Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kinder'

Die Frage eines Kindes, um die Erwachsene es beneiden sollten

Frage: Was ist der Sinn des Lebens und warum sind wir hier?

Meine Antwort: Stelle Dir vor, dass alles was jetzt passiert, in einem Traum geschieht, dass Du davon träumst, dass Du auf einem Kongress bist und dass ich mit Dir spreche. Jedoch bald schon wirst Du aufwachen und feststellen, dass Du Dich Zuhause befindest.

Genauso ist unser ganzes Leben gestaltet – es ist ein langer Traum, gefolgt von Erwachen. Jedoch während wir schlafen, fühlen wir uns, als ob unser Traum Wirklichkeit wäre.

Der Sinn des Lebens ist, sich bewusst zu werden, dass dies ein Traum ist und dass Du sobald wie möglich aufwachen möchtest. Wenn wir darauf warten, dass der Traum von selbst endet, werden wir niemals aufwachen. Wir müssen uns selbst aufwecken und dies können wir nur dann tun, wenn Deine Freunde und ein Lichtstrahl von innen Dich vom Schlaf aufwecken.

Einmal erwacht, werden wir uns in einer wunderschönen Welt ohne Grenzen wiederfinden, die ein großes, wunderbares Abenteuer ist. Der Sinn unseres Lebens ist es, in dieser neuen Welt aufzuwachen.

(Aus dem Kinderunterricht beim Nordamerikanischen Kongress am 17.10.09)

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Geben Sie Ihrem Kind die perfekte Erziehung

Wir können und müssen den Egoismus eines Kindes benutzen, um ihm zu helfen, sich zu entwickeln und voranzukommen. Kabbalisten sagen: „Die Schale schützt die Frucht“. Wir müssen die egoistischen Bestrebungen des Kindes fördern, denn sonst wird es nicht die Kraft haben, voranzukommen. Wir müssen es mit Belohnungen locken, die es erwarten werden und die ihm die Wissenschaft der Kabbala geben wird.

Lassen Sie das Kind Kabbala um seiner selbst willen zu studieren beginnen, um die Welt zu erobern, gemäß dem Prinzip, von ´für mich selbst´ hin ´zum Wohle der anderen´“ (Mi lo Lishma, Lishma). Wir müssen diese Kraft nur auf den richtigen Weg lenken.

Kinder lernen aus Beispielen und deshalb müssen wir ihnen die Botschaften der Kabbala lehren, indem wir ihnen die richtigen Beispiele geben. Um dem Kind etwas zu lehren, müssen wir es ihm zeigen. Dies ist die einzige Art, in der wir in der Lage sind, eine nützliche Saat in das Kind zu pflanzen – durch klare Beispiele, anstatt durch Worte.

Das Kind muss das Ideal durch Beziehungen undVerbindung ausgedrückt sehen, anstatt durch Lektionen, wie es sich zu benehmen hat. Die Beispiele müssen äußerlich und real sein, aber nicht direkt auf ihn bezogen. Andernfalls würde sein Egoismus dies nicht akzeptieren. Später während es das Verhalten bei anderen beobachtet, wird der Egoismus des Kindes, es dazu antreiben, dieses Verhalten zu imitieren. Alles was wir somit tun müssen, ist, die richtigen Beispiele für unsere Kinder zu geben.

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Spiritualität ist Freude


Wenn ein Mensch sich nicht freut, dann befindet er sich nicht in einem spirituellen Zustand. Wenn man in der Spiritualität den nächsten Zustand erreichen möchte, muss man erst den gegenwärtigen vollenden. Das bedeutet, dass man in der Gegenwart Freude erlangen muss und sich damit einverstanden erklärt, als ob man dem einen Stempel aufdrückt. Dann wird man die nächste, höhere Stufe erreichen.

Wenn man in diesem gegenwärtigen Zustand kein Glück erreicht, dann wird man es nie, und man mag sogar noch weiter abrutschen. Auch wenn man bereits angefangen hat, den spirituellen Zustand zu spüren und sich seiner bewusst wird, aber keine Freude dabei empfindet, dann wird man an einen Ort zurückgeworfen, an dem man keine Spiritualität empfindet. Zeichen dafür, dass man diesen jetzigen Zustand vollendet hat, ist das Gefühl der Leere in den egoistischen Verlangen und das Gefühl, dass man sich über dem befinden will, in einem Zustand größeren Gebens. Und wenn man sich glücklich fühlt, dann ersehnt man wirklich das Geben – die nächste Stufe.

