Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Interaktion'

Baal haSulam. Das Buch „Die Früchte der Weisheit. Briefe“. Brief 1. Teil 2

Zunächst einmal sind solche Umstände, in denen ein Mensch den Schöpfer in sich entdecken, seine Lenkung ergreifen könnte – diese Umstände, diese Gedanken, diese Handlungen – nicht gut. Ich selbst schäme mich, dass ich sie in mir habe – einerseits. Andererseits kann ich nur in ihnen den Schöpfer spüren.

Um einen Menschen zu dieser Möglichkeit zu bringen, trotz schlechter Handlungen, Gedanken, Wünsche, in ihnen den Einen zu finden, der sie dir gibt – zu diesem Zweck spielt der Schöpfer mit einem Menschen. Und nun wird Baal HaSulam uns sagen, welches die beiden Arten der Spiele des Schöpfers mit uns sind, damit wir im Prozess Seiner Spiele mit uns beginnen, Seine Lenkung zu suchen und zu finden und zu verstehen, trotz der schlimmsten Umstände, genau in ihnen.

Welche Art von Umständen gibt es? Sind sie in bestimmte Gruppen unterteilt, in denen sich der Schöpfer jeweils auf besondere Weise verbirgt? Er gibt mir zum Beispiel Gedanken an Essen, Sex – das ist eine Sache, Gedanken an Ruhm, Geld, Macht, Wissen – das ist eine andere. Sind diese Manifestationen der vermeintlich negativen Kontrolle des Schöpfers in mir irgendwie aufgeteilt? In welche Arten sind sie aufgeteilt, so dass ich Ihn dort in einem bestimmten Bild finden kann, wo Er in mir ist und mit Ihm in Kontakt treten kann?

…Und die beiden Mitteilungen weisen aufeinander hin,  aber  die Kraft der Verhüllung überwiegt.” Baal HaSulam

Das heißt, dass der Schöpfer den Menschen auf zweierlei Weise dazu anregt, seine Herrschaft zu offenbaren, obwohl er in diesen scheinbar schlechten Zuständen verborgen ist.

“Es ist wie in der Geschichte von dem König, dessen Diener in seinen Augen so erhaben war, dass der König ihn über alle seine Minister erheben und stellen wollte, weil er in seinem Herzen absolute Treue und Liebe sah.“

Der Mensch ist durch Jahrtausende von Lebenszyklen in einen Zustand gekommen, in dem er bereit ist (natürlich nicht aus eigenem Kalkül, sondern aus dem Kalkül des Schöpfers), die Lenkung des Schöpfers trotz all seines Wissens und Verstehens wirklich auf sich zu nehmen – als absolut gut und freundlich. Wenn der Schöpfer einen Menschen in einen solchen Zustand gebracht hat, weiß Er natürlich, dass dieser Mensch bereits dafür geeignet ist, und nun ist es möglich, mit ihm weiter zu arbeiten.

“Aber es gehört sich nicht für einen König, einen Bürgerlichen plötzlich über alle anderen zu erheben, ohne einen besonderen, klaren Grund. Aber es gehört sich für einen König, den Grund für sein Handeln allen in großer Weisheit zu offenbaren.”

Was bedeutet das? Wem soll der Schöpfer Rechenschaft ablegen und daran denken, dass Er nicht schlecht angesehen wird, dass Er jemandem einen Gefallen getan hat oder dass er als gerecht, als gut usw. bezeichnet wird? Was ist mit diesen Worten gemeint?

Gemeint ist die absolute Güte und Gerechtigkeit in Bezug auf jeden der Beteiligten – der Seelen von Adam Rishon, dass der Schöpfer in dieser Hierarchie der inneren Struktur der Gesamtseele Adams niemanden aus der Ordnung herausnehmen kann. Es gibt Seelen, die lichtvoller sind, es gibt Seelen, die mehr mit Egoismus belastet sind, es gibt solche, die von der rechten Seite kommen, es gibt solche, die von der linken Linie kommen, usw.

Jeder von uns unterscheidet sich sowohl in der Menge des Egoismus als auch in der Qualität des Egoismus. Und hier gibt es eine absolute Wechselbeziehung und Interaktion zwischen allen Elementen der Schöpfung innerhalb der allgemeinen Schöpfung Adams, d.h. zwischen allen einzelnen Seelen innerhalb dieser allgemeinen Seele.

