Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Herz'

Der Sandsturm meines Egoismus

Eine Frage, die ich erhielt: Wollen Sie sagen, dass, weil ich jetzt meinen Nachbarn egoistisch ausnutze, ein Sandsturm in Indien losbricht?
Meine Antwort: Ja! Wir Menschen muessen verstehen, dass alle Probleme aufgrund des Fehlens einer Verbindung zwischen uns entstehen.
Dies bedeutet aber nicht, dass durch die Entfernung zwischen uns sofort einen Sandsturm ausgelöst wird!
Doch durch meine Konfrontation mit dir störe ich das Gleichgewicht der Kräfte der Natur.

Alle Naturkräfte bilden eine Einheit, sie befinden sich in einer Wechselbeziehung, im Gleichgewicht, in einer allumfassenden Harmonie. Außer dem Menschen, der durch seinen wachsenden Egoismus keine Rücksicht auf die anderen nehmen will und zu einem aktiven negativen Element wird, und so das Gleichgewicht aller Kräfte (der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur) stört.

Die Lösung des Problems ist, zu einem integralen Teil der gesamten Natur, wie alle anderen ihrer Teile, zu werden.

Wir muessen verstehen, dass die Welt als eine Einheit, in einer vollkommenen wechselseitigen Beziehung, als geschlossenes System existiert, wo alle miteinander verbunden sind. Dies bedeutet, dass wir uns zu „einem Menschen mit einem Herzen“ vereinen müssen.
Ihr könnt aber dagegenhalten, dass wir dazu nicht in der Lage sind. Darum existiert die Wissenschaft der Kabbala, und ihre Anwendung ruft die Kraft der Vereinigung hervor!

Die Menschheit wird unvermeidlich zu einer solchen Schlussfolgerung kommen muessen, sie liegt bereits nahe. Sobald wir in diese Phase eingetreten sind, geschieht alles Weitere sehr schnell.

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Das einzige Mittel, um aufzusteigen

Um zur nächsten Stufe aufzusteigen, müssen wir im „Glauben über dem Verstand“ handeln. „Glaube“ bedeutet, dass unser „Kopf“ (Rosh) sich im Höheren befindet. Der Höhere sagt uns, was wir tun sollen, und wir tun es: wir vereinigen uns mit den Freunden, studieren.Wir wissen, dass wir niemanden lieben und uns nicht vereinigen wollen, doch uns wird gesagt: „Macht das mechanisch und lügt euch selbst nicht an. Ihr wollt das nicht, euer Herz ist dagegen. Der Pharao, das Verlangen zu genießen, der böse Trieb, wirkt in euch mit aller Kraft. Das stimmt! Der Hass ist innen, und das Vorspielen der Liebe, die Lüge, ist außen“.

Das ist absichtlich gemacht worden. Weil die höhere Stufe, die wir gerade vorspielen, uns falsch vorkommt, denn sie ist noch nicht mit uns verbunden.

Doch wir müssen sie vorspielen, bis dieses Spiel sich in Wahrheit verwandelt – mit Hilfe des Lichts, welches wir durch so eine „dumme“ Handlung hervorrufen, die als „wir werden tun“ bezeichnet wird. Und dann „werden wir hören“ – „liShma“, Bina, die Stufe des „Gehörs“ erreichen.

Das ist die klügste Handlung, die uns ermöglicht zu wachsen, und ohne die weder Pflanzen, noch Tiere oder Menschen dazu in der Lage sind. Nur durch die Annullierung deiner selbst vor der höheren Stufe, wenn du ihr einfach alles Mögliche, soweit es geht, nachmachst, ohne den Verstand einzuschalten, denn du besitzt noch kein Verständnis und keine Wahrnehmung dessen, was dort passiert.

Es steht geschrieben: „Alles, was in deiner Macht steht, zu tun, tue es!“, „Du hast dich angestrengt und gefunden“. Du hast dich angestrengt und einen „Fund“ erhalten, mit dem du nicht gerechnet hast und den du dir noch nicht einmal vorstellen konntest.

Das ist das einzige Wachstumsprinzip, es gibt keine anderen Mittel, um von einer Stufe zur nächsten aufzusteigen. Ich muss mich vor dem Höheren annullieren, mir selbst sagen, dass mein Kopf (Rosh) nur dafür bestimmt ist, die Handlungen des Höheren zu erkennen und das gleiche mit dem eigenen Körper (Guf) zu wiederholen.

