Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Hoffnung'

Hosha’ana Rabba – ein Gebet um Erlösung

„Hosha’ana“ ist wie ein Gebet um Erlösung. Der Mensch bittet den Schöpfer, ihn zu retten und um diesen Zustand zu erreichen, muss man viele Stufen durchlaufen. Wenn man kommt, um die Kabbala zu studieren, weiß man zunächst nicht genau, wonach man sucht.

Nach und nach, durch das Studium, bekommt er neue Lebenswerte und fängt dann an zu verstehen, worum er bitten soll, an wen die Bitte zu richten ist und wovor er gerettet werden will. Er muss einige schwierige innere Klärungen durchmachen. Er muss damit aufhören, für die Lösung seiner Lebensprobleme und um die Rettung von kleinen oder größeren Schwierigkeiten zu bitten.

Der Mensch weiß nicht, an wen er sich wenden muss: was ist das für eine höhere Macht, der Schöpfer oder eine andere Natur? Der Mensch kennt ausschließlich sein materielles Leben, diese Welt. Andere wiederum denken, dass der Schöpfer sie für ihre Vergehen bestraft, und bitten um Nachsicht. Es dauert eine Weile, nachdem der Mensch es aufgegeben hat, sein Leben und sein Schicksal aus eigener Kraft zu verstehen und den Himmel zu offenbaren, bis er versteht, wen und worum er bitten muss.

Dann fällt plötzlich eine dunkle Wolke auf ihn herab und auf einmal wird alles klar, transparent, verständlich, angenehm, leicht. Und wieder fällt eine unglaubliche Last auf ihn, eine Abgestumpftheit in seinem Kopf und in seinem Herzen.

Auf diese Weise durchlaufen wir viele Zustände, bis wir zu dem Entschluss kommen, dass wir vollständig von einer höheren Kraft kontrolliert werden, denn wir sind Geschöpfe, die sich unter der Herrschaft einer höheren Kraft befinden. Die höhere Kraft herrscht über jeden Einzelnen und über alle zusammen und macht mit uns was sie will. Der Mensch verzweifelt daran, etwas zu verändern, und verliert jede Hoffnung, die höhere Kraft beeinflussen zu können.

Es wird noch viel Zeit vergehen, bis er endlich den Kabbalisten glaubt, dass man sein Schicksal verändern kann. Aber man kann sich nicht alleine an die höhere Kraft wenden, denn sie hört nur auf ein vollkommenes Gebet, also ein gemeinsames Gebet von zehn Menschen.

Möglicherweise haben wir uns zu zehnt versammelt, aber jeder will etwas anderes. Wie können wir die geheimen Sehnsüchte eines fremden Herzens kennen, die vielleicht nicht mal der Mensch selbst kennt?

Wir benötigen ein gemeinsames Verlangen für alle zehn Menschen, ein gemeinsames Herz, erst dann wird der Schöpfer nach und nach eine Korrektur vornehmen, damit wir verstehen, was wir wollen und was es wert ist, gewünscht zu werden und wir uns dem Zustand „Ich bin meines Geliebten und mein Geliebter ist mein“ nähern.

Im Grunde genommen besteht darin die ganze Arbeit, der Grund, warum wir in einen Zustand geraten sind, der „diese Welt“ genannt wird, in völliger Verhüllung, in eine imaginäre Realität, wie die Kabbalisten erklären.

Wir stellen uns vor, dass wir in einer Welt leben, auf einer Erdkugel, aufgeteilt in verschiedene Völker, in einem riesigen Universum. All das ist eine Illusion. In Wirklichkeit gibt es nur die höhere Welt. Wo ist sie? Wir spüren sie nicht.

Wir haben keine Wahrnehmungsorgane, mit denen wir fühlen können, dass das Materielle illusorisch ist und das Spirituelle existiert. Wir müssen dazu erst noch gelangen, um zu erkennen, dass unsere heutige „Realität“ nur ein Vorhang ist, der die Wahrheit verbirgt und diese wahre Welt mit unseren neuen Sinnesorganen entdecken. All dies hängt von unserer Korrektur ab.

Anstelle von Sehen, Hören, Riechen, Tasten und Schmecken werden wir neue Sinne bekommen: Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut. Wenn wir uns über unser Verlangen nach Genuss erheben, im Geben über dem Empfangen, im Glauben über dem Wissen, werden wir die wahre Realität entdecken.

