Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kraft'

Eine Seilbahn zum Schöpfer

Eine Frage, die ich erhielt: Ist die richtige Absicht beim Lesen des Buches Sohar, die Kraft des Gebens zu erlangen?

Meine Antwort: Wir brauchen nichts außer der Kraft des Gebens. In der gesamten Realität gibt es nur zwei Kräfte – die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens.

An der Kraft des Empfangens mangelt es uns nicht. Wenn wir uns auf die Arbeit in der Gruppe und das Studium der Kabbala richtig vorbereiten, enthüllt sich uns die Kraft des Empfangens – unser böser Trieb.

Wenn ich jedoch noch nicht begonnen habe, mich durch die Gruppe und das Studium auszurichten, erkenne ich keinen Egoismus gegen den Schöpfer in mir als etwas Störendes, als Böses.

Zuerst muss ich mein Übel enthüllen. Und wenn ich kein Übel in mir erkenne, habe ich nichts, womit ich mich an die Korrektur machen kann.

Wenn ich aber das Böse in mir enthülle, enthülle ich es bereits in der Gruppe, darum habe ich bereits das Licht zu dessen Korrektur. Denn dort, wo ich meine Abstoßung gegenüber den Freunden finde, finde ich auch die Kraft zur Überwindung dieser Abstoßung.

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich keine Notwendigkeit verspüre, den Sohar zu lesen, muss ich ihn trotzdem lesen?

Meine Antwort: Derjenige, der anfängt, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren, muss auf jeden Fall wissen, dass er gerade durch das Lesen des Buches Sohar die Stadien der Enthüllung seines Übels und dessen Korrektur durchläuft.

Das Böse wird sich immer mehr enthüllen, und er wird sich immer höher darüber erheben, bis er die ganze Höhe des Bösen, die gesamten 125 Stufen zwischen unserer Welt und der Welt der Unendlichkeit, enthüllt hat.

Er wird über dem sich enthüllenden Bösen in die Höhe wie mit einer Seilbahn zum Berggipfel aufsteigen.

Darum braucht er sowohl diesen Berg, das sich enthüllende Böse, als auch die Seilbahn, die Kraft des Lichts, die ihn zum Berggipfel hochbringt.

Und deshalb müssen wir die Kabbala studieren, die uns das Böse enthüllt. Das bedeutet „Ich erschuf den bösen Trieb“. Weiterhin brauchen wir die Kraft der Korrektur, was bedeutet „Und gab die Tora zu dessen Korrektur, weil das Licht in ihr zur Quelle zurückbringt“, zum Berggipfel.

Darum hat der Schöpfer am Anfang zu Abraham gesagt: „Deine Nachkommen werden als Fremde in einem Land wohnen, das ihnen nicht gehört“, in der Gewalt des Egoismus, doch werden sie mit reicher Habe, dem Egoismus, ausziehen und dessen Korrektur, des Empfangens der Tora, der Korrekturmethode durch die Kraft des Schöpfers, durch das Licht, bedürfen.

Indem sie aufhören den Egoismus (Ägypten) zu benutzen, und ihn in eine „Wüste“ verwandeln, werden sie ihn später um des Gebens willen benutzen und in das „Land Israel“ verwandeln.

Denn es gibt nur ein Verlangen, und die stufenweise Veränderung der Absicht über ihm macht aus diesem Verlangen „Ägypten“ (auf Hebräisch bedeutet „Miz-raim“ „das konzentrierte Böse“), dann die Wüste Sinai (hebr. „Sinai“ – Hass) bis hin zu dessen Umkehrung zum Guten, zum „Land Israel“ (hebr. „Erez Israel“ – Verlangen nach dem Schöpfer).

Der böse Trieb – „Ägypten“, dann das „Geben um des Gebens willen“ – die „Wüste Sinai“, dann das „Empfangen um des Gebens willen“ – das „Land Israel“. Das Verlangen zu genießen bleibt dasselbe, du bestimmst lediglich deine – jedes Mal korrigiertere – Einstellung demgegenüber.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 07.10.2010

 

Womit beginnt die Gruppe?

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet das uneigennützige Geben an den Nächsten? Was muss ich dem Freund geben, was losgelöst vom egoistischen Genuss wäre?

