Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Körper'

Auf der Suche nach dem Wichtigsten

Solange die Einheit nicht dringend notwendig geworden ist, wird sie keine Gestalt annehmen. Entweder erhöhen wir in unserer Mitte die Wichtigkeit der Vereinigung oder alle unsere übrigen Handlungen, außer der Vereinigung, bringen dennoch das Licht, das zur Quelle zurückführt, es wird jedoch eine negative Wirkung auf uns haben – es wird uns zeigen, wie sehr wir von einander getrennt sind. Dann werden wir uns aus der Notwendigkeit heraus, infolge von Schmerz und Leiden, dennoch verbinden.

Zum Beispiel, will ich mich nicht um meine Gesundheit kümmern und zerstöre dadurch allmählich meinen Organismus, bis ich spüre, dass es schlecht um mich steht. Und dieses Gefühl zwingt mich, mit der Heilung meines Körpers zu beginnen.

Genauso kümmern wir uns in der Gruppe nicht um die spirituelle Gesundheit – wir sorgen nicht für die Vereinigung. Und dennoch studieren wir, verbreiten die Kabbala und führen verschiedene andersartige Handlungen aus. Diese Handlungen ziehen das Licht an, das zur Quelle zurückführt, und letztendlich wird es uns zeigen, wo das Problem ist. Würden wir das nicht machen, würden wir nicht spüren, dass etwas nicht stimmt. Also gibt es doch einen gewissen Nutzen: dadurch erkennen wir, dass uns das Wichtigste fehlt.

Wenn du den Schöpfer enthüllen willst, dann musst du an den „Ort“, an das Verlangen denken, in dem Er sich enthüllt. Es gibt kein Licht ohne Kli.

Auszug aus dem Unterricht über einen Brief von Rabash, 24.12.2010

Sich für die Entwicklung entscheiden

Frage: Wie soll ich auf die Empfindungen reagieren, die infolge der Handlungen des Schöpfers entstehen?

Meine Antwort: Man könnte sagen, dass sie das Ergebnis des Treffens mit dem höheren Licht, dem Schöpfer, sind. Und dennoch sollte man nicht vergessen, dass der Schöpfer unveränderlich ist, nur ich selbst verändere mich, die Reshimot wechseln sich in mir ab.

Aus diesem Grund kann ich nur eins tun: ich kann mich bei der Abfolge der Reshimot anstrengen. Dadurch beschleunige ich ihre Entwicklung und sehe sie als erwünscht an. Ich bin nicht gegen meine Entwicklung, sondern dafür, obwohl ich verstehe, dass es nicht einfach ist, dass ich dafür Anstrengungen in Kauf nehmen muss, wie bei jeglicher Entwicklung. Ich bin dazu bereit.

Wie entwickle ich mich denn? Durch den Einschluss in die Gruppe. Mit Hilfe der Freunde beginne ich die Wichtigkeit meiner Entwicklung zu erkennen, sie geben mir Kraft, um damit fertig zu werden. Genau das bedeutet die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels. Denn wenn das Ziel in meinen Augen wichtig ist, bin ich bereit, es zu verfolgen, selbst wenn es für meinen Körper unangenehm ist. Die Wichtigkeit verleiht mir Kraft.

Wenn ich mich wirklich in das Verlangen der Freunde einfüge, werde ich keine Probleme damit haben, die Entwicklung voranzutreiben, anstatt durch Leiden voranzukommen, wenn es infolge der Nichtübereinstimmung mit dem in mir erwachten Reshimo Schmerzen in mir auslöst.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 04.02.2011

Es gibt eine Alternative!

Frage: An unserem heutigen Unterricht nehmen viele neue Schüler teil. Welcher Rat würde ihnen helfen, um von der egoistischen in die altruistische Eigenschaft zu wechseln?
Meine Antwort: In unserer Welt kommen wir langsam zu dem Moment der Wahrheit: Es gibt nichts mehr, wofür wir leben sollen. Von Tag zu Tag stellen wir fest, dass das Leben völlig leer ist.

In Wahrheit, sind wir noch nicht zum Wendepunkt gekommen, und die Menschen schaffen es noch, sich selbst zu verwirren, die Wahrheit vor sich zu verdecken, denn sie haben für ihr jetziges Leben keinen Ersatz.

