Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie man seinen Punkt im Herzen entwickelt

Frage: Was bedeutet die Vereinigung der Punkte im Herzen, die wir zu erreichen versuchen?

Antwort: Wenn ein Verlangen nach Geben, genannt der Punkt im Herzen, in einer Person erscheint, wird er zu Beginn vom Verlangen, Genuss zu erhalten, gelenkt. Vorerst befindet sich das Verlangen zu geben innerhalb unseres egoistischen Verlangens zu empfangen, und deshalb wird es als „Punkt im Herzen“ bezeichnet

Die Vereinigung der Punkte im Herzen, die wir zu erreichen versuchen, ist die Vereinigung unserer Verlangen zu geben. Sie müssen Ihren Punkt mit anderen Punkten vereinen, um einander zu beeinflussen. So wird sich Ihr Verlangen zu geben über das Verlangen zu empfangen erheben.

Wenn wir aus unserem Verlangen zu empfangen herauskommen und ein Netz zwischen uns darüber erschaffen, dann wird genau dieses Netz die Seele genannt. Alle Punkte, mit denen ich mich verbunden habe, werden sich in meine Seele verwandeln. Außerdem wird die Kraft der Seele dadurch bestimmt, wie verbunden ich mit anderen bin und wie groß mein Verlangen ist, ihnen zu geben.

Wenn wir das Verlangen nach Genuss mit der Kraft des Lichtes beeinflussen, dann wird dieses Verlangen nicht im Stande sein, unseren Fortschritt zu stören, da es keinen Kontakt mit dem Licht hat. Und dann können wir unseren Punkt im Herzen höher erheben. Das wird „der Exodus aus dem Exil“ genannt.

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Neigung zur Einheit

Alles in der Welt basiert auf dem Zusammenwirken von zwei Kräften: Anziehung und Abstoßung. Die gesamte Materie ist ihnen untergeordnet, seien es ganze Galaxien oder lediglich Mikropartikel.

Auf diese Weise zeigen sich auf unserer Ebene zwei spirituelle Kräfte: die Kraft des Lichts und die Kraft des Gefäßes, die Kraft des Schöpfers und die Kraft der Schöpfung.

Die Natur des Schöpfers ist die Kraft des Gebens, und die Natur der Schöpfung ist die Kraft des Empfangens. Das Schöpfungsziel ist es, die Kraft des Schöpfers zu erlangen und Seinen Zustand zu erreichen. Dies bestimmt das ganze Programm: die Reihenfolge der Entwicklung und deren Schritte.

Der Schöpfer hat uns erschaffen, „ohne uns zu fragen“, und uns lediglich mit dem Verlangen zu empfangen ausgestattet. Es fügt sich ein Funke des Verlangens zu geben hinein, und das baut eine Kette von Zuständen auf, aus denen wir begreifen, was der Schöpfer von uns will. Infolge dessen schließt sich die Schöpfung bewusst dem Prozess an und trägt zu ihrer Entwicklung bei.

Wenn in mir der Funke der zweiten Kraft erwacht, beginne ich zum ersten Mal die Geschehnisse zu verstehen, nachzudenken und Fragen zu stellen.

Dieser erwachte Punkt ist auch der Schöpfer. Er gibt mir die Möglichkeit, selbständig zu sein: während ich mich zwischen zwei Verlangen befinde, vergleiche ich sie und suche nach einer Gelegenheit, geboren zu werden, um selbst diese Kräfte auf dem Weg zum Ziel zu steuern.

Ich erlange die Freiheit der Wahl, und nun denke ich über den Sinn meines Lebens nach und nicht darüber, inwieweit es meinen Egoismus befriedigt.

Und da gerät die Kraft der Verbindung zwischen den Teilen der Schöpfung in mein Bewusstseinsfeld. Der Punkt, der im Inneren glimmt, beginnt, mich in Richtung Einheit anzutreiben.

Unterbewusst, ohne zu wissen warum, neigen die Menschen mit dem Punkt im Herzen dazu, die Welt als ein Ganzes zu sehen. Ohne der Mystik und den neuen New-Age-Bewegungen zu verfallen, wollen sie das Gesamtsystem der gegenseitigen Verbindung aller Teile der Realität durchschauen und erkennen.