Meine Antwort: Du musst ihm nichts Materielles geben. In deinen Verlangen bietest du ihm deine Unterstützung an, damit er an das Vorankommen zum Schöpfer denkt. Genau das ist dein Geben.

Was können die Seelen einander geben, wenn sie getrennt sind? Sie können nur einander erwecken und einander Kraft spenden. Man braucht nicht die Taschen oder den Kühlschrank von dem Freund zu füllen. Nur eine richtige Verbindung ist nötig – und das höhere Licht wird alle Bedürfnisse stillen.

Versorge den Freund mit Lebensmut, Teilnahme, Freude am Ziel – das ist deine Pflicht. Ohne diese Verpflichtung und diesen Geist gibt es keine Gruppe.

Der Schöpfer hat es so arrangiert, dass wir uns alle an einem Ort – in einem spirituellen Raum, in einem für alle Freunde aus der ganzen Welt gemeinsamen Verlangen befinden. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass wir eine Gruppe sind.

Die Gruppe beginnt mit der Verpflichtung, einander zu erwecken. Dabei ist die Rede nicht von äußeren Handlungen, sondern vom inneren Verlangen, in dem wir verbunden sind. Jeder gibt einen gemeinsamen Impuls, die Überzeugtheit vom Weg, an die anderen weiter – das bedeutet Bürgschaft.

Wenn ich aber die Fähigkeit verliere, die anderen zu entflammen, dann bohre ich ein Loch in unser Boot. Und wenn ich müde bin und Erholung brauche? – Dann kannst du dich von den anderen nicht begeistern lassen, du bohrst unter dir ein Loch im gemeinsamen Boot und alle gehen unter.

Entweder beteiligst du dich an der Bürgschaft oder nicht. Auf diese Weise müssen wir unsere Reihen zusammenschweißen. Jeder Einzelne und alle gemeinsam müssen erkennen, wie wir immer mehr voneinander abhängen.

Das ist die praktische Arbeit: der Mensch überprüft Tag für Tag seine Forderung an die Verbindung mit der Gruppe. Genau auf diesen Punkt der gegenseitigen Abhängigkeit müssen wir all unsere Hoffnung setzen.

Das Boot kommt an seinem Bestimmungsort an, unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass es keine Löcher hat, damit sich unter allen die Sicherheit an der Erreichung des Ziels, die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels breit macht. Denn es gibt nichts Wichtigeres, als uns zu verbinden und eine allgemeine Kraft des Gebens – den Schöpfer, das Licht – unter uns zu enthüllen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 06.10.2010

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Ein Gebot

Aus den Werken von Kabbalisten erfahren wir, dass alles, was für uns vorbereitet wurde, das Zerbrechen ist, welches wir korrigieren müssen. Darum gibt es nur ein Gebot – die Korrektur des Zerbrechen, d.h. die Wiederherstellung der Verbindung zwischen den Seelen, die sich wieder zu einer Gesamt Seele vereinen sollen.

Weil jedoch die Gesamt Seele und deren Teile, jede einzelne Seele, in viele Teile zerbrochen sind, glauben wir, dass uns viele verschiedene Handlungen bevorstehen. Doch sie alle stellen im Grunde genommen ein und dieselbe Handlung dar – die Verbindung.

Zuerst müssen wir unser egoistisches Verlangen einschränken und uns über ihn im Geben um des Geben willen erheben, was als „Rückkehr aus Furcht“ bezeichnet wird. Und dann müssen wir uns zum Empfangen um des Geben willen korrigieren, was als „Rückkehr aus Liebe“ bezeichnet wird. „Die Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst“ ist das Ergebnis unserer ganzen Korrektur.

Zum Schluss müssen sich alle Teile zu einem Ganzen ohne jegliche Unterschiede vereinen. Das heißt, im Grunde genommen gibt es nur ein einziges Gebot – die Vereinigung.

Wir werden noch erkennen, inwieweit alles in der Welt für die Erfüllung eben dieses Gebots bestimmt und vorbereitet ist.

