Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gefühle'

In der Wahrnehmung der Spiritualität leben

Eine Frage, die ich erhielt: Was werden die Menschen fühlen, wenn sich der Schöpfer zwischen ihnen enthüllt?

Meine Antwort: Stell dir vor, du bist ein ein-Tag-altes Baby. Deine erste Wahrnehmung ist, dass sich jemand um dich sorgt. Es ist ein ähnliches Gefühl, da es jemanden Großen gibt, der dich mit Freundlichkeit, Fürsorge, Zärtlichkeit und Wärme umsorgt. Du bist nicht fähig, Ihn zu verstehen, aber du stehst vollständig unter Seiner Macht. Du weißt genau, dass Er es ist und niemand anders, der sich um dich kümmert und dich mit all den guten Dingen versorgt.

Stufenweise wird die gesamte Menschheit den fürsorglichen und lenkenden Einfluss der Höheren Kraft, der Einzigen in der Welt, zu fühlen beginnen. Sie werden fühlen, dass sie sich innerhalb dieser einzigen Kraft, dieses Verlangens und Programms befinden.

Wir haben nur einen kritischen Punkt, über den König David in den Psalmen schrieb. Er wusste nicht, weshalb uns das gegeben wurde. Es ist die Kluft zwischen dem, was ewig existiert („jesh mi jesh„) und der Existenz aus Abwesenheit („jesh mi eijn“). Aus diesem Blickwinkel kann ein Mensch bereits außerhalb von sich selbst sein und sowohl die Handlungen des Schöpfers beobachten, wie auch seine eigenen. Ein Mensch wird dann in der Wahrnehmung des Spirituellen existieren und innerhalb seines Herzens und nicht seines Verstandes erkennen, dass er mit dem gesamten System verbunden ist. Er wird seine Mitmenschen nicht als Fremde fühlen, sondern wahrhaftig als seine engen Freunde.

Spielen Sie Ihr Stück

Folgenden Text habe ich von Maxim Matushevsky, einem Moskauer Mitglied von Bnei Baruch erhalten:

Erinnern Sie sich an ihre ersten Schritte, als Sie begannen Musik zu lernen? Sie saßen auf einem unbequemen Hocker, die Füße berührten kaum den Boden. Vor Ihnen die widerspenstige und steife Tastatur, darüber ein Notenheft voller Kritzel, unleserlicher Zeichen und italienischen Notizen. Neben Ihnen der Lehrer.

Mit großer Mühe versuchten sie, die Zeichen im Notenheft zu entschlüsseln. Bei dem Versuch sie in der richtigen Reihenfolge mit dem richtigen Druck, auf die richtigen Tasten zu platzieren, brachen Sie sich beinahe die Finger. Ihr Lehrer war nicht erfreut. Sie betrachteten sich als einen Stümper und Versager.

Sie hassten den Komponisten. Es musste sich um einen Perversen handeln: „wie kann jemand so etwas komponieren?“

Er muss fünf Hände gehabt haben. Sie waren böse auf ihren Lehrer, auf ihre Eltern, Sie selbst und dieses dumme Instrument. Derweil schien draußen die Sonne. Die Jungs spielten Fußball und lachten.

„Nein! Ich werde das niemals spielen! Lasst mich gehen!“.

Die Tage vergingen. Ihre Finger haben sich daran gewöhnt, die richtigen Tasten zu schlagen. Sie können sogar Bruchstücke einer Melodie erkennen…Wow!- das klingt nicht schlecht!, denken sie sich.

Die Wochen vergingen. Sie schauen nicht mehr auf die Noten. Ihre Finger führen sie die Tastatur entlang. Sie ertappen sich dabei, wie sie diese schöne, vielschichtige und polyphone Melodie genießen! Sie sind stolz auf sich selbst, sie erleben ein Meer von Emotionen. Das ist es also, was der Komponist durchlebte als er diese schöne Musik schuf! Vielleicht sollte ich an dieser Stelle einen Akzent setzen? Sobald Sie es getan haben, weckt der neue Klang neue Emotionen.

