Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie kann man sich mit dem Naturgesetz vertragen?

In der Einführung zu TES (Punkt 4) schreibt Baal HaSulam: „Der Schöpfer legt die Hand des Menschen auf das gute Schicksal. Die Wahl des Menschen besteht nur in der Bestärkung“.

Der Schöpfer bringt den Menschen zu den Freunden, zu dem Studium, der Rest hängt von ihm selbst ab. Warte nicht darauf, dass jemand die Arbeit für dich erledigt. Du selbst musst alle Mitteln herausfinden und sie richtig aufbauen.

„Aber ich verstehe noch gar nichts! Ich kann nicht studieren, ich weiß nicht, wie ich mich gegenüber den Freunden verhalten soll, ich verliere mich zwischen dem Äußeren und dem Inneren…“ Du kannst dich bei deiner Mutti ausweinen, aber an das Schöpfungsgesetz kannst du keine Ansprüche stellen. Das ist nicht weniger sinnlos, als sich gegen das Gravitationsgesetz zu wenden.

Der Schöpfer ist ein Naturgesetz, das absolute Geben. Wenn du ihm entsprichst, geht es dir gut, und wenn nicht, dann geht es dir im entsprechenden Maße schlecht. Dabei korreliert das Eine wie das Andere mit deiner Entwicklungsstufe. Genauso verhalten wir uns in unserer Welt unterschiedlich gegenüber den Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Alten.

Weil wir uns den Schöpfer verkehrt vorstellen, schreiben wir Ihm eine gewisse Menschlichkeit zu, wir teilen Ihm Gefühle zu, die uns selbst eigen sind. Wir versuchen Ihn „breitzuschlagen“, hoffen, dass Er es sich anders überlegt. Das ist ein sehr ernsthafter Fehler, der aus unserer egoistischen Natur hervorgeht.

Von jeher machen die Menschen ein und denselben Fehler – sie übertragen ihre eigenen Eigenschaften auf ihre Umwelt. Selbst von den Haustieren verlangen wir nach einer gewohnten Reaktion. Und überhaupt erwarten wir von allen Stufen der Natur, einschließlich der menschlichen, eine Ähnlichkeit mit uns selbst, eine Entsprechung unseren Vorstellungen.

Darin unterscheidet sich die Wissenschaft der Kabbala prinzipiell von allen Religionen und Glaubensrichtungen. Es steht geschrieben: „Er gab ein Gesetz, das nicht übertreten werden kann“, „Ich habe mich nicht verändert“. Das höhere Licht befindet sich in einem absoluten Ruhezustand, alle Veränderungen finden nur in den Gefäßen statt. Entweder bitte ich den Schöpfer, dass Er sich ändert, oder ich weiß, dass ich mich selbst ändern muss.

Mein Gebet ist an mich „gebunden“. Beten bedeutet, sich selbst zu richten und sich zu verändern. Nur so werde ich eine andere Reaktion von der Seite des unveränderlichen Gesetzes hervorrufen. Genau das ist der Punkt.

Religionen sprechen nicht von der Verwandlung eines Menschen, sie schlagen mir vor, den Schöpfer durch mechanische Handlungen oder eine leidenschaftliche Bitte zu „bestechen“. Die Menschen hoffen, dass es ihnen helfen wird, obwohl die Geschichte vom Gegenteil zeugt.

Die Kabbala sagt aber, dass du dich verändern musst und kein anderer. Richte dich wie früher an den Schöpfer, doch aus einem völlig anderen Grund: so ist Sein Wille, und du tust es entgegen deinem Verlangen.

Du stehst vor dem Licht. Während du ihm in den Eigenschaften ähnlich wirst, beginnst du, seinen Einfluss wahrzunehmen, der früher außerhalb von deinen Empfindungen lag. Du wirst zu einem Gefäß für das Licht und wächst, bis es dich ganz erfüllt.

Auf das höhere Licht zu warten, bedeutet nicht, die Hände in den Schoß zu legen. Mach eine innere Bewegung ihm entgegen, wünsche, dich zu verändern, und es wird seine Einwirkung auf dich ausüben. Alle Veränderungen im Licht, die wir sehen, sind Veränderungen in uns selbst.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 17.12.2010

Wovon lasse ich mich begeistern?

Ich muss ständig nach immer bequemeren Mitteln suchen, die mir helfen werden, mich möglichst schnell von der Wichtigkeit des Ziels begeistern zu lassen und zu jenem Ort, zu jenem „Tropfen der Einheit“ zu streben, wo ich letztendlich hoffe, den Schöpfer zu enthüllen.

