Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Und dass ihr mir bereit seid!

Der Schöpfer kann uns nicht vollkommen, Sich ähnlich erschaffen. Nur wir selbst, durch unsere eigenen Anstrengungen, müssen unsere schrittweise Entwicklung bis hin zu Seiner Stufe anregen.

Die Erwartungen des Schöpfers sind beständig – Er erwartet ständig von uns, dass wir versuchen, Ihm ähnlich zu werden, wie ein Kind in unserer Welt erwachsen werden will.

Die gesamte Schöpfung ist auf den Endzustand gerichtet, die gesamte Schöpfung ist die Vorbereitung darauf. Alles, was wir durchlaufen, ist dafür bestimmt, uns auf die Enthüllung vorzubereiten.

Was werden wir denn enthüllen? Den Ort, an dem wir und das Licht uns ständig befinden und der vor uns durch unsere eigenen unkorrigierten Eigenschaften verborgen ist. Es ist so, als ob wir den Nebel an dem Ort verfliegen lassen würden, an dem wir uns jetzt befinden.

Wir haben diesen Ort nie verlassen, und der Schöpfer ist nie von hier verschwunden, wir haben einfach die Fähigkeit verloren, Ihn wahrzunehmen, Er ist aus unseren Empfindungen verschwunden, hat sich „in Luft aufgelöst“…

Und nun bereiten wir uns selbst auf Seine Wahrnehmung vor, indem wir die Eigenschaft des Gebens allmählich in uns aktivieren und auf diese Weise die Erscheinung Seines Abbildes „aus dem Nebel“ zum Vorschein bringen.

Unser Austritt nach unten, aus der Unendlichkeit in unsere Welt, und die Rückkehr in sie zurück ist unsere Vorbereitung auf das Ende der Korrektur (Gmar Tikun) unserer Sinnesorgane, um den Schöpfer wahrnehmen zu können.

Von der Vorbereitung hängt alles ab. Nehmen wir ein Konzert des Philharmonieorchesters als Beispiel.

Ein unvorbereiteter Zuhörer begreift einfach nicht, wo er sich befindet. Er hat mit irgendetwas Interessantem gerechnet, hat eine Packung Chips und eine Dose Cola mitgebracht – doch anstelle der erwarteten Vorstellung hat er eine … „Sinfonie b-Moll“ bekommen.

Und neben ihm sitzt ein erfahrener Musikkenner, der jeden Ton mit Aufregung und Begeisterung verfolgt. Der Eine erlebt ein unvergessliches Wechselbad der Gefühle, den Anderen lässt nur seine Gereiztheit nicht einschlafen.

Alles hängt von der Vorbereitung ab. Der Vorbereitete genießt, der Unvorbereitete leidet.

Wenn wir ein unangenehmes Gefühl bei den Worten über das Anschließen an das absolut Gute verspüren, dann geschieht das nur, weil wir uns ungenügend vorbereitet haben.

Und deshalb müssen wir jetzt, vor dem Kongress, nur für die Vorbereitung sorgen. Und Vorbereitung bedeutet Vereinigung. Wenn wir Teile des gemeinsamen Kli zusammenfügen, werden wir darin die Resultate unserer Anstrengungen wahrnehmen.

Es ist so, als ob der Schöpfer uns ein schmeichelhaftes Feedback geben würde – und wir müssen es sehr ernsthaft aufnehmen. Die ganze Grundlage bauen wir in uns auf, von Seiner Seite gibt es keine Veränderungen, denn die Unendlichkeit ist unveränderbar. Werden wir also das wahrnehmen können, was bereits existiert?

Letztendlich müssen wir unser Herz, d.h. das richtige Verlangen, das auf das gegenseitige Geben gerichtet ist, öffnen. Wollen wir hoffen, dass wir das in den nächsten Tagen erreichen werden.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010

Erschaffe Dir eine andere Welt!

Im Endeffekt zeichnen wir vor uns das Bild der Realität infolge der Berührung des Lichtes mit dem Wunsch, so wie in unserer Welt das Licht den Film auf den Bildschirm projiziert.

Im Unterschied zum Kino zeichnet das Höhere Licht das Bild nicht auf einen äußeren Bildschirm, sondern auf einen Bildschirm in uns, wodurch in uns das Bild der Realität, gemäß unserem „Verlangen zu genießen“ entsteht.

Deshalb sehen wir „vor uns“ (wir denken nur, dass es vor uns ist) die lebendige Welt, die Geschöpfe, und nicht die künstlerische Darstellung.