Wir werden uns gleichzeitig in zwei Welten existierend wahrnehmen: in dieser Welt, in der imaginären Realität und auch in der wahren Realität, in der spirituellen Welt. Die eine Welt zeigt sich im Verlangen nach Genuss, die andere im Verlangen nach Geben.

Der Weg liegt vor uns. Es besteht kein Zweifel, dass wir vorankommen. Der Schöpfer, alle Kräfte der Natur führen und begleiten uns, organisieren, versammeln, beschützen und durchsieben uns.

Wir müssen ihren Einfluss auf uns beschleunigen, denn Israel, also die Menschen, die danach streben, den Schöpfer zu offenbaren, hat die Kraft, die Zeit zu beschleunigen. Wenn wir als Übergangskanal zwischen dem Schöpfer und der gesamten Menschheit arbeiten, werden wir der Zuwendung des Schöpfers würdig und beschleunigen unsere Entwicklung.

Die Nacht „Hosha’ana Rabba“ ist ein großes, vollkommenes Gebet, mit allen Kräften und allen notwendigen Korrekturen. Das Licht, das uns zur Quelle zurückführt, dringt durch die Sukka-Abdeckung zu uns durch und korrigiert das Verlangen nach Genuss, das unter den Schirm gestellt wird.

So werden wir gemeinsam würdig, eine Einheit zu bilden. Das Wichtigste ist, nicht zu vergessen, dass das Endziel darin besteht, die ganze Welt zu korrigieren, sie zum Schöpfer zu führen, damit Er sich an seinen Schöpfungen erfreuen kann. Lasst uns also unser Bestes geben und erfolgreich sein.

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Aus der Lektion zum Thema „Hosha’ana Rabba“

 

Wie die Pandemie religiösen Glauben gestärkt hat

Wenn man sich nicht mit einer düsteren Realität abfinden kann, ist der Blick zum Himmel eine instinktive Reaktion. In den USA hat die COVID-19-Pandemie seit dem Ausbruch des Virus innerhalb eines Jahres eine halbe Million Menschenleben gefordert. Eine aktuelle Umfrage des Pew Forschungszentrum zeigt, dass Menschen aus wirtschaftlich entwickelten Ländern meinen, der Ausbruch von COVID-19 habe ihren religiösen Glauben gestärkt – insbesondere in den USA, wo fast drei von zehn amerikanischen Erwachsenen sagen, die Coronavirus-Plage habe ihren Glauben gestärkt.

Die Weiterentwicklung der Gesellschaft hat uns von der Natur distanziert; daher sind wir uns ihrer Führung nicht bewusst und fühlen uns ihr gegenüber umso wehrloser. So stehen wir trotz unserer enormen technologischen Fähigkeiten hilflos vor globalen Epidemien, dem Klimawandel und anderen Krisen. Wir wissen nicht, wohin wir fliehen, wie wir damit fertig werden sollen und sehen sicherlich keine rosige Zukunft am Horizont.

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Streßbewältigung in einer Welt mit dem höchsten Stresspegel aller Zeiten!

Jeden Morgen überqueren wir Straßen mit dichtem Verkehr, um uns am Arbeitsplatz der Lawine von Pflichten zu stellen. Nach einem neunstündigen Arbeitstag kehren wir nach Hause zurück und müssen Elternschafts-, Finanz-, Gesundheits- und Beziehungsprobleme bewältigen, die zu unerschöpflichen Stressquellen und zum toten Gewicht unserer modernen Welt geworden sind. Umfragen zeigen, dass in den USA ein absoluter Höchstwert des Stressniveaus erreicht wurde. Laut dem diesjährigen Bericht der American Psychological Association gehören etwa 90% der jungen Amerikaner der Generation Z im Alter zwischen 15 und 21 Jahren zu denen, die am stärksten betroffen sind.

