Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Höhere Kraft'

Im Gegensatz zu Wissenschaft und Religion gibt uns die Kabbala eine völlig neue Erkenntnis


Nachrichten (aus National Geographic): Heutzutage sagen viele Wissenschaftler, dass es keinen Konflikt zwischen ihrem Glauben und ihrer Arbeit gibt, und einige Wissenschaftler scheinen viel von Religion in ihrer Forschung zu halten. In einer Meinungsumfrage von 1997 stand im Wissenschaftsmagazin Nature, dass 40 Prozent der amerikanischen Wissenschaftler an Gott glauben. „In den letzten Jahren wurde dies auch in der Astronomie klarer, so dass wir uns nun ein zusammenhängendes Bild über den Beginn des Universums machen können“, sagte Joel Primack, Professor der Universität von Kalifornien in Santa Cruz. „Diese Geschichte widerspricht nicht Gott, sondern erweitert die Vorstellung über Gott“.

Nachrichten (aus The Stanford Review): Studenten und Angestellte füllten das Auditorium der Stanford Universität, um den bekannten Dr. Francis Collins, Leiter des menschlichen Genom Projektes und Autor von Die Sprache Gottes, zu hören, und um seine Ansichten über Wissenschaft, Glaube und die Leichtigkeit, mit welcher diese beiden vereint werden können, zu diskutieren. Laut Collins „hat der Naturalismus seine Grenzen“. Collins nannte die „unvernünftige Effektivität der Mathematik“ und die präzise Einstimmung der physischen Konstanten während des Urknalls als Richtungszeiger der Natur zu Gott. Beispiele solcher Unwahrscheinlichkeiten deuten darauf hin, dass es einen Schöpfergott gibt. Es gibt einen offensichtlichen Weg, Glaube und Wissenschaft zu vereinen, zeigt Collins, durch das Zurückweisen der Extreme und das Annehmen der „Harmonie in der Mitte“.

Mein Kommentar: Das Studium der Kabbala befähigt den Menschen, seine Absicht von „um seiner selbst willen“, mit der man unsere Welt wahrnimmt, zur Absicht „um des anderen willen“ zu ändern, wo man die Höhere Welt spürt. Indem man sich mit dem Nächsten in der Absicht „um des Nächsten willen“ verbindet, entdeckt man, dass die anderen ein Teil von einem selbst sind, und dass alles auf der Welt nur aus zwei Teilen besteht – ich und die Höhere Kraft. Siehe auch die Beiträge der Kategorie „Wahrnehmung“.

 

Die Enthüllung unserer Verbindung ist ein Zeichen für das Kommen des Messias

In dem Moment, wenn wir beginnen, die Verbindung zwischen uns zu enthüllen, leben wir in der Generation des Messias. Wenn wir die Tatsache enthüllen, dass wir alle eine einzige Familie sind, ist das ein Zeichen für das Kommen des Messias, weil wir dadurch das System von Adam HaRishon enthüllen. Früher konnten die Menschen alles tun was sie wollten, aber jetzt müssen sie sich diesem System angleichen. Diese Verbindung symbolisiert das Ende des Exils.

Der ARI und Chaim Vital spürten, dass das Exil in ihrer Zeit zu Ende ging, vor 500 Jahren. Darum schrieb Chaim Vital: „Ich warte auf den Messias, aber er kommt noch nicht.“ Für ihn war klar, dass das Exil zu Ende war. Alle großen Kabbalisten sprachen darüber, einschließlich Baal Shem Tov und Baal HaSulam.

Heute jedoch ist das nicht nur für die großen Kabbalisten offenkundig, die das gesamte System der Seelen in seiner enthüllten Form erkennen, sondern selbst der Durchschnittsmensch begegnet dem. Die Menschen spüren das noch nicht, aber sie hören davon. Jeder Mensch sieht und beginnt zu spüren, dass er von jedem abhängig ist. Er beginnt zu spüren, dass es ein System der wechselseitigen Verbindung der Seelen gibt, welches „Der erste Mensch“ – Adam HaRishon – genannt wird. Aber die Kraft, die jetzt innerhalb dieses Netzwerkes von Seelen arbeitet, ist negativ. Es ist eine dem Schöpfer entgegengesetzte Kraft. Wenn du Ihn jedoch bittest, wird Er sich dir zuwenden!

