Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kräfte'

Eine einfache Formel der Realität

Wir existieren in einer Realität, in der es keine Zeit gibt. Alle Änderungen von Zeit, Raum und Handlungen, alles, was mit uns geschieht, und unsere eigenen Veränderungen, gehen von unserer unbeständigen Wahrnehmung aus, und außen, außerhalb von uns, verändert sich nichts. Wenn es keine Veränderungen in unserem Verlangen und unserer Absicht gäbe, würden wir keine Veränderungen wahrnehmen.

In der Realität gibt es nichts, außer dem Verlangen und der Absicht sowie dem höheren Licht, das sich dem gegenüber in einem absoluten Ruhestand befindet. Während sich dieses Verlangen verändert, nimmt es sich in allen möglichen Formen und Arten wahr. Im Moment nehmen wir uns selbst wahr – auch das ist ein Verlangen, welches sich selbst auf diese Weise wahrnimmt.

Dieses Verlangen durchläuft schrittweise verschiedene Zustände nach einer kausalen Reihenfolge, vom Anfang ihrer Entwicklung bis zum Ende. Diese ganze Entwicklung wird nur bezüglich dieses Verlangens realisiert, und außerhalb des Verlangens gibt es keine Veränderungen.

Deshalb handelt die gesamte Wissenschaft der Kabbala davon, wie dieses Verlangen seine Realität wahrnimmt: wo es sich befindet und warum, in einer Beziehung mit wem. Das ist sein ganzes Leben.

Indem die Wissenschaft der Kabbala uns die ganzen Ereignisse, die das Verlangen erlebt, enthüllt, erklärt sie uns den ganzen Prozess, insbesondere den letzten Entwicklungsabschnitt des Verlangens.

Dieser letzte Abschnitt verläuft bewusst, wenn das Verlangen und seine Absicht sich entwickeln und einen Zustand erreichen, in dem sie anfangen, ihre eigene Realität wahrzunehmen. Es entsteht in ihnen eine gewisse Kraft, eine besondere Wahrnehmungseigenschaft, die es dem Verlangen erlaubt, sich über sich selbst zu erheben und sich von einem äußeren, objektiven Punkt zu beobachten.

Dann stellt das Verlangen fest, dass es wirklich existiert, sich verändert, sich auf etwas zubewegt, sich in Kontakt mit jemandem vorerst Unbekannten befindet und dass es in seiner Entwicklung ein Ziel gibt. Es beginnt, über einen zukünftigen Zustand nachzudenken, den es noch nicht erkennt.

All das geschieht, weil im letzten Entwicklungsabschnitt des Verlangens in ihm der sogenannte „Punkt im Herzen“ entsteht. Von da an fängt es bereits an, sich immer mehr mit diesem Punkt zu identifizieren und sich mit ihm zu verbinden, ihn mehr zu schätzen, sich außerhalb von sich selbst aufzuhalten.

Das heißt, das Verlangen beginnt, nicht darauf zu achten, was es in ihm gibt oder nicht, inwiefern es erfüllt oder leer ist, sondern die Erfüllung und ihr Fehlen als ein Mittel zu sehen, sich immer mehr mit dem Punkt über dem Verlangen, genannt Schirm und Absicht, der Schöpfer bzw. der Einzige, zu identifizieren. Auf diese Weise entwickelt sich das Verlangen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.09.2010

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Das Ziel der Bildung ist, einen Menschen großzuziehen

Das Ziel der Bildung ist, zu erklären, dass die „Nächstenliebe“ das allgemeine Naturgesetz ist. Nur das formt aus einem Kind einen Menschen.

Das muss sich auf das Unterrichten aller Fächer auswirken – durch sie muss die Idee von der Einheit der Natur und der Lenkung (Es gibt niemanden außer Ihm) und dem vollkommenen Zusammenhang aller Schöpfungsteile (Liebe deinen Nächsten wie dich selbst) hindurchgehen.

