Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Körper'

Wie man sich um den Körper kümmern sollte

Frage: Alle unsere Gedanken und Absichten gehen vom Körper aus. Wie sollte man sich am besten um den Körper kümmern? Man weiß aus eigener Erfahrung: Wenn man ausgeschlafen ist, ist man eher bereit, sich mit spiritueller Arbeit zu beschäftigen.

Antwort: Natürlich gilt: Je gesünder der Körper eines Menschen ist, desto besser ist er für die innere Arbeit vorbereitet. Das ist bekannt. Wir sind verpflichtet, dem Körper das zu geben, was er braucht. Schon die alten Römer sagten: „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist .“ Unter Geist verstanden sie die tierische Seele. Deshalb ist es notwendig, zu schlafen, zu essen, den Körper zu waschen und ihn zu pflegen.

Als ich in Rechovot lebte, wohnte ganz in meiner Nähe ein junger Mann, der ein sehr teures Pferd aufzog. Mit welcher Sorgfalt und Hingabe er dieses Pferd pflegte! Das war kaum vorstellbar! Es war sein Ein und Alles. Dieses Bild hat sich mir sehr deutlich eingeprägt: So sollte man sich um seinen Körper kümmern. Natürlich darf sich nicht das ganze Leben um den Körper drehen, aber was nötig ist, muss man ihm geben.

So sollten wir handeln: Der Körper soll dem Menschen dienen.Dafür ist man bereit, sich um ihn zu kümmern.

Rabash kümmerte sich sehr um seinen Körper. Ich kaufte ihm alle notwendigen Lebensmittel, Gemüse, Obst und Schokolade. Er ließ regelmäßig Blutuntersuchungen durchführen und achtete sehr darauf, gesund zu bleiben. 

Wir gingen mit ihm ans Meer: Solange er nicht 600 Schwimmzüge gemacht hatte, kam er nicht aus dem Wasser. Wenn wir nicht ans Meer gingen, dann machten wir anderthalb Stunden einen schnellen Spaziergang. Ich musste etwas Rhythmisches vorsingen und in diesem Tempo gingen wir – eineinhalb Stunden lang! Auf halber Strecke machten wir 10 Minuten Pause, dann durfte ich eine Frage stellen, anschließend gingen wir weiter. Damals war er schon 80 Jahre alt.

Wir gingen regelmäßig schwimmen oder machten mit einer Mitgliedschaft Gymnastik im Sportzentrum. Meine Frau erinnert sich daran, dass  wir täglich drei bis vier Stunden Sport und Körperübungen machten. Es gibt Menschen, die den ganzen Tag still sitzen können – Rabash konnte das nicht, sein Körper verlangte nach Bewegung. Ich kaufte ihm ein Fahrrad, und jeden Abend trainierte er darauf: Er fuhr jeweils 400 Umdrehungen – das war durchaus anspruchsvoll!

Einmal befand ich mich in einem Zustand tiefer innerer Niedergeschlagenheit. Damals kam ein Yogalehrer zu uns, der uns keine Philosophie, sondern Übungen zur Förderung der Beweglichkeit des Körpers beibrachte . Ich sagte: „Ich bin nicht in der Lage, das zu machen!“ „Na gut, dann lass es“, sagte Rabash, „ich mache alleine weiter.“ Er trainierte weiterhin mit dem Yogalehrer bei sich zu Hause, und erst nach einigen Tagen konnte ich wieder mitmachen.

Rabash tat alles zu einer festgelegten Zeit: Jetzt war Zeit zum Essen, danach zum Trinken und so weiter. Er trank nie während des Essens und aß nie während des Trinkens. Im Umgang mit seinem Körper war er äußerst diszipliniert und konsequent. Manche seiner Gewohnheiten konnte ich nur schwer ertragen.

Zum Beispiel erlaubte er nicht, die Klimaanlage einzuschalten. „Das ist natürliche Hitze, da kann man nichts machen“, sagte er. Also ertrugen wir es. „Wenn du willst, schalte den Ventilator ein. „Das ist wie der Wind, das ist natürlich.“ Ich hatte damals sehr hohen Blutdruck und hatte das Gefühl, gleich zu platzen, während draußen 40 Grad herrschten. Rabash versuchte, im Umgang mit der Natur so einfach und natürlich wie möglich zu leben.

