Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Juden'

Der Teufelskreis von Erfolg und Hass

Wir Juden waren immer erfolgreich, weit über unseren Anteil an der Weltbevölkerung hinaus. Das gilt auch für Israel, den jüdischen Staat. Wir sind weltweit führend in der Technologie, in der Medizin, in der Entwicklung und Herstellung von Waffen und hochentwickelten Waffensystemen, und wir sind sogar in der Landwirtschaft und der Wasseraufbereitung führend.

In Übersee sind jüdische Menschen an der Spitze der amerikanischen Finanzindustrie, und nicht nur in Amerika. Viele berühmte Schauspieler und Komiker sind jüdisch, wir glänzen in der Politik, im Recht, und wenn Sie sich die Liste der Nobelpreisträger über die Jahre hinweg ansehen, werden Sie dort eine erstaunliche Anzahl von Juden finden.

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Larry King – der König und ich

Im November 2014 verbrachte ich ein paar Tage in LA, um mehrere interessante Fernsehsendungen zu drehen. Einige der Drehs fanden im Studio von Jewish Life TV statt, wo ich für eine neue Serie interviewt wurde. Ein eher ungewöhnlicher Dreh war ein Treffen mit Studenten der UCLA, deren Wissbegierde ich als erfrischend empfand, vor allem die junge muslimische Studentin, die immer wieder nach der Essenz der Weisheit der Kabbala fragte. Das denkwürdigste Ereignis auf dieser Tour war jedoch das Treffen mit Larry King.

Angesichts seines beruflichen Werdegangs, in welchem er seit Jahrzehnten die bekanntesten Persönlichkeiten Amerikas und der Welt interviewte, hatte ich erwartet, zumindest ein gewisses Maß an Eitelkeit und Ungeduld vorzufinden. Aber als wir uns trafen, war ich erfreut, einen warmherzigen, aufmerksamen Gesprächspartner zu finden, der tiefgreifende Fragen stellte und meinen Antworten aufmerksam zuhörte. Es war eine Freude, mit ihm zu sprechen.

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Der sinnlose Wettlauf um den Corona-Impfstoff

Was die Impfung seiner Bevölkerung angeht, führt Israel die Welt mit einem so großen Vorsprung an, dass das zweitplatzierte Land, die Vereinigten Arabischen Emirate, nur etwas mehr als halb so erfolgreich ist wie Israel, und die Vereinigten Staaten, wo die Impfstoffe hergestellt werden, liegen auf einem entfernten Platz 5, mit einer Impfrate, die achtmal geringer ist als die von Israel pro Kopf. Erstaunte Staatsoberhäupter der Welt schicken Delegationen nach Israel, um zu erfahren, was es ist, das wir richtig machen. Aber während die Staatsoberhäupter in Ehrfurcht erstarren, ist der Rest der Welt weit weniger beeindruckt, und, was noch seltsamer ist, die Infektionsrate geht trotz der Impfungen und trotz der Lockdowns nicht zurück. Warum wirken die Impfstoffe nicht?

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Über jüdische Einheit und Antisemitismus – Artikel Nr. 6 – Israels goldenes Zeitalter

Nach ihrer Befreiung aus der Sklaverei in Babylon, nachdem König Kyros sie mit „Silber und Gold, mit Gütern und Vieh, sowie mit einer freimütigen Opfergabe für das Haus Gottes, das sich in Jerusalem befindet“ (Esra 1,4) freigelassen hatte, kehrten die Auswanderer, genauer gesagt zwei der zwölf Stämme Israels, in das Land Israel und nach Jerusalem zurück und erbauten den Zweiten Tempel. Die Geschichte unseres Volkes ist von Leid gezeichnet. Die Zeit allerdings zwischen dem Erlass des Kyros, 539 v. Chr., und dem Beginn des Hasmonäeraufstandes, 166 v. Chr., war eine relativ ruhige und von einer großen Leistung geprägte Periode: ein Vorbild der Einheit für die Völker – wenn auch nur kurz – zu sein. [Rest des Beitrags lesen →]

Über jüdische Einheit und Antisemitismus Artikel Nr. 5 – Aufbruch aus dem Exil und Neuanfang

Im vorigen Artikel haben wir den Aufstieg und Fall des Ersten Tempels aufgrund von Blutvergießen und Sünden unter den Königen Israels besprochen. Als Israel im Exil war, wurden sie nach Babylon, woher Abraham zuvor gekommen war, geschickt. Dort, in Babylon, zerstreuten und assimilierten sie sich, bis sich erneut ein großer Judenhasser erhob und versuchte, sie zu vernichten: der Erz-Antisemit, bekannt als böser Haman.