Stelle Dir vor, du würdest jetzt den kleinen Hund zeichnen, der vor dir läuft. Du erschaffst ihn und er ist keine Zeichnung mehr, sondern das Geschöpf, das aus Fleisch, Blut und Knochen besteht, das Vernunft und Gefühle hat, weil es sich in deinem Wunsch befindet.

Eigentlich machen wir nur das. Denn es gibt nichts, außer dem Wunsch und dem Licht.

Und wenn dein Wunsch aufwacht, hinaufsteigt und das minimale Maß des Gebens erreicht, dann schafft er zusammen mit dem Licht andere Zeichnungen, andere Geschöpfe.

Du siehst selbst von der Seite her, wie sich die Wünsche, infolge der Berührung mit dem Licht ändern und verschiedene Formen des Lebens erschaffen.

Stelle Dir vor, in welcher Realität du dich dann befindest. Vor dir werden Welten, mit ganz anderen Inhalten erscheinen und alle werden von dir erschaffen.

Natürlich bist du dir vollkommen bewusst, dass du dich auch früher in einer von Dir erschaffenen Welt, in deinem Material befandest.

Folglich entsteht die Frage: ob ich diese Formen erneut erschaffe oder ob sie schon früher erschaffen wurden, so dass ich sie jetzt nur in solcher Art, je nach der Größe meines Wunsches und des Aufstiegs entsprechend der Stufen der Leiter enthülle?

Denn ich begegne auf jeder Stufe neuen Formen, einer neuen Welt. Habe ich diese neue Welt erschaffen, oder war sie immer da, und ich öffne sie nur jetzt?

Und die Antwort lautet: Ich öffne sie nur. Aber für mich erschaffe ich sie wirklich, denn sie lebt innerhalb meiner Wünsche.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 20.10.2010

Einladung zu einem vom Schöpfer organisierten Kongress

Eine Frage, die ich erhielt: Uns ist gelungen, einen so großen Kongress zu organisieren. Ist das ein Beweis dafür, dass wir auf dem Weg des Lichtes (der Tora) und nicht auf dem Weg der Leiden voranschreiten?

Meine Antwort: Natürlich! Denn uns wird ermöglicht, die Wissenschaft der Kabbala für eine so breite Öffentlichkeit und an so einem Ort zu enthüllen, wo sich die stärkste Widerstandskraft (Klipa) befindet – in Israel, an dem Ort der Zerstörung des Tempels, dem Ort des spirituellen Zerbrechens.

Die restliche Welt wehrt sich nicht so sehr gegen die Kabbala, denn sie weiß sehr wenig davon.

Doch gerade in Israel existiert dieser Widerstand, denn es befand sich einst auf einer spirituellen Ebene, mit der Absicht des Gebens und der Nächstenliebe, dann stürzte es von dieser Stufe in den grundlosen Hass, in die unreinen Kräfte, in die „Klipa“, in die egoistische Absicht ab.

Deshalb ist gerade hier, in Israel, der Ort der Enthüllung des Bösen und der größten Unreinheit. Aber auch deren Korrektur.

Und noch schlimmer ist es in Jerusalem, an dem Ort der Zerstörung des Tempels. Und der schlimmste Ort ist das „Allerheiligste“, der heiligste Platz im Tempel, der zum Ort der größten Unreinheit wurde.

Darum spricht die Tatsache, dass es uns gelingt, in Israel so einen großen und hinreichend bekannten Kongress zu veranstalten, der im Fernsehen, in der Presse und selbst auf den Werbetafeln auf den Straßen angekündigt wurde, und zur Teilnahme daran Tausende von Menschen heranzuziehen, davon, dass wir von oben als ein Mittel zur Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen benutzt werden!

Und der Schöpfer führt diese Handlungen zur Erreichung der Korrektur durch uns aus, für die scheinbar die Zeit gekommen ist! Ich sehe darin nur die lenkende Hand des Schöpfers – allein hätten wir das alles nicht bewerkstelligen können.

Doch natürlich haben wir nicht nur einen ebenen Weg vor uns. Der Weg zu der Rose (s. den Sohar, Einführung in das Buch Sohar, Artikel „Die Rose“), zu Malchut, ist mit lauter Dornen versehen.

Also werden wir noch um die Korrektur von Malchut kämpfen müssen, um ihren korrigierten Zustand – die Rose – erreichen zu können. Und wir werden noch den Widerstand gegen unser Bestreben zur Vereinigung der ganzen Welt und zu „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ enthüllen…!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die letzte Generation“ vom 07.11.2010

Kabbalisten über den Studium der Kabbala, Teil 18

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Studium der Kkabbala erfordert keine besondere Talente

Jeder Mensch ist verpflichtet, während seines Studiums der Tora in ihr Anstrengungen zu unternehmen (aber nicht indem man die Texten auswendig lernt), und den Verstand und das Herz darauf einzustellen, in ihr das Licht des „Angesichts des Königs des Lebens“ (das Licht der Korrektur, Chassadim, und dann das Licht der Erfüllung, Chochma – sie beide werden das höhere Licht genannt) zu finden.

