Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Frieden'

Wann wird der Frieden kommen

S. Vinokur: In Israel herrscht Krieg, und wir konzentrieren uns sehr auf die Technologie: Iron-Dome-Verteidigungstechnologie, Lasertechnologie, Angriffstechnologie – Wasserbomben, moderne Flugzeuge und so weiter. Ich denke immer wieder, dass die Technologie auf die eine oder andere Weise früher oder später auf der anderen Seite auftauchen wird.

M. Laitman: Natürlich. Es wird ein Kampf der Technologien sein.

S. Vinokur: Sagen Sie bitte, an welchem Punkt der Umbruch kommen wird und wir anfangen, über die Wurzel des Problems nachzudenken?

M. Laitman: Die Wurzel des Problems – sie ist unlösbar. Deshalb schalten alle auf die Folgen um – Lieferfähigkeit, Bekämpfung, Kampfstrategien.

Die Wurzel des Problems ist der Egoismus des Menschen. Ich habe noch keine Methode auf der Welt gesehen, die ihn in irgendeiner Weise einschränken kann. Was wir hier brauchen, ist eine Erkenntnis über das Übel unseres Egoismus und wie wir davon geheilt werden können.

Frage: Wie zieht dieser Egoismus Kriege an? Der Egoismus will, dass wir uns hier, in unserem Inneren wohlfühlen. Richtig?

M. Laitman: Ja. Aber das Problem ist, dass das, was im Inneren gut ist, im Außen schlecht ist. Wir verstehen nicht, wie wir unseren Egoismus kontrollieren können, damit er sich gut anfühlt.

S. Vinokur: Sie sprachen immer wieder von der Einheit des Volkes Israel, von der Einheit der Nation, von einem Herzen und so weiter. Wenn Sie das sagen, meinen Sie damit speziell die Wurzel, richtig?

M. Laitman: Ich spreche von der Wurzel, ich spreche davon, was die Nation in unserer Zeit, in unserer Generation tun kann, damit die Welt keine Kriege mehr kennt. Unser Gedanke sollte der Weltfrieden sein. Es liegt an uns.
Wir müssen die Tora lesen. Sie sagt alles sehr einfach. Wenn wir wollen, dass es Frieden gibt, müssen wir ihn selbst schaffen. Wir müssen den Frieden selbst schaffen, indem wir handeln.

Frage: Wenn Sie also sagen, dass diese Wurzel nicht erreichbar ist, was meinen Sie damit? Einerseits fordern Sie den Frieden, andererseits erklären Sie ihn für nicht erreichbar. Wie meinen Sie das?

M. Laitman: Er ist nicht mit unseren menschlichen Kräften, mit unserem Verstand, erreichbar. Aber er ist durch unsere inneren Anstrengungen möglich, wenn wir zum Schöpfer beten und ihn davon überzeugen können, dass wir zum Frieden bereit sind. Frieden unter uns selbst. Und von da an wird es Frieden in der Welt geben. Wir haben schon so viel gelitten, dass wir uns eine Welt im Leid und eine Welt ohne Leid vorstellen können, und wählen können, zu welcher Welt wir gehören wollen.

Frage: Das ist also die Wurzel unseres Problems und des Problems der Welt?

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Der Zustand des „Friedens“ zwischen Mann und Frau

„Wenn der Ehemann und die Ehefrau geehrt werden, verweilt die Shechina zwischen ihnen.“ Man kann fragen: Aber sie sind doch Gegensätze, wie ist da Frieden zwischen ihnen möglich?

Doch erst wenn die Ehepartner ehrenhaft werden, das heißt, wenn sie das Empfangen zum Geben umwandeln, es wird Empfangen um des Gebens willen genannt, herrscht Frieden zwischen ihnen.

Andernfalls befinden sie sich im Konflikt oder einer ordnet sich dem anderen unter. Unterwerfung wird nicht als vollkommene Liebe bezeichnet, denn derjenige, der sich unterwirft, wartet immer darauf, wieder die Macht der Autorität zu haben. (Rabash, „Der Unterschied der Zustände“.)

