Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Regieren innerhalb einer korrigierten Gesellschaft

Frage: Wie wird man definieren, welcher Grad (des Konsums) für das Leben in der korrigierten Gesellschaft, welche von Baal HaSulam beschrieben wurde, notwendig ist? Wird jeder es für sich selbst entscheiden, oder diejenigen, die diese Gesellschaft regieren werden, indem sie für alle einen allgemeinen Standard festsetzen?

Antwort: Augenscheinlich wird eine Weltverwaltung (eine Weltregierung) geschaffen werden, so wie gesagt wird, „Es kann eine Hauptstadt nicht ohne einen Regierenden sein“. Das wird eine Regierung von Weisen sein, die die Obere Welt, d.h. unseren folgenden (zukünftigen) Zustand, erreicht haben. Da sie unsere Zukunft bereits jetzt erlangt haben, werden sie im Stande sein, die ganze Menschheit unmissverständlich zu regieren.

Wenn ich „regieren“ sage, meine ich „erziehen“, oder genauer gesagt,einen Menschen zu lehren, wie man sich ändert, um sich den Eigenschaften der Natur (dem Schöpfer) anzugleichen, der die Eigenschaft des Gebens und der Liebe ist. Im Ausmaß der Angleichung werden wir uns vollkommener, ewig und erfüllt fühlen. Aber jeder wird diese Änderungen an sich selbst eigenständig, freiwillig und unabhängig vornehmen müssen.

Deshalb wird die gesamte Regierungsausübung über die Erziehung verwirklicht werden. Wenn wir über die Willensfreiheit einer Person sprechen, sich zu ändern, um dem Schöpfer ähnlich zu werden, dann wird die Umgebung (Gesellschaft und die Regierung) jedem helfen müssen, zu begreifen, dass jeder individuell korrigiert werden muss und dass der einzige Weg, um sein Leben auf dieser Erde und seine ewige Existenz zu verändern, die eigene Korrektur ist. Die Lenkung der Milliarden von Menschen auf dem Planeten durch die spirituelle Regierung wird aus der Erziehung und der Bereitstellung von Möglichkeiten für alle bestehen, um sich auf individueller Ebene zu ändern.

Bildung sind die einzigen „Zügel“, die eine Regierung hat. Alle anderen Mittel beruhen auf Unterdrückung der Freiheit, manifestiert als Misserfolg des Systems und Schaden an seinen Bürgern. Deshalb muss mit der richtigen Erziehung und Bildung vom ersten Tag an begonnen werden, wenn eine Person diese Welt betritt, mit im Einklang stehenden Inhalt in allen pädagogischen und sozialen Einrichtungen.

Mit anderen Worten, müssen sie einen Menschen zum Zustand bringen, dass, wenn er die Schläge und negativen Reaktionen der Gesellschaft erfährt, er diese Reaktionen in sich selbst offenbart und sich auf diese Weise ändert und zu einem korrigierten Zustand bringt.

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Die Schwierigkeiten der Übersetzung

Die Kabbalisten sprechen die archaische Sprache: bezeichnen den Schöpfer als „König“, verwenden die Wörter, die man selten benutzt.

Die Formulierungen, der Stil, die Zitate entfernen den modernen Menschen vom inneren Inhalt. Man muss dieses Hindernis überwinden und aus dem Text das Wesentliche herausziehen.

Der Mensch wird jedoch in Wirklichkeit mit solchem Stil des Textes einverstanden sein, wenn er sich in den Artikel vertieft und fühlt, wie er im geistigen Raum realisiert wird.

Er nennt den Schöpfer wirklich den „König“, obwohl er diese Erscheinungsform in unserer Welt seltener trifft, da er im demokratischen Staat, in den Idealen der Freiheit und der Gleichheit lebt.

In der geistigen Realität, lernt der Mensch die Treppe der spirituellen Stufen kennen und empfindet folglich ihre mächtige Verbindung.

