Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gegenseitigkeit'

Die Probleme der Welt sind unsere Probleme

Einige Politiker möchten erklären, dass alles von unseren Beziehungen mit allen anderen abhängig ist, aber es fehlt ihnen das Mittel, dieses zu tun. Sobald man erklärt, dass jeder von allen anderen abhängig ist, ist jeder verpflichtet, damit zu beginnen, sich mit den anderen zu verbinden. Das bedeutet, alle vorherigen existierenden Systeme niederzureißen, einschließlich der nationalen Verteidigungssysteme, der politischen Systeme und aller Kräfte des Widerstandes der Menschen untereinander. Letzen Endes basierte alles, was wir bisher taten, auf Wettstreit, Kampf und Politik: eine Bank stand im Wettstreit mit einer anderen, eine Wirtschaft gegen eine andere, und so weiter.

Nun müssen wir das alles vernichten, aber wie können wir das tun, wenn sich die gesamte Hausmacht der autoritären Individuen in dieser Welt auf diese Dinge gründet?! Wenn wir das alte System niederreißen, müssen wir außerdem die Verbindungen der Menschen untereinander in Übereinstimmung mit der Natur bringen, der Natur angleichen und das erfordert unsererseits große Anstrengungen.

Die Krise wurde durch unseren Mangel an Übereinstimmung mit der Natur verursacht und wenn wir diese „Büchse der Pandora“ öffnen, werden wir in die Arena mit der größten Konzentration an Macht, Stärke, Geld, Kraft und Armeen eintreten. Mit anderen Worten, wir werden in den Ort einmarschieren, an dem sich der größte Egoismus verbirgt. Es sind genau diese Menschen, die jetzt erkennen müssen, dass sie sich im völligen Gegensatz zur Natur befinden – dass sie überflüssig und schädlich sind.

Dann werden wir uns in einer Art Situation befinden, über die Karl Marx geschrieben hat. Könnt ihr euch vorstellen, wie viele andere Probleme aufreten werden, bis all das sichtbar wird?

Es mag scheinen, dass all diese Probleme weit von uns entfernt und beseitig sind, weil wir fragen „wo sind sie und was hat das alles mit mir zu tun?“ Tatsache ist jedoch, dass sie unser Schicksal und unser tägliches Leben bestimmen.

Kabbala Akademie

Würdest du anderen dein Leben anvertrauen?

Frage: Warum können die Menschen den Instinkt der Liebe zum Nächsten nicht entwickeln, genau wie es Tiere tun, wenn sie sich unter dem Druck von schwierigen Umständen und Leiden befinden? Das scheint der allernatürlichste und evolutionäre Weg der Entwicklung zu sein.

Antwort: Sie haben recht, wenn die Menschen auf der gleichen Entwicklungsstufe wären wie Tiere, würden sie tatsächlich fähig sein, den gleichen Instinkt wie Bienen, Ameisen und menschliche Zellen zu entwickeln. Zum Beispiel ist eine einzige Zelle in einem Körper fähig wahrzunehmen, dass sie die Kraft zum Leben verlieren würde, wenn sie sich nicht mit einer anderen Zelle, dann mit einer dritten und vierten Zelle verbinden würde. Mit anderen Worten, zwei Zellen, die voneinander getrennt sind, gehen durch die Erkenntnis des Bösen und gelangen zur Erkenntnis „Wir sollten uns verbinden, um länger und besser zu leben“.

Im Prozess der Vereinigung gelangen die Zellen zu einem größeren Verständnis des Nutzens der Vereinigung und sie beginnen, sich entsprechend der „Spezialisierung“ jeder Zelle zu teilen: aus einigen Zellen entsteht das Herz, andere werden zur Lunge, wieder andere das Gehirn, doch keines der Organe kann abgetrennt existieren. Jedes Organ ist sicher, dass die anderen für es sorgen werden.

In der Vergangenheit konnte eine Zelle für sich selbst existieren, vollkommen allein. Doch als die Zellen sich verbanden, entdeckten sie, dass Spezialisierung zu einer höheren Existenzform führt. Und damit das geschehen konnte, musste jede Zelle ihrem eigenen Leben absagen und anfangen, das Leben des gesamten Organismus zu leben.