Und nichts anderes! Ich handle nicht durch meinen „Kopf“ mit meinem „Körper“. Mein „Kopf“ ist nur dazu da, um mich mit dem Höheren zu verbinden, um mir ein Beispiel an seinen Handlungen zu nehmen.

Dieses Prinzip funktioniert auch in der Natur unserer Welt. Überall, wo es ein Vorankommen, ein Wachstum gibt, selbst im pflanzlichen und tierischen Gewebe, wirkt das gleiche Gesetz: Eine Zelle, die wachsen will, vergleicht sich mit einer entwickelteren Zelle und wächst nur dadurch.

Das nennt sich Spiel, weil die höhere Stufe sich noch nicht in mich wie „Mochin“ eingekleidet hat, und ich gehe nach dem Verstand des Höheren, ich spiele. So spielt der Kleine vor, ein Erwachsener zu sein, und wird dadurch erwachsen.

Das ist eine eiserne Regel auf allen Stufen. Nur dadurch kann man von einer Stufe zur nächsten aufsteigen. Sowohl in der materiellen als auch in der spirituellen Welt greift das gleiche Gesetz.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 03.08.2010

Wegweiser durch das Buch Sohar. Der Gute und Liebende.

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Wir existieren in einer Realität, die den Schöpfer, das System der Verbindung des Schöpfers mit den Geschöpfen sowie die Geschöpfe mit einschließt.

Mit Hilfe dieses Systems lenkt der Schöpfer uns, um uns zum Schöpfungsziel, „den Geschöpfen Genuss zu bereiten“, uns Sich selbst ähnlich zu machen, zu bringen. Der Schöpfer will mit uns alles, was Er besitzt, teilen.

Deshalb müssen wir von Anfang an alles, was in der Realität erschaffen wurde, als das von dem liebenden Vater Erschaffene betrachten.

Doch Er muss uns selbständig entwickeln lassen, damit wir unabhängig und groß werden. Und aus diesem Grund muss Er von zwei Seiten auf uns einwirken – durch die Barmherzigkeit und durch die Strenge.

Und obwohl sie beide von Ihm ausgehen, aus Seinem guten und liebenden Herzen, unterteilen sie sich dennoch in zwei entgegengesetzte Kräfte und werden von uns als Erscheinungsformen von Gut und Böse, Barmherzigkeit und Strenge, Licht und Finsternis wahrgenommen.

Während wir hier, „unten“, unsere Lebensumstände wahrnehmen, dürfen wir nicht vergessen, dass wir sie alle vom liebenden Vater erhalten und selbst die schlimmsten und die härtesten Methoden Seiner Einwirkung von dem Verlangen, uns Genuss zu bereiten, ausgehen.

Wenn wir daran denken und alles mit Ihm verbinden – „Es gibt niemanden außer Ihm, dem Guten und Gutes Tuenden“ -, vereinen wir diese beiden Linien wieder zu einer, mit der gleichen Quelle.

Und weil wir sie in unserem Verstand und Herzen vereinen, verschmelzen wir auf diese Weise mit dem Schöpfer.

Somit besteht unsere ganze Arbeit darin, zu versuchen, alles auf der Grundlage aller Ereignisse, die uns widerfahren, mit Ihm in Verbindung zu bringen.

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Wenn dir dein Schicksal am Herzen liegt

Eine Frage, die ich erhielt: Ich werde in letzter Zeit häufig gefragt, was die Wissenschaft der Kabbala ist. Ich kann aber keine einfache Erklärung in einem Satz geben. Wie soll ich erklären, was wir hier lernen? Den Nächsten zu lieben?

Meine Antwort: Wir lernen, wie wir die höhere Kraft, die uns lenkt, enthüllen können. Laut der Definition von Baal haSulam, bedeutet Kabbala die Enthüllung des Schöpfers an die Geschöpfe.

Die Nächstenliebe ist lediglich ein Mittel. Die Enthüllung des eigenen bösen Triebes ist ebenfalls ein Mittel, genauso wie die Tora ein Mittel zur Korrektur ist. Und das Ergebnis all dieser Anstrengungen ist die Enthüllung des Schöpfers.

