Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Füllung'

Die richtige Ordnung für das Studium

Wenn der Mensch mit der Frage kommt: „Wofür und warum lebe ich?“, dann muss man ihm erklären:

  • was das für ein Wunsch ist, der in ihm entstand, und welche Füllung er erfordert
  • was unsere Natur – das Ego – ist, nämlich die Quelle allen Übels, das korrigiert werden muss – denn darin besteht unsere einzige freie Handlung (die Freiheit des Willens).

Dafür muss man die Artikel von Baal HaSulam studieren: „Die Freiheit des Willens“ und „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“, die über die Offenbarung des Schöpfers an die Geschöpfe erzählen, und die als Mittel zur Erreichung des Schöpfungsziels dienen.

Die übrigen Artikel von Baal HaSulam helfen dem Anfänger, das ganze Bild des existierenden Universum zu verstehen: die Welten, der Anfang, der Prozess, das Ziel jedes Elementes der Schöpfung, das Übel und die Leiden als treibende Kraft usw.

Wenn das Gesamtbild schon vorhanden ist, dann muss man im nächsten Schritt klären, wie der Aufstieg und die Korrektur erfolgen. Die Seele ist das Hauptwerk, deren Zerbrechen durch den Schöpfer und deren Korrektur durch uns zustande kommt – hierfür sind schon die Artikel von Rabash notwendig.
Ihr Ziel ist, die Position des Menschen innerhalb der Gesellschaft zu finden, das Zerbrechen zu erkennen, um zu verstehen, was zu korrigieren ist. Wie man also das Zerbrechen der Seelen korrigieren kann.

Deshalb lernen wir zusammen aus den kabbalistischen Büchern von Baal HaSulam – weil sie über die Kraft verfügen, unserer Generation das Licht, das zur Quelle zurückführt, zu geben.

Man kann dieses Material in beliebiger Reinfolge studieren, denn auch der Mensch befindet sich in verschiedenen Zuständen.

Ein neuer Student gerät in die Mitte des gemeinsamen Lernprozesses, aber das spielt keine Rolle. Hauptsache man arbeitet mit allen zusammen, denn wir sind alle in einander eingeschlossen – unsere Seelen und Wünsche sind in einander verschlungen.

Deshalb ist es unwichtig, mit welchem Artikel man das Studium beginnt. Aber es wäre wünschenswert, wenn es eine mehr oder weniger klare Ordnung des Studiums gäbe, die sich direkt aufs Ziel richten würde.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 09.08.2010

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Alle Schätze – sind vor dir!

Eine Frage, die ich erhielt: Ich studiere tagtäglich Sohar, aber ich fühle nichts anderes außer dem wachsenden Verlangen. Bewege ich mich in die richtige Richtung?

Meine Antwort: Es ist sehr gut! Wenn das Verlangen tagtäglich wächst – man braucht nichts anderes!

Das Problem liegt darin, das man seine Einstellung zum wachsenden Wunsch verändern muss, obwohl du darunter leidest ist er deine Belohnung. Denn der Wunsch, bzw. die Abwesenheit der Füllung ist eine Kraft, die dich vorwärts kommen lässt.

Aufgrund des leeren Wunsches spüre ich den Mangel an der Verschmelzung mit dem Schöpfer, an der Empfindung der Verbindung mit Ihm, und der Eigenschaft des Gebens.

Der richtige Wunsch ist schon eine Art der Bezahlung. Während du in unserer Welt die Füllung verdienen sollst, ist es das geistige Gefäß, der spirituelle Wunsch in der Höheren Welt, den du brauchst. Er gibt die Füllung – nimm sie dir! Wo kommt sie rein? Das ist eben die Frage …

Du bist von den geistigen Schätzen umgeben: „die Brillanten“, „das Gold“, „das Geld“, alles, was du dir nur wünschen kannst.