Auf diese Weise vertraut die Zelle ihr Leben den anderen Zellen an. Sie übergab ihr Leben an sie, denn durch die Spezialisierung, zum Beispiel eine Augenzelle zu werden, hörte sie auf, die anderen Funktionen auszuführen. Sie vertraute einer anderen Zelle, ihr Herz zu sein und einer anderen, ihr Gehirn zu sein, und wieder einer anderen, ihre Lunge zu sein.

Und welche Funktion haben die Lungen? Sie atmen für den gesamten Körper, aber tatsächlich brauchen sie für sich selbst praktisch keinen Sauerstoff. Sie tun es, weil der gesamte Körper den Sauerstoff für seine Existenz benötigt. Und die anderen Zellen haben absolutes Vertrauen, dass die Lungen sie mit Sauerstoff versorgen werden, denn sie alle befinden sich in einer gegenseitigen Bürgschaft!

Auf diese Weise werden aus Stammzellen Zellen verschiedener Art – Gehirn, Lunge Herz und so weiter. Und so formten sich Organe und lebende Organismen begannen sich zu entwickeln.

Biologen sind überzeugt, dass das „von alleine“ geschah. Jedoch in Wirklichkeit geschah dieser Prozess durch die Enthüllung der „Reshimot“ (Informationsgene), die von Anfang an in der Schöpfung eingepflanzt sind und in einer bestimmten Reihenfolge enthüllt werden. Ihnen zufolge müssen wir jetzt bewusst die gleiche Art der Vereinigung in der menschlichen Gesellschaft erreichen. 

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Gemeinsam auf der Spitze

Frage: Wie sollen wir vor dem Dezember-Kongress arbeiten, um unsere Botschaft an die Massen heranzutragen? Die Verbreitung im Internet verstärken oder uns auf die innere Arbeit an der Vereinigung konzentrieren?

Meine Antwort: Natürlich sollten wir im Internet arbeiten, damit möglichst viele Menschen weltweit von dem Kongress erfahren können.

Andererseits müssen wir, wenn wir dann zum Kongress kommen, uns anders um die Welt kümmern – durch das Netz der gegenseitigen Verbindung. Während des Kongresses muss ich das Internet und alles, was ich hinter mir gelassen habe, vergessen. Mir sind die Freunde, die sich hier befinden oder durch virtuelle Kanäle zugeschaltet sind, wichtig. In unserem Netz müssen wir die Verbindung zum Vorschein bringen und in ihr das Antlitz des Menschen, der dem Schöpfer ähnlich ist, das Gefäß von Adam, enthüllen. Dann wird sich uns die höhere Kraft offenbaren.

Dieses Gefäß nennt sich „Bürgschaft“. Denn das ist seine Eigenschaft – Gegenseitigkeit, gegenseitige Unterstützung, gegenseitige Verbindung, gegenseitige Fürsorge dafür, dass keiner aus dem gemeinsamen Kreis herausfällt.

Stell dir vor, dass wir auf einer winzigen Spitze stehen. Wenn wir uns nicht aneinander festhalten und nicht das Gleichgewicht halten, werden wir alle herunterfallen. Wie Blütenblätter umgeben wir die Blumenkrone. Wenn nur einer von uns das Gleichgewicht verliert und die Hände loslässt, werden alle Blütenblätter „abfallen“. Genau dieses Gefühl bedeutet Bürgschaft.

Frage: Und was bedeutet für uns die „Spitze“?

