Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Körper'

Der Kopf und der Körper meiner Seele

Frage: Was ist eine spirituelle Konstruktion (ein Parzuf)?

Meine Antwort: Der spirituelle Parzuf bildet sich nur infolge unserer gegenseitigen Vereinigung. Es gibt keinen Menschen, bei dem ein individueller spiritueller Parzuf existieren würde. Ein Parzuf ist somit ein Maß für den Grad unserer Vereinigung, er entsteht nur in der Verbindung zwischen uns.

Die spirituelle Stufe ist ein Maß des Gebens. Um eine Stufe zu besteigen, muss man an jemanden geben können. Angenommen ich gebe etwas an dich – dann heißt das, ich stehe an der Spitze dieses Gebens, ich bin quasi sein Kopf (Rosch). Ich binde deine Wünsche an mich an, um sie zu erfüllen, und auf diese Weise bilden sich der Kopf und der Körper meiner Seele (Rosch und Guf), die zusammen „Parzuf“ heißen.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Lehre der Zehn Sefirot“ „, 06.11.2011

Vor der Attacke

Arvut-Kongress. Lektion 1

Unsere Hauptarbeit besteht darin, uns über unsere Gedanken und Verlangen zu erheben, von ihnen abschalten zu können und zu jener Höhe aufzusteigen, wo wir alle zusammen sind, – dorthin, wo sich die Seele befindet. Es gibt nur eine einzige Seele auf der Welt.

Darum steht geschrieben, dass die Söhne Israel drei Tage vor dem Empfangen der Tora enthaltsam sein sollten – jeder versuchte, sich über seine irdischen Sorgen, Gedanken, Verlangen, Berechnungen zu erheben, um sich nur dem höheren Ziel widmen zu können.

Es ist alles andere als einfach und erfordert hartnäckige, peinlich genaue Arbeit, als würden wir winzige Körnchen aufsammeln, bis wir sie alle nach und nach zusammen haben und alle unsere egoistischen Berechnungen enden, bis keine nutzlosen Verlangen und Gedanken in dem Menschen mehr aufkommen, die ihn ablenken; dann wird er mehr oder weniger bereit sein, sich in die Gedanken und Verlangen der Umgebung einschließen zu lassen.

Diese Askese und Enthaltsamkeit, diese enorme Anstrengung, die er unternimmt, um sich vorzubereiten, ist keine einfache Sache. Der Mensch muss sein Ego zerbrechen und aus sich herauskommen, sich durch wahre physische Anstrengungen aus seiner Ecke lösen und sich physisch in die anderen einschließen lassen und dann versuchen, seinen Kopf zu beugen und von den anderen ihren Geist, der ihn beeinflussen wird, anzunehmen. Er darf seinen Gedanken keinen freien Lauf lassen, was ihn aus der Gemeinschaft, aus der Gruppe hinauswerfen könnte.

Der Mensch muss sich beugen und sich widerwillig, in materieller Form und innerlich, spirituell, in Gedanken und Verlangen, so konzentrieren, dass alles unter dem Einfluss der Umgebung steht. Er muss sich verlieren! Der Mensch soll von dem, was es in der Umgebung gibt, beeinflusst werden, damit er weder seinen eigenen Verstand noch sein eigenes Herz hat und nur von dem, was es in der Gemeinschaft gibt, gelenkt wird.

Das ist die erste Etappe der Vorbereitung auf den Einschluss ineinander. Wenn uns das gelingt, können wir bereits von dem Einfluss der höheren Kraft, der Kraft der Gruppe sprechen.

Die Gruppe ist nicht jenes physische Gebilde, welches wir uns vorstellen, es ist keine Gruppe von physischen Körpern. Wir werden von der inneren Kraft der Gruppe beeinflusst und von dem Licht in ihr, das zur Quelle zurückführt und das jedem die Heiligkeit, die Erhebung über sich selbst bringt. Und dann wird er in diesem Aufstieg damit anfangen können, die gemeinsame Kraft, die das Universum füllt, zu spüren, und wird begreifen, wovon die Rede war.