Alles ist dazu da, um uns die Möglichkeit zu geben, auf einfachem und gutem Wege erst zur Enthüllung des Zustandes des Zerbrechen und anschließend zu dessen Korrektur zu kommen.

Deshalb glauben wir, dass wir sehr viele Handlungen vollziehen müssen: mit uns selbst, in der kabbalistischen Gruppe, in der Familie, in der Gesellschaft, in der Welt, in der ganzen Menschheit. Man muss jedoch ständig im Visier (in der Absicht) haben, dass dies eine einzige Handlung der Verbindung bedeutet.

Die Natur dieser Handlung ist die Erlangung der Einheit, was uns ein großes Durcheinander entwirren lässt. Denn sonst begreifen wir nicht, warum wir diese verschiedenen Zustände durchlaufen müssen, die schwer, verwirrend und verschwommen sind, und warum wir im Leben von so vielen Schwierigkeiten und Problemen verfolgt werden.

Doch im Grunde genommen gibt es eine einzige Ursache dafür – die mangelnde Verbindung. Und das Heilmittel in jeder Situation ist ebenfalls die Verbindung.

Wenn wir uns unseren jetzigen und unseren zukünftigen, erwünschten, Zustand folgendermaßen vorstellen: von dem sich uns enthüllenden Fehlen der Verbindung hin zur Verbindung – dann werden alle Probleme geheilt, alles wird geklärt und vom Licht erfüllt.

Und wenn wir uns ständig in einer solchen Absicht befinden, werden wir uns über die Verwirrung und das Zerbrechen mit Hilfe des Glaubens über dem Verstand hin zur Handlung der Verbindung erheben.

Das heißt, ich werde nicht in meinen Verlangen, Empfindungen, dem Unverständnis und der Finsternis untergehen, sondern verstehen, dass das alles eine Folge der Trennung ist, und wenn ich alles in meiner Kraft liegende tue, um die Verbindung zu erreichen, werde ich des Lichts würdig.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 05.10.2010

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Der spirituelle Richtsatz

Aus dem Wunsch, der als „etwas aus nichts“ geschaffen wurde, erschuf der Schöpfer die Welt der Unendlichkeit.Dort ist der Wunsch mit dem Licht in seiner Schlussform verschmolzen, welche von Ihm gewünscht und erschaffen war. Diese Vollkommenheit ist folglich auf Seinem Einfluss gegründet.

Dann hat der Schöpfer diese Struktur in die Teile gesplittert: in die Wünsche und Lichter – welche Er in unsere Nutzung übergab.

Somit sollen wir den Wunsch und das Licht verwenden, um das Ziel zu erreichen, d.h., dem Schöpfer ähnlich zu werden. Alles steht uns zur Verfügung: wir müssen nur verstehen, was von uns erforderlich ist, um es machen zu können.

Bitte, nimm dir alles und bau auf. Du hast alle notwendigen Bedingungen, um allmählich den Zustand der Welt der Unendlichkeit zu erreichen.

Es nimmt jedoch viel Zeit in Anspruch, um diese Arbeit zu verstehen, sie tief zu empfinden. Was ist das Licht? Was ist der Wunsch: der Gedanke oder die Handlung? Was wird als die Handlung bezeichnet?

In diesen Begriffen ist der Mensch verwirrt und verloren, wie das kleine Kind am Anfang seines Lebenswegs. Es werden die Jahre gebraucht, um die Grundlagen verstehen zu können: das Wesen des Materials, woraus die Schöpfung geschaffen ist, das Wesen der Kraft, das für die Veränderungen benötigt wird.

Für den intensiven und wirksamen Aufstieg hat man uns den laufenden Zustand gegeben. Es sind nicht die künstlichen Bedingungen, sondern das natürliche Ergebnis aller Stufen der Entwicklung – die Welt, woraus wir beginnen können, uns aufzubauen, etwas Neues mit Hilfe des Wunsches und des Lichtes zu bilden.

Wenn ich mich auf dem tierischen Niveau befinde, dann habe ich die Möglichkeit, das Wesen zu bilden, das zur folgenden, menschlichen Stufe gehört und das über eine spirituelle, und nicht über die materielle Form verfügt. Ich verwende hierfür zwei Kräfte: den Wunsch und das Licht, und kombiniere sie auf die Art und Weise, dass daraus etwas Drittes geboren wird.

