Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'heilig'

„Heiliges Volk“ und „Königreich der Priester“

Kommentar: Im Artikel von Baal HaSulam “Bürgschaft”, P.27 steht geschrieben: Die wahre Belohnung ist es, mit Ihm zu verschmelzen, was das Ziel der Schöpfung ist. Genau diese Belohnung wird in den Worten „ein heiliges Volk“ ausgedrückt, denn durch das Verschmelzen mit Ihm werden wir geheiligt, da es heißt: „Ihr sollt heilig sein, denn ich, der Ewige, euer Gott bin heilig“ (Levitikus 19,2).

Wir sehen, dass die Worte „Königreich der Priester“ jede Art von Arbeit ausdrückt, die auf „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ beruht.

Es gibt eine Korrektur, und es gibt das, was durch sie erreicht wird. „Königreich der Priester“ und „Heiliges Volk“ sind zwei Stufen. „Königreich der Priester“ bedeutet, die Eigenschaften des Gebens zu erlangen: Bina, Guf, Emuna (GE).

Es wird gesagt, dass die „Priester“ keine Verbindung zur “Erde” haben. Das bedeutet, wir befassen uns nicht mit Wünschen, wir korrigieren sie nicht, sondern wir erwerben auf dem Hintergrund aller Wünsche die Absicht um des Gebens willen– wir geben um des Geben willen. Das ist es, was man das „Königreich der Priester“ nennt. Alles ist nur für den Schöpfer. Wir erwerben die gleichen Eigenschaften, die in Bina vorhanden sind, also die Eigenschaften des Schöpfers.

Was bedeutet „Heiliges Volk“? „Das Volk“ – sind diejenigen, die Kelim empfangen; wir beginnen bereits, sie um des Geben willen zu benutzen.

Der Zustand „des heiligen Volkes“, bedeutet nach Rabbi Schimon auch, dass der Mensch allen Völkern der Welt dient (außer den Völkern der Welt in ihm), d.h. man arbeitet um des Geben willens mit allen empfangenden Gefäßen. Das nennt man, ein „Licht für die Völker“ zu sein.

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Aus der Lektion zum Artikel „Bürgschaft.“

 

Kabbala und die Völker der Welt

Facebook- Frage: In der Kabbala gibt es den Begriff der „Gojim“ (Völker der Welt). Wie stehen die Kabbalisten zu ihnen: wie im Talmud oder nicht?

Antwort: Der Talmud und die Kabbala sind ein und dasselbe. Man muss nur verstehen, dass alles von dem Mensch abhängt, der die so genannten „heiligen“ Bücher liest. Sie werden heilig genannt, da sie von Menschen geschrieben wurden, welche die Höhere Welt begriffen haben.

Der Begriff “ Gojim “ ist ein Volk. Die Juden sind praktisch gesehen kein Volk. Sie sind eine besondere Gruppe von Menschen, die es auf sich genommen haben, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe, das Ebenbild des Schöpfers, zu erlangen und dann diese Eigenschaft auf die ganze Welt auszudehnen. Sie lehren der Menschheit, „ein Licht für die Gojim“ zu sein – für die Völker der Welt.

So begann die Gruppe, die sich im alten Babylon aus allen dort lebenden Völkern bildete und sich von ihnen trennte, sich als „das Volk Israel“ zu nennen, obwohl sie kein Volk sind. Die Tora sagt, dass diese Gruppe nicht zu den Völkern gezählt wird.

Es gibt die anderen 70 verwurzelten Völker der Welt, denn es gibt 70 spirituelle Wurzeln für diese Völker, die alle egoistisch sind. Die Gruppe „Volk Israel“ war altruistisch. Nach anderthalb Jahrtausenden verfiel sie wieder in den Egoismus und ist jetzt noch egoistischer als die anderen.