Du hast aber keinen Wunsch dazu – und deshalb erkennst du sie nicht. Der Raum um dich herum scheint leer zu sein!

Man muss den Wunsch, das geistige Gefäß, wachsen lassen, vorbereiten. Deshalb ist der Wunsch, das Streben selbst die Belohnung. Mit diesem Ziel war er vom Licht erschaffen.

Wir sollen unsere Wahrnehmung, unsere Einstellung zur Belohnung und zur Strafe verändern. In unserer Welt gilt der Wunsch, die Empfindung des Mangels als eine Strafe, und die Belohnung – als die Füllung, das mich beruhigen sollte, da ich mich im Wunsch, zu genießen aufhalte.

Wenn ich mich dagegen im Geben aufhalte, d.h. diesen Wunsch habe, dann ist es meine Belohnung. Warum gibt es dann solchen Unterschied? Infolge der Einschränkung. Denn auf das Erhalten wurde eine Einschränkung Kürzung gemacht, und auf das Geben gibt es keine Einschränkungen.

Wenn du schon den Wunsch zum Geben hast, – dann steht dir alles offen, du wirst alles im Maß deines Wunsches enthüllen. In deinem gebenden Wunsch siehst du alles, was dich umgibt im widergespiegelten Licht – bitte nimm dir das alles!

Auf diese Weise verändert der Sohar allmählich unsere Sicht, die Richtung unserer Gedanken baut eine andere, neue Einstellung zum Leben, zu den Etappen des geistigen Aufstiegs.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 18.07.2010

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Vorsicht: Die richtige Absicht halten!

Das Licht wirkt nur dann auf unseren Wunsch, wenn der Wunsch ihm ähnlich ist. Dieses Ausmaß der Ähnlichkeit zwischen dem Wunsch und dem Licht bezeichnet man als Glauben. Wenn ich die kabbalistischen Quellen nur mit rein egoistischem Wunsch und Ziel lese, dann werden sie nicht auf mich einwirken. Der Punkt im Herzen ist ein zerbrochener Punkt, der den Menschen in die Spiritualität hochzieht, jedoch immer noch aus egoistischen Gründen, weil es ihm schlecht geht. Er erschafft das „Gute“ nicht und strebt noch kein Geben und keine Liebe an.
Das einfache irdische Leben bringt ihm keine Zufriedenheit, die Zukunft ist dunkel, es gibt keinen Sinn im Leben – das alles zwingt den Menschen, auch „in der Spiritualität“ eine egoistische Erfüllung zu suchen. Aber das Licht kann auf solchen Wunsch nicht einwirken. Es wirkt auf den Wunsch nur im Ausmaß des Glaubens ein, das heißt des Strebens zum Geben. Der Glaube wird durch die Treue des Menschen, seinem Weg und seinem Ziel geprüft, indem er seine Absicht auf die Erreichung der Eigenschaft des Gebens ausrichtet.
Den Glauben bzw. die Eigenschaft des Gebens empfängt der Mensch von oben, in Form der Belohnung für seine Bemühungen – dann geht die „Nacht“ zu Ende und er wird des „Tageslichts“ würdig.

Wenn der Mensch die Tora jedoch für die egoistische Füllung verwendet, dann wird sie eine tödliche Droge für ihn. Das heißt, er ist nicht einfach nur „geistig tot“, sondern er steht unter der Droge des Todes, weil er denkt, dass es das Geistesleben ist! Er lässt seine Selbstsucht noch größer werden und er erkennt nicht, dass er sich selbst belügt. Wie findet man die Wahrheit: wenn wir alles gemeinsam machen würden, so würde jeder von allen anderen solche Kräfte bekommen, dass er einfach die Einwirkung des Lichtes „Or Makif“ fordern könnte – damit der Weg für ihn ein hinreißendes Abenteuer werden würde. Man muss nur zusammenhalten!