Gerade in mir gibt es die Fähigkeit, das zu verwirklichen. Auf welche Weise? Indem ich die Umgebung organisiere. Die „Umgebung“ ist die Vorstellung über jene Utopie, die ich realisieren will.

Ich muss das entsprechende Bild vorstellen, und wollen, dass es sich ins Leben verwirklicht. Indem ich seine Details schärfe, seine Deutlichkeit erhöhe, die Beziehungen und die Widersprüche darin zeige, erfülle ich in einem Moment „die Norm“ – wonach es sich in die Realität verwirklicht.

Darin liegt das Wesen meines „Spieles“ verborgen: ich strenge mich an, bis es endlich mal geschieht. Und steige jedes Mal höher hinauf, dringe tiefer ein, verstehe und empfinde immer mehr.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 05.10.2010

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Was ist die Linke Linie?

Eine Frage, die ich erhielt: Die Kabbalisten verbieten es, die Linke Linie in der Beziehung zu den Freunden einzusetzen. Was ist die Linke Linie?

Meine Antwort: Die Linke Linie ist mein egoistischer Wunsch, der nur auf das Erhalten, auf den Genuss gerichtet ist.

Er regt mich „falsch“ an – und darin ist seine Hilfe. Wenn ich verstehe, wie man damit arbeiten kann, dann öffne ich in der Linken Linie „die Hilfe, die mir entgegen kommt“.

Denn sie dreht mich immer um, stößt mich voran, und wenn ich mich darauf die ganze Zeit ausrichte, wenn ich also gegen ihre Fallen empfindlicher werde und ihr Vorhaben als verdächtig betrachte, dann hilft mir diese Selbstanalyse, mit dem Licht zusammengezogen zu werden.

Im Endeffekt, mit Hilfe der Kraft des Erhaltens und der Kraft des Gebens erhebe ich mich über den Wunsch, über den sich anbietenden Gedanken und die Handlungen – um sie von der Seite her anzuschauen.

Solange der Mensch in seinen Wunsch vertieft wird, bleibt er auf der tierischen Stufe und ist der Natur untergeordnet. Denn wir sprechen über die Schritte, die über der Natur über dem Wissen unternommen werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 05.10.2010

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Zum richtigen Zeitpunkt im Epizentrum zu sein

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist die physische Teilnahme am Kongress so wichtig?

Meine Antwort: Der Schöpfer gibt dem Menschen die Umstände, und wenn er sich in solch einer Situation befindet, dass er auf keine Weise kommen kann – dann sind es die gegebenen Bedingungen. Mann muss nur dafür sorgen, sich an den Kongress in der maximal möglichen Form anzuschließen.

Möglicherweise, habe ich keine physische Möglichkeit, oder keine finanziellen Mittel. Aber es muss schon eine ernste Rechtfertigung geben. Nachdem mir die Möglichkeit gegeben wird – hängt alles nur von mir ab, ob ich sie später nutze oder nicht. Und jeder soll eigene ehrliche Berechnung machen, und wissen, dass es hier keine doppelte Berechnung geben kann.

Der Mensch kann sich darin prüfen, ob er gefahren wäre, wenn man ihm hierfür eine riesige Summe Geld, die Verbesserung seiner Gesundheit, die Rettung seines Lebens angeboten hätte. Danach kann er seine Berechnung ausrichten. Es gibt keinen Zweifel, dass man an keinem anderen Ort solche Kraft der Vereinigung erreichen kann, wie am Ort des Kongresses. Wir veranstalten die Kongresse auch im Ausland, aber dieser Kongress ist der stärkste. Deshalb stelle ich mir keine Situation vor, in der die Menschen, die in Israel leben, keine Möglichkeit hätten, daran teilzunehmen. Dann können sie uns schreiben, was sie daran verhindert – und wir werden es in Betracht ziehen. Gebot, Handlung, KorrekturWenn der Mensch aber im Ausland lebt, dann kann es natürlich zum Problem werden.