Meine Antwort: Die Kraft der Unterstützung des Schöpfers, die unter der Bedingung zum Vorschein kommt, dass wir vereint sind. In der Einheit zwischen uns finden wir den Einen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 23.11.2011

Innere Konzentration

Unser Hauptproblem besteht darin, dass wir die Kraft der Gedanken unterschätzen. Eine auf die Verbindung in ein System gerichtete innere Konzentration, dort wo wir alle zusammen sind, ist notwendig. So finden wir das Wesen der Tora, ihrer Methodik, unsere innere Kraft.
Dieser Moment ist noch nicht genügend geklärt worden, nicht genug geschätzt und wichtig in unserern Augen. Wir schenken ihm nicht genung Aufmerksamkeit.
Den Stoff kennt ihr, dass es niemanden gibt, der ihnen darin gleicht. Es werden allerlei getan. Aber was uns von jedem Einzelnen selbst fehlt, ist die innere Konzentration.
Denn ich verbinde mich nicht mit der Gruppe, die ich mit meinen Augen sehe. Ich verbinde mich mit dem gemeinsamen Sehnen nach Gegenseitigkeit, nach gegenseitiger Verschmelzung, nach dem Geben.
Das ist einer “Wolke” der spirituellen Energie zwischen uns ähnlich. Sie sollen wir suchen und nach ihr streben.
Ich analysiere [wörtl. grabe in] nicht meinen Freund, indem ich seinen Punkt im Herzen zu fühlen versuche. Sie erscheint in mir selbst, und gerade in mir finde ich das innere Wesen der Gruppe.
Alles wird in Gedanken geklärt und gerade an der inneren Konzentration fehlt es uns. Während tagsüber ist sie entweder völlig abwesend oder nicht ausreichend.
Wir urteilen nach den äußeren Handlungen, und das ist ein falsches Kriterium. Wenn ich  immer tiefer eintauche, konzentriere ich mich gedanklich darauf, dass die innere Verbindung zwischen uns mir wie ein Programm, ein Verlangen, ein System, in welchem ich existiere, offenbart werden soll.
Deshalb heißt Kabbala die innere Wissenschaft. Baal HaSulam schreibt viel über die Vernunft und über die gedankliche Analyse. Gerade durch gedankliche Konzentration gelangen wir zu der inneren Klarheit.
Und es handelt sich nicht darum, wie klug Du bist, sondern darum, wie sehr Du dich anstrengst. Unsere Bemühungen müssen auf diese  innere  Suche konzentriert werden.
Das gemeinsame Feld unseres Verlangen befindet sich zwischen uns, in uns. Das spielt keine Rolle, dass es von uns verhüllt ist, es ist da. Auf dem Weg von oben nach unten ist alles schon vorbereitet worden. Jetzt muss ich ihn entdecken, indem ich mich von unten nach oben bewege.

Aus einem Gespräch über die Bürgschaft, 29.10.2010
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In einer Familie ist jeder von allen anderen abhängig

Eine Frage, die ich erhielt: Die Vorstellung, dass das Wohl eines Einzelnen vom Wohl der Gesellschaft abhängig ist, ist die Basis jeder Erziehung. Unglücklicherweise wird diese Regel letzten Endes nie befolgt…

Meine Antwort: Um sich nicht durch die Konzepte einer „integralen, globalen Menschheit“, des „Schmetterlingseffekt“, der „gegenseitigen Bürgschaft“ und des „gegenseitigen Gebens“ zu verwirren, ist es das Beste, sich nur eines vorzustellen: Wir sind eine Familie. Und in einer Familie ist jeder von allen anderen abhängig. Wenn es einem Familienmitglied schlecht geht, teilen alle anderen dieses Empfinden.

Genauso ist heute das Wohlergehen eines Einzelnen vom Wohlergehen aller anderen abhängig. Aus diesem Grund müssen wir uns der Sorge für andere widmen, da jeder einzelne von uns ein Mitglied dieser einen Familie ist.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Krise ist eine negative Enthüllung von Spiritualität
Kabbalablog Artikel: Ein Requiem für utopische Träume
Baal HaSulam Artikel: “ Die Bürgschaft (Arwut)“

 

Steuert die Welt auf Nazismus oder spirituelle Entwicklung zu?

