Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Physisch bin ich in der Gruppe. Und innerlich?

Frage: Stimmt das, dass wir das Böse erst nach dem Überqueren des Machsom erkennen können? Was soll ich aber davor tun?

Meine Antwort: Auf jeder Stufe gibt es ein eigenes Maß, eigene Normen, eigene Kriterien. Genauso unterschiedlich habe ich mich selbst mit vier, fünf, sechs, sieben Jahren wahrgenommen.

Sogar jetzt habe ich die Möglichkeit, das Böse zu erkennen. Physisch befinde ich mich in der Gruppe. Doch befinde ich mich innerlich auch in ihr? Nein. Wozu führt nun dieser Zustand? Was wird aus mir? Denn auf diese Weise werde ich die Spiritualität nicht erreichen können. Es sieht nicht gut aus. Schade um die verlorene Zeit, schade um das Leben, aus dem ich keinen Gewinn ziehen werde.

Und ich beginne, das zu hassen, was mich daran hindert, mich mit den anderen zu verbinden – meinen Unterschied zu Freunden.

Selbstverständlich geschieht das alles im Egoismus, im empfangenden Verlangen, welches die Spiritualität für sich beansprucht, um nichts im Leben zu verpassen. Das führt mich jedoch an den richtigen egoistischen Zustand lo liShma heran, und dann verwandelt die Einwirkung des Lichts ihn in den altruistischen Zustand liShma.

So oder so lässt sich hier ebenfalls die Scham feststellen. Zuerst schäme ich mich dafür, des Diebstahls überführt zu werden, später merke ich, dass es sich nicht lohnt, zu stehlen – zumindest nicht immer. Letztendlich verändere ich mich innerlich so, dass ich nichts von niemandem brauche. Ich möchte nur geben. Das ist mein Bestreben, und es geht mir gut dabei.

Wunderbar – genau das ist der Zustand lo liShma, in dem bereits das Verlangen zu geben, die Handlung des Gebens, enthalten ist. Obwohl es auch eine Entschädigung gibt – ein gutes Gefühl. Auf diese Weise schließen wir uns dem Guten an und verlangen erstmal nicht nach mehr.

Und in der nächsten Phase führt das Licht den Menschen zur Quelle zurück – sogar ohne dass er etwas davon wahrnimmt, und er vereint sich tatsächlich mit Demjenigen, der gut ist und Gutes vollbringt.

Auf diese Weise schließe ich mich zuerst dem Guten an, welches mir selbst gut tut, und gehe dann zum echten Geben an den Schöpfer über.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Gabe der Tora“, 26.06.2011

Ein Kongress kann alles geben!

Frage: Je näher ich meinen Freunden kommen möchte, desto mehr entferne ich mich von ihnen. Ich kann ihnen nichts Positives entgegenbringen. Ich empfinde eine große Disharmonie. Der Kongress wird zu einem großen Hindernis für mich. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Sehr gut! Genau solche Leute brauchen wir! Weil gerade in dem Maße unserer Abstoßung und der Versuche, eine Verbindung zu den anderen aufzubauen, unsere Anstrengung zum Ausdruck kommt. Dank dieser Stärke der Anstrengung bekommt ihr auch die Stärke der Eigenschaft des Gebens, die euch vielleicht sofort helfen wird, zur ersten Stufe aufzusteigen.

Frage: Ich habe das Gefühl, dass alle um uns herum bereit sind, zu hören, wir es aber nicht schaffen, das Licht an alle anderen weiter zu geben. Kann der Kongress uns eine Möglichkeit geben, diesen Punkt zu überwinden?

Meine Antwort: Ein Kongress kann alles geben. Die einen werden zum ersten Mal mit der Eigenschaft der Vereinigung und des Gebens in Berührung kommen. Die anderen werden sich aktiv an der Erschaffung der gemeinsamen Eigenschaft des Gebens beteiligen. Die dritten, die diese Eigenschaft des Gebens bereits besitzen, sich in ihr befinden und die Höhere Welt wahrnehmen, werden den anderen dabei helfen können. An einem Kongress nehmen die unterschiedlichsten Menschen teil – von denjenigen, die sich danach sehnen und noch nicht begreifen, wonach sie sich sehnen, bis hin zu denjenigen, die sich bereits in der Erkenntnis befinden und wissen, was sie erkennen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 29.05.2011

Traue deinen Augen nicht

In der Kabbala geht es um die innere Arbeit eines Menschen – man muss sich in sich selbst vertiefen und dort Bilder von Freunden, von der Gruppe, von sich selbst, seine innere Welt, seinen Eindruck von der Spiritualität aufbauen. Und nicht auf die äußeren Eindrücke achten, die sogar entgegengesetzt sein können.