Eben diese einzige Verbindung, die sie anstreben, ist auch das spirituelle Leben. Das integrale Zusammenwirken von Zellen und Organen lässt das Leben eines gemeinsamen Körpers entstehen, und er nimmt sich in dem Maße lebendig wahr, in dem seine Teile miteinander verbunden sind.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.10.2010

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Wo soll man den Schöpfer suchen?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum reden wir immer nur über die Verbindung zwischen uns und nicht über die Verbindung mit dem Schöpfer?

Meine Antwort: Im Moment geht es uns um die Umsetzung unserer Aufgabe, darum schenken wir so viel Aufmerksamkeit der Verbindung zwischen uns.

Das Endziel ist die Verschmelzung mit dem Schöpfer nach dem Gesetz der Gleichheit der Eigenschaften, was für uns, „Mensch“, Adam (dem Schöpfer „gleich“) zu werden bedeutet.

Dafür müssen wir unser spirituelles Gefäß (Kli) vorbereiten, indem wir es an den Höheren angleichen. Dieses Gefäß muss für alle eins sein, wo sich alle seine Teile wie ein Mensch mit einem Herzen vereinen.

Im Gefäß sind unser ganzer Hass, Neid, Ehrgeiz, Hochmut und Machtgier enthalten, und über all dem müssen wir uns erheben und vereinen, um uns an den Schöpfer anzugleichen und Verschmelzung mit Ihm zu erreichen.

Uns kommt es vor, als ob befände sich der Schöpfer irgendwo außerhalb von uns , doch letztendlich enthüllt Er sich innerhalb  jenes gemeinsamen Gefäßes, das wir zwischen uns aufbauen.

Deshalb, um den richtigen Durchblick zu haben, müssen wir alles so wahrnehmen, als ob es sich alles an einem Ort befinden würde. Dieses Gefäß bauen wir zur Enthüllungen des Schöpfers auf! Es befindet sich genau dort, wo wir uns über unserem Egoismus verbinden.

Unser Egoismus bleibt unten, und darüber bauen wir Verbindungen untereinander auf. Und wenn unsere Verbindung wirklich stark ist und auf der Kraft des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, aufgebaut ist, werden wir darin den Schöpfer (Bore) enthüllen, was  „komme und siehe“ (Bo-Re) bedeutet.

Und Es ist nicht etwa so, dass Er irgendwo dort oben im Himmel sitzen würde und ich hier unten irgendetwas machen würde, um Ihn im Himmel zu enthüllen.

Sondern genau innerhalb der Verbindung zwischen den Seelen, enthülle ich ihn, zwischen den Organen des spirituellen Organismus, als das ihn erfülltende innere Licht.

Und die Menschen glauben, dass wir den Schöpfer ausschließen und nur über die Verbindung untereinander reden, weil sie in ihrem Inneren nicht bereit sind, zu akzeptieren, dass es eine Verbindung zwischen unserer Arbeit, dem Studium, der Verbreitung, der Vereinigung miteinander und dem Schöpfer gibt.

Jeder nimmt den Schöpfer als etwas Großes wahr und ist bereit, sich mit Ihm zu vereinen, und mit einem anderen Menschen nicht. Sie verstehen aber nicht, dass das ein und dasselbe ist.

Eine innigere Verbindung zwischen den Menschen nennt sich „Schöpfer“, die Eigenschaft des Gebens, doch die Natur des Menschen lässt ihn das nicht akzeptieren…

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Die Einzigartigkeit von Pessach ist das Licht des Glaubens

Die spirituellen Wurzeln haben auch einen Einfluss auf ihre physischen Zweige. Alles wird durch die Abfolge der Ausbreitung der Kräfte des Lichtes bestimmt, was unser Material, das Verlangen nach Genuss, beeinflusst. Im Wirken dieses Lichtes liegt eine spezielle Periodizität und Kausalität.

Es beinhaltet einen Mechanismus, welcher alles von der Spitze der Welt Atzilut aus in Gang setzt und kontrolliert. Genau von dort aus, von Arich Anpin, Aba ve Ima, ISHSuT und SON, welche in einer speziellen Beziehung zueinander existieren, erhalten wir Veränderungen, welche man als Jahr, Monat, Woche, Tage, Minuten, Nächte und noch viele weitere innere Zustände definiert. Wir sprechen hier über Eigenschaften und die Kombination von Eigenschaften, welche einen großen Einfluss auf diese Welt haben.

