Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Hass'

Wie man den Schöpfer bittet

S. Vinokur: Aus einem Brief: „Wie können wir den Schöpfer bitten, barmherzig zu sein? Es ist genug Blut geflossen, was will Er von uns?“

M. Laitman: Der Schöpfer möchte, dass du so bist wie Er. Das heißt vor allem, sich bewusst zu machen, dass Er der Einzige ist, der über alles richtet, dass alles nur von Ihm, vom Schöpfer, abhängt. Man sollte sich nur an Ihn, den Schöpfer, richten.

Und wenn ihr euch Ihm zuwenden wollt, müsst ihr zusammen sein. Gemeinsam! Mit den meistgehassten Gegnern, wer oder was auch immer sie sein mögen. Wenn du nicht auf einen Fremden zugehen kannst, auf einen anderen Menschen, und ihn umarmen und dich an den Schöpfer wenden kannst…

S. Vinokur: Den Menschen, den ich hasse?

M. Laitman: Ja, man muss aus der Ferne damit anfangen, aber Schritt für Schritt mit der Absicht, sich dem Schöpfer zu nähern, ihn zu umarmen und sich ihm zuzuwenden.

S. Vinokur: Also ist meine Aufgabe, demjenigen näher kommen, den ich am meisten auf der Welt hasse…

M. Laitman: Unbedingt! Ansonsten wird der Schöpfer dich nicht hören.

S. Vinokur: Ihn umarmen und sich an den Schöpfer wenden?

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Das Heilmittel für alle Leiden

Ich möchte, dass meine Leiden, Leiden der Liebe sind, da ich nicht weiß, wie ich meine Freunde und den Schöpfer lieben soll. Wenn ich meine Leiden gegen Leiden der Liebe austauschen will, so dass ich anstelle von Hass und Ablehnung meiner Freunde und des Schöpfers, zur Liebe komme, dann verwandle ich dadurch alles Böse in Gutes.

In diesem Fall werde ich nie etwas Schlechtes, Böses oder Schmerzen empfinden. Wenn ich mich bemühe, mich mit meinen Freunden zu verbinden, dann wird dies eine universale Medizin sein, die mich vor jedem Unglück schützt.

Ich muss das Gefühl haben, ich werde aus dem Boot geworfen, wenn ich mich vom Zehner trenne und in eine tosende See stürze. So muss ich über mein Leben denken.

Aus dem Unterricht, Schriften von Baal HaSulam, Shamati 104 „Und der Zerstörer saß“, 21.12.21

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Was ist zu tun, wenn der Chef ein Diktator ist?

Kommentar: Igor schreibt Ihnen: „Lieber Michael Laitman, ich wende mich an Sie und bitte um Rat. Mein Chef ist ein Diktator. Seit fünf Jahren kann ich mich kaum zurückhalten, um ihm nicht eine zu verpassen.

Ich liebe meinen Job, und ich hasse ihn. Er beobachtet jede meiner Bewegungen. Alle seine Bitten sind keine Bitten, sondern Befehle, alle seine Gespräche sind reine Moralpredigten. Es gibt nichts Menschliches an ihm, nichts Warmes. Ich nehme das nur in Kauf, da ich weiß, dass ich nirgendwo anders einen solchen Job finden werde. Wie man das auf Dauer aushält – ich weiß es nicht. Lieber Michael, was würdest du an meiner Stelle tun?

Antwort: Ich würde versuchen, mich so zu verändern, dass ich diesen Mann lieben könnte. Dann würde alles tausendmal besser laufen.

Frage: Ist das in diesem Zustand möglich? In dem Schreiben heißt es direkt, dass „ich ihn einfach hasse“.

Antwort: Ich denke, in einem solchen Zustand ist das umso mehr möglich. Vielleicht merkt er plötzlich, dass es nichts Schlimmes gibt, er hat sich darauf eingestellt und sieht es so. Er bereitet sich innerlich schon darauf vor, den Chef zu hassen.

Frage: Das heißt, wenn Igor sich so sehr bemüht, seinen Chef zu lieben, wird er herausfinden, dass er gar kein Diktator ist?

Antwort: Er ist kein Diktator. Alles hängt von Igor ab.

Frage: Und wie wird der Chef diese Liebe wahrnehmen? Als Kriecherei, als Spiel?

Antwort: Nein. Igor muss überhaupt nichts zeigen. Er soll in seinem Inneren arbeiten.