Wir sollen ihnen zeigen, dass es eine Alternative gibt, wir gehen einen bestimmten Prozess durch, welcher von Oben gesteuert wird. Das ist ein besonderer, guter Prozess, eine wunderbare Entwicklung, die uns über dem tierischen Leben im Körper, welcher von Tag zu Tag dem Tod näher rückt, erhebt. Das müssen wir den neuen Schülern weitergeben.

Wir sollen uns zur der Wahrnehmung der Realität erheben. Es bedeutet aber nicht, dass ich „das Bild wechsele“, welches ich aus meinen Körper sehe. Ich schalte nicht den Modus des externen Sichtens um, sondern trete wahrlich in eine neue Realität ein, ich gehe von einer Welt in die Andere über. Ich verändere tatsächlich mein Verhältnis, gebe einen neuen Vektor von mir zum Nächsten ein, oder von mir zum Schöpfer. Denn der Nächste ist eine Hilfe, ein Zwischenstopp, welches mir in meinem Streben zum Schöpfer hilft.

Im Ganzen, kann ich in meinem kleinen Verlangen existieren und diese kleine, vergängliche Welt wahrnehmen. Oder ich kann mich davon befreien und das ewige Dasein, die vollkommene Natur empfinden, wo ich ohne Grenzen in der Welt der Unendlichkeit lebe.

Eine solche Möglichkeit bietet uns die Wissenschaft der Kabbala.

In den letzten Generationen konnten nur Wenige eine solche Umwandlung, diesen Übergang aus einer Welt in die Andere verwirklichen. Doch heute, jeder bei dem sich ein Punkt im Herzen, d.h. ein spirituelles Verlangen geöffnet hat, kann versuchen es zu realisieren. Seit unserer Zeit und weiter, wird die Menschheit allmählich, eine Etappe nach der anderen, diese Übergänge verwirklichen.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash „Annulierung nach der Methode von Baal Schem Tow“, 07.01.2011

Doppelte Realität

Frage: Wenn wir die Gruppe nur als ihren inneren, korrigierten Zustand betrachten, wie unterscheidet sie sich dann vom Rest der Welt, der auch nur unkorrigiert scheint?

Meine Antwort: Es gibt keinen Unterschied in der inneren Bedeutung. Aber wenn man auf die Gruppe schaust, bleibt einem nichts anderes übrig als festzustellen, dass sich ihr Streben nach Spiritualität äußerlich manifestiert, wenn sie jeden Tag zum Unterricht kommt. Das bedeutet, dass sie sich zwar bemüht, Spiritualität zu erreichen, es ihr jedoch noch nicht gelungen ist.

Man hat einen äußeren Schirm, auf dem man sieht, wie sich die Gruppenmitglieder nach dem Geben sehnen, während sie noch innerhalb des egoistischen Systems handeln, welches nur beabsichtigt, alles für die eigene Befriedigung zu nutzen.

Dennoch wissen sie bereits, verstehen schon irgendwie und fühlen sogar, dass es eine Chance gibt, zu einer anderen Einstellung über die Welt zu gelangen: das Konsumieren durch das Geben zu ersetzen.

Sie wissen, dass es zwei Arten gibt, das Leben im Universum zu empfinden:

1. Ein Leben, wo ich instinktiv versuche, alles zu verschlingen, weil ich so geboren wurde, was als angeborener „Böser Trieb“ betrachtet wird.

2. Und es gibt eine andere Einstellung dem Leben gegenüber: das Geben, aus sich herauszutreten, wobei mein „Selbst“ an sich nicht existiert, es sei denn, es ist in allen anderen enthalten. Und diese zweite Herangehensweise ist diejenige, die wir erreichen wollen.

Es stellt sich heraus, dass wir bereits zwei Herangehensweisen haben: bis jetzt nach dem 1. Grundsatz, zu leben, alles für sich selbst zu verbrauchen. Genau das nehmen wir jetzt wahr, „diese Welt.“ Aber wir träumen davon eine andere Anschauung vom Leben zu erlangen und die spirituelle Wirklichkeit zu sehen, die aus dem Geben besteht.

Was wird mit der körperlichen Wirklichkeit dann geschehen? Wird sie verschwinden? Nein. Sie wird bleiben, solange wir sie brauchen, da sie noch als ein notwendiger Bestandteil verwendet werden muß.

Nun sollte man bereits verstanden haben, wozu unser materieller Körper dient: man muss ihn aufrechterhalten, um den Verbrauch zu unserem Besten fortzusetzen und nicht um zu geben. Aber in Wirklichkeit gibt es keinen Körper.