Hier hängt alles von dem momentanen Zustand ab. In mir kommen immer neue Reshimot zum Vorschein. In der Regel fange ich an, die Absicht aus einem unklaren, verschwommenen, „trockenen“ Zustand ohne einen Tropfen Gefühl und Verstand aufzubauen.

Nun muss ich aus diesem „Dämmerschlaf“ aufwachen, in mir muss ein dermaßen starkes Verlangen entbrennen, in dem es „besser wäre, zu sterben, als auf diese Weise, ohne die höhere Erkenntnis, weiter zu leben“ – wenn ich jetzt sofort nicht das enthülle, wovon mir das kabbalistische Buch erzählt.

Ich muss nach allem suchen und alles nutzen, was in der Lage wäre, mich zu ergreifen, zu berühren. Manchmal hilft die Gruppe, die mich an die Verbindung, an die Bürgschaft und an die Pflicht erinnert. Manchmal lässt mich der Gedanke an den Schöpfer als an ein schönes, erhabenes Ziel begeistern. Manchmal lässt mich die Handlung selbst, die Arbeit an der Annäherung mit den Freunden trotz der Hindernisse entbrennen.

Ich muss nach Mitteln suchen, die eine unausrottbare spirituelle Forderung beim Lesen von kabbalistischen Texten während des Unterrichts in mir entstehen lassen.

Die Herangehensweise an diese Texte muss ausbalanciert sein. Im Prinzip habe ich zwei Gründe, mich zu beschweren. Einerseits, wenn ich nichts verstehe, habe ich nichts, woran ich mich festhalten kann. Andererseits, wenn ich anfange, mich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, gebe ich Nahrung meinem Verstand und verliere die Absicht.

Deshalb schreibt Baal HaSulam im Brief 17: „Am Besten hältst du dich an das Ziel – strebst die Anweisungen des Schöpfers an. Denn wenn jemand die Wege des Schöpfers und die Anweisungen des Schöpfers, d.h. die Geheimnisse der Tora nicht kennt, wie wird er Ihm dann dienen können? Das ist das sicherste Mittel, auf der mittleren Linie von allen drei zu bleiben“.

Wir streben danach, zu verstehen, was wir tun sollen: „Gib uns Verstand, gib uns Kraft, richte uns aus, erkläre uns, zeig uns ein Beispiel, damit wir richtig handeln können“.

All das kannst du vom Schöpfer verlangen, wie ein Kind von einem Erwachsenen verlangt. Von der Seite des Kindes wird lediglich das Verlangen benötigt, und die Erwachsenen werden es mit allem Nötigen versorgen. Dieses Verlangen sammle ich in der Gruppe, bei den Freunden. Genau darin besteht meine freie Wahl.

Von oben bekomme ich alles, was ich auf dem spirituellen Weg brauche – außer der Forderung, die ich selbst herausarbeiten muss. Und diese kommt erst dann, wenn ich mich durch die Umgebung von der Wichtigkeit des Ziels begeistern lasse. Dann wird die Begeisterung vom Herzen kommen, und ich werde mit aller Kraft die Anweisungen des Schöpfers anstreben, damit ich lernen kann, Ihm zu dienen.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 13.12.2010

Sich selbst wiederbeleben

Eine Frage, die ich erhielt: Warum hat der Schöpfer es nicht gleich so gemacht, dass wir alle Anderen wie eigene Körperorgane wahrnehmen?

Meine Antwort: Du musst aber gerade aus der Gegensätzlichkeit heraus die Form des Gebens enthüllen: aus dem Hass, dem Empfangen, dem Ausnutzen des Nächsten heraus Liebe und Einheit erreichen.

Stell dir vor, du würdest plötzlich erfahren, dass dein schlimmster Feind, den du früher in den Staub treten und durch alle möglichen Hinrichtungsarten vernichten wolltest, in Wirklichkeit dein Sohn ist, von dem du nichts gewusst hast – wie in einem Film.

Du verstehst es noch nicht. Versuche aber, in die Gruppe einzutreten und dir vorzustellen, dass du dich in das gemeinsame Verlangen einfügst. Schaue nicht auf die Gesichter, schaue auf das Verlangen, welches bei allen gleich ist, dringe tiefer hinein.