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Aus einer Lektion zu einem Artikel von Rabash, 07.06.2026

 

Israel ist das Herz der ganzen Welt

Im Sohar steht geschrieben: „Der Schöpfer machte Israel zum Herzen der ganzen Welt. Somit ist Israel unter den anderen Völkern wie das Herz unter den Organen. So wie die Organe des Körpers ohne das Herz nicht für einen Moment in der Welt existieren können, so können auch die Völker ohne Israel nicht in der Welt existieren.“

Es scheint, dass es Völker gibt, die so weit vom Volk Israel entfernt leben, dass sie keine Verbindung zu ihm haben und doch existieren sie. Es geht nicht um die schlichte Existenz, sondern um einen tieferen Sinn – darum, dass die Verbindung zum Zentrum der Welt, zum Schöpfer, für andere Völker einzig über Israel möglich ist.

Da die Völker unbewusst diese Verbindung über Israel suchen und sie nicht finden, führt dies zu Hass gegen das Volk Israel. So entsteht Antisemitismus. Die Menschen verstehen nicht, woher ihr Hass kommt. In der Tat liegt die innere Ursache, das Gefühl darin, dass sie durch Israel, von dem sie sich ihre Seelen erfüllen könnten, nicht als Zentrum in der Welt finden.

Deshalb geben sie dem Volk Israel die Schuld und meinen, wenn sie es beseitigen, können sie ihr Dasein irgendwie selbst in Ordnung bringen. Das wird jedoch nicht funktionieren.

Israel muss das Herz der ganzen Welt sein, also das Zentrum der Verbindung, durch das alle Völker der Welt miteinander und mit dem Schöpfer verbunden sind. Die Verbindung der ganzen Welt mit dem Schöpfer erfolgt durch Israel. Daraus folgt, dass Israel für alle Völker der Welt ein Gebet erheben muss, indem es ihre Verlangen als seine eigenen wahrnimmt.

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Aus der Lektion zum Thema „Tag des Gedenkens an die Katastrophe und des Heldentums“.

 

Erweckung der Punkte im Herzen

Frage: Solange ein Mensch keinen „Punkt im Herzen“ hat, hört er die Kabbalisten nicht. Gibt es eine Möglichkeit, ihn zu erwecken?

Antwort: Die Erweckung erfolgt ausschließlich durch die Verbreitung und innerer Arbeit unter denjenigen, die bereits einen Punkt im Herzen besitzen.

Wenn wir uns innerlich untereinander verbinden, und das sind bereits Millionen von Menschen weltweit mit einem erwachenden Punkt im Herzen – und anfangen, uns gegenseitig zu unterstützen, indem wir erkennen, dass dies der Weg ist, um uns selbst zu erheben, werden wir auch andere anziehen. Diese Menschen werden spüren, wie ihr inneres Wesen zum Leben erwacht.

Stellen wir uns einen Körper vor, der sich im Zustand des Bewusstseinsverlusts befindet und allmählich wieder zu Bewusstsein kommt. Organe, die erwachen, ziehen andere mit sich und helfen ihnen ebenfalls, sich zu regenerieren. So funktioniert es auch bei uns. 

Wir müssen uns nach vorne ziehen, hin zu einem höheren Bewusstsein, weg von einem unbewussten Zustand in Bezug auf den Schöpfer. Allmählich werden wir an einen Punkt gelangen, an dem auch andere Menschen erkennen, dass es einen Zustand gibt, der über unsere gegenwärtige Realität hinausgeht, und dass wir in der Lage sind, auf eine höhere Ebene aufzusteigen, um in diesem Leben etwas ganz anderes zu empfinden – uns selbst als ewig und vollkommen existierend.

Unser irdisches Leben geht nicht verloren; es wird vielmehr durch das Empfinden höherer Welten ergänzt, in denen wir die Kraft wahrnehmen, die diese Welt lenkt und die Realität formt.

Frage: Wenn nur der Schöpfer den Punkt im Herzen erweckt, wie können wir das dann für ihn tun?

