Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Überlass dem Schöpfer die Erlösung

Das Buch Sohar, Kapitel „Bo (Komm zum Pharao)“, Punkt 169: Es besteht kein Zweifel darüber wie die Mochin de Gadlut (das Licht von Chochma)zur Passahzeit bereits scheint, obwohl Israel (jene, die danach streben, den Schöpfer zu enthüllen) noch keine Priah (Korrektur des egoistischen Verlangens) hatte, da diese durch das Erwachen von unten (durch den Menschen) getan wird, während die Erleuchtung von Mochin (das Licht von Chochma) in der Passahnacht nur durch das Erwachen von oben (vom Schöpfer) geschah.

Bis zum Auszug aus Ägypten musst du dich so viel wie möglich mit ganzer Kraft anstrengen. Doch du hast keine Chance, den Auszug zu erreichen und zu realisieren, denn das ist eine höhere Stufe. Hier muss das Licht von Chochma (Weisheit) kommen und dieses Vorübergehen, diesen Sprung, für dich ausführen (das hebräische Wort „Pessach“ kommt vom Wort „Pasach„, vorübergehen, überwechseln). Darum ereignet es sich nur durch die Wirksamkeit des Erwachens von Oben. Die Vorbereitung wurde dir anvertraut, die Verwirklichung dem Schöpfer. Das Gleiche geschieht mit dem spirituellen Zustand, der „Samstag“ heißt, denn er kommt nicht durch einen Kalender. Einerseits wird er durch das Erwachen von Oben hervorgerufen, doch andererseits heißt es: „Jener, der nicht am Abend des Shabbat (Samstag) kocht, was wird er am Shabbat essen?“ Das heißt, wenn du während der sechs Wochentage keine Korrekturen durchführst, kannst du den siebten Tag, den Shabbat (Samstag) nicht erreichen.

Dies geschieht zu jeder Zeit. Du musst alles tun, was von dir abhängt und dir auf deiner Stufe auferlegt wurde und dann kommt das Licht von Oben und vervollständigt deinen Aufstieg zur nächsten Stufe.
Aus dem 2. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 18. April 2011, Das Buch Sohar

Das Buch der Bücher

Es gibt Bücher, über Wahrnehmungen in dieser Welt, die von normalen Menschen geschrieben wurden. Und es gibt Bücher, die von Kabbalisten geschrieben wurden, Menschen, die die höhere Welt erreichen und über ihre Empfindungen in der Spiritualität schreiben. Diese werden spezielle, heilige Bücher genannt. Heilig (Kadosh) wird buchstäblich als „getrennt“ übersetzt. Die spirituelle Welt ist von unserem Egoismus vollkommen getrennt. Folglich schreibt ein Mensch, der die Spiritualität aus seiner Wahrnehmung beschreibt, ein heiliges, besonderes oder getrenntes Buch.

Es gibt ein besonderes Buch unter allen Büchern, das von Menschen mit spirituellen Kenntnissen geschrieben wurde. In Kabbalistischen Quellen wird es einfach als „Das Buch“ bezeichnet, ohne Nennung seines Titels „Der Sohar.“ Dieses Buch ist so einzigartig, dass in Beziehung zu ihm, andere Bücher gar nicht als ein Buch betrachtet werden. Dies folgt daher, weil es von einer besonderen Gruppe von Menschen geschrieben wurde, die alle zehn der höchsten Sefirot in Malchut von der Welt der Unendlichkeit erlangten.

Die besondere Versammlung dieser zehn Personen fand vor ungefähr 2000 Jahren statt. Neun Schüler zogen sich, zusammen mit ihrem Lehrer Rabbi Shimon, in eine Höhle im Norden Israels zurück. Sie verblieben dort und studierten.

Die Höhle ist ein ganz besonderer Ort. Wenn mein Lehrer Rabash und ich nach Tiberius gingen, besuchten wir oftmals diese Höhle. Rabash liebte es wirklich dort zu sein. Er stand dort für einige Minuten und es sah so aus, als wäre er irgendwo anders, als ob er seinen Körper verlassen hätte. Dies ist der Bereich, wo er sich mit der spirituellen Kraft der zehn Sefirot verband, den zehn Seelen, die in dieser Höhle saßen, während sie die Welt der Unendlichkeit enthüllten.

