Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Rav Kook, Briefe, Vol.1

Rav Kook, Briefe, Vol.1 (in einer Abkürzung)

Wir müssen unsere Verbindung so ausrichten, …dass all unsere Kräfte, sich zu einer Kraft vereinigen. Dann wird sie sich von alleine über die ganze Welt ausbreiten, entsprechend ihren Eigenschaft, und wird einen weiten Platz für andere Seiten des Lebens schaffen… Damit das Leben frei ist, nicht so „ernst“ und schwierig, kehrt es zu der ewigen Vollkommenheit zurück.

Im Großen und Ganzen war die Gründung einer Bildungseinrichtung in Israel, welche im Momment noch klein im Ausmaß und offiziell fast unbemerkt ist, mit dem Ziel des Kabbalastudiums, kombiniert mit der Mittellinie, für die Verbreitung des Wissens und die Erleuchtung des Lebens notwendig; das ist ein echtes Petah Tikva.

Anmerkung: „Petah Tikva“ – wird als „Tore der Hoffnung“ übersetzt. So heißt auch die Stadt, in welcher sich heute die Organisation Bnei Baruch befindet.

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Was ist unser Leben? – Ein Spiel!

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man die Kraft des Gedankens ausnutzen, um die Gefühle zu harmonisieren?

Meine Antwort: Und wofür? Der Eine hat laut seiner Natur eine mehr entwickelte Vernunft, und der Andere – die Gefühle. Wir sollen unterschiedliche Charakter oder Temperamente haben.

Jeder Mensch – ist einzigartig, jeder soll sich in die Gruppe mit seinen Eigenschaften einreihen, um darin den Eindruck über das Zerbrechen zu bekommen.

Es gibt die Welt der Unendlichkeit, und darunter die Welt des Zerbrechen, worin das Zerbrechen der Kelim geschah. Die Lichter aus der Welt des Zerbrechen stiegen zurück in die Welt der Unendlichkeit hinauf, und Kelim sind in unsere Welt gefallen. So ist eben die ganze Realität.

In dieser Welt sollen wir die zerbrochenen Kelim finden und verstehen, was in uns zerbrochen ist? Wir sollen den Hass offenbaren! Mit Hilfe des Studiums kommt das Licht und zeigt auf, was uns für die spirituelle Offenbarung notwendig ist. Es öffnet uns die Stelle des Zerbrechen, entkleidet den gegenseitigen Hass. Wenn wir ihn enthüllen, dann geschieht in uns das Begreifen des Übels und wir bekommen der Wunsch, das Gute zu erreichen.

Zwischen dem Guten und dem Übel, zwischen dem Wunsch und der Wirklichkeit, entsteht der Gedanke. Der Gedanke vergrößert den Wunsch. Der Wunsch richtet uns in die Gruppe, wo der Hass herrscht, wie der Berg Sinaj, und wir wollen folglich diesen Hass in die Liebe verwandeln.

Dieser Wunsch fordert aus der Welt der Unendlichkeit das Licht, das zur Quelle zurückführt, als Antwort auf auf das Bedürfnis nach der Korrektur, und wir korrigieren das Zerbrechen. Wir korrigieren also die Welt des Zerbrechen mit Hilfe unseres Wunsches, unseres Gedankens.

Der Schöpfer hat dieses Bild absichtlich zerbrochen und gab dir dieses „Lego“, das du so lange sammelst, bis alle seine Teile zusammen verbunden sind, wonach du diese Welt bis zum Niveau der Welt der Unendlichkeit erhebst. Es gibt nichts anderes in der Schöpfung, außer diesem Spiel, und in den Kabbala Büchern heißt es auch – das Spiel.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 21.10.2010

 

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Vom Jenseits zur Realität

Eine Frage, die ich erhielt: Hindert das ernsthafte Studium der Kabbala einen Menschen daran, religiös zu bleiben?

Meine Antwort: Wenn der Mensch religiös war, hindert Kabbala ihn nicht daran, seine Gewohnheiten als traditionelle Bräuche, als einen Teil der Kultur seines Volkes beizubehalten.