Wenn du alleine bleibst, dann wächst vor dir sofort eine Wand! Wenn du dich hingegen mit den anderen verbindest, um gemeinsam zu gehen, dann verschwindet die Wand sofort und wird zu einem breiten Weg. Es gibt entweder die Wand oder den Weg, und die Auswahl besteht darin – jederzeit unter den Freunden zu sein oder nicht. Das Höhere Licht wird alles erledigen, wir müssen lediglich diese einzige Bedingung erfüllen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum TES“, 27.05.2010

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Die Zeit – zu lernen und die Zeit – zu tanzen

Eine Frage, die ich erhielt: Sie sagen, das es nur während des Unterrichts möglich ist, das Licht heranzuziehen, das zur Quelle zurückführt.

Was ist dann der Sinn der Lieder, der Tänze und der Versammlungen der Freunde auf dem bevorstehenden Mega-Kongress?

Meine Antwort: Alle Systeme der Natur entspringen vier Stadien der Verbreitung des direkten Lichtes, worin es die Kombination von zwei Kräften gibt – des Erhaltens und des Gebens – oder des Lichtes Chassadim und des Lichtes Chochma.

Sie arbeiten wie der Kolben – ein Teil füllt sich an, der andere wird leer und so weiter in der zeitlichen Abwechslung. Es geschieht die abwechselnde Füllung und die Entleerung in den Stadien аlef (1), bet (2), gimel (3) und dalet (4).

Auf dieselbe Weise arbeiten alle Systeme in unserer Welt, gleich dem Pulsieren des Herzens. Es gibt keine Bewegung ohne sich gegenseitig abwechselnde Füllung und Entleerung.

Auch in unserem geistigen Aufstieg: wenn wir lernen – ist es eine Periode, wenn wir uns vereinigen, tanzen oder singen – ist es eine andere Periode. Sie sind verpflichtet, abgewechselt zu werden.

Unsere Welt ist so aufgebaut, dass der Mensch arbeitet, um sich zu ernähren und die Kinder aufziehen soll. Was erreichen wir eigentlich, wenn wir diese Handlungen ausführen? –

Wenn wir in uns selbst eintauchen oder uns mit dem Schöpfer unterhalten, dann werden diese zwei Kräfte unbewusst von einer Eigenschaft zur anderen Eigenschaft – das Erhalten und das Geben – weitergeleitet. Keter – Chochma – Bina – SA – Malchut, das Licht Chochma – und das Licht Chassadim, eins füllt sich auf, das andere wird leer (siehe TES, Teil 5. „Mati ve ло mati“ – „der Eingang und der Ausgang des Lichtes in die Seele“).

Deshalb gibt es die Zeit für die Vereinigung und die Zeit für das Studium. So haben die Kabbalisten beschlossen.

Und deshalb veranstalten wir einmal pro Woche die weltweite Versammlung der Freunde, einmal pro Monat – die regionalen Abende der Einheit, und einmal alle paar Monate – die weltweiten Kongresse.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 11.07.2010

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Die tragende Welle

Mit Hilfe welchen Gerätes kann ich die Verbindung zu jener Welle feststellen, die vom Schöpfer zu mir kommt – mit anderen Worten: meine „Rundfunkantenne“ auf Seinen Sender auszurichten – Nur mit Hilfe der Gruppe.

Andernfalls habe ich keinen Kontakt mit Seinem Wellenbereich des Gebens.

Ich muss mich in den nötigen Umfang der empfangenen Frequenzen einbringen – welcher nur unter den Freunden existiert, nur dort kann diese Welle empfangen werden.

Wenn ich aus der Gruppe heraustrete – dann empfange ich keine Wellen mehr. Wie in unserer Welt, wenn ich aus der Zone des Signalempfangs hinausgehe.

Und was möchte mir der Schöpfer auf dieser Welle ausstrahlen? – Die Füllung für meine Seele! Die Haupt (tragende) Welle (die Welle des Gebens) ist nur für die Erreichung der Ähnlichkeit der Eigenschaften notwendig.

