Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Krise'

Über Kapitalismus von heute

Meinung (Chandran Nair, Globalinstitute for Tomorrow, Hongkong): Die Menschheit hat immer das Herabsetzen des Ressourcenpreises angestrebt:

– durch die Sklavenarbeit, solange sie billig war;

– durch die Kolonisierung – für billige Arbeitskraft und neue Absatzmärkte;

– durch die Globalisierung mit dem Bedürfnis nach Wirtschaftswachstum und Vernetzung der Finanzsysteme.

Die letzten hundert Jahre blühte die kapitalistische Wirtschaft, dank der Ressourcenausbeutung der anderen Länder. Dieses Schema ist zu Ende gegangen und wird nie wieder zurückkehren, und mit ihm starb der „amerikanische Traum“ (American Dream)! Was wir jetzt benötigen ist der Paradigmenwechsel…

Mein Kommentar: Die Ressourcenknappheit einerseits und das natürliche Streben nach ständigem Erwerb anderseits, fordert von uns die einzig mögliche Art der grenzenlosen Erfüllung, nämlich die Füllung mit nicht materiellen Sachen. Es ist möglich, das Streben nach Spiritualität mit Hilfe der richtigen Umgebung und Erziehung in den Bürgern zu erwecken. Infolge der nicht materiellen Füllung werden alle Träume wahr!

Europäische Krise: Die Obdachlosen aus der Mittelschicht

Mitteilung: Es wird das Erscheinen einer neuen Generation der Obdachlosen in Griechenland, Italien, Frankreich und Großbritannien beobachtet. Dabei handelt es sich um die Menschen aus der Mittelklasse, die Betroffenen sind infolge der Kürzungen entlassen worden.

„Ich dachte niemals, dass mir so etwas passieren kann“, erzählt Petros Papadopolos. Der 40- jährige Chefkoch aus Athen lebt auf der Straße. „Ich habe verstanden, inwiefern wir alle verwundbar sind. Wir sind alle die potentiellen Obdachlosen“.

Mein Kommentar: Ich habe schon darüber geschrieben, dass die Krise eine Menge der „überflüssigen“ Berufe auflösen wird. In der Gesellschaft der Zukunft, die sich im Gleichgewicht mit der Natur befinden wird, wird es keine Berufe geben, außer den notwendigen für die Existenz. Alles, was überflüssig ist, ist auch schädlich, weshalb es bewusst weggelassen wird.

Der Mensch soll nur das Notwendige für die würdige Existenz erhalten. Alles was darüber hinaus geht, nennen wir Egoismus. Er kann nur in Verbindung mit den anderen Menschen befriedigt werden. Die Zugehörigkeit zu einem integralen System gibt uns die Empfindung der Ewigkeit und der Vollkommenheit. Mit dieser Fähigkeit wurden wir schon vor dem Zerbrechen des spirituellen Gefäßes erschaffen.
Also ist es gerade die Mittelklasse, die ihre Arbeit verlieren wird.

Die Quelle aller Leiden

Frage: Warum beunruhigt Sie nicht die Frage der Überbevölkerung in der Welt oder das Problem des Hungers, sondern nur die Vereinigung, die praktisch beinah unmöglich zu erreichen ist?

Meine Antwort: Aus folgenden Gründen ist die Vereinigung so wichtig:

– 2 % der Bevölkerung, die Beschäftigten in der Landwirtschaft sind fähig, die ganze Welt zu ernähren.

– 10 % der Bevölkerung, die Beschäftigten in der Industrie sind fähig, den Bedarf an den industriellen Waren zu decken.

– Seit einigen Jahren hat sich das Tempo des Bevölkerungswachstums auf dem Planeten verlangsamt und bleibt stabil. Es ist sogar möglich, dass es beginnen wird sich zu verringern, wie wir es heute in Europa beobachten. Warum es geschieht, wissen wir nicht. Wir betrachten diese Entwicklung als die Ausführung des Naturprogramms bezüglich der menschlichen Gesellschaft.

