Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Heuchelei oder Spiel?

Frage: Ein wesentlicher Teil unserer inneren Arbeit besteht darin, den nächsten Zustand zu spielen. Wir streben danach, da es für uns sehr wichtig ist. Gleichzeitig gibt es die Vorurteile, dass es heuchlerisch, unwahr usw. wäre. Wie kann man damit umgehen?

Antwort: Überhaupt nicht! Ich schaue dich an, direkt in deine Augen und sage: “ Anatoli, ich hatte keine Ahnung, dass ich dich so sehr liebe“.

Das heißt, wir spielen den nächsten Zustand als Kinder, die einen Erwachsenen spielen und auf diese Weise wachsen. Damit rufen wir die mächtigen Kräfte der integralen, vereinten Natur herbei, die uns nach demselben Prinzip wie Kinder erziehen. Durch dieses Spiel nähern wir uns der Natur an.

Ein Kind lernt automatisch, wie ein Affe: Du hast etwas getan, er hat es getan. Warum handeln wir nicht nach demselben Prinzip?

Nehmt ein Beispiel aus der Natur, nicht nur aus der menschlichen und tierischen, sondern auch aus der pflanzlichen Natur – alles ist darauf aufgebaut, den nächsten Zustand voraus zu ahnen und anzustreben, so wächst alles. So entwickelt sich jede Zelle – durch das Streben nach dem nächsten Zustand.

Das geschieht, da ACHaP des höheren Teils in der Galgalta we Ejnaim des unteren Teils waren – auf diese Weise ist alles abgestiegen. Deshalb entdecken wir, sobald wir den nächsten Zustand anstreben, ACHaP in unserer Galgalta we Ejnaim, das heißt, wir entdecken in unserem oberen Teil bereits den höheren Zustand. Das war’s! Wir stimmen uns also nicht auf den höheren Zustand ein, sondern versuchen in ihn einzudringen, da er sich in uns befindet.

Frage: Wie kann ich mich trotzdem mit dem was wir tun identifizieren, wenn ich das als Heuchelei empfinde?

Antwort: Wie ein Spiel! Wir spielen! Wir sind alle Künstler. Wie kann ich den „Ich liebe –Knopf“ drücken, wenn es bei Rabash steht, dass man die Gruppe lieben, respektieren, verehren und als etwas Größeres empfinden muss? Das alles ist nicht für mich geschrieben. Aber wenn ich mich auf diese Weise anstrenge – dann ruft diese Anstrengung schließlich entweder das umgebende Licht oder den nächsten inneren Zustand hervor, der sich schon in mir befindet und beginnt, meinen gegenwärtigen Zustand zu ersetzen. Das ist ein einfaches physikalisches Prinzip, es gibt absolut keine Wunder. Wir müssen es den Menschen immer und immer wieder erklären.

Wir haben keine andere Wahl. Der Schöpfer verlangt es durch die Welt, die er uns zeigt. Wir müssen diese Herausforderung, diese außergewöhnliche Möglichkeit, die sich jedem von uns bietet, annehmen. Wir müssen diese Chance ergreifen, uns fest an den Händen halten, zusammenkommen, uns umarmen, unsere Herzen und unseren Verstand verbinden und die nächste Stufe der Existenz erreichen.

In unserer Verbindung offenbart sich uns die höhere Welt! Lasst uns das nicht vergessen, dann wird sich alles, was wir viele Jahre lang theoretisch studiert haben, in uns entfalten. Ich hoffe, euch auf dieser Stufe zu treffen. Versucht es!

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aus dem virtuellen Unterricht, 07.04.2013

Unseren Platz im Gesamtsystem einnehmen

Wir sind ein einheitliches System und Teile einer einheitlichen Struktur, die „Seele“ oder „Adam“ oder „kli“ („Gefäß“) genannt wird. Es spielt keine Rolle, wie Sie es nennen. Jetzt müssen wir uns wieder in dieses Konstrukt einfügen.

Mit anderen Worten: Es gibt ein einheitliches Konzept, aber wir nehmen unseren Platz darin nicht ein, wir erfüllen unseren Sinn nicht. Anstatt ein normaler Teil des gemeinsamen Organismus zu sein und dazu beizutragen, alles am Laufen zu halten, denke ich nur an mich und versuche wie ein Krebsgeschwür alles in mich aufzunehmen und die anderen zu verschlingen. So sind wir alle.

