Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Von Worten zu realen Gefühlen

Im Studium der Wissenschaft der Kabbala ist eine besondere Eigenschaft verborgen. Das Licht, d.h. die korrigierende Kraft, die in den kabbalistischen Büchern enthalten ist, führt den Menschen zur Quelle zurück.

Das Licht ist das innere Wesen der Methode, und dementsprechend wird die Wissenschaft der Kabbala als der innere Teil der Tora bezeichnet.

Während wir uns mit ihr beschäftigen, erwecken wir das höhere Licht, das sich im Studium, in der Gruppe, in unserer wechselseitigen Beziehung verbirgt, – und diese Kraft baut wirklich eine Verbindung zwischen uns auf und bringt jedem die gewünschten Veränderungen, damit die Absicht zu geben die egoistische Absicht über allen unseren Verlangen letztendlich ablöst.

Der Mensch denkt ständig an den Zustand, in dem er sich während der Vorbereitung auf das Studium zusammen mit der Gruppe und während des eigentlichen Studiums befindet, wenn er nach Veränderungen mittels des Lichts, das zur Quelle zurückführt, verlangt. Das ist alles, was er braucht. Denn nur eine solche Vorbereitung betrifft seinen freien Willen, die einzige freie Handlung in seinem Leben in dieser Welt und entlang der ganzen spirituellen Leiter.

Aus diesem Grund sollte man sich so stark wie möglich darauf konzentrieren, so oft es geht mit sich selbst darüber reden, alle Details klären, damit sie deutlicher, gefühlstiefer werden, damit sie es uns endlich ermöglichen, von den Worten abzuschalten und zu den Gefühlen, zum inneren Verständnis überzugehen. Dann wird es in mir immer als die wichtigste Grundlage des Daseins leben, für die allein ich sorgen muss. Alles andere wird von selbst dazu kommen.

Dann werde ich sehen, dass mein ganzes Leben und das ganze Leben der Welt nur um diese Achse kreist, um alle an diesen entscheidenden Moment heranzuführen – jeden entsprechend der Wurzel seiner Seele, mit einer größeren oder kleineren Stärke. Das Ziel des Schöpfers ist es, die Menschheit an diesen Punkt heranzuführen.

Womit auch immer ich geboren werden und was auch immer ich bis jetzt erreicht haben mag, es ist mir von oben gegeben worden. Nun aber, da ich mich in der Gruppe befinde, muss ich die Wichtigkeit des Ziels – des Gebens und der Verschmelzung mit dem Schöpfer – erhöhen. Und realisiert wird es durch das Studium in einer richtigen Umgebung, wenn ich nach dem Licht, nach dem „Wundermittel“ verlange. Wenn der Mensch den Gedanken daran nicht loslässt, realisiert er sein Leben mit maximaler Effektivität.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 24.03.2011

Das Licht ist Gift für den Egoismus

Frage: Sie sagen, dass das Buch Sohar das einzige Mittel ist, mit dessen Hilfe wir die Korrektur erreichen und uns verbinden können. Es ist jedoch unklar, wie die Welt es nutzen könnte, denn man kann darin absolut nichts verstehen!

Meine Antwort: Doch wir korrigieren uns auch in unserer Welt mit Hilfe von den gleichen für uns unverständlichen Mitteln! Ich komme zum Arzt und verstehe nichts vom Heilverfahren und von den Heilmitteln. Und dieser Mensch sticht in meinen Körper hinein und nimmt mir mit einem Röhrchen Blut ab, und ich zahle ihm sogar Geld dafür und bedanke mich bei ihm!

Er verschreibt mir irgendwelche chemische Präparate, die aus purem Gift bestehen (ihr wisst doch, dass jedes Heilmittel zugleich auch Gift ist, selbst das Symbol für die Medizin ist eine Schlange, die um einen Giftbecher geschlungen ist). Und wir bezahlen viel Geld für dieses Heilmittel und verstehen nicht, wie es funktioniert, und man kann sogar sicher sein, dass dem Gift zugrunde liegt. Doch ich schlucke es – und es hilft mir! Ich werde gesund!

Mein Körper war krank, ich habe ihm Gift hinzugefügt – und plötzlich wurde er gesund… Könnt ihr das erklären?! Doch auf diese Weise funktioniert es! Unterliegt es irgendeiner Logik?