Diese Musik ist wunderbar und grenzenlos! Sie fühlen eine Affinität mit dem Komponisten. Sie sind ihm dankbar, solche Erregung erleben zu dürfen. Sie sind ihrem Lehrer dankbar, der Sie nicht geschont hat und Sie veranlasst hat diese Musik lesen zu lernen.

Wo ist also die Freiheit? Die rigiden Harmoniegesetze beachtend, spielen Sie streng nach einer Vorlage, die jemand komponiert hat. Sie können jedoch ihren winzigen Beitrag durch die Ausführung und Interpretation der Komposition beitragen, ohne den Plan und die Unversehrtheit des Stückes zu korrumpieren. Es ist Ihr Instrument, Ihre Musik und sie wurde dazu komponiert, dass Sie sie spielen!

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Der Zweck unserer Abhängigkeit und Entfremdung

Weil sich unser egoistisches Verlangen ständig entwickelt, nehmen wir auch die Welt als sich weiter entwickelnd wahr, weil die Welt unsere innere, subjektive Wahrnehmung ist. Umso mehr unser Verlangen wächst, um so mehr fühlen wir, dass wir uns weiter entwickeln, jedoch fühlen wir uns auch leerer.

Weil sich jedes einzelne egoistische Verlangen (jede Person) entwickelt, beginnt sie ihre Abhängigkeit von den anderen egoistischen Verlangen (anderen Leute) zu fühlen. Zur gleichen Zeit nimmt sie diese als fremd und sonderbar wahr. Diese Art der Wahrnehmung wurde in uns absichtlich geschaffen, damit wir alle anderen Verlangen sammeln und sie zu unseren eigenen machen.

Wir werden veranlasst so zu handeln, damit diese Umstände jeden von uns unsere Abhängigkeit von der Umgebung – sei es unser Land oder die Stadt, unsere Verwandten, die Welt oder die ganze Menschheit, fühlen lässt. Wir entdecken später, dass unsere Verbindung zur Welt nicht nur für unsere Existenz in diesem Leben notwendig ist, sondern um die Höhere Welt und unsere zukünftige Existenz zu schaffen.

Darum wurde uns ein neues Gesetz in dieser Welt offenbart: Das Gesetz der gegenseitigen Anteilnahme oder das Gesetz der gegenseitigen Bürgschaft, Nächstenliebe und Einheit.

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Was ist der Unterschied zwischen Geld und wahrer Erfüllung?

Eine Frage, die ich erhielt: Die Gleichheit, die Sie beschreiben, sieht mehr nach Beengung aus. Wenn jedermann das Gleiche wie alle anderen empfangen würde, dann würde das die Bereitwilligkeit der Menschen unterdrücken, anderen mehr zu geben. Wozu wäre das wohl gut?

Meine Antwort: Der Mensch lebt innerhalb des Willens zu empfangen, um erfüllt zu werden. Dieses Verlangen ist das Wesen der Schöpfung, das Einzige, was geschaffen wurde und was sich nicht ändert. Was sich ändert, sind die Absicht, der Zweck oder wie man dieses Verlangen einsetzt – „um meinetwillen“ oder „um der anderen willen“.

Sagen wir, ich hätte einen achtstelligen Dollarbetrag auf der Bank. Was mich dabei zufriedenstellt, ist das Gefühl, dass ich viel Geld habe, nicht das Geld an sich. Es vermittelt mir ein Gefühl von Macht und Vertrauen, mit dem ich der Zukunft entgegensehen und die Gegenwart betrachten kann. Das Verlangen des Menschen kann jedoch nicht mit den Dollars selbst erfüllt werden.

Unsere Verlangen sind von der Natur in uns angelegt und es gibt zweierlei Arten:

* Körperliche Verlangen – nach Essen, Sex und Familie
* Gesellschaftliche Verlangen – nach Reichtum, Erfolg, Macht und Wissen.

Wenn jemand Anerkennung, Ehre und Lob von der Gesellschaft erhält und seine Kinder auf ihn stolz sind (anstelle zu hören, dass ihr Vater von der Gesellschaft verachtet wird), wäre das dann nicht Anstoss genug für diesen Menschen, nur für den Nutzen der Gesellschaft zu arbeiten?