Es stellt sich heraus, dass das gesamte Universum nach seinem Gesetz des vollkommenen Gebens und Liebens, der perfekten Interaktion des gesamten geschlossenen Systems, existiert. Wir, die in diesem System als Teile, Organe, die idealerweise zueinander passen, sich koordinieren, miteinander kooperieren und integral werden sollten, tun es nicht. Deshalb sieht unser Leben so furchtbar aus.

Heute spüren wir, dass wir uns in einer integralen Welt befinden, wir erleben eine globale Krise. Das heißt, wir beginnen zu spüren, dass wir uns in einem Weltsystem befinden, das global, integral und vernetzt ist. Wir sind das Gegenteil davon, der Gegensatz des allgemeinen Gesetzes von Geben und Lieben. Wir müssen uns nach dieser Gesetzmäßigkeit verändern.

Aus dem Fernsehprogramm“ Nahaufnahme. Das universelle Gesetz“.

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Drei Naturgesetze, die jeder kennen sollte

Die Encyclopedia Britannica definiert Bildung als „Vermittlung der Werte und des angesammelten Wissens einer Gesellschaft“ (Encyclopedia Britannica). …Bildung soll [die Kinder] beim Erlernen einer Kultur anleiten, ihr Verhalten im Erwachsenenalter formen und sie auf ihre spätere Rolle in der Gesellschaft ausrichten“. Aber um diese Definition zu finden, müsstest du die Seite nach unten scrollen. Das Lexikon beginnt den Eintrag über Bildung, indem es erklärt, dass es sich um eine „Disziplin handelt, die sich mit Lehr- und Lernmethoden in Schulen oder Schul ähnlichen Umgebungen befasst“. Dies ist die vorherrschende Interpretation von Bildung, und es ist sehr bedauerlich für jeden von uns, dass wir die wahre Bedeutung des Wortes vergessen haben.

Deshalb möchte ich eine Definition anbieten, die sowohl prägnant ist, als auch viel mehr bietet als eine Anhäufung von Begriffen, die heute hier und morgen weg sind. Die Erziehung, von der ich spreche, wird „Integrale Erziehung“ (IE) genannt. Wobei „integral“ ganzheitlich, vollkommen bedeutet. Nach der Definition der IE ist „Bildung der Prozess der Anpassung des Menschen an die Naturgesetze“. [Rest des Beitrags lesen →]

Was kann man von der Natur lernen?

Frage: Sie sagen oft, man müsse von der Natur lernen. Wie kann ein gewöhnlicher Mensch von dem was in der Natur geschieht, lernen? Was kann man von der Natur lernen?

Antwort: Nachdem wir unsere irdische Natur erforscht haben, erkennen wir, dass sie ein einziges, geschlossenes System darstellt. Wir müssen noch erfahren, wie wir ein integraler Bestandteil dieses Systems sein können, wie wir uns an dieses System anpassen können um mit der Natur im Einklang existieren können. 

Frage: Der moderne Mensch steht der Aussage, „von der Natur zu lernen“, skeptisch gegenüber. Die Menschen nehmen die Natur als eine unerschöpfliche Quelle von Mineralien wahr, als einen Ort der Entspannung, als ein Labor in dem Forschungen durchgeführt werden können. Was ist die Natur aus Ihrer Sicht und worin besteht ihre Einheit?

Antwort: Die Natur ist ein einheitlicher, integraler Organismus und besteht aus der unbelebten, pflanzlichen, belebten und menschlichen Stufe. Diese Stufen sind miteinander verbunden und spüren ihre Abhängigkeit voneinander. 

Auf der menschlichen Stufe ist ein Egoismus zu beobachten, der sich nicht mit der Welt darum herum arrangieren will. Der Mensch versucht die Welt an sich und nicht an die Natur anzupassen. Es liegt hier ein grausamer Irrtum vor, denn der Mensch entwickelt sich grundsätzlich egoistisch, dadurch führt seine ganze Entwicklung letztlich zu großen Problemen.

