Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Krise ist ein Weg, um uns dazu zu bringen, das Programm der Natur und die Methode der Korrektur zu akzeptieren

Frage: Wenn es das Ziel der Natur ist, den Menschen zur Anerkennung einer umfassenden lenkenden Kraft zu bringen, was ist dann der Sinn der Krise. Sie führt uns zum gegenteiligen Zustand – zu einem vollkommenen Mangel an Kontrolle und einem Verlust der Macht über alle sozialen Systeme und das persönliche Leben eines jeden Einzelnen? Wie wird uns das näher zur Anerkennung einer umfassenden lenkenden Kraft bringen, wenn alles, was passiert genau das Gegenteil ist?

Antwort: Wie kann es sonst geschehen?
Die Menschen verlieren die Kontrolle über ihre Finanzen, über ihre Armeen und Truppen und über absolut alles. Eltern haben die Kontrolle über ihre Kinder verloren, Lehrer über ihre Schüler. Die Menschen haben die Kontrolle über ihre Familien verloren und sogar über ihre Instinkte. Seht Euch nur an, was auf der Welt los ist! Wir haben alles verdreht: wir leiden an psychischen Störungen, wir haben uns von der natürlichen Sexualität wegbewegt, wir sind von Drogen abhängig, Menschen nehmen sich das Leben und so weiter. Seht Euch nur an, was in der Welt passiert! Was will uns all dies sagen?

Es ist der Weg der Natur uns zu zeigen, dass die Welt die Kontrolle über sich selbst verliert. Sogar wenn wir Beziehungen zueinander aufbauen wollen, weil wir sehen, dass wir dadurch etwas Positives erreichen können, werden wir feststellen, dass wir unfähig dazu sind. Jeder wird auf seiner Position beharren und keiner wird nach einer Verbindung zum anderen suchen. Sogar wenn uns gesagt wird: „Aber Du wirst sterben, wenn Du dich so verhältst!“ werden wir immer noch vollkommen hilflos dastehen und nur antworten können, “ Aber wir können nicht anders!“ Jeder Mensch wird feststellen, wie schwach er seiner eigenen Natur gegenüber ist. Mit anderen Worten das ganze ist nötig, damit wir das Schlechte in uns entdecken.

Die Menschen werden die Wissenschaft der Kabbala entdecken müssen – das Programm der Natur und die Methode der Korrektur. Dies wird uns entweder durch die Natur auf dem Wege unermesslichen und unvorstellbaren Leidens aufgezwungen werden, oder wir können es von den Kabbalisten akzeptieren, die es der Welt nun enthüllen. (Aus dem Unterricht über Baal HaSulam’s Artikel „Ein Prinzip“, vom 10.03.09)

Kabbala Akademie

Wir alle sind weiblich In Bezug auf den Schöpfer


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, was es in der Spiritualität bedeutet, eine Frau zu sein:

Frage: Sie sagen, dass eine Frau, um spirituell voranzukommen, dem männlichen Teil der Weltgruppe helfen muss, und sie dadurch ihre Erfüllung erlangen wird. Jedoch wenn eine Frau den direkten Wunsch „dem Schöpfer ähnlich zu sein “ ausdrückt, lacht jeder darüber. Sollte sich eine Frau dieses Wunsches schämen, wenn sie ihn hat?

Meine Antwort: Sorgen Sie sich nicht. Ganz im Gegenteil: Wir alle, Männer ebenso wie Frauen – alle Seelen, sind der weibliche Teil des Kli. Wir sind alle das Verlangen in Bezug zum Schöpfer, welcher der männliche Teil ist, der Eine, der uns erfüllt.

Frage: In diesem Leben bin ich weiblich. War ich in meinen vorigen Leben immer weiblich? Wenn ich die Angleichung der Form in dieser Lebenszeit erreiche, werde ich in der Spiritualität weiblich sein? Wenn es so ist, wird dann ein Mann in der Spiritualität auch männlich sein, oder weiblich, weil er mit Licht in seinem Gefäß gefüllt wird, welches weiblich ist?

Meine Antwort: Sie waren immer weiblich, und Sie werden bis zur Endkorrektur weiblich sein.