Die egoistische Entwicklung unserer Gesellschaft hat ihr natürliches Ende erreicht. Egoismus ist der Gebrauch unseres Verlangens, Genuss „für uns selbst“ zu erhalten und wir enthüllen zurzeit die Tatsache, dass dies unmöglich zu erfüllen ist. Dadurch ist der Egoismus eine „Hilfe gegen das Selbst“ (Ezer KeNegdo) und führt zu seinem eigenen Untergang.

Die nächste Form, welche die Gesellschaft annehmen wird, ist eine der vollständigen Verbindung unter der ganzen Menschheit, wo alle Menschen wie ein Ganzes sein werden. Die Natur bietet uns Beispiele dieser Verbindung im Überfluss und auch wir müssen damit in Übereinstimmung sein.

Die Kabbala macht uns jedoch darauf aufmerksam, dass die Erkenntnis, dass unser Egoismus schlecht ist, nicht für uns ausreicht, um zu folgern, dass die einzige Gesellschaftsform, die von Vorteil und notwendig ist, sich auf gegenseitige Bürgschaft gründet. Wenn wir nicht zu diesem Ergebnis kommen, werden wir zusätzliche Zustände durchlaufen müssen, welche fanatischen Nationalismus und religiöse Regime, wie auch einen dritten und vierten Weltkrieg mit sich bringen werden. Am Ende dieser Kriege werden wir schließlich erkennen, dass der Egoismus ein Übel ist und wir werden nur eine Sache wollen: uns von ihm trennen.

Die gegenwärtige Krise zeigt uns, dass es unmöglich ist, auf egoistische Weise erfüllt zu werden. Damit jeder erkennt, dass der Egoismus schlecht ist und ihn zurückweist, muss die Krise auch von einer Erklärung ihrer wahren Ursachen begleitet sein. Alle Kanäle der Massenmedien müssen dafür eingesetzt werden, den Menschen diese Erklärung zu bringen. Andernfalls wird die Menschheit in eine andere Richtungen streben, wie Isolation, Abtrennung, Fanatismus und Diktatur.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die neue Generation – Eine Definition
Baal HaSulam Artikel: “ Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“
Blog-post: Gegenseitige Bürgschaft ist der einzig effektive Regulator
Blog-post: Wohin entwickelt sich die Welt – Nazismus oder globale Einheit?

Der Zweck unserer Abhängigkeit und Entfremdung

Weil sich unser egoistisches Verlangen ständig entwickelt, nehmen wir auch die Welt als sich weiter entwickelnd wahr, weil die Welt unsere innere, subjektive Wahrnehmung ist. Umso mehr unser Verlangen wächst, um so mehr fühlen wir, dass wir uns weiter entwickeln, jedoch fühlen wir uns auch leerer.

Weil sich jedes einzelne egoistische Verlangen (jede Person) entwickelt, beginnt sie ihre Abhängigkeit von den anderen egoistischen Verlangen (anderen Leute) zu fühlen. Zur gleichen Zeit nimmt sie diese als fremd und sonderbar wahr. Diese Art der Wahrnehmung wurde in uns absichtlich geschaffen, damit wir alle anderen Verlangen sammeln und sie zu unseren eigenen machen.

Wir werden veranlasst so zu handeln, damit diese Umstände jeden von uns unsere Abhängigkeit von der Umgebung – sei es unser Land oder die Stadt, unsere Verwandten, die Welt oder die ganze Menschheit, fühlen lässt. Wir entdecken später, dass unsere Verbindung zur Welt nicht nur für unsere Existenz in diesem Leben notwendig ist, sondern um die Höhere Welt und unsere zukünftige Existenz zu schaffen.

Darum wurde uns ein neues Gesetz in dieser Welt offenbart: Das Gesetz der gegenseitigen Anteilnahme oder das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft, Nächstenliebe und Einheit.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Wie kann die ganze Welt wie eine Familie werden?
Blog-post: Einheit unter Menschen ist in der Natur einzigartig
Blog-post: Verbindung – die rettende Kraft
Baal HaSulam Artikel: „Die Bürgschaft (Arwut)“

 

Gegenseitige Bürgschaft ist der einzig effektive Regulator

Eine Frage, die ich erhielt: Es ist mittlerweile von politischen Führern wie Großbritanniens Gordon Brown, Amerikas Barack Obama und vielen anderen anerkannt, dass eine geschriebene Vereinbarung in sich selbst ungenügend ist und als Ergänzung Respekt benötigt. Die Frage ist, wo man einen Regulator finden kann, der die Gesinnung der Menschen zu einer Abmachung ändern kann?