Genauso müssen wir „Gift“ in uns injizieren – das höhere Licht ist für uns das reinste Gift. Und wir müssen es einnehmen, und dann werden wir gesund! Wir brauchen etwas, was unserer Natur völlig entgegengesetzt ist, und das scheint vollkommen unlogisch zu sein.

Doch selbst in unserer Welt ist Medikamenteneinnahme eine unlogische Handlung, und erst recht, wenn es sich um die spirituelle Korrektur handelt.

Sagt mal, brauche ich denn so sehr dieses höhere Licht, welches mir das Geben und die Nächstenliebe beibringt? Mir wird allein vom Zuhören schlecht, ich will niemanden sehen und hasse alle, ich verfluche dieses ganze Leben und den Schöpfer. Und mir wird gesagt: du musst noch ein bisschen Gift dazu geben… – bring das Licht, den Schöpfer an dich näher.

Denn was bringe ich eigentlich näher? – Die Kraft des Gebens, das Licht, welches mir scheinbar noch mehr von dem, was ich hasse, bringen soll! Und das ist genau das, was ich nicht will! Das funktioniert durch die Verneinung der Verneinung, den Gegensatz vom Gegensatz – darin verbirgt sich der ganze Sinn, die höhere Logik! Und für uns ist es schwer, diese zu verstehen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 23.02.2011


Du kannst einen Diamanten nicht durch eine Formel ersetzen

„Einführung in den Sohar,“ Artikel „Das siebte Gebot,“ Abschnitt 225: Im Merkawa (Streitwagen/ Gebilde) des Throns befindet sich rechts das Antlitz eines Löwen und links das Antlitz eines Rindes. Das Rind heisst „ein ganzes (Tam) Rind“, weil sich im Merkava des Throns eine Inschrift des Bundes befindet.

Frage: Ist es möglich ein Lexikon der spirituellen Ausdrücke zu schaffen, das unserer Stufe angemessen ist und die verschiedenen Wörter des Sohars wie „Rind“, „Gebilde“ (Merkawa), „Löwe“, „Schlange“ und so weiter erklären könnte? Das könnte dazu beitragen die Wörter, die uns an physische Bilder erinnern mit spirituellen Kräften gemäss ihrer Definition zu ersetzen, während wir lesen. Ist dies ein richtiger Ansatz, den Sohar zu studieren?

Meine Antwort: Alles hängt, unter uns gesprochen, davon ab, wie wir uns vereinen. Wenn wir eine gemeinsame Wahrnehmung haben, sprechen wir gemäss dieser Empfindung. Wenn wir die Ereignisse nicht in der gleichen Weise empfinden, sie jedoch verstehen (eine niedrigere Ebene als Empfinden), dann sagen wir, wir sprechen in wissenschaftlichen Ausdrücken und Formeln.

Dieser Abschnitt des Sohars benutzt Wörter wie „Rind“, „Esel“, „Thron“ und so weiter. Wenn wir sie mit Kräften ersetzen würden, müssten wir die Art der dargestellten Kräfte genau benennen, aus welcher Sefira oder Eigenschaft sie hervorgeht. Während hier ein Wort benutzt wird, um die gleiche Kraft zu bezeichnen, zum Beispiel „Rind“ oder „ganzes Rind“. Diese Sprache ist präziser, denn sie beruht auf deinem Verständnis, auf welches sie verweist.

Diese verweist nur zum Licht und den Kelim (Verlangen), denn wir besitzen nichts anderes über das wir zu sprechen vermögen. Wie kann ich die Verbindung der Lichter und Kelim für dich in einer bestimmten Form mitteilen? Sollte ich es grafisch darstellen? Eine Melodie spielen? Dir eine Formel geben? Das Bild dieser Welt beschreibt das, was aus ihrer Verbindung hervorgeht? Wie kann ich dir die genaue spirituelle Lage erklären, die Kombination von Licht und dem Kli, über das ich spreche?

Deshalb haben Kabbalisten vier Sprachen begründet, um das höhere System der Steuerung unserer Welt zu beschreiben: Die Sprache des Tanach, Hagaddot (Legenden), Kabbala und Halachot (Talmud), und sie verwenden diese um uns ihre Kenntnisse mitzuteilen. Diese Sprachen sind im Sohar vermischt.

Der Sohar selbst ist hauptsächlich in der Sprache des Talmud (Midrash) geschrieben, wenngleich er auch ein wenig die Sprache des Tanach oder der Legenden verwendet, und Baal HaSulam fügt ihm die Sprache der Kabbala hinzu. Und wenn sie parallel sind, kannst du mehr oder weniger die korrekte Richtung der Gedanken beibehalten.