Dann wird das gesamte Lernen auf einem einzigen Gesetz basieren, von einer Kraft gelenkt , in eine Richtung gehend – und genau das wird sich einprägen.

Denn wie über das Gesetz der „Nächstenliebe“ geschrieben steht, dass es das „Hauptgesetz der Tora“, d.h. das Allgemeine Schöpfungsgesetz ist, müssen wir, die Kinder, ausgehend von diesem Gesetz, unterrichten und ihnen zeigen, dass alles, was in der Welt geschieht, von dieser Bedingung bestimmt wird.

Dann werden die Kinder sich dieses einzige Gesetz einprägen; sie werden sowohl die höhere Lenkung als auch die richtige Verhaltensweise begreifen.

Wenn wir aufzeigen, dass die besten und die schrecklichsten Ereignisse in der Welt nur geschehen, um uns zu enthüllen, wo dieses Gesetz vervollständigt werden muss, dann fangen die Kinder an, sich anders, zielgerichteter, der Realität gegenüber, zu verhalten.

Derjenige, der sich und durch sich die Welt korrigieren will, nennt sich Mensch. So werden aus Tieren Menschen erzogen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 27.09.2010

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Eine Seele, die die Realität öffnet

Der Sohar, Kapitel „Wajechi“, Punkt 451: In der dritten Wache schlagen die Cherubim ihre Flügel an und singen, wie geschrieben steht: „Lobet den Herrn! Lobet, O Diender des Herrn, lobet den Namen des Herrn. Gesegnet sei der Name des Herrn … vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang.“ Dann singen alle Engel die in der dritten Wache stehen.

In der Lehre der Zehn Sfirot können wir die spirituellen Handlungen in Form von drei Linien, Lichter, Kelim, Schirme, Reschimot studieren, und der Sohar erzählt uns über dieselben Handlungen, in Form von heiligen unbelebten, pflanzlichen und tierischen Objekte – in Form der Kräfte für die Arbeit des Menschen. Somit werden verschiedene Teile der Seele mit verschiedenen Arten der unbelebten, pflanzlichen, tierischen Natur und als Menschen bezeichnet.

Für uns ist es schwierig, sie in den Begriffen der geistigen Physik, wie in TES vorzustellen. Wir sehen im „Baum des Lebens“ von Ari, dass es sehr schwierig ist, die ganze Vielfältigkeit der geistigen Handlungen in der Sprache der Sfirot und Parzufim zu beschreiben.

Deshalb gibt es in der Spiritualität noch eine andere Sprache – die Sprache der Zweige, worin der genaue spirituelle Zweig aus dieser Welt genommen wird, welcher den eigenen Namen hat. Folglich hat jedes kleine private spirituelle Detail, in jedem konkreten Fall seine genaue Definition in unserer Welt, die genau für diese geistige Eigenschaft oder Handlung vorbestimmt ist. Wir verwenden diesen Namen, und erhalten die kürzere und einfachere Sprache.

Wenn wir in der Sprache der Kabbala alles beschreiben müssten, was Moses in Tora geschrieben hat, dann hätte sich ein sehr dickes Buch ergeben.

Die Sprache der Zweige legt alles sehr kurz dar, und für den Menschen, der sich in der geistigen Empfindung befindet, ist es viel leichter, solchen Text wahrzunehmen, der die höhere Welt mit den irdischen Namen beschreibt. Denn die beiden Welten sind parallel zu einander, und der Mensch, welcher die höhere Welt empfindet, sieht diese Übereinstimmung sofort.

Die Sprache der Zweige ist auch noch deshalb vorteilhaft, weil in allen Welten, in allen Stufen dieselben Namen und Definitionen verwendet werden, denn jeder Zweig seiner Wurzel genau entspricht.