Dem Rest der Welt geht es nicht viel besser. Eine von Gallup in mehr als 145 Ländern durchgeführte Studie hat gezeigt, dass die von den Menschen gemeldeten täglichen Sorgen, Stresssituationen, körperlichen Schmerzen, Trauer- und Wutzustände seit Beginn der Datenaufzeichnung die höchsten Werte erreicht haben. Um Trends in Bezug auf Hoffnung oder Verzweiflung zu untersuchenberechnet die Gallup-Studie einen Indexwert der negativen Erfahrungen. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass dieser Wert von 23 auf 30 gestiegen ist, was im letzten Jahrzehnt auf eine deutliche Steigerung um 30% hinweist.  [Rest des Beitrags lesen →]

Das Ende der Doppelherrschaft

Jetzt wird uns die „zweite Macht“, irgendeine fremde Kraft enthüllt, und wenn ich versuche, sie auf die richtige Weise zu betrachten, dann wird es mir gut gehen. Und wenn ich nicht versuche, sie wirklich zu verstehen, dann erfolgen die Schläge, damit ich sie beachte und mit Respekt behandle, damit ich begreife, wer hier der Boss ist!

Es wird ein hartes und erzwungenes Studium sein, solange ich diesen „Stock nicht in ein Bonbon verwandeln werde“. Dies ist nur dann möglich, wenn ich selbst hinter der Kraft herlaufe und herauszufinden versuche, was genau diese fremde Macht will, sowie bereit bin, mich vor ihr zu verbeugen. Diesen Zustand nennt man “ die Hoffnung während der Arbeit verlieren und zum Schöpfer hinaufschreien.“

Die ganze Welt beginnt, dieser Arbeit näher zu kommen – bewusst oder unbewusst. Denn wir sind alle „die Arbeiter des Schöpfers“ und befinden uns im vollkommen korrigierten Zustand, den wir nur nicht kennen und nicht empfinden! Wir arbeiten, um nach der Enthüllung alles Empfundene zu rechtfertigen, und um die Unendlichkeit zu erreichen. Wir befinden uns auch jetzt in diesem unendlichen Licht, aber wir sind mit ihm nicht einverstanden, weshalb Es sich vor uns vollkommen verhüllt.

Somit arbeitet die ganze Menschheit zusammen, nur tun es die einen unbewusst, und die anderen versuchen, diese Arbeit zu verstehen und auf eigenen Wunsch durchzuführen. Aber für alle werden die gleichen Etappen dieser Arbeit enthüllt. Deshalb ist diese innere Unruhe, welche die Menschheit heute empfindet, verständlich, sie gleicht der Verwirrung, welche der Mensch infolge der inneren Arbeit empfindet, wenn er seine nächste Stufe zu klären versucht. Auf diese Weise wird jetzt die ganze Welt aus dem Gefühl der Verwirrung, aus dem Nebel und aus der Kraftlosigkeit heraus beginnen, ihre höhere, spirituelle Stufe zu begreifen.

Folglich wird jeder entsprechend seinem Platz im System arbeiten. Für einige wird die Offenbarung sehr klar werden, und für die anderen auf praktische Weise stattfinden, da sie aus der Verbindung, aus der gegenseitigen Bürgschaft erfolgen wird, die erreicht werden muss, um das Gesamtsystem, sowie sich selbst darin zu enthüllen. Auf einige Menschen wartet harte Arbeit und Klärungen, um das gleiche System auf der Ebene des „Kopfes“ und nicht des „Körpers“ zu offenbaren. Aber wir wissen, dass in jedem Teil des Körpers ein eigenes „Gehirn“ und ein „Herz“ existieren, das heißt die Teile, welche für die Gefühle und Wünsche verantwortlich sind. Schließlich sollte jeder Teil die Befehle des zentralen Gehirns ausführen und diese begreifen, um die Arbeit an seinem Platz zu erledigen.

Jeder Teil soll die Auswirkungen empfinden, während er seine Gegenreaktion an das Gehirn zurücksendet. Deshalb gibt es sogar im Körper das „Knochengehirn“, jene Teile, die über das Wissen, Verständnis, einen Sinn für das Gesamtsystem verfügen. Im Endeffekt verbinden sich alle Teile miteinander, ohne sich zu vermischen, und verschmelzen vollständig ineinander.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“

Siebzehen verwirte Nobelpreisträger

Mitteilung: Die Konferenz der Nobelpreisträger der Ökonomie, die in Lindau stattfand zeigte, dass selbst führende Ökonomen nicht wissen, wie die globale Wirtschaftskrise zu überwinden ist.