Indem sie sich zusammen verbanden erlangten sie alle 125 spirituellen Ebenen, von unserer Welt, bis zur Welt der Unendlichkeit. Baal HaSulam schreibt in der „Einführung zum Buch Sohar“, dass solch ein hoher Grad von Erkenntnis, durch eine Gruppe von Menschen, nur einmal in der ganzen Geschichte auftrat, weil sie sich vereinigten und zusammen studierten.

Nur in der endgültigen Korrektur (Gmar Tikun) werden wir in der Lage sein, die gleiche Ebene zu erlangen, die von dieser Gruppe erreicht wurde, und wir werden dank ihrer Vereinigung dazu imstande sein. Sie schrieben im Buch Sohar, wie sie imstande waren sich zu vereinigen, was als Ergebnis dessen geschah und was in der Verbindung zwischen ihnen enthüllt wurde. Darin liegt die ganze Macht des Sohars.

Und dieses Buch kann uns eindeutig die größte Kraft der Korrektur für unsere Seelen geben. Daher ist dieses Buch so entscheidend.

Aus der 2. Lesung des WE! Kongresses vom 02/04/2011

Liebe kann nicht zur Gewohnheit werden

Frage: Wird die Fürsorge für die Freunde irgendwann zu etwas Natürlichem für mich?

Meine Antwort: Nein. Natürlich kann für mich nur der Egoismus sein, der mich beherrscht. Alle weiteren Zustände befinden sich über ihm und werden durch fortwährende Anstrengungen erreicht.

Der Eintritt in die Spiritualität könnte mit dem Schweben über dem Boden in unserer Welt verglichen werden. Du kannst nicht einfach in der Luft schweben. Dafür bedarf es einer Kraft, die dich trotz der Schwerkraft in der Luft halten würde.

Die Schwerkraft ist die Kraft unseres Egoismus. Sie zieht mich immer herunter, und deshalb stürze ich sofort auf den Boden, sobald ich nicht mehr an das Ziel denke.

Wenn ich mich mit den anderen verbinden möchte, muss ich vor allem ununterbrochen Anstrengungen unternehmen, um mich „in der Luft“, im Bestreben nach der Einheit, halten zu können. Hier kann es keinerlei Nachsicht geben: eine Sekunde lang nicht daran gedacht – und schon stürze ich ab.

Aus diesem Grund wird die Fürsorge für den Nächsten niemals zur Gewohnheit, zur zweiten Natur werden. Und dafür können wir nur dankbar sein – denn dadurch haben wir die Möglichkeit, jede Sekunde unseren freien Willen zu realisieren.

Wenn ich von der Gewohnheit getrieben wäre, würde ich zu einem Engel werden. Ein Engel wird von seiner Natur – der Natur des Gebens – beherrscht. Er schwebt in der Luft, weil er „leichter als die Luft“ ist, er unterliegt nicht der Erdanziehungskraft, der Kraft der egoistischen Anziehung. Aber ein Mensch unterliegt ihr.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 18.04.2011

Du sollst dir keine „Götzenbilder“ machen

Während wir kabbalistische Artikel lesen, sollten wir uns sehr vorsehen, um sie nicht mit den Begriffen der Zeit und des Raumes in Verbindung zu bringen und uns keine „Götzenbilder“ zu machen.

Alles, was von den Kabbalisten geschrieben wurde, bezieht sich nur auf unser Verlangen und nicht auf irgendwelche historische Ereignisse, die einst stattgefunden haben.

Die Geschichte gehört ebenfalls zu unserer inneren Wahrnehmung der Realität. Es gibt keinen geographischen Ort, an dem das alles stattfinden würde, „Ort“ bedeutet unser Verlangen. Es gibt auch keine Zeit, „Zeit“ bedeutet den Wechsel der Zustände.