Und es kann nicht sein, dass irgendeine Seele, irgendein Element, irgendeine Bestimmung plötzlich anfängt, sich zu offenbaren (oder der Schöpfer anfängt, es zu offenbaren), bevor das Vorherige, das Vorangegangene. Denn es ist alles in einem gemeinsamen System verbunden wie in einem Organismus. Und es kann nicht funktionieren, wenn es nicht in voller Verschmelzung, nicht in voller Wechselwirkung, nicht in vollem gemeinsamen Akkord, in Harmonie miteinander arbeitet.

Aus der Kongresslektion „Die Früchte der Weisheit“, Brief 1

Der Trend zur globalen Kommunikation

Frage: Welche internen Veränderungen haben sich in unserer Kommunikation seit den 90er Jahren ergeben?

Antwort: Wir haben untereinander einen völlig anderen Kommunikationsraum betreten und fühlen uns wie andere Menschen. Während früher die Kommunikation über Telefon, Funkgeräte usw. erfolgte, erlebt man die heutige Verbindung nicht zwischen Menschen, sondern zwischen digitalen Medien und das ist ein ganz anderes Gefühl. Mir ist es aus diesem Grund egal, welche Person mir schreibt, wichtig ist nur, wie ich sie wahrnehme.

Frage: Früher hat man sein Dorf praktisch nicht verlassen und nur mit ein paar Menschen kommuniziert, heute ist man im Laufe seines Lebens mit Tausenden von Menschen in Kontakt. Warum gibt es diesen Trend?

Antwort: Es ist der Prozess dazu, dass wir uns als eine Familie spüren müssen, als eine miteinander verbundene Gesellschaft, die nicht anders existieren kann. Das ist ein Prozess der vollständigen Interaktion zwischen uns. Obwohl diese Interaktion immer noch egoistisch ist, führt sie uns zu der Erkenntnis, dass wir eine andere Art der Kommunikation finden müssen.

Frage: Ich werde also mit Milliarden von Menschen in Kontakt treten? Werde ich sie persönlich kennen?

Antwort: Es wird eine globale Kommunikation sein. Sie muss gut sein, sonst bringen wir uns gegenseitig um. Wir beginnen zu verstehen, wie sehr die Lüge uns alle in diesem System schadet.

Aus dem TV-Programm „Die Zeit des Post-Coronavirus“, 21.05.2020.

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Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 7

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

Die Offenbarung des Höheren ist eine Folge der Wechselwirkung des äußeren Wesens mit unseren Sinnesorganen.

Wir können das Material der Schöpfung weder begreifen noch wahrnehmen. Unsere fünf Sinne sind nicht dafür geeignet. Die Sehkraft, das Gehör, der Geruch, der Geschmack und der Tastsinn leiten die Signale nur ins Gehirn; sie spiegeln nur einige Eigenschaften des Äußeren wider. Diese Eigenschaften nehmen eine Form nur in der Interaktion mit unseren Sinnesorganen wahr.

Talmud Esser Sefirot. Teil 1. Die innere Betrachtung. Kapitel 10

Über den Nutzen und Schaden der „Polonaise“

Frage: Sich mit dem Nächsten zu verbinden bedeutet, seine Erfüllung höher als die eigene zu schätzen. Das Problem besteht aber darin, dass mir der Austausch, die Interaktion mit dem Nächsten fehlt, um ihn immer wieder höher als mich selbst sehen zu können…

Meine Antwort: Das hat nichts mit dem physischen Austausch, mit der äußeren Verbindung zu tun. Was für einen Unterschied macht es, ob du dich unter den Freunden oder tausende Kilometer von ihnen entfernt befindest?

Genau aus diesem Grund möchte ich nicht, dass die Menschen von einem Kongress zum nächsten fahren. Sie sollten sich daran gewöhnen, die Verbindung der Herzen aus der Ferne zu halten. Ansonsten läuft es darauf hinaus, dass wir ohne unsere berühmte „Polonaise“ nicht spüren können, dass wir miteinander verbunden sind.

Ich muss nirgendwohin laufen – ich muss mich innerlich konzentrieren. Es reicht für mich, die Freunde zu sehen – und schon bin ich bei ihnen. Es bedarf keinerlei Körperbewegungen, um sich an der Verbindung beteiligen zu können. Ich strenge mich innerlich an und muss keine Hunderte oder Tausende von Dollar für Tickets ausgeben, um die Freunde unbedingt zu umarmen oder zusammen mit ihnen zu springen. Ich kann das alles genauso innerlich tun.