J. Stiglitz: „Bisher wurde nichts unternommen, um der Krise des Euro ein Ende zu bereiten. Alle hatten die Hoffnung, dass diese sich von selbst auflöst.“

K. Wulf (Präsident der Bundesrepublik Deutschland): „Sehr wenige Leute können die Tatsache ruhig akzeptieren, dass die Bankmanager Unmengen an Geld verdienen, und die Banken Hilfen in Milliardenhöhe bekommen. Die Menschen reagieren schmerzhaft auf die Verletzung der Menschenrechte. Gerechtigkeit ist eine Schlüsselforderung der Menschen. Die Regierung hat nicht das Recht, abhängig von Banken, Rating-Agenturen oder gedankenlosen Medien zu sein. Wir haben nicht nur gegen die Ursachen der Krise nichts erreicht, sondern haben sie auch nicht identifiziert und somit die Gefahr nicht überwunden. Die Situation, die wir betrachten, zeigt einen Domino-Effekt. Zuerst haben Banken andere Banken gerettet, dann haben die Staaten die Banken gerettet, jetzt rettet eine Gruppe von Staaten andere Staaten. Wer wird am Ende die Retter retten? Wann und zwischen wem werden die wachsenden Haushaltsdefizite aufgeteilt und wie werden diese beglichen? “

E. Prescott: „. Das Volumen der öffentlichen Verschuldung in Europa im Verhältnis zum BIP wächst. Einige europäischen Länder stehen bereits vor einer Schuldenkrise – und unter ihnen werden auch Defaults sein.“

P. Diamond, „Ein großflächiges Rentensystem erweist sich als noch teurer, weil die Menschen länger leben, aber weniger arbeiten. Man kann dieses Problem lösen, indem man das Rentenalter anhebt und die Menschen härter arbeiten läßt.“

D. McFadden, „Wir müssen die Märkte beobachten und kontrollieren. Aber es gibt immer noch die Angst vor einer einzigen Aufsichtsbehörde. Also müssen wir die Denkweise der nationalen Politik ändern.“

Alle von ihnen sind Nobelpreisträger in Wirtschaftswissenschaften!

Das Licht soll sich enthüllen und die Welt erleuchten

Kongress in der Arava. Gespräch während der Mahlzeit.

Wir stehen an der Schwelle eines sehr wichtigen Ereignisses – wir können aufsteigen und sogar hochspringen, wir haben alle Bedingungen dafür.

Es ist wirklich ein besonderer Zustand, der uns von oben geschenkt wurde. Es ist kein Ereignis, das lange geplant, organisiert, durchdacht wird und endlich kommt. Es gibt „Erweckung von unten“ (Itaruta de Letata) und „Erweckung von oben“ (Itaruta de Leila), wenn die Möglichkeit von oben gegeben wird, und das Wichtigste ist, diesen Moment nicht zu verpassen!

Deshalb haben wir es so spontan veranstaltet, und es ist schön, dass unsere Freunde aus der ganzen Welt es verstehen. Ich spüre darin eine wahre höhere Gunst, die uns erwiesen wurde – damit wir sowohl auf dem großen Kongress als auch danach bereit sind, das auszuführen, was uns für die Korrektur der Welt auferlegt wurde. Deshalb eröffnen sich uns solche Möglichkeiten.

Wir sind sehr aufgeregt. Ihr habt gefragt, wie wir diese Aufregung aufrechterhalten können; sie wird von allein kommen, von all den Freunden, die hierher kommen – alle werden die Begeisterung spüren. Und ihr werdet eine noch größere Begeisterung spüren, wenn ihr beginnt, diese „Tropfen der Barmherzigkeit“, die von oben hinuntertropfen, aufzufangen.

Wir müssen aus diesem ganzen Zustand eine sehr große Kraft gewinnen, die uns für die Korrektur der Welt bereit macht, und es fortsetzen. Das kommende Jahr ist wirklich entscheidend und schicksalsträchtig. Wollen wir hoffen, dass wir es schaffen, die Welt aus jenem Abgrund des Egoismus herausziehen, in dem sie sich befindet, und sie zur Stufe von Bina zu erheben – alle zusammen. Und dann werden wir ebenfalls eines Aufstiegs würdig sein.

Unter uns gibt es Freunde, die viele Jahre an unserer Seite sind und noch von der gleichen Hoffnung leben müssen. Weil sie auf das allgemeine Erwachen, auf die allgemeine Realisierung warten. Man könnte es mit einem Ehepaar vergleichen, das lange zusammenlebt und immer noch keine Kinder hat. Und ständig leben sie von der Hoffnung, dass sie endlich Kinder haben werden. So erlangen auch wir momentan den Zustand, in dem wir es endlich verwirklichen können!