Möglicherweise lebt er in einem Land, aus welchem die Ausreise gefährlich ist, oder er dafür keine Mittel hat. In diesem Fall, muss man die anderen Menschen aufsuchen, die am gleichen Ort bleiben, um sich mit ihnen verbinden zu können, und zusammen die Kongressunterrichte anschauen. Somit ist die Vereinigung sehr wichtig. Wenn es auch niemanden in der Umgebung gibt, dann schaut man den Kongress alleine an. Aber ich hoffe, dass es so was nicht mehr gibt. Denn das Wesen unserer ganzen Handlung, unserer ganzen Korrektur, besteht in der Vereinigung.

Das einzige Gebot ist – sich zu verbinden.Wie kann es also sein, dass der Mensch an den Ort nicht kommen möchte, wo es die größte Macht der Vereinigung geben wird, die man nur erreichen kann. Er soll nach keiner Rechtfertigungen suchen, warum es nicht machbar ist. Denn von Oben zieht man nur Eins in Betracht: wie man die gegeben Umstände verwendet. Deshalb wollen wir hoffen, dass sich auf dem Kongress viele unserer Freunde versammeln werden, dass es die optimalen Bedingungen für die Vereinigung an allen Orten geben wird, und dass wir die spirituelle Offenbarung erlangen.

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Wie man vor Liebe leuchtet

Frage: Ich verstehe, dass man seinen Egoismus hassen kann, doch woher entsteht in mir plötzlich die Liebe zum Nächsten?
Antwort: Die Liebe entsteht infolge der Korrektur, über den Schirmen. Doch nichts verschwindet, das Verlangen zu genießen wächst nur ständig, der Hass und die Entfernung von den Anderen vergrößern sich, und darüber entsteht die Liebe!
Wenn wir die Welt der Unendlichkeit erreichen, werden wir eine endlose Entfernung zwischen uns spüren, und darüber die vollkommene Verbindung. Deshalb wird diese von uns erschaffene Verbindung als „620″ Mal (Pi Tarach) größer als die ursprünglich existierende bezeichnet.
Es ist mit dem elektrischen Netz zu vergleichen – um Energie zu gewinnen, ist Widerstand notwendig. Du musst Kraft aufwenden, um diese Energie zu gewinnen – nur dann leistet sie die Arbeit und führt zu einem positiven Ergebnis.
Es ist Widerstand einerseits und irgendeine Handlung andererseits notwendig. Wenn du sie verbindest, kannst du die Arbeit verrichten, indem du eine Energiequelle erhältst – die Lampe beginnt, zu leuchten.

Sie leuchtet, weil es in ihrem Inneren eine Spirale mit Widerstand gibt, und je mehr Widerstand sie dem Licht leistet, desto stärker leuchtet sie!
Diese zwei Kräfte, die zusammenarbeiten, jedoch einander entgegengesetzt sind, erwärmen die Spirale, und sie beginnt, Licht auszustrahlen.
Alles beruht auf Widerstand, er muss bei allen Erscheinungen erhalten bleiben, danach messen wir die Leistung – das folgt aus dem primären Verlangen zu genießen, das gegenüber dem Licht steht.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 03.10.2010

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Die Unabhängigkeit und die Ähnlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist „die Trennung der Nukwa“ von Seir Anpin? Warum hat S“A zwei Nukwas?

Meine Antwort: Die Trennung fängt damit an, dass in der Nukwa die zusätzlichen Wünsche geöffnet werden, wodurch sie versteht, was ihr fehlt, um die Stufe des Schöpfers zu erreichen.

Ich befand mich also innerhalb der Bina zusammen mit S“A und Er erfüllte mich vollkommen. Aber plötzlich entschied ich mich, genauso unabhängig, wie Er zu werden, sich an die Bina anzuheften.

Dann enthüllte ich, dass ich es alleine nicht schaffen kann. Es heißt die Offenbarung der Beschränkung (DIN). Wenn ich also jetzt diese Beschränkungen übernehme und sie korrigiere, dann werde ich dadurch der Bina angeglichen.

Folglich müssen wir dasselbe machen: Мalchut steigt in Bina hinauf, und Bina fällt in Malchut herab, und sie arbeiten zusammen an der Korrektur.