Jedoch, wie können Sprachen dir helfen, wenn du nicht die spirituelle Kenntnis besitzt und du nicht empfindest, auf was sich der Text bezieht? Nichts kann dir helfen! Du benötigst lediglich, darüber nachzudenken, wie du mehr Einflüsse empfangen kannst, um spüren zu können.

In unserer Welt geschieht das genauso: Du kannst mir alles was du willst erzählen, jedoch habe ich es niemals erfahren, was auch immer du mir erzählst, es ist tot für mich oder im besten Falle ein Szenario; ich mag in der Lage sein, das mir bereits Vertraute durch eine Analogie als etwas vorzustellen.
Wenn ich jedoch nichts über die spirituelle Welt weiss, dann gibt es keine Geschichten, die mir helfen könnten. Aus diesem Grund bemüht sich unser ganzes Studium darum, diese spirituellen Begriffe wahrnehmen zu wollen, damit sich unsere Augen öffnen.

Aus dem 2. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 17/02/2011, „Einführung in den Sohar“

Die Schwierigkeit, sich in Worten auszudrücken

Frage: Warum haben wir solche Schwierigkeiten, Worte zu finden, um unsere Botschaft für andere auszudrücken?

Meine Antwort: Wenn wir die spirituellen Begriffe wahrnehmen könnten, würden wir einfache Worte finden, die das Herz jedes Menschen erreichen würden.

Wir müssen die Methode der Korrektur weiterentwickeln, damit die ganze Welt zur Verschmelzung mit dem Schöpfer gelangt. Um das zu tun, müssen wir die Spiritualität empfinden. Nur wenn du etwas wahrnimmst, kannst du schließlich anfangen zu verstehen, was dich dazu befähigt, es in Worten auszudrücken. Eine Empfindung kommt aus der Tiefe des Verlangens, von seiner Kraft, dem Bestreben und der Notwendigkeit, es zu erfüllen.

Es gibt keine klugen oder dummen. Alles hängt nur vom Verlangen ab! In unserer Welt gibt es Menschen, die ihre Gedanken in einer sehr schönen und poetischen Weise ausdrücken können. Das ist in der Spiritualität nicht möglich, wo die Tiefe der Empfindung und inneren Qual alles bestimmt.

Unser Problem ist, dass wir durch unseren Verstand blockiert sind und uns die richtigen Empfindungen egal sind. Diese Empfindungen beruhen auf unserer Verbindung mit der Welt und der Gesellschaft. Letztendlich müssen wir Worte finden, um die Einheit unter allen auszudrücken! Die Kabbaa ist eine Wissenschaft, welche die Einheit der Seelen ausdrückt.

Wenn wir nicht danach streben, uns mit anderen zu verbinden, können wir garnichts mit unseren Worten ausdrücken. Wir nehmen das, was in den Büchern steht und formen es in einen Slogan um und zu „gebrauchsfertigen“ Stereotypen, die nicht mal uns klar sind.

Darum hängt alles von dem Maß unserer Verbindung mit der Gesellschaft, der Gruppe ab. Wenn diese Verbindung existiert, wenn ein neues empfindendes Kli (Verlangen) aufkommt, auch wenn es noch nicht viel wahrnehmen kann, gibt es uns schon die Fähigkeit, in einer einfachen Ausdrucksweise zu den Menschen zu sprechen.

Aus dem Täglichen Kabbala Unterricht, 11.02.2011, Schriften von Rabash

Wo kann du Sehnsucht „erwerben“?

Wenn wir den Sohar lesen, müssen wir uns auf die Verbindung zwischen den Seelen konzentrieren, genau dort, wo der Bruch geschah. Wir müssen uns den korrigierten Zustand vorstellen, in dem wir Einheit unter den Seelen erlangen.

Die Seelen sind die Sehnsüchte, den Schöpfer zu enthüllen. Jeder Mensch, der diese Sehnsucht hat, muss sich wünschen, sie durch die Verbindung mit den Anderen zu intensivieren. Dann erhält er von ihnen die selbe Sehnsucht, und auf diese Weise wächst er.