Doch je nach dem, wie weit man noch im egoistischen Konsumieren verbleiben muss, so lebt weiter man in dieser materiellen Wirklichkeit. Und in dem Maße, in dem man sich über selbst erhebt, betritt man die spirituelle Welt.

Auszug aus einem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 28.12.2010

Wie man das Licht zu lieben lernt

Frage: Warum zwingt uns das Licht, auf den Genuss zu verzichten, um zu einer Verschmelzung mit ihm zu kommen? Das ist doch sadistisch…

Meine Antwort: Das Licht hat keine Wahl. Es hat dich mit dem Verlangen zu genießen erschaffen und will nun, dass du es vorziehst, mit Ihm zusammen zu sein, anstatt dein egoistisches Verlangen mit den Genüssen zu füllen. Es ist so, als ob du eine Frau lieben würdest, die furchtbar hässlich ist – das heißt ohne jeglichen Eigennutz.

Jeder von uns möchte so, wie er ist, mit allen Macken, geliebt werden. Das Licht will ebenfalls, dass wir unsere Liebe zu ihm zeigen – die gleiche absolute Liebe, die es auch uns entgegenbringt. Wir können beweisen, dass wir lieben, nur wenn wir uns über den Genuss erheben.

Du wunderst dich, wie man jemanden lieben kann, der dich schlägt? Wenn ich jedoch aufhöre, mich mit meinem Körper und meinem Egoismus zu identifizieren, mich über ihn erhebe und spüre, dass das gar nicht „Ich“ bin, habe ich kein Problem damit, das Licht zu lieben. Und ich liebe es nicht, indem ich mich „über mein Leiden erhebe“ – sondern zusammen mit allen Genüssen!

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie“ vom 30.12.2010

Komplizierte Arbeit nach einem einfachen Prinzip

Eine Frage, die ich erhielt: Alle fragen, was genau wir tun müssen, damit der Schöpfer uns korrigiert. Wir würden gerne eine einfache und verständliche Antwort darauf bekommen!

Meine Antwort: Alle wollen eine verständliche Antwort bekommen: „Sag uns konkret, was wir tun müssen, ohne diese ganzen komplizierten Sachen!“ – um wie ein Roboter am Fließband zu arbeiten, irgendeinen Knopf zu drücken und an nichts zu denken. Doch so wird es nicht gehen!

Du wirst dich selbst bemühen und „alles, was in deiner Kraft liegt“, tun müssen. Denn unser spirituelles Gefäß (Kli) ist unwahrscheinlich kompliziert und enthält 613 (Tariag) Verlangen, zehn Sefirot, drei Linien, 22 Buchstaben, viele charakteristische Merkmale und sehr unterschiedliche Komponenten.

Aus diesem Grund reicht hier irgendeine einfache Handlung nicht aus: man muss studieren (in einer physischen Gruppe oder virtuell, übers Internet/Fernsehen), an den Freundesversammlungen und Kongressen teilnehmen. Ich befinde mich unter den Splittern einer zerbrochenen Seele und muss mit ihnen Verbindungen wiederherstellen, um das Zerbrechen zu korrigieren!

Um die spirituelle Welt, den Schöpfer, wahrnehmen zu können, muss ich mich mit allen anderen Seelen verbinden, und nur in unserer Verbindung werde ich die Spiritualität spüren. Denn die Spiritualität gibt es nirgendwo anders als in diesem uns verbindenden Netz.

Nur wenn ich den gemeinsamen Körper der Seele wiederherstelle und er richtig zu arbeiten beginnt, werde ich in seinem Inneren das Licht, das ihn ausfüllt und von einer Stelle zur anderen überfließt, wahrnehmen.

Ich werde spüren, dass es in diesem Körper einen Lebensstrom gibt und dass in ihm besondere Handlungen, Energieaustausch stattfinden. Genau das nennt sich spirituelles Leben!

Und es ist in der Tat eine einfache Aufgabe: es gibt mich/den Egoisten/meinen Punkt im Herzen – und ihn muss ich mit den anderen, eben solchen Punkten verbinden. Doch aus diesem einfachen Prinzip gehen Tausende von notwendigen Handlungen hervor: gemeinsames Studium, Vorbereitung und Teilnahme an Kongressen, Arbeit in der Küche… Alles zusammen nennt sich das „Arbeit in der Gruppe“.