Er hat kein anderes Wort, um den Schöpfer anders als König zu charakterisieren. Er stimmt den Definitionen in der natürlichen Weise zu, welche von Kabbalisten den verschiedenen Erscheinungen der Geisteswelt gegeben wurden.

Unsere Aufgabe besteht jedoch darin, die Kabbala unserem Zeitgenossen näher zu bringen, weshalb wir uns folglich bemühen sollen, unsere Materialien für die Anfänger auf die Gegenwartssprache zu übersetzen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 22.09.2010

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Wir lernen, um uns zu ändern.

Die Schwierigkeit liegt darin, dass der Mensch immer nach Wissen strebt und nicht verstehen kann, dass die Offenbarung nur über dem Wissen geschieht – in den spirituellen Gefäßen des Glaubens über dem Verstand. Nur dort offenbart sich das wahre Wissen.

Sogar jetzt, während wir die Artikel von Rabash über die Gruppe studieren und uns bemühen, nach diesen Prinzipien unsere Internet-Gemeinschaft aufzubauen, wollen wir, dass Menschen sich mit ihnen möglichst viel beschäftigen.

Wie sie den Inhalt verstehen, ist nicht so wichtig. Die Hauptsache ist es, dass man diese Artikel im Laufe des Tages ein- zweimal durcharbeitet.

Auch wenn man verwirrt ist, nichts verrsteht, alles verflucht und gleichzeitig alles wünscht – wichtig ist der Wunsch, sich die ganze Zeit darin zu befinden. Dadurch wird man das Licht anziehen, das zur Quelle zurückführt und die eigenen Wünsche ändert. Erst dann wird man verstehen!

Aber das Verständnis ist kein Selbstzweck! Das Ziel ist es, die richtigen Handlungen auszuführen, die uns der Eigenschaft des Gebens näher bringen.

Wir lernen nicht, um uns Wissen anzueignen – wir lernen, um uns zu ändern! Anders wäre es viel zu leicht für unseren Egoismus, wie es für ihn üblich ist, auch noch die höchste spirituelle Welt für sich einzunehmen.

Aber die ganze Tora wurde nur dafür gegeben, um unseren egoistischen Ursprung zu korrigieren. Sie arbeitet gegen ihn.

Nicht du begibst dich in die Spiritualität, sondern die spirituelle Kraft der Korrektur dringt in dich ein. Und du musst dir diese korrigierende Kraft wünschen und warten. Diese Kraft ist dein Mashiach.

Doch man muss ständig an diesen Artikeln über die Gruppe arbeiten: Den Plan vorbereiten, eine Zusammenfassung erstellen und daraus Definitionen, Gesetze und Prinzipien ableiten.
Und darauf basierend baut man die Agenda auf.

Das Wesentliche ist diese Beschäftigung selbst. Und das Resultat kommt als Ernte dieser Arbeit und nicht durch Verständnis. Alles hängt nur davon ab, wie stark wir uns wünschen, dass es geschieht. Dies nennt man Gebet (MaN).

Deshalb ist die Arbeit an den Artikeln notwendig, aber die Arbeit besteht nicht im Erwerb von Wissen, sondern in der praktischen Realisierung von Rabashs Ratschlägen in der Gruppe.

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Vollkommenheit ist beständig und unteilbar

Ein Buch, welches von einem Kabbalisten verfasst wurde, ist Teil der spirituellen Welt. Dies gilt auch dann, wenn der Autor die Kraft und den Stil des Geschriebenen um viele Stufen vereinfacht, in dem Bemühen, die Inhalte dem Leser zu erklären. Dies ist wie der Siwug Arkanat Rosh, wenn die Höhere Stufe sich zu der Niederen herab neigt, wie eine Mutter sich zu ihrem Baby beugt.

Daher ist trotz der reduzierten Form seiner Überlieferung das Werk selbst perfekt und spirituell, und wir müssen seine höhere Wahrheit akzeptieren. Wir können nicht einem Aspekt zustimmen, während wir gleichzeitig einen anderen ablehnen. Wenn wir dies tun, so ist dies nur ein Zeichen für unsere eigene Unvollkommenheit, unseren Mangel an der Eigenschaft, diese Information richtig zu beurteilen und zu akzeptieren.