Und wenn wir so einen besonderen Artikel wie heute lesen: „Und sie bauten armselige Städte“, über die Sklavenarbeit für den Pharao – dann müssen wir alles Geschriebene nur auf uns selbst beziehen, darauf, was mit uns auf unserem spirituellen Weg geschieht.

Der Artikel handelt davon, was ich in meinem Verlangen, in meiner Einstellung der Gruppe, dem Schöpfer gegenüber durchlaufen muss – von all jenen Mitteln, die mir gegeben sind, um die Verschmelzung mit der höheren Kraft zu erlangen. Es gibt nichts außer mir und Ihm. Alles andere sind lediglich Mittel zur Erreichung der Verschmelzung zwischen uns.

Alles, was im Artikel geschrieben steht, soll allein in mir, in meiner Seele stattfinden – so muss ich ihn verstehen. Dann bedeutet es wirklich, dass ich den inneren Sinn des Materials studiere.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 11.04.2011

Das Fest als Sprungbrett nutzen

Frage: Worauf muss sich das Weltkli momentan konzentrieren, um sich in Ägypten wiederzufinden und dort wirklich ausbrechen zu wollen?

Meine Antwort: Wir müssen uns am Aufstieg und nicht am Abstieg festhalten. Jeder von uns und wir alle gemeinsam dürfen auf keinen Fall absteigen und dadurch aus dem gewohnten Ablauf herausfallen, denn das wird uns zwangsläufig abstürzen lassen.

Wir sollten uns so schnell wie möglich der Pessachwoche zuwenden und uns darauf vorbereiten, indem wir zum Verständnis dessen kommen, was der Auszug aus Ägypten bedeutet. Wir sollten uns mit aller Kraft auf diese Begeisterung, auf diesen Ausbruch vorbereiten. Je stärker unsere Bestrebung sein wird, desto stärkere Einwirkung werden die Pessachlichter auf uns haben.

Wir müssen das genau in diesem Moment umsetzen. Vor allem müssen wir eine Einheit bilden. Aus Ägypten zieht nicht ein einzelner Mensch aus, sondern alle ohne Ausnahme: Frauen, Männer, Kinder, Greise. Genau das bedeutet Vereinigung, die auf einen gemeinsamen Auszug gerichtet ist. Das ist das, woran wir denken müssen, während wir ständig die Absicht halten.

Bis zum Pessachfest ist weniger als eine Woche geblieben. „Das Fest“ ist das äußere Zeichen, doch wenn wir diese sieben Tage nutzen, können wir uns vereinigen, eine solche Verbindung erschaffen und solche Absichten während der Unterrichte bilden, dass wir nach vorne „katapultiert“ werden.

Die einen durchleben einen Abstieg, die anderen einen Aufstieg, die dritten werden vom Wechsel durchgeschüttelt – wir brauchen alle diese Zustände. Der Mensch muss einen Abstieg genauso wie einen Aufstieg schätzen. Denn das eine gibt es nicht ohne das andere.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 12.04.2011

Teilnahme von allen sichert den Erfolg

Weltweiter WE! Kongress, New Jersey, 6. Lektion

Frage: Hunderte und tausende amerikanische Kinder sind praktisch sich selbst überlassen, und zahlreiche soziale Einrichtungen, die sich mit ihnen beschäftigen, erleiden völlige Niederlage.

Haben wir Bücher zu diesem Thema, die wir ihnen anbieten könnten?

Meine Antwort: Noch nicht, wir sind jedoch dabei, sie vorzubereiten. Ich hoffe, dass ihr im Laufe von drei bis sechs Monaten anfangt, eine Reihe von Büchern zu bekommen, welche die Erziehungsmethode für Kinder unterschiedlichen Alters enthalten: wie Gruppen gegründet, Besprechungen durchgeführt, Kinder entwickelt werden, wie die Verbindung zwischen ihnen aufgebaut wird…

Außerdem dürft ihr nicht nur auf das Material von uns warten, ihr solltet euch uns anschließen und zusammen mit uns am Prozess dessen Entstehung teilnehmen! Derjenige, der sich nicht mit der Verbreitung beschäftigt, hat keine Chance, spirituell voranzukommen! Wie kann er das Licht durch sich hindurch leiten, wenn er nicht versucht, es an andere weiterzugeben?