Verwandtes Material:
Blog-post: Über die Männer und Frauen in unserem Innern
Blog-post: Männern, Frauen und die Korrektur der Seele
Blog-post: In der spirituellen Welt verbinden sich die Seelen von Männern und Frauen wie…

Jeden Tag bringt uns das Leben Gelegenheiten, in der Spiritualität aufzusteigen


Zwei Fragen, die ich bezüglich der Rolle der Kabbala im täglichen Leben erhalten habe:

Frage: Ich studiere intensiv Kabbala und war auf dem Kongress 2009. Je mehr ich beginne, Kabbala zu verstehen, desto mehr möchte ich weg von der egoistischen Gesellschaft. Ist das nicht egoistisch meinerseits?

Meine Antwort: Wir müssen in dieser Welt existieren und sie durch unsere Beteiligung in ihr besser machen. Du solltest den Einfluss der Welt eher als Hilfe, denn als Hindernis erkennen: es ist „Hilfe gegen dich.“ Diese Hemmungen sind eigentlich beständige Zusätze zu deinen Verlangen (Awiut) und mit ihrer Überwindung wirst du zum Schöpfer aufsteigen. Ohne sie wirst du der Möglichkeit des Aufstiegs beraubt sein.

Frage: Wie kann ich Kabbala in mein tägliches Leben einbauen? Ich fühle, dass mich die Umgebung wirklich beeinflusst. Bedeutet die Tatsache, dass ich Kabbala studiere, dass ich meine anderen Interessen vergessen muss?

Meine Antwort: Begib dich, ohne dich zu etwas zu zwingen, unter den Einfluss der Gruppe und des Studiums. Beginne dich in der Verbreitung und der Lehrtätigkeit einzubringen und dann wirst du dich schrittweise von deinen anderen „Interessen“ entfernen. Später werden andere Hürden auftauchen und du wirst dieselben Mittel gegen sie einsetzen müssen, bis du das Stadium der kompletten Vereinigung mit anderen und einen Sinn für die Höhere Kraft darin erreicht hast.

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein aufrichtiger Wunsch wird immer vom Licht erfüllt
Blog-post: Warum sind wir hier?
Blog-post: Studium, Arbeit und Verbreitung
Rabash, Shlavei HaSulam: Die Wichtigkeit der Gruppe

Die Änderung der durch die Massenmedien verbreiteten Information ist von höchster Wichtigkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Müssen sich die Massenmedien und unsere Kultur ändern?

Meine Antwort: Definitiv. Tatsächlich ist dies das

Wichtigste. Die Massenmedien müssen als globales Erziehungssystem dienen, indem sie das Wesentliche des Globalisierungsprozesses erklären. Das sollte ihre primäre Verantwortung sein.

Alle Kommunikationsquellen und alle Kanäle, die die Menschen mit Informationen versorgen, sollten 24 Stunden pro Tag darauf verwenden, den Leuten Wissen darüber zu geben, wie sie ihr Leben unter den neuen Bedingungen organisieren sollen. In Wahrheit ist das die einzige Sache, welche die Leute hören wollen, weil alles um sie herum zerfällt und dieses Wissen gibt ihnen die einzige Sache, die sie retten kann.

Wenn Millionen von Menschen anfangen darüber nachzudenken, dann wird dieser Gedanke überall vorherrschend sein. Letzten Endes gibt es für die Gedanken keine Distanz, denn worüber auch immer Menschen an einem Ort denken, kommt augenblicklich an anderen Orten zum Ausdruck. Die Kraft der Gedanken von Millionen von Menschen ist enorm und kann dafür sorgen, dass alles in Lichtgeschwindigkeit enthüllt wird. Demzufolge wird die Korrektur viel schneller geschehen als die Korruption. Während sich der Prozess des Abfallens der Generationen über Jahrtausende vollzog, kann die Korrektur in wenigen Monate stattfinden.

Die Kabbala erklärt den Prozess unserer Entwicklung. Niemand macht diesen Prozess aus eigenem Willen durch; jeder ist durch den Druck der Umstände dazu gezwungen teilzunehmen. Niemand fragt nach unserem Einverständnis, um an diesem Prozess teilzunehmen, weil Egoisten nie einverstanden wären, etwas aufzugeben und sich zu vereinen.

Dennoch werden Menschen fähig sein, dies zu tun, weil sie sich ihrer Probleme entledigen wollen! Und sie müssen wissen, dass es keine andere Lösung gibt. Die Erklärung muss auf Beweisen aus der Natur und der Wissenschaft basieren und sie muss die Meinungen von Wissenschaftlern und Spezialisten der Fachbereiche Ökonomie und Finanzen zitieren. Dann werden die Menschen davon überzeugt sein, dass es keine andere Wahl gibt, als sich in der globalen Welt zu vereinen, welche durch den „Schmetterlingseffekt“ dominiert wird.