Doch das Wort „Schöpfer“ kann einen gewöhnlichen Menschen durcheinanderbringen, er kann daraus schlussfolgern, dass es etwas mit der Religion zu tun hat, deshalb muss man erklären, dass es in unserer Welt eine Kraft gibt, die alles in Bewegung setzt und lenkt, und diese Kraft müssen wir erkennen.

Davon hängt unser Schicksal ab. Genau diese höhere Kraft wird von der Wissenschaft der Kabbala enthüllt, und wir fangen an, zu verstehen, was mit uns im Leben passiert.

Eine solche Erklärung ist für den Menschen verständlicher, weil jedem sein eigenes Schicksal am Herzen liegt.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 02.08.2010

Der Mensch, der den Schöpfer adoptierte

Um zur Liebe zu gelangen, muss man zuerst die Ehrfurcht erreichen. Und die erste Etappe, die durchlaufen werden muss, vollzieht sich auf der Ebene einer einfachen Handlung, wie geschrieben steht: „Wir werden tun und wir werden hören!“ („naase ve nishma“).

In unserer Welt machen wir uns Sorgen um unsere Verwandten, von ihnen hängt unser Wohlergehen ab. Doch in Bezug auf die Gesellschaft und den Schöpfer verspüren wir eine solche natürliche Sorge nicht und müssen uns ganz schön anstrengen, um eine solche Furcht in uns zu erzeugen.

In der Gruppe unternehmen wir viele Anstrengungen, um uns zu verbinden, wir hören und lesen viel über das zerbrochene System der Verbindungen zwischen uns. Dieses System wurde absichtlich von dem Schöpfer zerstört, damit wir danach streben, es wiederherzustellen.

Wir versuchen uns so zu verhalten, als ob wir uns lieben, als ob wir uns brauchen würden… Eben diese „als ob“-s sind praktische Handlungen, obwohl das alles ein Spiel, ein künstliches Verhalten ist.

Doch zuerst muss man „tun“ und danach „hören“! „Hören“ ist der zweite Teil, der von dem Höheren Licht, dem Schöpfer, abhängt.

Haben wir genug Anstrengungen unternommen, eröffnet uns das Licht diese Möglichkeit – es öffnet den Eingang zu unserem Herzen, der sich „Eingang für die an Schöpfers Tür Klopfenden“ nennt (Petach le dofkim be tshuva).

Und dann mfangen wir an, das Verlangen zu geben wahrzunehmen – eine Öffnung im Herzen, durch die wir Sorge um andere verspüren, wie eine Mutter um ihre Kinder.

Zu einer solchen Mutter Bina werden wir in Bezug auf das gesamte System der Seelen, mit denen wir uns verbinden müssen, um ihnen zu geben.

Den Schöpfer schließe ich auch in mich mit ein, um Ihm zu geben. Ich gebe und werde deshalb quasi höher als Er.

Nur diese Ehrfurcht fehlt uns, ab da und weiter verstehen wir bereits, wie diese Beziehung sich zu Liebe entwickeln wird…

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.07.2010

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Wünschen Sie sich etwas – und Sie werden hören!

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich in mir das Zittern vor dem Schöpfer erwecken, wenn ich nur unsere materielle Welt sehe?

Meine Antwort: Es kommt die Zeit, wenn ich schon lange in der Gruppe bin und plötzlich darüber “höre”, dass ich mich für die Erreichung der Geisteswelt, mit den Freunden verbinden soll. Wofür und warum – ist mir auch nicht klar. Es fehlt mir also an der sinnlichen Verbindung zwischen den folgenden Komponenten:

1. Das Höhere Ziel, das ich nicht empfinde und nicht begreife, und welches ich trotzdem erreichen soll

2. Die Höhere Kraft, die ich empfinden und erkennen soll

3. Meine Beziehung zu den Freunden

4. Der Zustand der Einheit mit den Freunden, den ich erreichen muss.

Es gibt hier also eine Reihe von inneren, sinnlichen Enthüllungen, die in mir geschehen sollen. Denn wir leben von diesen Empfindungen. Wir sind aus einem Material erschaffen, das als “der Wunsch zu genießen” genannt wird. Dieser Wunsch fühlt entweder Genuss oder  Leiden – und eben nichts anderes. Deshalb zeigt sich meine Beziehung zu etwas  entweder in meiner Empfindung oder nicht.