Antwort: Wir tun das nicht für ihn! Wenn wir dieses Kraftfeld – den Schöpfer – aktivieren, indem wir uns miteinander verbinden und von diesem Gefühl erfüllt werden, erwecken wir auch alle anderen Punkte, die sich bisher in Bezug auf sich selbst noch nicht offenbart haben. Wir aktivieren das gesamte Feld!

Frage: Bedeutet das, dass absolut jeder einen Punkt im Herzen hat?

Antwort: Ja, absolut! Andernfalls würden die Menschen nicht existieren.

Frage: Sind also alle Punkte im Herzen gleich, unabhängig von deinem finanziellen oder anderen Status?

Antwort: Ja, sie sind unabhängig von den Bedingungen unserer Welt! Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Realisierung, da sie verschiedenen Teilen der gemeinsamen Seele angehören. Aber die Methode ihrer Entwicklung und Korrektur ist gleich, nur jeder empfindet sie individuell.

Frage: Sind die Punkte von Baal HaSulam und Rabash ebenfalls solche, die nur auf einer anderen Stufe der Realisierung stehen?

Antwort: Tatsache ist, dass sie sich vor dir realisiert haben, und du realisierst dich später. Na und? Letztendlich erreichen alle die gleiche Stufe.

Wenn wir uns miteinander verbinden, schließen wir alle anderen in uns ein. Daher gibt es keine Ausnahmen oder Privilegien – wir sind alle gleichwertig im Prozess der spirituellen Entwicklung.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon hat geklingelt. Punkt im Herzen.“

 

 

Wie ändern wir unsere Wahrnehmung des Lebens, um glücklicher zu werden?

Zunächst müssen wir verstehen, wie wir das Leben wahrnehmen, nämlich durch eine Linse der Selbstbezogenheit. Wir nehmen das Leben nicht so wahr, wie es ist, sondern wir haben fünf Sinne: Sehen, Riechen, Tasten, Hören und Schmecken, fünf Öffnungen, durch die wir ständig Informationen erhalten.

Wenn wir unsere fünf Sinne transzendieren, dann nehmen wir eine neue und andere Realität wahr.

Alles, was wir wahrnehmen, befindet sich in unserem Ego, d.h. in unserem Wunsch zu genießen, mit der Absicht, nur für sich selbst zu genießen. Dieses Ego begleitet und lenkt uns, um jeden Moment unseres Lebens auszukosten, um so viel wie möglich zu bekommen und so wenig wie möglich zu verlieren. Die Natur hat uns so programmiert, dass wir in jedem Moment aus Eigennutz wünschen, denken und handeln, und unser Körper tut dies auf sehr raffinierte und kluge Weise. Unsere Wahrnehmung des Lebens ist dadurch sehr begrenzt, in Bezug auf das, was wir wollen, was wir verstehen und fühlen, was wir erhalten und was wir besitzen.

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Bösartige Beziehungen

Krebs hat die Menschheit schon vor Jahrtausenden geplagt. Einige Berichte über Krebs gehen bis ins siebte Jahrhundert v. Chr. zurück, wo in alten Ägyptischen Schriftrollen von Brustkrebs die Rede ist. Im Laufe der Epochen wurden unzählige Heilmittel ersonnen, doch der Krebs breitet sich nur noch weiter aus. Einige Wissenschaftler sind der Ansicht, dass man Krebs individuell bekämpfen sollte, da jeder Fall und jeder Mensch einzigartig ist. Aus meiner Sicht gibt es für alle Formen von Krebs nur eine Ursache – beseitigt man diese, hat man auch den Krebs eliminiert.

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„Das spirituelle Virus“ – Desinfektion unserer (sozialen) Umgebung

Es wird eine Weile dauern, aber am Ende werden wir verstehen, dass Impfstoffe nicht das Heilmittel für Covid sind. Aus gutem Grund verändert sich das Virus ständig, es befällt uns immer wieder auf verschiedene Weise, und seine Auswirkungen werden immer gravierender. SARS-CoV-2, auch bekannt als das „neuartige Coronavirus“, ist kein gewöhnliches Virus. Es ist das erste „spirituelle Virus“ in dem Sinne, dass es vom Geist der Menschen erzeugt wird und sich von ihm ernährt. Je mehr Wut, Kämpfe und Ablehnung unter uns gedeihen, desto virulenter und aggressiver wird das Virus. Er gedeiht in einer Atmosphäre des Hasses.