Frage: Warum gibt es auf allen Stufen der Natur Harmonie, nur nicht auf der menschlichen?

Antwort: Da der Mensch selbstständig zur Harmonie kommen muss.

Aus dem TV-Programm „Die Ära des Post-Coronavirus“, 16.04.2020

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Sich als ein integraler Bestandteil in die Natur einfügen

Die Verletzung der Gesundheit aller erzeugt ein Ungleichgewicht im Gesamtsystem. Das System wird „Adam“ genannt, weil es nach dem Ebenbild des Menschen aufgebaut ist.

Was bedeutet das? Es gibt auf der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Ebene der Natur Systeme, die miteinander interagieren.

Sie sind absolut integral, sich gegenseitig ergänzend und außerordentlich ganzheitlich. Ihre Aufgabe ist es, dass der Mensch sie richtig anwendet und sie durch seine sinngemäße Anwendung in der Arbeit, sich dem Schöpfer anzugleichen, verbessert. Dann wird er durch all diese Systeme eine gigantische Höhere Welt wahrnehmen können, die absolut alles umfasst.

In unserer Welt sehen wir Integrität auf der Ebene der unbelebten, pflanzlichen und teilweise tierischen Natur. In der menschlichen Natur nehmen wir das nicht wahr, weil wir uns auf dieser Ebene befinden.

Wir sehen zum Beispiel, wie wir das Gleichgewicht der unbelebten Natur aus dem Gleichgewicht bringen: Emission von Gasen, Erwärmung der Atmosphäre, Blockierung von Flüssen, Unterbrechung von natürlichen Vorgängen. Am Ende geht das alles auf die unangenehmste Art und Weise nach hinten los.

Die Natur wurde jedoch bewusst absolut harmonisch erschaffen, damit wir uns in sie als die höchste Stufe der Harmonie einfügen. Aber wenn der Mensch anfängt, mit seinen schmutzigen, ungeschickten Händen in die Natur einzugreifen, verkrüppelt er sie nur. Er verstümmelt sie ständig nach der Vorstellung seines Egoismus und glaubt, dass er richtig handelt, dass die Natur kein gigantischer, ganzheitlicher, lebender Organismus ist.

Dabei sind seine unbelebte, pflanzliche und tierische Ebene miteinander verbunden und nehmen an einer gemeinsamen integralen Interaktion teil. Der Mensch wurde erschaffen, um sich nach und nach selbständig in diese Natur als integralen Bestandteil einzufügen und sie zu studieren und durch bewussten Teilnahme zu ergänzen.

Doch leider geschieht dies nicht, denn wir sind Egoisten, wir sind von vornherein der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur entgegengesetzt. Deshalb passen wir mit unserem menschlichen Egoismus, der über diesem Niveau liegt, nicht in die Natur, sondern wir beginnen im Gegenteil, sie kaputt zu machen, um sie uns anzupassen.

Seit vielen tausend Jahren macht der Mensch mit der Natur was er will. Und sie bestraft uns als strenger Richter. Oder genauer gesagt, sie bestraft uns nicht einmal, sie kompensiert unsere groben, unklugen Verzerrungen, die wir ihr zufügen.

Deshalb werden wir nur dann von Gesundheit sprechen können, wenn wir den gesamten unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Organismus, d.h. die gesamte Natur, berücksichtigen und wenn wir mehr oder weniger begriffen haben, wie er im richtigen Zusammenspiel aller seiner Teile sein muss, wie er all seine Ebenen kompensieren und ergänzen kann.

Dann werden wir in der Lage sein, gesund zu bleiben und zu höheren Ebenen der Erkenntnis, der Verbundenheit mit der riesigen integralen Natur aufzusteigen.

Aus dem Unterricht von 15.03.2020

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Im Geben an diese Welt

Frage: Wann kann die Fürsorge für materielle Angelegenheiten die beste spirituelle Handlung sein? Könnte es sein, dass der Kabbalist auf seinem Weg die Verantwortung für seinen Misserfolg oder seine Untätigkeit auf den Schöpfer schiebt? Wie kann man hier nicht verwirrt sein? Gibt es einen Leitfaden?