Dann ist man bereit, ein weiteres Verlangen zu erhalten. Es ist egal, was einem auf dem Weg der Korrektur geschieht – Auf- oder Abstiege. Man sollte immer glücklich sein, wie ein kleines Kind, das versucht, etwas zu tun und dem es egal ist, ob es ihm gelingt oder nicht. Das Wichtigste für es sind seine Anstrengungen. Diese lassen es wachsen.

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Ist eine Ego-freie Gesellschaft überhaupt möglich?

Eine Frage, die ich erhielt: Ich denke, das Bild, das Sie über die Ego-Gesellschaft zeichnen, sieht recht düster aus. Nehmen wir an, dass eine solche Gesellschaft geschaffen wird, in der unser Leben frei von allem ist, was auf dem Egoismus basiert. Wir werden keinen Sport mehr haben, da dieser auf Egoismus oder dem Verlangen zu gewinnen basiert. Es wird auch keine Wissenschaften mehr geben, da alle Wissenschaftler nach Anerkennung und Ruhm in der Welt streben. Alle beruflichen Aktivitäten werden verschwinden, da die Menschen kein Verlangen mehr nach Erfolg haben werden. Es wird auch so etwas wie Familie nicht mehr geben, da Familien ja darauf beruhen, dass ein Mann eine schöne Frau möchte, und umgekehrt eine Frau einen smarten Mann. Die Verbindung zwischen Eltern und Kindern wird sich auflösen, wenn sich alle gleich nahe sind. Logistik, Industrie und Handel wird ebenfalls zum erliegen kommen, da das eigene Interesse die treibende Kraft war.

Die Menschheit wird auf eine primitive Ebene der Existenz degradiert, in der alle gleich sind, wie eine graue Masse, ohne Bildung und Schutz. Ohne das Ego wird alles aufhören! Dies wird zum Aussterben führen, da es keine Liebe mehr für Kinder geben wird und somit auch kein Verlangen zur Fortpflanzung. Aber wenigstens werden wir dann in der Höheren Welt sein…

Ist meine Vision Ihres behaupteten Systems richtig? Sagen Sie mir, wenn ich mich irre, und warum.

Meine Antwort: Der Egoismus ist unsere Natur. Wenn wir diesen vernichten, würden wir uns des Fundamentes des Lebens berauben. Doch wenn wir den Egoismus durch das Geben ersetzen, werden wir die Fähigkeit erlangen, die gleichen Dinge wie gewöhnlich zu tun, währenddessen wir aber grenzenlose Erfüllung erhalten.

Das Einzige, was sich ändern wird, ist die Absicht des Menschen, während alle ihre Handlungen die Gleichen bleiben werden. Die Menschen werden empfangen, mit der Absicht um zu geben – zum Wohle des Nächsten. Dadurch werden sie im Stande sein, alles klar zu erkennen und sich selbst zu erfüllen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie wird die Menschheit in Zukunft sein?
Blog-post: Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Zivilisation

Ist Hypnose in der Kabbala erlaubt?

Zwei Fragen, die ich in Bezug auf das Privatleben eines Kabbalisten erhielt:

Frage: Ist es für einen Kabbalisten in Ordnung, Hypnose anzuwenden? Ist dies ein Instrument, dessen Anwendung uns der Schöpfer erlaubt?

Meine Antwort: Nein, und es ist nicht gestattet.

Frage: In Ihrer kurzen Biographie sprechen Sie über Ihren Lebensweg, Ihre Kinder und Enkel, aber erwähnten nicht, ob Sie verheiratet sind. Das verwirrt mich etwas, da ich weiß, wie wichtig Sie Frauen für die Kabbala erachten.

Warum schreiben Sie nichts über Ihre Frau?

Meine Antwort: Damit andere nicht eifersüchtig werden – und das ist kein Witz.