Ja, Anfänger und Kinder brauchen das, doch mit der Zeit sollte der Mensch zu einer tieferen Verbindung, zu dem inneren Bild übergehen.

Warum denkst du, dass du dich nur während des Unterrichtes zusammen mit den Freunden befindest, und dich später während des ganzen Tages von ihnen abschaltest? Spielt das etwa eine Rolle, wo du dich befindest? Im Gegenteil: du kannst während des Tages viel stärker als während des Unterrichtes den Freunden entgegen streben. Denn während des Unterrichtes bist du ein Egoist, der sich selbst ständig auf dem Bild sucht.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus der Pessach-Broschüre, 14.04.2011

Die geheime Formel für ein Wunder

Durch das Buch Sohar zeigt uns der Schöpfer alle Arten von Beispielen, durch die beabsichtigt wird, uns verschiedene Eindrücke zu vermitteln. Einstweilen verstehen wir noch nicht, was das ist, genauso wie ein Baby noch nichts weiß, aber versucht, die Beispiele nachzuahmen, die es sieht.

Wenn Sie etwas nicht tun wollen oder tun können, dann wenden Sie sich zur Hilfe an die Gruppe und die Bücher. So oder so müssen Sie nach etwas Ausschau halten, was Sie vorwärts bringt und Ihnen helfen wird, sich mit den Zuständen und Handlungen, von denen der Sohar spricht, zu verbinden, auch wenn Sie nicht in der Lage sind, irgendetwas davon zu verstehen. Das Wichtigste dabei ist, dass sie es verstehen „wollen“.

Der Sohar spricht über Höhere Zustände des spirituellen Gebens, welche Sie fühlen und erfahren wollen. Wie können Sie das tun? Dies ist die Frage, die Sie ständig beschäftigen sollte.

Es spielt keine Rolle, wenn Sie sich an nichts erinnern können, was Sie gelesen haben. Wenn Sie wollen, dass der Text Sie beeinflusst, werden Sie dadurch diese Welt betreten und dadurch fühlen, worüber gesprochen wird. Dann werden Sie ein sehr starkes Gefühl verspüren, wie das Lesen Sie beeinflusst, selbst wenn Sie kein einziges Wort davon verstehen. Sie werden eine Veränderung in Ihrer Stimmung, in verschiedenen Eigenschaften und in Ihrer Sichtweise auf sich selbst und die ganze Welt erfahren. Sie werden beginnen, täglich verschiedene Veränderungen zu verspüren, bis Sie eines Tage den Sprung machen werden.

All dies wird als ein Ergebnis des Lesens geschehen, auch wenn Sie keine Ahnung haben, worüber Sie lesen und was es Ihnen sagen will. Sie haben keine Verbindung mit dem Buch, außer dem einen Verlangen: Sie wollen, dass sich Ihnen das Buch offenbart!

So funktioniert das Umgebende Licht. Es ist eine wunderbare, wunderwirkende Kraft. Dieser Einfluss, welcher von der Höheren Welt auf uns wirkt, ist nichts weniger als ein Wunder, weil es wirkt, obwohl Sie keine Verbindung dazu haben. Es gibt keine Verbindung zwischen dem Willen zu empfangen und dem Willen zu geben. Die ganze Verbindung wird durch den Schöpfer verwirklicht, der die Wurzel beider Eigenschaften ist. Diese verborgene Verbindung wird ein Wunder (Segula) genannt.

Dies folgt einem strengen Gesetz des Lichtes und des Verlangens (Kli), nach einer festen Formel ihrer Interaktion. Dennoch ist diese Art der Verbindung vor Ihnen verhüllt und deshalb ist es auf Sie bezogen ein Wunder. Sie drücken an einem Ort einen Knopf und an einem anderen Ort öffnet sich plötzlich etwas. Dieses gesamte System ist vor Ihnen verborgen und Sie wissen nicht, wie diese Verbindung funktioniert.

Daher sagt man Ihnen einfach, dass Sie lesen und verlangen sollen – und dann wird der Rest von ganz alleine kommen.

