Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie man mit dem Schöpfer verschmilzt

Frage: Baal HaSulam war in der Verschmelzung mit dem Schöpfer. Wie können wir eine solche Verbindung mit dem Schöpfer durch unseren Nächsten erreichen?

Antwort: Das ist nicht einfach. Ihr müsst miteinander verbunden sein und aus dieser Verbindung heraus, euch an den Schöpfer wenden, damit Er euch noch fester an sich bindet und euch in sich einschließt. Mehr können wir nicht verlangen und brauchen es nicht, denn es heißt: „An Ihm wird mein Herz sich erfreuen.“

Frage: Rabash schreibt: Baal HaSulam hat das System so beeinflusst, dass ein einfacher Mensch mit dem Schöpfer verschmelzen kann, während dies zuvor nur großen Tora- Gelehrten möglich war.

Können wir nun unsere Methode verbessern, so dass jeder Mensch mit dem Schöpfer verschmelzen kann, wie ein Weiser?

Antwort: Wenn wir das erreichen, was wir erreichen sollten, dann werden wir erkennen, wie wir allen Menschen helfen können. Das wird das Ergebnis unserer spirituellen Arbeit sein.

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Aus der Lektion zum Baal HaSulam-Gedenktag 13.10.2024

Wer bestimmt das Schicksal?

Kommentar: Brief von Svetlana Aleksandrova: „Es ist schön, Ihnen zuzuhören, aber Sie verlassen sich immer auf den Schöpfer, der alles entscheiden wird, und auf den Zufall der Umstände. Nur manche Menschen haben ein wunderbares Leben und andere nicht.

Wer entscheidet, wer leben darf und wie? Das ist nicht klar. Und es ist sehr schwer zu akzeptieren, dass irgendein Schöpfer einigen Menschen gegenüber wohlwollend ist und anderen gegenüber nicht. Wie geht man damit um? Warum hat der Schöpfer so entschieden?“

Antwort: Es hängt von der Wurzel der Seele eines Menschen ab, es hängt nicht einmal vom Schöpfer ab. Der Schöpfer wählt nicht aus, mit wem er befreundet ist, wen er bestraft und wen er im Gegensatz dazu verherrlicht. So etwas gibt es nicht. Es kommt nur darauf an, in welchem Zustand sich die Summe der Seelen befindet, wie sie miteinander interagieren.

Und hier hat jeder sein eigenes Schicksal. Aber dieses Schicksal ist mehr oder weniger vorherbestimmt, und es gibt keine Verzerrung, keinen Rang oder einen besonderen Zustand – besser oder schlechter im Vergleich zu anderen. Es gibt nichts dergleichen. Alles hängt vom Menschen ab.

Frage: Sie sagen also, dass jeder Mensch seine eigene Wurzel in der gemeinsamen Seele hat? Und er muss an diesem Seil zur gemeinsamen Wurzel hinaufsteigen?

Antwort: Es ist kein Seil, es ist ein Weg, es ist das Erklimmen eines Berges auf allen Vieren, das Hinfallen, das Wiederaufstehen und das Wiederaufsteigen.

Es ist alles vorherbestimmt, nur nicht, wie man diesen Weg des Aufstiegs wahrnimmt.

Je mehr wir darüber nachdenken und uns bemühen, näher zu kommen und den Schöpfer zu überzeugen, uns dabei zu helfen, desto schneller beschleunigen wir unsere Entwicklung hin zum guten Zustand. Wir haben nichts anderes.

Frage: Ist das der Grund, warum Sie weiterhin auf den Schöpfer vertrauen?

Antwort: Ich vertraue auf den Schöpfer, darauf dass wir ihn dazu bringen, ihn verpflichten, ihn überzeugen, uns zu helfen, aus uns eine gesunde menschliche Gesellschaft unter guten äußeren Bedingungen zu machen.

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“.

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Methode der Korrektur, Teil 10

Wenn man die Naturgesetze erfüllt

Frage: Wenn ich dafür sorge, dass mein gleichgesinnter Freund den Schöpfer erreicht – das ist das Beste, was ich für ihn tun kann, – reicht das dann  aus? Muss ich mich dann nicht darum kümmern, seine zahlreichen anderen Wünsche zu erfüllen?

Antwort: Nein. Es steht geschrieben, dass die materiellen Ansprüche des Freundes wichtiger sind, als deine Spirituellen.

Aussage: Aber ich kann nicht mal meine eigenen materiellen Wünsche erfüllen, seine dann doch erst recht nicht!