Wenn ein Mensch sich mit der spirituellen Wurzel verbinden möchte und sich unter den Einfluss des Höheren Lichtes begibt, um sich ihm anzunähern, muss er diese Perioden des speziellen Einflusses auf uns von oben benutzen. Wenn man spirituell aufsteigen möchte, dann muss man sich während solcher Perioden in unserer Welt, welche wir als Feiertage bezeichnen, mit den Absichten, welche solche Einflüsse betreffen, verbinden.

Im Buch „Die Tore der Absichten“ des ARI, erklärt dieser, wie ein Mensch in einer solchen speziellen Periode des Einflusses auf unsere Welt handeln soll, wie zu Rosh Hashana, Sukkot, Pessach, Shavuot, usw. Wenn wir über Pessach sprechen, dann ist darin das hervorstechendste Merkmal das Licht von Chassadim. Wenn ein Mensch zum ersten Mal in seinem Leben das Licht von Chassadim empfängt, erwirbt er die Eigenschaft des Gebens und erhebt sich über sein Ego.

Daher zahlt es sich für uns aus, mehr über das Höhere Licht nachzudenken, welches in dieser Zeit mehr Kraft besitzt, um uns über unseren Egoismus zu erheben und uns darüber in die Eigenschaft des Gebens zu bringen. Anschließend sind wir bereits in der Lage, weiter in der spirituellen Welt voranzuschreiten und diese mit all ihren Details zu spüren.

Daher sollten wir an allen Tagen von Pessach über die Vereinigung zwischen uns und dem Höheren Licht nachdenken, welches jeden von uns über seinen persönlichen Egoismus erhebt. Dies sollte unsere hauptsächliche Absicht während der Feiertage sein.

Der böse Trieb ist nicht das was du denkst

Es gibt für mich nichts zu korrigieren, bis ich das Böse in mir erkenne. Doch der wahre böse Trieb hat nichts mit notorischen Untugenden zu tun – den Verlangen zu stehlen, zu lügen, zu morden und alles was du dir vorstellen kannst. Keines davon gehört zu dem bösen Trieb.

Es gab eine Zeit, als wir eine einzige Seele waren, miteinander verbundene „Zahnräder“, doch wir brachen auseinander und wurden getrennt. Diese Trennung, der Hass zwischen uns ist das wirklich Böse. Der böse Trieb ist das Fehlen des Verlangens, mich mit anderen in einem Herzen zu verbinden und mein Widerwille meinen Freund wie mich selbst zu lieben. Das ist das Böse, das erkannt und korrigiert werden muss. Es ist nicht einfach, das Böse zu korrigieren!

Das Licht, das zur Quelle zurückführt muss zum Guten hin an mir arbeiten, bevor ich anfange, in mir das Böse zu spüren, wovon die Kabbala spricht. Sobald ich jedoch das Böse in mir in vollem Ausmaß zu spüren beginne, werde ich sofort nach Korrektur verlangen.

Zuerst decke ich den „Riss“ zwischen mir und der Gruppe auf und korrigiere ihn und in dem Maße, in dem ich die Eigenschaft des Gebens erwerbe, überwinde ich mit dem Schöpfer den Riss. Indem ich danach strebe, trotz des Bösen in mir meine Freunde zu lieben (ihr Streben zum Schöpfer, den Punkt in ihrem Herzen), enthülle ich nur, wie sehr ich in Selbstliebe versunken bin.

Nachdem das Problem ans Licht gebracht wurde, ist es nicht schwer, es zu lösen – ich bitte um das Licht und es korrigiert mich.

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Belohnung und Bestrafung neu betrachtet

Der Mensch denkt, dass wenn sein Leben zu Ende ist, er in der nachfolgenden Welt eine Belohnung dafür erhalten wird, dass er sich gut und treu verhalten und alles ausgeführt hat, was seine Religion von ihm forderte. Aber was kann er erhalten, wenn er sein Verlangen nicht dafür vorbereitet hat?

Seine Verlangen sind auf die Vergnügungen dieser Welt ausgerichtet – Vergnügungen, die in der spirituellen Welt nicht existieren! Die primitiven Vorstellungen des Menschen lassen ihn die Entscheidung treffen, in dieser Welt so viele „Dinge“ wie möglich anzuhäufen, um diese dann alle ins Grab mitzunehmen.