Doch wozu brauche ich diese ganze Arbeit? – Um Verbindung und Liebe zwischen uns zu enthüllen! Ausgehend von diesem einfachen Prinzip, wirst du alles Andere ableiten können, was mehr oder weniger mit dem Ziel zu tun hat. Doch das spirituelle Leben existiert nur in der Verbindung zwischen den Seelen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Freiheit des Willens“ vom 24.12.2010

 

In der Stunde, wo Maschiach kommt…


Sohar, Vorwort, Artikel „Die Vision von Rabbi Chija“

„In der Stunde, in welcher der Messias in der Versammlung von Rabbi Schimon erscheint, ist sein Haupt mit dem höchsten Schmuckstück der Versammlungen gekrönt. Wenn dann alle Mitglieder der Versammlung eben dieser Stufe „Häupter der Versammlung“ würdig werden, so ist es der Messias der mit der Tora von den Häuptern der Versammlungen gekrönt ist. Er wird eben auf diese Weise mit dem Höchsten Schmuckstück von den Häuptern der Versammlung gekrönt“.

Es handelt sich hierbei um die Stufen die innerhalb des Menschen sind der seine innere Struktur erkennt. Seine gesamte innere Struktur ist ein einziges Verlangen, das in verschiedene Niveaus der Fähigkeit zu geben unterteilt und angeordnet wurde.

In ihm gibt es die Struktur der Welt Azilut. Innerhalb von dieser befinden sich noch mehr innerliche Strukturen, je nach Niveau: „Schoresch“(die Wurzel), „Neschama“(die Seele), „Guf“(Körper), „Levusch“(Kleidung), „Ejachal“(Palast), von innen nach aussen. So wie auch in unserer Welt, die das unbelebte, das pflanzliche, das tierische und das menschliche Niveau beinhaltet.

Es gibt keinen Unterschied zwischen dem materiellen und dem spirituellen Aufbau. Es ist lediglich Projektion unserer inneren Eigenschaften, die uns ein solches Bild zeichnet. Wie wir die Welt jetzt vor uns sehen, ist im Prinzip eine Zeichnung unseres Inneren.

Wenn ich meine innere Struktur entdecke, erfahre ich mit Hilfe von Korrekturen, die ich vom Licht empfange, dass alle meine Eigenschaften erhoben werden von den „Mitgliedern der Versammlung“ zu den „Häuptern der Versammlung“, von Messias der von einem bestimmen Niveau kam, auf eine noch höhere Stufe, und ich sehe plötzlich „Rabbi Schimon“, eine Stufe die ich vorher nicht wahrnehmen konnte.

All dies sind Niveaus in der Seele des Menschen, alle Vorväter und Söhne: Chessed, Gvura, Tiferet, Nezach, Hod, Jesod und Malchut.

Es geht darum, dass der Mensch die innere Struktur seiner Seele stets ausführlicher entdeckt und gleichzeitig ein grösseres Mass an Geben in allen möglichen Formen.

Das wird Offenbarung des Schöpfers genannt.

Auszug aus einem Soharunterricht,

Kabbalalernzentrum–>

Kabbalisten zu Tora und Geboten, T.12

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu den Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.
Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

613 (TARJAG) Ratschläge und 613 Anweisungen.

Darin wird uns erklärt, was an einigen Stellen im Sohar als die 613 Gebote Itin de-Orajta bezeichnet wird (Ratschläge, wie das Kli zu korrigieren sei), und an einer Vielzahl an Stellen im Sohar als die 613 Gebote Pkudin bezeichnet wird (Lichter, die in das unkorrigierte Kli eintreten müssen). Zunächst muss der Mensch Tora und die Gebote halten, um seinen Körper zu reinigen und die Seele zu vergrößern. Dann befinden sich die 613 Gebote bei ihm in Itin, das heißt stellen für ihn Gebote dar, wie man dennoch dessen würdig werden und vor den Schöpfer kommen kann, erfüllt von Seinem Licht, da das Einhalten der Tora und die Erfüllung der Gebote ihn allmählich soweit reinigen, dass er der Offenbarung des Schöpfers würdig wird. Wie es geschrieben steht: „Was macht das für einen Unterschied für den Schöpfer – ob man das Tieropfer vom Hinterkopf tötet oder ihm die Kehle durchschneidet? Denn die Tora und die Gebote wurden zu nichts anderem gegeben, als nur, um durch sie das Volk Israels zu vereinen“.