Ein wahrer Experte sieht seinen Job als Kunst an, als ein Handwerk. Er macht seine Arbeit, damit er gute Resultate erzielt und nicht um Belohnung zu erhalten. So erfüllt er seine Verlangen.

Was bisher gemacht wurde, ist die Wünsche der Menschen in das Verlangen nach Geld „einzuwickeln“. Daher kommt auch das Wort Geld – „bedecken“ oder „Schirm“ (aus dem Hebräischen Kessef – Geld, was aus der Wurzel Kissui – bedecken herstammt).

Geld ist jedoch nur eine provisorische Maßeinheit für die Erfüllung des Verlangens.

Die jetzige Krise wird alle oberflächlichen Arten von Ersatz eliminieren und nur die reine Erfüllung übrig lassen. Und was ist diese? Es ist die Befriedigung, die aus dem Geben kommt. Dies ist die einzige Erfüllung, die niemals verschwindet und gänzlich von der Gesellschaft unterstützt wird.

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Wie man seine Wahrnehmung erweitern kann

Unsere Welt ist etwas, das wir uns einbilden und in uns erschaffen, aus stofflichen Bildern und inneren Empfindungen (Gedanken und Wünschen). Ein Baby oder eine unentwickelte Person sind unter dem Einfluss physischer Bilder. Jedoch kann ein entwickelter Erwachsener durch ein Ereignis bewegt werden, das in Zeit und Raum von ihm entfernt ist.

Das lässt uns verstehen, warum die meisten Menschen, die die Natur schädigen, nicht fühlen, dass sie sich direkt selbst Schaden zufügen. Das liegt daran, weil die menschliche Wahrnehmung der Welt äußerst begrenzt und eingeschränkt ist.

Wenn sich diese Leute jedoch mit anderen vereinigen, die empfindsamer und entwickelter sind, werden sie im Stande sein, ihre Wahrnehmung der Welt anzunehmen und dem Schaden zuvorzukommen, den sie selbst verursachen. Außerdem hat die richtige Umgebung die Kraft, uns einander freundlich behandeln zu lassen, wenn auch unsere Natur und unsere Wahrnehmung der Welt dieser Einstellung entgegengesetzt sind.

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Das Internet sollte unsere zwischenmenschlichen Verbindungen nicht ersetzen

In den Nachrichten (übersetzt aus USC Annenberg): „Weniger Zeit mit der Familie durch Internetnutzung“ – Immer mehr amerikanische Haushalte mit Internetzugang berichten über eine Beeinträchtigung der persönlichen Zeit mit der Familie und dem zunehmenden Gefühl, durch Familienangehörige ignoriert zu werden, die das Web nutzen… Im Jahr 2008 sank die Zeit, die man miteinander verbrachte um mehr als 30% auf 17,9 Stunden. Berichte darüber, sich von Familienangehörigen, die das Internet nutzen, zumindest manchmal ignoriert zu fühlen, nahmen in der gleichen Zeit um 40% zu.

Mein Kommentar: Das ist nichts, worauf wir uns freuen könnten! Unser Egoismus zwingt uns, uns voneinander weg zu bewegen und uns selbst und andere zu vergessen, wenn wir in das Fernsehen und das Internet abtauchen. In dem Raum, in dem unsere Verlangen erfüllt werden sollten, fühlen wir Leere – daher sind wir von uns und anderen distanziert. Wenn jemand den falschen Weg eingeschlagen hat, gibt es zwei Methoden, den Fehler zu erkennen und die nötigen Berichtigungen zu machen, um das Ziel zu erreichen:

1)Die Geschwindigkeit in die falsche Richtung erhöhen! Dadurch gewinnt man einige Zeit, den Fehler auf dem Weg zu erkennen, da die Zeit, die wir damit verbringen, uns in die falsche Richtung zu bewegen, mit Leiden gefüllt ist.

2)Anstatt in die falsche Richtung zu gehen, sich in das Studium des Prozesses zu vertiefen, der uns kontrolliert. Dadurch wird man sein Übel erkennen, anstatt die Enthüllung des Übels durch Leid am eigenen Leib zu erfahren. Diese Maßnahme verkürzt nicht nur die auf dem falschem Weg verbrachte Zeit, sondern auch die Menge, die Stufen und die Stärke der Leiden, durch eine Transformation des körperlichen und emotionalen Leidens in ein Leiden aus Liebe.

