Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geburt'

Was ist das Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist das Licht, von dem die Kabbalisten erzählen?

Meine Antwort: Es gibt eine besondere Kraft in unserer Realität, genannt „Licht“. Das ist eine verborgene Kraft, du kannst sie nicht wahrnehmen. Doch wenn du dich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigst, wirst du dieses Licht erwecken können, und es beginnt, auf dich einzuwirken.

Was bedeutet, „sich mit der Wissenschaft der Kabbala zu beschäftigen“? Es gab Menschen, die den Schöpfer bereits erkannt, die Ähnlichkeit der Eigenschaften mit Ihm erreicht und dir über alle möglichen Zustände geschrieben haben, die sie in ihrer Haltung der Höheren Kraft, der Höheren Welt gegenüber enthüllen.

Natürlich wenn du ihre Bücher liest, verstehst du nichts darin, denn du befindest dich nicht in der gleichen Welt und weißt nichts davon. Du hörst nur das, was du dir aus deiner Welt heraus vorstellen kannst, obwohl die Rede von der spirituellen Welt ist, die absolut anders ist.

Doch wenn du während des Lesens von Texten, in denen die Kabbalisten die Höhere Welt beschreiben, dich in ihr befinden, mit allem, was du hast, in sie eintreten willst, dann erweckst du durch dein Bestreben die Einwirkung einer besonderen Kraft aus der Höheren Welt auf dich. Diese Kraft nennt sich „das Licht“.

Du kannst es erwecken, weil du einen Funken aus der gleichen höheren Welt in dir hast, der von Geburt an in dir enthalten war. Und dann scheint das Licht, welches aus der höheren Welt kommt, ihn an.

Deshalb, wenn du das Licht erwecken willst, damit es auf den Funken einwirkt, musst du kabbalistische Texte lesen und nur daran denken – mehr ist nicht nötig!

Du musst nicht wissen, was im Buch geschrieben steht, über keinen scharfen Verstand, keine herausragende Fähigkeiten und kein besonderes Glück verfügen. Du kannst ein ganz normaler Mensch sein. Du brauchst nur das Verlangen, damit aus der Welt, von der die Kabbalisten erzählen, die Kraft kommt und ständig auf deinen Funken einwirkt. Dann wird der Funke allmählich wachsen – und plötzlich beginnst du wahrzunehmen, worüber sie schreiben.

Genau das brauchen wir während des Studiums des Buches Sohar. Doch die Kraft dieses Lichtes kommt zu dem Menschen, wenn er danach strebt, in eben jener höheren Welt zu sein, sprich der Gebende zu sein.

Doch woher weiß ich, was es bedeutet, der Gebende zu sein? Die Kabbalisten sagen: wenn du das Buch Sohar in der Gruppe lesen und dir vorstellen wirst, dass du mit den Anderen zu einem gemeinsamen Organismus ohne jegliche Unterschiede zwischen euch vereint bist und dass ihr ein Verlangen, eine Absicht, ein Bestreben nach der gemeinsamen Kraft habt, die euch leuchtet, dann wird diese gemeinsame untrennbare Kraft euer gemeinsames Verlangen beeinflussen, und ihr werdet wirklich jene höhere Kraft enthüllen, die euch voranbringt und auf euch einwirkt. Das bedeutet „die Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen“.

Aus diesem Grund lesen wir das Buch Sohar in der Gruppe mit der Absicht, dass wir uns in unseren Verlangen, das Licht zu enthüllen, miteinander verbinden, damit es auf uns einwirkt, uns korrigiert und in uns zum Vorschein kommt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 08.10.2010

Tief bis in die Unendlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Was wird von mir auf dem Kongress verlangt? Mich vor Schmerzen der eigenen Geburt zu krümmen oder mich vor Schmerzen der Geburt eines Freundes zu krümmen?

Meine Antwort: Weder das Eine noch das Andere. Jeder soll darauf bedacht sein, sich in die Umgebung einzufügen. Dadurch annulliert sich der Mensch und wird vom Verlangen der Freunde durchdrungen. Wenn jeder das tut, treten wir automatisch in eine tiefere Schicht unserer gegenseitigen Beziehungen ein.