Jedoch nachdem der Mensch in ausreichendem Maße seine Bedürfnisse reinigen und des Lichtes des Schöpfers würdig wird, werden sich seine Augen und seine Seele öffnen, und er wird die 613 Lichter erkennen, die in den 613 Geboten enthalten sind, was das Geheimnis der Namen des Schöpfers ist. Das heißt, er gelangt zu deren Erkenntnis. Und mittels der Ausführung eines jeden Gebots empfängt er den Teil des Lichtes, welcher darin eingeschlossen ist, da das Gebot das Geheimnis des Kli ist. Darin kleidet sich das Licht ein, das heißt der Name des Schöpfers, der zu diesem Gebot gehört, wie es geschrieben steht: „Das Gebot ist ein Leuchter, und die Tora- das Licht“.

Und das heißt – 613 Gebote des Empfangens der Lichter. Das gleicht einem Menschen, der Edelsteine in ein Gefäß legte und dem von ihm geliebten Menschen sagte: „Nimm das Gefäß, doch bewahre es vor den Händen der Diebe“. Und es ergibt sich, dass sie von einem Gefäß sprechen, doch sie meinen die darin befindlichen Edelsteine.

Aus den Büchern der Kabbala ist bekannt, dass das Geheimnis des Namens des Schöpfers im Namen HHaWaJaH inbegriffen ist, welcher in sich alle Namen des Schöpfers auf allen Stufen einschließt. Daher gilt „der Schöpfer, Sein Licht und Israel sind Eins“, ungeachtet der Tatsache, dass die Massen in der Tora nichts als historische Erzählungen, Gesetze und Gesetzbeschlüsse sehen.

Ich erklärte jedoch bereits den Sinn des Ausdrucks „Goldene Äpfel in silberner Fassung“, was als die 613 Gebote des Empfangens der Lichter bezeichnet wird. So sagten die Weisen: „Die ganze Tora sind die Namen des Schöpfers“, und daher „Tora und der Schöpfer sind Eins“, doch im Geheimnis „Allgemeines und Besonderes“, wo der Schöpfer der Komplex aller Namen und das allgemeine Licht ist, und die Tora in 613 Lichter unterteilt wird. Und es ergibt sich, dass sie alle gemeinsam eins sind und den Schöpfer selbst darstellen.

Nun bleibt es uns zu klären, was Israel darstellt. Zunächst muss man verstehen, was die Vielzahl unterteilter Formen im Spirituellen bedeutet, das heißt, wie und zu welchem Zweck sie unterteilt und voneinander getrennt sind. Im Materiellen kann man das Eine vom Anderen mithilfe eines Messers trennen, oder es lösen und trennen sie die Zeit und der Ort. Es ist jedoch unmöglich, sich solches im Spirituellen vorstellen, welches außerhalb von Zeit und Raum steht.

Doch wisse, dass im Spirituellen der ganze Unterschied zwischen den Höchsten Lichtern nichts anderes als der Unterschied der Eigenschaften ist. Bezüglich vernünftiger Seelen, die den Menschen innewohnen, ist natürlich jede Seele von der anderen getrennt und entfernt. Doch die Basis der Trennung ist die Unterscheidung der Eigenschaften, das heißt die Seele des Einen ist gut, die des anderen schlecht, beim dritten ist sie klug oder torhaft usw. Wie es heißt: „Wie sich die Gesichter voneinander unterscheiden, so unterscheiden sich auch ihre Meinungen“.

Damit ist klar, dass wenn alle Menschen über die gleiche Bildung und gleiche Neigungen verfügen würden, auch die Seelen der Menschen eine Seele wären. Und hinsichtlich der Bedeutung wäre sie wie das Licht der Sonne, welches alle Menschen so bestrahlt, dass es völlig unmöglich ist, getrennte Formen zu unterscheiden. So wäre auch eine Seele in eine Vielfalt an Körpern eingeschlossen, da der Abstand die spirituellen Wesen überhaupt nicht trennt, solange es keinen Unterschied in ihren Eigenschaften gibt.

Kommen wir nun zur Erklärung. Es ist bereits bekannt, dass das Geheimnis der Seelen der Söhne Israels das Geheimnis des Göttlichen Teils von Oben ist, wobei die Seele nach dem Gesetz von Ursache und Folge abstieg, indem sie sich von einer Stufe zur anderen herabsenkte, bis sie sich eignete, in diese Welt zu kommen und sich in den unreinen, materiellen Körper einzukleiden. Und mittels der Einhaltung der Tora und der Erfüllung der Gebote steigt sie von einer Stufe zur anderen auf, bis sich ihr Umfang auffüllt, und sie letztlich würdig wird, ihre Belohnung vom Vollkommenen zu erhalten, die für sie beizeiten bereitet wurde. Das heißt die Erkenntnis der heiligen Tora in Form der Namen des Schöpfers ist das Geheimnis der 613 Gebote des Empfangens der Lichter


Auszug aus dem Artikel von Baal HaSulam „Vorwort zum Buch  Mund des Weisen“

Die „Vertreibung“ aus der Absicht

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich den Menschen in dieser Welt helfe – dann kann ich doch infolge diesen Handlungen das Licht heranziehen, das die Seele korrigiert?