Und dann wirst du durch dieses Verlangen spüren, dass du von besonderen Seelen umgeben bist und nur du derjenige bist, der sie von der Seite anschaut. Versuche, dich in sie hineinzufügen und dich vollkommen zu annullieren.

Durch diesen Selbstverzicht beginnst du zu leben! Bleibe immer in diesem Gedanken, damit er dich nie verlässt – triff eine Entscheidung, dass du von nun an auf diese Weise die Welt sehen willst.

Versuche, in dieser Empfindung bis zum morgigen Tag durchzuhalten – sie immer wieder zu erneuern und dieses Bild zurückzuholen. Dann wirst du während des nächsten Unterrichts bereit sein, es zum Leben zu erwecken!

Du wirst dir vorstellen können, was in diesen Verlangen, die miteinander verbunden sind, geschieht: wie die Parzufim AB und SaG wirken und wovon Rabbi Schimon den Freunden erzählt – es geht allein um dieses Verlangen und um die Verbindung zwischen seinen Teilen.

Reine und unreine, korrigierte und noch nicht korrigierte Verlangen – alles befindet sich in einem System, welches du jetzt enthüllst. Und du willst das Leben, die Lebenskraft, dich selbst in diesem System enthüllen und begreifen, wie alles funktioniert. Genau davon erzählen alle kabbalistischen Bücher, und du willst, dass es enthüllt wird.

Wenn die Verbindung zwischen allen Teilen des Verlangens und die Harmonie, in welcher sie miteinander arbeiten, enthüllt werden, wird eben diese praktische Enthüllung der richtigen, funktionierenden Verbindung als Enthüllung des Schöpfers bezeichnet werden. Und dann wird der Schöpfer, diese Verbindung, sich immer mehr enthüllen – das bedeutet den Aufstieg  entlang der Stufen der Welten zu einer immer größeren Enthüllung des Schöpfers.

Denn der Schöpfer (Bo-Re) heißt auch so: „komme und siehe“, wie das System im gegenseitigen Geben funktioniert, wie das Licht innerhalb der Verlangen/Kelim wirkt.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 13.12.2010

Wälze deine Arbeit nicht auf die Anderen ab!

Wir alle befinden uns im Meer des Lichts der Unendlichkeit – des Lichts des Gebens und der Liebe, nehmen es aber nicht wahr, weil wir voneinander getrennt sind. Wie sollen wir es dann wahrnehmen?

Fang an, dich mit den Anderen zu verbinden, denn nicht umsonst steht es geschrieben: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, das ist das Hauptgesetz der Tora“ (das Wort „Tora“ ist wurzelverwandt mit dem Wort „Or“ – Licht).


 

Dafür ist dir die Gruppe gegeben worden. Wenn du eine solche Verbindung mit deinen Freunden erreichst, die auch nur ein wenig dem Licht ähnlich ist, beginnst du es wahrzunehmen, zu enthüllen.

Und das hängt nur von dir ab! Wälze deine Arbeit nicht auf die Gruppe ab – die Gruppe ist bereits so weit. Wenn du dich richtig in sie einfügst, wirst du erkennen, dass sie bereits innerhalb des Lichts existiert.

Es ist aber so, dass „jeder, der verneint, verneint im Ausmaß seines eigenen Makels“. Und wenn du noch nicht so weit bist, wenn du dich noch nicht dort befindest, dann werden sie alle dir als nutzlose Egoisten vorkommen, dich nicht fähig sind, auch nur im Geringsten etwas zu erreichen.

Doch wenn du dich richtig in die Grippe einfügst, enthüllst du, dass sie alle durch die gegenseitige Bürgschaft miteinander verbunden sind und sich in Vollkommenheit innerhalb des Lichts befinden. Und du schließt dich ihnen, diesem Licht an.

Auf diese Weise, durch die Vereinigung von Verlangen/Kelim (und wir alle sind Verlangen), durch die Qualität dieser Vereinigung, gelangst du zum Licht.

Innerhalb von diesen Verlangen enthüllst du Erscheinungsformen, die als Licht bezeichnet werden, vergleichbar damit, wie du feststellst, dass ein gewisser Mechanismus durch Strom in Bewegung gesetzt wird.

Das Licht, welches dir enthüllt wird, ist das Ausmaß der Verbindung, das Ausmaß des Gebens unter allen. Aus diesem Grund sind alle Aussprüche aus der Tora: „Ganz Israel sind Freunde“, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, „Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem Anderen nicht zu“ usw. nicht bloß Worte. Das sind Naturgesetze, bei deren Einhaltung du das Licht enthüllst und es dich erfüllt.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“, 8.12.2010

Fragen aus dem Blog nach dem Kongress, Teil 1

Eine Frage, die ich erhielt: In den Freunden sind Freude und Enttäuschung zu spüren. Keiner hat noch verstanden, was geschehen ist. Ein sehr schmerzhafter Schlag gegen den Pharao.

