Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Informationsgene'

Das jüdische Neujahr (Rosh HaShana) symbolisiert eine neue spirituelle Stufe


Das Gebet, das zum Jüdischen Neujahr gesprochen wird, erwähnt drei Bedingungen des Aufstiegs zur spirituellen Stufe, die Neues Jahr genannt wird:

 

  • 1. Königreich
  • 2. Erinnerung
  • 3. Das Widderhorn (Shofar) blasen

Was bedeutet das?

1.Königreich ist das Verlangen des Verlangens zu Geben (der Schöpfer), die Höhere Kraft, die alles erschaffen hat, um in uns zu regieren.

2.Wir haben „Erinnerungen“ oder „Rückerinnerungen“, die Informationsgene sind (Reshimot), die uns in einen Zustand bringen können, in dem wir den Schöpfer in dem Maße enthüllen werden, in dem wir Ihm gleichen, der Eigenschaft des Gebens.

3.Der Weg, dieses zu erreichen, ist das Blasen des Widderhorns oder in anderen Worten, indem man die Eigenschaft des Gebens über die Eigenschaft des Empfangens erhebt. (Das Wort Shofar – Horn, stammt vom aramäischen Wort Shufra – Wichtigkeit.)

(Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts über den Rabash Artikel „Das Gebet von Rosh HaShana“)

 

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Im Krieg mit der Illusion.

Wir befinden uns jetzt in einer besonderen Zeit von Chanukka. Im Wesentlichen ist Chanukka ein Prozess der bis zum Ende der Korrektur existiert und zu Beginn jeder Stufe durchlaufen wird.

Jedes Mal, wenn neue Informationen aus der Zersplitterung (Reshimot) in uns aufgedeckt werden, müssen wir eine Einschränkung machen. Der Bildschirm, das reflektierte Licht, all das wird als die Korrekturen von Chanukka bezeichnet.

Wir bemühen uns ständig, „im Verstand“ zu bleiben und gemäß unserem irdischen Verstand und unserem Gefühl zu leben. Das ist für unseren Egoismus und in dieser Welt üblich. Wir müssen im Gegensatz dazu eine andere Form festlegen. Alles was wir mit unserem Verstand und mit unserem Herz sehen, fühlen, verstehen, – offenbart sich in unseren egoistischen Wahrnehmungsorganen. Es heißt: „Sie haben Augen aber sehen nichts, sie haben Ohren aber hören nichts.“

Wir möchten alles im Verlangen zu geben wahrnehmen was als Glaube über dem Verstand bezeichnet wird. Wir entscheiden, dass alles von einer höheren Kraft kommt, die gut und Gutes tuend ist- und das in jedem Moment des Lebens.

Es gibt Momente, in denen es uns mehr gelingt, und manchmal weniger. Dieser Krieg ist ständig vorhanden. Es ist der Krieg der Makkabäer gegen die Griechen. Dieser Krieg setzt sich innerhalb des Wissens, innerhalb der Empfindungen dieser Welt, des rationalen Verstandes und der Philosophie, unseres egoistischen Geistes fort. Damit haben wir viele Kommunikationssysteme zwischen uns aufgebaut.

Wir kämpfen für eine andere Existenzform und erkennen, dass alle unsere Empfindungen und Ideen falsch sind. Das ist ein trügerisches Bild der Wahrnehmung, der Realität, da es innerhalb des egoistischen Verstandes geschieht.

Wir müssen verstehen lernen, dass die Wahrnehmung der Realität in unserem rationalen Verstand von der einzigen, absolut guten, höchsten Kraft kommt. Jede Form, die wir im Verstand wahrnehmen wird uns nur deshalb gegeben damit wir uns zu einer anderen Wahrnehmung zum Glauben über dem Verstand erheben.

Das heißt, wir entscheiden, dass alles vom Schöpfer kommt der uns nur in dieser Form zu einer wirklichen Wahrnehmung der Realität zur wahren Welt führen kann.

Wir müssen jeden Tag, 24 Stunden lang trotz all der Eindrücke der irdischen Gefühle und des rationalen Verstandes versuchen, die Wahrheit zu erkennen.

Wir rennen von dieser verstandesmäßigen Wahrnehmung nicht weg, da „der Schöpfer eins gegenüber dem anderen geschaffen hat“. Wir streichen nichts durch, sondern verarbeiten es richtig: eins gegenüber dem anderen, bis wir für jedes Konzept „im Verstand“ ein Konzept „über dem Verstand“ aufbauen können.