Der Zustand des „Friedens“ zwischen Mann und Frau, das gemeinsame Streben, etwas Gemeinsames aufzubauen, wird „Shechina“ genannt, denn in diesem Zustand wohnt der Schöpfer.

Ein gemeinsames Ganzes wird erreicht, wenn jeder Ehepartner sich vollkommen auf den anderen einstellt und erkennt, dass sie zusammen eine Einheit bilden und niemals getrennt existieren können.

Frage: Ich sollte mich also nicht als eine getrennte „Kategorie“ betrachten?

Antwort: Niemals! Es ist eine innere Empfindung von beiden. Es gibt keinen ohne den anderen oder jeden von euch einzeln. Wenn ihr euch auf diese Weise miteinander verbindet, spürt ihr die Gegenwart des Schöpfers in dieser Einheit.

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Aus der Fernsehsendung „Männlich und weiblich“, 19.03.2024.

Frauen müssen sich von der Macht der Männer befreien

Kommentar: „Ich sehe, dass 80% der wichtigsten Fragen zum Thema Glück- wie macht man sich keine Sorgen und wie organisiert man sein Leben, von Frauen gestellt werden. Werden Frauen in dieser Welt jemals wirklich glücklich sein?

Antwort: Das glaube ich nicht. Frauen haben ein besonderes Gespür dafür, was Glück bedeutet. Die Welt glücklich zu machen, bedeutet, sie perfekt zu machen.

Frauen müssen sich von der Macht der Männer befreien. Sie dürfen sich nicht der Intelligenz, der Macht, dem Geist der Männer unterwerfen. Wenn sie anfangen, auf sich zu hören, werden sie die richtige Lösung finden.

Die Frau ist eine Welt. Eine Frau ist diejenige, die gebiert, entwickelt, erzieht und alles tut, um unsere Welt zu verbessern.

Frage: Sie sagten, dass sich eine Frau nicht glücklich fühlt bis alles perfekt ist. Muss also doch alles ideal werden?

Antwort: Heute spielt sie das, was ihr ein Mann beigebracht hat: die Rolle einer Unhöflichen, die anscheinend nach Schönheit, Reichtum oder nach etwas anderem strebt. In Wirklichkeit geht es in der Tiefe der Natur einer Frau um Sicherheit und Entwicklung.

Frage: Für andere oder für sich selbst?

Antwort: Für alle. Sie wird das nicht für sich tun.

Frage: Denkt sie in solchen Begriffen – „für alle“?

Antwort: Ja. Auch wenn heute eine Frau sehr egoistisch sein mag, wird ihr die richtige Erziehung  helfen, die Wahrheit zu erkennen. Ihre wahre Erfüllung wird nur in Verbindung, in Übereinstimmung und in Annäherung an die anderen stattfinden. Dann wird es Frieden geben.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 13.10.2022

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Der Schlüssel zur Korrektur der Welt

Kommentar: Das Leben in der materiellen Welt stellt uns ständig vor schwierige Probleme, die uns vom Spirituellen ablenken und die Wichtigkeit der Verbindung mit unseren Freunden mindert. Eines Tages werden wir herausfinden, wie viel diese Trennung zur Korrektur beiträgt.

Alle Zustände, die sich uns offenbaren, sind nur um der Handlungen willen gegeben, die geordnet, verbunden und korrigiert werden müssen. Auf diese Weise stellen wir uns selbst in den Mittelpunkt der Schöpfung als die Kraft, die das Gebet erhebt das zur Korrektur führt.

Je höher das Kli vor dem Zerbrechen war, desto tiefer fiel es danach. Wenn wir die Kelim korrigieren- vom Einfachsten bis zum Schwersten- bringen wir, indem wir uns in die entgegengesetzte Richtung bewegen, die gesamte Schöpfung zurück: Was gefallen ist, steigt wieder auf. Wenn wir uns auf diese Weise korrigieren, korrigieren wir die gesamte Schöpfung.