Маlchut kann zur Bina alle ihre Bitten erheben, und Bina gibt Malchut ihre Kräfte über, damit Malchut alle notwendigen Eigenschaften des Gebens bekommt.

Jetzt wird uns klar, warum es in S“A zwei Nukwas gibt – denn Bina teilt sich auch in 2 Teile auf. Alles stammt aus Bina und sie bestimmt alles, was mit Malchut geschehen wird.

Bina ist die Kraft des Gebens, die oben geöffnet wird. Der Schöpfer hat das Verlangen, alles zu geben – es heißt „das Licht Chochma“. Aber Er will auch, dass die Schöpfung vollkommen wird, dass sie dieses Licht bekommt und als die unabhängige Persönlichkeit, bzw. als der Gast gegenüber dem Gastgeber auftritt, und nicht wie das von der Natur verwaltete Tier.
So ist der Wunsch von Bina, und deshalb gibt es darin zwei Teile: der obere und der untere, GAR und SAT. GAR ist Bina selbst, und SAТ – ist ihr Wunsch, anderen zu geben.

Und genau aus solchen Teilen soll auch Malchut bestehen. Es soll darin ihren eigenen korrigierten Teil geben, der keinen Mangel aufweist und vom Gastgeber ganz unabhängig ist, der keinen Genuss wünscht, weil er vollständig und vollkommen ist.

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Die Erziehung durch die Wahrheit

Die Erziehung des Kindes bedeutet seine Einführung sowohl in unsere, als auch in die spirituelle Welt.

In dem kurzen Zeitraum, hauptsächlich im Alter von 9 bis 13 Jahren, soll es sich in allem zurecht finden.

Im Alter von 12-13 Jahren hört die Erziehung auf, weil die Kinder nicht mehr auf uns hören möchten, sie handeln und begreifen selbst, wollen von uns nichts mehr bekommen.

Deshalb sollen wir ihnen die Wahrheit darüber erklären, was in der Welt geschieht.

Wenn wir sie mit der Lüge vergiften, dann geht dieses Gift nicht mehr aus dem Bewusstsein heraus, verzerrt die Weltwahrnehmung und reißt die Kinder von der Realität ab, bildet eine Illusion.

Natürlich bedeutet es nicht, dass man in der Erziehung keine Analogien oder Allegorien vorführen darf, ihre Form und Rahmen sollen jedoch deutlich bestimmt werden.

Eine Sache ist es, wenn das Kind versteht, dass man gerade metaphorisch spricht, und eine ganz andere Sache ist es, wenn es denkt, dass im Wald nur die sprechenden Tiere leben, die es auf den Bildern gesehen hat.

Alles hängt von unserer Vorgabe ab: Im ersten Fall lernt das Kind die reale Welt kennen, und im zweiten Fall werden die falschen Gestalten in sein Bewusstsein und sein Gedächtnis imprägniert.

Außerdem muss man sich daran erinnern, dass alle Märchen in vieler Hinsicht dem altertümlichen Glauben und den Mythologien entspringen, als jedem Objekt die Seele, die höhere Kraft und der besondere Einfluss auf den Menschen verliehen wurden.

Aus dem Gespräch über die Erziehung, 29.09.2010

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Der Sohar – eine Quelle der Kraft

Eine Frage, die ich erhielt: Je mehr ich den Sohar lese, desto mehr verstehe ich seine Kraft. Ist der Sohar wirklich dermaßen tief?

Meine Antwort: Ich werde nur eins sagen: ohne den Sohar ist es schwer. Ihr werdet sehen, dass ihr mehrmals am Tag das Bedürfnis verspüren werdet, zu ihm zurückzukehren. Es ist nun mal so, das ist eine Quelle der Kraft.

Anfangs, wenn der Mensch den Sohar erst entdeckt, weiß er nicht, warum dieses Buch ihn so anzieht und fasziniert, warum es ohne den Sohar so schwer ist.

Der Eine spürt es früher, der Andere später, und er braucht viel Zeit, um die Kraft, die in diesem Buch verborgen ist, einzuschätzen.

Doch später fangen alle an, zu spüren, dass ihnen der Sohar fehlt. Er ist mit Wasser zu vergleichen, das mehr als Nahrung gebraucht wird.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 30.08.2010

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