Auf diese Weise bewegen wir uns von unserem eigenen erbärmlichen Zustand und der Tatsache, dass wir Schmerz verspüren, hin zum Leiden aufgrund der Abwesenheit von Ewigkeit und Vollkommenheit, die wir noch nicht erreicht haben. Darum ist die zweite Methode vorzuziehen!

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Die Mathematik der Liebe und des Hasses

Hass dem Mitmenschen gegenüber drückt sich nicht in einem Gefühl des Hasses aus, sondern in dem Verlangen ihn für das eigene Wohl zu benutzen. Das ist unser Grundgefühl, bis wir es in Liebe verwandeln – dem Verlangen, den anderen zu erfüllen, anstatt mich selbst.

Mein Lehrer Rabash pflegte zu sagen: Du kannst dich als eine Null sehen, und deinen Freund als eine Eins, oder du siehst ihn als Null und dich selbst als Eins. Das hängt von deinem Verlangen ab – ob du danach verlangst, ihn für deinen eigenen Genuss zu benutzen, oder benutzt du dich selbst, um ihm Genuss zu bereiten.

In dem Ausmaß, in welchem du das Verlangen hast, jemand anderen zu erfüllen, wird das Licht des Gebens und der Liebe dich erfüllen.

Kabbala Akademie

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Blog-post: Wie kann man andere lieben?
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Die Gefahr und die Enttäuschung bei virtuellen Affären


In den Nachrichten (übersetzt aus The Times Online): „Hilfe, mein Freund benutzt Online-Sex-Chatrooms“ – … das Muster der Cybersex-Abhängigkeit – definiert nach Dr. Kimberly Young, einer anerkannten Expertin für Internet-Abhängigkeit – zeigt, dass Enthemmung, beschleunigte Intimität und hypersexuelles Online-Verhalten ziemlich genau Verstöße in der realen Welt prognostizieren. Ellen Helsper, eine Kollegin in der Forschung am Oxford Internet Institute der Universität von Oxford, sagt: „ Ehepaare machen keinen Unterschied zwischen Online- oder Offline-Seitensprüngen, denn die Gefühle und die Wahrnehmung vom Treuebruch sind die gleichen.“

Mein Kommentar: Ein Mangel an Kritik, Fantasie, Wunschdenken, das Nichtvorhandensein von Grenzen etc., sind die gefährlichen Eigenschaften der virtuellen Affären. Die Kabbala betrachtet virtuelle Verbindungen als wirklich, denn sie enthüllen die inneren Verlangen eines Menschen. Nicht verwirklichte Bestrebungen sind gefährlicher, als verwirklichte, denn sie verfolgen den Menschen fortwährend, erlauben keine Verwirklichung und die Folge ist Enttäuschung.

Es heißt, „Сомнения согрешить труднее, чем сам грех“ „Versuchungen zu sündigen sind schwerer, als die Sünde selbst“, denn Zweifel verfolgen einen Menschen und lassen den Menschen in Enttäuschung zurück oder offenbaren zumindest seine Unvollkommenheit, genau wie jede andere sogenannte Erfüllung in dieser Welt.

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Blog-post: Es ist an der zeit, den Traum Baal HaSulams zu verwirklichen – Im Virtuellen Raum!
Kabbala Blog: Besser als die virtuelle Welt?

Die Gruppe ist die Errettung von allem


Fragen, die ich darüber erhielt, wie man mit Schwierigkeiten, egoistischen Verlangen und Abstiegen umgehen soll:

Frage: Sie haben einmal eine Geschichte über eine Person erzählt, die ein Lotterielos kaufte und dachte, sie hätte die ganze Welt in ihrer Hand. Dann ging sie und setzte sich betrunken hinter das Lenkrad ihres Autos und wurde in einen Unfall verwickelt. Sie machte das, weil sie spürte, dass nur ein Unglück sie „ernüchtern“ könnte.