Auf diese Weise schließen wir die gesamte unbelebte Natur, Pflanzen und Tiere, die in der Schöpfung existieren, sowie alle menschlichen Wesen ein. Wenn wir, die größten Egoisten, uns korrigieren, dann werden sich auch alle anderen Menschen ändern.

Die Menschen, die das Bestreben erhalten haben, das egoistische Verlangen zu korrigieren, sind für die Korrektur der ganzen Welt verantwortlich.  Wenn wir uns selbst verbessern, wird dieser Wunsch nach Besserung auf alle anderen übertragen. Wir haben den Schlüssel zur Korrektur der Welt in der Hand.

Indem wir eine Bürgschaft zwischen uns schaffen, werden wir zum Aufbau des Friedens in der Welt beitragen. Unser Verlangen, uns in unserem Zustand, in dem Stadium der letzten Generation miteinander zu verbinden, betrifft die gesamte Realität, die Menschheit, das gesamte Universum, alle Galaxien. Dies bringt die Kräfte der Natur auf allen Stufen und Ebenen ins Gleichgewicht und natürlich müssen wir die Folgen dieses Gleichgewichts der Natur sehen.

Wenn wir uns auf unserer Stufe verbinden, dann werden sich, wie bei uns, alle Stufen unter uns durch dieselben Kräfte und dieselben Beziehungen verbinden.

Aus der Lektion, „Bürgschaft auf dem Weg zu Lishma“.

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Sich helfen um spirituell geboren zu werden

Frage: Wenn man den Vorhang öffnet und den ganzen Glitzer auf dem die Menschen stehen wegnimmt, was bleibt dann in ihrem Leben übrig? Wenn man all die Dinge entfernt, denen wir unser ganzes Leben lang hinterherjagen? Man muss doch den Menschen ein Ziel geben.

Antwort: Dann müsste man die ganze Welt aufräumen. Man belässt nur die unbelebte, pflanzliche, tierische Natur und die Menschen. Man gibt den Menschen die Möglichkeit in Frieden zu leben, eine Existenz in ihrem Körper aufrechtzuerhalten und alles andere auf die Verbindung zwischen den Menschen zu richten, damit man beginnt, die Höhere Welt wahrzunehmen – die wahre Natur, die wahren Kräfte.

Nachdem man die Wahrnehmung der Höheren Welt erlangt hat, verliert man die Wahrnehmung der niederen Stufen: unbelebt, pflanzlich und tierisch. Diese Welt, dieser Kosmos wird verschwinden, denn all das ist nur in dem noch unreifen Bewusstsein.

Der Mensch wird sich auf die Stufe der Kraft erheben – das Einzige was existiert, nicht das, was ihm in Form von Bildern gezeigt wird: hier ist eine Wand, hier ist ein Tisch und so weiter. Er wird sehen, dass all dies nicht existiert, da es in der Welt der Kräfte nicht existiert.

Es ist alles ein Zusammenspiel von Kräften im Verhältnis zu unseren tierischen Sinnen. Wenn man sich auf die Stufe anderer, mächtiger Sinnesorgane erhebt, verschwindet das alles. Deshalb kommt „olam“ (Welt) von dem Wort „neelam“ (verschwinden).

Warum sollten wir auf dieser Stufe stagnieren, wenn wir bereits auf die nächste Stufe aufsteigen können? Es gibt schließlich keine schlechtere Welt als diese! Warum bleiben?

Wenn man über die Zeit hinaus bleibt, die man braucht um zu reifen und aufzusteigen, wird man eine schreckliche Zeit haben. Die Frucht wird überreif, wie bei einem Baby das über seinen Geburtstermin hinaus im Mutterleib bleibt. Das ist sehr gefährlich für alle.