Deshalb ist das Wichtigste auf unserem Kongress, ja bereits wenigstens drei Tage davor (und man sollte jetzt schon damit beginnen, sich daran zu gewöhnen), über allen überflüssigen Gedanken und Berechnungen zu sein und sich auf das Nötigste zu beschränken. Und man sollte stets im Glauben über dem Verstand handeln.

Insbesondere die letzten drei Tage vor dem Kongress müssen wir mit der wahren Attacke, mit der Enthaltsamkeit, sowohl physisch als auch in Gedanken und Verlangen, beginnen, damit wir uns nur in einer Bestrebung befinden und möglichst wenige Hindernisse wahrnehmen.

Auszug aus der ersten Lektion des Arvut-Kongresses, 11.11.2011

Ein Patent für den ununterbrochenen Genuss

Der Genuss wird vom Verlangen gelöscht, da hier ein Kurzschluss entsteht. Wenn es zwischen dem Plus und dem Minus keinen Widerstand gibt, dann geschieht ein Kurzschluss. Wenn wir zwischen dem Genuss und dem Verlangen (zwischen dem Plus und dem Minus) einen Resistor (den Wiederstand) stellen würden, dann könnten wir den Kurzschluss vermeiden, da wir die zusätzliche Energie empfangen würden, und der Genuss im Endeffekt nicht gelöscht wäre.

Der Widerstand ist das, was den Wunsch und den Genuss stört, sich direkt zu verbiden. Was kann zu solch einem Widerstand werden? Ein anderer Mensch. Wenn ich den Genuss durch dich fließen lasse, dann werde ich diese Handlung im Endeffekt brauchen.

Angenommen ich habe ein Kind, für welches ich etwas gerne mache und meine Hingabe genieße. Ich kann dies die ganze Zeit machen, weil ich in meinen Handlungen ständig die Liebe zu ihm äußere und dadurch ununterbrochen genieße. Und wenn ich eine Million solcher Kinder, sowie die Möglichkeit sie gleichzeitig zu füllen habe, dann kann ich mich eine Million Mal intensiver erfüllen. Dabei überfülle ich mich niemals. Alles hängt davon ab, ob ich zwischen dem egoistischen Genuss und dem egoistischen Wunsch den Widerstand stelle, welcher nur ein anderer Mensch sein kann.

Es zeichnet sich ein folgendes Schema ab: Ich, andere Menschen, der Genuss. Wenn der Genuss durch andere Menschen fließt, dann wird er nicht gelöscht. Aber wie kann ich sie lieben? Wenn es meine Kinder, Familie sind, dann empfinde ich die instinktive Liebe und ihre Zustände spiegeln meinen Zustand wider. Und wie erreiche ich hier den Widerstand, um auf das nächste Niveau der Schöpfung, auf das nächste Niveau der Natur aufzusteigen?

Wenn ich instinktiv handle, dann befinde ich mich in unserer Welt, wie auch ein beliebiges Tier, das sich um die Nachkommenschaft oder um die Verwandten kümmert. Ich muss eine besondere Bemühung machen: Mich mit der Liebe, mit der Anteilnahme am anderen Menschen füllen, der mir nicht nur gleichgültig, sondern auch verhasst ist. Wie ist der Hass in die Liebe zu verwandeln?

Vor uns entsteht ein Problem, welches wir lösen müssen, um auf das nächste Niveau der Schöpfung hinaufzusteigen und das ewige, vollkommene Leben zu begreifen. Nach der Lösung werden wir in die ewige und vollkommene Strömung der Natur, die Strömung des Genusses und des Verlangens, unabhängig von unserem Körper eingehen. Denn mein Verlangen, meine Absicht und meine Gedanken befinden sich außerhalb meines Körpers.