Wir gewinnen so die Wahrnehmung der spirituellen Realität und beginnen auf zwei Stufen zu handeln: auf der materiellen Stufe, unter Beachtung aller Gesetze und Regeln, die zwischen den Menschen dieser Welt verwendet werden, sowie in der wahren spirituellen Realität. Das höhere Licht wird offenbart, da wir unter allen Bedingungen in der Lage sind, ein Fässchen mit Öl anzuzünden und so die Offenbarung des Schöpfers und der höheren Welt zu erreichen.

Tag für Tag und jeden Moment müssen wir versuchen, uns in diesem Krieg zu sehen. Wir müssen uns das Bild im Verstand und das Bild über dem Verstand vorstellen. Dies ist der Krieg der Makkabäer gegen die Griechen: die Griechen bewegen sich im Verstand und die Makkabäer über dem Verstand.

Aus dem Unterricht „Chanukka laut der Wissenschaft der Kabbala“ vom 14.12.2017

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Würdest du anderen dein Leben anvertrauen?

Frage: Warum können die Menschen den Instinkt der Liebe zum Nächsten nicht entwickeln, genau wie es Tiere tun, wenn sie sich unter dem Druck von schwierigen Umständen und Leiden befinden? Das scheint der allernatürlichste und evolutionäre Weg der Entwicklung zu sein.

Antwort: Sie haben recht, wenn die Menschen auf der gleichen Entwicklungsstufe wären wie Tiere, würden sie tatsächlich fähig sein, den gleichen Instinkt wie Bienen, Ameisen und menschliche Zellen zu entwickeln. Zum Beispiel ist eine einzige Zelle in einem Körper fähig wahrzunehmen, dass sie die Kraft zum Leben verlieren würde, wenn sie sich nicht mit einer anderen Zelle, dann mit einer dritten und vierten Zelle verbinden würde. Mit anderen Worten, zwei Zellen, die voneinander getrennt sind, gehen durch die Erkenntnis des Bösen und gelangen zur Erkenntnis „Wir sollten uns verbinden, um länger und besser zu leben“.

Im Prozess der Vereinigung gelangen die Zellen zu einem größeren Verständnis des Nutzens der Vereinigung und sie beginnen, sich entsprechend der „Spezialisierung“ jeder Zelle zu teilen: aus einigen Zellen entsteht das Herz, andere werden zur Lunge, wieder andere das Gehirn, doch keines der Organe kann abgetrennt existieren. Jedes Organ ist sicher, dass die anderen für es sorgen werden.

In der Vergangenheit konnte eine Zelle für sich selbst existieren, vollkommen allein. Doch als die Zellen sich verbanden, entdeckten sie, dass Spezialisierung zu einer höheren Existenzform führt. Und damit das geschehen konnte, musste jede Zelle ihrem eigenen Leben absagen und anfangen, das Leben des gesamten Organismus zu leben.

Auf diese Weise vertraut die Zelle ihr Leben den anderen Zellen an. Sie übergab ihr Leben an sie, denn durch die Spezialisierung, zum Beispiel eine Augenzelle zu werden, hörte sie auf, die anderen Funktionen auszuführen. Sie vertraute einer anderen Zelle, ihr Herz zu sein und einer anderen, ihr Gehirn zu sein, und wieder einer anderen, ihre Lunge zu sein.

Und welche Funktion haben die Lungen? Sie atmen für den gesamten Körper, aber tatsächlich brauchen sie für sich selbst praktisch keinen Sauerstoff. Sie tun es, weil der gesamte Körper den Sauerstoff für seine Existenz benötigt. Und die anderen Zellen haben absolutes Vertrauen, dass die Lungen sie mit Sauerstoff versorgen werden, denn sie alle befinden sich in einer gegenseitigen Bürgschaft!

Auf diese Weise werden aus Stammzellen Zellen verschiedener Art – Gehirn, Lunge Herz und so weiter. Und so formten sich Organe und lebende Organismen begannen sich zu entwickeln.

Biologen sind überzeugt, dass das „von alleine“ geschah. Jedoch in Wirklichkeit geschah dieser Prozess durch die Enthüllung der „Reshimot“ (Informationsgene), die von Anfang an in der Schöpfung eingepflanzt sind und in einer bestimmten Reihenfolge enthüllt werden. Ihnen zufolge müssen wir jetzt bewusst die gleiche Art der Vereinigung in der menschlichen Gesellschaft erreichen. 