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Unsere einzige Chance für den Aufstieg ist, uns an die Höhere Stufe anzuheften

Der einzige Weg, damit unsere Generation das Ziel der Schöpfung erreichen kann, ist durch die Methode, die uns von Baal HaSulam übermittelt wurde. Wir müssen studieren und aufnehmen, was er sagte, ohne uns an den Inhalt zu klammern, sondern uns bemühen, seinen „Geist“ zu erreichen und uns an ihn fest zu halten, wie ein Kind, welches sich an einem Erwachsenen festhalten möchte.

Ein Kind versteht den Erwachsenen nicht und weiß auch nicht, warum Erwachsene auf bestimmte Weise handeln. Das Kind „klebt“ nur an dem Erwachsenen, um zu ihm zu gehören, und dadurch ist es auch erfolgreich. So ist auch die Höhere Stufe mit der Niederen verbunden. Sie müssen trotz ihres Egoismus eins werden, mit allem was die Höhere Stufe bereit hält, durch die Erhöhung deren Größe.

Sie müssen alle Ihre Eigenschaften in Gleichgewicht mit der Höheren Stufe bringen. Dies wird als „dem Höheren dienen“ bezeichnet. Dadurch steigen Sie auf und enthüllen Seine Stufe. Es gibt keinen anderen Weg von einer niederen Stufe zu einer Höhere aufzusteigen, als durch die Verschmelzung mit dem ACHaP des Höheren.

„Verschmelzung mit dem Höheren“ bedeutet, zu wünschen, Seine Verlangen, Seinen Geist und Seine Vorzüge zu offenbaren, ebenso Seine Wahrnehmung der Spiritualität und Seine Haltung. Wir können dies durch all die äußeren Zeichen erkennen, die wir durch die Manifestation der Höheren Stufe enthüllen.

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Der Mensch ist das Einzige in der Realität, das korrigiert werden muss

Eine Frage, die ich erhielt: In den letzten Jahren haben die russischen Massenmedien erheblich die öffentliche Meinung manipuliert. Mehr noch, die Dichte und der Überfluss an Information überschritt das Fassungsvermögen des normalen Menschen, sowie die Möglichkeit dies zu verarbeiten und aufzunehmen. Dies bedeutet, dass die genaue Wahrnehmung verzerrt, falsch und ungesund ist, unabhängig von den Inhalten. Würde es Ihnen etwas ausmachen, dies zu kommentieren?

Meine Antwort: Nur Bildung und Aufklärung können dies ausgleichen. Wir müssen unter den gegebenen Bedingungen in der existierenden Realität handeln, ohne zu versuchen, diese zu zerstören. Es gibt in Wirklichkeit nur eine Sache, die wir korrigieren müssen- den Menschen.

Der Standpunkt der Kabbala ist Folgender: Angenommen wir hätten eine Pille, die wir in die Wasserversorgung der Stadt fallen lassen würden, und wenn die Menschen das Wasser trinken, würden alle intelligenter, weniger voreingenommen und freundlicher werden. Nun, auch wenn sich uns eine solche Gelegenheit bieten würde, sollten wir es nicht tun! Was wir brauchen, ist eine bewusste Korrektur in jeglicher Hinsicht.

Daher sollten wir nach und nach helfen, dass Menschen ein Gefühl für die Notwendigkeit der Korrektur ihrer Eigenschaften bekommen. Eine Person muss von sich selbst aus zu dieser Erkenntnis gelangen. Dies ist so, weil zuerst der gesamte, brodelnde Abgrund des Egoismus offenbart werden muss. Dies kommt von Natur aus zu uns. Die Natur bringt absichtlich innere Eigenschaften hervor, die im Gegensatz zur Spiritualität stehen, um dadurch erkennen zu können, dass wir uns über diesen entgegengesetzten Zustand erheben müssen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Rolle der Massenmedien ist, der Welt zu dienen
Blog-post: Schulsackgasse: Wie man die Heranbildung eines Menschen fördert
Blog-post: Warum die Welt korrigieren? (Fortgeschritten)

Die verborgene Kraft der Tora


Eine Frage, die ich erhielt: Könnte man sagen, dass die Kabbalisten, die eine Verbindung zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf herstellten und Bücher für uns schrieben, die Methode schufen, welche Tora genannt wird?