Auszug aus dem Fernsehsendung „Die integrale Welt“, 16.10.2011

Der Weg zur gegenseitigen Bürgschaft

Das Wichtigste an unseren Diskussionen an runden Tischen ist, die Erklärungen dafür zu geben, dass man zur gegenseitigen Bürgschaft nicht von selbst gelangt, sondern infolge eines ernsthaften Studiums des Systems der gegenseitigen Abhängigkeit der Natur – für die Einbettung des Menschen als eines integralen Bestandteils in sie.

Nur eine solche Kombination zwischen der Natur und allen Menschen, wenn alle sich im vollkommenen Gleichgewicht befinden, d.h. wenn der Mensch in der menschlichen Gesellschaft in voller Harmonie nehmen und geben kann, wie das in den Zellen eines Körpers geschieht, wird als gegenseitige Bürgschaft bezeichnet.

Doch zuerst müssen wir die Elemente der gegenseitigen Bürgschaft erlernen: des gegenseitigen Entgegenkommens, der Verbindung – trotz aller Gegensätze, die uns trennen und die uns der Egoismus extra vorsetzt. Wir müssen die Gegensätze zwischen uns als Übungen wahrnehmen, über die wir uns erheben müssen, – und gerade auf diese Weise wachsen, wie die Kinder durch ihre Spiele wachsen.

Genau darin bestehen unsere Vorwärtsbewegungen zum Zustand der gegenseitigern Bürgschaft, sprich der vollkommenen gegenseitigen Verbindung, wie in einem gesunden Körper.

Dies ist das Ziel der ganzen Schöpfung – deshalb spüren wir in dem Ausmaß der Erreichung dieser Verbindung, in ihr, das gegenseitige Geben, die Liebe, die Teilnahme, die Verschmelzung der Verlangen, die Verbindung dessen, was uns gestört hat. Es verschwindet nichts, alle widersprüchlichen Elemente bleiben bestehen – und über ihnen bauen wir unsere gegenseitige Beziehung auf.

Diese Methode der Verbindung muss trotz der Widersprüche geduldig erklärt werden – und im Menschen wird sich allmählich die Evolution des Bewusstseins vollziehen, im Ausmaß der Aneignung der wechselseitigen Verbindung über den aufkommenden Widersprüchen.

Es ist ein langer Weg zur Wiederherstellung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns – auf diese Weise bewegen wir uns fort und erreichen die vollständige Korrektur der Menschheit und ihre Verbindung mit der Natur zu einem Ganzen.

So kommen wir zu Malchut der Welt der Unendlichkeit, in welcher all ihre Widersprüche, Gegensätze, der pure Egoismus und zu gleicher Zeit über ihm der reine Altruismus zusammentreffen – und die Erkenntnis des Schöpfungsgedanken offenbart sich uns.

Die Prüfungsmethode

Frage: Gibt es eine Methode, mit der ich nachprüfen kann, welchen Einfluss die Umgebung auf meinen inneren Zustand hat?

Meine Antwort: Ich werde in dem Maß von der Gruppe beeinflusst, in welchem ich mich der Gruppe anschließen will. Gerade in der Verschmelzung mit der Gruppe kann ich die Spiritualität enthüllen. Dann befinde ich mich nicht in meinem tierischen Körper, sondern in der Gruppe, in unserer Verbindung.

Die Spiritualität befindet sich also innerhalb meiner Verbindung mit den anderen Menschen. Sie ist innerhalb des Beziehungsystems, das ich selbst aufgebaut habe. Infolge meines Einschlusses innerhalb dieses System finde ich die allgemeine Eigenschaft des Gebens, welche die Offenbarung des Schöpfers bedeutet.

Entsprechend diesem Merkmal prüfe ich, wie sehr mich die Umgebung von der Wichtigkeit der Verbindung, der Vereinigung, der Größe des Schöpfers, der Nächstenliebe, als Hauptregel der „Tora“, überzeugen kann. Das alles bereitet das Gefäß (Kli) vor, in dem sich das ganze Licht offenbart.