 

Nachsinnen über den Schöpfer wird Glauben und Bräuche ersetzen


In den Nachrichten (übersetzt aus ISRUS): „Pilgerschaft in die Ukraine: Fallen die Juden dem Heidentum anheim?“ – Die alljährliche „Wanderung“ der chassidischen Pilger in die Ukraine bezeugt, dass deren innere Welt leer ist. Indem sie Frau und Kinder zuhause lassen und mit den anderen Männern wohin auch immer weglaufen, um einen Feiertag zu verbringen – das ist wirklich ein Abenteuer! Diese trügerische Brücke verbirgt die Leere, welche in einer Verpackung eingewickelt ist, die man „Glauben“ nennt.

Mein Kommentar: Die Kabbala spricht über den unkörperlichen und abstrakten Schöpfer, der den Platz aller Ikonen und Bilder einnehmen wird und übertriebene Bräuche durch innere Betrachtung des Schöpfers im korrigierten Selbst ersetzen wird.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Im modernen Zeitalter reicht die psychologische Unterstützung der Religion nicht mehr aus
Leben aus der Kabbala, Seite 192: Vereinigung mit dem Schöpfer
Baal HaSulam Artikel: Verhüllung von einem Teil und Verhüllung von zwei Teilen

Eine Frau hat ein Recht auf Ehe und Kinder

Zwei Fragen, die ich in Bezug auf Beziehungen und den spirituellen Weg erhalten habe:

Frage: Ich lebe in Peru und war verheiratet. Nach ein paar Jahren Ehe hat mein Mann mich und unsere beiden Töchter verlassen. Aus der Not heraus verließ ich das Land, um in Korea zu arbeiten. Dort traf ich einen guten Mann, mit dem ich mittler weile seit 12 Jahren zusammen lebe und auch einen neunjährigen Sohn habe. Ist es im Sinne der Kabbala notwendig, mich offiziell scheiden zu lassen?

Meine Antwort: Nein, kein System der Erfassung des Familienstandes auf dieser Welt hat Einfluss auf Ihre spirituelle Entwicklung.

Frage: Ich studiere nun seit zwei Jahren Kabbala und nehme auch aktiv an der Verbreitung teil. Mein Partner tut dies ebenso. Durch das Studium aber wuchs in mir das Verlangen, unsere Beziehung durch eine Eheschließung formell zu machen und Kinder zu bekommen. Aber mein Partner teilt dieses Gefühl nicht, möchte jedoch trotzdem mit mir zusammenleben. Ist mein Wunsch richtig?

Meine Antwort: Sie haben ein Recht dazu, Ehe und Kinder zu verlangen! Sagen Sie Ihrem Freund meine Meinung dazu. Eine Person, die den Weg der spirituellen Korrektur gehen möchte, muss alles tun, was gewöhnlich Leute in dieser Welt tun. Es steht geschrieben: „Ich weile unter meinem Volk“, (Be toch ami anochi echevet).

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Krise wird den „Krieg der Geschlechter“ auslöschen
Blog-post: Es gibt einen Zweck für die Turbulenzen in unserem Leben
Kabbalablog: „Mann, Frau und die Schlange zwischen ihnen“

Die eine Handlung, in der wir unseren freien Willen einbringen


Wenn wir uns selbst vom Unnötigen befreien würden, von belanglosen Aktivitäten, die in keiner Beziehung zur Korrektur der Beziehungen zwischen den Menschen stehen, würden wir das Notwendige tun. Dies ist die einzige Handlung, in der wir unseren freien Willen anwenden können und wir würden genau erkennen, was zu tun wäre und wo wir uns selbst korrigieren müssen.

Das ist nur ein kleiner Bereich, doch es sollte jedem klar sein, dass dort der Fokus unserer Wahl liegt. Wenn wir unsere Beziehungen korrigieren, werden wir die endgültige Korrektur und das Schöpfungsziel erreichen. Wenn wir das jedoch nicht klären, haben wir in unseren Handlungen keine Wahl und werden wie Tiere bleiben.

Die Natur wird uns unsere Korruption in all ihren Erscheinungen zeigen: im Zustand der Wirtschaft, bei Gesundheitsproblemen, dem Bildungs- und Erziehungssystem der Kinder und den Familienbeziehungen – in allen Formen des Egoismus, die in unserem Inneren eingeschlossen sind.