Meine Antwort: Es hängt von deiner Absicht ab – wenn du wirklich die Absicht des Gebens hast, dann wirst du natürlich das Licht heranziehen können. Wenn du aber der Greisin auf der Straße hilfst und dabei denkst, was für ein Gerechter du bist, dann schadest du dir dadurch.

In der Welt gibt es Millionen von Menschen, die bereit sind, anderen zu helfen, und sie machen die guten Taten auf dem materiellen Niveau, aber aus irgendeinem Grunde wird die Welt davon nicht besser! Die ganze Wohltätigkeit bringt keine positiven Ergebnisse, weil es nicht die Handlungen sind, die die Welt verändern, sondern die Absicht mit der ich sie ausführe.

Der Schöpfer braucht unsere Handlungen nicht, wenn wir sie egoistisch durchführen. Man muss zuerst fragen, ob sie das Herz korrigieren?! Bevor man ein Gebot oder eine beliebige vortreffliche Handlung erfüllen möchte, soll man zuerst eine richtige Absicht schaffen. Und wenn man sie nicht hat, dann sollte man sich überlegen, ob man diese Tat ausführt oder nicht.

Wenn sie lebensnotwendig ist, dann bin ich verpflichtet, diese Handlung sogar ohne Absicht zu erfüllen, weil sie weder „getadelt noch erfordert wird“. Aber wenn sie über das dem tierischen Körper Notwendige hinausgeht, dann darf man sie nicht mit der egoistischen Absicht durchführen. Indem ich die egoistischen Handlungen begehe, schade ich der Welt, und entfremde mich der Spiritualität, wodurch Unglück auf mich, sowie auf diese Welt herangezogen wird.

Dieser allgemeine Zustand, worin die Handlungen ohne Absicht ausgeführt werden, heißt die „Vertreibung“. Wenn man sich aber wieder den Handlungen mit der Absicht des Gebens zuwendet, dann bezeichnet man dies als die „Befreiung“ – mit jeder solchen Handlung wirst du den Schöpfer eröffnen.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Freiheit des Willens“, 24.12.2010

Der Schöpfer rettet Mensch und Tier

Unsere ganzen Versuche, die Natur und die Umwelt zu retten, werden zu nichts führen.

Helfen wird nur das Licht, das zur Quelle zurückführt – jene Kraft, die uns fehlt, um den Menschen in jedem von uns auszugleichen und ihn zur Harmonie mit der Natur, genannt „Elokim“, der Schöpfer, zurückzubringen.

Die gleiche Kraft, die kommt, um uns dem Schöpfer ähnlich werden zu lassen, wird auch den unbelebten, pflanzlichen und tierischen Teil in uns zum Ausgleich bringen. Wir fangen an, die Natur richtig, nur in dem nötigen Maße, zu nutzen, weil wir fühlen werden, dass wir nicht mehr brauchen!

Mein tierischer Körper wird sich so fühlen, wie ein Tier sich fühlen soll, und der Mensch in mir so, wie ein Mensch sich fühlen soll! Darüber steht geschrieben: „Der Schöpfer rettet Mensch und Tier“ – beide werden von Ihm und nicht von mir gerettet!

Ich weiß nicht, welche materiellen Handlungen es nach sich ziehen wird – vielleicht werden wir noch mehr Wald verbrennen, wer weiß?!

Wir müssen nur das Licht, das zur Quelle zurückführt, handeln lassen, nur dieses Mittel benutzen. Denn es kommt von einer höheren Stufe und wird alle Teile der Natur ins Gleichgewicht bringen, indem es sie nach seinem Vorbild formt.

Wir sollten nicht versuchen, alles mit unserem Verstand zu begreifen, sondern die höhere Kraft arbeiten zu lassen, sie einzuladen, zu wollen, dass sie es macht. Denn woher sollen wir selbst wissen, wie die korrigierte Welt sein soll?

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“ vom 21.12.2010