Wenn wir uns den Schöpfer wie einen König vorstellen, für den wir arbeiten müssen, dann sind wir wie die religiösen Menschen. Der Schöpfer ist in uns; Er ist die Eigenschaft von Geben und Liebe, die wir hier und jetzt erwerben müssen.

Deshalb müssen wir an uns arbeiten, um uns selbst zu korrigieren, anstatt von einem erfundenen mächtigen Herrscher belohnt oder bestraft zu werden. Das ist der Unterschied zwischen Kabbala und Religion, und der Grund, warum wir die Kraft der Korrektur brauchen – die Kraft der Kabbala, oder der Tora. Denn deren Licht führt uns zur Quelle zurück – zum Schöpfer.

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Arbeiten Sie mit Ihrer Umgebung wie mit einem hochentwickelten Gerät


Spiritueller Fortschritt ist auf Abstiegen aufgebaut: Indem diese korrigiert werden, dienen sie als Material für das spirituelle Kli. Wenn Sie Ihr Empfinden, von der Spiritualität weit entfernt zu sein, in ein spirituelles Empfinden umdrehen, dann werden Sie dadurch Ihre Seele aufbauen.

Stellen Sie sich einen elektronischen Konverter vor. Er gleicht einen schwankenden Stromfluss aus, indem er ihn konstant macht. Der Strom tritt in die Diode ein, wo die positive Phase einen bestimmten Bereich passiert und die Minusphase einen anderen. Als Resultat erhalten wir am Ende einen konstanten Stromfluss. Dieser Prozess ist dem spirituellen sehr ähnlich, da auch dort Abstiege in Aufstiege verwandelt werden.

Das Licht wirkt wie die positive Phase und das Kli offenbart sich als negative Phase, und beide arbeiten zusammen. Praktisch gesprochen ist es so, dass meine Umgebung auf mich wirkt und ich wirke auf meine Umgebung. Ich projiziere somit zwei Gefühle auf meine Umgebung: das Gefühl, dass ich wichtig bin, und das Gefühl, dass ich nichts wert bin. Als Reaktion darauf beeinflusst mich meine Umgebung durch die Wichtigkeit des Gebens und durch die Wertlosigkeit des Empfangens.

Wenn ich mich um diese vier Kanäle kümmere, dann erhalte ich Kraft. Wenn ich im Zustand eines Aufstiegs bin und sehr viel Kraft habe,muss ich an die Umgebung abgeben und wenn ich falle und keine Kraft mehr habe, erhalte ich Kraft aus der Umgebung.

Dies funktioniert genau wie bei einem Gerät, welches den oszillierenden Strom ausrichtet: Manchmal gebe ich und manchmal bekomme ich. Als Ergebnis davon habe ich immer Energie.

In der Tat ist dies auch der Grund, warum die Seele in zwei Teile getrennt wurde: ich und alles was außerhalb von mir ist. Dies geschah, um mich fähig werden zu lassen, andere wie mich selbst zu behandeln.

Alles was außerhalb von mir ist, gehört ebenfalls zu mir. Es ist nur so, dass ich damit auf diese oszillierende Weise arbeiten kann – also, dass ich manchmal Kraft abgebe und dann wieder zurück bekomme. Aber was ich empfange, ist um ein vielfaches größer als das, was ich gegeben habe.

Aufgrund der Dunkelheit (dem neuen Kli), welche sich in mir offenbart, bin ich fähig, genug Stärke aus der Umgebung zu erhalten, um mich an die Kraft (das Licht) der Korrektur zu wenden. Dadurch bin ich immer in der Lage, vorwärts zu schreiten, wie ein konstanter Stromfluss, welcher immer ausgerichtet ist. Uns so steige ich höher und höher.

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Die Spielregeln des Schöpfers kennen


Zur Angleichung an den Schöpfer muss die Schöpfung zwei entgegengesetzte Kräfte in sich miteinander verbinden. Andernfalls würde sie nichts neben sich wahrnehmen können, wie die unbelebten, pflanzlichen und tierischen Objekte. Deshalb ist ein Mensch einzigartig, weil er seinen Nächsten fühlen kann.