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125 Erkenntnisse der Vollkommenheit

Wir existieren in einer einzigen Realität, die vom Schöpfer erschaffen wurde, doch sie offenbart sich nur in dem Ausmaß, in welchem wir ihr in unseren Eigenschaften entsprechen und uns angleichen können. Die Realität selber ist gleichbleibend und unveränderbar, sie heißt die Welt der Unendlichkeit.

Und wir befinden uns im Verlangen zu Genießen, in der zur der Welt der Unendlichkeit entgegengesetzten Eigenschaft, in der Аbsicht zu empfangen, anstatt zu geben. Wir können uns korrigieren, wenn wir immer wieder die nachfolgenden Korrekturen ausführen, und so 125 mal. Jede von uns ausgeführte Korrektur formt in uns eine neue Erkenntnis, und so schreiten wir voran.

Das ist eine stufenweise Erkenntnis nach dem Gesetz der Gleichheit der Eigenschaften, und hier gibt es keine Kompromisse, denn wir befinden uns in einem System, welches selbst wie ein lebender Organismus handelt. Im Ausmaß deiner Übereinstimmung mit dem System, kannst du von ihm empfangen, und wenn du dich nicht in einer Übereinstimmung mit dem befindest, empfängst du entsprechend dieser mangelnden Übereinstimmung. Jedes Mal wirkst du zusammen mit der Natur, gemäß deiner Gleichheit und der Kraft der Eigenschaften, welche du ihr gegenüber einsetzt.

Wenn sich in unserem Inneren nichts ändern würde, würden wir uns die ganze Zeit in ein und demselben Zustand befinden. Aber da sich in uns unsere ständig wachsenden Eigenschaften, Informationsgene (Reshimot), die ganze Zeit verändern, werden wir der Natur gegenüber immer mehr entgegengesetzt. Gerade das empfinden wir, wie eine Ansammlung und Offenbarung von allen möglichen nicht befriedigten Verlangen und Problemen.

So empfinden wir die Kräfte, die von der Seite des Bösen immer Druck ausüben. Diese Kräfte werden uns unvermeidlich zwingen, uns dem Guten zu nähern, d. h. danach zu suchen, wie wir uns der Natur angleichen können.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Charakter der Wissenschaft der Kabbala“, 20.01.2011

Gen des Gebens

Je mehr wir dem Licht entgegenstreben, desto besser wird unsere Zukunft sein, denn wir selbst rufen die Enthüllung des Lichtes hervor.

Das Licht durchleuchtet immer stärker diese Welt, und diejenigen, die sich ihm entgegenbewegen, nehmen diesen Zustand als gut wahr, alle anderen aber als schlecht.

Zuerst entwickelt das Licht die ganze Welt (unser Universum, die Erde und alles, was sich auf ihr befindet) auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe, indem es nur das egoistische Verlangen wachsen lässt.

Das ist die materielle Entwicklung, die maximal bis zur tierischen Stufe möglich ist. So wird die Materie durch das Licht entwickelt.

Doch wenn der Egoismus die tierische Stufe erreicht hat, kann er nicht mehr weiter wachsen und empfindet seine vollkommene Machtlosigkeit. Er sieht sich in einer Sackgasse und vor sich nur die Dunkelheit.

So gelangt die Welt zur Krise und Verzweiflung. Doch all das geschieht unter der Einwirkung des Lichts, das zeigt, dass wir nichts mehr haben, womit wir unser Verlangen zu genießen füllen können.

Wir konnten es noch nie füllen, wir hofften nur auf die Zukunft und strebten immer danach.

Doch jetzt, wo die Zukunft nicht mehr vor uns leuchtet und wir unser Verlangen auf der tierischen Stufe völlig ausgeschöpft haben, spüren wir keine weiteren Entwicklungsaussichten mehr. Wozu, wofür?

Und nun findet sich die Menschheit vor einer blinden Mauer wieder, ohne jegliches Ziel und Hoffnung für die Zukunft.

Deshalb wird genau jetzt die Wissenschaft der Kabbala enthüllt, die uns erklärt, wofür das alles geschieht – damit wir jetzt selbst zu Partnern des Lichts werden und die Stufe des Menschen, dem Schöpfer ähnlich, erreichen.