Seit dem Aufkommen des Virus haben die Spannungen in der ganzen Welt zugenommen. Soziale Spannungen innerhalb der Länder haben sich zu gewalttätigen Zusammenstößen entwickelt, die internationalen Spannungen haben sich verschärft. Dies sind Leckerbissen für das Virus. Der Hass macht es unmöglich, ihn zu besiegen.

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Jeder von uns kann die Welt mit seinen Gedanken verändern

Frage: Sie sagen, wenn wir nicht die Korrektur erreichen, wird es eine Hungersnot geben. Auf globaler Ebene ist das offensichtlich. Was aber kann ein normaler Mensch tun? Was kann er in die Praxis umsetzen, wenn er keine besonderen Gelegenheiten hat, die Welt zu beeinflussen?

Antwort: Am allermeisten beeinflusst er die Welt mit seinen Gedanken, denn „alles klärt sich im Gedanken“. Unsere Verbindung geschieht nicht durch die Elektrokabel des Internet, den Schallwellen unserer Stimmen, den Bildern auf dem Computer Bildschirm oder gar dem direkten Kontakt miteinander. Die gesamte Verbindung zwischen uns findet in unseren Verlangen statt.

Der Schöpfer erschuf nichts außer dem Verlangen. Wir nehmen unterschiedliche Entwicklungsstufen des Verlangens als Materie dieser Welt wahr – die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe in Form von Gasen, Flüssigkeiten, festen Körper und Plasma. Doch all dies befindet sich nur in unserer Vorstellung. Wir stellen uns vor, dass wir in Zeit, Bewegung und Raum existieren.

Diese Dinge sind jedoch nicht real – es ist nur die Art, wie sich die Realität in unseren unkorrigierten Eigenschaften darstellt. Außerhalb des sichtbaren Bildes der Realität ist die treibende Kraft das Verlangen. Daher existiert jeder Mensch, egal wie entfernt er von anderen ist, in diesem System und beeinflusst jeden darin durch sein Verlangen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Wirklichkeit, die wir spüren, ist wie ein Traum
 

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Kabbala ist eine wissenschaftliche Studie über die spirituelle Welt

Eine Frage, die ich auf meinem deutschen Blog erhielt: Es gibt in der Welt Rosenkreuzergesellschaften, die teilweise auf Kabbala basieren. Die wichtigste Prämisse in der Rosenkreuzer Theosophie ist, dass der Schöpfer höhere spirituelle Strukturen mit der Freiheit des Willens geschaffen hat, um verschiedene Aufgaben, wie das Lenken von Karma oder das Erschaffen eines spirituellen menschlichen Körpers, auszuführen. Es gab ebenfalls spirituelle Strukturen, die zerbrochen sind und nun die menschliche Entwicklung behindern. Das ist eine allgemeine Zusammenfassung. Wie ist dies aus der Perspektive der Kabbala zu sehen? Was haben sie darüber zu sagen?

Meine Antwort: Kabbala beschreibt die Struktur der spirituellen Welt in dem Buch Talmud Esser HaSefirot. Kabbala studiert die Höhere Welt, untersucht sie und beschreibt sie wie ein Wissenschaftler, der unsere Welt sorgfältig untersucht. Für Anfänger, die in Deutsch studieren, empfehle ich meine Bücher: Quantum Kabbala, Leben aus der Kabbala und Das Licht der Kabbala.

 

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Lass das Herz zum Schöpfer klopfen

Frage: Wie kann ich an die Korrektur denken, die uns das Buch Sohar bringt, wenn ich negative Emotionen, so wie Hass, empfinde?

Meine Antwort: Das Gebet ist das, was das Herz fühlt. Wenn es jetzt mit Hass erfüllt ist, ist das mein Gebet: „Ich will ihn zunichte machen“.