Wenn wir also den Sohar mit dem Sulam Kommentar lesen, worin die Sprache der Kabbala benutzt wird, die das mit der Sprache der Kabbala beschriebene Bild dieser Welt erklärt, dann sehen wir auch, inwiefern sie alle – sowohl Raschbi, als auch Ari und Baal HaSulam das Gleiche erklärten.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 28.09.2010

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Das geistige Frühstück in allen Einzelheiten

Eine Frage, die ich erhielt: Wie gelang es dem Rabasch, die Zustände zu beschreiben, die der Mensch empfindet?

Meine Antwort: Das ist der Weg jeder Seele. Der Seele von Rabasch wurde aber ermöglicht, uns allen darüber zu erzählen.

In der Vergangenheit gingen die Seelen dieselben Zustände durch und erreichten noch höhere Stufen. Мoses hat in Tora den ganzen Weg in allen Einzelheiten beschrieben, du siehst ihn nur nicht.

Und dann kam Rabasch und senkte die Erklärungen auf eine niedrigere Stufe, erklärte alles in einer klaren Sprache, in der Sprache der Gefühle.

Baal HaSulam erzählte über dieselben Zustände, aber in der Sprache des Lichtes und des Wunsches, mittels zweier Kräfte.

Der menschliche Körper reagiert auf verschiedene Stoffe. Durch einen werde ich beunruhigt, vom anderen werde ich wieder beruhigt, durch einen dritten empfinde ich die Freude.

Hier geht es um die geistigen Komponente, die dich erwecken. Es sind vor allem die Gefühle, die dann geregelt, gemessen und nach den Gesetzen der Wechselwirkung der Lichter und der Gefäßen systematisiert werden.

Rabasch schrieb über die geistige Realität. Du hättest genauso das Frühstück beschreiben können: eine halbe Tomate, eine Gurke, Brot, Quark, Butter, Käse, Tee mit Zucker. Wenn die Menschen das hören, empfinden sie dasselbe, was du fühlst.

Nur die geistige Beschreibung wird um vieles tiefer und ausführlicher empfunden: welcher Käse, aus welcher Milch, von welcher Kuh, wer hat sie gemacht hat, wer hat sie verkauft… Und das alles wird dir klar.

Entscheidend ist die Tatsache, dass darin die Wichtigkeit des Gebenden geöffnet wird. All diese Komponenten helfen dir, Ihn zu erkennen. Es ist die Offenbarung des Angesichts des Schöpfers dem Geschöpf.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 20.09.2010

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Die Technik des spirituellen Aufstiegs

Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben erklärt, dass das Verlangen (die linke Linie) und das Licht (die rechte Linie) für uns auf jeder der 125 Stufen im Voraus vorbereitet sind, und wenn der Mensch sie richtig miteinander verbindet, steigt er dadurch auf deren Stufe auf. Was bedeutet das praktisch?

Meine Antwort: In der Natur gibt es zwei Kräfte – die Kraft des Gebens und die Kraft des Empfangens, „+“ und „-„, die rechte und die linke Linie.

Die linke Linie ist die Kraft des Empfangens, die rechte Linie ist die Kraft des Gebens. Ich muss sie verbinden, indem ich zwischen ihnen den „Widerstand“ (R) bzw. den „Motor“ (M) setze. Ich verbinde sie, und sie arbeiten durch meine Anstrengung (R bzw. M).

Das Resultat meiner Handlungen, der funktionierende Widerstand bzw. der Motor, nennt sich „Seele“ oder „Mensch“.

Nehmen wir an, ich habe in mir einen Menschen auf der ersten Stufe erschaffen. Nun habe ich die nächste Stufe vor mir. Worin besteht der Unterschied zwischen dem „Menschen“ auf der ersten Stufe und dem auf der zweiten?

Ich muss den „Glauben über dem Verstand“ (das Geben über dem Empfangen) noch höher setzen, einen Schirm, der sie verbindet, erschaffen, das Kli zur Annäherung an das Licht bringen, das umgebende Licht anziehen, damit es mir hilft, den Schirm (die Verbindung zwischen der rechten und der linken Linie) aufzubauen.