Es gibt keine andere Wahl – wir werden dies tun müssen! Was können wir sonst tun, wenn es das ist, was die Natur von uns verlangt? Wir können entweder sterben oder leben – die Wahl liegt bei uns!

(Aus der Lektion vom 08.03.2009 über den Artikel „Ein Gebot“ von Baal HaSulam)

Verwandtes Material:
Blog-post: Die französische Fernsehreform ist eine lobenswerte Initiative

Gordon Browns Appell an das Gewissen der Banken wird kein Gehör finden


In den Nachrichten (Number10.gov.uk): Ein Auszug aus der Rede des britischen Premierministers Gordon Brown in der St. Pauls Kathedrale am 31. März 2009: „Die meisten Menschen, die hart gearbeitet haben, um ihr Unternehmen oder ihren Laden aufzubauen, verstehen, was es bedeutet, ein verantwortungsvolles Risiko einzugehen. Sie verstehen aber nicht, warum ein Unternehmen Versagen belohnt oder wie manche Leute unsagbar reich geworden sind, indem sie das Geld anderer Leute falsch angelegt haben. Unsere Aufgabe heute ist es, den Finanzmärkten die Werte näher zu bringen, die in Familien und bei Geschäftsleuten überall im Land gelten.“

Mein Kommentar: Die Banker werden diese Worte nicht verstehen. Und das ist der Grund:

Unser Egoismus durchläuft eine graduelle Entwicklung von den körperlichen Bedürfnissen (Nahrung, Sexualität, und Unterkunft) zu sozialen Bedürfnissen, die sich unter dem Einfluss der Gesellschaft entwickeln (Wohlstand, Macht, Ruhm, Wissen). Bei manchen Menschen ist ein Bedürfnis vorherrschend. Ein solcher Mensch kann die anderen Bedürfnisse nicht verstehen. So kann z.B. jemand, der sich auf der Ebene des „Wohlstands “ befindet, nicht von höheren Bedürfnissen, wie Macht, Ruhm oder Wissen angezogen werden. So sind die Banker.

Politiker hingegen, sind auf einer etwas höheren Ebene. Sie streben nach „Macht“ und „Ruhm“ und sind bereit diese mit Geld zu kaufen. Banker hingegen sind bereit für Geld alles aufzugeben. Daher wird Browns Aufruf an sie einfach überhört werden.

Was sollten wir stattdessen tun? Wir sollten ein Erziehungssystem aufbauen und so den Einfluss der Gesellschaft nutzten. Dies wird die Entwicklung der Menschen beschleunigen, da die Gesellschaft Einfluss auf die sozialen Bedürfnisse hat und bestimmt, welche wichtiger und welche weniger wichtig sind.

Die praktischen Schritte, die wir machen müssen, bestehen darin, die Öffentlichkeit unter Nutzung aller Medienkanäle, die neue globale Welt zu lehren. Die Menschen müssen das Konzept der globalen gegenseitigen Abhängigkeit verstehen lernen, wo jeder Mensch vom anderen abhängig ist. Das ist das Gesetz der Natur, und wir müssen damit beginnen, es auf uns selbst anzuwenden. Wir können die Umsetzung dieses Gesetzes nicht umgehen. Durch seine Umsetzung werden wir in allen Aspekten des Lebens einen Nutzen spüren.

Indem sich die Menschen vereinigen, werden sie alles haben, wonach sie verlangen


Die meisten Menschen wollen nur eine Sache: Sich gut fühlen. Ihr Ziel ist ein gutes, sorgenfreies Leben: einen Job, ein Bankkonto, soziale Kontakte und eine Krankenversicherung zu haben. Sie wollen ein Heim mit Strom- und Wasseranschluss, einen nahegelegenen Supermarkt und andere Vorzüge. Sie möchten, dass ihre Kinder eine gute Erziehung erhalten und alles wie am Schnürchen läuft. Genau das wollen sie.

Daher erfolgt ihre Korrektur durch ihre Verbindung mit den anderen, indem sie über die Verbindung zwischen den Menschen auf der materiellen Ebene hören. Sie sind voneinander getrennt und haben keine andere Möglichkeit sich zu vereinigen. Mit der Zeit werden sie jedoch verstehen, dass gegenseitiger Kompromiss und gegenseitiges Geben etwas viel Größeres beinhalten, als was sie anfänglich zu erhalten erhofft haben.