Ich bin sicher, dass dieser Kongress wunderbar und sehr schön, mit großer Begeisterung verlaufen wird. Und das Wichtigste ist, diese Begeisterung bis zu unserem großen Kongress aufrechtzuerhalten und dort eine riesige Kraft der Vereinigung zu erreichen. Die Vereinigung ist unsere Sorge, und das, was diese Vereinigung erfüllt, ist dem Schöpfer auferlegt.

Wollen wir hoffen, dass wir eine so große Kraft, eine solche Kompression zur Vereinigung zwischen uns erreichen werden, dass uns wirklich das höhere Licht enthüllt wird, zumindest in dem allerersten Maße, und dann werden wir die ganze Welt erleuchten, was bedeutet, „das Licht für die Völker der Welt zu sein“. Für all diejenigen, die es noch nicht besonders gut verstehen und spüren können – und dann wird es sie näher bringen und anziehen. Auf diese Weise werden wir die Anweisung des Schöpfers erfüllen und uns mit Ihm verbinden. Für das Leben!

Auszug aus dem Gespräch während der Mahlzeit vor dem Kongress in der Arava-Wüste, 18.11.2011

Das Licht der zukünftigen Stufen

Um uns zu den fortgeschrittenen Zuständen zu erwecken, beginnen diese fortgeschrittenen Zustände, uns von weitem zu beeinflussen. Wir entwickeln dadurch eine Hoffnung auf etwas Gutes. Als ob jemand dem Kind das Eis zeigen würde. Trotz der Vorfreude auf das Eis geht es ihm schlecht, weil das Eis noch nicht in seinen Händen ist. Das Eis neckt das Kind bloß!

Das Gleiche geschieht mit uns. Wir beginnen, nach einem besseren Zustand zu streben. Unser jetziger Zustand scheint uns in unseren Empfindungen schlecht zu sein und wir richten uns nach einem besseren Zustand aus. So steigen wir auf.

Immer wieder wird eine höhere spirituelle Stufe offenbart. Uns erscheint sie als Dunkelheit, als eine unangenehme Empfindung. In dem Fall mit dem Eis ist alles klar und verständlich. Das Kind weiß, dass die Belohnung kommt, wenn das Eis nur in seine Hände gelangt. Uns dagegen ist es nicht ganz klar, ob wir für unsere Anstrengungen belohnt werden. Deshalb erscheint uns die Verhüllung des Höheren als ein unangenehmer Zustand, wir befinden uns im Fallen und empfinden keinen Geschmack an der spirituellen Arbeit. Deshalb sind für uns zusätzliche Unterstützungsmittel so notwendig: die Gruppe, das Studium. Mit diesen Instrumenten überzeugen wir uns, dass uns die bestmögliche Zukunft erwartet.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 26.10.2011

Streiks und Proteste überall auf der Welt

Meinung (K.Bessmertnyj, Journalist): Von überall erreichen uns die Nachrichten über die neuen Streiks, Straßenunruhen und Protestkundgebungen. Die sozial-ökonomische Instabilität hat Litauen und Lettland erfasst, Island befindet sich in der tiefen Krise, die Neuigkeiten über die Protestaktionen kommen auch aus Bulgarien, Polen, Rumänien, Italien, Deutschland, Frankreich, Finnland, Argentinien und so weiter….

Die weltweite Wirtschaftskrise provoziert weltweit täglich die neuen Proteste. Nach der Meinung der Internationalen Arbeiterorganisation, können infolge der dramatischen Ereignisse in der Weltwirtschaft die Zahlen der Arbeitslosigkeit auf 50 Mio. Menschen steigen. 200 Mio. Beschäftigten in den Entwicklungsländern werden von der extremen Armut betroffen sein.

Wenn wir die heutige Situation mit der Großen Depression der 30er Jahren vergleichen, dann entdecken wir einen riesigen Unterschied, was das Gefühl der Hoffnung angeht, die Hoffnung fehlt heute eben.

Jetzt schweben in der Luft Entmutigung, Vorahnung über eine Katastrophe und die Unmöglichkeit etwas daran zu ändern. Diese Ergebnisse werden aus der Umfragen der öffentlichen Meinung sichtbar.

Heute meinen 80 % der Bevölkerung der USA, dass das Land sich in die falsche Richtung entwickelt und dass eine kleine Gruppe den Staat nach ihren Interessen verwaltet. Die Entwicklung der Krise kann zu einem Weltkrieg führen.