Nehmt euch ein Beispiel am amerikanischen Lernzentrum, nehmt an der Verbreitung teil, sonst werden wir keinen Erfolg erzielen, und unsere Entwicklung wird sehr langsam verlaufen. Wir brauchen Kraft, viel Kraft! Wir brauchen wirklich eure Hilfe!

Auszug aus der 6. Lektion des WE! Kongresses in New Jersey, 02.04.2011

Ein gemeinsames Ziel für beide

Frage: Worin besteht die Arbeit von Mann und Frau bei der Annullierung des Verlangens zu genießen in der spirituellen Welt?

Meine Antwort: Es gibt keinen Unterschied bei der Arbeit von Mann und Frau, weil sie beide das Verlangen, Genuss zu empfangen, sind, sie sind beide Egoisten.

Jeder von ihnen muss die Wichtigkeit des Ziels erheben, sprich die Offenbarung der höheren Kraft und deren Verbindung mit allen Menschen, um die spirituelle Welt zu enthüllen.

Und weil es die Wichtigkeit des Ziels gibt, annulliere ich mein Ego und verzichte auf verschiedene Dinge, die ein Hindernis für dessen Erreichung darstellen. Ich höre nicht auf, das Essen und das Leben zu genießen, ich verzichte auf gar nichts in dieser Welt, sondern arbeite lediglich an der Wichtigkeit des Ziels.

Wir sagen, dass unsere Welt wichtig für uns und voll von großen Genüssen ist, doch die spirituelle Welt ist noch wichtiger und anziehender für mich. Ich achte also quasi in dem Maße dieser Wichtigkeit nicht auf jene Dinge, die mich daran hindern, die Spiritualität zu erlangen, – auf diese Weise komme ich voran.

Auszug aus dem öffentlichen Vortrag „Kabbala für alle“, 08.03.2011

Der Egoismus hat nicht schlecht an uns verdient

Frage: Was bedeutet, dass der Pharao sich am Menschen festsaugt und ihm seine ganze Erfüllung wegnimmt?

Meine Antwort: Der Pharao lässt dich Wissen aneignen, lernen, dich mit den anderen in der Gruppe verbinden – und dann erkennst du plötzlich, dass das alles nichts mit der Spiritualität zu tun hat, sondern aus dem vollkommen materiellen, egoistischen Interesse heraus getan wurde. Es stellt sich heraus, dass du die ganze Zeit im Gegenteil für dein Ego gearbeitet hast.

Es sind einige Monate vergangen, es wurde sehr viel Kraft investiert – und der Egoismus lacht dir ins Gesicht und sagt: „Ausgezeichnet, ich habe sehr gut an dir verdient!“ Und er steht beiseite und zählt das Geld – du hast gearbeitet, und der ganze Gewinn fiel an ihn.

Und das geschieht jedes Mal! Ich sehe, dass alle meine Anstrengungen – was auch immer ich tun mag: im Studium, in der Verbreitung, in der Gruppe – wie Sand durch meine Finger rinnen, ohne auch nur eine Erinnerung an sich zu hinterlassen. Nichts bleibt von allen meinen Anstrengungen, meinen Gemütsbewegungen, meiner inneren Arbeit, meiner Anspannung übrig – wo ist das alles geblieben? Alles ist im Ego verschwunden, das es in sich aufgesaugt hat.

Darüber steht geschrieben: „Die Güter, die er verschlungen hat, muss er wieder ausspeien“ – nur am Ende der gesamten Arbeit, nach allen ägyptischen Plagen gibt der Egoismus alles, was er verschlungen hat, zurück, und dann erhält der Mensch das alles und erhebt sich über den Egoismus.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 11.04.2011

Ein neues Land betreten

Frage: Was sind die Hauptanzeichen dafür, dass der Mensch dem Auszug aus Ägypten nah ist?