Neben einem Bankkonto, einer Krankenversicherung, Pension und einem Gehaltsscheck gibt es eine höhere Ebene des Lebens, und diese kann von jeder Person gefühlt werden! Wenn ein Mensch die Höhere Kraft der Natur, den Fluss des ewigen Lebens wahrnimmt, dann verschmilzt alles, was ihm oder ihr vor Eintritt in diese Welt geschehen ist, alles in diesem Leben und alles was danach geschehen wird, in eine einzige Realität. Ein Mensch enthüllt dann den verborgenen Teil des Universums und beide Teile vereinigen sich.

Die Menschen beginnen dies als Konsequenz ihrer Vereinigung zu begreifen, weil sie eine kleine Lichtmenge genau aus dieser Vereinigung empfangen. Das wird jedoch auf der nächsten Stufe geschehen. Vorerst sind wir nur mit der Vereinung beschäftigt, die notwendig ist, um gut auf der einfachen, körperlichen Ebene zu leben. Das ist alles – mehr gibt es nicht! Was bedeutet es „gut zu leben“? Es bedeutet, dass man alles erhält, wonach man verlangt!
(Aus dem Unterricht über Baal HaSulam´s Artikel „Ein Gebot“ am 08.03.2009)

Vom „Ich“ zum „Wir“

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Offener Brief an die G20: Wegbeschreibung aus der Krise


Ein offener Brief an die Führenden der G20 im Hinblick auf ihr Treffen am 2. April in London

Thema: Der Zustand der Welt

Liebe Führer der G20,

mein Name ist Michael Laitman, ich bin Professor für Ontologie, PhD in Philosophie und Kabbala sowie Master of Science in medizinischer Biokybernetik. Ich bin Gründer und Präsident von Bnei Baruch, eine in Israel gegründete internationale Organisation mit Zweigstellen in Nordamerika, Zentral- und Südamerika und Europa (Ost und West). Auf meiner Webseite www.kabbalah.info gebe ich einer Zuhörerschaft von 2 Millionen Menschen weltweit täglich kostenfreien Unterricht in Kabbala und Spiritualität. Der Unterricht wird simultan in sieben Sprachen übersetzt: Englisch, Spanisch, Hebräisch, Russisch, Französisch, Türkisch und Deutsch. Ich besitze auch den Fernsehkanal 66 beim israelischen Satelliten- und Fernsehprovider YES.

Ich schreibe Ihnen in ernster Sorge um die Zukunft der Welt. Der Grund, warum ich mich an Sie wende, liegt in meiner Überzeugung, dass Sie die einzigen sind, die eine sichere Welt garantieren können, in der alle Menschen ungeachtet ihrer Religion, Herkunft, Geschlecht oder Nationalität ein Leben in Frieden, Gesundheit und Unabhängigkeit führen können.

Ich möchte zunächst meine tiefsten Respekt und meine Bewunderung für Ihre Initiative zum Ausdruck bringen, durch die Sie sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene dafür einsetzen, diese mehrdimensionale Krise, der wir derzeit ausgeliefert sind, zu lösen. Wie Sie selber schon öfters in Ihren Ansprachen erwähnten, liegt die Einmaligkeit der heutigen Krise in der Globalisierung. Daher ist auch eine globale Lösung von Nöten. Doch bevor ich meinen Lösungsvorschlag präsentiere, möchte ich kurz auf die Ursachen der Krise eingehen.

Die Wurzel der Krise – das globale Ego

Wenn wir die Menschheitsgeschichte analysieren, wird offensichtlich, dass die Menschheit durch die Kraft des egoistischen Wunsches, welcher sich in uns seit Anbeginn der Zeit entwickelt, angetrieben wird. Mit der Entwicklung dieses Wunsches erfanden wir immer ausgefeiltere Methoden, ihn zu befriedigen.

Im 21. Jahrhundert aber änderten sich die Spielregeln. Wir wechselten von einer „persönlichen“ Entwicklung zu einem integralen System, in welchem alle Teile voneinander abhängig sind. Das Ego, welches unser Hauptantrieb war, wurde zu einem globalen Ego, welches uns alle in einem Teufelskreis verbindet. Von dem Moment an, als wir uns zu einem globalen und integralen System vereinten, wurden wie bei jedem anderen System in der Natur unsere Stärke und Zukunftsfähigkeit von dem gegenseitigen Verantwortungsgefühl aller Menschen abhängig.