Wie und womit kann ich den Freunden und mir selbst helfen, die richtige Schlussfolgerung aus dem Kongress zu ziehen und gemeinsam weiter zu gehen. Wer ist schuld daran, dass jeder nur nah am Ziel war, sich nur nah am Ziel gefühlt hat? Nur der eigene Egoismus?

Meine Antwort: Wir sollten überhaupt niemanden beschuldigen. Wir sollten uns darüber freuen, dass die Arbeitsrichtung klarer geworden ist.

Wir dachten, wir könnten selbst unser Ego besiegen, uns durch die eigene Anstrengung verbinden, das ist aber nicht so – nur der Schöpfer kann den Pharao bezwingen, und wir müssen Ihn darum bitten.

Genau an dem gemeinsamen Schrei zum Schöpfer müssen wir nun zusammen arbeiten. Das ist die wichtigste Schlussfolgerung aus dem Kongress.

Eine Frage, die ich erhielt: Bei der Eröffnungszeremonie haben viele geweint. Waren es Tränen um den eigenen Egoismus oder gab es einen Moment, in dem jeder nicht an sich selbst gedacht hat und wir es hätten schaffen können?

Meine Antwort: Das waren Tränen der allgemeinen Begeisterung, jedoch zuerst einmal einer egoistischen Begeisterung, denn der Schöpfer fehlte dort.

Deshalb, obwohl wir die Einheit zwischen uns gespürt haben, konnten wir diese Empfindung nicht halten. Man soll aber nicht verzweifeln, sondern im Gegenteil sich freuen, denn es ist klarer geworden, woran gearbeitet werden muss.

Wie viel sehen deine Augen?

„Der Richter hat nicht mehr als das, was seine Augen sehen!“ – dies ist ein sehr striktes Gesetz, das mit einer großen Genauigkeit ausgeführt werden muss.

Sogar der beste Rat darf nicht angenommen werden, wenn er nicht aus deinen eigenen Korrekturen, aus deiner eigenen Gleichheit, mit dem Licht herausgеht.

Und in sich drinnen muss du dich auch immer befragen: „Wen höre ich jetzt? – Einen Menschen, der sich in eigenen Phantasien befindet, oder einen Nüchternen, sein Platz genau Wissenden, der über ihm nicht springt?“

Denn das, was ich von Kabbalisten höre, nehme ich nicht wie einen Gesetzt, oder sogar nicht wie einen Rat wahr, sondern wie „Segula“, ein Wundermittel. Ich möchte, dass es auf mich wirkt und mich ändert! Und wenn ich mich ändere, werde ich die Wahrheit sehen.

„Der Richter hat nicht mehr, als was seine Augen sehen!“ – ich werde die Erfüllung reell „in meinen Händen“ halten – in meinen empfangenden Kelim und sie „mit eigenen Augen sehen“ – also im Licht Chochma. Erst dann kann man handeln!

Und bis dann kannst du die ganze Tora auswendig lernen, das wird nur wie ein „Wundermittel“ funktionieren, wie ein „Gewürz“. Wie viel von diesem Gewürz du zu deinem Egoismus hinzufügen kannst, so viel kannst du korrigieren und verwenden.

Dann wirst du genau sehen, welche Wünsche du verwenden darfst und in welchem Maß und zur welcher Tiefe (Awijut). Das ist ein Herangehen, das vor allem Korrektur fordert.

Von hier folgt ein ganz anderes Herangehen zum Lehren: Wir haben dem Schüler nichts zu sagen. Wir können ihn nur erwecken, damit er möglichst viel Licht, das ihn zur Quelle bringt, aufsaugt

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Es ist unmöglich ihm fertige Modelle des Verhaltens zu geben, nur „Wundermittel“: Notwendigkeit der Verbindung in der Gruppe, zwischen Freunden. und dann warten, bis er sich selbst ändert.

Und wenn dies auf den Schüler nicht wirkt und er sich nicht ändert und auf den Rat des Lehrers nicht hört – kann man nichts machen.