Gemeint ist die Erkenntnis der offensichtlichen Lenkung, genannt „Licht des Angesichtes“. Jeder Mensch eignet sich dafür, wie es heißt: „Diejenigen, die Mich suchen, werden Mich finden“ (Sprüche, 8:17). Und nur ein Fetzchen fehlt dem Menschen um dies zu erreichen, nur das Bemühen (die Eigenschaft des Gebens und der Liebe zu erreichen).

Baal HaSulam. Einführung in die Lehre der Zehn Sfirot, P.97.

Eine äußerst wichtige Ermahnung!

Ich möchte euch ermahnen, dass alle kabbalistischen Texte nur im inneren Sinne verstanden werden sollen – die Rede ist nicht von der äußeren Welt, sondern von der Korrektur der Verlangen eines Menschen.

Dieses Verlangen teilt sich in „Israel“ (Yashar-Kel – „direkt zum Schöpfer) und „Völker der Welt“ (Verlangen, die nicht auf den Schöpfer gerichtet sind) auf.

Solche Verlangen gibt es in jedem von uns: jene, die auf das Schöpfungsziel gerichtet sind (noch ist es lediglich ein „Punkt im Herzen“), und jene, die nicht auf dieses Ziel gerichtet sind (genannt „Völker der Welt“).

„Exil“ bedeutet Verbannung vom Licht, aus der spirituellen Welt, d.h., aus der Eigenschaft des Gebens.

„Erlösung“ bedeutet Entstehung der Kraft zu geben, mich mit den Anderen zu verbinden, zu lieben in mir.

Der „Schöpfer“ (auch das „Licht“) bedeutet die Eigenschaft der Liebe und des Gebens.

Nur auf diese Weise sollen alle kabbalistischen Texte betrachtet werden, nur in sich selbst und für seine eigene Korrektur – sonst werdet ihr in den materiellen Bildern (in der Erschaffung von Götzenbildern) versinken und beginnen, aus der Kabbala wieder Religionen entstehen zu lassen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Exil und Erlösung“ vom 02.11.2010

Durch alle Hindernisse hindurch

Eine Frage, die ich erhielt: Warum stößt mich eine bestimmte Kraft jedes Mal, wenn ich an die Vereinigung zwischen uns denke, von ihr weg?

Meine Antwort: Das ist die „Hilfe gegen dich“. Zwei Kräfte führen den Menschen zum Ziel: die eine wirkt in Richtung Vereinigung, und die andere wirkt dagegen.

Gerade wenn er sich zwischen ihnen befindet, verfügt er über den freien Willen, eine richtige Umgebung auszusuchen und mit deren Hilfe/unter deren Einfluss den Weg zum Ziel und nicht in die entgegengesetzte Richtung zu wählen.

Dementsprechend helfen ihm die beiden Kräfte von beiden Seiten – die eine Kraft schiebt ihn in die Gruppe und die andere Kraft stößt ihn aus der Gruppe/Umgebung aus, so dass er sich jedes Mal in einem Gleichgewicht zwischen diesen beiden Kräften befindet.

Er glaubt, dass er von der Vereinigung weggestoßen wird. Aber nein, ihm wird eine Widerstandskraft gegeben, die genau der ihm zuvor gegebenen Fähigkeit entspricht, in seiner Umgebung festen Fuß zu fassen.

Von oben wird niemals zum Versagen des Menschen beigetragen, wie geschrieben steht: „Es wird beim Erlangen der Eigenschaft des Gebens gehoben und nicht angehalten“.

Selbst wenn im Moment ein Hindernis vor ihm gestellt wird, wird vorher dafür gesorgt, dass er es mit Hilfe seiner freien Wahl überwinden kann.

Auf diese Weise erziehen wir Kinder. Wir stellen ihnen bewusst und mit Bedacht immer schwierigere Aufgaben, damit sie klüger und stärker werden.

Aus einem Sohar-Unterricht, 02.11 2010

An der Schwelle der letzten Befreiung

Wir gehen vier Vertreibungen hintereinander durch. Sie stammen aus 4 Stadien der Entwicklung der allgemeinen Seele – HaWaJaH (jud-kej-waw-kej).

In der Welt der Unendlichkeit wurde der allgemeine Wunsch in 4 Stadien geschaffen, weshalb die ganze Entwicklung und Korrektur nach denselben 4 Stadien erfolgt.