Ein Problem wurde offensichtlich: Während unsere Beziehungen immer mehr in einander griffen, verhielten wir uns selbst aber nach wie vor egoistisch – daher die Krise.

Die Lösung – Bildung
Das geschlossene System der Zivilisation treibt uns dazu, die Wichtigkeit einer bewussten Beteiligung der gesamten Menschheit zu erkennen. Unsere gegenseitige Abhängigkeit nötigt uns dazu, dass wir alle dieses System verstehen und uns rücksichtsvoll den anderen gegenüber verhalten.

Daher setzt die Lösung der Krise eine Veränderung des Bewusstseins aller Menschen voraus. Jede Person muss erkennen, dass in einer globalisierten Welt das Schicksal des einzelnen in seiner Einstellung den anderen gegenüber liegt.

So wie wir ein Bildungssystem etabliert haben, das unsere Kinder auf das Leben vorbereitet, müssen wir nun ein globales System erschaffen, das erklärt, wie die Menschen ihr Leben in einer neuen globalisierten Welt leben sollen – entsprechend dem Prinzip aller Religionen „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Wenn wir so ein System etablieren, werden wir umgehend den Heilungsprozess der Gesellschaft spüren, denn wenn sich die Menschen der neuen Gesetze der Welt gewahr sind, werden sie sich zueinander auf neue Art und Weise verhalten, in Fürsorge.

Wir müssen die Wirtschaftssysteme und die politischen Systeme erneuern, denn alle anderen Systeme werden sich entsprechend unseres Bewusstseins der Verbundenheit bzw. unserer Vernetzung anpassen.

Wir sind mit einer facettenreichen globalen Krise konfrontiert. Daher benötigen wir eine globale Bildung, um richtig auf die diversen speziellen Krisen zu reagieren.

Der Arbeitplan

Weil die überwiegende Mehrheit der Menschen sich durch die öffentliche Meinung beeinflussen lässt, müssen wir, um den Fokus der Menschheit auf eine konstruktive Geisteshaltung zu verlagern und um ein neues Wertesystem zu erschaffen, die Kraft der Gesellschaft nutzen.

Daher schlage ich folgende Schritte vor:

  • Ein internationales unpolitisches Bildungszentrum zu etablieren, in dem sich berühmte Wissenschaftler der harten Wissenschaften und der politischen Wissenschaften der ganzen Welt versammeln. Diese Experten werden eine Vielfalt von erläuterndem Inhalt über den neuen Zustand der Welt entwickeln und mit den Medien zusammenarbeiten, um ihre Ansichten zu publizieren.
  • Eine Arbeitsgruppe bilden, die die Pläne zur Erhöhung des sozialen Bewusstseins auf der ganzen Welt fördern.
  • Bestimmen, dass jedes Medium Programme produziert, die die Menschen über unsere Vernetzung informieren und dies mindestens 30 Minuten täglich zur Hauptsendezeit.
  • Alle großen Werbeagenturen darüber in Kenntnis setzen, dass Werbungen, die einen negativen Effekt auf die Gesellschaft haben können, nicht im öffentlichen Radio und TV ausgestrahlt werden.
  • Zusätzlich sollten wir eine von den Regierungen unterstützte Kampagne starten, die aufklärende Informationen über das Ausmaß unserer Vernetzung bzw. Verbundenheit anbietet.
  • Jede Schule dazu verpflichten, in ihrem Lehrplan Hinweise zu den Regeln, die sich aus der neuen Gesellschaft ergeben, aufzunehmen. Damit einher sollte es einen täglichen Unterricht geben, in dem Studenten die menschlichen Beziehungen, die in einem globalisierten Zeitalter vorherrschen, diskutieren können.
  • Preise und andere finanzielle Zuwendungen für Produktionen in Literatur, Kunst, Kino, Theater und Journalismus entsprechend dem Ausmaß ihres Nutzens für die Gesellschaft vergeben.

Als Anführer der größten Länder könnten Sie die Institution einer globalen (Aus-)Bildung einführen, die die Welt so verzweifelt braucht.

Indem Sie das tun werden die Länder nicht nur ihre Sorge um die Menschheit beweisen sondern sie sogar vorantreiben.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Laitman

Die globale Krise hat viele Gesichter


In den Nachrichten (The Independent): Wie zwei neue Berichte zeigen, steht die Menschheit vor einem „Bankrott der Wasserreserven“, einer Krise, die sogar größere Ausmaße aufweist, als der finanzielle Zusammenbruch. Es wird hinzugefügt, dass sich die Folgen bereits auswirken und es keine Möglichkeit geben wird, den Wassermangel auf der Erde zu vermeiden.