Stell dir einen mehrschichtigen „Kuchen“ vor. Oben sehe ich Kongressteilnehmer, tiefer Freunde und noch tiefer vereinte Funken.

Ich will meinen Blick so weit wie möglich in die Tiefe richten, in das uns verbindende Netz, welches durch alle Schichten bis zur Unendlichkeit gespannt ist. Und das hängt nur von mir selbst ab.

Man kann vor Ungeduld hochspringen oder still stehen, doch was man äußerlich auch tun mag, das Wichtigste ist, sich maximal auf das Verlangen, unsere innere Verbindung zu enthüllen, die zweifelsohne zwischen allen Geschöpfen existiert, zu konzentrieren. Wenn ich sie enthülle, enthülle ich alles in ihr.

Dafür sage ich mich von mir selbst los und versuche, immer tiefer einzutauchen, um zu einem Teil des gemeinsamen Netzes zu werden, darein zu fließen. Diese Absicht, diese innere Konzentration reicht aus, um anzufangen, die Realität, die Authentizität der allgemeinen Einheit immer klarer zu spüren.

In unserer Welt beobachten wir die Folgen der globalen Verbindung, ähnliche Gedanken und Erscheinungen, die in verschiedenen Menschen und an verschiedenen Orten entstehen. Es sind jedoch alles Resultate, „die Spitze eines Eisbergs“. Und dort, tief im Inneren, werden wir von einer untrennbaren, eisernen Verbindung zusammengehalten.

Gerade sie müssen wir enthüllen. Dieses Bestreben genügt bereits – in ihm drin entsteht der Rest: Verlangen und Enthüllungen, die uns tiefer eindringen lassen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 01.11.2010

Wie verändert man das Schicksal

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man das eigene Schicksal verändern oder nicht?

Meine Antwort: Aufgrund der freien Wahl kannst du das Schicksal so verändern, wie du möchtest, und dieses in einer beliebigen Richtung auf allen 360 Grad entfalten.

Aber nur dann, wenn du genau weißt, wo du sie beeinflussen sollst: durch welches winzige Loch kannst du alle Welten, bis zur Welt der Unendlichkeit beeinflussen. Du hast zwar solche Möglichkeit, aber sie ist sehr eng.

Gerade diese Möglichkeit müssen wir aufklären. Folglich stellt sich heraus, dass wir eben in dieser Richtung handeln wollen.

Um mich herum ist die ganze Welt, die sich mittels des feinen Röhrchens mit der anderen vollkommenen Welt verbindet.

Ich befinde mich unten, mit meinen Eigenschaften und Kräften, und im Röhrchen ist meine Freiheit des Willens, und oben – die vollkommene Welt!

Man kann sie also problemlos erreichen! Du musst nur herausfinden, wie man unter allen Richtungen, welche dir von deinem Wunsch vorgegeben werden, die winzige Öffnung deiner Freiheit gefunden wird.

Und wenn du diese Möglichkeit gefunden hast, dann kannst du alle Kräfte in einer Handlung konzentrieren, um dadurch die Höhere Welt erreichen zu können.

Darin liegt der Sinn der Wissenschaft der Kabbala eben! Statt die Kräfte in allen möglichen Richtungen zu verlieren, in denen man sowieso keine Freiheit des Willens hat, weil alles vorbestimmt ist, kannst du diesen Weg der freien Wahl finden, und alle Kräfte auf die Erreichung der spirituellen Welt ausrichten.

Folglich wirst du begreifen, dass die Bedingung des Aufstiegs in die höhere Welt gerade durch die Bürgschaft, durch die Liebe zu den Geschöpfen erfüllt wird,weil sie die andere Definition derselben Formel ist, die dich auf den Ausgang aus dieser Welt, auf den Durchgang und die Geburt in der höheren Welt ausrichtet.

Somit können wir eben unser Schicksal verändern. Denn du bekommst solchen freien Punkt, über welchen Archimedes sagte: „Geben Sie mir den äußeren Stützpunkt, und ich werde die Erde umwenden.“

Arbeite den ganzen Tag, wie im Tempel

Eine Frage, die ich erhielt: Es ergibt sich doch, dass jeder von uns die ganze Zeit „das Loch im gemeinsamen Boot bohrt“, aber man muss die eigene Sensibilität erhöhen, um es dies zu verstehen?

