Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Korrektur'

Licht ist alles, was im Kli empfangen wird


Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet Licht im spirituellen Sinn? Was ist der Unterschied zwischen dem Licht in den unteren spirituellen Welten im Vergleich zu den Oberen, die dem Schöpfer näher sind?

Meine Antwort: Alles, was im Kli (der Seele) empfangen wird, nennt man Licht. Sieh dir diese Definition in Talmud Esser Sefirot an. Der Unterschied zwischen den Lichtern besteht nicht in und an den Lichtern selbst, sondern in den Gefäßen, den Kelim, den Verlangen, welche sie füllen – dem Ausmaß des Schenkens, der Kraft der Korrektur.

Genauso ist das Licht in unserer Welt einfach und weiß, aber es besteht aus den sieben Lichtern oder Farben, weil es potentiell durch die sieben Arten des Kli enthüllt werden kann. Jedoch existiert es nicht aus sich selbst heraus. Es gibt kein Licht außerhalb des Kli; es gibt keinen Schöpfer außerhalb der Schöpfung.

Wir studieren lediglich Materie und ihre Form. Wir sind nicht fähig, die abstrakte Form und das Wesen zu studieren, weil wir diese nicht auf bewährte Weise erreichen können. Im Weltraum gibt es kein Licht sondern nur Dunkelheit, denn es gibt kein Objekt, das es stoppen oder reflektieren könnte – es gibt dort kein Kli.

Wenn Licht durch Glas hindurch tritt, absorbiert das Glas eine Komponente des Lichtes und es wird folglich als absorbiertes Licht wahrgenommen. Absorbiert das Glas rote Wellen, wird das Licht als rot wahrgenommen. Demnach sehen wir nicht das Licht an sich, sondern nur seine Ausdrucksform in der Seele. Genauer gesagt: die Reaktion der Seele oder des Verlangens auf etwas außerhalb in den spirituellen Welten wird Licht genannt. Mit anderen Worten, das Licht ist die Eigenschaft des Schenkens, welche die Seele erlangt hat und die es nun wahrnimmt. Wir sehen also nicht das Licht, sondern die Eigenschaften des Kli oder der Seele, die durch etwas, das Licht genannt wird, wiedergegeben wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist das Höhere Licht?
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
Blog-post: Es werde Licht!
Kabbala Heute Artikel: Licht – Die kabbalistische Bedeutung

Mitgefühl für das Tierreich


Ein Kommentar, den ich erhielt: Ich bin erschrocken und zu Tränen gerührt über die Feststellung, dass wir ebenfalls potenzielle Nazis sind. Warum haben große Kabbalisten, die Gmar Tikun (vollständige Korrektur) erlangten, weiterhin an dem grausamen Abschlachten und dem Gebrauch von Tieren teilgenommen? Wie kann es möglich sein, dass die erhabenen Lehren der Kabbala Tierquälerei ignoriert?

Es ist offensichtlich, dass nichts in der Seele korrigiert wird, wenn wir alle Vegetarier werden. Aber große Kabbalisten korrigierten alles und trotzdem erlangten sie keine Tierliebe. Wie ist das möglich? Vielleicht gibt es 126 Stufen und die Zeit des vollständigen Gmar Tikun ist erst heute gekommen, wenn „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ auch Tiere, Pflanzen und das Unbelebte der Natur miteinschließen wird? Soweit ich es mit meinem einfachen Verstand begreife, müssen wir letztendlich auch für Ameisen und Käfer Liebe empfinden…