Er kann jedoch nicht mehr blind an das Jenseits und an die Belohnung/das Paradies oder die Bestrafung/die Hölle darin zu glauben, denn er beabsichtigt, den Schöpfer bereits in diesem Leben zu enthüllen. Das Eine widerspricht dem Anderen.

Er hört allmählich auf, auf eine Belohnung, die ihn irgendwo dort nach dem Tod, in einer anderen Welt erwartet, zu hoffen – wenn auch mit Mühe, verschwindet dieses Bild dennoch allmählich, und alle seine Erwartungen verlagern sich in die Gegenwart – die Enthüllung hier und jetzt! Die ganze Aufmerksamkeit verlagert sich von Jenseits ins Diesseits, in dieses Leben.

Auf diese Weise verändert sich seine Haltung der „zukünftigen Welt“ und dem Schöpfer als einer Realität gegenüber, der er sich nähert und die er vorhat, hier, in diesem Leben, zu enthüllen. Darin besteht sein Ziel, der Sinn seines Lebens, dafür lebt und befolgt er die Ratschläge von Kabbalisten.

Aus diesem Grund ist es für den Menschen schwer, in seiner früheren religiösen Umgebung zu bleiben, denn er spürt, dass er ihr im Geiste nicht mehr entspricht.

Diese Menschen glauben immer noch an die Belohnung nach dem Tod und bestimmen dadurch alle ihre Handlungen. Und sogar die Belohnung in dieser Welt stellen sie sich anders vor. Deshalb spürt er einen Unterschied zu ihnen, und Unterschiede entfremden.

Das führt jedoch nicht zu einer Verachtung der Religion gegenüber, weil diese Form letztendlich die gesamte Menschheit zur Kabbala bringen soll – zur wahren Erkenntnis des Schöpfers und des Lichts.

Wir, die Kabbalisten, haben Achtung vor jeder Glaubensrichtung. Die Religion wurde von Abraham gegründet und bleibt solange bestehen, wie sie von den Menschen gebraucht wird, bis sie reif für die Erkenntnis des Schöpfers sind.

In dem Ausmaß ihres Heranreifens werden sie von der Religion zur klaren Enthüllung übergehen und allmählich ihr Ziel verändern – uns ist jedoch verboten, diesen Entwicklungsprozess anzutreiben. Wir zeigen nur, was für Möglichkeiten der Mensch hat.

Und natürlich kommen zuerst die nichtreligiösen Menschen zu Kabbala, denn sie spüren eine größere Unzufriedenheit als religiöse Menschen.

Der Mensch von Welt dachte, dass er über sein Leben verfügt, und stellt plötzlich fest, dass er absolut unfrei ist – das demütigt ihn und zwingt ihn, abzuschalten oder sich an die Kabbala zu wenden.

Ein religiöser Mensch denkt aber noch, dass er den Schöpfer hat, der sich immerhin um ihn kümmert, und wird deshalb, wenn er kann, die Augen auf alles verschließen und zu einem noch größeren Fanatiker werden, um sich vor den Zweifeln und der Leere zu schützen.

Und er wird Kabbala, die ihm die Augen dafür öffnet, dass es nur ein Ziel gibt – die Enthüllung des Schöpfers –, noch mehr hassen. Und dennoch ist er besser vor Erschütterungen geschützt – bis diese Unzufriedenheit zu ihm vonseiten der Natur, des Schöpfers kommt und anfängt, aus dem Inneren zu sprechen. Dann wird er sich der Kabbala beugen müssen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 30.11.2010

Schrei in der Wüste

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet MaN zu erheben?

Meine Antwort:
MaN heißt, die Bitte dem Schöpfer ähnlich zu werden. Sie entsteht, wenn der Mensch sich so hilflos fühlt, als ob er sich in der Wüste befände.
Er ist nackt und er hat nichts, er ist kraftlos und die anderen können ihm nicht helfen. Er versteht, dass er nicht die geringste  Möglichkeit hat, das Geben und die Liebe zu erreichen.

Er kommt sich wie ausgetrocknet vor und von “Löwen”, Verlangen, die ihn “auffressen”,  umgeben. Sein Leben ist in Gefahr und er kann nicht aus diesem Zustand zum Geben herausfinden.