Meine Antwort: Wenn wir beginnen damit zu arbeiten, dann werden wir die „613“ Handlungen (die Gebote), und die Fehler (Schagagot) , sowie die Verbrechen (Zdonot) enthüllen, die bezüglich der Bürgschaft gelten. Denn es handelt sich um eine uns „gebotene“ Handlung, die wir erfüllen können!

Das ist eben die einzige freie Handlung, genannt „ein Gebot“, das aus vielen Komponenten (G“E, ACHAP, alle Niveaus des Wunsches) besteht, infolge der allmählichen Korrektur des Wunsches auf die Bürgschaft.

Dies alles wird durch eine winzige freie Öffnung im Durchgang realisiert, worin alle Gebote erfüllt werden. Es gleicht sich einer Geburt: dem Ausgang aus der Gebärmutter durch einen engen Durchgang in diese Welt.

Wenn ich versuche, an die Bürgschaft, an die Nächstenliebe zu denken, dann enthülle ich in diesen Bestrebungen meine eigene höhere Welt.

Deshalb wird gesagt, dass „das Ende der Handlung – im ursprünglichen Vorhaben liegt“, das heißt , ich soll mich bemühen, in einer Absicht zu sein. Alle meine Handlungen sollen auf die Nächstenliebe und die Liebe zum Schöpfer gerichtet sein.

Die Handlung selbst ist nicht wichtig, viel mehr geht es um die Absicht, die ich an die Handlung anbinden kann. Wie darüber gesagt ist, dass dem Schöpfer nicht wichtig ist, wie das Vieh (unsere Selbstsucht) geschlachtet wird, nur die Absicht ist wichtig.

Deshalb bewerten wir nur bezüglich der Absicht, und nicht aufgrund der Handlungen: werden die Fehler und die Verbrechen begangen, oder die Gebote und die Korrekturen erfüllt. Den Schöpfer interessieren deine Handlungen nicht – Ihm ist es wichtig, was du dadurch erreichen willst.

Wenn du beginnst, die Absicht des Gebens, der Bürgschaft zu bilden, dann werden alle deine Handlungen im Leben frei sein!
Alle 360 Grad, die du ausnutzt, verwandeln sich in ein riesiges Rohr, das in die höhere Welt führt!

Und diese Welt verwandelt sich in den Schaffner auf der Reise in die Spiritualität, sie ist nicht mehr das ursprüngliche enge Röhrchen. Es wird durch das Licht Chassadim – durch die Eigenschaft des Gebens und der Liebe ausgedehnt.

Folglich spielt es keine Rolle mehr, was du machen wirst: ob du auf dem Land oder in einer Institution arbeiten wirst, wenn du alles mit der Absicht des Gebens tust, dann wird deine ganze Arbeit, mit der Arbeit im Tempel des Schöpfers verglichen.

Dadurch wird eine ganz andere Beziehung zur Handlung, zum Geben geöffnet. Und daran wird geprüft, was der Fehler oder das Verbrechen sein wird – aber nicht aufgrund der Handlungen, sondern aufgrund der Absicht: die Bestrebung zur Bürgschaft, zur Nächstenliebe und zum Geben.

Somit klärt sich auf, ob du der Sünder oder der Gerechte bist – alles nur aufgrund deiner Absicht.

Die Massen denken, dass alles aufgrund der Handlung bewertet wird, wobei in der Spiritualität nur die Absicht zählt. Deshalb wird gesagt: die Meinung der Tora widerspricht der Meinung der Gastgeber“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 12.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum –>

Entwicklungsgesetze der Gruppe

Eine Frage, die ich erhielt: In der Natur gibt es allgemeine Entwicklungsgesetze: Geburt, Reifen, maximale Effektivität und Erlöschen. Entwickelt sich die Gruppe nach den gleichen Gesetzen?

Meine Antwort: Zweifellos durchlaufen wir diese Zustände sowohl in der persönlichen als auch in der Gruppenentwicklung. Und doch entwickelt sich die Gruppe etwas anders.