Die Krise stellt die Frage über die Unwirksamkeit und Unmenschlichkeit des vorliegenden Wirtschaftsmodells, welches nur für die Macht- und Kapitalelite vorteilhaft ist.

Die Realisierung der Seele: lernen und lehren

Kongress in Toronto. Lektion 7

Unser Körper besteht aus verschiedenen Teilen, die sich sowohl durch das Aussehen als auch durch die Funktionsweise voneinander unterscheiden. Wenn wir sie getrennt betrachten, dann ist es schwierig zu verstehen, wie die Nieren, das Herz, die Leber, das Gehirn, die fünf Sinnesorgane, das Gedächtnis, das Verdauungssystem miteinander verbunden sind.

Sie sind ganz verschieden, aber das Wichtigste ist hier, dass sie durch das allgemeine Programm verbunden sind, welches alle Organe in einem Organismus vereint. Dieses Programm bestimmt das Tempo und die Funktionen, regelt die Wechselbeziehungen und gewährleistet die Existenz in der einheitlichen Harmonie.

Das Programm, das alle Körperteile vereinigt, heißt „Leben“. Es schafft das höhere Niveau – unser menschliches Bewusstsein.

Nach demselben Prinzip müssen wir untereinander zusammenwirken. Es gibt verschiedene Gruppen, verschiedene Menschen, jeder hat seine Besonderheit und aufgrund unserer Individualität soll die Beziehung entstehen. Wir wollen das universelle Programm offenbaren. Dadurch werden wir das Licht der Unendlichkeit anziehen, das uns beleben, unterstützen und verbinden wird. Die Empfindung dieses Programms ist die Enthüllung des Schöpfers.

Außer unserem tierischen Körper empfinden wir, dass in uns der Mensch, die höhere Stufe, existiert. Genauso, wenn wir uns miteinander verbinden, wird das höhere Programm offenbart, das auch als die „Offenbarung des Schöpfers seinem Geschöpf gegenüber“ genannt wird.

Einen mächtigen Impuls bekommen wir auf den Kongressen. Und in den Pausen können wir die riesige Arbeit nach der Vereinigung in den Gruppen und zwischen den Gruppen durchführen, damit wir unsere Botschaft, unser Beispiel, an die Menschheit verbreiten können. Denn die Welt beginnt langsam nach einer Erklärung der Situation zu suchen.

Der Schöpfer öffnet sich zwischen uns in der Finsternis. Mit ihrer Hilfe teilt Er uns mit, dass es uns an Ihm mangelt. Würden wir es begreifen, dann würden wir uns sofort an Ihn richten. Denn ohne das Licht wird es uns nicht gelingen, ein gutes Leben einzurichten. Die Krise, das Gefühl der Hilflosigkeit und allerlei unangenehmer Empfindungen sind Seine Instrumente, um uns zu erwecken. Wie können wir andernfalls, als Egoisten, zu Ihm streben? Wir können Ihn niemals enthüllen, wenn wir kein wirkliches Verlangen nach Ihm haben.

Mit jedem Tag taucht die Welt in die Verwirrung und die Finsternis ein, verliert die Kräfte und die Hoffnung. Das spiegelt sich auch im Leben der gewöhnlichen Menschen wider. Allmählich reift in den Menschen die Empfindung des Mangels. Anfangs wissen sie nicht, woran es mangelt . Dann begreifen sie, dass es ihnen an den Zukunftsperspektiven, an der Hoffnung und Sicherheit mangelt, die für das gewöhnliche Leben heute notwendig sind.

Das ist keine Philosophie oder das Gedankengut der Intellektuellen. Es ist auch nicht das, was uns über das gewöhnliche Leben, den Menschen mit dem Punkt im Herzen, geöffnet wird. Wir entwickeln das Programm, machen die spirituelle Arbeit, die Galgalta we Ejnaim eigen ist. Wir wollen in das Wesen des Programms eindringen, das Netz unserer Beziehung empfinden und dadurch die Gesetze des Schöpfers erkennen. Nicht alle haben das Streben dazu.

Der einfache Mensch will nur wissen, wie er am Prozess teilnehmen kann, damit seine Bedürfnisse wie Essen, Familie, Kinder, Rente, Gesundheit, Finanzen befriedigt werden. Auf diese Weise reiht er sich ins große Programm ein; allerdings nicht so, wie wir es tun.