Wenn wir nicht die Beziehungen zwischen den Menschen korrigieren, wird uns die Natur alles in defekter Weise aufzeigen.

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Verwandtes Material:
Blog post: Zum ersten Mal in der Geschichte haben wir die Voraussetzungen dafür, unseren freien Willen wahrzunehmen

Das System der Seelen ermöglicht, dass zwischen ihnen Licht fließt

Es gibt nur eine Schöpfung – das Verlangen, sich mit dem Schöpfer zu erfüllen – in Milliarden Seelenteile geteilt. Mit ihren korrigierten Seelen haben die Kabbalisten der Vergangenheit ein System entwickelt, durch das wir das korrigierende Licht empfangen können. Um es zu empfangen, müssen wir:

  • Versuchen, uns durch die Vereinigung mit anderen, über unseren Egoismus zu erheben; und
  • Danach streben, das korrigierende Licht zu empfangen und ihre Bücher studieren.

Inmitten von sieben Milliarden Seelen gibt es besondere Seelen, die eine Verbindung unter sich herstellen – diese sind die Seelen der Kabbalisten. Während sie innerhalb des umfassenden Systems der Seelen existieren, wie Rosinen im Müsli, stellen sie eine Verbindung untereinander her, die es dem Licht ermöglicht, zwischen ihnen zu fließen.

Indem wir uns danach sehnen, uns mit diesen höheren Seelen zu verbinden und indem wir lesen, was sie geschrieben haben, trachten wir danach, so zu werden wie sie. Das hat zur Folge, dass ihr Licht ebenfalls auf uns wirkt und ohne das Verlangen, uns zu verbinden, kann das Licht nicht in uns enthüllt werden. Hier wirkt ein einfaches physisches Gesetz: ohne die Verbindung kannst du nicht empfangen.

Da jedoch das System schon solche Seelen hat, die sich miteinander verbunden haben, macht sich jeder das gleiche Licht zunutze, das zwischen diesen besonderen Seelen existiert und auch für andere scheinen kann – jeder, der danach verlangt, sich mit ihnen zu verbinden und die äußeren Mittel besitzt, um das zu tun – die Bücher und die Verbindung mit einer Gruppe.

Genauso sorgen Erwachsene für Kinder. Vorab entwickeln sie alle nötigen Voraussetzungen, um in dieser Welt zu agieren. Der Kleine strebt zu den Erwachsenen und möchte sich ihnen anschließen, um von ihnen zu lernen. Auf diese Weise wächst er heran.

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Blog-post: Entfremdung und Trennung sind nichts weiter als Illusionen!
Blog-post: Wie setzt man ein zerbrochenes Gefäß wieder zusammen?
Blog-post: Das Erbe der grossen Seelen gehört uns
Rabash Artikel: “ Über die wichtigkeit von Freunden“
Rabash Artikel: „Die Wichtigkeit der Gruppe“

Warum für diese Welt die spirituelle Entwicklung obligatorisch ist


Es steht geschrieben: „Kein Brot, keine Tora.“ Dies bedeutet, dass unser Leben hier in dieser Welt vorrangig ist. Bevor ich irgendetwas anderes tun kann, muss ich meine körperliche Existenz absichern.

Deshalb muss ein Mensch arbeiten und alles tun, was in diesem Leben notwendig ist und sich nicht davon abkehren. Für die Wissenschaft der Kabbala ist dieser Zustand verbindlich für die Korrektur zu einer höheren Stufe.

Ich muss mich um alles kümmern, was für meine normale Existenz notwendig ist. Dies ist eine sehr wichtige Voraussetzung in der Wissenschaft der Kabbala und dies unterscheidet sie auch von allen anderen spirituellen Methoden, die versuchen, einen Menschen von diesem Leben zu abzutrennen.

Die Wissenschaft der Kabbala sagt genau das Gegenteil: Während man in genau diesem Leben lebt, arbeitet, studiert, Kinder gebärt, muss man das allgemeine Gleichgewicht mit der Natur erreichen. Unter keinen Umständen sollten wir vor dieser Welt weglaufen.

(Aus dem dritten Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

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