Meine Erwiderung: Um mit dem allgemeinen Naturgesetz überein zu stimmen, gibt es für uns bestimmte Verhaltensregeln. Man nennt dieses Gesetz auch Elokim. Der Mensch wurde entgegengesetzt zu diesem Gesetz geschaffen und unsere Aufgabe ist es, uns selbst zu verändern, damit wir diesem Gesetz entsprechen. Dies ist unser Daseinszweck in dieser Welt. Nur durch das Studium der Kabbala können wir diese Veränderung in uns erreichen, von unserem Niveau auf das Niveau des Schöpfers gelangen. Baal HaSulam schreibt darüber im Artikel „Vorwort zum Buch ‚Mund des Weisen‘“: „Und selbst wenn ein Mensch bis in die Einzelheiten Tora studiert hat und über Eigenschaften verfügt, die alle Gerechten der Welt übertreffen, aber keine Kabbala studiert hat, wird er gezwungen sein, wieder einen Lebenskreislauf zu durchlaufen und nochmals in diese Welt zu kommen, um die Geheimnisse der Tora und der Kabbala zu studieren.“ – denn nur durch das Studium der Kabbala zieht er das Licht der Korrektur auf sich, so wie es in der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“, Punkt 155, geschrieben steht.

Indem er sich selbst korrigiert, handelt ein Mensch widerwillig gemäß der Höheren Gesetze. Geschieht dies, inwiefern entspricht er dann der ihn umgebenden Natur? Er entspricht ihr in dem Maße, in dem er wie der Schöpfer ist. Und egal, auf was er sich bezieht, tut er dies doch nur entsprechend seiner erlangten Gleichwertigkeit mit dem Schöpfer. Doch vielleicht erscheinen Ihnen seine Handlungen und sein Verhalten nicht gerecht, weil für Sie Gerechtigkeit etwas anderes ist, als das, für was es in der spirituellen Welt gilt.

 

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In der Spiritualität braucht man kein Wissen!


Zwei Fragen die ich darüber erhielt, welche Rolle Wissen beim spirituellen Aufstieg spielt

Frage: Muss ich um voranzukommen wissen, in welchem Stadium und auf welcher spirituellen Stufe ich bin? Und ganz im Allgemeinen, wie wichtig ist es für meine spirituelle Entwicklung, Kenntnisse über die spirituellen Welten zu haben?

Meine Antwort: Wissen ist sowieso egal. Allerdings hilft es Ihnen, mit dem Thema (der Korrektur Ihrer Seele) in Verbindung zu stehen. Dennoch ist das Wichtigste, das Licht der Korrektur anzuziehen und dies geschieht während des Studiums authentischer kabbalistischer Texte. In der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot,“ Punkt 155, steht geschrieben, dass das Licht in dem Maße übergeht, in dem man zu verstehen wünscht, was im Text gesagt wird, selbst wenn man nichts davon versteht. Das heißt, eine Person versucht im Prinzip zu verstehen, was das Buch über sie und ihren Zustand sagt. Das kommt daher, weil ein kabbalistischer Text alle Zustände aller Seelen beinhaltet und jede Seele ist im Stande, „ihre eigene Frequenz zu finden,“ die Frequenz, auf der die allgemeine Seele, der Schöpfer, zu ihr spricht.

Frage: Sie sagten, dass eine Person, die in der Kabbala voranschreitet, sich nicht den Büchern zuwenden muss, wenn sie sich ihrer Freiheit der Wahl bewusst wird. Dies sei etwas, das sie innerlich tun müsse. Meine Frage ist: Wie macht man das innerlich mit sich selbst aus, wenn man die Kräfte dafür nicht in sich hat? Sie sagten, dass sich eine Person der Gesellschaft zuwenden sollte, wenn er seine Freiheit der Wahl begreifen will.

Meine Antwort: Baal HaSulam spricht darüber in einem seiner Briefe. Er schreibt, wenn der Mensch das Verlangen hat, etwas in sich selbst zu begreifen, solle er mit sich alleine sein, ohne Bücher. Auf diese Weise wird man sich selbst und das Ergebnis dessen spüren, was durch das Studium der Kabbala mit einem geschehen ist. Man wird im Stande sein, sich selbst, seinen Weg, zu finden, etwas Eigenes, anstelle dessen, was andere sagten.

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Einführung zu Talmud Esser HaSefirot

Hat jeder Mensch eine Seele?