Antwort: Der Schöpfer weist dem Menschen Pflichten zu, und der Mensch verlagert Pflichten zurück zum Schöpfer? Das klingt gut, aber es ist falsch.

Wir haben unsere Welt, unsere Eigenschaften, alles, was wir haben, dafür erhalten, um richtig mit uns selbst, miteinander und mit dem Schöpfer zu interagieren.

Die materiellen Anliegen sind uns gegeben, um alle Zustände in unserer Welt aufrechtzuerhalten. Keiner zwingt dich, 20 Stunden am Tag auf eine harte, primitive Weise zu arbeiten. Du kannst woanders arbeiten, es liegt an dir.

Aber die Kabbala sagt: „Man muss für sich selbst sorgen“. Du hast kein Recht, von den anderen zu leben. Selbst wenn du vermögende Eltern hast, musst du arbeiten. Du bekommst das Geld vielleicht nicht oder gibst es weg, aber du musst arbeiten. Arbeit und Gehalt sind nicht dasselbe. Jeder muss in dieser Welt etwas produzieren. Und das Gehalt hat nichts mit der Arbeit selbst zu tun.

Es gibt Menschen, die bezahlt werden und nicht arbeiten. Es gibt diejenigen, die auf freiwilliger Basis arbeiten und nicht bezahlt werden. Aber wir müssen arbeiten.

Als ich zu RABASH kam, hatte ich mein eigenes Geschäft und ich habe es aufgegeben. Ich sagte ihm, dass ich schätze, dass mein Geld mir und meiner Familie für vier Jahre reicht.

Und er sagte: „Nein. Es handelt sich nicht um das Geld, sondern um die Seele. Wenn du das Geschäft schließen willst, mach das, aber du musst immer noch mindestens 4-6 Stunden am Tag arbeiten“. Und ich arbeitete weiterhin 4 Stunden am Tag, da ich auch viel Zeit mit ihm verbrachte.

Also muss man dieser Welt etwas geben. Und ob du dafür belohnt wirst, ist deine Sache.

Frage: Wie verstehe ich, ob mein Wunsch das für mich notwendige Minimum übersteigt?

Antwort: Jeder Mensch sollte es für sich selbst definieren.

Drei Stunden am Tag musst du am Morgenunterricht teilnehmen und 1-2 weitere Stunden für das Lernen am Abend aufwenden. 6-8 Stunden werden für professionelle Arbeit investiert. Außerdem musst du dich um die Familie kümmern und danach erst tun, was immer du willst. Alle anderen Berechnungen sind unnötig. Aber denke daran, dass du dir zunächst drei Stunden Zeit zum Lernen nehmen musst.

Aus dem russischen Unterricht, 05.01.2020.

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Ein neues Zuhause, wo Platz für alle ist

Zurzeit vollzieht die Natur eine gewaltige Veränderung mit uns, die die ganze Welt umfasst. Wir mögen sie mehr oder weniger verstehen, aber es besteht kein Zweifel daran, dass sich das Programm des Schöpfers, der globalen Natur vor uns entfaltet, die zum ersten Mal in der Geschichte ausnahmslos die gesamte Menschheit mit einbezieht.

Durch diese Aktion, die „Coronavirus“ genannt wird, will die Natur die gesamte Erdbevölkerung, die gesamte Menschheit in einer Gruppe organisieren.

Der Virus bereitet uns auf die Veränderungen vor, die zur Vereinigung führen, so dass jeder die höhere Kraft der Natur kennt, vom Kleinkind bis zum Erwachsenen, und alle Nationen sich in einem gemeinsamen „Haus des Gebets“ versammeln, d.h. alle haben sich in einem gemeinsamen Wunsch vereinigt, der „das Haus des Schöpfers“ genannt wird.

Die Wissenschaft der Kabbala hilft uns zu verstehen, wie wir diesen Prozess durchlaufen und wie wir uns darauf einstellen sollten, indem wir uns an ein neues Leben, an eine neue Herangehensweise anpassen. Gegenwärtig nehmen wir das Leben noch egoistisch und individuell wahr, aber der neue Ansatz erfordert, dass wir uns allmählich auf eine gemeinsame Wahrnehmung zubewegen: integral und gegenseitig, um den Unterschied zwischen uns und anderen nicht zu spüren.

