraft der Gruppe, die dich überzeugt und daran erinnert, dass der Lehrer groß und wichtig ist. Wenn du deine Freunde wertschätzt und respektierst und mit ihnen arbeitest, wirst du durch die Hilfe der Gruppe in der Lage sein, diese Gefühle der Respektlosigkeit sehr schnell zu überwinden.

Die Respektlosigkeit ist natürlich und ganz logisch und es kann nicht anders sein. Es wird dir mit Absicht von Oben gegeben. Gleichzeitig gibt man dir aber auch die Werkzeuge, um diese Zustände zu überwinden. Durch die Nähe zur Gruppe erlangst du die Nähe zum Schöpfer. Deshalb wurde diese Reihenfolge der Arbeit für dich vorbereitet. Aber wenn es nicht funktioniert, liegt das Problem nicht an deiner Respektlosigkeit dem Lehrer gegenüber. Es ist ein natürlicher Phase, ihn gering zu schätzen. Der Punkt ist, dass du die Gruppe nicht ausreichend respektierst! Du kannst dich nicht mit den Freunden verbinden, um die Kraft zu erlangen, die du benötigst, um alle diese Barrieren zu überwinden.

Du musst die egoistische Ablehnung den Freunden gegenüber überwinden: Versuche ihnen während der Mahlzeiten näher zu kommen, während des Singens und anderer angenehmer Momente. Beginne, dein Ego auf Distanz zu halten und fühle, wie sinnvoll es ist, sich mit den Freunden zu verbinden. Du hast eine Chance erhalten, die Kraft der Gruppe zu empfangen und eben dadurch die Anhaftung an den Lehrer zu erlangen. Durch den Lehrer erlangst du die Verbindung zum Schöpfer und dadurch allmählich das Licht der Korrektur.

Es ist ganz natürlich, dass dein Ego instinktiv gegen die Worte deines Lehrers Einwände erhebt. Nur ein Narr stellt nichts in Frage, da er keine Vorstellung davon hat, wo er sich befindet. Deine Natur lehnt den Schöpfer ab, wie geschrieben steht: „Des Menschen Neigung ist von Jugend an eine verdorbene“ – dementsprechend bist du entgegen gesetzt zur Spirituellen Arbeit und zu deinem Lehrer. Du bist der Inneren Essenz der Gruppe entgegengesetzt, aber die Gruppe hat eine äußere Form, durch die du dich an sie annähern kannst. Die größte Schwierigkeit ist, dass der Mensch die Gruppe nicht als ein Mittel wahrnimmt, das ihm ermöglicht, sich mit den Freunden zu verbinden, um dadurch die Anhaftung an den Lehrer zu erlangen. Der Lehrer wird euch alle mit dem Schöpfer verbinden.

Wir müssen uns nicht in Chassadim verwandeln, aber du musst fühlen, dass du im Vergleich zu deinem Lehrer klein bist. Auch bist du klein im Bezug zur Gruppe und noch viel kleiner im Bezug zum Schöpfer. Beginne dein Leben zu ordnen, indem du alle dir gegebenen Mittel richtig organisierst: Das bin ich, das ist die Gruppe, das ist das Studium und das ist mein Lehrer. Alles andere ist unbekannt, weil es vom Schöpfer kommt, aber genau dort befindet sich dein Eingang in die Heiligkeit, wo du plötzlich eine Türe wahrnimmst, die zu einer Öffnung wird und du trittst ein.

Wenn du diese Konditionen nicht erfüllst, wird nichts funktionieren. Der Mensch muss sich das alles vorstellen, sogar zeichnen und schreiben, um es jeden Tag fortzusetzen und zu korrigieren. Du solltest diese Fragen täglich, Schritt für Schritt in Klärung bringen, bis du in der Lage bist, alle Voraussetzungen zu erfüllen. Du solltest verstehen, dass es sich hier um klare und angemessene Gesetze handelt. Wenn du diese nicht einhältst, wirst du nicht nur dieses Leben benötigen, sondern noch viele weitere Inkarnationen. Egal wie oft du in diese Welt zurückkehrst, die Voraussetzungen werden immer die gleichen sein. Die spirituellen Reshimot (Erinnerungen) werden nicht in allen Ebenen erfüllt, solange sie nicht durch diese speziellen Konditionen laufen!