Die ganze Welt liegt vor seinen Füßen, außer dem Geben und der Nächstenliebe, der Liebe zum Schöpfer. Womit sein Egoismus sich auch beschäftigen mag, wenn darüber nicht die Eigenschaften des Gebens und der Liebe herrschen, ist der Mensch in der Wüste verloren.
In dieser Wüste, in der Wüste des Egoismus wird sein spiritueller Ruf so stark, dass er schreit, und dieser Schrei erreicht das Ziel.

Aus einem Sohar-Unterricht. Vorwort, 28.11.2010

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Lass den Schöpfer an dir arbeiten!

Eine Frage, die ich erhielt: Von Anfang an des Unterrichtes fühle ich, dass ich mit mir selbst kämpfe, um in der richtigen Absicht zu bleiben und dass ich ständig versagen muss.

Wie kann ich nur hoffen, dass ich jemels in diesem Krieg siegen kann?

Meine Antwort: Wenn du mich fragst, sage ich dir nur eines: Wenn der Mensch sich mit der Gruppe und mit dem Lehrer und mit all den möglichen Mitteln nicht verbindet, wird er nicht aushalten können.

Nur die Geduld und die Hartnäckigkeit… sich „mit den Zähnen“ festzuhalten und eigenen Platz zu finden und fortschreiten gegen sein eigenes Ego wird helfen.

Wenn du dich hier befindest, wenn du die ganze Zeit unzufrieden bist, jede Minute fliehen möchtest und doch hier bleibst, sag zumindest „danke“ dafür. Denn das ist schon irgendeine Verbindung. Es ist unwichtig, dass du „nackt bist und nichts hast“, wie es über den König David geschrieben steht, aber du hast irgendwelche Verbindung zur Tora.

Was kann man machen… Wir verstehen nicht bis zum welchen Maß wir unsere innere Arbeit durchführen müssen. Wir können das nicht sehen. Aber der Mensch urteilt immer sich selbst. Er vergisst, dass er es mit dem Schöpfer zu tun hat.

Denn das alles bringt dir der Schöpfer, er spielt mit dir. Er will aus dir deine ganze Sturheit herausziehen, all deine Dummheiten, deine Stumpfheit in der Vernunft und in dem Herzen. Er zieht dich in verschiedene Seiten, lässt dich nicht für einen Moment in Ruhe.

Lass ihn an dir arbeiten! Was kann man machen… Wie lange dauert es noch? Je mehr du ertragen kannst, desto schneller wird er seine Arbeit vollbringen.

Aber wenn du nicht dulden kannst und jede Minute schreist: Oh Nein, nur nicht das!“, vermindert er Seine Einwirkung, denn Er geht mit dir zusammen. Und es stellt sich heraus, dass du dich sehr sehr langsam bewegst.

Die Bereitschaft zu dulden, das ist alles. Er zeigt dir wer du eigentlich bist, im Maß deines Geduldes. Wenn du das nicht nur siehst, sondern auch bereit bist, viel Kraft darin zu investieren um diese Sachen richtig zu sortieren: „Wozu habe ich das? Warum? Woher? Von Wem? Was mache ich damit jetzt gerade?“.

Wenn du tatsächlich all deine Kräfte darin investierst, machts du Fortschritte. Wenn nicht, machst du weniger Fortschritt. Aber in jedem Fall, jeder, der sich in diesen Rahmen befindet schreitet fort.

Das nimmt Jahre. Aber so ist der Weg. Manchmal dauert es von 10 bis 20 Jahren. Na und? Was ist es im Vergleich zum Universum, das seit 15 Milliarden Jahren existiert?

Dein Vorvater hat vor 100 000 Jahren die Tiere gejagt um sich mit Essen zu versorgen und er dachte nicht einmal in seinem ganzen kurzen Leben (20 bis 30 Jahre) über die Enthüllung vom Spirituellen, Schöpfer usw.

Schau, wie viele Reinkarnationen hast du schon durchgelebt! Und nur jetzt hast du die Möglichkeit sie wirklich zu realisieren. Alle vorherigen Reinkarnationen kommen jetzt zur ihrer Realisation.