Ich bekomme Eindrücke von der Umgebung, die auch falsch sein können – denn das sind nur meine Empfindungen infolge von Zuständen, die in mir erwachen, von „Reshimot“. Ich muss aber arbeiten, indem ich mich nicht auf sie stütze, sondern auf das Bild, das ich in mir für Freunde, für die Gruppe, für mich selbst, den Schöpfer und die Verbindung zwischen uns aufgebaut habe.

Und ich verlasse mich nicht so sehr darauf, was ich heute fühle oder um mich herum sehe. Denn wer sieht das alles? Ich selbst, der ich gänzlich in Lüge gehüllt bin. Was macht es also für einen Unterschied für mich, was ich gerade sehe – ich muss in mir drin ein Modell der zukünftigen Welt aufbauen, wo wir alle durch das gegenseitige Geben und die Liebe verbunden sind, in der wir den Schöpfer wie in der Shechina einhüllen.

Auszug dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 26.05.2011

Lass den Esel für den Menschen arbeiten

Bestrebungen, um sich im Glauben über der Vernunft zu befinden, stellen eine Vorbereitung auf den Machsom dar. Wir müssen diesen Status begehren, selbst wenn wir noch nicht bereit dazu sind, ihn zu erlangen. Mitunter wird uns eine Möglichkeit gegeben, „Glauben über der Vernunft“ zu spüren, jedoch wenn wir uns dem Machsom (der Barriere, die uns von der Spiritualität trennt) nähern, wollen wir nunmehr im glauben über der Vernunft verbleiben, um wenigstens ein wenig Kontakt mit ihm zu haben und nicht nur auf eine Seite zu fallen: Hass (Ego) oder Liebe (Schenken).

Mit dieser Angst müssen wir zu jeder Zeit rechnen. Wenn ich die Wirklichkeit von nur einem Standpunkt aus betrachte, bin ich nicht mehr als ein Tier. Wenn ich ein Mensch sein will, „auf meinem Esel sitzend“ (meinem egoistischen Verlangen), muss ich diese beiden gegensätzlichen Punkte in meinem Innern einschließen.

Der erste Punkt ist meine Kritik und meine Uneinigkeit mit anderen. Und der zweite Punkt ist mein „Ich“, das meiner Kritik über andere nicht zustimmt. (Damit es klar ist, wir sprechen hier nicht über die Verbreitungsarbeit, sondern über die innere Arbeit in der Gruppe, in Richtung Einheit, wenn ich einen Freund kritisiere, seine Eigenschaften, die sich nicht auf die Arbeit beziehen.) Und obwohl ich weiß, dass mein Tadel wahr ist, möchte ich trotzdem den Schöpfer zwischen uns enthüllen. Er ist es, der die Rolle des Pharao spielt, meine Liebe in Hass verwandelt, Einheit und Verbindung in Widerstand, Kritik und Zwietracht umwandelt.

Er spielt diese Rolle, damit ich mich mit meinem Freund über dem Pharao zu verbinden wünsche, auch wenn mein Herz ihn zurückstößt und ich ihn hasse und nicht gewillt bin, mich mit ihm zu vereinigen. Ich besitze haufenweise Vorwürfe gegen ihn, jedoch trotz und mit all dem bilden wir eine Beziehung der Liebe, Harmonie und der vollkommenen Einheit.

Ich laufe nicht weg in den erhabenen Zustand, in dem alles ausgezeichnet ist; vielmehr erhalte ich diese gegensätzlichen Punkte in mir zu allen Zeiten und bleibe dabei, zwischen ihnen fortzuschreiten. An diesem Punkt besitze ich bereits den Anfang eines spirituellen Gefässes, Malchut und Keter, zwei gegensätzliche Punkte. Und ich befinde mich in der Mitte, die Bedingung der Abgrenzung zwischen ihnen aufrecht erhaltend.
Die Entfernung zwischen ihnen wächst weiter an, bis es ein bestimmtes spirituelles Objekt formt. All diese Arbeit wird praktisch nur in der Gruppe ausgeführt und nur in Beziehung mit den Freunden.

Aus dem 1.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 13/04/2011, Shamati Nr. 59

Vorankommen aus dem Gegenteil heraus

Unser Verlangen beginnt, die richtige Form anzunehmen.