Meine Antwort: Diese großen Kabbalisten schrieben Bücher für uns. Allerdings sind dies keine Bücher im herkömmlichen Sinn, sondern sie offenbaren die Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer. Die Kabbalisten gaben uns dadurch die Möglichkeit, durch den Zusammenhang der Buchstaben und Wörter, die sie auf Seiten aus Papier schrieben, selbst Teil der dadurch entstehenden Verbindung zu werden.

Was ist eigentlich ein Buch und die Worte, die darin geschrieben sind? Wir wissen nicht, was es ist. Wie Kinder berühren wir etwas. Die Kabbalisten ordneten all dies so an, dass, wenn wir in Kontakt mit diesen Büchern kommen, in uns ein Verlangen entsteht, uns mit dessen Inhalt zu verbinden. Wir können die Kraft, die in dieser Verbindung entsteht, somit nutzen.

Es ist wahr, dass sie die Tora auf diese Weise erschaffen haben. Die Tora ist uns für die Korrektur des Egoismus von den Kabbalisten und speziellen Seelen gegeben worden, die diese Gelegenheit für uns vorbereitet haben: ihre Verbindung. Hätten sie diese Handlungen nicht durchgeführt, wären wir nicht in der Lage, unsere eigene Korrektur zu erreichen, welche die Verbindung unter uns ist. Ohne die Taten der Kabbalisten wären wir nicht in der Lage, das verbessernde Licht zu erwecken.

Hier ist ein einfaches physikalisches Gesetz in Aktion: Wenn du in der Eigenschaft des Gebens bist, scheint das Licht auf dich; bist du nicht in der Eigenschaft des Gebens, scheint das Licht nicht auf dich.

Daher ist es notwendig zu verstehen, dass ohne die Offenbarung der Wissenschaft der Kabbala in den Bücher, sowie deren Studium, der Mensch nicht in der Lage sein wird, das korrigierende Licht auf sich zu ziehen. Er kann zwar versuchen, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und sich eine wunderschöne Welt zu erschaffen, aber dadurch wird er nicht die Kraft des Lichtes, die Kraft der Korrektur erhalten.

Man braucht für den Anschluss an dieses System, die authentischen Bücher, eine Gruppe, Verständnis und eine Verbindung nach den Ratschlägen der Kabbalisten. Ansonsten ist es unmöglich die Korrektur zu erreichen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Shamati – Das wertvollste Buch in der Welt
Blog-post: Das Sytem der Seelen ermöglicht, dass zwischen ihnen Licht fließt

Ruiniert die moderne Gesellschaft die Kindheit?


In den Nachrichten (aus Livescience): Kinder sind über heutige Probleme besorgt und fürchten sich vor Dingen, die es im Vokabular der Jugend in den vergangenen Generationen gar nicht gab. Im Jahr 1999 fragten Forscher der staatlichen Universität Ohio 86 Kinder: „Wovor hast du Angst?“ Jungen äußerten, dass sie sich vor Schlangen, Monstern und gruseligen Fahrten in Freizeitparks fürchteten, mehr als Mädchen. Mädchen hatten mehr Angst vor Gewittern und der Dunkelheit.

Heute sorgen sich einundfünfzig Prozent der britischen Kids um eine Scheidung oder einen Streit ihrer Eltern und mehr als die Hälfte machen sich über Gewalt und Straßenkriminalität Sorgen… Der größte Faktor fürs Unglücklichsein unter den britischen Kindern ist laut Untersuchungen: Langeweile – von 74 Prozent genannt.

Mein Kommentar: Kinder sind den Erwachsenen gleich geworden und die moderne Gesellschaft hat keine Lösung für sie.