Zwei Fragen, die ich über die Seele erhielt:

Frage: Sie sagen, es gibt nur 600.000 Seelen oder mit anderen Worten, 600.000 Bruchstücke der Seele von Adam. Aber heute gibt es 6,7 Milliarden Menschen auf der Welt. Bedeutet dies, dass über 6 Milliarden Menschen keine Seele haben? Ich hoffe, dass Sie das für mich aufklären können.

Meine Antwort: 600.000 ist die Zahl der anfänglichen Bruchstücke, doch danach wurden sie abermals, in welche Anzahl auch immer, die für die optimale Korrektur in jeder Generation nötig ist, geteilt – so dass jedes Bruchstück soviel Egoismus haben wird, wie es in der Lage ist zu korrigieren. Daher wächst die Weltbevölkerung ebenso in dem Maß in dem der Egoismus wächst.

Frage: Wie ich es verstehe, ist eine Seele umso tiefer nach dem Zerbrechen gefallen, je höher sie in der spirituellen Welt gewesen ist. Also was auch immer uns als das Niedrigste erscheint, wird nach der Korrektur das Höchste sein. Wenn diese Annahme richtig ist, bedeutet das, dass Menschen, die jetzt Kabbala hassen, die höchsten Seelen nach der Korrektur werden?

Meine Antwort: Nein, weil dies nicht zeigt, dass ihre Seelen auf eine sehr niedrige Ebene gefallen sind, sondern es zeigt nur die Überzeugungen der Menschen, die sie seit ihrer Kindheit gelehrt wurden (Girsa de Yankuta). Diese Menschen haben überhaupt noch keine Seele. Die Seele entsteht aus dem Punkt im Herzen (das Verlangen nach Spiritualität) und entwickelt sich daraus nur unter dem Einfluss des Höheren Lichts, das nur während des Kabbala-Studiums auf einen Menschen scheint und in unserer Generation nur während des Studierens der Werke von Baal HaSulam und Rabash. Man kann nichts über die Seele eines Menschen sagen, indem man auf äußerliche Ausdrucksweisen, Verlangen und Handlungen desjenigen schaut. Solche Menschen haben noch keine Seele. Das ist vor Ihnen verborgen, weil Sie – der Beobachter – nicht in der Lage sind, die spirituellen Strukturen zu „sehen“. Sie sollten deshalb jedermann gleich zuordnen, sie als Menschen betrachten, die kontrolliert werden und die Hilfe nötig haben, spirituell unabhängig zu werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unsere Seele wird es uns lehren
Blog-post: Kann ein Mensch unabhängig mit dem Schöpfer verschmelzen?
Blog-post: Die Bedingungen für die Korrektur der Seele

Anfängliche Probleme


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nahm am 15. Juni an einem Kabbala-Seminar in Tallinn, Estland, teil. Beim Treffen äußerte ich meinen Unmut zu folgender Aussage: „Während eines Abfalls kann jemand sogar mehr vorankommen, als während eines Aufstiegs, weil ein Mensch zu dieser Zeit nur die Kraft der Gruppe nutzt, welche immer größer ist als seine eigene Kraft. Die Freunde in der Gruppe werden vom Schöpfer selbst ausgewählt. Wenn du sie lieben wirst, wird er dich lieben.“

Ich bin es gewohnt, vorwärts zu gehen und Dinge alleine zu erreichen. Vielleicht ist das falsch, aber so ist es zurzeit. Menschen singen zusammen, halten sich an den Händen, singen Lieder. Ich spüre, dass sie das nicht nur tun, ohne den Text zu kennen oder zu sehen, sondern sie tun das auch ohne jegliche Seele. Also was soll ich tun?

Ich lege mehr Seele hinein, wenn ich einen Brief an eine Frau schreibe, die ich liebe oder ihr in die Augen blicke. Ich kann noch nicht Teil einer Gruppe sein. Vielleicht bin ich noch nicht bereit für eine Gruppe und ich muss an mir arbeiten, solange die Gruppe fremd für mich ist. Auf der anderen Seite war es ein Vergnügen, mit einzelnen Menschen am Abend in Tallin zu sprechen. Aber als es zum Singen und Umarmen kam, wollte ich aufbrechen.