Wir wollen uns verbinden, das Bestreben nach der Einheit in jedem enthüllen, trotz des Egoismus. Das ist sehr wichtig: trotz des Egoismus strenge ich mich an, um mich innerlich den Freunden entgegen zu streben, mich ihnen anzunähern und sie alle in einer engen Verbindung zu halten, als Menschen, die einander durch das Ziel und im Geiste nahe sind.

Und das Wichtigste ist im Moment, dass ich mich auf sie verlassen kann: wenn wir schon vereint sind, dann werden sie dafür sorgen, dass ich an unseren Weg denke und bei unserer Vereinigung nur stärker werde.

Ich strebe danach, mit den Freunden zu verschmelzen, und hoffe, dass diese meine Bestrebung mir erlaubt, das unversiegbare Verlangen nach der Einheit zu erlangen. Das ist alles, was wir brauchen. Vom Anfang und bis zum Ende der Korrektur wird von uns allein das verlangt.

Deshalb steht auch geschrieben, dass die Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst das zusammenfassende Gesetz der gesamten Tora ist. Es gibt nichts anderes, und nur in diese Richtung müssen wir uns bewegen. Wie sehr es gegen unsere Natur auch gehen mag – es ist unwichtig. Wenn wir das Schöpfungsprogramm nach dem beschleunigten Szenario erfüllen wollen, dann gibt es nur eine Möglichkeit: aus dem Gegenteil, aus dem Verhasstesten und Widerlichsten heraus Schritte der Liebe und dem Nächsten entgegen zu tun.

Es geht nicht anders…

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 21.04.2011

Wenn es dir hier nicht gelingt, wird es dir nirgends gelingen

Ich habe nicht die geringste Chance einen Wandel durchzuführen, es sei denn, ich vereinige mich mit meinen Freunden. Der Grad meines Aufstiegs hängt vom Ausmaß der Einheit zwischen meinen Freunden und mir ab.

Rabash schreibt hierüber in seinem Artikel „Der Zweck der Gesellschaft-2.“ Um sich zu vereinigen, muss sich jeder Mensch selbst vor dem anderen annullieren. Dies kann verwirklicht werden, wenn jeder Mensch die Vorzüge seiner Freunde anstatt deren Mängel sieht. Jemand, der sich anmaßt, er sei seinen Freunden selbst im geringsten Maß übergeordnet, wird nicht in der Lage sein, sich mit ihnen zu vereinigen und befindet sich daher in einer großen Verlegenheit.

Einige Menschen glauben, sie seien außerstande sich mit einer bestimmten Gruppe zu vereinigen, jedoch seien sie fähig dazu, sich mit einer anderen Gruppe zu vereinigen. Sie verstehen nicht, dass dies nichts mit der Gruppe zu tun hat. Ihnen wurde einfach gezeigt, was sie in Bezug auf ihren Egoismus sehen sollten, und sie werden keinen größeren Erfolg erzielen, indem sie sich an einen anderen Ort begeben.

Vielleicht denkst du, die Hauptgruppe von Bnei Baruch mit Michael Laitman ist so fortgeschritten und „eifrig.“ Niemand ist geschützt. Wenn du fortzuschreiten beginnst, wirst du lediglich schwierigeren Fragen, Problemen und Hindernissen gegenüberstehen.

Rabash sagte mir zu Beginn: „Bleibe in deiner Stadt und komme zu mir um zu lernen. Du sollst nicht sofort näher zu mir ziehen.“ Über zwei Jahre reiste ich hin und her, um mit ihm zu studieren, manchmal sogar zweimal am Tag.

Man sollte nicht glauben, dass man eine bessere Gelegenheit in einer anderen Gruppe besitze und dass es besser sei, sich mit anderen Freunden zu vereinigen. Wenn es dir dort, wo du bist, nicht gelingt, werden dir der Wechsel des Ortes und der Verhältnisse nicht helfen. Darauf gebe ich dir mein Wort. Letzten Endes erhält jeder Mensch, was auch immer, von Oben.

Es besteht kein Anlass den Lebensraum oder den Arbeitsplatz zu wechseln, es sei denn, du hast ernsthafte Probleme am Unterricht teilzunehmen. Wo auch immer sich ein Mensch befindet, er sollte sich dort mit seinen Freunden vereinigen. Wenn er dies tut, dann wird er dorthin geführt werden, wo er physisch und spirituell sein sollte.