Haman sagte zu König Achashverosh, dass die Juden voneinander getrennt seien: „Es befindet sich ein gewisses Volk, verstreut und zerstreut unter den Völkern, in allen Provinzen deines Reiches“ (Esther 3,8). Ihre physische Zerstreuung war jedoch nicht das, was Hamans Hass hervorrief; es war ihre Zwietracht. Der Tora-Kommentar aus dem 17. Jahrhundert, Kli Yakar, sagt es sehr deutlich: „‚ein gewisses Volk verstreut und zerstreut‘ bedeutet, dass sie voneinander entfernt und getrennt waren.“ Ebenso nimmt die prominente Interpretation des jüdischen Gesetzes, Yalkut Yosef, „getrennt“, um zu verdeutlichen, dass „es eine Trennung der Herzen unter ihnen gab.“ So, wie es damals im Falle des Pharao und auch von Nebukadnezar geschah, führt die Trennung des Volkes Israel zum Auftauchen von Feinden, die es vernichten wollen. Haman war nur ein weiteres Glied in dieser Kette, wenn auch ein ziemlich bösartiges. [Rest des Beitrags lesen →]

Überlegungen zum Antisemitismusbericht des AJC (Amerikanischen Jüdischen Komitee)

Nach der Präsidentschaftswahl, tauchte ein Bericht des Amerikanischen Jüdischen Komitee (AJC) wieder auf, der bereits Ende August eingereicht worden war – möglicherweise als eine der vielen Folgen dieses Fiaskos. Er befasst sich insbesondere mit QAnon, welches der Bericht als „rechtsextremes Netzwerk von Leuten, die glauben, dass die Welt von einer satanischen Kabale kontrolliert wird“ beschreibt. …Antisemitische Verschwörungstheorien über jüdische Eliten, Globalisten und Banker sind fester Bestandteil der QAnon-Verschwörungsideologie “

In meinen Augen spiegelt dieser Bericht ein tieferes Problem als die Existenz von Antisemitismus wider. Es gab schon immer Antisemitismus, und Juden wurden schon immer für Dinge beschuldigt, die sie nicht getan haben. Auch für Dinge, die sie getan haben, wurden sie verantwortlich gemacht, aber nicht, weil sie Juden, sondern einfach, weil sie korrupte Individuen waren. Aber all das ist nicht der Punkt. [Rest des Beitrags lesen →]

Warum ich mich um die Welt sorge und darüber schreibe

Kürzlich habe ich einige Fragen über mein Interesse an „weltlichen“ Angelegenheiten erhalten. Diese Leser scheinen zu glauben, dass Kabbalisten sich nicht für die materielle Welt und das Zeitgeschehen interessieren sollten. Nichts könnte jedoch weiter von der Wahrheit entfernt sein. Kabbalisten interessieren sich sehr für die Welt, und das aus sehr guten Gründen.

Aber bevor ich auf die Gründe eingehe, warum ich über die Welt, in der wir leben, schreibe und spreche, ist es wichtig zu erkennen, dass ich dabei keineswegs der Erste bin. Die großen Weisen durch die Jahrhunderte hindurch waren sehr interessiert an den Ereignissen ihrer Zeit. Sie schrieben auch oft darüber. Allein im 20. Jahrhundert äußerten sich zwei spirituelle Giganten bei verschiedenen Gelegenheiten über die Welt um sie herum. Als der große Rav Kook sah, dass die Juden im Ausland in Gefahr waren, schrieb er ein Plädoyer für ihre Ankunft im Land Israel. In einer Erklärung, die in dem Buch „Essays of the Raaiah“ veröffentlicht wurde, forderte er sie auf: „Versammelt euch einer nach dem anderen, wartet nicht auf formelle Worte und Befehle; wartet nicht auf Genehmigungen von berühmten. Tut, was ihr könnt, flieht und sammelt euch“. Nach einigen weiteren Sätzen fügte er hinzu: „Amalek, Petlura [antisemitischer ukrainischer Führer], Hitler und so weiter, erwachen zur Erlösung. Wer [den Ruf] nicht gehört hat … denn seine Ohren waren verstopft … wird gegen seinen Willen hören.“