Alles arbeitet nach diesen speziellen Gesetzen der Natur. Es mangelt uns an Verständnis, wenn wir glauben, das es diese Gesetze nicht gibt; aber wo auch immer wir sie erkennen, offenbart sich: „Er hat uns Gesetze gegeben, die nicht gebrochen werden können.“ Wir müssen dies verinnerlichen, um diese Gesetze zu verstehen und einzuhalten. Unser Ego stimmt nicht zu, aber darüber können wir uns erheben.

Warum sollten wir auf die Leiden warten, die uns zwingen, uns vom Ego zu distanzieren? Es ist ratsam, dies aus unserem eigenen freien Willen heraus zu machen, mit unserem Verstand, durch die Werte, die uns die Gruppe ermöglicht und sichtbar macht. Die Gruppe wird uns helfen uns von unserem Ego zu distanzieren. Die Gruppe wird helfen das korrigierende Licht anzuziehen, welches in uns eine neue Skala von Prioritäten und Denkwegen ermöglicht. [123150]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 13/12/13

 

 

Was ist der Verstand?

Frage: Was bedeutet der höhere Verstand, den jeder Mensch am Ende der Korrektur begreifen soll?

Meine Antwort: Der Verstand ist das Licht Chochma, das ich mit Hilfe meines Verlangens (Malchut) begreife, und in die Übereinstimmung mit den neun ersten Sefirot bringen soll.

Мalchut ist ein empfangendes Gefäß, das Verlangen zu genießen. Und wenn ich sie auf das Geben (auf die neun ersten Sefirot) ausrichte, dann wird sie zum Gefäß für das Licht Chochma (das Licht der Weisheit). Ein solches Gefäß wird eben als der Verstand bezeichnet: das Licht der Weisheit (Chochma), das sich in den Wunsch der Schöpfung einkleidet.

Wir können diesen höheren Verstand nicht mit unserer irdischen Vernunft begreifen. Der höhere, schaffende Verstand ist der Verstand des Schöpfers, der die Geschöpfe mit dem Licht der Weisheit (Chochma) geschaffen hat. Wir können es nur durch die Gleichheit der Eigenschaften, im Maß der eigenen Korrektur begreifen.

Wenn ich mein Verlangen zu genießen auf das Geben korrigiere und mit dem Licht Chassadim (mit dem Licht der Barmherzigkeit) ausfülle, dann entwickele ich den antiegoistischen Schirm, mit dem ich die Verschmelzung mit dem Licht ausführe (Siwug de-Akaa), infolge dessen das widergespiegelte Licht entsteht. Folglich kleidet sich das höhere Licht in mich ein, und ich begreife den Verstand des Schöpfers.

Deshalb trägt die Wissenschaft der Kabbala solchen Namen (Chochmat Kabbala), denn sie lehrt uns, wie man dieses Licht der Weisheit (Chochma), das Licht der Vernunft empfangen kann, um damit den Schöpfer zu begreifen. Aber wir begreifen diesen Verstand langsam, nach dem Maß unserer Gleichheit mit Ihm im Geben.

Es ist nicht diese irdische, tierische Vernunft, mit der wir geboren werden. Wir müssen die höhere Vernunft mittels der Korrektur offenbaren. Je mehr sich der Mensch korrigiert, desto mehr spirituellen Verstand eignet er sich an.

Und sein Vorankommen hängt keinesfalls von seinen intellektuellen irdischen Eigenschaften ab. Er kann sogar ein Einstein sein, aber es wird ihm beim spirituellen Aufstieg überhaupt nicht helfen.