Es ist bekannt, dass uns Freunde mit Hilfe von Feindschaft, Leidenschaft und Machtbegierde von ihrer Sehnsucht beeindrucken können, mit dem Schöpfer vereint zu werden, um Ihn zu enthüllen. Genau das wollen wir von ihnen „erwerben“.

Deswegen verlangt jeder von uns, sich während des Studiums mit dem gesamten Verlangen der Gruppe zu verbinden, um den Schöpfer zu enthüllen. Dies ist nur in der Einheit zwischen uns möglich. Schließlich kann ich die Sehnsucht des Freundes nicht rauben. Allerdings, wenn ich mich mit ihm verbinde, dann besitzt jeder von uns bereits die gemeinsame Kraft. Und dann, wenn wir genügend Kräfte vereinigen, kann jeder von uns die Enthüllung des Schöpfers erlangen.

Allerdings kann sich die Einheit zwischen uns nicht nur deshalb entwickeln, weil ich mich mit dem Verlangen meines Freundes vereinigen will. Ich besitze nicht die Stärke mich mit ihm zu verbinden. Ich benötige das Licht, um diese Handlung auszuführen.

Wir befinden uns in einem zerbrochenem Zustand, in dem keine Verbindung zwischen uns besteht. Ich möchte, dass sich diese Verbindung herausbildet und dann erlange ich mit der gemeinsamen Kraft die Enthüllung. Darüber müssen wir nachdenken, während wir den Sohar lesen.Der Sohar sind nur die korrigierten Formen der Verbindung zwischen uns.

Aus dem 2.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichts vom 22/02/2011, Der Sohar

Ein Seil in die spirituelle Welt

Frage: Ist der Begriff „Segula“/„Wundermittel“ die Grundlage für die integrale Erziehung?

Meine Antwort: „Segula“ ist die Grundlage, damit fängt man an. Denn die spirituelle Welt ist unserer Welt entgegengesetzt und deshalb völlig von ihr getrennt. Die spirituelle Welt hat keine Verbindung mit der materiellen. Du kannst nichts mit der spirituellen Welt tun – weder die Kraft von dort anziehen noch auf sie einwirken. Weder Karten noch „Wunder“ noch rote Bänder werden dir helfen, diesen absoluten Bruch zwischen den Welten zu überwinden.

Der Kontakt, durch den du die spirituelle Einwirkung auf dich hervorrufen kannst, wird nur durch deine richtige Verbindung mit dem Lehrer, dem Lehrbuch und der Gruppe hergestellt – wenn du sie benutzt, um die Absicht, die dringende Notwendigkeit, das Verständnis, was genau du von dem Studium erwartest, in dir zu erwecken.

Und dann führt dich das Studium mit dem wahren Lehrer, der richtigen Gruppe und den authentischen Büchern zur Umsetzung der Absicht. Und außer all dem wird dir nichts helfen. Ohne „Segula“ in dieser Welt würde der Mensch ein Tier bleiben.

Aus diesem Grund ist es für uns derart wichtig, zu klären, wie diese drei Bestandteile – der Lehrer, die Bücher und die Gruppe – sein sollen, wie sie richtig auf mich einwirken sollen – in Bürgschaft.

All das ist in der Notwendigkeit, die Spiritualität zu ergründen, konzentriert. Und die Spiritualität wird durch das Studium ergründet, in dem eine geheime Kraft verborgen ist. Diese Kraft muss auf mich einwirken, wenn ich mich an sie wende.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 23.02.2011

Eine Oase in der Internet-Wüste

Frage: Wodurch wird das Buch Sohar die Korrektur des Internet bewirken?

Meine Antwort: Das Buch Sohar kann zur Korrektur von Internet beitragen, weil die Menschen, die dort unterwegs sind, nach einer wahren Verbindung suchen. Sie verstehen selbst noch nicht, was sie wollen, sie glauben, dass es ihnen ausreicht, Kontakte herzustellen, miteinander zu plaudern, sich mit etwas, mit irgendwelchen Spielen zu beschäftigen.

Doch dann werden die Menschen erkennen, dass es nicht hilft, dass das alles ein begrenzter und keinen Nutzen bringender Zeitvertreib ist und dass die „sozialen Netzwerke“ die Menschen in Wirklichkeit nicht miteinander verbinden. Doch während sie damit beschäftigt sind, enthüllen sie das dort enthaltene Böse, sie begreifen, dass das alles falsch ist und nur dem Profit dient, dass das ein Versuch ist, einander über den Tisch zu ziehen und auszunehmen. Sie werden verstehen, dass diese ganze Internetverbindung uns schadet.