Aus der Fernsehsendung „Antworten auf Fragen aus Facebook“, 10.03.2019

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Kabbala über Heilige und Hirntransplantationen

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es Leute, die aus Sicht der Kabbala als Heilige bezeichnet werden? Existiert dieses Konzept? Wie können Sie das Phänomen von unvergänglichen Reliquien erklären, die von Heiligen oder heiligen Leuten übrig bleiben? Das ist ein Konzept, das in verschiedenen Religionen existiert. Ist es möglich, dass diese Menschen die Eigenschaft der absoluten Liebe und des Gebens zu Lebzeiten erreicht haben und deshalb nicht gestorben sind, aber ihre Seelen einfach ihre Körper verlassen haben? Und wird dies als Heiligkeit bezeichnet?

Meine Antwort: Der menschliche Körper ist ein Tier, das letztlich stirbt und in seine Grundelemente zerfällt. Und die Seele hegt keine Beziehung zum Körper. Baal HaSulam hat sogar gesagt: „Es ist mir egal, wo sie meinen Sack voller Knochen begraben.“

Ein heiliger Mensch ist jemand, der Gleichheit mit dem Schöpfer erreicht, während er in dieser Welt lebt, indem er das Verlangen „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ entwickelt. Was den Körper betrifft, können Sie alle Körperteile transplantieren und Bluttransfusionen vornehmen. Das wird die Seele in keiner Weise beeinflussen. Die Ärzte können bereits das Herz ersetzen und bald werden sie auch Hirntransplantationen vornehmen können. Denn unsere Informationen werden nicht im Hirn gelagert, sondern im Feld um uns herum.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Östliche Lehren haben keinerlei Verbindung zur Kabbala
Blog-post: Was ist die Seele?
Blog-post: Bin ich ein Mystiker oder ein Prophet?

Jeder geht seinen eigenen Weg


Eine Frage, die ich erhielt: Lieber Rav Laitman, würden Sie mir bitte erklären, wie die Kabbala zur Ehe und den unterschiedlichen Wahrnehmungen zwischen Ehemann und Ehefrau steht? Die Kabbala hat mir bereits vieles klar gemacht. Betrachtet Kabbala die Beziehung zwischen Mann und Ehefrau als eine heilige oder kommt es auf unser Verlangen an, diesem Weg zu folgen? Ich danke Ihnen, dass Sie uns dabei behilflich sind, zu verstehen, was als „ein Geheimnis“ betrachtet wurde.

Meine Antwort: „Heilig“ ist die Eigenschaft des Gebens, die wir unter dem Einfluss des korrigierenden Lichtes (Or Makif) erhalten, wenn wir Kabbala (Bücher von Baal HaSulam) richtig studieren. Es gibt keine andere Heiligkeit! Es steht geschrieben: „Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität“. Auf der körperlichen Ebene ist der Egoismus der Antreiber für den Zwang, doch kann er nicht in der spirituellen Welt und innerhalb spirituellen Taten existieren.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg zu gehen und kommt zum Schöpfer, wenn es der richtige Zeitpunkt für ihn ist; darum haben wir nicht das Recht irgendjemanden dazu zu zwingen, Kinder und Ehemann eingeschlossen. Sie können ihnen so nebenbei einmal etwas darüber erzählen, sanft, doch ohne Druck und dabei die Liebe dafür in ihnen erwecken. Und egal, wie das Resultat auch sei, sollten Sie Ihr Leben mit Ihrer Familie genausso wie vorher leben.

Wenn Sie sich mit denjenigen zusammentun, die dem Schöpfer entgegenstreben, werden auch Sie die Kraft erhalten, Ihn zu erreichen. Betrachten Sie Ihre Verwandten als Körper, die mit Ihnen verwandt sind und als Seelen, die Ihnen fremd sind.

Verwandtes Material:
Shamati Article 145: What Is Will Give Wisdom Specifically to the Wise
Chapter 4.4 of the Book: The Path of Kabbalah: Questions and Answers
Part 6, Ch. 4 from the eBook Interview with the Future: What Should One Go Through in Order to Attain Spirituality?
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