Bis wir das letzte Stadium, Malchut erreichen, sollen wir durch die Verbreitung und das Verschwinden des Lichtes aus dem Wunsch (entlang den Stufen) 4 Mal hintereinander gehen. Der Eintritt des Lichtes ist eine Befreiung (von seiner Abwesenheit, Finsternis), und der Ausgang – ist die Vertreibung (das Verschwinden des Lichtes).

Die Anwesenheit des Lichtes innerhalb des Gefäßes – heißt die Anwesenheit des Schöpfers innerhalb der Schöpfung, Seine Offenbarung. Deshalb folgt hinter der Befreiung (hinter dem Gewand des Lichtes in Gefäß/Seele/Wunsch) die Vertreibung des Lichtes, sein Ausgang.

Anderenfalls ist die Entwicklung unmöglich! Wie es gesagt ist: die Füllung des Lichtes und seine Entleerung bereitet den Wunsch zur Zielerreichung vor (auf die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer).

Deshalb wussten sogar die ersten Kabbalisten schon, was weiter mit der Menschheit geschehen wird. Abraham fragte den Schöpfer: „Woher kann ich wissen, dass meine Nachkommen dieses Land vererben werden?“

Als er dann die Antwort bekam, dass sie ins Exil vertrieben werden, beruhigte er sich: er wusste, dass sie nach 4 Vertreibungen und 4 Befreiungen zur endgültigen Korrektur kommen werden.

Wir befinden uns jetzt vor dem Ausgang aus der letzten Vertreibung, im System des 4. Niveaus (Stadium), das alle vorhergehenden Vertreibungen und Befreiungen einschließt, vor uns liegt die letzte, volle Befreiung (auf die gesamte Malchut), die schon sehr nah ist.

Aber für die Befreiung ist die Empfindung der Vertreibung notwendig. Vor ihrer Ankunft, muss man die Form der korrigierten Welt einschließen, sogar in der negativen Art, die Form dieser zukünftigen Befreiung – wobei sie nicht nur für Israel, sondern auch für die ganze Menschheit vorbestimmt ist.

Das erste Mal in der ganzen Geschichte, tritt Israel, d.h. unsere weltweite Gruppe, als der Vermittler des Höheren Lichtes auf, und wir sollen uns vereinigen, um die ganze Welt zu korrigieren.

Somit bedeutet die Befreiung – die volle Verschmelzung mit dem Schöpfer, mit der Eigenschaft des Gebens.

Aus dem Unterricht über den Artikel „Dies ist für Jehuda“, 01.11.2010

Sich selbst Aufbauen

Das Schöpfungsziel ist, den Geschöpfen Gutes zu tun. Denn der Schöpfer ist eine gute und das Gute bringende Kraft, weshalb Er uns die Möglichkeit gegeben hat, den Höheren Zustand zu erreichen – Ihm ähnlich zu werden. Wir werden dem Schöpfer in zwei Hauptelementen gleich.

1. In der Selbstständigkeit. Denn der Schöpfer ist das Urwesen, und der Mensch soll demzufolge auch seine Handlungen ausführen. Anderenfalls ist er nicht selbständig.

2. Im Geben. Der Mensch findet die Form des Gebens, die er in seiner Natur aufnehmen muß, welche dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Somit ist der Mensch in seinem Inneren dem Schöpfer entgegengesetzt und von Außen dem Schöpfer ähnlich.

Indem der Mensch in sich zwei entgegengesetzte Eigenschaften kombiniert, baut er seine Unabhängigkeit, erschafft er sich neu. Er ist nicht auf diese Weise vom Schöpfer geschaffen, sondern er wächst selbständig.

Die Bedingung für die Erreichung der Unabhängigkeit heißt „Bündnis“. Das Bündnis bedeutet, dass ich mich verpflichte, in meinem Inneren den Menschen aufzubauen. Dabei gewährleistet der Schöpfer alles Notwendige: die grundlegende Vorbereitung, den Brennstoff, den Wunsch nach Genüssen, die Kraft der Korrektur und die Kraft der Füllung.

Und ich verwende diese Mittel. In mir entstehen die entgegengesetzten Bedingungen, der Kontrast zwischen dem egoistischen Wunsch und der Form des Gebens, die man auf ihn einkleiden muss, – und das alles lässt mir zu, mich neu zu erschaffen.

Der Mensch, der diese Bedingungen annimmt und sich direkt zum Schöpfer hin ausrichtet, heißt „Israel“. Er verpflichtet sich, die Verschmelzung zu erreichen und ist bereit, durch alle Zustände und Stufen voranzuschreiten.