Frage: Innerlich? Sie meinen, er könnte sagen: „Ich will mich ändern, ich will ihn lieben, trotz allem“?

Antwort: Ja, „ich möchte ihn wirklich lieben“. Alles wird sich dann ändern. Wie können wir sonst die Liebe zu unserem Nächsten erreichen? Denken Sie nicht, dass es irgendwann passieren könnte, sondern jetzt, ganz konkret. Wenn es einen Menschen gibt, den man hasst, ist es die beste Gelegenheit, sich zu verbessern.

Frage: Das ist Ihr wichtigster Ratschlag?

Antwort: Natürlich ist es das. Es gibt nichts anderes. Es ist der Schöpfer, der es absichtlich so einrichtet, damit man sich neu formt und so eine spirituelle Stufe erreicht.

Frage: Einen angenehmen Zustand?

Antwort: Natürlich!

Frage: Bei der Arbeit und überall sonst?

Antwort: Auf jeden Fall! Die Folgen davon werden die besten sein.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 04.10.2021

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Kabbalistisches Haiku „Was tun mit den hinterlistigen Gedanken?“

Bemerkung: Es gibt ein solches Haiku von Ihnen: „Hinterlistige Gedanken haben sich in das Gehirn geschlichen, um zu sehen, was sie in die Finger bekommen können; ganz leise…“

Was meinen Sie damit? Was sind das für Gedanken, die in meinem Gehirn auftauchen, um zu sehen welchen Vorteil sie haben können, und trotzdem so leise sind?

Antwort: Ja, das fühle ich manchmal auch. Spüren sie nicht, dass etwas in ihnen zu entstehen beginnt – gewisse Gedanken, die in ihnen nach etwas suchen, aus dem sie einen Vorteil ziehen können, etwas das für sie spannend ist und an dem sie sich gütlich tun können?

Frage: Können Sie ein Beispiel geben? Welche Gedanken keimen in mir auf, um sich an mir gütlich zu tun?

Antwort: Wir haben viele solcher Gedanken in unserer spirituellen Arbeit! Es sind Gedanken gegen meine Freunde. Ich lebe ganz normal, und plötzlich tauchen solche Gedanken auf.

Frage: Habe ich etwas, von dem sie sich „ernähren“ können?

Antwort: Ja! Das hat jeder in sich! In mir entstehen auch solche Gedanken und finden ein großes Betätigungsfeld.

Frage: Entstehen bei gewöhnlichen Menschen auch diese Hassgedanken gegen andere?

Antwort: Ja, es ist unser großer egoistischer Wunsch. Er kann leicht erregt werden und ist sehr leicht auf andere zu übertragen und wirkt dort.

Frage: Gehört meine Kritik und mein Hass gegen andere zu diesen Gedanken, die in mir einen Boden gefunden haben und Wurzeln schlagen?

Antwort: Genau.

Frage: Wie kann ich sie davon abhalten, in mir Wurzeln zu schlagen?

Antwort: Sie müssen sie als ihre Feinde betrachten. Installieren sie in sich ein Gefühl der Ablehnung gegenüber dieser Empfindungen, so dass sie Angst davor bekommen, dass sie in ihnen auftauchen.

Frage: All diese Auseinandersetzungen, all dieser Hass sind Gedanken, die in uns auf fruchtbaren Boden fallen?

Antwort: Natürlich! Sie kommen in Form eines Embryos, wir nähren sie in uns und ziehen sie groß. Dann beginnen sie aufzuflammen und verbrennen alles in uns!

Frage: Wie kann man verhindern, dass sie kommen und reifen?

Antwort: Zerstöre jede schlechte Meinung, jeden Gedanken, jedes Verlangen, jeden egoistischen Impuls zu anderen. Dann wird es nichts geben, worauf sie fallen und aufgehen können.

Aus dem Fernsehprogramm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 29.07.2021

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Aus Selbstliebe

Frage: Kann ein Mensch seinen Nächsten lieben, wenn er sich selbst nicht liebt?

Antwort: Ein Mensch kann nicht anders, als sich zu lieben. Auch wenn er sich hasst, liebt er sich dennoch.

Wir sind von Anfang an so geschaffen, dass unsere ganze Natur Selbstliebe ist. Es kann nicht sein, dass ich mich nicht liebe. Selbst wenn ich mich hasse, wenn ich mich umbringen will, geht das immer noch von der Selbstliebe aus. Sie ist in uns, sie ist unser Fundament. Deshalb kann alles, was darüber liegt, nur auf der Grundlage der Selbstliebe aufgebaut werden.