Wir werden uns festhalten müssen, denn schon jetzt beginnen wir solche Kräfte zu erleben. Der Druck auf uns wird so groß sein, dass er uns hinausdrängt, um uns auf der nächsten  Stufe zu gebären. Wir müssen den Kräften unserseits nachhelfen!

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Aus einem Vortrag „Mein Telefon klingelte“

Wie man nicht in stürmischer See ertrinkt

Kommentar: Bürgschaft bedeutet, dass wir völlig voneinander abhängig sind. Es ist wie in einem Boot mitten auf dem Meer zu sitzen und zu riskieren, dass wir in unserem Egoismus versinken und unser Leben auf diese Weise beenden. Wenn wir das Ufer erreichen wollen, müssen wir zusammenhalten, indem jeder dem anderen hilft.

Wenn wir uns nicht helfen, wird uns niemand von außen helfen. Wir müssen spüren, dass wir im selben Boot sitzen und Gefahr laufen unterzugehen.  Nur wenn wir uns gegenseitig helfen, aus dem Meer des Egoismus, dass uns von allen Seiten umgibt, herauszukommen, können wir gerettet werden.

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Boot inmitten einer tobenden, egoistischen See. Wenn wir uns gegenseitig unterstützen, wird uns das Meer durch seine innere Kraft (der Kraft des Schöpfers) mit dem Boot ans Ufer bringen.

Das Volk Israel wurde von den siebzig Nationen der Welt erwählt, um vor allen anderen als Beispiel für die Bürgschaft zu dienen. Diese Gruppe war innerhalb der gesamten Menschheit ein kleiner Kern der Einheit. Die Geschichte der Menschen zwingt das Volk Israel, sich über die ganze Welt zu verteilen, um den Menschen diese Botschaft durch Philosophie, Wissenschaft und vor allem durch die Religion zu vermitteln.

Wir müssen noch entdecken, dass nur diese Kraft in der Welt wirkt und sie vom Zentrum der gesamten Realität aus regiert.  Nun nähern wir uns dem Ende dieser Entwicklung und es liegt allein an uns, ob wir das Ziel auf leichten Weg oder durch großes Leid, Probleme und Kriege erreichen.

Die Menschheit ist an einem Punkt angelangt, an dem sie bereit ist, sich mit der Frage der Bürgschaft auseinanderzusetzen.

Wir fühlen uns mehr und mehr miteinander verbunden, so dass es unmöglich wird, sich zu trennen. Alle Nationen, Staaten und Regierungen versuchen, sich abzugrenzen, zu isolieren, aber es funktioniert nicht. Wir machen uns nur unglücklich und wir werden uns immer bewusster, dass wir fest miteinander verbunden sind und nur durch gegenseitiges Vertrauen Erfolg haben können.

Die Welt wird andernfalls nicht zur Ruhe kommen. Sie wird durch Kriege und schwierige Klärungen gehen. Eines Tages, nach Jahren des Leidens und der Probleme, werden wir erkennen, dass wir alle voneinander abhängig sind und das es keine andere Kraft gibt die uns kontrollieren kann, außer der Kraft der Bürgerschaft.

Die Menschheit befindet sich in einem kleinen Boot, inmitten eines riesigen, stürmischen Ozeans. Wenn wir uns unserer gegenseitigen Verantwortung nicht bewusst werden, werden wir uns in großes Elend stürzen. Letztendlich werden wir uns entscheiden müssen, dass wir verpflichtet sind, eine Bürgschaft einzugehen.

Heute kann kein Land ohne eine Verbindung zu anderen Ländern existieren. Es ist wünschenswert, dass diese Bindungen gut sind. Schlechte Beziehungen bringen Leid über andere und kehren als Bumerang zu einem selbst zurück. Nur durch menschliche Einigung ist es möglich, den Frieden zu erhalten.