Wenn es in mir noch keine sinnliche Verbindung gibt, und zwar ab dem Zeitpunkt, wo ich das Ziel der Schöpfung – durch die Liebe zum Schöpfer, durch die Besorgnis, das Zittern vor Ihm, die Sorge um die Gruppe, die Vereinigung mit den Freunden, wie ein Mensch mit einem Herzen erreiche – wenn es also in mir noch keine innere sinnlichen Antworten, keine Eindrücke oder Reaktionen gibt, – dann bedeutet es, ich muss noch stärker an mir arbeiten.

Was muss ich eigentlich machen? Es gibt die Bedingung für die Offenbarung des Schöpfers, wie damals beim Berg Sinai: wünschen Sie eine solche Vereinigung, wie ein Mensch mit einem Herzen – dann wird Er sich in eurem vereinigten Wunsch offenbaren.

Wobei die Vereinigung selbst wird der Schöpfer erfüllen. Wir sollen uns nur darin bemühen, den Wunsch zur Einigkeit zu erkämpfen. Aber wie kann ich mich bemühen, wenn ich kein Verlangen zur Vereinigung verspüre? Man kann das Verlangen mittels der Handlung verstärken. Darüber wird gesagt: “Wir werden es tun – und wir werden hören!”.Gerade deshalb wurde unsere falsche Welt geschaffen, in der wir uns immer noch im Körper befinden – und du kannst die falschen physischen Handlungen des Gebens im Hinblick auf deine Freunde ausführen, sowie über die Einigkeit mit ihnen zu sprechen, ohne jeglichen Wunsch dazu.

Du hast dazu kein Verlangen? – Es ist unwichtig! Du lebst nicht nur im Wunsch, du existierst auch in der äußerlichen Hülle, die als dein physischer Körper genannt wird. Erfülle die physischen Handlungen des Gebens, als ob du deine Freunde und nicht dich selbst lieben würdest. Und deshalb steht geschrieben: “Kaufe dir den Freund”. Gib ihm auf allerlei Weisen zurück – und du wirst empfinden, wie sich in dir die Beziehung zu ihm ändert. Warum? Weil du in ihn deine Kräfte, deine Bemühung gesteckt hast. Du wolltest nicht, aber hast trotzdem zu ihm die besondere Beziehung gefunden. Es heißt eben “Wir werden es tun” – aus den Handlungen, die du ohne den Wunsch erfüllst, und du kommst zu ” Wir werden hören”– zur Eigenschaft des Gebens (denn das Gehör ist eine Eigenschaft von Bina). Dann fängst du an,r zu hören, was die Tora erzählt – die Gebrauchsanweisung auf dem Weg zum Licht zu verstehen (Tora kommt vom Wort “Or” – “das Licht” und vom Wort “Oraa” – “die Gebrauchsanweisung, lehren”). Lasst uns deshalb, uns gegenseitig bemühen – sogar ohne Wunsch vereinigt zu werden, über Gefühle hinaus – dann werden wir anders empfinden.

Aus dem 1. Unterricht des Megakongresses, 23.07.2010
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Ein Führerschein zur Lebensführung

Jeder Mensch ist ein Arbeitnehmer beim Schöpfer, wobei er es nur selten weiß oder fühlt.

In deinem Auto gibt es den Motor, dank dessen sich der Wagen vorwärts bewegt. Es ist der Schöpfer, der ihn bewegt – die Leiden üben von hinten den Druck aus, und vorne locken die Genüsse an. Und deshalb rollt dein Wagen – indem du von den Leiden zu den Genüssen überwechselst. Aber es kommt die Zeit, wenn der Schöpfer deinen Jeep nicht mehr bewegt! Du sollst Ihn darum bitten, deinen Motor zu starten. Und wenn du Seine Kraft bekommst, dann kannst du in dem Maß nach vorne geschoben werden, in dem du darum gebeten hast. Das heißt, ihr arbeitet zusammen, wie die Partner. Früher wusstest du nicht, wohin und warum du fährst – dein Wagen rollte trage nach vorne, du hast unbewusst viele Leben gelebt. Du bist vorwärts gefahren – wie das Tier, das unter den Schlägen vorwärts läuft.