Das ist unser nächster Entwicklungsschritt – von der tierischen Stufe zur menschlichen überzugehen.

Doch ohne die Erkenntnis ist das nicht möglich. Malchut der Welt der Unendlichkeit kommt endlich zur Vollendung des Ziels der Schöpfung, das vom Schöpfer gesetzt wurde – Er wollte, dass die Schöpfung Ihn erkennt, unabhängig, aber Ihm ähnlich wird.

Und zurzeit beginnt die Schöpfung, dieses höhere Ziel umzusetzen.

Wir alle sind die erste Generation, in der dieses besondere Informationsgen (Reshimo), das sich auf die menschliche Stufe bezieht, enthüllt wird, und wir müssen es realisieren.

Deshalb wird das Licht, das jetzt in dieser Welt wirkt, immer zum Nachteil für das egoistische Verlangen handeln, um uns zu helfen, sich darüber zu erheben.

Andererseits wird das Licht denjenigen helfen, die dieses „Gen des Gebens“ in sich realisieren wollen.

Der Schöpfer hat sich uns angenähert… Er hat uns das Buch Sohar, die Wissenschaft der Kabbala, die weltweite Krise enthüllt – die gesamte Situation und alle Mittel, die uns erlauben, diese neue Entwicklungsrichtung zu erkennen und sie umzusetzen.

Wir müssen uns nur selbst dem Licht entgegenstrecken, und wir werden erkennen, wie gut Er ist.

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Wie man das Umgebende Licht spürt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir das Umgebende Licht zwischen uns und seinen Einfluss spüren?

Meine Antwort: Wir können es spüren, wenn wir so gut wie möglich danach streben, uns zu einem einzigen gemeinsamen Verlangen zu vereinen – das Gefäß für das Licht. Das Licht kommt von einer Quelle und wir müssen ihm ähnlich werden.

Auf jeder Stufe, die uns gegeben wird, wenn der Schöpfer und das Geschöpf sich in Eins verbinden, wird eine Verbindung geschaffen und eine Empfindung kommt auf. Daher müssen wir nur wünschen zu empfinden, dass wir miteinander verbunden sind und das wird uns dazu bringen, das Licht zu enthüllen.

Das Licht verändert sich weder, noch wandelt es sich. Wir „wandeln“ es sozusagen. Wir erwecken das Licht, indem wir darauf zu streben und das ruft seinen Einfluss auf uns hervor. Wir erwecken uns selbst, damit wir es spüren, doch nichts verändert sich im Licht selbst. Folglich enthüllen wir, was immer existiert hat. Das macht unsere Arbeit aus.

Für einen Menschen, der zum Schöpfer strebt, gibt es keine Zeit. Solch ein Mensch enthüllt zunehmend genauere Bilder vor sich, weil diese Bilder zweifellos schon existieren. Es wird sozusagen ein erstes inneres Informationsgen (Reshimo) in einem Menschen enthüllt und dann verwandelt er dieses Reshimo durch seine Arbeit in ein reales Bild.

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Der Mangel an Verlangen manifestiert sich als Mangel an Erfüllung

Das Kli (Gefäß) ist ein Abdruck des Lichtes im Verlangen. Es ist der Versuch des Gefäßes, einen besonderen Zustand zu erreichen, um Erfüllung zu erlangen. Wenn ich nach einer speziellen Form von Erfüllung suche, dann bedeutet dies, dass mein Verlangen bereits die „Form“ und Eigenschaft dessen erreicht hat, wonach ich mich sehne.

Dieses Licht ist bereits in mir vorhanden, aber es existiert in der Form eines Informationsträgers (Reshimo), in Form von Leere, einem hohlen Gebilde. Ich empfinde dies weder als Erfüllung noch als Freude.

In der Spiritualität sind diese Zustände nebeneinander. Das Gleiche gilt für die materielle Welt: Wenn ich etwas möchte und ich es sehen und fühlen kann, was muss ich sonst noch machen, um es zu bekommen? Ich muss mir Mühe geben!

In anderen Worten, ich muss meinem bereits bestehenden Verlangen eine neue Wendung geben, um möglich zu machen, das große Licht, welches wir als Erfüllung bezeichnen, innerhalb des kleinen Lichtes, „Reshimo“ genannt, zu offenbaren. Die Größe des Lichtes hängt von der Größe des Verlangens ab.