Wenn ich für mich diese gemeinsame Realität, diesen Zustand der Verbindung verdeutliche, dann ist es ein Zeichen dafür, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 28.09.2011

Die Realisierung der Seele: lernen und lehren

Kongress in Toronto. Lektion 7

Unser Körper besteht aus verschiedenen Teilen, die sich sowohl durch das Aussehen als auch durch die Funktionsweise voneinander unterscheiden. Wenn wir sie getrennt betrachten, dann ist es schwierig zu verstehen, wie die Nieren, das Herz, die Leber, das Gehirn, die fünf Sinnesorgane, das Gedächtnis, das Verdauungssystem miteinander verbunden sind.

Sie sind ganz verschieden, aber das Wichtigste ist hier, dass sie durch das allgemeine Programm verbunden sind, welches alle Organe in einem Organismus vereint. Dieses Programm bestimmt das Tempo und die Funktionen, regelt die Wechselbeziehungen und gewährleistet die Existenz in der einheitlichen Harmonie.

Das Programm, das alle Körperteile vereinigt, heißt „Leben“. Es schafft das höhere Niveau – unser menschliches Bewusstsein.

Nach demselben Prinzip müssen wir untereinander zusammenwirken. Es gibt verschiedene Gruppen, verschiedene Menschen, jeder hat seine Besonderheit und aufgrund unserer Individualität soll die Beziehung entstehen. Wir wollen das universelle Programm offenbaren. Dadurch werden wir das Licht der Unendlichkeit anziehen, das uns beleben, unterstützen und verbinden wird. Die Empfindung dieses Programms ist die Enthüllung des Schöpfers.

Außer unserem tierischen Körper empfinden wir, dass in uns der Mensch, die höhere Stufe, existiert. Genauso, wenn wir uns miteinander verbinden, wird das höhere Programm offenbart, das auch als die „Offenbarung des Schöpfers seinem Geschöpf gegenüber“ genannt wird.

Einen mächtigen Impuls bekommen wir auf den Kongressen. Und in den Pausen können wir die riesige Arbeit nach der Vereinigung in den Gruppen und zwischen den Gruppen durchführen, damit wir unsere Botschaft, unser Beispiel, an die Menschheit verbreiten können. Denn die Welt beginnt langsam nach einer Erklärung der Situation zu suchen.

Der Schöpfer öffnet sich zwischen uns in der Finsternis. Mit ihrer Hilfe teilt Er uns mit, dass es uns an Ihm mangelt. Würden wir es begreifen, dann würden wir uns sofort an Ihn richten. Denn ohne das Licht wird es uns nicht gelingen, ein gutes Leben einzurichten. Die Krise, das Gefühl der Hilflosigkeit und allerlei unangenehmer Empfindungen sind Seine Instrumente, um uns zu erwecken. Wie können wir andernfalls, als Egoisten, zu Ihm streben? Wir können Ihn niemals enthüllen, wenn wir kein wirkliches Verlangen nach Ihm haben.

Mit jedem Tag taucht die Welt in die Verwirrung und die Finsternis ein, verliert die Kräfte und die Hoffnung. Das spiegelt sich auch im Leben der gewöhnlichen Menschen wider. Allmählich reift in den Menschen die Empfindung des Mangels. Anfangs wissen sie nicht, woran es mangelt . Dann begreifen sie, dass es ihnen an den Zukunftsperspektiven, an der Hoffnung und Sicherheit mangelt, die für das gewöhnliche Leben heute notwendig sind.

Das ist keine Philosophie oder das Gedankengut der Intellektuellen. Es ist auch nicht das, was uns über das gewöhnliche Leben, den Menschen mit dem Punkt im Herzen, geöffnet wird. Wir entwickeln das Programm, machen die spirituelle Arbeit, die Galgalta we Ejnaim eigen ist. Wir wollen in das Wesen des Programms eindringen, das Netz unserer Beziehung empfinden und dadurch die Gesetze des Schöpfers erkennen. Nicht alle haben das Streben dazu.