Aus dem Sohar-Unterricht, 29.11.2010

Der Mensch wird durch die Absicht bestimmt

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist die Absicht in mir und warum ist sie so wichtig, wenn der Verstand und die Gefühle bei der spirituellen Entwicklung nicht berücksichtigt werden?

Meine Antwort: Die Absicht ist der Mensch in mir, sie bestimmt, was ich von all dem, was ich in mir habe, will. Alles, was mich ausfüllt: Gefühle, Verstand, Hoffnungen, Phantasien, Träume, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – das alles vermische ich und kläre, was ich von all dem haben will.

In diesem Gemisch verstehe ich nichts, alles ist durcheinander: heute so, morgen anders. Doch was ich will, nennt sich Absicht. Das heißt, ich schaue jetzt über mein Leben und alles, was ich habe, und entscheide, was mir am Wichtigsten ist.

Es gibt einen solchen Punkt, in dem ich etwas entscheiden kann: entweder mich wieder in diesen „Cocktail“ zu stürzen, den ich zusammengemixt habe, und alles vergessen, also zum normalen Leben zurückkehren.

Oder ich erhebe mich darüber und will aus all diesem Gemisch nur das herausfiltern, was mir für das Vorankommen, für das zukünftige Leben nützt. Das ist das, was ich entscheiden muss, und darum ist die Absicht der ganze Mensch.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 25.11.2010

Koste die zukünftige Welt heute noch

Wir können uns noch nicht einmal vorstellen, wie wir leben würden, wenn wir uns einfach als Tiere wahrnehmen würden.Doch die Menschheit hat die Religion/den Glauben, der ihr hilft, ihren Egoismus ein wenig zu zügeln. Und alle diese Glaubensrichtungen basieren auf einem Gedanken – auf dem Gedanken an die Existenz des Lebens nach dem Tod. Doch die Wissenschaft der Kabbala sieht es nicht so. Es gibt einen Zustand, in dem wir jetzt existieren und der „Tod“ heißt, und es gibt einen anderen Zustand, der „Leben“ heißt. Nun die Frage: also ergibt sich daraus, dass mein Dasein in dieser Welt einmalig ist und danach nichts übrig bleibt? Doch was kann zurückkehren? Was hast du, was zurückgekehrt werden könnte? Der Körper ist tot und hat die Kraft verloren, die ihn sich bewegen lies, als ob der Motor plötzlich stehengeblieben wäre… Nun die Frage: Wo ist nun diese Kraft hingekommen? Denkst du, sie ist irgendwohin zurückgekehrt, nach oben, zu „ihrem Platz“? Nein, die Moleküle haben einfach aufgehört, zu funktionieren. Gab es an denen etwa irgendwas Spirituelles? Woher habt ihr auf einmal solche Phantasien? Doch das ist der Glaube, von dem die ganze Welt lebt – zumindest gibt es einen Trost, dass es auch nach dem Tod etwas gibt. Doch warum steht es in den kabbalistischen Büchern geschrieben, dass, wenn wir uns in diesem Leben nicht korrigieren, wir wieder in diese Welt zurückkehren und so immer wieder geboren werden? Es ist wirklich so, man muss nur klären, was das bedeutet! Der Glaube bedeutet in der Kabbala die Erkenntnis – die spirituelle Welt zu sehen und zu fühlen, wie es geschrieben steht: „Kostet und sehet, dass der Schöpfer gut ist“. Ich „schmecke“ Ihn ab, mit allen Sinnesorganen, so dass „alle Knochen sprechen werden“! Das ist kein Glaube, das ist die realste Empfindung, die es nur geben könnte.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 25.11.2010

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Wenn der Wecker klingelt

Die Kabbalisten erzählen in ihren Büchern nur über die Seele, sie beschäftigen sich nicht mit unserer Welt, die sich unter der Linie des Lebens befindet.

Das ist eine Illusion, die uns vorübergehend gegeben wurde, damit wir anfangen, aus diesem Schlaf zu erwachen und das wahre Leben aufzubauen.