Aus dem 3.Unterricht vom WE! Kongress, 02/04/2011

Über den Nutzen und Schaden der „Polonaise“

Frage: Sich mit dem Nächsten zu verbinden bedeutet, seine Erfüllung höher als die eigene zu schätzen. Das Problem besteht aber darin, dass mir der Austausch, die Interaktion mit dem Nächsten fehlt, um ihn immer wieder höher als mich selbst sehen zu können…

Meine Antwort: Das hat nichts mit dem physischen Austausch, mit der äußeren Verbindung zu tun. Was für einen Unterschied macht es, ob du dich unter den Freunden oder tausende Kilometer von ihnen entfernt befindest?

Genau aus diesem Grund möchte ich nicht, dass die Menschen von einem Kongress zum nächsten fahren. Sie sollten sich daran gewöhnen, die Verbindung der Herzen aus der Ferne zu halten. Ansonsten läuft es darauf hinaus, dass wir ohne unsere berühmte „Polonaise“ nicht spüren können, dass wir miteinander verbunden sind.

Ich muss nirgendwohin laufen – ich muss mich innerlich konzentrieren. Es reicht für mich, die Freunde zu sehen – und schon bin ich bei ihnen. Es bedarf keinerlei Körperbewegungen, um sich an der Verbindung beteiligen zu können. Ich strenge mich innerlich an und muss keine Hunderte oder Tausende von Dollar für Tickets ausgeben, um die Freunde unbedingt zu umarmen oder zusammen mit ihnen zu springen. Ich kann das alles genauso innerlich tun.

Ja, Anfänger und Kinder brauchen das, doch mit der Zeit sollte der Mensch zu einer tieferen Verbindung, zu dem inneren Bild übergehen.

Warum denkst du, dass du dich nur während des Unterrichtes zusammen mit den Freunden befindest, und dich später während des ganzen Tages von ihnen abschaltest? Spielt das etwa eine Rolle, wo du dich befindest? Im Gegenteil: du kannst während des Tages viel stärker als während des Unterrichtes den Freunden entgegen streben. Denn während des Unterrichtes bist du ein Egoist, der sich selbst ständig auf dem Bild sucht.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus der Pessach-Broschüre, 14.04.2011

Wenn das Ziel fordert

Frage: Wie kann ich die Gruppe und die Bindung mit den Freunden verstärken, wenn ich lediglich virtuell arbeiten kann?

Meine Antwort: Und wenn es virtuell ist, na und? Entfernung ist kein Hindernis, und es ist völlig unnötig, Händchen zu halten. Oder denkst du, dass ich dich kenne, wenn ich mit deinem Gesicht und deiner Persönlichkeit vertraut bin?

Wie hast du uns gefunden? Über das Internet. Denkst du, das war ein Zufall? In Wahrheit haben dich deine Verlangen mit dem gemeinsamen System von Adam verbunden, der Verbindung aller Teile der Welt. In diesem System gibt es vielfältige Gesellschaften oder Verbindungen entsprechend den Interessen und Verlangen, wie zum Beispiel Wissenschaft, Bankwesen, Gewerbe, Familie und so weiter.

Zusätzlich gibt es eine einzigartige Gesellschaft, die jene miteinander verbindet, die nach dem Zweck des Lebens und nach Erkenntnis suchen; wofür es wert ist zu leben. Diese Personen sind geographisch überall und in verschiedenen Gesellschaften ansässig, jedoch gleichzeitig, ohne es zu spüren oder sich dessen bewusst zu sein, schliessen sie zwischen sich selbst ihre eigene Gesellschaft, ein gewisses Feld von innerer, gemeinsamer Verbindung.

Wenn das Ziel beginnt, einen Menschen innerlich zu rufen, kommt er in Kontakt mit diesem Feld, er tritt aus seiner Gesellschaft hinaus und tritt in diese andere, besondere, Gesellschaft ein. So hast du uns im Internet gefunden.

Von nun an beginnt die neue Verbindung stärker zu wachsen. Wir mögen uns vorher nicht gesehen oder gekannt haben, jedoch haben wir mit der Zeit eine sehr große Wirkung aufeinander. Jeden Tag empfängst du die Gedanken und Verlangen von Millionen von Menschen aus der ganzen Welt, die ebenso angefangen haben über den Zweck der Schöpfung zu grübeln und dabei zueinander finden.

Aus dem 1.teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 04/11/2010, Schreiben von Rabash

Wir haben uns hier versammelt …

Aus den Schriften des Rabash, 1984, „Zweck der Gemeinschaft“: Wir haben uns hier versammelt, um eine Gemeinschaft für all jene zu gründen, die dem Weg und der Methode von Baal HaSulam zu folgen wünschen, den Weg, durch den man auf den Stufen des Menschen aufsteigt und nicht als ein Tier verharrt … Und deshalb versammeln wir uns hier – um eine Gemeinschaft zu gründen, wo jeder von uns dem Geist folgt, den Schöpfer zu beschenken.