Um die Kraft, die sich im Buch Sohar, in dem gemeinsamen Lesen des Buches,verbirgt korrekt anwenden zu können, muss ich zuerst mein Herz darauf vorbereiten. So das mein Herz dasselbe wie der Schöpfer wünscht.

In der Tat der Schöpfer antwortet auf jedes Gebet, auf jeden Wunsch unseres Herzens. Deshalb ist unsere Welt so schlecht!

Aber, anderseits, es steht doch geschrieben, dass er nur auf das Gebet antwortet, das durch die „Tore der Träne“ kommt. Antwortet er nun wirklich auf jedes Gebet, sei es die flüchtige Laune eines Kindes oder üble Machenschaften eines Bösewichtes?

Ja, sagen die Kabbalisten, die das System unserer Beziehungen mit dem Schöpfer entdeckt haben. Ein Dieb, der eine Beute gefunden hat oder ein Räuber, der einen Verbrechen geplant hat, und bereit zu töten ist, sie wollen auch ihr Ziel erreichen und ihr Gebet wird auch angenommen. Denn es geht um das Verlangen von Malchut der Welt Azilut. Und alles was sich unterhalb von ihr befindet, einschließlich unserer Welt, gehört zu ihr.

Warum sagen wir dann, das ein Verlangen erhebt sich manchmal zur Welt Azilut, aber manchmal auch nicht? Es liegt daran, dass zwei Arten von Wünsche existieren:

– Manche sind in die gleiche Richtung gerichtet, wie der Willen des Schöpfers. Da vereinigen sie sich mit dem höheren Verlangen und werden wie eine Fülle von Oben wahrgenommen.

– Die anderen entsprechen nicht dem Willen des Schöpfers. Sie rufen auch eine Antwort von oben, wie die positive Wünschen, aber werden von den negativen Verlangen negativ wahrgenommen, wie eine negative Reaktion.

Sie korrigiert den Menschen, indem sie ihn durch den langen und schwierigen Weg der Leiden führt, statt den kurzen und leichten Weg, wenn seine Wünsche und die Wünsche des Schöpfers miteinander übereinstimmen.

Deshalb sollen wir uns auf das richtige Gebet vorbereiten. Und mit diesem Gebet sich zum Sohar wenden. Denn der Mensch kann nicht auf dem Unterricht ohne jegliche Wünsche anwesend sein.

So oder so er will etwas und wenn sein Verlangen, vorher vorbereitet wurde und in die richtige Richtung gerichtet, dann, beim Lesen vom Sohar schreitet er schnell und leicht voran. 

Und außerdem müssen wir daran denken, dass wir uns in der Gruppe befinden und mit ihrer Hilfe, unseres Gebets verstärken. Also wenn die Gedanken des Menschen nicht zum Ziel gerichtet sind, befindet er sich in einer Konfrontation mit der Gruppe und empfindet noch stärker die scheinbar negative Reaktion von oben.

Also, unsere ganze Arbeit besteht in der Vorbereitung auf den Unterricht, im Lesen vom Sohar und anderen kabbalistischen Bücher. Und wenn wir uns schon im Unterricht befinden, ist es schwierig etwas zu ändern. Denn das Herz des Menschen ist schon auf irgendwelche Wünsche eingestimmt.

Deshalb ist es äußerst wichtig mit welchen Gedanken ich schlafen gehe, wie bereite ich mich auf den Unterricht morgen. Diese Minuten spielen eine entscheidende Rolle. Man muss auch die physische Vorbereitung nicht vergessen, damit der Körper nicht im Schlaf versinkt.

Rabasch schreibt in seinem Artikel 36 aus Dargot HaSulam: Es steht geschrieben: „Das Gebet Hörender“. Warum das Gebet im Singular? Hört der Schöpfer nicht alle Gebete? Es handelt sich darum, dass wir nur ein Gebet hochheben sollen: um die Schechina aus dem Staub zu erheben.