Man will nicht leiden, also kann man sich sogar vom Leben trennen. Vielleicht aus einem unbewussten Gefühl heraus, dass man unsterblich ist, aber auch aus Liebe zu sich selbst. Es gibt kein anderes Motiv für alle unsere Handlungen, als uns selbst zu lieben.

Ich denke, dass man im Internet eine Menge Informationen zu diesem Thema finden kann.

Aus einem Vortrag der MAK-Videokonferenz

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Kommt das ganze Chaos aus der Welt der Wurzeln?

S. Vinokur: Aus dem Brief: „Sind die Gesetzlosigkeit, die Verkommenheit und die Lasten der Existenz in der materiellen Welt eine Manifestation der spirituellen Wurzel?“

Alles hat seinen Ursprung in den Wurzeln, in der geistigen Welt, und kommt über die Zweige in unsere Welt.
Somit hätte das, was jetzt auf der Erde geschieht, seinen Ursprung in der spirituellen Welt. Sind alle Schandtaten und Belastungen des Daseins in der materiellen Welt eine Manifestation der spirituellen Welt? Begann die Gesetzlosigkeit auf de Erde auch in der Welt der Wurzel?

M. Laitman: Nein, es geht darum, dass es einen Abstieg der spirituellen Wurzeln in unsere Welt gibt, und auf dem Weg dieses Abstiegs, (versuchen Sie, dieses Wort zu verstehen) gibt es einen moralischen Abstieg, eine Degradierung aller spirituellen Kräfte, bis sie sogar den Zustand passieren, der „das Zerbrechen“ genannt wird, wenn sie sich alle in ihr Gegenteil verwandeln – in die grausamen, egoistischen Kräfte, die wir in unserer Welt sehen. Dies ist unsere Welt.
Die Niedrigste, die Grausamste.

S. Vinokur: Anders als die spirituelle Welt, ihr entgegengesetzt?

M. Laitman: Entgegengesetzt.

S. Vinokur: Können wir die spirituellen Wurzeln irgendwie danach beurteilen, was in unserer Welt vor sich geht?

M. Laitman: Dreh alles in die umgekehrte Richtung, verwandle Hass in Liebe.

„Welches Teil Ihres Wissens, würden Sie an alle Menschen auf der Welt weitergeben wollen?” (Quora)


Michael Laitman, in Quora: „Welches Teil Ihres Wissens, würden Sie an alle Menschen auf der Welt weitergeben wollen?”

Vor 6.000 Jahren begannen wir uns in unserem Ego zu entwickeln. Dieses Ego drängte uns ständig zur Weiterentwicklung und trennte uns von der Wahrheit. Früher waren wir, wie die Tiere, mit der Natur verbunden und haben instinktiv ihre Gesetze befolgt. Doch unser Ego koppelte uns von der Natur ab. So gerieten wir aus dem Gleichgewicht mit der Natur und wurden zu Egoisten. Die Natur ist jedoch altruistisch und funktioniert nach altruistischen Gesetzen.

So wurden wir zunehmend egoistisch und von der Natur getrennt. Die Globalisierung hat in unserer Zeit das große Ausmaß unserer Verflechtung und gegenseitigen Abhängigkeit offenbart, aber auch das Ausmaß des gegenseitigen Hasses. Heute fangen wir an, unsere wackelige egoistische Basis als die Ursache unseres Unglücks zu sehen. Deshalb wird deutlich, dass es keinen anderen Ausweg gibt als das Ego zum Geben, in Altruismus umzukehren.

Dies ist das Wissen, das ich den Menschen vermitteln möchte. Es existiert in der Weisheit der Kabbala, die davon spricht, dass wir mit Hilfe der Methode, die „Weisheit der Kabbala“ genannt wird, unsere Natur ändern und uns vor der Vernichtung und den zunehmenden Katastrophen der heutigen Zeit retten können. Nur so können wir uns selbst, unseren Kindern und der Welt eine gute Zukunft sichern und unsere Existenz von der materialistischen Ebene auf die spirituelle, ewige und vollkommene Ebene erheben. Wenn wir das nicht tun, und zwar schnell, dann werden wir das gleiche Ergebnis durch Leiden erreichen. Die globale Krise wird uns jedoch dazu zwingen, unseren schicksalhaften Übergang vom Egoismus zum Altruismus zu vollziehen.