Aber unser Hauptproblem, die Quelle aller unserer Leiden liegt darin, dass wir das Hauptnaturgesetz nicht befolgen. Wenn wir mehr benötigen, als für unsere vernünftige Existenz notwendig ist, stören wir die zerbrechliche Balance „Mensch – Natur“, . Wenn wir die Natur ausbeuten, dann erschaffen wir für uns und für unsere Kinder eine schreckliche Zukunft.

Aus dem Nebel erscheinende Welt

Es entstehen in mir allerlei Wünsche, und ich empfinde, dass sie nicht meine sind: „Wer bin ich?“, „Was bin ich?“, „Warum bin ich hier?“, „Was ist plötzlich in mich gefahren?“, „Ob ich es wirklich will oder nicht?“, „Und überhaupt, ich will gar nichts“.

Folglich denke ich darüber nach: „Warum will ich nichts?“. Weil alles nicht meins ist. Ofensichtlich gibt es außerhalb eine Quelle, die mich manipuliert. Einerseits hat der Mensch ein intuitives Gefühl, dass sie alle „nicht seine Wünsche sind“ und die Welt „mehrdimensional“ ist. Ich spüre, dass es jemanden gibt, der mich manipuliert und lenkt. Woher kommen dann meine Gedanken? Sind es meine Wünsche oder doch nicht?

Andererseits können die Wünsche, die in mir hochkommen, nicht realisiert werden. Ich weiß nicht, was mit ihnen zu machen ist und was sie mir nützen können. Ich führe einen inneren Kampf um ihre Realisierung. Ich fühle nicht, dass es meine Wünsche sind und verstehe nicht, was deren Realisierung mir nützen würde.
Außerdem gibt es ein riesiges System, das mir eine Welt zeigt, die ich nicht kenne. Ich empfinde, dass ich mich in einer unverständlichen Welt befinde.

Die Wünsche sind meine und doch nicht meine, die Welt ist unklar. Was ist zu machen?

Dieses aus dem Nebel allmählich entstehende Bild ist sehr charakteristisch fü

r unsere Generation. Dieses veränderte Weltbild ruft die Krise hervor.

Auszug aus der virtuellen Lektion, 25.09.2011

Internationaler Währungsfonds warnt vor einer neuen weltweiten Krise

Meinung (C.Lagarde, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds): Die neue Krise bedroht die Welt. Von den Regierungen werden entschlossene Handlungen gefordert, um diese gefährliche Entwicklung zu verhindern.

Der heutigen Krise ist die Hypothekenkrise in den USA vorausgegangen. Allmählich hat sich diese Krise über die USA-Grenzen verbreitet und erhielt im Jahre 2008 den weltweiten Charakter. Die Folgen waren die Senkung der Produktion, der Nachfrage, der Rohstoffpreise und die steigende Arbeitslosigkeit.

Meinung (R.Zoellick, Präsident der Weltbank): Die Welt befindet sich an der Schwelle der schwerwiegenden Wirtschaftskrise wegen der wachsenden Preise für Erdöl, Arbeitslosigkeit und der instabilen Situation am Nahen Osten.

Mein Kommentar: Ich hätte alles nur auf den Nahen Osten zurückgeführt, Israel hat eine Methode des Ausgangs aus der Krise. Wer sich angesprochen füllt, kann unter folgender Adresse nähere Informationen verschaffen: http://www.arvut.org/en/ (Englisch).

Zu lernen, um zu überleben

Wir sollen den Menschen erklären, worin die Lösung der modernen Probleme besteht. Es bleibt keine andere Wahl, sie werden es früher oder später verstehen müssen.

Wenn die Krise sich verschärfen wird, wenn die Unternehmen und Banken geschlossen werden, dann werden die Massenunruhen anfangen. Das Volk wird Forderungen aufstellen, ohne daran zu denken, ob diese realisierbar sind. Die Regierung wird nach sinnvollen Rechtfertigungen suchen. Aber die Menschen werden sie nicht interessieren: „Ihr seid an der Macht, ihr seid dafür verantwortlich!“

In diesem Moment werden sie uns zuhören können, sowohl das einfache Volk, als auch die Elite. Die Elite wird anstreben, das System der Erziehung aufzubauen, über welches wir sprechen. Nur so kann man das Volk beruhigen und seine Lebensqualität steigern. Die Gefahr der Revolution wird die Elite zwingen, für die Erziehung und Aufklärung zu sorgen. Folglich werden die Menschen die gegenseitige Vereinigung anstreben, welche von der Natur gefordert wird.