Meine Antwort: Jeder rebelliert zuerst dagegen. Manche Menschen sind von Natur aus sozial und manche sind Einzelgänger. Ich persönlich gehöre zu Letzteren, daher verstehe ich Sie sehr gut. Sie sollten so viel Sie können, teilnehmen. Und danach wird Ihr Leben Sie ausrichten, denn wenn man Anstrengungen unternimmt und keine Ergebnisse erhält, versteht man, dass es keinen Ausweg gibt, dass unsere Korrektur in der Vereinigung der Seelen liegt. Sie müssen nicht andere umarmen oder eine gute Singstimme haben. Sie sollten studieren und verbreiten und der Rest wird zu gegebener Zeit kommen. Setzen Sie sich nicht unter Druck.

Die Verlangen von Männern und Frauen


Zwei Fragen, die ich über die Verlangen von Männern und Frauen erhielt

Frage: So wie ich es verstehe, muss ein Mann die Verlangen der Frau fühlen wie seine eigenen und dann um ihre Korrektur bitten. Aber was ist mit der Frau – fühlt sie nur ihre eigenen Verlangen? Und muss sie diese dann dem Mann übergeben?

Meine Antwort: Ein Mann muss die gesamten Verlangen der Welt wie seine eigenen fühlen und um ihre Korrektur bitten. Eine Frau kann nur ihre eigenen Verlangen fühlen und strebt danach, sie der Männergruppe zu übergeben, an die, die die gegenseitige Bürgschaft (Arvut) anstreben.

Frage: Wenn eine Frau Malchut ist, das Verlangen zu empfangen, wie kann sie dann die Eigenschaft des Gebens erreichen?

Meine Antwort: Sie tut das, indem sie das Verlangen zu empfangen an den männlichen Teil übergibt – an das Verlangen zu Geben – und das resultiert in dem Verlangen „zu empfangen, um zu geben,“ welcher gleichwertig dem Geben ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Spiritueller Fortschritt der Frauen
Blog-post: Wir sind Pioniere
Blog-post: Frau=Verlangen
Unterschied der Geschlechter – Teil 1
Unterschied der Geschlechter – Teil 2
Lesson for Women at the 2005 North America Congress

Warum gibt es soviel Gewalt gegen Frauen?


Eine Frage, die ich erhielt: Kürzlich gab es eine dramatische Zunahme an häuslicher Gewalt in meinem Land. Jeden Tag werden Frauen von ihren Ehemännern oder Freunden umgebracht und es sieht so aus, als ob Männer die Frauen hassen. Die Tochter meines Kollegens wurde von einem Mann ermordet, mit dem sie sich erst seit zwei Monaten traf. Dies geschah, nachdem sie sich entschied, sich von ihm zu trennen. Im Vergleich dazu ist es sehr selten, dass Frauen Männer ermorden. Warum geschieht diese Gewalt gegen Frauen?

Meine Antwort: Am Anfang fühlt ein Mann, dass ihm die Frau unterlegen ist. Dieses Gefühl ist durch die Natur in ihm verwurzelt. Sinnbildlich gesprochen können wir das von der Geschichte des Sündenfalls verstehen: von der spirituellen Wurzel her ist die Korrektur der Frau vom männlichen Teil des Klis abhängig und dies wird in unserer Welt als unsere Wahrnehmung widergespiegelt und als Abhängigkeit der Frau und als ihr Bedürfnis nach Hilfe, um Kinder auf die Welt zu bringen und sie aufzuziehen – selbst wenn das dem Ehemann zugeschrieben wird. Das einzige, das diese Beziehung in unserer Welt korrigieren kann, ist die Erkenntnis, dass sie Partner sein müssen, um zum Schöpfer aufzusteigen. Darüberhinaus spielen die Hilfe und das Verlangen der Frau eine große Rolle, welche die Frau erforderlich, wertvoll und unentbehrlich für Männer macht, um das Licht zu enthüllen.