Genauso wird er weiterleben, nur mit der Absicht der Teilnahme am allgemeinen Programm zusammen mit allen Menschen. Das ist seine spirituelle Arbeit. Denn anders kann er sie nicht gewährleisten. Ebenso funktionieren die Körperzellen, die das Programm vom Gehirn bekommen.

Wir sollen den Menschen das Programm und die damit verbundene neue Lebensweise in der globalen Welt erklären, die wir gleichzeitig entwickeln und zwischen uns erforschen. Und deshalb ist jeder von uns verpflichtet, zu verstehen, welche Verantwortung er trägt. Jeder ist somit verpflichtet, selbst zu lernen und die anderen Menschen zu lehren. Tatsächlich ist es die Realisierung der eigenen Seele.

Auszug aus der siebten Kongresslektion in Toronto, 18.09.2011

Der Knopf

Schließlich gibt es nur eine Handlung, in der wir frei sind und mit deren Hilfe wir etwas bewirken können. Alle übrigen Handlungen schlagen nicht an.

Angenommen, ich brenne vor Begierde, etwas zu machen, etwas zu verändern und mein Leben zu verbessern. An der Wand vor mir befinden sich tausend Schalter. Ich drücke die Knöpfe in der Hoffnung, eine Veränderung herbeizuführen. Ich versuche zu verstehen, ob sich dadurch etwas ändern kann, verliere aber dabei die Reihenfolge und werde verwirrt …

Genauso passiert es in unserem Leben, wir sind von der Menge „der Knöpfe“ überfordert. Wir schaffen es kaum, alle diese Knöpfe zum Einsatz zu bringen. „Beruhigen Sie sich, sagen uns die Kabbalisten. Sie werden dadurch nichts erreichen. Es gibt nur einen Knopf, auf den man drücken muss, damit es Ihnen gut geht. Wenn Sie auf andere Knöpfe drücken, wird es Ihnen schlecht gehen“.

Warum sind diese Knöpfe notwendig? Damit wir aus den vergeblichen Versuchen klüger werden und den Weg zum richtigen Knopf suchen. Dieser Weg heißt „der Weg des Leidens (Beito)„. Aber es gibt auch einen anderen Weg – „den Weg der Tora (Achischena)“. Er erklärt uns:

„Berühre alle übrigen Knöpfe an der Wand nicht; davon wird es nur schlechter sein. Du bildest dir ein, dass sie arbeiten, und wartest auf die guten Ergebnisse. Die Zeit vergeht, deine Erwartungen und Hoffnungen erfüllen sich nicht, und du bist nicht auf den Schöpfer gerichtet. Du orientierst dich nicht auf diese einzig wirksame Kraft im Universum. Mit anderen Wörtern, du dienst den anderen Göttern.

Erstarrt in einer falschen Erwartung kannst du keine Fortschritte machen. Das Folgen dem Tempo der Korrektur ist nicht möglich, und du kehrst auf den Weg des Leidens (Beito) zurück. Im Endeffekt führt jeder falsche Knopfdruck und der nachfolgende Stillstand zu den negativen Folgen“.

Welche Lösung gibt es? So schnell wie möglich den richtigen Knopf zu finden. Im Artikel „Freiheit des Willens“ erklärt uns Baal HaSulam, wie wir es machen können. Wenn du jedes Mal zu diesem richtigen Knopf zurückkehrst, wenn du ihn immer wieder in deinen Gedanken festhältst, dann findest du die Quelle des Lebens, die dich korrigiert und mit dem ganzen Wohl ausfüllt.

Nur dieser Knopf setzt das System in Bewegung, und alle übrigen sind trügerisch. Wenn du dich auf diese Knöpfe konzentrierst, störst du deine Entwicklung und verlierst den einzig wirksamen Mechanismus aus den Augen . Diese Verspätung in der Korrektur verursacht negative Ereignisse in deinem Leben. Wenn du deinen Teil der Arbeit im spirituellen System nicht rechtzeitig machst, versetzt diese Verspätung der Korrektur das ganze System in eine negative Balance.

Deshalb muss man den richtigen Knopf unter allen übrigen finden und sich zwingen, nur auf sie  ihn zu drücken. Das ist unsere ganze Arbeit. Wer sucht den Erfolg? Es ist der „Erfolg“ eben.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Freiheit des Willens“, 29.04.2011