Heute empfinden wir alle eine egoistische Welt um uns herum, eine egoistische Einstellung zum Leben. Und in der neuen Welt wird jeder den Anderen von innen heraus spüren, und dadurch wird sich unsere Wahrnehmung der Welt dramatisch verändern: anstatt der materiellen Welt werden wir die spirituelle Welt empfinden, die ewig, vollkommen und voller Licht ist.

Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Welt, am Eingang zu einem neuen Zustand, zu einer neuen Realität, die sich innerhalb der Verbindung zwischen uns offenbaren sollte, innerhalb von unseren Beziehungen, die frei von Egoismus sind. Die höhere Herrschaft fordert von uns, dass wir diese Tür öffnen und die neue Welt betreten, um die gesamte Menschheit zu einer neuen Existenz, zum Ziel der Schöpfung, zum Ziel unseres Lebens, zur höheren Kraft der Natur zu führen.

Aus dem Morgenunterricht vom 04.04.2020.

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Aufbau der zukünftigen Gesellschaft, Teil 13

Warum sollte man Kabbalisten glauben?

Kommentar: Viele mögen sagen: „Warum sollte ich den Kabbalisten glauben, dass der Schöpfer die Eigenschaft des Gebens und der Liebe ist?

Meine Antwort: : Man braucht nicht daran zu glauben, man muss lediglich die Gesellschaft in diese Richtung voranbringen, sie behutsam und schrittweise heranführen. Warum sollte man darüber sprechen? Auch wenn dies nicht schaden wird, werden die Menschen nicht davor fliehen können. Sie befinden sich heute unter solchen Umständen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit für Diskussionen bleibt.

Kommentar: Nun, viele Wissenschaftler sagen auch, dass alles so subjektiv ist, dass man die Existenz des Schöpfers weder beweisen noch leugnen kann, jedoch kann man einfach viele verschiedene Theorien aufstellen. Es ist schwer, etwas zu beweisen, da unser Gehirn so arbeitet, dass wir jegliche Theorie akzeptieren können.

Meine Antwort: Der Schöpfer ist das Gesetz der Natur. Und wir müssen dieses Gesetz einfach erkennen, da die Gesamtheit der Natur in ihrer integralen Komplexität der Schöpfer genannt wird.

Frage: Und Sie versuchen nicht, dies zu beweisen?

Antwort: Nein. Sie können niemandem etwas beweisen. Wie kann ich einem kleinen Kind die Existenz von etwas beweisen, das über seine Wahrnehmung hinausgeht? Es gibt keine Möglichkeit. Das Einzige, was ich tun kann, ist, das Kind geduldig zu erziehen, es auf die Ebene zu heben, auf der es alles sehen und erklären kann. Ansonsten, nein.

Frage: Es ist also unmöglich, einem Menschen zu erklären, dass es zwei Gesetze gibt – das Gesetz des Empfangens und das Gesetz des Gebens – und wenn wir der Gesellschaft geben, werden wir wie der Schöpfer?

Antwort: Warum nicht? Dies lässt sich sogar ganz leicht erklären. Auf unbelebter, pflanzlicher und tierischer Ebene können wir sehen, wie diese Gesetze eingehalten werden, wie alles auf einem Gleichgewicht zwischen Empfangen und Geben aufgebaut ist.      

Auf der Ebene der Gesellschaft hingegen sehen wir das nicht, weil in ihr im Gegensatz dazu alles nur auf Empfangen aufgebaut ist, und Geben nur möglich ist, wenn man stattdessen noch mehr bekommen kann. Das heißt, in der Gesellschaft gibt es überhaupt kein Geben. Es gibt Empfang, getarnt als Geben. Das bedeutet, dass die Gesetze der unbelebten, pflanzlichen und belebten Natur auf die Ebene des Zustands der Gesellschaft, auf die menschliche Stufe, erhoben und dort verwirklicht und in die Praxis umgesetzt werden müssen. Deshalb müssen wir sehen, wie dies erreicht wird, wie in der Gesellschaft Empfangen und Geben, Plus und Minus, in uns in der gleichen Weise existieren wie auf den drei vorhergehenden Stufen. Ist es möglich oder nicht? Das ist im Prinzip das ganze Problem und all unser Unglück. Wenn wir das schaffen, werden wir eine perfekte Welt haben.