Ein Gebet um die Schechina aus dem Staub zu erheben bedeutet ein Verlangen den Schöpfer bzw. die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zum Nächsten in mir, zu offenbaren, zu wollen, sich darin dem Schöpfer anzugleichen. Und wenn wir alle unsere Kräfte nur auf eines richten, klopfen wir an die Tore, die sich unbedingt öffnen werden.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 7.12.2010

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Über Rabash und die spirituelle Bedeutung von Tod und Auferstehung


Während ich an Rabashs Seite war, überraschte es mich immer wieder, wie kurz und formell die Begräbniszeremonien waren. Man musste zum Friedhof kommen, ein paar Worte über das Grab sprechen und wieder gehen. Und er braucht nur einmal im Jahr wieder dorthin zu kommen, nicht mehr.

Im physischen Sinn ist dieses Ritual düster, doch im spirituellen Sinn ist es voller Freude! Wir veranstalten gerade ein Ritual, über das ein Mensch sich freuen sollte. Er sollte darüber jubeln, dass er seinen „Körper“ los wird, über die Tatsache, dass sein egoistisches Verlangen gestorben ist und das Verlangen zu geben und zu lieben – „Seele“ genannt – auf eine neue Stufe aufgestiegen ist. Es ist von der irdischen Stufe, dem Empfangen, in die „Himmel“ aufgestiegen – zum Geben!

Wenn man einmal im Jahr hierher zurückkehrt, zu seinem begrabenen Verlangen, prüft man, ob es etwas mehr gibt, das man davon nehmen kann, um es zu korrigieren und noch höher aufzusteigen. Schließlich kann der Aufstieg nur durch die Korrektur stattfinden, durch die Umwandlung des Egoismus zum Geben.

Danach kommt die „Auferstehung der Toten“, wenn wir alle unseren Verlangen korrigieren und nichts im „Grab“ zurück bleibt. Dann wird der Tod (die Verlangen) wiederbelebt und die Begräbnisrituale werden nicht länger durchgeführt.

Rabash war ein Mensch, der handelte, wie ein Kabbalist nie zuvor gehandelt hatte.
Er nahm säkulare Studenten in seine Gruppe auf, die sich in der Mitte der jüdisch-orthodoxen Bevölkerung befand, der Stadt Bnei Brak. Er lehrte diese Studenten die Wissenschaft der Kabbala. Zu dieser Zeit war das eine echte Revolution. Er stellte sich gegen seine Familie, gegen die Menschen, die ihm nahe waren und gegen die gesellschaftliche Meinung der gesamten orthodoxen Gemeinschaft.

Trotz alledem wagte er das und erreichte einen Durchbruch. Er fing an, Artikel zu schreiben und Unterricht für Anfänger zu geben, einschließlich für säkulare Menschen. Er tat alles, was möglich war, um die Lehre zu verbreiten.

Das Allerwichtigste, was er hinterließ, sind seine Artikel und sein Geist. Alles, was wir heute haben, unsere gesamte Grundlage, wurde von ihm gelegt. Immer spüre ich, dass ich nichts anderes, als seine Arbeit fortführe. Daher spüre ich, dass die inneren Kräfte weitermachen. Die Art, wie wir studieren, erklären und Dinge formulieren, das alles kommt von ihm. Ich hoffe, alles an euch weiterzugeben, was ich habe, einschließlich des Geistes Rabashs, den ich von ihm erhalten habe.

Dieser Mensch ist hauptsächlich eine Brücke, eine Verbindung zwischen allen großen Kabbalisten der Vergangenheit, von Abraham bis Baal HaSulam, zu uns. Durch seinen Geist gab er die Wissenschaft der Kabbala an uns weiter. Wir leben innerhalb seines Kli und er unterstützt uns.

Wir haben dem Schöpfer dafür zu danken, dass Er uns diese Seele gegeben hat, die uns heute weiterhin in sich einschließt und uns entwickelt. Jedwede Spiritualität, die wir erlangen, erlangen wir kraft seiner Hilfe, seiner Kraft, die unter uns wirkt. Deshalb nennen wir uns „Bnei Baruch“ – die Söhne Baruchs. Lasst uns hoffen, dass wir wahrhaftig die Söhne von Baruch Ashlag – dem Rabash – werden.
(Aus der Rede am Grab von Rabash am Morgen des 23. September 2009)

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