Der einfache Mensch will nur wissen, wie er am Prozess teilnehmen kann, damit seine Bedürfnisse wie Essen, Familie, Kinder, Rente, Gesundheit, Finanzen befriedigt werden. Auf diese Weise reiht er sich ins große Programm ein; allerdings nicht so, wie wir es tun.

Genauso wird er weiterleben, nur mit der Absicht der Teilnahme am allgemeinen Programm zusammen mit allen Menschen. Das ist seine spirituelle Arbeit. Denn anders kann er sie nicht gewährleisten. Ebenso funktionieren die Körperzellen, die das Programm vom Gehirn bekommen.

Wir sollen den Menschen das Programm und die damit verbundene neue Lebensweise in der globalen Welt erklären, die wir gleichzeitig entwickeln und zwischen uns erforschen. Und deshalb ist jeder von uns verpflichtet, zu verstehen, welche Verantwortung er trägt. Jeder ist somit verpflichtet, selbst zu lernen und die anderen Menschen zu lehren. Tatsächlich ist es die Realisierung der eigenen Seele.

Auszug aus der siebten Kongresslektion in Toronto, 18.09.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 20/9/11

Wenn ein ausstehender Wunsch (Körper) sich gegenüber dem Höheren(Wunsch) fügt, so wird er zum wichtigsten Teil im Höheren (Verlangen = Körper= Wunsch). Dasselbe gilt, wenn du dich dem gesamten Welt Kli fügst und dadurch ALLES von ihm erhältst.

Das Licht offenbart sich nur in unserer Beziehung zueinander. Das Licht ist ein Gefäß (Kli), das unterschiedliche Veränderungen durchmacht, wie ein Instrument, welches auf Klang und Vibration eingestimmt wird. Deshalb müssen wir die Spiritualität selbst gestalten, damit wir die Liebe in der Wurzel, den Schöpfer, spüren.

Wer Dinge in ihrer wahren Form enthüllen möchte und versteht, dass das Leben, welches sich vor ihm befindet, nur ein Spiel ist, und dass der Schöpfer ihm andauernd Möglichkeiten gibt, über seinem Verstand und seinem Herz Sein Partner zu werden… Und dann wird das Leben zum Abenteuer.

In der Beziehung zu den Chaverim (Freunden) erhalte ich alles, um darin das Spiel des Schöpfer zu enthüllen. Hinterhältigkeit wird von Aufrichtigkeit (Josher) besiegt, und das kann man gerade unter den Freunden beobachten. Inwieweit jemand bereit ist, über sich selbst zu springen, um sich wahrhaftig mit anderen zu verbinden, um ein gemeinsames System zu erschaffen, und nicht, um über andere zu herrschen, oder sich zu verkriechen, um sich einen guten Machtposten zu sichern, sondern sich aufrichtig ihnen gegenüber verhält , ohne etwas zu verbergen und offen ist, nur dann wird er der Enthüllung des hinterhältigen Spiels würdig.

Dass wir nicht die Größe unserer Arbeit sehen können, ist deshalb so, damit wir uns 1. nicht verleiten lassen, 2. das dazu führt, dass wir spirituelle Gefäße in uns entwickeln, damit wir auch, wenn wir die Größe (Belohnung) sehen, unsere Arbeit weiter fortsetzen können.

Wir sollen uns nicht Gedanken über die Kelim, Awiut, usw. machen, sondern nur zum Zustand Katnut, Galgalta we Ejnaim, Bina streben anstatt nach Gadlut. Gadlut empfängst du nur, wenn du bereits fähig bist anderen aktiv zu geben.