Und die kleinere zusätzliche Welle, die auf sie aufgelegt wird, trägt die Füllung für meine Seele – das Signal, von dem ich die Vernunft und die Empfindungen bekomme, das Verständnis Seines Vorhabens, die Fähigkeit und die Kräfte, Sein Vorhaben zu erfüllen.

Ich brauche zwei Wellen, um das Geben zu erreichen und sich dann anzufüllen – das heißt es gibt das Rohr innerhalb des Rohres, zwei Lichter: das Licht Chassadim und das Licht Chochma. Wäre nur das Licht Chochma gekommen – so würde es meinen Wunsch zu genießen annullieren.

Aber wenn ich nur das Geben anstrebe, dann kann der Schöpfer mich grenzenlos ausfüllen. Dies ist die Bedingung für das Öffnen des spirituellen Gefäßes, um das Licht unendlich empfangen zu können.

Die tragende Welle ist das Licht Chassadim, die zusätzliche Welle („das nützliche Signal“) – das Licht Chochma, und den Umfang des Empfängers gewährleistet die Gruppe.

Du gehst aus ihr heraus – und hörst auf, die geistigen Wellen wahrzunehmen, denn du kannst dich nicht alleine auf das Geben einstimmen, auch wenn du dich sehr bemühst. Du musst einen solchen Ort finden, worin dieses Geben längst existiert.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 08.07.2010

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Mitten in der Nacht wird es einen hellen Tag geben…

Weil wir aus dem Wunsch „Genuss zu empfangen“ geschaffen sind, wird unsere geistige Arbeit nachts durchgeführt.

Wenn wir aber nicht den Genuss empfinden, dann können wir prüfen, ob wir fähig sind, etwas zu machen, ohne dass die Belohnung bestimmen würde, wie viel gearbeitet wird, sondern die Arbeit an sich – d.h. nicht die Enthüllung des Schöpfers, sondern der Glaube daran, dass wir Ihm dadurch Genuss bereiten können. Und um Ihm Genuss zu bereiten, und nicht dafür, um uns selbst zu befriedigen, können wir nun “ nachts“ arbeiten – in den Zuständen, wenn wir den Genuss nicht empfinden.

Deshalb wird jedes Mal in unserem Wunsch „Genuss zu empfangen“, eine neue Schicht des noch nicht korrigierten Wunsches hervorgerufen, welche die Belohnung, die Füllung erfordert. Dann können wir an diesem fehlerhaften Wunsch arbeiten, damit darin das Streben erscheint, nicht für Bezahlung zu arbeiten, sondern um dem Schöpfer Genuss zu bereiten, damit nicht die Eröffnung des Schöpfers als Belohnung gilt, sondern die Arbeit für Ihn. Dann wird sie aus dem Begreifen der Größe des Schöpfers stammen.

Wenn der Mensch aber entdeckt, dass er darin nicht begabt ist, bittet er um Hilfe von oben. Und die Höhere Kraft kommt zu ihm durch die Gruppe. Denn der Mensch hat sonst keine Verbindung mit dem Höheren. Er beginnt, diese “ Hilfe von oben“ zu suchen und verzweifelt nach vielen Versuchen, bis er versteht, dass „von oben “ eben „durch die Gruppe“ bedeutet. Wenn er sich in die Gruppe einreihen wird, so kann er dadurch die Kraft bekommen, die seine Natur von der empfangenden in die gebende verändern wird, und er wird fähig sein, „nachts“ zu arbeiten, und dabei den Schöpfer segnend. Dann arbeitet der Mensch nicht, um die leeren egoistischen Wünsche auszufüllen, die die Füllung erfordern, vielmehr hebt er sich mit Hilfe dieser „Nacht“ zum Geben hinauf. Der Mensch fordert nicht, dass „die Nacht“ vergeht, denn der Tag besteht für ihn darin, dass er für das Geben arbeitet. Wenn er in seinen Wünschen nicht „das Licht“ fühlt, und über eigene Wünsche hinweg arbeitet, dann empfindet er „den Tag“, ohne seine Bedürfnisse zu erfüllen.