In den Nachrichten (übersetzt aus rian.ru): Schulkinder in Hong Kong tauschen ihre Lehrbücher gegen spezielle elektronische Geräte ein, die mit dem Inhalt ihres gesamten Unterrichtstoffs geladen sind.

Mein Kommentar: Dann werden die Menschen ganz mit dem Lesen von Büchern aufhören. Die Folgen werden wahrhaftig unvorhersehbar sein!

Verwandtes Material:
Blog-post: So hilft man Lehrkräften und Eltern!
Über die neue Generation

Offener Brief an die G20: Wegbeschreibung aus der Krise


Ein offener Brief an die Führenden der G20 im Hinblick auf ihr Treffen am 2. April in London

Thema: Der Zustand der Welt

Liebe Führer der G20,

mein Name ist Michael Laitman, ich bin Professor für Ontologie, PhD in Philosophie und Kabbala sowie Master of Science in medizinischer Biokybernetik. Ich bin Gründer und Präsident von Bnei Baruch, eine in Israel gegründete internationale Organisation mit Zweigstellen in Nordamerika, Zentral- und Südamerika und Europa (Ost und West). Auf meiner Webseite www.kabbalah.info gebe ich einer Zuhörerschaft von 2 Millionen Menschen weltweit täglich kostenfreien Unterricht in Kabbala und Spiritualität. Der Unterricht wird simultan in sieben Sprachen übersetzt: Englisch, Spanisch, Hebräisch, Russisch, Französisch, Türkisch und Deutsch. Ich besitze auch den Fernsehkanal 66 beim israelischen Satelliten- und Fernsehprovider YES.

Ich schreibe Ihnen in ernster Sorge um die Zukunft der Welt. Der Grund, warum ich mich an Sie wende, liegt in meiner Überzeugung, dass Sie die einzigen sind, die eine sichere Welt garantieren können, in der alle Menschen ungeachtet ihrer Religion, Herkunft, Geschlecht oder Nationalität ein Leben in Frieden, Gesundheit und Unabhängigkeit führen können.

Ich möchte zunächst meine tiefsten Respekt und meine Bewunderung für Ihre Initiative zum Ausdruck bringen, durch die Sie sich sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene dafür einsetzen, diese mehrdimensionale Krise, der wir derzeit ausgeliefert sind, zu lösen. Wie Sie selber schon öfters in Ihren Ansprachen erwähnten, liegt die Einmaligkeit der heutigen Krise in der Globalisierung. Daher ist auch eine globale Lösung von Nöten. Doch bevor ich meinen Lösungsvorschlag präsentiere, möchte ich kurz auf die Ursachen der Krise eingehen.

Die Wurzel der Krise – das globale Ego

Wenn wir die Menschheitsgeschichte analysieren, wird offensichtlich, dass die Menschheit durch die Kraft des egoistischen Wunsches, welcher sich in uns seit Anbeginn der Zeit entwickelt, angetrieben wird. Mit der Entwicklung dieses Wunsches erfanden wir immer ausgefeiltere Methoden, ihn zu befriedigen.

Im 21. Jahrhundert aber änderten sich die Spielregeln. Wir wechselten von einer „persönlichen“ Entwicklung zu einem integralen System, in welchem alle Teile voneinander abhängig sind. Das Ego, welches unser Hauptantrieb war, wurde zu einem globalen Ego, welches uns alle in einem Teufelskreis verbindet. Von dem Moment an, als wir uns zu einem globalen und integralen System vereinten, wurden wie bei jedem anderen System in der Natur unsere Stärke und Zukunftsfähigkeit von dem gegenseitigen Verantwortungsgefühl aller Menschen abhängig.

Ein Problem wurde offensichtlich: Während unsere Beziehungen immer mehr in einander griffen, verhielten wir uns selbst aber nach wie vor egoistisch – daher die Krise.

Die Lösung – Bildung
Das geschlossene System der Zivilisation treibt uns dazu, die Wichtigkeit einer bewussten Beteiligung der gesamten Menschheit zu erkennen. Unsere gegenseitige Abhängigkeit nötigt uns dazu, dass wir alle dieses System verstehen und uns rücksichtsvoll den anderen gegenüber verhalten.