Einerseits dehnt sie sich ständig aus, andererseits, wenn sie in die spirituelle Phase eintritt, fängt sie an, sich mit dem Schöpfer zu verbinden.

Dann stirbt ihr materieller Teil, sprich die Absichten zu empfangen, und mit den Absichten zu geben tritt sie in den Schöpfer ein und existiert dort in ihrer Wurzel ewig.

Natürlich verschwindet der Begriff „Gruppe“ letztendlich, weil an seine Stelle der Begriff „Adam“, die Gesamtseele, tritt.

Die Gruppe (Kvuza) ist doch etwas Begrenztes, sie stellt eine Versammlung (Kibbuz), ein Bündnis von Seelen dar, die unter Druck vereint wurden.

Wenn die Gruppe eine Verschmelzung mit dem Schöpfer eingeht, existieren die Seelen ineinander, ohne zu verschwinden, die Einheit zwischen ihnen verschwindet ebenfalls nicht, und zugleich wird alles zu einem Ganzen.

Aus dem Gespräch vom 24.07.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Korrektur beginnt in Babylon

Die Schöpfung als Ganzes nennt sich „Babylon“. Sie wurde aus einem Verlangen erschaffen, das die Entwicklung in vier Phasen des Lichts, das Herabsteigen in den Welten, die Geburt und das Zerbrechen der Struktur von Adam durchlaufen hat. Im Endeffekt haben sich Verlangen zu empfangen und Verlangen zu geben dermaßen miteinander vermischt, dass es in jedem, Teile von allen anderen gibt.Dann ergießt sich das Licht auf diesen zerbrochenen Zustand, und die zerbrochenen Teile beginnen, vom unbelebten zum pflanzlichen, tierischen, und menschlichen Verlangen zu erwachen.

Doch gleichzeitig mit der Weiterentwicklung des Egoismus in den Menschen ist vor 5770 Jahren in einem der Menschen, Adam, das Verlangen zu geben entstanden. Damit hat der Korrekturprozess begonnen. Deshalb beginnt damit die Zeitrechnung.

Auf diese Weise lösen sich 20 Generationen bei der Vorbereitung auf die allgemeine Korrektur ab. Das erste Auftreten des völligen Zerbrechens nennt sich „Babylon“. Angefangen damit, sind bereits mehrere tausend Menschen den Weg von Adam bei der Enthüllung des Schöpfers gegangen, darum hießen sie „Mensch“, anders gesagt „Adams Sohn“ (Ben Adam).

Das Licht ergießt sich weiterhin auf die zerbrochenen Verlangen, und seine Einwirkung ruft in ihnen ebenfalls das Auftreten von zerbrochenen Verlangen zu geben hervor – löst Unruhe aus.

Der Mensch beginnt instinktiv die Suche, weil er sein Verlangen erfüllen will, er will den wahren Zustand enthüllen, den Grund für den Bruch zwischen den Eigenschaften des Empfangens und des Gebens finden. Genau das führt ihn zur Enthüllung des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 28.09.2010