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Das Virus greift uns solange an, bis wir das menschliche Ego als Ursache erkennen

Die Natur hat einen tollen Sinn für Humor: Genau als die Menschheit begann, die Impfstoffe herauszubringen, gab sie uns neue Stämme des Coronavirus. Alle Stämme verbreiten sich rapide und die Ärzte sind unsicher, ob die Impfstoffe auch gegen diese wirksam sind.

Aber was dürfen wir erwarten? Schon zu Beginn dieser Pandemie habe ich gewarnt, dass nicht COVID-19 das Problem ist. Es ist nur ein Symptom eines viel tiefer liegenden Problems. Es ist das Resultat unserer schlechten zwischenmenschlichen Beziehungen. Bekämpft man nur das Symptom, überrascht es nicht, dass der Erreger weiterhin zuschlägt. Die derzeitige Strategie ist in etwa so klug, als man versucht, als Hilfe gegen einen Rohrbruch das Wasser aufzuhalten, anstatt den Hahn zuzudrehen.

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Alle Augen wenden sich den Juden zu

In der vergangenen Woche erregten zwei antisemitische Vorfälle die Aufmerksamkeit der jüdischen Medien in den USA. Eine Zeitung berichtete , dass in New Jersey „der Kadaver eines toten Schweins auf der Türschwelle eines Rabbinerheims in der Stadt Lakewood zurückgelassen wurde“, und ein Magazin veröffentlichte eine faszinierende Geschichte über eine geschlossene Facebook-Gruppe liberaler Frauen, die jeden ausweisen, der Unterstützung oder Verständnis für Israel zum Ausdruck bringt. Das Magazin zitierte eine koreanisch-amerikanische Jüdin namens Skylar Cutler, die sagte: „Was ich in dieser Gruppe sah und erlebte, war Judenhass, getarnt mit dem Schleier der sozialen Gerechtigkeit. Ich musste meine Stimme erheben.“

Die überwiegende Mehrheit der amerikanischen Juden war erfreut, dass Biden zum Sieger der Präsidentschaftswahlen 2020 erklärt wurde, und ich habe keinen Zweifel, dass sie nicht warten können, bis er sein Amt übernimmt. Auch ich glaube, dass es gut für sie sein wird, aber aus einem anderen Grund: Sie werden eine sehr ernüchternde Erfahrung machen müssen. Mit Biden als Präsident werden sie niemanden haben, dem sie die Schuld geben können. Schließlich haben sie ihn selbst gewählt und alles getan, was sie konnten, und darüber hinaus, um ihn zu wählen. Aber der Antisemitismus, der von der Linken, von den Liberalen und den Progressiven kommen wird, wird ihnen sehr deutlich zeigen, dass Antisemitismus nichts mit der Identität des Präsidenten zu tun hat.

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Ist Chanukka ein jüdischer Feiertag?

An Chanukka, feiern die Juden ihren Sieg über das Seleukidenreich, das versuchte, die hellenistische Kultur und das Glaubenssystem unter den Juden im Land Israel zu verankern. Dies ist die laufende Erzählung. Allerdings ist dieses Epos nicht ganz das, was passiert ist. Obwohl jeder weiß, dass der Makkabäer Krieg, dessen Sieg wir an Chanukka feiern, ein Bürgerkrieg zwischen der hasmonäischen Familie und ihren Anhängern gegen hellenistische Juden war, erzählen wir uns bequemerweise, dass wir gegen die Griechen kämpften (das Seleukidenreich praktizierte und förderte die griechische Kultur des Hellenismus). Die Seleukiden traten dem Krieg auf der Seite der Hellenisten erst gegen Ende bei, aber für einen Großteil des Krieges war es Juden gegen Juden.

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