Wie kann uns das Studium der Kabbala vor solch einem Entschluss bewahren? Und wie bringen Sie das in Übereinstimmung mit der Tatsache, dass alles vorherbestimmt ist und dass niemand „seinem Schicksal entfliehen“ kann? Wird nicht diese Betrachtungsweise einen furchtlos machen – sogar bis hin zum Tod?

Meine Antwort: Die Gruppe ernüchtert uns von all unseren Verwirrungen. Bleib öfters mit deinen Freunden in Verbindung.

Frage: Wie soll man mit egoistischen Verlangen umgehen, die einem Leiden bringen? Diese Verlangen werden manchmal von der Angst verursacht, sie nicht überwinden zu können und nicht fähig sein zu können, sich auf eine spirituelle Stufe zu erheben. Und trotzdem werden diese Gefühle manchmal von dem Verlangen ersetzt, mit dem Schöpfer eins zu sein und in Ihm Trost zu finden.

Frage: Obgleich ich mit Ihnen jetzt seit zwei Jahren studiere, spüre ich jeden Tag dieses immense Gefühl der Leere. Manchmal möchte ich überhaupt nicht aus dem Bett aufstehen, weil ich spüre, dass es nichts Gutes in der Welt gibt und das Leben nichts als ein Spiel ist, das ich nicht mehr spielen will! Was soll ich tun?!

Meine Antwort: Lesen Sie das Buch Shamati und spüren Sie, wie es über Sie spricht. Stellen Sie sich außerdem auf die Gruppe ein – das ist die einzig mögliche Errettung.

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Blog-post: Der Schöpfer wird durch die Vereinigung mit anderen erreicht
Blog-post: Die Voraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft
Blog-post: Ein Freund ist jemand, der dieselben Qualitäten, Handlungen und Ziele hat wie du
Shamati #6: Was bedeutet in spiritueller Arbeit „Hilfe der Tora“?

Wenn der Egoismus keine Grenzen kennt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie ist unser anwachsendes Ego mit den Dingen verbunden, über die wir jeden Tag in den Nachrichten lesen: „Vater vergewaltigt Tochter“, „Lehrerin belästigt ihre Schüler“ und so weiter?

Meine Antwort: Die Nachrichten berichten uns nur einen kleinen Teil von dem, was tatsächlich geschieht. Über vieles wird schweigend hinweggegangen. Seit Jahren kommen Leute wegen ihrer persönlichen Probleme zu mir und jedes Jahr sprechen sie offener über die Dinge, die sie vorher nicht ansprechen konnten. Sie haben innere Impulse, Verlangen, Gedanken, Verwirrungen und Abweichungen enthüllt, die niemals vorher in solch einem großen Maß und solcher Qualität enthüllt wurden.

All das wird durch unser ständig anwachsendes egoistisches Verlangen, Genuss zu empfangen, verursacht. Dieses Verlangen wird größer und größer und es gibt nichts, was wir dagegen tun können. Das einzige, was wir tun können, ist anzufangen, es zu korrigieren.

Jetzt erkennen wir die gesamte „Dicke“ unseres egoistischen Verlangens, das uns vom Schöpfer trennt und uns niederdrückt. Das wird die Verschlimmerung des Exils, Verhüllung oder Trennung von der Spiritualität genannt. Und so wird es weitergehen, bis wir solche Monster werden, dass wir uns selbst nicht mehr ausstehen können.

Dieses Böse muss entweder durch Handeln oder durch die Erkenntnis des Egoismus enthüllt werden. Letzeres kann durch Erziehung oder Bildung geschehen. Ein Mensch kann nur durch die Enthüllung des Bösen in seinem Innern korrigiert werden, indem er spürt, dass sein Egoismus böse und nachteilig für ihn ist. Nur dann wird ein Mensch fähig sein, das Böse zu korrigieren, das er anderen antut.

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Blog-post: Unser wachsender Egoismus ist die Ursache all unserer Sorgen
Blog-post: Der Hass und das Böse sind Wederspiegelungen unserer inneren Zustände
Blog-post: Die Krise ist die Enthüllung unserer zerbrochenen Beziehungen