 Zum Kabbalalernzentrum–>

Unendliche Ruhe in einer unendlichen Geschwindigkeit

Frage: Warum streben wir seit unserer Geburt zu einem Ausgleich und absoluter Ruhe, die eigentlich in Ejn Sof (Welt der Unendlichkeit) verwurzelt sind. Sie sagen ja, dass es dort auch Höhen und Tiefen – Füllungen und Entleerung gibt?
Meine Antwort: In Ejn Sof treten die Höhen und Tiefen in einer unendliche Schnelligkeit und Häufigkeit auf. Ausgerechnet so ein Zustand des Geschöpfes wird absolute Ruhe genannt. Das Geschöpf existiert nur dann, wenn es sich selbst und das was rund um es geschieht empfindet. Diese Empfindung wird aus dem Kontakt zweier verschiedener Kräfte, d.h. Eigenschaften gebildet. So wie gesagt wird: „Die Empfindung des Lichtes etntsteht aus der Empfindung der Dunkelheit.“
Wir verspüren verschiedene Erscheinungen und in jeder befinden sich gegensätzliche Bestandteile, wie z.B.: Licht und Schatten. Der Zustand von Ejn Sof symbolisiert, dass das Geschöpf alles gleichzeitig und vollkommen spürt. Das bedeutet, dass das Geschöpf in großem unendlichem Wechsel an Vergleichen, Einschränkungen, Entscheidungen und demzufolge Gefühlen ist. Ausgerechnet die unendliche Häufigkeit bringt das Geschöpf zu einer Wahrnehmung, als wäre es überall gleichzeitig im Raum.
Das Gefühl setzt sich aus dem Gefühl des Mangels und der Füllung zusammen (Höhen und Tiefen). Je dichter sie aufeinander folgen, desto höher steht das Geschöpf auf der Stufe der Leiter, die es zur Vollkommenheit bringt. Gerade die Möglichkeit gleichzeitig an jedem Ort zu sein, symbolisiert, dass das Geschöpf voll an Eigenständigkeit ist und sich in einer Ruhelage findet. Und das ist der Abschluss der Korrektur (Gmar Tikun der Seele).
In der Quantenphysik haben Wissenschaftler zuvor enthüllt, dass es eigentlich unmöglich ist Elementarteilchen aufzuhalten, weil sonst Materie verschwindet. Die Materie kann nicht ohne Bewegung existieren. Wenn sie es irgendwie schaffen sollten die Teilchen aufzuhalten, würden sie verschwinden, weil die Materie nur existieren kann aufgrund von zwei Zuständen – Leere und Füllung. Nebenbei gesagt, meinen die Wissenschaftler, dass in der Quantenphysik ein Teilchen gleichzeitig an zwei Stellen sein kann, d.h. in zwei Zuständen. Die Ruhe existiert nicht in einer Pause (Stopp), sondern in unendlicher Bewegung. So befinden wir uns überall gleichzeitig.
In einer unendlichen Geschwindigkeit gehe ich nicht von einem Punkt zum anderen über, sondern befinde mich in beiden Punkten gleichzeitig. Und das symbolisiert Ruhe.

Aus dem Gespräch „Das Licht, dass zum Guten zurück führt“, 08.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

 

Das Geheimnis der spirituellen Geburt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie schaffe ich es, während des Abstiegs so am Ziel festzuhalten, damit ich den Abstieg für den Aufstieg benutzen kann, wenn ich selbst absteige, und nicht der Schöpfer wirft mich herunter?

Meine Antwort: Ich muss den Abstieg lenken und selbst entscheiden, dass ich absteigen muss. Ich bereite mich im Voraus so auf den Abstieg vor, wie man sich auf einen chirurgischen Eingriff vorbereitet. Was kann mir während des Abstiegs helfen, nicht „den Kopf zu verlieren“, nicht in die Gewalt von Verlangen zu geraten? Die Verbindung mit dem Ziel, um den Abstieg zu spüren, aber nicht mich selbst zu verlieren, sondern aufzusteigen. Aber ich selbst kann mir das nicht garantieren..

Deshalb brauche ich die richtige Umgebung, die mich unterstützt, wenn ich infolge von zu großen Verlangen die Kontrolle über mich verliere. Wenn für den spirituellen Embryo die Zeit gekommen ist, geboren zu werden, d.h., zur Stufe des Säugens überzugehen, wie kann er diese zwei Zustände miteinander verbinden, denn während der Geburt verliert er seine Stufe, er dreht sich „mit dem Kopf nach unten“?
Doch wie schafft er es, aus diesem Zustand des völligen Verlierens, „mit dem Kopf nach unten“, keine Fehlgeburt zu werden, sondern in die neue Welt geboren zu werden und sich an den Schöpfer auf einer höheren Stufe anzuheften?.

Dafür gibt es verschiedene Reshimot de Awiut und de Hitlabshut (von dem Verlangen und dem Licht) 1/0. Es stellt sich also heraus, dass ich mich immer mit zwei Stufen gleichzeitig verbinden kann! Gerade das hilft mir, geboren zu werden..

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 07.07.2010

Kabbala Akademie

Zur Frage über die Wahrnehmung der Realität

Die Frage: Wie stellt man sich die Prozesse vor, die in den Geisteswelten geschehen, die wir in der Wissenschaft der Kabbala studieren? Wo und wann geschieht alles oder ist es schon geschehen?