Denke nun darüber nach, wie sehr du die Freunde schätzen solltest, die dir helfen können, zum neuen Leben zu erwachen!

Begreife, dass ihr euch gemeinsam in einer Art Schlaf befindet, und das Einzige, was euch als Hilfe gegeben ist, um aus ihm zu erwachen, ist ein kleiner Funke. Als wenn du manchmal schlafen und selbst verstehen würdest, dass wenn du dir Mühe geben würdest, du aufwachen könntest. Jener kleine Hacken, der uns zum Festhalten gegeben wurde, ist eben dieser „Punkt im Herzen“.

Wenn du alle diese Punkte, die erwachen wollen, verbindest und danach verlangst, dass „der Wecker klingelt“, wird die höhere Kraft euch erwecken – sie wird euch aus diesem Traum herausholen. Sonst werden wir alle weiter schlafen.

Die spirituelle Welt kann allein aus diesem Schlaf heraus enthüllt werden. Und unter ihr, unter dem tierischen Dasein, unter diesem Scheinleben gibt es gar nichts.

Nach dem Tod bleibt dir nur das, was du in der Spiritualität zu deinen Lebzeiten erreicht hast! Und woher soll auch etwas Anderes kommen? Warum gibt es das dann nicht jetzt schon? Wie hindert dich dein tierischer Körper daran – wozu soll man jetzt leiden, um später zu genießen?

Wir haben nur das, was innerhalb unseres Verlangens zu genießen wahrgenommen wird. Wenn ich als Ergänzung zur Wahrnehmung meines materiellen Lebens auch noch das spirituelle Leben erhalte, dann werde ich es auch haben. Und es hängt nicht vom materiellen Leben ab – das sind zwei Arten des Verlangens: das eine „für sich“, das andere „um des Gebens willen“.

Das bedeutet, ich werde erst einmal gleichzeitig in zwei Welten leben können, und wenn der Körper stirbt, dann nur in der materiellen Welt. Der tierische Körper stirbt und hört auf, diese Realität in seinen fünf Sinnesorganen wahrzunehmen, als wenn ich jetzt das Gehör verlieren würde. Genauso verschwinden alle materiellen Empfindungen.

Das egoistische Verlangen kann nicht ewig existieren, es hat eine Grenze. Doch wenn du das Verlangen zu geben erhalten hast, ist es unsterblich.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Körper und Seele“ vom 25.11.2010

Die Liebe ist das Gefäß für das Licht!

Wenn wir von der Umgebung die Wünsche des Gebens nicht bekommen, dann werden wir nicht aus eigener Kraft die spirituelle Welt öffnen können. Denn der spirituelle Genuss ist viel größer als der materielle.

Sogar der kleinste Genuss – den wir dann bekommen, wenn wir auf die erste geistige Stufe aus 125 möglichen hinaufsteigen – ist schon unendlich viel größer, als alle Genüsse unserer Welt.

Der winzige Funke des Höheren Lichtes, der in unsere Welt durchbrach, hat infolge „der Großen Explosion“ das ganze Universum geschaffen. Es war nur ein kleiner Funken! Und wir haben vor, das ganze höhere Licht NaRaNChAJ zu öffnen! Und es wird klar, dass hierfür die unbeschränkten empfangenden Gefäße notwendig sind.

Deshalb können wir dieses Licht nicht bekommen, da wir sonst einfach explodieren würden! Wir müssen die äußeren Kelim aufbauen – jeder außerhalb unseres Egos. Deshalb können wir nur infolge des gegenseitigen Einschlusses, infolge der Vereinigung, die großen äußerlichen Wünsche erreichen.

Denn wir baden uns auch jetzt im höheren Licht, aber sind nicht in der Lage, es zu fühlen. Es findet keinen Platz in unserem Inneren, wir haben nichts, außer einem kleinen Funken.

Baal HaSulam schreibt im Brief Nr. 8 über die Kraft des offenbarten höheren Lichtes: „In der Stunde des Begreifens wird das höhere Licht empfunden, das geöffnet wird und auf den Wahrnehmungen und Korrekturen auf dem Weg zurück in die spirituelle Welt basiert. Und es scheint dem Menschen infolge der Vollkommenheit, dass alle seine Leiden einen besondern Wert hatten, weil sie ihm ermöglichten, den Geschmack und die Süße des Lichtes der Einigkeit mit dem Schöpfer zu bewerten.