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Ich oder der Schöpfer?


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, ob es der Schöpfer ist, der die Kontrolle hat, oder der Mensch

Frage: Was kommt zuerst? Mein Verlangen, auf dem Weg in Richtung des Ziels voranzuschreiten, das Verständnis, dass alles zum Wohle der Korrektur geschieht, ohne den Schöpfer und Seine Ausrichtung, die Schöpfung zu korrigieren, zu fühlen oder erwirbt man erst das Verständnis, dass der Schöpfer alles tut, um uns auf verschiedene Arten Gutes zu tun und wir Sein Verlangen füllen möchten?

Meine Antwort: Dieser Widerspruch, „Was kommt zu erst?“ oder „Wer hat die Macht?“ wird immer in Ihnen bleiben, bis zum endgültigen Ende der Korrektur. Wer bestimmt Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen – Sie oder der Schöpfer? Dieser Widerspruch wird erst verschwinden, wenn Sie sich mit Ihm zu einem Ganzen vereinigen!

Frage: Ich bin willens, die Idee zu akzeptieren, dass ich mich selbst korrigieren muss, aber es ist schwer für mich, die Idee zu akzeptieren, dass alles durch den Schöpfer geschieht. Wenn ich einen Abstieg erlebe, dann tut der Schöpfer das für meine Korrektur. Wenn ich einen Aufstieg erfahre, dann gab ihn mir der Schöpfer. Jedoch fühle ich nicht, das irgendetwas vorherbestimmt ist. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Versuchen Sie zu fühlen, dass alles, was in Ihren Gedanken und Gefühlen und alles was um Sie herum passiert, dass dies alles vom Schöpfer kommt! Wenn Sie kabbalistisches Material studieren (Baal HaSulam) und sich bemühen, dann ziehen Sie während des Studiums das Licht der Korrektur an (Or Makif – lesen Sie den Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Eser Sefirot“ und allmählich, wie aus einem Nebel heraus, wird dieses Licht Ihnen den Schöpfer enthüllen!

Verwandtes Material:

Es ist unmöglich für einen Kabbalisten, lustlos und melancholisch zu sein


Eine Frage, die ich erhielt: Bezüglich meiner vorherigen Frage möchte ich noch etwas wissen. Falls jemand lustlos und melancholisch wird, ist es dann nicht sehr schwierig, die spirituellen Abstiege zu ertragen, die zwangsläufig mit dem spirituellen Aufstieg verbunden sind? In vielen Texten wird erwähnt, dass Kabbalisten die Korrektur mit den Qualitäten der Perfektion der Schöpfung und Angleichung der Form an den Schöpfer in Zusammenhang bringen. Bitte helfen Sie mir, dieses Rätsel zu lösen.

Meine Antwort: Eine Person, die sich im spirituellen Aufstieg befindet, rechtfertigt den Schöpfer in allen Dingen (man bezeichnet so jemanden als Gerechten). Es ist für ihn unmöglich, melancholisch und lustlos zu sein.

Die Annäherung an den Schöpfer bedeutet die Angleichung der Form an Ihn. Anstatt der Eigenschaften, mit denen man geboren wurde, erlangt man die Eigenschaften von BYA de Tumah (die unreinen Welten von BYA; BYA = Beria, Yetzira, Assiya), welche sich über dem Machsom enthüllen. Es offenbaren sich die 613 Qualitäten des wirklichen Egoismus (Pharao). Diese sind entgegengesetzt zum Schöpfer. Mit Hilfe des Lichtes der Tora von BYA de Kedusha (die heiligen Welten von BYA), welches zur Quelle zurückführt, wird die Absicht dieser Verlangen von „für sich selbst“ zu „für den Schöpfer“ transformiert. Damit erlangt man die vollständige Füllung der 613 Verlangen und Formgleichheit bzw. Verschmelzung mit dem Schöpfer. Natürlich hat das nichts mit dem Ausführen von irgendwelchen Handlungen zu tun, wie geschrieben steht: „Der Schöpfer schert sich nicht darum, wie jemand Rinder schlachtet – vom Kopf oder vom Nacken her“ (Das meint das Beachten einer rein mechanischen Handlung), sondern vielmehr sind die Gebote gegeben worden, um den Menschen zu korrigieren.