Deshalb bezeichnet man ein solches Leben, als die tierische Existenz. Denn du weißt nicht, woher deine Wünsche kommen und warum du gerade auf diese Weise handelst. So leben alle Menschen. Bis …Bis man den Punkt im Herzen entdeckt, wonach die Verbindung mit der führenden Kraft entsteht, und du beginnst sie bewusst darum zu bitten, dich nach vorne zu schieben, du willst den Weg und das Ziel erkennen, und nicht einfach, den Leiden zu entgehen, um die Genüsse zu bekommen!

Dich interessiert schon die Wahrheit! Dieses Ziel hat nichts mit dem Genuss zu tun. Hauptsache es geht um – die Wahrheit. Sonst ist es die Lüge, die dich nach vorne bewegt. Und deshalb bittest du um die Kraft des Lichtes, um trotz deiner Empfindungen, die Wahrheit zu erreichen.

Der Mensch kommt hierher, um zu lernen, dadurch verändert er seine Fortbewegung vom Bitteren zum Süßen in die Fortbewegung von der Lüge zur Wahrheit, trotz seiner Empfindungen – von der Analyse mithilfe der Empfindungen zur Analyse mit dem Verstand.

Aber bis „der Wagen anspringt und sich nach vorne bewegt – braucht man Zeit! Und außerdem muss man „die Prüfungen“ schaffen, um „Führerschein“ zu bekommen… Dies ist die „Vorbereitungsperiode“ eben, bis du dich endlich ins Auto setzen und fahren kannst.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 13.07.2010

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Das Sprechende Herz

Das Gebet, die Bitte um die Korrektur ist unser natürlichster Wunsch, aber das Problem liegt darin, dass unser Herz nicht das will, was es eigentlich braucht. Und deshalb lesen wir die Artikel der Kabbalisten, um zu begreifen, was wir erreichen müssen, welche Bitte im Herz – denn unsere Wünsche sind verdorben.

Vor allem, müssen wir unsere Wünsche korrigieren: wenn uns im ersten, kleinen, korrigierten Wunsch die Empfindung des Schöpfers offenbart wird – dann werden wir schon aus der Verbindung zu Ihm erkennen, worum genau zu bitten ist, um uns Ihm mehr und mehr zunähern.

Deshalb haben die Weisen der Großen Versammlung (Anschej Knesset Agdola), die übrigens alle große Kabbalisten waren, das Gebetbuch geschrieben, damit darin jeder lesen konnte, worum das korrigierte Herz zu bitten hat. Wenn man das Gebetbuch öffnet, dann muss man sich daran erinnern, dass man über die sehr hohen Zustände liest, die wir folglich erreichen müssen. Außer diesem Gebetbuch, brauchen wir noch den weisen Lehrer, der uns lehren wird, wie man folglich erreicht, dass sich das Herz genau das wünscht, worüber das Gebet spricht.

Denn es ist nicht der Sinn der Sache, ständig die geschriebenen Wörter zu wiederholen –  viel wichtiger ist es diese Empfindung tief im Herzen zu erreichen. Das Herz des Menschen soll diese Wörter des Gebets aussprechen!
Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 12.07.2010
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Die Sicht aus dem Punkt der Schöpfung

Die kabbalistischen Bücher erzählen uns über unsere künftigen Zustände, die wir in uns enthüllen müssen, indem sie ihnen Namen von Welten, Sefirot, Parzufim geben.

Wenn wir unsere Verlangen in diese Richtung vereinen, bekommen wir die Forderung nach der Korrektur, die das Einwirken des Lichts hervorruft, es verleiht unserem Verlangen die Absicht zu geben, und wir erreichen jene Empfindungen, die von den Kabbalisten beschrieben werden.

All diese künftigen Zustände, die wir erreichen und spüren wollen – AB, SaG, Aba we Ima, Siwugim, Parzufim – beziehen sich nur auf die Verbindung zwischen uns, auf die unterschiedlichen Arten des Gebens.

Es wird nur über die Verbindung zwischen den Seelen gesprochen – angefangen mit dieser Welt, wie unsere heutige Verbindung heißt, über alle Stufen der Welten bis hin zu einer solchen Verbindung, die sich Unendlichkeit nennt, d.h. einer Verbindung zwischen allen ohne jegliche Grenzen.

Unendlichkeit bedeutet Fehlen von Einschränkungen, wenn alle Seelen dermaßen korrigiert sind, dass sie sich zu einem Ganzen vereinen.