Meine Antwort: Oftmals habe ich bereits über die Tatsache gesprochen, dass ein Mensch von Gutherzigkeit zu größerer Gutherzigkeit aufsteigt, unter dem Einfluss der Gesellschaft, der Empfindung von Scham und der Erkenntnis, dass er keine andere Wahl hat, als in einer bestimmten Art und Weise zu handeln.

Meine Gesellschaft gibt mir das Gefühl, dass ich wertlos bin, wenn ich nicht zu einem Zustand aufsteige, den sie als besser erachtet. Somit ist die öffentliche Meinung der Faktor, der Dinge verändern kann.

Die öffentliche Meinung ist wiederum eine Konsequenz der Erziehung. Demzufolge muss der Prozess der Korrektur mit der richtigen Erziehung beginnen. Das ist der einzige Weg, auf dem wir die Empfindung der gegenseitigen Abhängigkeit erreichen können.

Wenn Menschen erkennen, dass ein Mangel an Zusammenhalt unter ihnen gleichbedeutend ist mit Nahrungsknappheit, dann werden sie auch sehen, dass die gegenseitige Wechselbeziehung die einzige Sache ist, die uns retten kann. Die Menschen werden zu dieser Einsicht durch den Einfluss der Schicksalsschläge der Natur gelangen.

Wir sollten einsehen, dass alles nur davon abhängt, ob wir dem Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft folgen, das derzeit der Welt offenbart wird. Wenn jedermann dies eingesehen hat, dann wird die Gesellschaft von allen ihren Mitgliedern verlangen, diesem Gesetz zu folgen. Die Menschen werden dies einfach voneinander erwarten.

Zusätzlich zu den Schicksalsschlägen, die uns von oben – von der Natur gegeben werden, sollten wir unseren Teil dazu beitragen und das Wissen über die Entwicklung des Egoismus und das Ziel dieser Entwicklung verbreiten – um uns zu vereinigen.

Die Kraft der gegenseitigen Bürgschaft ermöglicht es jedem Menschen, seinen eigenen Egoismus abzulehnen und über ihn hinaus aufzusteigen. Auf diese Weise erlangen wir alle ein gemeinsames Verlangen zu geben. Und aufgrund der Eigenschaft des Gebens, die wir erlangen, erreichen wir ewige, perfekte Existenz (siehe den Abschnitt über „Wahrnehmung“).

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die ganze Welt muss die neuen Gesetze der globalen Welt lernen
Blog-post: Wie man eine erfolgreiche Beziehung sicher stellt
Blog-post: Die öffentliche Meinung muss durch eine Erziehung über das Gute verändert werden
Baal HaSulam Artikel: „Die Bürgschaft (Arwut)“

 

Was ist Ausgewogenheit in der Natur?

Eine Frage, die ich erhielt: Worte wie „beiderseitige Ausgewogenheit“ und „gegenseitige Bürgschaft“ sind sehr schöne Worte und sehr bewundernswert. Jedoch ist nicht klar, was sie bedeuten. Können Sie es mit bestimmten Beispielen erklären?

Meine Antwort: Ausgewogenheit in der Natur bedeutet, dass alle gleich sind und alles allen gehört, einschließlich des Landes und alles, was es enthält (wie Öl, Gas, Wasser und so weiter). Ausgewogenheit herrscht dann, wenn jeder die gleiche Einstellung zum Verbrauch der natürlichen Ressourcen hat.

Es ist notwendig, diese Ausgewogenheit aufrechtzuerhalten, wenn man von der Natur konsumiert: jede Person darf nur die Dinge erhalten, die sie braucht, um ein normales Leben zu führen. Außerdem sollten die Menschen nicht etwas herstellen, was für die Existenz ihres tierischen Körpers nicht gebraucht wird. Jede Maßlosigkeit ist schädlich und ein Gegensatz zum Gesetz der Ausgewogenheit der Natur.