Wie sollte uns denn die Verbindung zwischen uns schaden? Es ist aber so, dass wir Egoisten sind und uns nicht im Guten und nutzbringend verbinden können. Wir können kein Netz erschaffen, das uns Vergnügen bringen würde. Und das wird zur Erkenntnis des eigenen Bösen führen.

Es muss ihnen erklärt werden, dass innerhalb dieses Internet-Netzes ein kleines Netz existiert, welches nach anderen Gesetzen lebt und wo Menschen zusammengekommen sind, die das Gute erlangen wollen. Das ist genau das, was der Slogan unseres Fernsehsenders aussagt: „Wir schließen uns dem Guten an“.

Dort gelten ganz andere Regeln und befinden sich Menschen, die zu Brüdern werden wollen. Und dadurch enthüllen sie das höhere Leben – und umarmen sich nicht einfach oder versuchen, dass äußerlich alles höflich und schön bleibt.

Sie erreichen Zustände, in denen sie innerhalb ihrer Beziehungen das höhere, spirituelle Leben wahrzunehmen beginnen – das vollkommene und ewige Leben, den Schöpfer, die spirituelle Welt, die höhere Kraft, die in diesem Netz verborgen ist!

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 23.02.2011

Ohne schöne Worte

Frage: Wenn wir anfangen, Druck auf unseren Egoismus und Schläge auf ihn zu verspüren, wie können wir uns dann richtig an die Gruppe wenden? Worauf sollten wir uns konzentrieren?

Meine Antwort: Wenn der Mensch keine innere Forderung an die Gruppe hat, was soll er ihr sagen? Was auch immer wir tun, wir tun es aus dem Verlangen heraus. Wenn der Mensch noch nicht erkennt, wozu er sich an die Gruppe wenden soll, wird er sich nicht an sie wenden.

Ich wende mich an die Gruppe, wenn ich mich hilflos fühle, wenn ich sehe, dass keine mir zur Verfügung stehenden Mittel helfen, dass ich nicht in der Lage bin, mich zu korrigieren und etwas zu erreichen. Meine ganze Klugheit, mein ganzes Potenzial bringen nichts.

Nur dann bin ich bereit, Freunde um Hilfe zu bitten. Die Forderung entsteht in mir aus der Suche heraus, wenn ich mich aus diesem schrecklichen Zustand retten will. Erst dann stelle ich fest, dass ich mich nur an die Gruppe wenden kann.

Ich wende mich entweder äußerlich oder innerlich an sie. Selbst wenn die Freunde das nicht wahrnehmen, doch ich will bereits Unterstützung und Kraft von ihnen bekommen. Und dann richte ich mich mit einer Bitte an sie.

Kann ich sonst etwa auf den Rat der Gruppe hören oder sie um Hilfe bitten? Denn leeres Gerede nützt hier nichts, es wäre, als würde ich den Mond anbellen. Nur wenn in mir ein echtes Verlangen herangereift ist, wende ich mich an die Freunde. Es ist unwichtig, ob sie das spüren oder nicht – denn in meinem Appell ist die Kraft des Verlangens enthalten, die ihn auch echt macht.

Auszug aus dem Unterricht über einem Artikel von Rabash, 23.02.2011

Das Ende der Romanze mit der materiellen Umgebung

Frage: Der Egoismus ist sehr listig. Wie kann ich sicher sein, dass das Spiel mit ihm mich wirklich vorwärts bringt und kein weiterer Trick von ihm ist?

Meine Antwort: Wenn ich mich in die Umgebung einfüge und mich von dem, was für sie wichtig ist, durchdringen lasse, dann bedeutet es, dass ich mich im Glauben über dem Verstand bewege. Ich beuge mich absichtlich vor der Gruppe und übernehme ihre Werte, weil sie spiritueller Natur sind. Ich stelle mich vor ihnen so hin, dass sie mich aufsteigen lassen.

Ich habe niemals Kraft, um selbständig aufzusteigen. Dabei befinde ich mich immer in irgendeiner Umgebung, die mich auf bestimmte Werte ausrichtet.