Wenn andere kein MaN für mich und mit mir erheben, so wird mein ACHaP für immer verdeckt bleiben, und ich werde für immer nur in Galgalta we Ejnaim existieren. Und wenn andere von mir äußerlich empfangen wollen, so wird mein ACHaP aktiviert und ich trete in Gadlut ein.

Vorbereitung auf den Unterricht Der Sohar spricht nur über die Verbindungen zwischen uns, und während wir ihn lesen, müssen wir nur den Wunsch danach haben, in uns diese Vorstellungen und Beziehungen zu finden, über die der Sohar spricht..

Je größer mein Wunsch, ist die Verbindungen zwischen uns mittels der Worte, Buchstaben und Sätze im Sohar zu enthüllen, und je mehr ich mich bemühe, dieses nicht zu vergessen, egal welche Störungen sich mir enthüllen, so ist dies ein Zeichen dafür, dass ich auf den richtigen Weg bin.

Die Nation

Das Problem ist, dass wir nicht miteinander verbunden sind. Wenn wir verbunden wären, könnten wir eine korrigierte Gesellschaft aufbauen, und es würde uns an nichts fehlen.

All das, was in der Gesellschaft und in der Welt passiert, geschieht, damit wir uns letztendlich verändern. Das Ziel der Natur, welche uns durch Leiden zur Entwicklung drückt, ist, dass wir endlich verstehen, dass wir uns verändern müssen.

Wir lernen aus der Krise, dass das Problem global ist und regionale Lösungen deshalb nichts bringen werden – eine Lösung muss die gesamte Welt miteinbeziehen. Die Kraft der Bürgschaft kleidet sich in alle Systeme, Industrie, Handel usw. Wir spüren nicht, wie sehr wir miteinander verbunden sind. Dieser Zustand wird sich uns auf schreckliche Weise enthüllen, und das dann, wenn wir alle Verbindungen abbrechen und Zeugen werden, wie das ganze System zusammenfällt.

Es ist unmöglich, von einer egoistischen Regierung zu einer altruistischen zu wechseln, um zu einer gerechten Verteilung und gegenseitiger Bürgschaft zu gelangen, sondern anhand von großen globalen Schlägen, aus denen wir lernen können oder anhand der Umerziehung der Nation, damit wir schnell verstehen, dass es keinen anderen Ausweg gibt den Schlägen zu entkommen.

Es gibt keine Lösung, nur die richtige Erziehung. Als Resultat richtiger Bildung erhebt der Mensch über sich selbst und versteht was mit ihm passiert. Man muss den Menschen ein Bildungssystem geben, und dann erziehen sie sich selbst.

Alle Auseinandersetzungen führen am Ende zur gegenseitigen Ergänzung. Wenn dem so ist, so ergänzen wir einander bereits jetzt, denn warum ist es notwendig den Bedarf uns zu verbinden, durch Schläge enthüllen?

Die einzige Garantie für eine Sicherheit

Frage: Wie kann man davon überzeugt sein, dass die Verbindung sofort zu einer Besserung des Lebens führen wird? Was passiert, wenn genau das Gegenteil geschieht und es nur noch schlechter wird?

Meine Antwort: In dem Maß unserer Bemühungen, uns zu verbinden, steigt die Intensität der Empfindung, des Verständnisses, der Erleichterung aller Zustände, einschließlich unserer materiellen Existenz. Das alles hängt nur von unseren Bemühungen ab.

Sogar Ari hat seinen Schülern vor seinem Tod gesagt, dass, wenn sie wirklich vorankommen wollten, er geblieben wäre und nicht sterben müsste. Jetzt aber stirbt er, weil für sein Leben keine Notwendigkeit besteht und seine Schüler ihn nicht mehr brauchen. Sie schrien: „Wieso stirbst du denn, wir brauchen Dich doch!“. Aber eigentlich hatten sie kein richtiges Verlangen entwickelt, weshalb er gestorben ist, d.h. nicht mehr im materiellen Körper dieser Welt präsent und sichtbar war.