Verwandtes Material:
Kapitel 15 aus: Leben aus der Kabbala – Stufenweise spirituelle Korrektur
Chapter 18 from the Book: Interview with The Future – A Spiritual Task
Chapter 2.12 in the Book: The Path of Kabbalah – The Body at the End of Correction

Die Korrektur der Frau


Zwei Fragen, die ich über die Korrektur der Seele einer Frau erhielt

Frage: Sie haben viele Erklärungen über den Pfad eines Mannes zur Korrektur zur Verfügung gestellt – er studiert, arbeitet in der Gruppe und dadurch zieht er das Licht, das zur Quelle zurückführt und seine Seele korrigiert, zu sich selbst heran an. Ich versuche zu verstehen, wie eine Frau ihre Seele korrigiert und die einzige Antwort, die ich finden kann, ist, dass sie das Licht nicht selbst auf sich zieht, welches zur Quelle zurückführt, dass das die Arbeit des Mannes ist und dass eine Frau studieren und verbreiten muss und sie auf diesem Weg ihre Seele korrigiert. Können Sie eine ausführlichere Erklärung über den spirituellen Prozesses geben, den die Seele einer Frau durchläuft, wenn die Frau auf ihrem Pfad zur Korrektur studiert und verbreitet?

Meine Antwort: Der Unterschied ist:
1. Eine Frau vereinigt sich mit anderen Frauen in einer Gruppe nicht im Sinne von „Liebe zu ihrem Nächsten oder zu ihren Freundinnen,“ vielmehr vereinigt sie sich mit anderen Frauen nur durch das einander Helfen, um Kabbala zu verbreiten.
2. Sie erhält die Hilfe nicht direkt von oben, wie das die Männergruppe tut, sondern durch die Männergruppe. Dies wird in der Geschichte über den Empfang der Tora erklärt, wo die Männer die Bedingung der Gegenseitigen Bürgschaft (Arwut) ausführen und die Frauen unterstützen sie mit ihrem Verlangen. Infolgedessen erhalten sie es zusammen – die Männer führen das Licht den Frauen zu. Der Unterschied ist nur die Reihenfolge, in der sie das Licht von oben erhalten und das ist praktisch egal. Das heißt, eine Frau fühlt es keinesfalls, wenn sie studiert und verbreitet. Außerdem sollte eine Frau Kabbala nur in dem Ausmaß studieren, in dem sie ein Bedürfnis danach empfindet und nicht mehr als das, wohingegen die Männer verpflichtet werden, zwischen einer und drei Stunden pro Tag zu studieren.

Frage: Heute erreichen Frauen dieselben spirituellen Zustände, durch die Ihr Männer geht. Aber Sie haben ein Sicherheitsnetz – eine Gruppe Bnei Baruch Frauen. Wie steht’s mit uns – Frauen und Mütter und unsere Kinder?

Meine Antwort: Die Männer des Welt-Kli haben die Unterstützung des Frauenteils des Welt-Kli. Das ist, was ich wahrnehme, wohingegen Sie auf den Körper statt auf spirituelle Verlangen schauen. Ein spirituelles Verlangen ist nicht mit dem Körper verbunden, es geht darüber hinaus. Stellen Sie sich die Welt ohne unsere Körper – ein mit unkorrigierten Verlangen gefüllter Raum, der danach strebt, gefüllt zu werden, eher um einander zu geben und sich in einem gemeinsamen Verlangen zu verbinden. Diese Verlangen teilen sich in aktive – männliche- und passive – weibliche – auf. Das ist ähnlich der Empfängnis, wobei die männlichen Zellen sich bewegen und in die weiblichen Zellen eindringen. Und dann ist ein neuer Körper geboren – ein gemeinsames Verlangen.