Meine Antwort: Diese Prozesse sind schon in unseren Wurzeln geschehen, und wir erkennen sie, wenn wir von unten nach oben hinaufsteigen. Aber das alles kam „bereits“ zustande.

Die Zeit in der Spiritualität – ist die Reihenfolge der kausalen Handlungen. Der Schöpfer hat den Wunsch zu genießen geschaffen, dann bekam dieser Wunsch das Licht, und späterer probte er die Scham und zog sich folglich zusammen, er hat die Entscheidung über das anti-egoistische Erhalten (der Bildschirm-Absicht) getroffen und hat begonnen, im Maß seiner Fähigkeit zu bekommen, um weiterhin zu geben, usw.

Das heißt wir studieren die aufeinanderfolgende Handlungkette, die noch davor geschah, ehe wir begonnen haben, uns zu empfinden.

Ich werde also geboren – und ab diesem Augenblick beginne ich, mich zu empfinden. Man sagt mir, dass auch vor meiner Geburt die Menschen lebten – aber ich weiß nicht genau, was „vor mir“ bedeutet. – Ich beginne die Realität wahrzunehmen, nur mit dem Zeitpunkt meiner Geburt. Dann kann ich wohl sagen, dass „laut meiner Wahrnehmung der Realität“ es hier noch die anderen Menschen gibt, die früher als ich geboren sind, oder die früher lebten und schon gestorben sind.
Aber das alles existiert nur in meiner Realität, in der ich geboren bin und lebe. Sie existieren in Form der Gestalten in meinem Kopf. Wir arbeiten nur mit dem inneren Wunsch – ihn muss man aufklären.

Deshalb, fängt meine Realität mit meiner Geburt an. Und alles, was angeblich davor geschah, halte ich für die Vorbereitung auf meine Empfindung – das heißt, es geht um den Schöpfer, um Seine Handlungen, die Er in mir als Vorbereitung tat, damit ich von Anfang an beginne, solche Welt und solche Realität zu empfinden.

Aber wer sind der Vater und die Mutter und alle übrigen mich umgebenden Menschen, und warum handeln sie auf diese Weise? Der Schöpfer hat für mich ein solches System vorbereitet, das sich um mich sorgt. Die ganze Welt, die ich vor mir sehe, ist vom Schöpfer für meine Arbeit vorbereitet.
Deshalb ist unser ganzes Leben mit diesen geistigen Prozessen verbunden, es soll uns zum geistigen Erwachen und der Enthüllung der neuen Empfindungen bringen. Und du dachtest, dass es in deinem Leben einen ziellosen Augenblick gibt?

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 08.07.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Unsere Verlangen spiegeln wider, was wir als notwendig erachten

Zwei Fragen, die ich von Frauen über Lebensnotwendigkeiten und das Gebären von Kindern erhielt:

Frage: Als Frau (und wie ich höre, sind wir eitler) frage ich mich, was als „normaler“ Konsum gilt? Ist mein regelmäßiger Friseurbesuch im Schönheits-Salon exzessiv und was ist mit all den Schönheitsprodukten, die Frauen verwenden – den Kleidern, Accessoires, Schmuck, Schuhen? Sollten wir nur zwei Paar Schuhe haben? Ich kann verstehen, dass übermäßiger Konsum von Nahrungsmitteln ungesund ist – das ist mir klar.

Meine Antwort: Wenn dein Kopf „in den Wolken“ ist, dann kann dein Geist sich nicht aufs Shoppen fokussieren. Das wird die natürliche Folge sein – oder?

Frage: In dieser Welt voller Krisen und Leid, sollte man da einen Kinderwunsch haben? (ich bin eine 32jährige Frau, kinderlos und frage mich, ob dieser egoistische Wunsch, Kinder zu haben, erfüllt werden sollte oder nicht, da wir wissen, wie schwer es ist, in dieser unserer Welt zu leben).

Meine Antwort: Du solltest Kinder gebären und aufziehen, um sie und dich selbst dem Schöpfer anzugleichen.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Ene Frau ist eine vollentvickelte Hälfte der gesellschaft und noch mehr
Blog-post: Frauen auf dem Pfad der Kabbala