Aber wenn wir den Wunsch zur Vereinigung haben, dann sehen wir die positiven Ergebnisse sofort. Diese Ergebnisse können wir nicht in den egoistischen Eigenschaften erkennen, deshalb sollen wir aus der Selbstsucht hinausgehen. Wir erkennen sie als Folge des Gebens, als Folge unserer Fähigkeit, uns mit den anderen Menschen zu verbinden. Das wird als das reflektierende Licht bezeichnet, in dem das direkte Licht offenbart wird. Denn ich wollte die Verbindung, das Geben offenbaren, und sehe jetzt, dass ich diese Eigenschaften erreicht habe. Ich sehe mein eigenes Vorankommen in der Verbindung, das ist eben meine Belohnung.

Wenn ich mich also in der Verbindung, im Geben befinde, dann werde ich auch in der materielle Welt die Verbesserungen, „das normale Leben“, sehen. Es ist das Naturgesetz, das den Erfolg sichert. Es gibt die Menschen, die keine Probleme mit dem Geld oder mit der Gesundheit haben, aber sie sind dennoch mit ihrem Leben unzufrieden. Wenn du in der richtigen Verbindung zu den anderen stehst, dann wirst du mit allem zufrieden sein. Und tatsächlich, du wirst alles haben! Der Schöpfer, die Kraft des Lichtes, hat keinen Mangel.

In dem Augenblick, in dem wir unsere Herangehensweise ändern, werden die Veränderungen sofort sichtbar. Wenn wir beginnen, die Bürgschaft an das gesamte Volk zu verbreiten, dann werden wir sehen, welche Harmonie in allem erreicht wird: wir werden keine Terroranschläge erleben müssen, die Inflation verlangsamt sich, es wird weniger Autounfälle geben, unser alltägliches Leben wird sich stabilisieren und harmonisieren. Ich meine es ganz ernst.

Das Gesetz in seiner Auswirkung ändert sich nicht, nur wir müssen uns selbst und unser Leben in Übereinstimmung mit diesem Gesetz bringen, unsere Herangehensweise verändern, jeder in dem für ihn vorbestimmten Maß des Verständnisses – mehr ist von uns nicht gefordert.

Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Die Welt“, dass, wenn wir das Gesetz der Bürgschaft umsetzen würden, dann wäre in wenigen Jahren das volle Erblühen in allen Bereichen des Lebens erreicht: in der Gesundheit, im Lebensstandard, in den Beziehungen mit den Kindern, in der Staatsverwaltung, in der Beziehung des Volkes zur Regierung und in der Sicherheit.

Denn alle unsere Probleme sind durch unseren Widerstand gegenüber der Natur verursacht. Es gibt kein anderes Gesetz, außer dem natürlichen Gleichgewicht, der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Der Schöpfer hat den Wunsch des Genusses geschaffen, welcher „Dem Wunsch des Schöpfers gleich sein soll!“ Und seitdem dreht sich alles um dieses Ziel, nach der ersten Einschränkung, „Zimzum Alef“ und der Entscheidung, Ihm gleich zu werden. Es ist das Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften. Und wenn wir es nicht erfüllen, dann werden wir so lange leiden, bis wir im Endeffekt gezwungen sein werden, dieses Gesetz zu realisieren.

Nur darin besteht unsere Willensfreiheit, die Alternative unseres Vorankommens: sei es mit der Hilfe der Peitsche oder des Pfefferkuchens. Also bitte, ihr könnt jetzt wählen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 02.09.2011

Das Licht der gemeinsamen Seele

Wir alle waren eine Seele, die in eine große Menge egoistischer Einzelteile zerbrochen wurde. Was bedeutet das? Wie kann man in den ursprünglichen Zustand zurückkehren? Welche Kraft führt die zerbrochenen Teile in den Anfangszustand zurück?