So lernen wir, dass uns nur gegenseitige Fürsorge und Bürgschaft zu einem guten Leben führt. Wir werden entdecken, dass es noch ein weiteres Ziel gibt, die globale Kraft, die in der Welt wirkt, zu erkennen, nämlich das Grundgesetz der Nächstenliebe. Ohne diesem Gesetz ist es nicht möglich die Welt zu beherrschen.

Es geht nicht um eine gegenseitige Rücksichtnahme, sondern um eine völlige Ablehnung des Egoismus. Anstelle von Außenministern, die jedem Land helfen, sich um sich selbst zu kümmern, wird es Minister geben, die sich um die Verbindung zwischen uns allen sorgen. Wir werden sonst nicht existieren können.

Wir werden zu der Notwendigkeit gelangen, die Gesetze der Bürgschaft zu lernen, d.h. die Gesetze des wahren Friedens. Wir leben in einer Zeit, in der die Welt zum ersten Mal ihre ganzheitliche Abhängigkeit, ihre Verflechtung und damit ihre Verantwortung füreinander spürt. Niemand hat das Recht, ohne Rücksicht auf andere, zu tun was er will. Wir sehen, wohin das führt. Jeder ist verpflichtet, Rücksicht auf den Rest der Welt zu nehmen.

Nur so kommen wir der Wahrheit näher. Sie liegt nicht an einem Staat, einer Regierung oder einer Person. Die Wahrheit steht über uns und befindet sich in einer guten Beziehung zwischen allen Menschen.

Aus der Lektion „Bürgschaft“ vom 26.05.2022

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Krieg hat keine Zukunft

Nur in Bezug auf unsere Verbindung untereinander können wir herausfinden, in welchem Zustand wir uns wirklich befinden, d.h. in dem Zustand vor dem Einzug nach Ägypten, in der ägyptischen Sklaverei oder vielleicht in der Bereitschaft die Freiheit zu erlangen? Alles hängt nur von dem Grad unserer Verbindung ab.

Vor dem Einzug in Ägypten waren alle miteinander zerstritten, wie Joseph und seine Brüder. Sie gingen nach Ägypten und entdeckten, dass es gut ist, sich egoistisch zu verbinden und dadurch erfolgreich sein zu können. Probleme können nicht gelöst werden, wenn sich nicht die gegenseitigen Beziehungen ändern.

Es steht geschrieben, dass eine kleine Gruppe, nur siebzig Menschen nach Ägypten hinabstiegen. Dann vergrößerten sie sich und hier geht es nicht um die Zahl der Menschen, sondern darum, dass ihr egoistisches Verlangen wuchs. Der Pharao dringt in sie ein und gibt ihnen immer mehr Verlangen, als ob es Millionen von ihnen wären.

Als es so viele von ihnen gab, sollte die Verbindungsarbeit zwischen ihnen beginnen. Das ist die einzige Lösung. Genau das muss heute in der ganzen Welt geschehen. Die Welt muss sich global verbunden fühlen.

Aus diesem Grund flammen heute Kriege und ernste Probleme auf. Dabei handelt es sich nicht um zufällige Zusammenstöße und vorübergehende, lokale Meinungsverschiedenheiten. Kriege und Epidemien werden sich über die ganze Welt ausbreiten, damit alle spüren, wie sehr wir miteinander verbunden sind. Keiner wird sich dem entziehen können. Es soll uns das Gefühl geben, dass wir uns in Ägypten befinden. Die gesamte Menschheit nähert sich diesem Zustand.

Wir werden uns aus dieser Krise nicht so leicht befreien können. Die Welt steht erst am Anfang von globalen Problemen aller Art: wirtschaftliche Probleme, die zu einem Mangel an den notwendigsten Gütern führen, Umweltprobleme und Epidemien.

Heute ist der ganze Planet ein Ägypten. Wir müssen uns darüber bewusst werden, um aus all den Problemen, die uns umgeben, wieder herauszukommen. Die Kabbala und das aktuelle Geschehen kommen sich in diesen Tagen sehr nahe. Dies ist die bedeutendste Periode in der gesamten Geschichte der Menschheit. Aus den früheren Stadien des Unbelebten, des Pflanzlichen und des Belebten, wird jetzt eine neue Welt geboren. Es ist die Aufgabe der Kabbalisten, dabei zu helfen, von der belebten Stufe zur menschlichen Stufe aufzusteigen.