Das Verlangen mit Schirm muss dem Licht ähnlich werden. Das Ausmaß des Empfangens in der linken Linie muss mit dem Ausmaß des Gebens in der rechten Linie gleich sein. Wenn ich das erreiche, erlange ich die nächste Stufe.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

Unendliche Ruhe in einer unendlichen Geschwindigkeit

Frage: Warum streben wir seit unserer Geburt zu einem Ausgleich und absoluter Ruhe, die eigentlich in Ejn Sof (Welt der Unendlichkeit) verwurzelt sind. Sie sagen ja, dass es dort auch Höhen und Tiefen – Füllungen und Entleerung gibt?
Meine Antwort: In Ejn Sof treten die Höhen und Tiefen in einer unendliche Schnelligkeit und Häufigkeit auf. Ausgerechnet so ein Zustand des Geschöpfes wird absolute Ruhe genannt. Das Geschöpf existiert nur dann, wenn es sich selbst und das was rund um es geschieht empfindet. Diese Empfindung wird aus dem Kontakt zweier verschiedener Kräfte, d.h. Eigenschaften gebildet. So wie gesagt wird: „Die Empfindung des Lichtes etntsteht aus der Empfindung der Dunkelheit.“
Wir verspüren verschiedene Erscheinungen und in jeder befinden sich gegensätzliche Bestandteile, wie z.B.: Licht und Schatten. Der Zustand von Ejn Sof symbolisiert, dass das Geschöpf alles gleichzeitig und vollkommen spürt. Das bedeutet, dass das Geschöpf in großem unendlichem Wechsel an Vergleichen, Einschränkungen, Entscheidungen und demzufolge Gefühlen ist. Ausgerechnet die unendliche Häufigkeit bringt das Geschöpf zu einer Wahrnehmung, als wäre es überall gleichzeitig im Raum.
Das Gefühl setzt sich aus dem Gefühl des Mangels und der Füllung zusammen (Höhen und Tiefen). Je dichter sie aufeinander folgen, desto höher steht das Geschöpf auf der Stufe der Leiter, die es zur Vollkommenheit bringt. Gerade die Möglichkeit gleichzeitig an jedem Ort zu sein, symbolisiert, dass das Geschöpf voll an Eigenständigkeit ist und sich in einer Ruhelage findet. Und das ist der Abschluss der Korrektur (Gmar Tikun der Seele).
In der Quantenphysik haben Wissenschaftler zuvor enthüllt, dass es eigentlich unmöglich ist Elementarteilchen aufzuhalten, weil sonst Materie verschwindet. Die Materie kann nicht ohne Bewegung existieren. Wenn sie es irgendwie schaffen sollten die Teilchen aufzuhalten, würden sie verschwinden, weil die Materie nur existieren kann aufgrund von zwei Zuständen – Leere und Füllung. Nebenbei gesagt, meinen die Wissenschaftler, dass in der Quantenphysik ein Teilchen gleichzeitig an zwei Stellen sein kann, d.h. in zwei Zuständen. Die Ruhe existiert nicht in einer Pause (Stopp), sondern in unendlicher Bewegung. So befinden wir uns überall gleichzeitig.
In einer unendlichen Geschwindigkeit gehe ich nicht von einem Punkt zum anderen über, sondern befinde mich in beiden Punkten gleichzeitig. Und das symbolisiert Ruhe.

Aus dem Gespräch „Das Licht, dass zum Guten zurück führt“, 08.09.2010

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Vom irdischen Bild zum spirituellen