Deshalb hält er sich in den Empfindungen der bekommenden Wünsche wie in „der Nacht“ auf, wogegen ihm in den Empfindungen der gebenden Wünsche „der Tag“ leuchtet.

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Der Mangel an Verlangen manifestiert sich als Mangel an Erfüllung

Das Kli (Gefäß) ist ein Abdruck des Lichtes im Verlangen. Es ist der Versuch des Gefäßes, einen besonderen Zustand zu erreichen, um Erfüllung zu erlangen. Wenn ich nach einer speziellen Form von Erfüllung suche, dann bedeutet dies, dass mein Verlangen bereits die „Form“ und Eigenschaft dessen erreicht hat, wonach ich mich sehne.

Dieses Licht ist bereits in mir vorhanden, aber es existiert in der Form eines Informationsträgers (Reshimo), in Form von Leere, einem hohlen Gebilde. Ich empfinde dies weder als Erfüllung noch als Freude.

In der Spiritualität sind diese Zustände nebeneinander. Das Gleiche gilt für die materielle Welt: Wenn ich etwas möchte und ich es sehen und fühlen kann, was muss ich sonst noch machen, um es zu bekommen? Ich muss mir Mühe geben!

In anderen Worten, ich muss meinem bereits bestehenden Verlangen eine neue Wendung geben, um möglich zu machen, das große Licht, welches wir als Erfüllung bezeichnen, innerhalb des kleinen Lichtes, „Reshimo“ genannt, zu offenbaren. Die Größe des Lichtes hängt von der Größe des Verlangens ab.

Ich fühle einen Mangel an Erfüllung, weil das Licht bereits existiert und auf mich aus einer Entfernung her scheint, mein Reshimo erweckt und mich zwingt, zu ihm zu streben. Der Unterschied zwischen Reshimo und Füllung ist nur abhängig von meinem Verlangen, da das Licht ewig und dauerhaft ist. Reshimo ist das Licht in mir, welches sich noch nicht in meinen Verlangen manifestiert hat.

Ich muss meine Anstrengungen erhöhen, um die Intensität meiner Verlangen zu vergrößern und die Fülle, die bereits in mir existiert, zu enthüllen. Aufgrund der geringen Intensität meiner Verlangen nehme ich sie als Reshimo war, als Mangel an Erfüllung.

Ich lebe in einem Ozean aus ewigem, konstantem und endlosem Licht, aber ich kann das nicht fühlen, da ich weder einen Kontakt dazu noch gemeinsame Eigenschaften damit habe. Wenn auch nur das kleinste Verlangen nach dem Licht in mir entsteht, beginne ich das Licht zu fühlen.

Auf der einen Seite bestätigt das geringste Gefühl mir, dass das Licht existiert, und auf der anderen Seite bedauere ich es, dass ich es nicht in vollem Ausmaß wahrnehmen kann. Das Bedauern, das ich als Resultat davon fühle, weil ich das Licht nicht in vollem Umfang wahrnehme, wird „Chissaron“ (Mangel an Erfüllung) genannt und drängt mich dazu, noch stärker das Licht erreichen zu wollen.

Wenn ich beginne, meinen Grad an Anstrengungen zu erhöhen, wird das Licht, welches ich in meinem schwächeren Verlangen als Reshimo verspürt habe, sich in Fülle verwandeln. Das Licht ist unveränderbar, aber wenn mein Verlangen wächst, wird das, wonach ich mich sehne, Wirklichkeit.

Ich befinde mich immer in einem Ozean aus Licht und der ganze Unterschied liegt darin, ob ich mich selbst darin in einem kleineren oder größeren Ausmaß erkenne.