Der irdische Verstand, hilft dem Menschen seinen Egoismus richtig zu benutzen und hat nichts mit der Vernunft zu tun, die er infolge der Arbeit in der Gruppe und mit Hilfe solcher Handlungen entwickelt, welche einem Fremden als ganz unvernünftig, irrational und von allen verachtet, vorkommen mögen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Schaffende Vernunft“, 21.10.2011

Die potentielle Barriere überwinden

Die höhere Lenkung organisiert immer unseren laufenden Zustand und beleuchtet ein wenig unseren Zustand auf der nächsten Stufe. Und wenn wir unseren laufenden Zustand überwinden, dann können wir um den folgenden, schwach leuchtenden Zustand bitten.

Unser folgende Zustand scheint uns unerwünscht zu sein, anderenfalls würden wir ihn egoistisch anstreben, ohne über die Freiheit der Wahl und über die Unabhängigkeit zu verfügen. Genau aus diesem Grund ist der folgende Zustand von unserer Selbstsucht so verhasst. Deshalb bin ich ständig auf die Unterstützung seitens der Umgebung, der Büchern, des Lehrers angewiesen, und soll sie bitten, mich in jenen Zustand zu begleiten, der mir heute als unerwünscht, schlecht und verhasst vorkommt.

Das heißt ich mobilisieren meine Kräfte, steigere die Empfindung der Wichtigkeit für die höhere Stufe. Und wenn ich über ein starkes Streben verfüge, um die potentielle Barriere zu überwinden, die mich vom folgenden Zustand abtrennt, dann ziehe ich das Licht heran, das zur Quelle zurückführt, und mich verändert. Dann werde ich auf der nächsten Stufe geboren, und werde zu ihrem „Sohn“.

Natürlich „gibt es niemanden außer Ihm“ – aber dieser Eine erschafft sowohl unseren heutigen Zustand, als auch unseren folgenden Zustand, der Ihm entgegengesetzt ist, sowie alle Möglichkeiten für das Begreifen meiner Empfindungen. Und ich soll sie als die speziell für mich durchdachten, notwendigen Mittel betrachten.

Es gibt nichts Überflüssiges in mir und in der ganzen Umwelt, in allen inneren und äußerlichen Bedingungen, alles ist ideal organisiert, um mir zu helfen, die Kraft des Wunsches zu mobilisieren und den folgenden Zustand zu erlangen. Und wenn ich zum Aufstieg nicht bereit bin, dann bin ich nicht aufmerksam genug und beachte nicht das, was mit mir geschieht.

Deshalb müssen wir den Schöpfer in voraus rechtfertigen, ungeachtet des ungeeigneten, unangenehmen, schlechten Zustandes, in dem wir uns befinden. Denn es ist das gute Zeichen und eine riesige Hilfe, die anhand dieses schweren Zustandes mich aufs Ziel ausrichtet, mich vorankommen lässt.

Der heutige, unangenehme Zustand hilft mir also. Aber nach dem Aufstieg auf die höhere Stufe empfindet der Mensch seinen neuen Zustand als angenehm. Und trotzdem, soll er weiterhin hinaufsteigen wollen. Das heißt er muss zusätzlich arbeiten, um die Mängel am laufenden Zustand zu erkennen. Und es ist gar nicht einfach.

Wir befinden uns heute in einem schweren Zustand. Und der zukünftige Zustand wird auch ziemlich dunkel sein. Wir sollen unseren folgenden Zustand, als einen für das Vorankommen erwünschten Zustand betrachten um damit mit Hilfe der Umgebung und der Büchern zurecht zu kommen.

Uns sind alle Bedingungen und alle Möglichkeiten gegeben, um auf die nächste Stufe aufzusteigen. Daran soll der Mensch von vornherein glauben, denn wir befinden uns jeden Augenblick des Lebens in den besten Zuständen. Ich habe sowohl im laufenden Zustand, als auch im folgenden all die Mitteln, um aus mir denjenigen zu machen, der ich auf der folgenden Stufe sein soll. Es fehlt uns immer nur das Eine, die Aufmerksamkeit!