Zunächst sieht der Mensch seinen Nächsten als eine Gelegenheit, ihn auszunutzen. Aber schließlich entwickelt sich der Mensch und beginnt zu verstehen, dass der Nächste eigentlich er selbst ist. Es erscheint uns nur so, als ob die anderen gegen uns sind, da unser Ego sie wegstößt und uns Hass empfinden lässt. Doch wenn wir diese Trennung überwinden können und uns mit den anderen verbinden, dann werden wir diesen Teil, welchen wir verloren haben, wiedererlangen und werden die Kraft erlangen, welche uns trennt – den Schöpfer.

Wenn ich das System der Seelen zum korrigierten Zustand zurückbringe, in dem alle Seelen sich durch gemeinsame Anstrengungen vereinen, dann werde ich die Ursprüngliche Kraft erlangen, welche die Einheitliche Seele geschaffen hat und sie danach zerbrach. Es liegt an uns, diese wieder zusammen zu fügen. Jeder Mensch ist wie ein Kind, welches groß wird – den Verstand des Schöpfers erlangt – indem es alle Teile wieder zusammenfügt.

Der Schöpfer hält absichtlich die Teile auseinander und trennt sie durch Hass und Egoismus. Er ist wie ein Erwachsener, der ein Spielzeug zerbrochen hat und alle Teile vermischt, um damit dem Kind die Möglichkeit zu geben, sich stufenweise zu entwickeln, einen Verstand zu erwerben und nach der Korrektur seiner Eigenschaften zu streben, um alle Teile wieder aufzusammeln.

Das Kind muss nach der zukünftigen Form der Seele suchen und Beispiele von den Erwachsenen fordern. Es muss den Schöpfer zwingen, gemeinsam mit ihm den Zerbruch zu korrigieren, so wie ein Kind einen Erwachsenen bittet, das Haus aus Bauklötzen wieder mit ihm aufzubauen. Im Spiel mit dem Erwachsenen wird das Kind verstehen, was der Sinn dieses Spieles ist, warum es notwendig ist, warum es so erschaffen wurde und was der Schöpfer von ihm will. Es wird dann so werden wie Er!

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Beharrlichkeit ist die Garantie für Erfolg


Wir kommen unter dem Einfluss zweier gegensätzlicher Kräfte voran: dem Geben (der Kraft des Schöpfers) und dem Empfangen (der Kraft des Menschen). Ein Zustand, wo nur eine Kraft gegenwärtig ist, ist nicht möglich. Das ist in unsrer Welt ähnlich, in der es einen Pol nicht ohne einen Gegenpol gibt.

Deshalb wird jeder von uns in jedem Augenblick unseres Lebens von diesen zwei Kräften beeinflusst. Außerdem sind diese beiden Kräfte so im Gleichgewicht, dass sie für uns eine Bedingung schaffen, in der Freiheit möglich ist – die Freiheit, zur Spiritualität voranzuschreiten, zur Eigenschaft des Gebens.

Darum befinden wir uns sozusagen immer in einer „Bruchzone“. In dem einen Augenblick bist du angeregt, voller Energie und Bewegung und im nächsten Augenblick fällst du so tief, sodass du keine Kraft hast, dich zu bewegen. Das System der Lenkung verhüllt die Dinge, die unsere Entwicklung behindert und für uns allerlei innere Zustände erschafft, welche die uns umgebende Welt wiedergeben. Doch all das geschieht, damit wir unsere freie Wahl erkennen.

Die Aufgabe eines Menschen ist es, in jeder Situation alles in seiner Macht stehende zu tun. Sogar wenn er denkt „Ich tauge zu nichts und ich eigne mich definitiv nicht für die spirituelle Arbeit. Die ist für großartige Menschen bestimmt, eine Menge Energie und Talent haben.“ Nun, das ist einfach nicht wahr! Es sind nicht die starken Menschen, die es verdienen, die Höhere Welt zu enthüllen, sondern die Menschen, die den Weg in diese Richtung beibehalten! Die Seelen, welche zu den höchsten Höhen gelangen sind solche, die ihren Aufstieg aus der tiefsten Tiefe des Egoismus beginnen.