Daher setzt die Lösung der Krise eine Veränderung des Bewusstseins aller Menschen voraus. Jede Person muss erkennen, dass in einer globalisierten Welt das Schicksal des einzelnen in seiner Einstellung den anderen gegenüber liegt.

So wie wir ein Bildungssystem etabliert haben, das unsere Kinder auf das Leben vorbereitet, müssen wir nun ein globales System erschaffen, das erklärt, wie die Menschen ihr Leben in einer neuen globalisierten Welt leben sollen – entsprechend dem Prinzip aller Religionen „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Wenn wir so ein System etablieren, werden wir umgehend den Heilungsprozess der Gesellschaft spüren, denn wenn sich die Menschen der neuen Gesetze der Welt gewahr sind, werden sie sich zueinander auf neue Art und Weise verhalten, in Fürsorge.

Wir müssen die Wirtschaftssysteme und die politischen Systeme erneuern, denn alle anderen Systeme werden sich entsprechend unseres Bewusstseins der Verbundenheit bzw. unserer Vernetzung anpassen.

Wir sind mit einer facettenreichen globalen Krise konfrontiert. Daher benötigen wir eine globale Bildung, um richtig auf die diversen speziellen Krisen zu reagieren.

Der Arbeitplan

Weil die überwiegende Mehrheit der Menschen sich durch die öffentliche Meinung beeinflussen lässt, müssen wir, um den Fokus der Menschheit auf eine konstruktive Geisteshaltung zu verlagern und um ein neues Wertesystem zu erschaffen, die Kraft der Gesellschaft nutzen.

Daher schlage ich folgende Schritte vor:

  • Ein internationales unpolitisches Bildungszentrum zu etablieren, in dem sich berühmte Wissenschaftler der harten Wissenschaften und der politischen Wissenschaften der ganzen Welt versammeln. Diese Experten werden eine Vielfalt von erläuterndem Inhalt über den neuen Zustand der Welt entwickeln und mit den Medien zusammenarbeiten, um ihre Ansichten zu publizieren.
  • Eine Arbeitsgruppe bilden, die die Pläne zur Erhöhung des sozialen Bewusstseins auf der ganzen Welt fördern.
  • Bestimmen, dass jedes Medium Programme produziert, die die Menschen über unsere Vernetzung informieren und dies mindestens 30 Minuten täglich zur Hauptsendezeit.
  • Alle großen Werbeagenturen darüber in Kenntnis setzen, dass Werbungen, die einen negativen Effekt auf die Gesellschaft haben können, nicht im öffentlichen Radio und TV ausgestrahlt werden.
  • Zusätzlich sollten wir eine von den Regierungen unterstützte Kampagne starten, die aufklärende Informationen über das Ausmaß unserer Vernetzung bzw. Verbundenheit anbietet.
  • Jede Schule dazu verpflichten, in ihrem Lehrplan Hinweise zu den Regeln, die sich aus der neuen Gesellschaft ergeben, aufzunehmen. Damit einher sollte es einen täglichen Unterricht geben, in dem Studenten die menschlichen Beziehungen, die in einem globalisierten Zeitalter vorherrschen, diskutieren können.
  • Preise und andere finanzielle Zuwendungen für Produktionen in Literatur, Kunst, Kino, Theater und Journalismus entsprechend dem Ausmaß ihres Nutzens für die Gesellschaft vergeben.

Als Anführer der größten Länder könnten Sie die Institution einer globalen (Aus-)Bildung einführen, die die Welt so verzweifelt braucht.

Indem Sie das tun werden die Länder nicht nur ihre Sorge um die Menschheit beweisen sondern sie sogar vorantreiben.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Laitman

Video über die Finanzkrise

Ich lade meine Leser ein, sich das folgende Video anzuschauen. Der Inhalt spricht für sich selbst und ein zusätzlicher Kommentar ist überflüssig:

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