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 16.10.2011

Zum Gedenken an meinen Lehrer

Heute vor 20 Jahren ist mein Lehrer gestorben. Baruch Shalom Levi Ashlag ist der letzte große Kabbalist aus der Reihe der Weisen von Adam bis zur heutigen Zeit: Adam – Abraham – Moshe – Rashbi – Ari – Baal haSulam – Rabash und viele Tausende dazwischen.

Rabash hat einen großen Mut bewiesen, indem er die kabbalistische Methode an uns weiter gegeben hat, damit wir sie in dieser Generation an die ganze Welt herantragen können. Ohne seine Arbeit hätten wir diese Möglichkeit nicht gehabt. Ich habe gesehen, wie treu er diesem Prinzip folgte: die Enthüllung der Wissenschaft der Kabbala der Welt über allen anderen Berechnungen.

In den frühen Morgenstunden sind wir nach Jerusalem gefahren und haben sein Grab besucht. Natürlich ist dieser Ort für uns nicht mehr als ein Symbol, eine Tradition, und die Verbindung mit unserem Lehrer ist lebendig und fortdauernd. Wir alle hoffen darauf, zu seinen würdigen Söhnen zu werden, aus diesem Grund haben wir unsere Gruppe „Bnei Baruch“ genannt – Söhne von Baruch Ashlag.

Auszug aus der Fernsehsendung „Gespräche“. Gedenktag von Rabash.

Was denken die Eltern über die Schule

Meinung: 90% der Eltern von Gymnasiasten haben kein Vertrauen in die Lehrer für die Lösung von Problemen und Gewalt in der Schule. Die Hälfte der Eltern haben kein Vertrauen in die Lehrer bei der Bildung ihrer Kinder. 13% der Befragten antworteten, dass es nicht die Rolle des Lehrers sei ihr Kind zu erziehen, sondern die, der Eltern.

54% der Eltern haben nicht die Schule in den letzten Jahr kontaktiert, um zu erfahren wie die Situation ihrer Kinder in der Schule ist. 38% der Eltern haben nur ein einziges mal Kontakt aufgenommen. 72% der Eltern haben zu gestimmt, dass sie nicht einmal eine Email an Lehrer oder Direktor in den vergangenen Jahr geschickt haben.

Mein Kommentar: Wir müssen dringend das System ändern, von Schul- und Bildungssystem in ein Erziehungssystem. Die Kinder sollen in virtueller Form lernen, und sich nur dann wenn dies für Verbindungszwecke notwendig ist, in der Schule versammeln. Es sollen Gespräche und Diskussionen gehalten werden.

Die Prüfungen sollen abgesetzt werden. Es sollen systematische Touren in verschiedene Fabriken und Einrichtungen eingeführt werden. Über das neue Bildung- und Erziehungssystem kann man in der Rubrik Bildung und Erziehung des russischen Blogs nachlesen.

Liebe und Hass

Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen der Umsetzung Ihrer Ratschläge und der blinden Anbetung?

Meine Antwort: Die Grenze ist die kritische Analyse. Ein Mensch, der richtig arbeitet, gibt dem Lehrer nicht recht, empfindet  Hass, Abneigung und völlige Verachtung ihm gegenüber – und gleichzeitig überwindet er das, erhebt sich über sich selbst, nimmt die Größe des Lehrers von ganzem Herzen an und annulliert sich vollkommen vor ihm.

Ein Anbeter hat nur eine Seite der Medaille, er unterwirft sich ohne jegliche Kritik. Von  jedem abfälligen Gedanken flieht er wie vor den Flammen. Bei uns ist es jedoch anders. Das bedeutet nicht, dass man den Protest und die Abstoßung künstlich in sich erzeugen soll.

Fang einfach an, auf den Nächsten zuzugehen, und du wirst sehen, wie sehr du ihn hasst. Der Hass muss sich entsprechend dem Bedürfnis nach Liebe enthüllen, anderenfalls ist er nicht schöpferisch. Wir entfachen ihn nicht, er kommt von allein.

Genau darin besteht die Überprüfung: Liebe und Hass agieren zusammen, parallel zueinander, und der Mensch arbeitet in der mittleren Linie, über ihnen beiden.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 09.09.2011