Basierend auf einer Frage und Antwort mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. September 2006. Geschrieben/editiert von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

Wenn Darwins Theorie über den Beginn des Lebens in Afrika richtig ist, warum sind dann afrikanische Staaten weniger entwickelt als westliche? (Quora)

Michael Laitman, in Quora: Wenn Darwins Theorie über den Beginn des Lebens in Afrika richtig ist, warum sind dann afrikanische Staaten weniger entwickelt als westliche?

Es ist möglich, dass das Leben in Afrika entstanden ist, aber unsere Zivilisation begann sich erst mit dem Aufkommen des menschlichen Egoismus zu entwickeln, der die Kraft hinter unserem Fortschritt ist. Dies geschah in Mesopotamien, dem alten Babylon, vor etwa 4.800 Jahren. Die Geschichte vom Turmbau zu Babel, die in der Tora erzählt wird, handelt vom Ausbruch des menschlichen Egoismus zu jener Zeit. In ihrem Stolz wollten die Menschen den Himmel erreichen, um es allegorisch auszudrücken, „einen Turm bis zum Himmel“ bauen. Infolge des sich entwickelnden Egoismus begannen sie, sich gegenseitig zu hassen und hörten auf, sich zu verstehen. Dies wird „die Vermischung der Sprachen“ genannt. Dann entfernten sie sich voneinander, weil sie nicht mehr als eine einheitliche menschliche Gesellschaft zusammen sein wollten und konnten. 

Sie hörten auf, einander zu verstehen, und dann begann die Menschheit, sich mit Hilfe ihres Egos zu entfalten. So haben wir uns im Laufe der Geschichte von Generation zu Generation durch das uns innewohnende Ego entwickelt.

Nur im Menschen, in diesem besonderen Geschöpf der Natur, entfaltet sich auch im Laufe einer einzigen Lebensspanne das Ich. Ein eintägiges Kalb ist wie ein ausgewachsener Stier, d.h. es ist bereits ein Tier, das auf alles vorbereitet ist, was es im Leben braucht. Bei uns hingegen wächst das Ego im Laufe des Lebens, und wir wissen daher nicht, was wir tun müssen. Wir brauchen also Erziehung und Unterstützung durch die Gesellschaft.

Wir sind also sehr weit von unseren frühen Tagen in Afrika und sogar von Babylon entfernt. Heute sind wir in den sich entwickelnden Egoismus eingetaucht, der schnell gezähmt werden muss. Wenn wir unser Ego zähmen, dann werden wir eine neue, positiv verbundene Gesellschaft hervorbringen, und wenn nicht, dann nähern wir uns dem Ende unserer Zivilisation.

Basierend auf einem Q&A mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. September 2006. Geschrieben/herausgegeben von Studenten des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

Es ist an der Zeit, vom Inter-Net zum Inner-Net zu wechseln

Es ist etwas mehr als dreißig Jahre her, dass das Internet für jedermann zugänglich gemacht wurde. Seit der Erfindung des Rades hat keine Technologie unser Leben so schnell und tiefgreifend revolutioniert. Nichts von dem was wir heute als selbstverständlich ansehen, wäre ohne das Internet möglich gewesen.

Dennoch hat uns das Internet nicht glücklicher gemacht. Nach dreißig Jahren in denen wir versucht haben unser Glück in den virtuellen Verbindungen zwischen uns zu finden, ist es an der Zeit, voranzukommen. Es ist Zeit, vom Inter-Net zum Inner-Net überzugehen, einem Netz von Herzen die einander spüren und füreinander sorgen.

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Über die Schläge der Natur in unserer Ära

Die Zeiten werden immer angespannter. Ein Hauptmerkmal unserer Zeit ist die Art und Weise, wie die Natur uns mehr und mehr dazu drängt, aufzuwachen und unsere gegenseitige Abhängigkeit und Verbundenheit zu erkennen. Der Kabbalist Dr. Michael Laitman spricht mit einem Autorenteam über die Schläge der Natur in unserer Zeit:

Frage: Heute Morgen, Dr. Laitman, sagten Sie, dass „die Menschheit vor einem weiteren Angriff von der Natur steht und dass wir die richtige Antwort darauf von uns geben müssen“. Sie sagen, dass dies ein entscheidender Schlag sein könnte. Was meinen Sie damit?

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