Ein Kuss ist mehr als nur ein Kuss


In den Nachrichten (übersetzt aus CNN Health): „Lippenbekenntnisse : Wissenschaftler studieren das Küssen“ – Jetzt untersuchen Wissenschaftler die biologischen Faktoren, die diesem allgegenwärtigen Ausdruck von Liebe zugrundeliegen. Die Wissenschaft des Küssens hat sogar einen Namen: Philematologie. Forschungen zu diesem Thema wurden auf dem jährlichen Treffen der American Association for the Advancement of Science in Chicago präsentiert. Die Forschungen, unter der Leitung von Wendy Hill, Professorin der Neurowissenschaft am Lafayette College, konzentrierten sich auf die Auswirkungen des Küssens auf das Hormon Oxytocin, das manchmal „Liebeshormon“ genannt wird. Das Hormon wird mit sozialen Bindungen und Cortisol, einer Maßeinheit für Stress, in Verbindung gebracht.

Mein Kommentar: Laut Kabbala gibt es drei Arten der Verbindung zwischen einer Seele und dem Schöpfer: Eine Umarmung (Sein linker Arm ist unter mir und Sein rechter Arm umfasst mich), einen Kuss (Geist) und eine Verschmelzung (auf allen Ebenen). Daher existiert die gleiche Interaktion zwischen Körpern unserer Welt. Das wird in Talmud Esser HaSfirot auf tausenden Seiten in wissenschaftlicher Darstellung der Ursachen und Wirkungen studiert. Das Buch ist erhältlich und offen für alle.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Das Geheimnis der Liebe kann nicht mit chemischen Mitteln erschlossen werden
Blog-post: Warum erschuf der Schöpfer die Liebe zwischen Mann und Frau?
Kabbala Partnersuche

Was es bedeutet, das globale System zu lernen


Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, das globale System zu lernen?

Meine Antwort: Sprechen Sie mit Systemspezialisten und sie werden Ihnen etwas über die Gesetze erzählen, die ein geschlossenes System lenken. Sprechen Sie über multifunktionale Systeme mit Biologen, Physiologen, Computerspezialisten und Menschen, die in der Kybernetik arbeiten. Ich denke, ich habe noch Formeln vom College, die zeigen, was ein multifunktionales System ist.

Es gibt viele Elemente, die Menschen studieren, um zu verstehen, wie diese Elemente miteinander verbunden werden müssen, damit das ganze System durch wechselseitige Interaktion zwischen diesen Elementen in jedem Augenblick und in verschiedenen Zuständen, zu denen sich diese Elemente hin bewegen, funktioniert. Basierend darauf kann man eine Formel ableiten und ohne die Formel kann man nichts konstruieren.

Sagen wir, wir haben ein U-Boot, das aus einer Tiefe von vierhundert Metern auf zweihundert Meter steigen muss. Das ist nicht einfach zu machen. Um das zu tun, muss man sich über jeden möglichen Faktor bewusst sein, wie die Tiefe und den Druckausgleich – es gibt tausende Parameter, die man im Kopf haben muss. Und jeder Parameter verändert sich abhängig von der Tiefe auf bestimmte Weise. Es ist eine sehr schwierige Aufgabe.

Was müssen wir also tun? In gleicher Weise müssen wir lernen, was ein integrales System ist und warum die Bedingung „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ das Gesetz der Natur ist. Dieser Begriff muss in einer Weise erklärt werden, dass er leicht zu verstehen und normalen Menschen und Organisationen nahe ist. Das ist es, was wir verstehen, lernen und lehren müssen.

(Auszüge aus dem Unterricht über Baal HaSulams Artikel „Ein Gebot“ 

Seien Sie nicht erstaunt über die neue “Wir”- anstatt “Ich”-Einstellung der Leute

Hier ein Brief, den ich von meiner Studentin Tasha erhielt:

Ich leitete meinen Artikel von Ihrem Internet-Blog an meine Arbeitskollegen weiter. Später kam einer von ihnen zu mir und fragte: „Denkst Du wirklich, dass es möglich ist, dass Leute umsonst arbeiten, einfach aus Gutherzigkeit?“

Ich antwortete: „Es wird so sein, wenn wir keine andere Wahl mehr haben: Wenn wir unsere Handlungsweise entweder ändern oder sonst zu Tode verhungern werden.“ Er antwortete: „Und wann wird das geschehen?“

Es ist wirklich interessant, wie sich alles verändert. Vor kaum 6 Monaten, als Sie den Leuten die Idee erklärten, verschiedene Prozesse in einen einzigen zu integrieren, hörte jeder höflich zu und begann dann zu diskutieren, wer dann „das Sagen haben werde“. Aber jetzt – schauen Sie sich an, was passiert! Jeder ist freundlich und beeilt sich der Erste zu sein, der sich integriert und kooperativ ist. Gott bewahre, dass man den Ruf hat, nicht konform oder unkooperativ zu sein – man wird der erste Kandidat zur Kündigung sein.