Eine Frage, die ich erhielt: Während wir den Sohar lesen, zeichnet sich in mir immer ein irdisches Bild ab?
Meine Antwort: Es ist unwichtig. Wenn du hinter diesem irdischen Bild den Schöpfer zu erkennen versuchst, dann ist das auch gut.
Nach und nach wird sich dieses irdische Bild in ein Bild der Eigenschaften verwandeln – Haus, Abraham, Pflanzen, Tiere – alle Wörter fangen an, einen sinnlichen Ausdruck zu erlangen.
Denn wir zeichnen alles in unseren Empfindungen auf. Und wenn du im Moment nur Bilder und Gestalten siehst, dann ist es so, weil du noch so lebst – in einem dir gewohnten Bild dieser Welt.
Doch allmählich wird das Licht dich zur Wahrnehmung von Eigenschaften, Merkmalen und Kräften führen. Anstelle von Wörtern, durch welche Menschen, die unbelebte Natur, Pflanzen und Tiere, die im Sohar vorkommen, bezeichnet werden, wirst du anfangen, die Eigenschaften eines jeden von ihnen, das Verhältnis zwischen ihnen in dir wahrzunehmen.
Dann wirst du beginnen, das Bild dieser Zustände aus deinem inneren, sinnlichen Eindruck zusammenzustellen – das Bild, das sich aus den Eigenschaften aller Details der Erzählung in dir zusammenfügt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 20.09.2010

 

Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 3

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Die Wissenschaft der Kabbala spricht nicht von unserer materiellen Welt.

Bezueglich des Begriffes „Adam Kadmon“: Ich war erstaunt, als ich gesehen habe, wie manche sich eine materielle Form in der Kabbala vorstellen, und wie ein metaphyscher Begriff einer „goettlichen Vernunft“ entsprechend dargestellt wird… Gott behuete, diese heiligen Begriffe auf solche Art zu materialisieren, auch wenn nur zum Zwecke des Studiums.

(Im Spirituellen gibt es keine Form, es gibt nur Kraefte. Deshalb duerfen wir etwas nur entsprechend der existierenden Kraefte darstellen. S. die Diagramme von Baal HaSulam im Buch „Sefer Ha`Ilan“).

Rav Kook. Brief 1, S.162.

Weh demjenigen (bedauernswert ist der Ignorant), der sagt, dass die Tora uns nur dafuer gegeben wurde, um einfach Geschichten ueber unser alltaegliches Leben (die sich angeblich in unserer materiellen Welt abspielen) zu erzaehlen, ueber Esau, Laban usw.

Denn in einem solchem Fall haetten auch wir in unserer Zeit eine Tora ueber die heutigen Ereignisse schreiben koennen, die vielleicht noch interessanter sind, als die damaligen! Wenn die Funktion der Tora ist, ueber die Begebenheiten unserer Welt zu erzaehlen, und wir z.B. ueber die Herrscher unser Welt erzaehlen, so passieren mit ihnen Sachen, die vielleicht noch beachtungswerter sind, als damals.

Wenn das so waere, lasst uns dies nachvollziehen und eine Tora daraus machen, aber das ist eben nicht so, in der Tora steht kein Wort ueber unsere Welt , sondern alle Ereignisse der Tora sind hoehere Geheimnisse.

Buch Sohar mit dem Sulamkommentart, Kap. Bealotecha, P. 58.

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Wie lernt man, das Wichtigste zu wollen?

Nach mehreren Reinkarnationen erhält der Mensch in einem bestimmten Moment das anfängliche Erwachen – den Punkt im Herzen (das Reshimo). Es besteht aus zwei Kräften:

– der Gefühlsleere wegen der Sinnlosigkeit des zeitlich begrenzten irdischen Daseins und der Verzweiflung an den Möglichkeiten dieser Welt, sich zu erfüllen,

– eines gewissen inneren „Funkens“, der den Menschen irgendwohin außerhalb von dieser Welt zieht.

Einerseits (nach unten) die Verzweiflung, andererseits (nach oben) der Funken, und infolge dessen nimmt der Mensch den Kurs. Die Gesamtheit dieser beiden Kräfte bildet in ihm das Reshimo – eine neue Richtung in seinem Dasein.

Dieses Reshimo führt ihn zum Lehrer und zu der Gruppe von Kabbala-Studierenden. Weiterhin erkennt er allmählich, dass er nur in der Verbindung mit den ihm ähnlichen Reshimot die Kraft des Gebens, die dem Schöpfer ähnlich ist, mit ihnen aufbauen kann. Und darin besteht seine einzige freie Wahl im Leben und seine freie Tat.