Und obwohl wir uns noch nicht in einem solchen Zustand befinden, müssen wir ihn genau jetzt als unser Ziel sehen: „wie ein Mensch mit einem Herzen“, und darauf warten, dass es zwischen uns geschieht.

Es ist sehr wichtig, von der äußeren Wahrnehmung zur inneren überzugehen, d.h., wenn die gesamten Welten und alles, was existiert, sich in einem Menschen befindet.

Wir verstehen nicht, was es bedeutet „in einem Menschen“ und fangen an, uns einen geometrischen Raum vorzustellen.

Wir müssen ständig an der Richtigkeit des Bildes arbeiten. Am Anfang des Weges stellt sich der Mensch seine innere Arbeit, die Spiritualität, die Arbeit in der Gruppe sehr eigenartig vor.

Doch bei weiterem Vorankommen muss man sich darum bemühen, dass sich alle Bilder, Formen und Anschauungsweisen in einem Punkt vereinen und sich sowohl das Ziel als auch die gesamten Veränderungen in ihm allein zusammenfügen. Außer diesem einen Punkt gibt es keinen anderen Raum.

So beginnst du, dir alles nur in dem Punkt deiner Wahrnehmung vorzustellen, und kehrst in den Punkt der Schöpfung „Jesh mi Ajn“ (Existierendes aus dem Nichts) zurück.

Und das ist keine Phantasie! Denn wir leben die ganze Zeit innerhalb dieser Phantasie. Jeder hat seine eigene imaginäre Welt…

Aus dem Unterricht von 04.06.2010 

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Heiler der Herzen

Unsere gesamte Arbeit, die mittels der freien Wahl durchgeführt wird, verläuft hauptsächlich in der Verhüllung der höheren Lenkung.  Über diesen Zeitraum steht in der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“ (Punkt 53) geschrieben:

„Gemäß dem Leiden – die Bezahlung”. Denn die Lenkung des Schöpfers ist nicht klar, und es ist nicht möglich, Ihn anders als in der Verhüllung des Angesichts zu sehen, das heißt nur von Seiner Umkehrseite… und deswegen gerät man in Zweifel …Dabei liegt die Wahl immer in den Händen des Menschen: den Wunsch des Schöpfers auszuführen oder gegen Seinen Wunsch zu verstoßen. Denn die Leiden und der Schmerz des Menschen lassen ihn an der Realität der Lenkung des Schöpfers zweifeln.
Stellt euch vor, ihr seht jemanden durch das Prisma eures egoistischen Verlangens. Es gibt mich und den Schöpfer, und zwischen uns steht meine egoistische Natur.
So wie wenn ein guter, lieber Mensch auf mich zugehen würde – doch er ist Arzt und hält eine Spritze in der Hand, um sie mir zu geben.
Und ich bin ein kleines Kind, ich sehe sein mildes Lächeln und die Spritze in seiner Hand und erstarre vor Angst. Und er geht immer näher an mich heran, um mir diese Spritze zu geben.
Habt ihr euch das vorgestellt?! So ist auch euer Zustand! Das heißt, wir müssen Ihn kennenlernen und Ihn verstehen, Seine Absichten spüren – selbst wenn Er vorhat, uns die Spritze zu geben… Was tun, wenn wir krank sind und geheilt (korrigiert) werden müssen?!
Doch wozu hat Er das alles getan? Damit wir Ihn erkennen können, denn sonst wäre es nicht möglich gewesen. Den Vorzug des Lichtes erkennt man nur aus der Finsternis heraus.
Dann verstehst du, dass all diese imaginären schrecklichen Bilder – die Spritze, diese ganze Welt voller Leiden und Übel – nur in deiner egoistischen Vorstellung gemalt werden.
Die Stufe des Glaubens bedeutet, sich über diese Materie zu erheben, dann wirst du sie nicht mehr spüren! Du wirst spüren, dass all das deine kindliche Phantasie war, die in Wirklichkeit nicht existiert hat.
Jenes Licht, die gute Einstellung des Schöpfers dir gegenüber, erschien deinem Egoismus wie eine schmerzhafte Spritze. Wie Kinder Angst vor Spritzen haben, so hatten auch wir Angst davor…
Aus dem Unterricht nach dem Artikel “das Vorwort zum TES”, 10.06.2010

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