Unter den Menschen kommt das Gesetz der Ausgewogenheit richtig zum Ausdruck, wenn jeder nach seinem grundlegenden Bedarf erhält, seinen natürlichen Bedürfnissen. Und wir sind in dieser Hinsicht nicht gleich, da jeder Mensch unterschiedliche angeborene Eigenschaften und Bedürfnisse hat.

Die Natur oder der Schöpfer hat uns mit Absicht unterschiedlich erschaffen, damit wir die Bedürfnisse, Wünsche und Gedanken eines jeden anderen erkennen können. Damit wir ein Verlangen entwickeln, die Seelen von anderen zu spüren, ihr inneres Wesen und ihre Verlangen zu spüren. Dann, wenn wir eine gerechte Versorgung mit Ressourcen für alle erreichen wollen, müssen wir die Menschen um uns herum in gleicher Weise spüren, wie wir uns selbst spüren. Nur dann werden wir fähig sein, Zellen eines einzigen Körpers zu werden.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Einheit unter Menschen ist in der Natur einzigartig
Blog-post: Die Menschheit ist ein einziger integraler, ineinandergreifender Organismus
Blog-post: Die Zeiten des egoistischen Austauschs sind zu Ende

 

Wir müssen erkennen, dass der Egoismus die Ursache der Krise ist, bevor es zu spät ist

Wir müssten nicht durch die gegenwärtige Krise gehen, wenn wir uns der vorherigen Krisen bewusst gewesen wären. Das schließt die Krisen in der Familie, der Erziehung, Depression, Drogen, Terrorismus, Wirtschaft und viele andere ein, die in der Mitte des 20sten Jahrhunderts begannen. Alles, was wir hätten tun müssen, war zu erkennen, dass eine gute Verbindung untereinander uns Frieden zuhause, eine gute Erziehung für unsere Kinder und eine richtige Einstellung zur Natur und der Umwelt geben würde.

Wir haben jedoch nicht erkannt, dass die Ursache unserer Probleme in der Verbindung zwischen uns liegt und dass wir deshalb in unserem jetzigen Zustand angelangt sind – der Finanzkrise. Heute beginnen nicht nur die Politologen, Ökonomen und Psychologen zu erkennen, was die Ursache der Krise ist, sondern jeder fängt an, dies zu sehen.

Wenn die Menschen jedoch nicht in der Lage sein werden, die Gesellschaft zu beeinflussen und ihre Einstellung von „an sich selbst denken“ zu „wir alle sind eine Familie“ verändern, dann wird die Entfernung zwischen uns (der Zerbruch der Seele von Adam) noch klarer enthüllt. Das bedeutet, dass wir einander nicht nur im Bereich der Finanzen Schaden zufügen werden, sondern wir werden uns buchstäblich auffressen. Das wird so weitergehen, bis wir die Ursache für unseren Zustand finden – unseren anfänglichen Egoismus – und dann anfangen, ihn zu korrigieren und uns über ihn zu erheben.

Dieser Finanzkrise wird eine Phase folgen, in der die Verbindung zwischen den Menschen in einer noch hässlicheren Form enthüllt wird. Sie wird unsere Abhängigkeit voneinander in einem noch größeren Ausmaß zeigen und wir werden noch viel schlimmer dran sein als jetzt. Selbst unsere Vorstellung ist nicht in der Lage zu ergründen, was geschehen kann. Und all das wird geschehen, um unseren gewaltigen Egoismus zu enthüllen, der die Menschen voneinander trennt, denn genau dort geschah der Zerbruch.

Doch Korrektur ist möglich – sie kann mit der Hilfe des Lichtes geschehen, indem man sich der kabbalistischen Quellen bedient. Dieses Studium enthüllt uns unsere egoistischen Verlangen und gibt uns die Kraft, sie zu korrigieren und sich miteinander zu verbinden.