Dabei versteht er, dass er immer den Glauben über den Verstand wählen soll – denn anderenfalls wäre es unmöglich, hinaufzusteigen, sich dem Schöpfer zu nähern.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 26.10.2010

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Und jetzt mache dich selbständig!

Es ist wichtig während des Abstieges, im Zustand der Finsternis, der Hilflosigkeit, der Loslösung vom Schöpfer, sich zu bemühen, alle Mittel richtig zu kombinieren.

Im Fallen soll der Mensch also alles ebenso aufbauen, wie es während des Aufstiegs aufgebaut wurde, als der Schöpfer ihm das anschauliche Beispiel gab. Dann werden beide Zustände gleich sein.

Der Schöpfer gibt dem Menschen das Verständnis, die Empfindung, die Nähe, die Verschmelzung, die Einstellung, die Überzeugung, den Glauben, die Fähigkeit des Gebens, den Impuls, das Einverständnis für das Geben.

Wenn der Mensch das alles während des Aufstiegs genauso empfindet, dann soll er seine Gefühle gut prüfen, um nicht nur zu genießen, sondern auch die ständige Analyse der Situation durchzuführen.

Jetzt kam dieser Zustand vom Schöpfer als Beispiel, und später, im Fallen, muss der Mensch verstehen, dass der Schöpfer ihn absichtlich verlassen hat, ebenso wie der Erwachsene das Kind alleine lässt, damit es etwas selbständig macht. Es ist die Zeit für das Kind gekommen, um das wiederzugeben, was es gelernt hat.

Auf diese Weise lernen wir und bemühen uns, das Bündnis zu beachten, das wir während des Aufstiegs abgeschlossen haben. Jetzt, im Fallen, verstehen wir, dass es uns nützt.

Dank diesem Bündnis werden wir solche Bedingungen schaffen, die uns helfen, nicht von den Empfindungen abzuhängen, so dass wir alle Mittel öffnen werden um zum Licht zu gelangen. Man muss sich nur selbständig bemühen.

Wir kommen niemals ohne Hilfe vom Schöpfer voran, und zeigen doch unsere Selbständigkeit, d.h. verwenden selbständig alle gegebenen Mitteln. Dadurch macht sich das Geschöpf dem Schöpfer ähnlich.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.10.2010

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Warum ist die Bürgschaft für den Egoismus nicht vorteilhaft

Entsprechend seiner Natur fühlt der Egoismus keine Erfüllung (keinen Genuss), wenn er die Anderen versorgt, sich aufopfert. Wir können uns nicht mal vorzustellen, dass die Aufopferung gut sein kann.Ich kann nun vermuten, dass die Bürgschaft ihren Nutzen hat, sehe aber keine Notwendigkeit darin, kann mein Ego nicht vor den Anderen aufheben.

Darin war auch der Fehler der Kommunisten begründet: sie wollten das Gesetz der Bürgschaft ohne den Schöpfer, ohne der Kraft, welche die Bürgschaft, die Einigkeit erfüllt, realisieren. Nach diesem Modell sollte jeder über sich selbst hinaufsteigen, um seine Selbstsucht zu verlieren, sich selbst zu annullieren, aber die notwendige Energie war nicht vorhanden, ohne welche man nicht arbeiten kann.

Deshalb sollen wir die Kraft des Schöpfers von vornherein heranziehen, damit wir eine Möglichkeit des Aufstiegs bekommen, die Vereinigung erreichen. Denn „es gibt niemanden, außer Ihm“, der die Verbindung zwischen uns herstellen kann, da diese Verbindung höher als die Selbstsucht ist.

Der Schöpfer hat die Gesetze geschaffen und erfüllt sie. Wir können nur unter Bedingung handeln, dass Er der dritte Teilnehmer ist, der in jeder Handlung anwesend ist, und das Ergebnis bestimmt.

Dieses Ergebnis fällt immer zu Seinen Gunsten aus, weil du dich jedes Mal bezüglich Seiner Kraft annullierst. Folglich wird diese dritte Komponente, an die du gewöhnlich nicht denkst, zur wichtigsten Sache: Er – ist der Erste, Er – ist der Letzte, Er – ist Bestimmend.

Im Ergebnis ändert sich auch mein Ziel: ich möchte alles nach diesem Partner richten, alles für Ihn machen. Das System gilt – für Ihn, ich existiere – für Ihn, der Freund – handelt für Ihn.

So erreichen wir den Aufstieg auf die Stufe des vollständigen Gebens. Denn der Schöpfer ist eine Eigenschaft des Gebens, die wir untereinander erreichen werden!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „, 15.10.2010

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