Folglich werden alle seine Organe und die Sehnen bezeugen, dass jeder in dieser Welt Lebender damit einverstanden wäre, sieben Mal pro Tag sich die Hände und die Beine abzuschneiden, um nur für einen kurzen Augenblick, einmal pro Leben diesen Geschmack der Verschmelzung zu begreifen.

Das heißt wir müssen verstehen, dass die spirituelle Enthüllung unendlich riesig ist und wir müssen hierfür die leeren Wünsche/Kelim vorbereiten. Deshalb steht uns eine große innere Arbeit bevor, welche eigentlich ungewöhnlich leicht sein kann, wenn man sie zusammen und mit der Liebe erledigt! Hier entscheidet alles die Vereinigung!

Wenn ich mich mit den anderen verbinde und fühle, dass ich mich mit ihnen zusammen in einem Kli, Wunsch befinde, dann wird darin das Licht geöffnet.

Deshalb ist es geschrieben: „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“, die Hauptregel der Tora (des Lichtes). Die Liebe ist das Gefäß für das Licht!

Aus der 1. Lektion des Kongresses, 09.11.2010

Die Nabelschnur so lang wie das ganze Leben

Die heutigen Kinder unterscheiden sich besonders von den vorangegangenen Generationen. Sie haben eine andere Wahrnehmung der Welt, die es vorher nicht gab: keine zweidimensionale, sonder eine in die Tiefe gehende.

Diese Generation ist bereit für die spirituelle Entwicklung und muss sie erhalten. Und wenn wir sie nicht gewährleisten können, dann bekommen wir solche Reaktionen wie Hyperaktivität, Grobheit und Ungehorsam zurück, weil ihnen das, was es in unserer Welt gibt, nicht genügt.

Sie brauchen wahrheitsgetreues Wissen darüber, in was für einer Welt wir leben, welches Ziel und auf welchem Wege wir erreichen müssen. Informationen über die spirituelle Welt nehmen sie auf eine leichte und natürliche Art und Weise auf.

Selbst wenn sie am Anfang einfach nur unsere Worte wiederholen, wie es den Kindern eigen ist, überprüfen sie später, ob das der Wahrheit entspricht oder nicht. Während sie überprüfen, finden sie Fakten, die die Richtigkeit dieser Worte bestätigen, und zwar viel leichter, als wir es tun.

Während wir sie auf diese Weise erziehen, erziehen wir in erster Linie uns selbst, indem wir ein Beispiel für die Verbindung zwischen uns zeigen, nach der auch sie streben müssen. Weil Kinder und Eltern nach dem gleichen Ziel streben, durchlaufen sie die gleichen Zustände, die gleichen Entwicklungsschritte, befinden sich in der gleichen Welt, führen das gleiche Leben.

Unsere Kinder sind gleichberechtigte Teilnehmer aller Aktivitäten, die von den Erwachsenen veranstaltet werden. Sie wissen, wofür sie leben, was ihr Lebensziel ist, wie die Gesetze der Natur und der Gesellschaft sind, wie man nach ihnen leben soll.

Sie studieren das System, in dem sie leben, und beginnen die darin wirkenden Kräfte zu spüren, weil sie bereits von Anfang an zu der Enthüllung dieser Kräfte bereit sind.

Die Veränderungen kommen sehr schnell in ihnen zum Vorschein, innerhalb von einigen Monaten. Sie sind schlau, verfügen über Wissen und Können, ihr Potenzial zu nutzen. Die Demonstration ihrer Erfolge der Welt wird als die beste Verbreitung der Methode dienen, denn Erziehungsprobleme bewegen die ganze Gesellschaft.

Wollen wir hoffen, dass die virtuelle Schule, die wir vorhaben, in der nächsten Zukunft zu gründen, sich um die Bildung eines neuen Menschen kümmern wird.

Aus der 5. Kongresslektion vom 10.11.2010