Man darf ihm keine Übungen, die über seine Stufe hinausgehen von oben aufzwingen. Nur in dem Maße in welchem er sich selbst korrigiert und verstanden hat, wird er die Berechnung machen, beginnen zu handeln und sich ändern.

Das begrenzt sehr die Möglichkeit des Lehrers, wenn er einen Schüler lehrt im Vergleich zu unserer Welt, und es ist dabei unwichtig ob es sich um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Körper und Seele“, 29.11.2010

Schreibe ein Gebet!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn man zusammen mit der Gruppe in einem Saft „schmort“, fängt man an, Hass den Freunden gegenüber zu empfinden.Wie soll man genau an diesem speziellen Punkt den „spirituellen Verstand“ ansetzen, um sich über den Hass zu erheben? Was genau muss ich tun?

Meine Antwort: Ihr wollt die Lösung für das Problem auf der gleichen Ebene finden, auf der ihr euch befindet, und versteht nicht, dass das Problem sich eröffnet, um uns an einen anderen Ort zu ziehen.

Willst du das Problem lösen oder es loswerden? Du musst selbst zu einem anderen Ort übergehen, bis du dort wieder Hass und Abstoßung enthüllst, und von dort wirst du auch weitergehen müssen.

Um den Hass letztendlich loszuwerden, muss jedes Mal die Verbindung zwischen uns korrigiert werden.

Manchmal kann das mit Hilfe eines Mahls, einer gemeinsamen Handlung, irgendeiner künstlichen Veränderung erzielt werden, manchmal mit Hilfe des Studiums, vielleicht wird auch die Zeit das erledigen. Doch das zuverlässigste Mittel ist das Gebet.

Wenn du dich in einem Zustand der Begeisterung befindest, Hass empfindest und gleichzeitig begreifst, dass du dich über ihn erheben musst, versuche, ein Gebet zu schreiben! Sollen alle es jeden Tag in der Gruppe vorlesen, als eine Handlung der Vereinigung – das funktioniert.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.10.2010

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Der Dritte ist nicht zu viel

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es Unterschiede zwischen der Arbeit an der Verbindung mit den Freunden in der Gruppe und der Arbeit mit der Frau an der Enthüllung des Schöpfers zwischen uns.

 Meine Antwort: Es gibt einen Unterschied. Wenn zwei Menschen es schaffen, sich so zu verbinden, dass sich der Schöpfer in ihrer Verbindung offenbart – selbst wenn es erst einmal nur in der Phantasie ist -, kommen sie schneller zur spirituellen Enthüllung.

Der Schöpfer ist immer anwesend, doch die Frage ist, ob wir das in Betracht ziehen oder nicht. Wenn wir in der Lage sind, in der Verbindung zwischen uns den Schöpfer wahrzunehmen, enthüllt Er sich. Und wenn Seine Enthüllung unsere Entwicklung stören und verwirren könnte, bleibt Er verhüllt, lenkt jedoch immer „hinter den Kulissen“.

Deshalb steht hinter den Verlangen, Gedanken und Handlungen eines jeden Menschen der Schöpfer, denn „es gibt niemanden außer Ihm“. Doch da ich nicht direkt mit Ihm arbeiten kann – ich habe keine Widerstandsfähigkeit, kapituliere sofort, annulliere meine Freiheit und Selbständigkeit -, bleibt Er verborgen. Dann sehe ich nur den Menschen, und in Bezug auf ihn kann ich mich frei verhalten.

Doch wenn wir es schaffen, hinter jedem zielgerichtet den Schöpfer zu sehen, dann werden wir, indem wir unser Verlangen mit der richtigen Absicht nutzen, sehr schnell die wahre Realität enthüllen.

In dieser Arbeit mit den Freunden entstehen verschiedene Berechnungen und Probleme, mit der Frau ist sie jedoch möglich. Wenn Mann und Frau beschließen, hinter ihrer Beziehung den Schöpfer zu sehen, wie geschrieben steht: „Mann und Frau – der Schöpfer zwischen ihnen“, dann wird ihre Verbindung zielgerichtet und hoch sein. Und da sie sehr viele Formen und Möglichkeiten in sich mit einschließt, kommen sie schnell voran.

Die Abwesenheit des Schöpfers zwischen einem Mann und einer Frau, der sich immer zwischen ihnen befindet, ist die Wurzel aller Probleme innerhalb einer Partnerbeziehung.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“ vom 29.10.2010 

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Das Recht, den Freunden zu dienen

Wie können wir Erfolg auf dem spirituellen Weg erreichen? Es gibt kein anderes Mittel, außer einer noch größeren Vereinigung.