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Die bevorstehenden Stufen bis zum Ende der Krise – erklärt von Ökonomen und von der Kabbala


Eine Frage, die ich erhielt: Durch welche Stufen werden wir gehen müssen, um zum Ende der Krise zu gelangen?

Meine Antwort:
1. Ökonomen und Industrielle glauben, dass die Krise offenbar notwendig ist, um unsere Welt zu „verändern“: uns von übermäßigen Produktionsanlagen zu befreien, hinzubewegen zu neuen Technologien und Produktionsmitteln und die Qualifikation der Konsumenten anzuheben, was die Anpassung der neuesten Formen von Produktion und Dienstleistungen betrifft. Darum muss die Krise durch die Zustände gehen, die da sind: Einschränkung der Produktion, Optimierung der Geschäfte, Einführung von neuen Technologien, Eliminierung von physisch und moralisch überholten Produkten, vorsichtiges Wachstum und Anpassung von neuen Produkten.

2. Kabbala sagt, dass die Krise unsere Gesellschaft verändern wird: Jeder Mensch wird seinen objektiven, vernünftigen Platz in der integralen menschlichen Gesellschaft einnehmen. Dies wird geschehen durch die Wirkung des eigenen Verlangens, das zu erhalten, was man braucht, und alles zu geben, was man kann. Man wird das Wohlsein der Gesellschaft genießen, sowie die Enthüllung der Höheren Quelle der Füllung, den Schöpfer, welcher durch „ Liebe für den Nächsten “ enthüllt wird. Der Weg kann lang und schwierig sein, begleitet von Kriegen und Hungersnot (dies ist die natürliche egoistische Entwicklung), oder er kann kurz und angenehm sein, durch die Hilfsmittel, die den Schöpfer und seinen Plan enthüllen, und durch die Annäherung an Ihn (die kabbalistische Entwicklung).

Siehe den Artikel „Freier Wille“ und andere.

Verwandtes Material:
Blog-post: die Ursache aller Probleme dieser Welt
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)

Die Welt wacht auf


Bericht (übersetzt aus pravda.com). Auszüge aus dem Artikel „Die Krise der Verlangen“, vom stellvertretenden Finanzminister und juristischen Berater des Präsidenten der Ukraine, N. Poludenny:

Das Verlangen und der Genuss seiner Füllung sind die Grundlagen der energetisch-informativen Natur des Menschen. Wir sind ein Gewebe aus Verlangen. Unsere Krise wird sich vervielfachen und intensivieren, bis wir merken, dass wir unsere Wahrnehmung der Welt verändern müssen. Das heißt, zuerst und vor allem die Änderung der Ausrichtung unserer Verlangen und die Wahrnehmung der Einheit zwischen allen Menschen im globalen System unserer Welt.

Heutzutage spricht jeder über die Wiedererlangung von Vertrauen. Vertrauen in das Finanzsystem, die Regierung und zueinander. Man nimmt an, dass das eine Sache der individuellen oder auch der Psychologie der Massen ist. In Wirklichkeit handelt es sich aber um eine spirituelle Kategorie, welche ihre Wurzel in dem globalen spirituellen System namens „Glauben“ hat. Vertrauen und Loyalität sind Abkömmlinge dieses Zustandes.

Diese Zustände sind unmöglich zu erlangen, solange die Menschen ihre Verlangen mit negativem Vorzeichen wahrnehmen. Andererseits, wenn jemand die Ausrichtung seiner Verlangen von „für sich selbst“ zu „Geben an die anderen“ ändert, wird er automatisch den Zustand des Vertrauens, der Zuversicht, der Wiederherstellung des Vertrauens in ihn durch andere und Glauben erlangen (Letztentlich den Glauben an seine eigenen Fähigkeiten).