(Aus dem Unterricht über Baal HaSulams Artikel „Das Horn des Messias“ am 24.03.2009)

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Kommen des Messias
Blog-post: Der Dritte Tempel und das Kommen des Messias
 

 

Die ganze Welt kann sich in einem Augenblick verändern

Ein Mensch in dieser Welt ist nur Eiweißmaterie, eingesetzt von der Höheren Kraft, welche ihn jederzeit verändern kann. Es gibt nichts Besonderes an unserem Äußeren, weil die Äußerlichkeit nur von der Einwirkung des Lichts auf uns abhängt. Das Licht, das auf uns einwirkt, verändert das Geschöpf, welches Mensch genannt wird, von Anfang bis Ende vollständig. Wenn wir daher heute etwas nicht erkennen oder verstehen – gut, wir werden es morgen zu erkennen und zu verstehen beginnen. Alles kann sich in einem Augenblick verändern.

Ein Mensch ist das Ergebnis der Handlungen des Schöpfers. Er hat aus sich selbst heraus keine eigenen Handlungen oder irgendein Verständnis. Sobald in ihm eine Veränderung erscheint, verändert er sich äußerlich sofort, wie eine Handpuppe, die die Bewegungen der Hand des Puppenspielers darin nachbildet. Deshalb sollten wir nicht versuchen vorherzubestimmen, wie viel Zeit die Menschheit braucht, um ihre gesamte Einstellung zur Welt zu verändern. Das kann sehr schnell geschehen, anstatt auf dem Weg der natürlichen Entwicklung und Evolution, die Tausende oder Millionen von Jahren braucht.

(Aus dem Unterricht über Rabashs Artikel „Die Handlung der Größten der Nation“ am 17.03.2009)

Jeden Tag bringt uns das Leben Gelegenheiten, in der Spiritualität aufzusteigen


Zwei Fragen, die ich bezüglich der Rolle der Kabbala im täglichen Leben erhalten habe:

Frage: Ich studiere intensiv Kabbala und war auf dem Kongress 2009. Je mehr ich beginne, Kabbala zu verstehen, desto mehr möchte ich weg von der egoistischen Gesellschaft. Ist das nicht egoistisch meinerseits?

Meine Antwort: Wir müssen in dieser Welt existieren und sie durch unsere Beteiligung in ihr besser machen. Du solltest den Einfluss der Welt eher als Hilfe, denn als Hindernis erkennen: es ist „Hilfe gegen dich.“ Diese Hemmungen sind eigentlich beständige Zusätze zu deinen Verlangen (Awiut) und mit ihrer Überwindung wirst du zum Schöpfer aufsteigen. Ohne sie wirst du der Möglichkeit des Aufstiegs beraubt sein.

Frage: Wie kann ich Kabbala in mein tägliches Leben einbauen? Ich fühle, dass mich die Umgebung wirklich beeinflusst. Bedeutet die Tatsache, dass ich Kabbala studiere, dass ich meine anderen Interessen vergessen muss?

Meine Antwort: Begib dich, ohne dich zu etwas zu zwingen, unter den Einfluss der Gruppe und des Studiums. Beginne dich in der Verbreitung und der Lehrtätigkeit einzubringen und dann wirst du dich schrittweise von deinen anderen „Interessen“ entfernen. Später werden andere Hürden auftauchen und du wirst dieselben Mittel gegen sie einsetzen müssen, bis du das Stadium der kompletten Vereinigung mit anderen und einen Sinn für die Höhere Kraft darin erreicht hast.