Ich fühle einen Mangel an Erfüllung, weil das Licht bereits existiert und auf mich aus einer Entfernung her scheint, mein Reshimo erweckt und mich zwingt, zu ihm zu streben. Der Unterschied zwischen Reshimo und Füllung ist nur abhängig von meinem Verlangen, da das Licht ewig und dauerhaft ist. Reshimo ist das Licht in mir, welches sich noch nicht in meinen Verlangen manifestiert hat.

Ich muss meine Anstrengungen erhöhen, um die Intensität meiner Verlangen zu vergrößern und die Fülle, die bereits in mir existiert, zu enthüllen. Aufgrund der geringen Intensität meiner Verlangen nehme ich sie als Reshimo war, als Mangel an Erfüllung.

Ich lebe in einem Ozean aus ewigem, konstantem und endlosem Licht, aber ich kann das nicht fühlen, da ich weder einen Kontakt dazu noch gemeinsame Eigenschaften damit habe. Wenn auch nur das kleinste Verlangen nach dem Licht in mir entsteht, beginne ich das Licht zu fühlen.

Auf der einen Seite bestätigt das geringste Gefühl mir, dass das Licht existiert, und auf der anderen Seite bedauere ich es, dass ich es nicht in vollem Ausmaß wahrnehmen kann. Das Bedauern, das ich als Resultat davon fühle, weil ich das Licht nicht in vollem Umfang wahrnehme, wird „Chissaron“ (Mangel an Erfüllung) genannt und drängt mich dazu, noch stärker das Licht erreichen zu wollen.

Wenn ich beginne, meinen Grad an Anstrengungen zu erhöhen, wird das Licht, welches ich in meinem schwächeren Verlangen als Reshimo verspürt habe, sich in Fülle verwandeln. Das Licht ist unveränderbar, aber wenn mein Verlangen wächst, wird das, wonach ich mich sehne, Wirklichkeit.

Ich befinde mich immer in einem Ozean aus Licht und der ganze Unterschied liegt darin, ob ich mich selbst darin in einem kleineren oder größeren Ausmaß erkenne.

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Alles geschieht gemäß unseren Reshimot (den spirituellen Genen)

In der physischen Welt weiß eine Mutter, wann ihr Baby gefüttert werden muss. Was unseren spirituellen Aufstieg betrifft, so muss ein Baby (ein Mensch, der sich in der Anfangsphase der Entwicklung eines Kabbalisten befindet) die Mutter selbst um Essen bitten. Er muss wissen, wie man sich an die Höhere Stufe wendet, damit diese ihn zu sich hochhebt und ihn mit Licht füllt.

Alles passiert gemäß dem Verlangen des Niederen (des Menschen), um dem Höheren (dem Schöpfer) gleich zu werden. In der spirituellen Welt finden alle Handlungen entweder gemäß den Reshimot (Informationsdaten, die unseren Zustand bestimmen) statt, welche ohne unsere Wahl in uns verwirklicht werden, oder indem wir unsere Verlangen nach Korrektur den Reshimot hinzufügen. D.h. wir können unsere eigenen Gebete oder Bitten nach Korrektur hinzufügen.

Wir dürfen nicht künstlich darum bitten. Das würde nichts nützen. Wenn unser Wunsch reif ist, dann wird er den Einfluss des Lichtes nach Korrektur anfordern.

Der Höhere Parzuf (der Schöpfer) befindet sich in einem Zustand absoluter Ruhe und ändert sich nie. Nur unsere inneren Reshimot (Aufzeichnungen unseres Zustandes) machen Veränderungen durch. Deswegen meinen wir, dass wir uns in einer sich verändernden Welt befinden, doch in Wirklichkeit ändert sie sich in uns, bezogen auf einen sich unverändernden Hintergrund – dem Weißen Licht, dem Schöpfer.

Reshimot, die ohne unsere Teilnahme in uns erwachen, entwickeln uns nicht in die spirituelle Welt. Wir treten einfach auf der Stelle, bis wiederholtes Leiden uns schlauer macht und uns zwingt, nach spiritueller Entwicklung zu suchen. Unsere Probleme werden von Reshimot verursacht, die sich naürlich entfalten.

Wenn man jedoch einer Gesellschaft beitritt, die sich um spirituelle Entwicklung kümmert, wird man von dort Reshimot empfangen, die aus der Verbindung mit anderen Seelen herstammen. Man wird Reshimot durch eigene Bemühungen erhalten, und dies sind die Reshimot, die man korrigieren muss, um die Höhere Welt zu enthüllen. Wie macht man das? Indem wir sie durch unser Gebet nach Korrektur erheben.