Baal HaSulam. ‚ Die Früchte der Weisheit ‚, aus dem Gespräch, ‚ 600 Tausend Seelen ‚: Nach meiner Meinung gibt es in der Welt nichts, außer einer Seele, wie in (Bereschit, 2:7) gesagt wird: ‚… und blies ihm den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele. ‚ Die selbe Seele befindet sich in allen Söhnen Israels, in jedem vollständig, wie in Adam HaRishon.

Denn das Spirituelle kann man weder teilen, noch zerschlagen, wie man es mit dem Materiellen machen kann. Und auf 600 Tausend Teile und auf die große Menge der spirituellen Funken wird die Seele durch die Kraft des Körpers jeden Einzelteils zerbrochen. Mit anderen Worten verhüllt der Körper zunächst den Glanz der Seele vollkommen. Aber durch die Kraft der Tora und der Gebote wird der Körper erleuchtet, und im Maß seiner Korrektur leuchtet ihm die allgemeine Seele.

Wo ist der Ort der spirituellen Welt?

Frage: Wo befindet sich der Ort der spirituellen Welt?

Meine Antwort: Der Ort der spirituellen Welt ist ein Verlangen, das dem Wunsch des Schöpfers gleicht. Und der Ort der materiellen Welt ist ein Verlangen, welches dem Schöpfer entgegengesetzt ist.

Dieser Ort ist ein Verlangen, welches geschaffen wurde. Außer diesem Verlangen gibt es nichts. Nur wir selbst sind der Wunsch. Mir scheint es nur so zu sein, dass es mich, meinen physischen Körper und die ganze Welt gibt: Steine, Pflanzen, Tiere, Menschen, und dass der Wunsch einfach das ist, was ich jetzt will.

Die ganze Welt um mich ist auch mein Verlangen, nur in den verschiedenen Erscheinungsformen. Die Materie ist auch nur ein Wunsch. Jedes Atom ist ein Wunsch, die Wechselwirkung zwischen den negativen und positiven Ladungen, der mir in meinen Empfindungen als irgendwelche unabhängige Materie erscheint.

Aber in Wirklichkeit existiert nur mein Verlangen – ein Wunsch innerhalb eines anderen Wunsches. Es gibt die einfachen und die komplizierten Wünsche, die instinktiven Wünsche, in denen die natürliche Kraft eingeschlossen ist, und solche Wünsche, für die schon ein bestimmtes Programm gilt, das heißt, nicht nur die Wünsche selbst, sondern auch das Programm ihrer Handlung beinhalten. Deshalb verbinden und teilen sich die Wünsche und bauen untereinander allerlei Formen.

Aber alles ist nur ein Wunsch. Ich selbst, meine Umgebung und diese Welt sind nur die Wünsche und nicht mehr als sie. Innerhalb meines Wunsches empfinde ich die unterschiedlichen Wünsche, die verschiedene Formen haben. Bezüglich meines Wunsches sind diese anderen Wünsche kleiner, denn ich empfinde mich zuerst und dann alle anderen auf den unteren Stufen. Deshalb werden sie in meinen Wunsch eingeschlossen und bewirken so in meiner Wahrnehmung verschiedene Gestalten und Zustände. Der große Wunsch verschluckt die kleineren, welche in ihm die verschiedenen Erscheinungen hervorrufen.

Es gibt nichts außer dem Wunsch. Die Physik kommt jetzt zum Entschluss, dass es nichts außer dem Kräftefeld gibt. Aber mit diesem Feld ist eigentlich das Verlangen gemeint. Und innerhalb dieses Feldes nehmen wir alle Veränderungen wahr, die uns die ganze Realität zeichnen. Wir haben uns einfach daran gewöhnt, in diesem Bild zu existieren und verstehen nicht, wie irreal es ist, und deshalb nennen wir diese Erscheinungen, die innerhalb unseres Wunsches geschehen – unsere Welt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 09.09.2011