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein aufrichtiger Wunsch wird immer vom Licht erfüllt
Blog-post: Warum sind wir hier?
Blog-post: Studium, Arbeit und Verbreitung
Rabash, Shlavei HaSulam: Die Wichtigkeit der Gruppe

Ein weiteres trauriges Resultat eines weiteren G-20-Gipfels


In den Nachrichten (The Guardian): „Premierminister Gordon Brown handelt umfangreiche Subventionen für die Weltwirtschaft aus“ Die führenden Nationen haben sich gestern auf ein 1,1 Billionen US-Dollar schweres Hilfspaket zur Unterstützung der Weltwirtschaft geeinigt. Brown sagte: „Am heutigen Tage ist die Welt zusammengekommen, um gegen die globale Rezession anzukämpfen.“ Er bekräftigte weiter, das Paket würde Arbeitsplätze in Großbritannien retten. Die 1,1 Billionen werden es dem Internationalen Währungsfond (IWF), der Weltbank und anderen erlauben die Kredite an gefährdete Länder zu erhöhen. Die Kapazitäten des IWF, Mitgliedern die Inanspruchnahme von Krediten anderer Banken zu ermöglichen, wird um das Zehnfache auf 250 Millionen US-Dollar steigen.

Mein Kommentar: Keine dieser Maßnahmen wird helfen. Tatsächlich werden wir, nach einer kurzen Verschnaufpause- ganz so wie bei den ägyptischen Plagen- nur in eine weitere Krise geraten.

All dies geschieht mit dem einzigen Zweck, uns zu helfen zu erkennen, dass unsere egoistische Natur böse ist. Sobald wir dies erkennen, werden wir das Böse loswerden wollen, so wie ein Krebspatient sich wünscht die Krankheit loszuwerden, die sich in seinem Körper ausbreitet, ohne dass sich aufspüren oder entfernen ließe.
Genau dieses verzweifelte Wünschen befähigt einen Menschen das Böse loszuwerden. Das ist der wahre Auszug aus Ägypten. Es ist ein Auszug in die Welt des Lichtes – die Enthüllung der Höheren Welt und der Höheren Kraft. Wieviele weitere Gipfel werden wir jedoch benötigen, bis wir dorthin gelangen?

Indem sich die Menschen vereinigen, werden sie alles haben, wonach sie verlangen


Die meisten Menschen wollen nur eine Sache: Sich gut fühlen. Ihr Ziel ist ein gutes, sorgenfreies Leben: einen Job, ein Bankkonto, soziale Kontakte und eine Krankenversicherung zu haben. Sie wollen ein Heim mit Strom- und Wasseranschluss, einen nahegelegenen Supermarkt und andere Vorzüge. Sie möchten, dass ihre Kinder eine gute Erziehung erhalten und alles wie am Schnürchen läuft. Genau das wollen sie.

Daher erfolgt ihre Korrektur durch ihre Verbindung mit den anderen, indem sie über die Verbindung zwischen den Menschen auf der materiellen Ebene hören. Sie sind voneinander getrennt und haben keine andere Möglichkeit sich zu vereinigen. Mit der Zeit werden sie jedoch verstehen, dass gegenseitiger Kompromiss und gegenseitiges Geben etwas viel Größeres beinhalten, als was sie anfänglich zu erhalten erhofft haben.

Neben einem Bankkonto, einer Krankenversicherung, Pension und einem Gehaltsscheck gibt es eine höhere Ebene des Lebens, und diese kann von jeder Person gefühlt werden! Wenn ein Mensch die Höhere Kraft der Natur, den Fluss des ewigen Lebens wahrnimmt, dann verschmilzt alles, was ihm oder ihr vor Eintritt in diese Welt geschehen ist, alles in diesem Leben und alles was danach geschehen wird, in eine einzige Realität. Ein Mensch enthüllt dann den verborgenen Teil des Universums und beide Teile vereinigen sich.

Die Menschen beginnen dies als Konsequenz ihrer Vereinigung zu begreifen, weil sie eine kleine Lichtmenge genau aus dieser Vereinigung empfangen. Das wird jedoch auf der nächsten Stufe geschehen. Vorerst sind wir nur mit der Vereinung beschäftigt, die notwendig ist, um gut auf der einfachen, körperlichen Ebene zu leben. Das ist alles – mehr gibt es nicht! Was bedeutet es „gut zu leben“? Es bedeutet, dass man alles erhält, wonach man verlangt!
(Aus dem Unterricht über Baal HaSulam´s Artikel „Ein Gebot“ am 08.03.2009)

Wann man den praktischen Teil des Verstandes und wann den spirituellen verwenden soll


Zwei Fragen, die ich zum Thema erhielt, berufliche Arbeit mit der Kabbala zu verbinden:

Frage: Ich wuchs in einer intellektuellen Umgebung auf, die einer Universitätsausbildung den Vorrang gab, doch kann ich mittlerweile über nichts anderes nachdenken als meine täglichen Kabbalastudien. Was soll ich tun? Früher war ich sehr an einer höheren Ausbildung interessiert, doch als ich auf die Kabbala stieß, habe ich jegliches Interesse an meinen vorherigen Plänen verloren. Ich möchte gerne wissen, was in diesem Fall das Richtige zu tun ist.