Wenn ein Mensch irgendeine Möglichkeit hat, voranzukommen, dann, selbst wenn es rein egoistisch ist und er sich allerlei verlockende Belohnungen für seinen Egoismus vorstellt, ist das immer noch etwas Gutes! Das gleicht dem, wie ein Esel mit verbundenen Augen arbeitet, mit einem Sack Getreide, der unter seiner Nase baumelt. Das bringt ihn dazu, dass er im Kreis herumläuft und das Rad dreht, welches das Getreide (Tierfutter) zu Mehl (Nahrung für den Menschen) mahlt. Auf diese Weise entwickelt sich ein Tier zu einem menschlichen Wesen.

Richte also nicht zu viel von deiner Aufmerksamkeit auf die Umstände, die dir gegeben wurden. Alle die Zustände, durch die wir gehen, egal wie dumm oder nutzlos sie uns erscheinen, sind für unser Voranschreiten immer die nützlichsten. Wir müssen nur versuchen alles zu tun, was wir können, wie ein Baby, das niemals aufgibt und immer unermüdlich und enthusiastisch ist. Wenn wir nur beharrlich bleiben, werden wir ganz sicher Erfolg haben!

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Die Feiertage bringen ein besonderes Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe gehört, dass während der Zeit der Feiertage ein besonderes Licht in unsere Welt herabkommt. Was gibt es uns und welche inneren Veränderungen vollzieht es an uns?

Meine Antwort: Wenn wir uns während der Feiertage miteinander verbinden, wenn ein zusätzliches Leuchten auf uns einwirkt, wird es uns möglich sein, dies zu nutzen, um voranzukommen. Das kann heute mehr denn je geschehen, denn es studieren mehrere Tausend Menschen zusammen mit uns Kabbala.

Lasst uns also miteinander verbinden und erkennen, dass unsere Verlangen egoistisch und zerbrochen sind. Diese Wahrnehmung heißt Slichot – die Tage der Buße, an denen wir uns prüfen und sehen, wie entgegengesetzt wir zu dem sind, was wir ersehnen – die Eigenschaft des Gebens.

Lasst uns dann versuchen zu enthüllen, wie sehr wir uns im Gegensatz zur Spiritualität befinden. Diese Wahrnehmung heißt der Tag der Ehrfurcht oder Tag des Gerichts. Diese Enthüllung hat ein Gebet und das Blasen des Widderhorns (Shofar) zur Folge.

Im Aramäischen bedeutet Shufra Wichtigkeit. Das Blasen des Widderhorns bedeutet also, das wir die Spiritualität, das Geben und die Liebe erheben, diese für wichtiger erachten, als die Körperlichkeit und den Hass. Wir wollen, dass die Spiritualität das Wichtigste und Höchste für uns wird und wollen, dass sie uns beherrscht. Wir fordern, dass die Kraft des Lichts, die jetzt in der Welt gegenwärtig ist, in unserm Innern wirkt und uns hilft, „die Zehn Tage der Buße“ zu erreichen. Das bedeutet, dass das Licht auf uns wirkt und uns ermöglicht, zu erkennen, dass wir innerhalb der zehn Sfirot der Seele der Eigenschaft des Gebens völlig entgegengesetzt sind. Dadurch werden wir zum Tag des Gerichts (Yom Kippur) gelangen.

An Yom Kippur spüren wir, dass wir uns im Gegensatz zur Spiritualität befinden und erkennen, dass die Eigenschaft des Gebens – Bina und die Eigenschaft des Empfangens – Malchut – Gegensätze sind. Sie sind durch einen unendlichen Abgrund voneinander getrennt. Darum nehmen wir die Einschränkung des Tags des Gerichts auf uns und verweigern den Gebrauch unserer egoistischen Verlangen, die der Spiritualität entgegenstehen.

Infolgedessen werde ich die Korrektur verlangen. Ich verlange nicht, mich besser zu fühlen, sondern zu einer anderen Stufe der Verlangen aufzusteigen, den Verlangen des Gebens. Und dann kommt ein noch größeres Licht zu mir – das Licht von Sukkot, dass mir eine Verhüllung (Schach) über meinen Egoismus gibt.

Wenn ich während der sieben Tage von Sukkot sieben meiner Kelim korrigiere, dann erhalten meine Verlangen Erfüllung und ich erreiche den achten Tag, der „Atzeret“ heißt. An diesem Punkt blockiere ich das Licht und das Licht wird enthüllt. Dieses wird „Simchat Tora“ (die Freude der Tora) genannt.

(Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbala Unterichts über Rabash’s Artikel „Königreiche, Erinnerungen und das Blasen in das Horn“.)

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