Der Erfolg hängt davon ab, inwieweit er es schafft, seinen Funken mit Hilfe der Gruppe trotz aller persönlichen Hindernisse zu verstärken. Wenn er ihn verstärkt, wird er das Bedürfnis nach dem Glauben (dem Geben) und dem Nächsten (dem Mittel) verspüren.

Alles wird vom Glück beim Erhalten (Aufnehmen) der Einwirkung der spirituellen Umgebung (den Empfehlungen des Lehrers und der gesamten Meinung der Gruppe) bestimmt.
Die Umgebung bedeutet nicht einfach nur Gruppe, Freunde, sondern die Shechina. Die Verbindung mit ihnen, die ich erlange, ist die Verbindung mit der Shechina, der Malchut der Welt von Azilut, der Gesamtseele von Adam.

Der Zusammenhalt von Freunden zur Annullierung des eigenen Egoismus und Erreichung der Eigenschaft des Gebens ruft die Reaktion der Shechina und das Erhalten des korrigierenden Lichts O“M von ihr hervor.

Auf diese Weise tritt der Mensch in Kontakt mit dem umgebenden Licht O“M, welches ihn zur Enthüllung der Eigenschaft des Gebens (des Glaubens) in sich und dort des inneren Lichtes O“P vorantreibt.

Die ganze Arbeit besteht darin, das Verlangen nach der Eigenschaft des Gebens, seine Wichtigkeit mit Hilfe der richtigen Umgebung wachsen zu lassen. Das kann man nicht lernen, über diese Arbeit steht geschrieben „Wir werden tun und wir werden sehen“.

Der Mensch unternimmt Anstrengungen in Richtung Verbindung mit der Gruppe, selbst wenn er keine Notwendigkeit darin sieht, und bekommt daraufhin die Unterstützung und den allgemeinen Mangel, das Verlangen, welches die Freunde untereinander akkumulieren, – den Mangel nach dem Glauben, dem Geben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 21.09.2010

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Welches Gebet hört der Schöpfer?

Eine Frage, die ich erhielt: Rabasch schreibt in seinem Artikel, dass der Schöpfer „Gebet jedes Mundes“ erhört. Und Sie sagen, dass Gebet innerlich sein soll. Welches Gebet hört der Schöpfer denn?

Meine Antwort: Das Gebet ist ein Wunsch, das den Schöpfer tatsächlich erreicht. In der Welt existieren nur zwei Kräfte: des Erhaltens (die Anziehungskraft) und des Gebens (die Kraft des Widerstandes), sowie das Gesetz der Ähnlichkeit/Gleichheit: im Maß der Ähnlichkeit mit der Kraft nähern sich (die Objekte) an einander an und umgekehrt, im Maß des Unterschiedes, stoßen sie sich ab.

Da der Schöpfer der absolute Wunsch des Gebens ist, so „erwartet“ Er von uns die Ähnlichkeit: der Wunsch des Erhaltens soll sich verändern, um dem Schöpfer gleich zu werden, um geben zu lernen. Deshalb hat Er in den Wunsch zu bekommen, in die Natur der Schöpfung, den Funken von sich, „den Punkt im Herzen“ untergebracht den Anfang der Eigenschaft des Gebens. Und wir sollen ihn weiter entwickeln.

Der Schöpfer hört nur dieser Bitte zu. Alle anderen Bitten erreichen den Schöpfer nicht. Der Schöpfer erhört das Gebet von jedem, der um die Kraft des Gebens bittet.

Denn der Schöpfer ist das Gesetz des Gebens, deshalb reagiert Er nur auf unsere Bitten, die unseren Wunsch zum Geben betreffen, und wenn wir nicht darum bitten, dann schickt Er uns noch größeren Leiden zu, damit wir endlich verstehen, worum wir zu bitten haben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 17.09.2010

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