Man könnte denken, dass die Leute mit allen Kräften an dem hängen würden, was sie erworben haben, ohne Rücksicht auf andere; aber was geschieht, ist genau das Gegenteil: Jeder hat entdeckt, dass niemand ohne gegenseitige Hilfe und Unterstützung überleben wird.

Also scheint sich das System letztendlich selbst zu regulieren?

Meine Antwort: Was geschieht ist, dass das Verlangen (Gefühl) und der Gedanke (Information) innerhalb des Systems fließen, welches jetzt global ist, von jenen ausgehend, die sich des Prozesses bewusst sind, zu allen anderen.

Demzufolge, ohne es selbst zu realisieren, beginnen die Leute in neuen Bahnen zu denken: Wir anstelle von Ich.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Eine Welt ohne Geld
Blog-post: Umarmungen anstelle von Geld

Wenn es zu einer Globalen Krise kommt, können wir es uns nicht leisten, die Dinge einfach aufzuschieben


Frage: Warum eigentlich stellen Sie zwischen der Finanzmarktkrise und der „globalen kabbalistischen Revolution“ eine Verbindung her? Gehen Sie damit nicht zu weit?

Antwort: Es gibt einen Zustand autonomer Objekte und einen, in dem sich alle zu einem System vereinen. Nämlich dann, wenn sich neue und besondere Gesetze offenbaren – die Gesetze der Globalisierung, Kommunikation, Interaktion und Abhängigkeit.

Autonome Individuen im Tierreich sind Egoisten, aber sobald sie sich treffen, enthüllt sich das Gesetz, das ihrem System das Überleben erlaubt. Natürlich geschieht das im Tierreich unbewusst. Es liegt in der Natur des Tieres – es folgt ihr blind. Die menschliche Spezies unterscheidet sich davon durch die Selbsterkenntnis. Der Mensch muss denselben natürlichen Gesetzen bewusst und freiwillig folgen.

Solange wir nicht vereint waren, bestand weder die Notwendigkeit, das System zu berücksichtigen, noch dem Naturgesetz „Sorge für und liebe deinen Nächsten“ zu folgen. Als aber engere Verbindungen im Alten Babylon entstanden – die erste globale Zivilisation (global im Hinblick auf die damalige Zeit und bezogen auf eine kompakte Fläche), enthüllte sich unmittelbar sofort eine Krise – unsere Unausgeglichenheit mit dem natürlichen Gesetz einer menschlichen Gemeinschaft, „liebe den Nächsten wie dich selbst!“

In Babylon lösten wir das Problem, indem das gesamte System bzw. die Zivilisation zerstört wurde. Wir trennten uns voneinander und verstreuten uns in alle Winde. Aber heute sind wir verbunden und es gibt keinen Ort, an den wir uns flüchten könnten. Wir können uns nicht einmal vorstellen, welchen Komfort wir einbüßen würden, weil kein Land der Welt sich mehr selbst versorgen könnte. Es wäre die Rückkehr zum Feudalismus. Unsere Entwicklung, deren Formen und Meilensteine sind von der Natur vorherbestimmt. Wenn wir uns daher dagegen auflehnen, werden wir das Gegenteil der Natur wahrnehmen – schreckliches Leid.

Daher sagt die Kabbala, dass unsere einzige Chance darin besteht, das Naturgesetz der menschlichen Gemeinschaft anzuerkennen: „Liebe den Nächsten wie dich selbst!“ Natürlich ist diese Art von Beziehung nur dann akzeptabel, wenn jedes Individuum sich korrigiert – von „für mich selber“ zu „für das Wohl der anderen“.

Das ist leicht erreichbar, wenn:

1. Die Gesellschaft und die Massenmedien dies unterstützen, indem sie die Menschen dazu ermutigen, und auf jene „herabsehen“, die nicht so agieren (jedoch niemals durch Bestrafung).
2. Menschen werden Kabbala studieren (für die Massen wird oberflächliche Vertrautheit ausreichen) und so unseren zukünftigen Zustand herbeiführen, der bereits existiert.

Ich denke, dass „aufschieben“ dem Tod gleichkommt – im buchstäblichen Sinne des Wortes.

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