Nur sind die Werte der materiellen Umgebung ebenso künstlich und falsch. Die Gesellschaft animiert mich dazu, ein Auto, ein Haus, eine Einrichtung zu kaufen… Wer sagt, dass ich das wirklich brauche? Denn der Körper ist nur ein Tier, das sich lediglich entspannen möchte. Gib ihm eine bestimmte Anzahl an Kalorien und ein bequemes Plätzchen zum Hinlegen. Mehr will es auch nicht.

Doch die Gesellschaft erzählt mir, was ich kaufen und wonach ich streben soll. Ansonsten werde ich nicht respektiert. Animiert durch die Umgebung, versuche ich mein Leben lang, ihr zu gefallen.

Doch nun bin ich übersättigt und will nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzen. Stattdessen trete ich einer neuen Umgebung bei, wähle ein Umfeld, das ein spirituelles Ziel hat. Jetzt muss ich es nur in meinen Augen erheben – dann werde ich mit dessen Hilfe wachsen.

Ich erschaffe mir eine künstliche Umgebung für das spirituelle Wachstum. Genau darin besteht meine gesamte Arbeit. Je höher ich die Freunde in meinen Augen aufsteigen lasse, desto höher steige ich selbst auf.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 22.02.2011

48 Stunden bis zum Ende der Welt…

Frage: Stellen wir uns vor, dass ein Asteroid in 48 Stunden mit unserem Planeten kollidieren und ihn völlig zerstören soll. Wie kann die Korrektur in 48 Stunden, die bis zur Zerstörung der Erde geblieben sind, beschleunigt werden?

Meine Antwort: Wenn die Menschen auf der Erde erkennen würden, dass in 48 Stunden das Ende der Welt kommt, würde sie ein derart starkes Verlangen überkommen, eine Rettung zu finden, dass sie wahrscheinlich hören würden, dass alles vom Verlangen abhängt!

Wenn wir jetzt unser großes Verlangen um der Rettung willen auf die Vereinigung zwischen den Menschen der gesamten Erdkugel ausrichten, damit die höhere Kraft unsere Verbindung korrigiert, wird das augenblicklich geschehen. Das ist das Gesetz der Natur: wenn das Verlangen das Licht hervorruft, wirkt das Licht, und die Korrektur kommt sofort.

Wenn das Licht auf das gemeinsame Verlangen, sich zu verbinden, einwirkt, nehmen wir in diesem gemeinsamen Verlangen sofort die höhere Welt wahr. Und wenn wir alle verbunden sind, hören wir auf, in der Wahrnehmung der höheren Welt unsere Welt, unsere Realität, die Erdkugel wahrzunehmen und dann… soll sie explodieren! Es wird aber nichts explodieren können, weil alle Explosionen Kräfte sind, die wir nicht korrigieren können!

Wenn wir uns verbinden, wird unsere Welt erstens nicht explodieren, die zerstörerische Kraft wird nicht da sein, weil wir durch unsere Verbindung die Kraft des Bösen auf jeder Stufe annullieren: auf der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen.

Und zweitens, wenn es das gemeinsame Verlangen der gesamten Menschheit sein wird, denn es geht um die allgemeine Rettung, dann werden wir den Zustand erreichen, in dem unsere Welt aus unserer Wahrnehmung verschwindet und wir nur in der Empfindung der Verschmelzung existieren werden, ohne materielle Form, die sich uns im Moment in unserem Verlangen vorstellt. Unser Verlangen wird uns Formen des Gebens zeichnen.

Frage: Und wenn die Menschen sagen: „Uns sind 48 Stunden geblieben, lasst uns feiern!“

Meine Antwort: Das ist unrealistisch. Wenn du weißt, dass in 48 Stunden alles zu Ende ist, dann lebst du die verbliebenen 48 Stunden nicht, dieses Wissen radiert die verbliebenen Minuten weg, vorausgesetzt du kannst dieses Ende nicht ändern oder verhindern.

Stell dir vor, du würdest unaufhaltsam einem Abgrund entgegen rasen, doch in dem Augenblick, in dem sich der Abgrund vor dir auftut, verwandelt sich dein Auto in ein Flugzeug… Doch wenn dir eine solche Lösung nicht zur Verfügung steht, die dir ermöglichen würde, zu einer höheren Stufe – über die Katastrophe – aufzusteigen, dann bist du bereits tot.

Frage: Wie können wir die Empfindung einer solchen Notwendigkeit der Vereinigung erreichen?

Meine Antwort: Wir müssen sie selbst erreichen oder die Natur wird uns durch ein ähnliches Szenario dazu zwingen.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 15.02.2011