Mein Kommentar: Bravo! Hoffen wir, dass jeder bald die Ursache für unsere Kise erkennen wird. Und dann werden die Menschen beginnen, nach Möglichkeiten für ihre Korrektur zu suchen. Und sie werden die Kabbala enthüllen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Papst prangert Eigennutz in der ökologischen Krise an
Weitere Blog-Beiträge zur Finanzkrise

Der Unterschied zwischen spiritueller Korrektur und dem Einhalten der Rituale


Zwei Fragen zum Einhalten der Rituale:

Frage: Waren die großen Kabbalisten wie Yehuda Ashlag, Moses Cordovero und andere religiös? Und warum tragen Sie eine Kippah (Schädelkappe)?

Meine Antwort: Man muss zwischen Religion einerseits und den Traditionen oder der Kultur eines Volkes andererseits unterscheiden. Wenn Baal HaSulam das Wort „Religion“ benutzt, meint er nur die Kabbala, die für jeden bestimmt ist. Auf der anderen Seite verwendet er die Worte „Tradition“ und „Gebräuche“ bzw. „Ethik“ (Musar) für das, was wir in dieser Welt mit „Religion“ bezeichnen. Siehe auch den Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“.

Daher schreibt Baal HaSulam, dass es auch noch nach der Korrektur der Welt, nachdem sich alles enthüllt hat und es keinen Platz mehr für „Glauben“ geben wird (denn „Jeder wird Mich kennen, vom Geringsten bis zum Größten“), die Traditionen und Gebräuche als Ausdruck der Kultur eines Volkes geben wird. Daher respektiere ich, der bereits in dieser Zukunft lebt, die Gebräuche meines Volkes – wie die Feiertage oder Rituale – nach wie vor. Und es ist auch der Grund, warum ich eine Kippah trage und die Rituale einhalte.

Nach der allgemeinen Korrektur aller Seelen in dieser irdischen körperlichen Form, verbinden sie sich zu der wahren Seele Adams in der Welt der Unendlichkeit. Gleichzeitig wird der Teil der Seelen, der ihnen ein Gefühl dieser Welt gibt, ebenfalls korrigiert und daher wird auch die Wahrnehmung der Materie verschwinden. Wir werden nur in Form einer einzigen Seele von „Adam“ existieren.

Frage: Warum gibt es spirituelle Handlungen, die wir auf einer irdischen Stufe einhalten sollen (wie Maaser bezahlen, studieren, verbreiten und die Gruppe) und andere, die wir nicht physisch einhalten müssen (wie z.B. die Tefillin anlegen)?

Antwort: Weil Handlungen wie Maaser zu bezahlen, zu studieren und zu verbreiten und die Gruppe real sind, wohingegen die anderen derzeit auf dem irdischen Level irrational sind, weil man noch keinen Massach (Schirm) für die richtige Einhaltung hat. Alle Handlungen, die eine Wirkung in dieser und in der Höheren Welt haben, betrachtet, werden auf ihrem Level bzw. auf dem nächst höheren Level realisiert. Die Gebräuche sollten von jenen eingehalten werden, die sie von Geburt an besitzen. Das gehört zur Kultur eines Volkes. Jene aus den Völkern der Welt (Nichtjuden), die spirituell fortschreiten wollen, müssen die irdischen jüdischen Gebräuche nicht einhalten.

Wenn Sie stufenweise einen Schirm entwickeln und mit ihm arbeiten können, wird dies die „Einhaltung der 613 Gebote“ (Korrektur Ihrer 613 Verlangen von „für sich selbst“ zu „für den Schöpfer“) genannt – durch 613 Korrekturen (Tariag Eitin) und 613 Füllungen (Tariag Pkudin). Sie werden selbst diese Gebote einhalten, denn es steht geschrieben: „Die Seele lehrt den Menschen“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Bedeutung der Religion in unserem Leben
Blog-post: Warum trägt ein Kabbalist ein Schädelkäppchen?
Baal Hasulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft
Kabbala Blog: Kabbalistische Definitionen: „eine Mizwa“