Ich spreche hier weder von Religion, noch vom Schöpfer, noch von irgendjemandem. Es geht nur darum, was die Welt braucht, und heute sehen wir dies. Versuchen wir, es umzusetzen.

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Methode der Korrektur, Teil 2

Die Kabbala ist die Offenbarung der Naturgesetze

 Frage: Warum hat uns die Natur egoistisch und gegensätzlich zu ihr geschaffen?

Antwort: Damit wir uns, dank unseres Egoismus, als schreckliche Wesen erkennen können.

Nur das Ego ist ein Hindernis um das ewige, vollkommene Leben zu erreichen, wie können wir das korrigieren? Wie können wir uns, unsere Gesellschaft, unsere Umwelt, alles Mögliche verändern?

Hier haben wir doch das Bedürfnis, uns noch zu verändern. Es gibt zu diesem Thema eine Menge Methoden, Theorien und Ideen. Dazu gehören religiöse, nicht religiöse, mystische, fernöstliche, etc. Anwendungen.

Einer dieser Methoden ist die Kabbala. Sie unterscheidet sich von allen anderen, da sie vor langer Zeit, vor 6000 Jahren, entstanden ist. Laut der Kabbala gab es einen Mann namens Adam. Er war der erste Mensch, der die ganze Matrix, das gesamte System der Natur verstand und ihren Zweck, ihren Anfang, ihren Verlauf und ihr Ende entschlüsselte.

Adam hat den Grundstein für die Kabbala gelegt. Er hatte seine Schüler Sim, Ham, Yaphet und andere, die in der Tora allegorisch beschrieben werden. Sie entwickelten diese Wissenschaft bis zu Abraham im alten Babylon weiter.

Die Kabbala spricht davon, wie man sich über sich selbst, über seinen Egoismus erheben und sich mit anderen verbinden kann. Geschieht das, werden wir die gemeinsame Kraft der Natur und das Gesamtbild von ihr spüren. Es wird uns klar werden, dass die Natur ewig, vollkommen, unendlich, aber vor allem integral und ganzheitlich ist.

Wenn wir so handeln, werden wir ihre wahren Gesetze, ihre wahre Form enthüllen. Heute fühlen wir sie nicht und können sie weder erkennen noch sehen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 07.02.2019

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Die Grundlagen der Absichten (das Haus der Tore der Absichten)

Das Buch von Baal HaSulam „Beit Schaar a-Kawanot“ (das Haus der Tore der Absichten) ist dafür vorbestimmt, um uns zum „Gebet“ – zur Bitte um die Korrektur, vorzubereiten.

Und deshalb beschreibt das Buch kein Universum, analysiert es nicht, sondern synthetisiert, verbindet die separaten Details zusammen und, zeigt das ganze Universum, in Form eines globalen Integralsystems, das in allen Details zusammengebunden ist.

Wenn der Mensch dieselben Formen sowohl vom Standpunkt des Einzelnen, als auch des Allgemeinen betrachtet, wie alles gegenseitig verbunden ist, dann sieht er von der Seite „Igulim“ (der Kreise) des Systems her, das zum endgültig korrigierten Zustand gehört, wo das Einzelne und das Allgemeine – gleich sind.

Das Einzelne kann nicht mehr oder weniger als das Allgemeine beinhalten, und das Allgemeine kann nicht mehr oder weniger aufweisen, als jeder seiner Einzelteile enthält. Es ist das Gesetz der Vollkommenheit. Und deshalb ist solches Herangehen an die Welt, in Form des globalen, Integral- und untereinander verbundenen Systems – für die Erreichung des Gebets notwendig.

Deshalb ist dieses Buch für uns so wichtig, denn es richtet uns ständig auf das allgemeine System aus, zeigt uns, dass wir nur seine kleinen Teile sind, die im Einzelnen genauso wichtig, wie das ganze System sind.

Aus dem Unterricht nach „Beit Schaar a-Kawanot“, 26.10.2010

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