Meine Antwort: Das Anzeichen dafür, dass der Mensch dem Auszug aus Ägypten nah ist, ist sein großes Verlangen, sich mit den anderen zu verbinden, weil der Mensch begreift, dass seine Erlösung nur darin besteht. Und zugleich erkennt er, dass er dazu nicht in der Lage ist, denn in seinem Inneren gibt es keinen Funken des Gebens.

Außerdem spürt er, dass es eine höhere Kraft gibt: „Es gibt niemanden außer Ihm“, die ihm zum ersten und zum zweiten Eindruck verhilft, und ist bereit, sich zusammen mit ihr aus seinem Zustand zu erheben, um die Vereinigung zu erlangen.

Als „Auszug aus Ägypten“ wird meine Vereinigung mit den anderen bezeichnet. Das bedeutet, dass ich vor meiner Abstoßung den anderen gegenüber, vor meinem bösen Trieb zum Guten, zur Freiheit fliehe. Das ist die Freiheit von dem Todesengel, von der Trennung, die von mir als Tod empfunden wird. Und ich erreiche die Verbindung mit den anderen – was für mich Leben bedeutet.

Wenn ich mich dem Netz anschließe, in dem alle miteinander verbunden sind, bedeutet das bereits Betreten eines „neuen Landes“, eines neuen Verlangens, in dem der Schöpfer, die Kraft des Gebens herrscht.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 14. 04.2011

Die richtige Art von Bedrängnis

Frage: Sollten Frauen auf die Männer in der Art Druck ausüben, wie eine Mutter Druck auf ein Kind ausübt, so dass die Männer an der Einigkeit arbeiten?

Meine Antwort: Ihr solltet die Männer wie Kinder behandeln – mit Liebe. Wenn sie sich jedoch nicht vereinigen, dann gibt es keinen Zweifel, dass ihr Druck auf sie ausüben sollt. Es steht geschrieben, dass „wir durch die Tugend rechtschaffener Frauen aus Ägypten herauskamen“, wobei „aus Ägypten herauskommen“ aus dieser in die spirituelle Welt überwechseln bedeutet und dies geschieht nur durch die Rechtschaffenheit der Frauen.

Wir lernen, dass der Aufstieg von MAN von Malchut aus geschieht und sich all die Verlangen in Malchut befinden. Folglich beginnt alles mit den Frauen. Wenn es nicht ihre Verlangen gäbe, gäbe es keine Familie und keine neue nachfolgende Generation.

Die treibende Kraft der Menschheit ist die Kraft der Frauen, die nach Geburt und danach verlangt, Leben weiter zu geben. Ein Mann steuert die ausführende Kraft hinzu, jedoch nur unter der Bedingung, dass Bedarf danach besteht. So ist die Natur beschaffen.

Mithin ist die bedeutendste Sache, die wir benötigen, die Empfindung der Bedürfnisse durch die Frauen. Wenn zu Rabash neue Studenten kamen, organisierte er unmittelbar eine Frauengruppe, die aus deren Frauen bestand. Diese Frauen versammelten sich einmal in der Woche, lasen einen Artikel und diskutierten ihn. Rabash interessierte sich sehr dafür, wie sie auffassten, was geschrieben ist und dafür, was mit ihnen geschah.

Es muss zweifellos eine starke Frauenorganisation geben, die von den Männern die Ausführung dessen verlangt, was sie in der Spiritualität benötigen. Allerdings sollten die Frauen dies nicht mit Gezeter, sondern durch den Bedarf des Herzens tun. Dann werden es die Männer spüren. Doch dies geschieht noch nicht.

Das heisst, dass die Frauen von Natur aus nicht wissen, wie man sich miteinander vereinigt und sind unfähig dazu. Jede Frau ist separat. Um jedoch Druck auf die Männer ausüben zu können-und nur um dieser Sache willen -sind sie imstande, sich zu vereinigen um ein einziges, gewaltiges Verlangen zu werden. Und dieses Verlangen ist für uns wesentlich.

Aus der 2.Lesung auf dem WE! Kongress, 01/01/2011