Es gibt keine bessere Lösung für alle Probleme als die Verbindung über alle Unterschiede und Hindernisse hinweg. Wir werden nicht in der Lage sein, uns gegenseitig zu korrigieren und wie zwei Erbsen in einer Schote auszusehen. Jeder muss seinen individuellen Charakter bewahren. Wir müssen lernen, uns über alle Unterschiede hinweg zu verbinden, damit „die Liebe alle Verbrechen bedeckt“.

Es geht nicht anders! Wenn jeder dem anderen vorwirft, warum er nicht so ist, wie ich ihn haben möchte, dann ist das ein destruktiver Ansatz, in dem niemand in Frieden leben kann.

In der Natur gibt es, unabhängig von den Verlangen eines Einzelnen, zwischen allen Elementen eine besondere Verbindung. Die Organe im menschlichen Körper sind miteinander verbunden und so funktioniert der Stoffwechsel. Er funktioniert nur durch Verbindungsbrücken, die auf gegenseitigem Nutzen beruhen und nicht darauf, dass einer vom anderen etwas abverlangt.

Deshalb müssen die Menschen, Länder und Gesellschaften verstehen, dass es keine Zukunft für den Wunsch eines Einzelnen gibt, der über den anderen herrschen will. Jeder Einzelne muss sich beherrschen und sich mit dem anderen verbinden, nur so wird sich die Welt in die richtige Richtung entwickeln.

Aus der Lektion, „Pessach (Passah)“, 2.4.22

[296042]

Kabbalistisches Haiku „Wie man seine Feinde besiegt“

Kommentar: Unsere Zuschauer haben um einen Kommentar zu Ihrem Haiku gebeten.

„Beobachte deine äußeren Feinde, decke die inneren Feinde auf – und besiege diese!“

Antwort: Ja. Genau die inneren Feinde aufdecken und besiegen.

Frage: Wie decke ich sie auf? Im Moment bin ich von äußeren Feinden umgeben – alle, auch die Natur, die Nachbarn.

Antwort: Versuchen Sie zu verstehen, warum diese äußeren Feinde Sie umgeben. Stellen Sie fest, dass es eine Folge Ihrer inneren Feinde ist, die in Ihnen stecken – Ihre unausgewogenen Eigenschaften: Neid, Eifersucht, Hass, Gier und so weiter. All diese egoistischen Eigenschaften, von denen es viele gibt, werden auf die Welt um Sie herum projiziert.

Wenn man im Gleichgewicht mit der Welt um einen herum leben will, muss man sich im Gleichgewicht halten und darf nicht so sehr im Widerspruch zu sich stehen. Man muss alle seine Eigenschaften gleichermaßen lieben und dementsprechend jeden außerhalb von sich selbst lieben, damit man sich im Inneren und der Welt um sich herum in Frieden fühlt.

Dies geschieht in erster Linie auf der Beziehungsebene zu den Menschen, dann zur Tier- Pflanzen- und der unbelebten Welt.

Frage: Ich stecke mich also selbst in dieses Labor Namens „Menschheit“ und muss dort arbeiten, um mich zu verändern? Werde ich dann alles um mich herum verändern?

Antwort: Ja. Aber Sie haben sich nicht selbst dorthin gebracht, sondern Sie wurden hierher geführt. Man deckt seine inneren Feinde in sich auf und besiegt sie. Das heißt, man muss sie überwinden, sich mit ihnen konfrontieren. Dann werden die äußeren Feinde verschwinden, sie werden sich als Feinde auflösen.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“,

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Welche hilfreichen Dinge sollten Kindern beigebracht werden? (Quora)

Um aus einer Person ein menschliches Geschöpf zu machen, ist es am Hilfreichsten, den Kindern eine dementsprechende Haltung und Einstellung zum Leben beizubringen.