Die Vereinigung ist also ein Befehl der Natur. Diesen Befehl kann man nicht ignorieren. Je mehr wir für die Vereinigung tun, desto weniger Schläge und Probleme wird es geben.

Natürlich beginnen wir nicht sofort, über die gerechte Verteilung zu sprechen. Die erste Aufgabe besteht in der Sicherung des Existenzminimums der Menschen, damit sie überleben können. Als Gegenleistung werden von ihnen die Bemühungen im Studium gefordert .

Wenn die Arbeitslosigkeit steigen wird, dann werden viele Menschen ohne Beschäftigung bleiben. Man wird die neue Arbeitszeitverteilung brauchen. Die Menschen werden einige Stunden der notwendigen Arbeit widmen, aber den Rest des Tages wird mit dem obligatorischen Studium verbracht. Dieses Studium wird zur wahren Arbeit, denn der Mensch wird an sich selbst arbeiten. Um aus dem Weizen das Brot zu machen, müssen wir die Kraft anwenden, welche den Weizen wachsen lässt.

Schon in diesem Jahr werden wir sehen, dass es nicht einfach sein wird, das Brot unter den Bedingungen der wirtschaftlichen und ökologischen Krise zu produzieren. Das Studium und die Bemühungen zur Erschaffung der richtigen Umgebung werden somit zum Hauptteil unserer Arbeit in dieser Welt. Dadurch wird jene Kraft geweckt, die für unsere materielle Existenz notwendig ist.

Der Mensch wird lernen müssen, um das tägliche Brot für die anderen Menschen sichern zu können, weil er begreifen wird, dass die anderen sich wiederum für sein tägliches Brot sorgen. In dieser Verbindung wird sich die Eigenschaft des Gebens offenbaren. Wie Baal HaSulam geschrieben hat, dass das Geben an den Schöpfer und das Geben an den Nächsten dasselbe ist. Auf diese Weise wird das Volk das Spirituelle ohne Leiden und ohne Studium der Wissenschaft der Kabbala erreichen können.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden in der Welt“, 04.10.2011

Einheit als Methode zur Bewältigung der globalen Krise

Meinung (J. Fischer, ehemaliger Stellvertreter des Bundeskanzlers und Außenminister): Das EU-Projekt ist aufgrund des nationalen Egoismus und des Fehlens einer gemeinsamen Regierung gefährdet. Wir alle sitzen in einem Boot. Wir sollten begreifen, dass Europa eins und ein integraler Teil der Welt ist. Die einzige Lösung ist die Einheit, und das ist im Moment das Licht am Ende des Tunnels.

Mein Kommentar: Welche Schritte können jedoch Menschen wie ihr unternehmen? Bedient ihr euch nicht der alten Methoden zur Lösung der neuen Probleme, wodurch sie nur noch verschärft werden? Wie geschrieben steht: „Wenn du nicht genau weißt, was zu tun ist, ist es besser, nichts zu tun!“

Goldman Sachs regiert die Welt

Meinung (A.Rastani, Wertpapierhändler): „Goldman Sachs“ regiert die Welt und bereitet den Abgang der Eurowährung vor. Die Regierungen können nichts untereinander klären. Das Ersparte von Millionen Menschen wird weniger als in einem Jahr verschwinden. Diese Wirtschaftskrise wird sich wie ein Tumor ausbreiten. Die Angst von der Zerbrechlichkeit der europäischen Wirtschaft wurde in die letzten Wochen deutlicher.