Meine Antwort: Jeder Mensch muss eine praktische Arbeit lernen! Und danach sollte man den Rest der Zeit und Bemühungen der spirituellen Entwicklung widmen.

Frage: Ich finde es immer schwieriger, mich auf meine tägliche Arbeit zu konzentrieren. Ich habe eine Frau und ein Kind und begreife, dass ich auch in dieser Welt existiere und für meine Familie sorgen muss, aber das Verlangen dafür ist mir verloren gegangen. Was raten Sie mir?

Meine Antwort: Teilen Sie Ihren Tag in zwei Teile und konzentrieren Sie sich auf jeden mit dem richtigen Teil des Verstandes: nehmen Sie den praktischen Teil zum Geldverdienen und dann verwenden Sie den spirituellen Teil zur Verbreitung und dem Studium der Kabbala.

Es ist so, als wenn zu unterschiedlichen Zeiten zwei verschiedene Menschen in Ihnen leben würden und man sollte die beiden nicht verbinden. Später werden beiden zusammen arbeiten und dann wird man die gesamte Welt und alles, was passiert, als eine ganzheitliche Enthüllung der Höheren Kraft entdecken!

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala und Berufswahl
Blog-post: Wo ist die Grenze zwischen dieser Welt und der spirituellen Welt?
Blog-post: In allen Lebenssituationen sollte Ihr Verhalten nur durch das spirituelle Ziel bestimmt werden
Blog-post: Im Leben eines Kabbalisten ist Platz für diese Welt

Können wir aufhören zu begehren?


Eine Frage, die ich erhielt: Kürzlich kam ich zu dem Schluss, dass es unser Begehren, unser Verlangen ist, das unser Leiden verursacht. Man kann es unmöglich verringern und es endet nie. Ich möchte aufhören, irgendetwas zu verlangen und ich will nur das tun, was ich tun muss, egal was mir auf dem Weg begegnet. Ist das möglich? Sagen sie mir nicht „probiere es und finde es heraus“. Ich verstehe, dass es unmöglich ist. Was aber soll ich jetzt tun?

Meine Antwort: Probiere es und finde es heraus. „Probiere“ bedeutet, die Kabbala zu studieren und zu verbreiten. Dann werden Sie ein Verständnis davon erlangen, was es bedeutet, mit der Gruppe verbunden zu sein und werden beginnen, den Einfluss der Höheren Kraft auf Sie zu spüren. Die Gruppe ist wie eine Stimmgabel für einen Musiker – sie ist ein Gerät, mit dem man sich selbst auf den Schöpfer einstellt, weil die Richtung, die zu Ihm führt, vor uns verborgen ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Voraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft

Die G-20 werden sich ohne Kabbala nicht vereinen können


Eine Frage, die ich erhielt: Der G-20 Gipfel erinnert mich an die berühmte Geschichte, als Einwohner eines Kibbuz mitten in der Wüste um Regen beteten. Ist das ein guter Vergleich?

Meine Antwort: Sie sagten, dass die Kibbuz Mitglieder aus der Tiefe ihres Herzens um Regen beteten und schließlich kam der Regen. Wenn also die G-20 und die Menschheit im Allgemeinen sich das Gute wünschen, wird das Gute dann eintreten? Also die Leute, die im Kibbuz lebten, waren bereits verbunden! Sie waren gewillt, ihren Egoismus anderen gegenüber zu opfern und sich selbst im Hinblick auf den Kibbuz zu annullieren. Sie hatten einen gemeinsamen Wunsch – ein Gebet, das aus ihrer tiefen Verbindung entsprungen war, und daher erfüllte sich ihr Wunsch.