 

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Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Zivilisation

Unsere Zivilisation hat viele Wechsel von einer gesellschaftlich- kulturellen Struktur in eine andere durchgemacht, aber alle diese Wechsel fanden auf der tierischen Stufe statt, der Stufe des menschlichen Egoismus. Daher veränderten sich die Strukturen immer in geringem Maße, doch nie auf einem Weg der Umkehrung, weil sie alle auf dem Egoismus basierten, wo es das Ziel der Menschen war „das Meiste zu bekommen“. Und weil ein Mensch immer „das Meiste bekommt“ – auf Kosten anderer – wurden alle unsere Institutionen mit dem Hauptzweck gegründet, die Menschen davor zurückzuhalten, einander zu vernichten.

Letztendlich werden sich diese Institutionen auf natürlichem Wege ins Gegenteil umwandeln, denn die Menschen werden sich innerlich verändern. Einmal umgewandelt, werden uns diese Institutionen in einer Weise unterstützen, die es uns ermöglicht, einander zu ergänzen, einander zu geben, zu lieben und zu erfüllen.

Jedoch keine dieser Veränderungen wird „von oben“ erfolgen – durch die Behörden und Obrigkeiten – sondern sie werden stattfinden, weil jeder Einzelne eine innere Umwandlung durchmachen wird. Von unten nach oben werden neue Beziehungen zueinander entstehen, genauso wie sich unsere Zivilisation entwickelt hat. Das wird in Übereinstimmung mit strikten Naturgesetzen geschehen, begleitet durch die Entwicklung von Informationsdaten oder Informationsgenen – den Reshimot.

Die Wissenschaft der Kabbala sagt, dass wir auf die eine oder andere Weise den Endzustand erreichen werden. Sie sagt: „Du wirst einen Zustand erreichen, in dem du in Einklang mit der Natur und dem Schöpfer gleich sein wirst. Allerdings kann dein Weg dorthin gut und schnell sein oder du wirst durch Leiden und Schicksalsschläge dorthin gebracht.“

Das ist dasselbe wie die Behandlung, die ein Kind erfährt: Wenn es klug ist, versteht es, was von ihm erwartet wird und erkennt, dass es keinen anderen Weg gibt, ein Mensch zu werden und zu lernen. Dann bringt es seine eigenen Bemühungen ein, um dorthin zu gelangen. Doch wenn es die Notwendigkeit sich zu ändern nicht anerkennt, wird es in Form von „Schlägen“ dazu gezwungen. Auf die eine oder andere Art muss es sich ändern. Daher ist die gegenwärtige Krise der Weg der Natur, uns voranzutreiben, um uns zu entwickeln und Menschen zu werden.

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Kabbala über Heilige und Hirntransplantationen

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es Leute, die aus Sicht der Kabbala als Heilige bezeichnet werden? Existiert dieses Konzept? Wie können Sie das Phänomen von unvergänglichen Reliquien erklären, die von Heiligen oder heiligen Leuten übrig bleiben? Das ist ein Konzept, das in verschiedenen Religionen existiert. Ist es möglich, dass diese Menschen die Eigenschaft der absoluten Liebe und des Gebens zu Lebzeiten erreicht haben und deshalb nicht gestorben sind, aber ihre Seelen einfach ihre Körper verlassen haben? Und wird dies als Heiligkeit bezeichnet?

Meine Antwort: Der menschliche Körper ist ein Tier, das letztlich stirbt und in seine Grundelemente zerfällt. Und die Seele hegt keine Beziehung zum Körper. Baal HaSulam hat sogar gesagt: „Es ist mir egal, wo sie meinen Sack voller Knochen begraben.“

Ein heiliger Mensch ist jemand, der Gleichheit mit dem Schöpfer erreicht, während er in dieser Welt lebt, indem er das Verlangen „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ entwickelt. Was den Körper betrifft, können Sie alle Körperteile transplantieren und Bluttransfusionen vornehmen. Das wird die Seele in keiner Weise beeinflussen. Die Ärzte können bereits das Herz ersetzen und bald werden sie auch Hirntransplantationen vornehmen können. Denn unsere Informationen werden nicht im Hirn gelagert, sondern im Feld um uns herum.

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