Mein Kommentar: Wir werden nicht verdursten! Wir werden Whisky trinken…

In den Nachrichten (The Guardian): „Zehn verlorene Jahre: Die Drogenbekämpfung der Vereinten Nationen erweist sich als Fehlschlag, so eine kritischer Bericht.“ In Bezug auf die bestehende Strategie zur Drogenbekämpfung, so die Autoren, gebe es „keine Hinweise, dass das globale Drogenproblem kleiner geworden sei.“ Die Hersteller und die Vertreiber hätten sich nur anders organisiert. Der Versuch der Zerschlagung des lokalen Handels scheiterte in den meisten Ländern.

Mein Kommentar: Dies geschieht, weil die meisten Menschen immer unzufriedener mit ihrem Leben sind, vor allem die jüngere Generation, die einen Sinn im Leben zu finden versucht.

In den Nachrichten (übersetzt aus Samara Today): Das Russische Innenministerium rät Bewohnern von Wohnblocks, sich zu vereinen und Selbstverteidigungskommandos zu organisieren, um ihr Heim vor Vandalismus und Kriminelle zu schützen.

Mein Kommentar: Die Russischen Städte könnten bald so aussehen, wie im Mittelalter….

Die Entwicklung der Reshimot in der Geschichte

Eine Frage, die ich erhielt: Bitte zeigen Sie mir praktisch, indem Sie Beispiele aus der Geschichte gebrauchen, wie Reshimot sich verändern.

Meine Antwort: Die periodische Veränderung unserer Einstellung zum Leben wird von den sich verändernden „Genen“ in uns vorgegeben (Reshimot, was vom Wort Roshem – „speichern“ auf Hebräisch – stammt). Die Stufen der Veränderung des Egoismus sind in jedem von uns von Anfang an gespeichert worden, als die gemeinsame Seele sich in viele Seelen teilte.

Reshimot werden in einer ansteigenden und aufeinanderfolgenden Anordnung in uns enthüllt: 0-1-2-3-4. Daher brachten die Reshimot in den Anfangsstadien ihrer Verwirklichung einen kleinen Egoismus in uns hervor; in diesen Lebenszyklen waren wir „naiv“ – Sklaven und Herren. Als dann fortgeschrittenere Reshimot in uns zum Vorschein kamen, als wir in den nächsten Epochen geboren wurden, verlangten wir danach, freier zu sein, Arbeiter (wie Vasallen oder Leibeigene) zu sein. Frauen wurden ohne ihre Zustimmung unter die Haube gebracht und das wurde als „richtig“ angesehen. Sie liebten ihre Ehemänner, weil ihr kleiner Egoismus ihnen nicht in die Quere kam. Das war die akzeptierte Norm.

Und als sich danach noch fortgeschrittenere Reshimot in uns äußerten, verlangten wir danach „freie“, bezahlte Arbeiter zu sein, und Arbeitgeber anstatt Herren. Wir wollten Freiheit und Gleichheit (einschließlich für Frauen), und so weiter.

Die Reshimot rufen Verlangen in uns hervor und die Verlangen fordern den Verstand heraus, zu bekommen, was wir verlangen. Heute können wir Nationen sehen, in denen in der gleichen Epoche unterschiedliche Reshimot zum Ausdruck kommen und somit leben wir nicht in einem einzigen kulturellen Bereich, sondern in unterschiedlichen Kulturen und Formationen. Die Globalisierung hat jedoch eine rasche Verwirklichung der Reshimot in jedem Einzelnen und in allen zusammen zur Folge.

In Bezug auf die Wahlmöglichkeit:

  • Ehe (freiwillig – aus Liebe oder erzwungen – die Braut stehlen, ein Lösegeld zahlen, auf Befehl des Vaters heiraten und so weiter),
  • Macht (zwangsweise – obgleich später akzeptiert und geliebt, wie in Russland bis heute; durch die Wahl; oder ererbt),
  • Wohnort (ortsgebunden sein, eine Wohnerlaubnis haben, ein Ausweissystem, sich frei bewegen können),
  • und entsprechend anderer Anzeichen kann man sagen, welche Reshimot sich in einer Nation oder einer Zivilisation verwirklichen.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir erheben das ganze Universum bis zum Schöpfer
Blog-post: Geschichte ist die Entwirrung der Reshimot in uns