Doch welche Verbindung besteht hier bei den G-20? Einerseits können wir sagen, dass diese Leute durch ein gemeinsames Problem verbunden sind, wie Nüsse in einem Sack. Dies ist aber nicht genug, denn wahre Verbindung ist gefordert. Es hilft nicht, es nur zu versuchen und vor dem Leid zu fliehen. Dies wird die Menschen nicht zur Tugend zurückführen. Es gelingt nur unter der Bedingung, dass sie verstehen, wie man diese Tugend bzw. Güte erschafft.

Tatsächlich stellt sich folgende Frage: Kann die Menschheit den Weg zu einer glücklichen Zukunft auch ohne Kabbala finden? Die Antwort lautet: nein, denn sie hat nicht die Kraft, die fähig wäre, Egoisten zu vereinigen. Sie verfügen nicht über den Kanal, der das Höhere Licht anzieht, das das Vakuum zwischen Egoisten füllen und als „Klebstoff“ zwischen ihnen dienen könnte. Notwendig dazu ist die Verbindung zu der Höheren Kraft; das ist der Grund, warum die Kabbala im alten Babylon enthüllt wurde und nun zurückkehrt.

(Aus der Lektion über Baal HaSulams Artikel „Ein Gebot“ vom 3.8.2009)

Zum Kabbala Lernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die G-20 werden die Krise nicht beseitigen
Blog-post: Sie müssen wissen, wie man richtig bittet!

Wir können uns entwickeln, ohne auf das Kommen von Leiden zu warten


Zwei Fragen, die ich über die Entwicklung mittels Kabbala erhielt:

Frage: In einem Buch von Rav Kook wird erklärt, dass es zwei Arten von Erlösung gibt: Erlösung, die zu vorgegebener Zeit eintritt (בעיתה – Beito), und Erlösung, die als Antwort auf die Bitte einer Person kommt (אחישנה – Ahishena). So oder so wird die Erlösung letzten Endes kommen. Gemäß der Kabbala müssen wir uns von innen heraus verändern und dann werden wir Freude erreichen. Und indem wir die Weisheit der Kabbala verbreiten, werden wir alle glücklich machen, weil sie dasselbe Licht erhalten werden. Aber dann würde es den Anschein haben, dass Kabbala im Widerspruch mit der Vorstellung über das Bestehen von Zeit für die Korrektur steht.

Antwort: Sie haben alles miteinander vermischt! Kabbala wurde uns gegeben, damit wir, anstatt uns „zu vorgegebener Zeit“ zu entwickeln, die Zeit beschleunigen (Fortschritt durch אחישנה – Ahishena). Das bedeutet, dass wir uns entwickeln können, ohne auf das Kommen des Leidens zu warten (ohne בעיתה- Beito).

Frage: Was meinen Sie mit dem Punkt im Herzen? Sind Sie außerdem der Meinung, dass das Schicksal – oder schwierige Umstände in unserem Leben – uns zu diesem Punkt vorantreiben, damit wir unsere Bestimmung erkennen?

Antwort: Leiden und Leere führen einen Menschen zur Frage über deren Bedeutung, Grund und Zweck. Schrittweise beginnt eine Person zu fühlen, dass sie ein Bedürfnis hat, den Grund für alles was passiert zu verstehen, und dieses Gefühl ist ein unbewusster Wunsch den Schöpfer zu enthüllen. Ein Mensch entdeckt dann die Quelle dieses Wissens (die Bücher, die Gruppe und den Lehrer) und erreicht das Ziel.

Der Punkt im Herzen ist das Verlangen, den Schöpfer zu enthüllen, und Kabbala ist die Methode oder das Mittel Ihn zu enthüllen. Der Punkt im Herzen ist das anfängliche Verlangen deiner Seele und dann beginnt sich deine Seele von diesem Punkt aus zu entwickeln. Der Punkt im Herzen ist gleich einem Samenkorn: Wenn er in eine Umgebung gegeben wird, die gut für seine Entwicklung ist (die Gruppe, die Bücher und der Lehrer), beginnt er sich zu einem Gefäß der Seele zu entwickeln – ein Verlangen, worin ein Mensch die Höhere Kraft – den Schöpfer – zu spüren beginnt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Willensfreiheit liegt in der Beschleunigung