Aber der Börsenkollaps wird eine gute Nachricht für die Trader sein. „Wir sind Trader, wir interessieren uns nicht wirklich dafür, wie sie die Wirtschaftslage verbessern und die Situation lösen. Unsere Aufgabe ist, daran Geld zu verdienen.“

Und außerdem: „Ich habe an diesen Moment drei Jahre lang geträumt. Ich gehe jede Nacht ins Bett und träume von einer Rezession. Mit dem richtigen Plan kann man eine Menge Geld verdienen.“- so Alessio Rastani im Interview mit BBC.

Streiks und Proteste überall auf der Welt

Meinung (K.Bessmertnyj, Journalist): Von überall erreichen uns die Nachrichten über die neuen Streiks, Straßenunruhen und Protestkundgebungen. Die sozial-ökonomische Instabilität hat Litauen und Lettland erfasst, Island befindet sich in der tiefen Krise, die Neuigkeiten über die Protestaktionen kommen auch aus Bulgarien, Polen, Rumänien, Italien, Deutschland, Frankreich, Finnland, Argentinien und so weiter….

Die weltweite Wirtschaftskrise provoziert weltweit täglich die neuen Proteste. Nach der Meinung der Internationalen Arbeiterorganisation, können infolge der dramatischen Ereignisse in der Weltwirtschaft die Zahlen der Arbeitslosigkeit auf 50 Mio. Menschen steigen. 200 Mio. Beschäftigten in den Entwicklungsländern werden von der extremen Armut betroffen sein.

Wenn wir die heutige Situation mit der Großen Depression der 30er Jahren vergleichen, dann entdecken wir einen riesigen Unterschied, was das Gefühl der Hoffnung angeht, die Hoffnung fehlt heute eben.

Jetzt schweben in der Luft Entmutigung, Vorahnung über eine Katastrophe und die Unmöglichkeit etwas daran zu ändern. Diese Ergebnisse werden aus der Umfragen der öffentlichen Meinung sichtbar.

Heute meinen 80 % der Bevölkerung der USA, dass das Land sich in die falsche Richtung entwickelt und dass eine kleine Gruppe den Staat nach ihren Interessen verwaltet. Die Entwicklung der Krise kann zu einem Weltkrieg führen.

Die Krise stellt die Frage über die Unwirksamkeit und Unmenschlichkeit des vorliegenden Wirtschaftsmodells, welches nur für die Macht- und Kapitalelite vorteilhaft ist.

Absteigen von der zentralen Bühne: Der Euro hat es nicht geschafft die Länder zu verbinden

Meinung: Laut Alan Greenspan, früherer Vorsitzender des Federal Reserve Board der Zentralbank der Vereinigten Staaten, ist „ein Bündnis von 17 Staaten unter dem Deckmantel einer gemeinsamen Währung unmöglich, da sie sich von einander sehr unterscheiden. Der Eurokurs fällt, die europäischen Banken machen eine schwere Zeit durch, weil sie an Schulden von Ländern festhalten, die vor dem totalen Bankrott stehen.

Die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Ländern im Norden und Süden sind viel zu groß. Wirtschaftlich unterscheiden sich Deutschland, Frankreich und Finnland total von den südlichen EU-Statten, indem diese mehr konsumieren als produzieren. Als Resultat dessen, sind sie gezwungen sich von den stärkeren Ländern etwas zu leihen.

Die Krise in Europa ist Hauptauslöser für die Gefährdung der gesamten Weltwirtschaft und überhaupt für die Wirtschaft in den USA. Im Prinzip befindet sich die amerikanische Wirtschaft in einem stabileren Zustand als die EU, und die zweite Welle der Rezession bedroht sie nicht.

Mein Kommentar: Aber die Welt ist doch verbunden, und die Rezession wird sich noch auf der ganzen Welt verbreiten, so lange wir nicht die wahre Ursache für unsere Probleme erkennen werden: Mangelnde Anpassung zur globalen und integralen Natur, zur Eigenschaft des Gebens und zur gegenseitigen Bürgschaft. Man kann die Menschheit und die Erde in einer globalen Welt nicht voneinander trennen. Man muss für die globalen Verstöße und für die Einigkeit auf der Welt eine Lösung suchen.