Der Vereinigung muss die höchste Wichtigkeit beigemessen werden, in ihr muss das einzige Mittel gesehen werden.

Wir wissen, dass unsere Wahl nur darin besteht, mit Hilfe der Umgebung stärker zu werden und uns mit ihr zu verbinden. Wir erheben die Umgebung in unseren Augen und beugen uns vor den Freunden und dem Ziel.

An jede Handlung muss die Absicht angeschlossen werden: Wozu mache ich das alles? Wie versuche ich, mich mit den Anderen zu verbinden? Erschaffen wir ein Kli, ein Gefäß, ein Ort, in dem sich das Licht enthüllt?

In Wirklichkeit, wenn wir der Gruppe dabei helfen, erfüllen wir das Prinzip „wir werden tun und wir werden hören“. Wir sind in der Lage, das zu verwirklichen. Selbst wenn wir es nicht besonders wollen, selbst wenn es uns anwidert, aber wir können dennoch einander ein Lächeln schenken, Geschenke machen, zueinander höflich sein und uns, ohne es zu wollen, an der gemeinsamen Sache beteiligen.

Wir organisieren alles selbst, unter anderem auch Kongresse. Selbst wenn wir unbegrenzte finanzielle Mittel hätten, würden wir trotzdem alles selbst machen.

Hier sind für uns gerade die gemeinsamen Anstrengungen wichtig: von überall her kommen Menschen und handeln gemeinsam. Nur eine solche Vorbereitung bringt uns Erfolg.

Genau das sind unsere Geschenke: wir bereiten gemeinsam alles, was nötig ist, vor, wir hängen von niemandem ab und wollen unsere Teilnahme an niemanden Fremden abtreten.

Für uns ist die Möglichkeit, durch die äußeren Handlungen die innere Vereinigung zu erreichen, dermaßen wichtig, dass wir nicht darauf verzichten und an niemanden das, was wir selbst machen können, abtreten wollen. Denn das ist ein Mittel zur Erreichung unserer Vereinigung.

In den verbleibenden zwei Tagen und auf dem Kongress selbst bietet sich uns eine einzigartige Gelegenheit, einander zu bedienen. Diese Chance darf nicht verpasst werden, denn in ihr ist der Erfolg des gesamten Unternehmens verborgen.

Genau das bedeutet Vereinigung, so „kaufen“ wir Freunde: ich bemühe mich ihretwegen und sie bemühen sich meinetwegen, und zusammen bauen wir ein gemeinsames Kli auf.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010

Durchbruch in die Tiefe

Die Kino- und Fernsehindustrie geht zu 3D-Bildern über. Auch wir müssen uns von der oberflächlichen flachen Wahrnehmung verabschieden und die spirituelle Tiefe in unserer Realität erkennen.

In meiner Wahrnehmung gibt es drei Dimensionen: Breite, Höhe und Tiefe. Das ist mein Schirm. Auf diesem 3D-Schirm sehe ich Menschen, Tiere, Häuser, die Sonne, die gesamte mich umgebende Welt.

All das nehme ich in meinem Verlangen wahr. Doch es zeichnet mir das Weltbild nicht auf einer Ebene, sondern in einem Raum, in mir. Und weil es neben diesem Bild kein anderes Bild gibt, empfinde ich es als einzig wahr.
Ein solches Bild hat sich während des Zerbrechens von Seelen/Kelim ergeben, als sich Teile von mir gelöst haben: mein Ich sind GE, und außen befinden sich meine ACHaP, die ich nicht als meine wahrnehme.

Und nun, anstatt meine ACHaP zum Vorschein bringen zu lassen, beginne ich mit der Gruppe zu arbeiten und mit den Freunden zu interagieren: sie streben mir entgegen, und ich strebe ihnen entgegen.

Wir versuchen, zusammenzuarbeiten, als ob wir uns in Bürgschaft befinden würden, und diese Übungen helfen mir, zu verstehen, dass sowohl die Gruppe als auch alles Andere in Wirklichkeit meins ist.

Nachdem ich die Einstellung gegenüber der „äußeren“ Realität geändert habe, stelle ich fest, dass sie mir immer näher kommt und von außen nach innen „überfließt“.
Somit ist die Gruppe eine Art Labor, wo wir versuchen die unkorrigierten Verlangen (Kelim) in uns zu korrigieren, damit sie unserer Realität die verlorengegangene Tiefe wiedergeben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.11.2010

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