Was heisst, „den Schöpfer zu beschenken“? Jedermann wird durch diese Begriffe verwirrt. Und gewöhnlich schrieb Rabash seine Beiträge in einer Sprache, an die wir nicht gewöhnt sind. Wir müssen diese Worte neu fassen, so dass sie vernünftig klingen. „Den Schöpfer beschenken“ heisst, die allgemeine Kraft der Natur zu erwecken (denn der Schöpfer ist Natur) und die Kraft des Schenkens im Ebenbild zur Natur zu erwerben, in Gleichwertigkeit der Form.

Baal HaSulam gibt ein Beispiel von der Situation mit einem Gast und einem Gastgeber. Ich kann das Schenken des Gastgebers in dem Maße enthüllen, in dem ich ihn beschenken will. Nur wie kann ich dies begehren? Schliesslich ist er für das Auge unsichtbar und ich werde ihn nicht enthüllen, bis ich mein inneres Verlangen enthüllt habe, ihn beschenken zu wollen.

Ich kann ihn nur in der Sehnsucht zu ihm enthüllen. Mit meinem Verlangen zu schenken, indem ich Gleichwertigkeit der Form erlange oder die gleiche „Eigenschaftt“ wie der Gastgeber erreiche, dann beseitige ich die Tarnung und „hebe den Schleier auf.“

Um das zu tun wurde mir die Gesellschaft gegeben, die Gruppe, in der ich das Schenken praktizieren kann. Dann, am gleichen Ort, unter den Freunden, entdecke ich den Gastgeber, den Schöpfer, und fahre fort Ihn durch die Gruppe und zusammen mit der Gruppe zu beschenken. So enthüllen wir Ihn.

Dies ist unsere Arbeit: Wir wollen uns untereinander vereinigen, um die allgemeine Kraft der Natur zu enthüllen, die schenkende Kraft, die sich in uns, in der Gruppe, befindet. Dort, innerhalb, wird es uns enthüllt und darin entdecken wir die spirituelle Welt, die aus fünf Ebenen oder fünf Welten besteht. Darin entdecken wir Partzufim, Ebenen, Sefirot und vieles mehr.

Aus der 5.Lesung auf dem WE! Kongress, der Zweck der Gruppe

Wie viel Hass müssen wir noch enthüllen?

Frage: Wie viel Hass muss zwischen den Freunden enthüllt werden, damit wir die wirkliche Bitte um Korrektur erreichen können?

Meine Antwort: Die ersten Reschimo (informative Gene) des Bruches, der mich von anderen abstößt müssen in mir vollständig entfaltet werden. Es wächst zu einer Stufe heran, wo ich sie nicht einfach verachte und ignoriere, sondern tatsächlich möchte, dass sie leiden, getrennt von jedem; und denke, dass ich alleine besser dran bin, wenn ich zu Hause studiere und keinen Kontakt zu anderen habe.

Einige wagten es sogar, zu mir zu kommen und mich um Privatstunden zu bitten. Der Mensch versteht nicht, dass die gesamte Verwirklichung der spirituellen Methode nur in der Gruppe geschieht. Und nach diesem innerlichen Kampf und der Verneinung, Ernüchterung und Verzweiflung, erkennt diese Person mit der Zeit plötzlich seine innere Verbindung mit seinen Freunden. Es ist, als würde er komplett aufhören, ihre physischen Gesichter und Körper zu beachten. Er beginnt, in sie einzudringen und das innere Verlangen nach Spiritualität in jedem zu spüren, sogar solche, welche die Menschen in sich selbst nicht spüren. Er ist praktisch in der Lage ihre Seelen zu berühren.

Und dann kann er sagen, dass er der Vereinigung mit den Freunden nahe gekommen ist. Jedoch entdeckt er an diesem Punkt, wie unfähig er ist, sich mit ihnen zu verbinden und dass er die Hilfe der höheren Macht braucht. Er wünscht sich, diese Kraft innerhalb dieser Verbindung zu finden, so dass sie ihn verbinden möge und er dadurch die Verwirklichung erreicht. Es ist die schrittweise Arbeit der Selbsterlangung, der zunehmend tieferen Stufen.

Aus dem ersten Teil der täglichen Kabbala Lektion 3/25/2011, Schriften des Rabasch