Kinder haben keine Lebensphilosophie, keine klare Haltung zum Leben, und sie haben keine Ahnung, wie sie sich in der Gesellschaft und im Umgang untereinander einordnen sollen – kurz gesagt, wie man zu menschlichen Wesen wird. Im Laufe des Heranwachsens wird sich vieles verändern, aber während dieser Veränderungen sollten sie eine gesunde Einstellung zu sich selbst, zur Gesellschaft, zu ihrem Land und zur Welt entwickeln.

Wir müssen die Grundeinstellung „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ in allen Menschen hervorbringen, und deshalb ist es so wichtig diese von klein auf zu erlernen.

Wir wollen uns gemeinsam formen und die Anderen lieben. Dies ist der Schlüssel zum Erfolg im Leben des Einzelnen, im Leben der Gesellschaft und gilt für alle Zeiten. Allerdings sind wir heute an einem Punkt angelangt, an dem wir keine Zukunft mehr haben, wenn es uns nicht gelingt, eine gemeinsame Liebe zwischen allen Menschen zu verwirklichen. Wir haben hochentwickelte Technologien und Industrien aufgebaut, aber ohne einen rücksichtsvollen und liebevollen Umgang miteinander wirkt sich alles, was wir aufbauen, zu unserem Nachteil aus.

Deshalb sollten wir uns in erster Linie darauf konzentrieren, wie wir aus unseren Kindern menschliche Wesen machen, damit sie in einer harmonischen und friedlichen Welt aufwachsen können und wissen, wie sie in ihrem Leben glücklich und erfolgreich sein können.

Basierend auf dem Video „Was Schulen lehren sollten“ mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman und Oren Levi. Geschrieben/bearbeitet von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

Warum sollte ich verzeihen?

Anmerkung: Ludmilla schreibt: „ Ich weiß nicht, wie ich verzeihen soll. Ich denke, dass alle Taten strafbar sein sollten. Aber wenn ich verzeihen könnte, würde es mir seelisch viel leichter fallen. Wie lernt man zu verzeihen?“

Antwort: Wir können nur dann lernen zu vergeben, wenn wir das Böse in unserer Natur begreifen. Wenn ich erkenne was ich bin: selbstsüchtig, alles über andere vergessend, niemandem etwas Gutes zurückgebend und so weiter und so fort – dann komme ich zu der Erkenntnis, dass ich all die negativen Einflüsse auf mich, selbst verursache. So muss ich niemandem vergeben, ich muss nur gut über andere denken.

Anmerkung: Was Sie gerade gesagt haben: …mich selbst negativ beeinflussen – das klingt ein bisschen beängstigend.

Antwort: Natürlich bin ich die Ursache. Was ist damit? Durch meine egoistische Natur bringe ich die gesamte Natur gegen mich auf. So kommt es, dass ich mich ändern muss, mich zumindest ändern will, wenn es nicht möglich ist, etwas zu tun. Dann wird sich alles ändern.

Frieden ist im Prinzip eine Beziehung zwischen uns.

Frage: Ich beginne also zu verstehen, dass die Täter alle in mir sind?

Antwort: Ja, natürlich.

Anmerkung: Sobald ich sie ändere, ändert sich alles um sie herum.

Antwort: Alles hängt von mir ab.

Frage: Wird diese Formel funktionieren, wenn ich wirklich verstehe, dass ich mich ändern muss und sich dann alles um mich herum ändern wird?

Antwort: Es ändert sich nicht sofort nach meinem Wunsch, aber es ändert sich.

Frage: Es ist also ein Prozess, und das ist der einzige Weg, den die Menschheit gehen wird?

Antwort: Sie sollte noch davon überzeugt werden, dass es keinen anderen Weg gibt. Es funktioniert nur in diese Richtung.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Leitman“, 24.06.2021.

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