Antwort: Hiermit ist eine Gesellschaft gemeint, die nur existiert, um den Schöpfer zu offenbaren. Alle ihre Mitglieder werden sich in einer gegenseitigen Bürgschaft befinden, d.h. ihr Leben wird nur daraus bestehen. Alles andere was sie für ihren Unterhalt, für ihr Leben brauchen, das was man als „unverzichtbare Lebensbedingungen“ bezeichnet, wird von ihnen gemeinsam angeschafft. Sie helfen sich gegenseitig. Sie werden immer alles haben,  was sie brauchen, da sie die Naturgesetze erfüllen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 07.02.2019

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Leben und Tod, Teil 7

Werden Sie ein Mensch

Frage: Die Kabbalisten sagen: „ Die Aufgabe des Menschen besteht darin zu existieren. Sie haben kein  Gefühl für das Leben und den Tod. Wenn dieses Gefühl vorhanden ist, bedeutet es, dass die Person noch nicht über ihr tierisches Niveau hinausgewachsen ist, sie ist noch nicht Mensch geworden. Ein Mensch ist derjenige, der ewig existiert und sich als solcher fühlt. Wie ist das möglich?

Antwort: Wenn der Mensch diese Welt nicht niedriger als sich selbst wahrnimmt, dann ist er auf einer höheren Stufe. Er nutzt die ganze Welt, aber nur um sich zum Spirituellen hinzubewegen.

Wenn wir in unsere Vereinigung die gemeinsame, gegenseitige Kraft des Guten und der Liebe, die „ Schöpfer“ genannt wird offenbaren, dann ist die spirituelle Welt unsere Verbindung.

Frage: Was ist die Stufe „ Mensch“?

Antwort: Der Mensch ist Adam, was von dem Wort “Adomae“, „dem Schöpfer ähnlich sein“ abstammt. Er ist in der Eigenschaft des Gebens und der Liebe wie der Schöpfer. In dieser Hinsicht ist es möglich, darüber zu sprechen, wer von uns, wie viel Mensch ist.

Frage: Verstehe ich richtig, dass ein Mensch, der eine gewisse spirituelle Stufe erreicht hat stirbt und dann in einem Körper wiedergeboren werden muss?

Antwort:  Wir sprechen über Wünsche und Absichten, nicht über den Körper.

Frage: Nehmen wir an, ein Kabbalist stirbt, wird wiedergeboren und durchläuft mehrere Entwicklungen. Die erste Stufe ist, wie bei jedem anderen Menschen auch, eine unbewusste Entwicklung. In ein paar Jahrzehnten wird er schnell zum Kabbalisten, dann hilft er anderen. Ist das richtig?

Antwort:  Sehr primitiv. Schließlich gibt es einen „Ibur Nashamot“, eine Trennung, eine gegenseitige Verschmelzung der Seelen. Es ist eine Bewegung, Verbindung und deshalb kann man nicht sagen, dass all dies geschieht. Alles ist viel komplizierter, weil es sich um ein einziges System handelt.

Sobald wir uns von der Erde (von unserer Welt) lösen, betreten wir sofort die Höhere Welt. Und dort gibt es ganz andere Zustände. Es existiert keine Trennung zwischen den Seelen, so wie in unserer Welt, in der sie sozusagen durch einen Körper getrennt sind. Wenn unser Körper, d.h. der irdische Egoismus, nicht existiert, ist die Verknüpfung zwischen den Eigenschaften des Gebens und der Liebe völlig anders.

Fortsetzung folgt….

Aus der TV Sendung „ Grundlagen der Kabbala“ 14.01.2019

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Wunschsortierung

Frage: Woher wissen wir, welche Wünsche wir jetzt und welche wir anschließend korrigieren können? Wie können wir mit etwas keine Zeit verschwenden, das wir nicht ändern können?

Antwort: Es gibt tatsächlich Wünsche, die wir noch nicht ändern können. Das spielt keine Rolle. Wir können sie nur dann sortieren, wenn wir in einer Gruppe sind.

Ich arbeite in der Gruppe an der Größe der Hingabe und der Verbindung. Das wird die Größe des Schöpfers genannt. Es gibt keinen Schöpfer– es gibt die Eigenschaft der Verbindung, der Hingabe und der Liebe.

Wenn ich in einer Gruppe bin und an diesen Eigenschaften arbeite, beginne ich damit, die Wünsche und Gedanken, die in mir auftauchen, richtig zu sortieren und mit ihnen zu arbeiten.

Frage: Was ist angemessener: sich auf die Wünsche meiner Freunde in der Gruppe zu konzentrieren oder ihnen die Möglichkeit zu geben mir zu helfen?

Antwort: Das Beste ist, wenn ich in der Gruppe ihre Gedanken und Wünsche bekomme und ich ihr Helfer, sogar ihr Sklave werde. Ich bin bereit, ihnen dabei zu helfen, dass sie ihre Wünsche und Gedanken verwirklichen können.

Aus dem Unterricht, 14.04.2019

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Freude – das Ergebnis guter Taten

Frage: Wie entfaltet sich der Begriff der Freude in der Kabbala? Der Glaube zum Beispiel ist Liebe, Hingabe. Und die Freude?

AntwortDie Freude kommt von der Tatsache, dass man die Handlung des Gebens ausführen kann. Wie es heißt: „Freude ist ein Spiegelbild der guten Taten.“

Wenn du gute Taten vollbringst: geben, lieben, umarmen, helfen, vorantreiben, dann wirst du Freude empfinden.

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Aus der Kabbala-Lektion in russischer Sprache vom 4.4.19.