Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'freien Willen'

Wenn Du frei sein möchtest, dann erhebe Dich auf die Stufe des Schöpfers


Eine Frage, die ich erhielt: Warum erweckt der Schöpfer nicht alle Seelen gleichzeitig und gibt jedem die gleiche Freiheit der Wahl?

Meine Antwort: Jede Seele erhält ihrer Wurzel entsprechend die Freiheit der Wahl. Wenn jeder Mensch sich selbst korrigiert, wird er sehen, dass es keinen Grund zur Klage gibt und dass im allgemeinen korrigierten System der Seelen jeder gleichwertig ist.

In seiner individuellen Korrektur unterscheiden die Einzelnen sich jedoch. Manche Seelen sind höher, manche niedriger. Diese Unterschiede verblassen, wenn sich am Ende der Korrektur alle in Liebe und gegenseitigem Geben verbinden.
Während des Entwicklungsprozesses gibt es zwischenzeitlich Unterschiede zwischen uns. Diese sind notwendig, da es sonst keine Bewegung gäbe.

Die Schöpfung schreitet voran, weil die Menschen im Inneren ein höheres System erbauen. Wir bauen unsere Ähnlichkeit zum Schöpfer auf und dies kann nur so lange geschehen, wie es einen Unterschied zwischen den inneren Teilen, den Seelen gibt.

Der Schöpfer hat mit Hilfe von 613 Lichtern 613 Verlangen geschaffen. Dies bedeutet, dass die Schöpfung von Anfang an eine Vielfalt verschiedener Eigenschaften beinhaltet. Sonst wäre es uns innerhalb unserer Egoistischen Struktur unmöglich zu den Eigenschaften des Gebens und der Liebe und dem Gefühl zu gelangen, dass die Eigenschaft des Schöpfers wichtig ist.

Am Ende der Korrektur werden wir alle einzelnen Seelen oder Eigenschaften verbinden und dann ein einziges, vollkommenes System entdecken – den Schöpfer (HaVaYaH). Der Grund jedoch, warum wir dieses Eine System erreichen können, liegt in den zahlreichen Klärungen, die zum ihm hinführen. Innerhalb dieses Einen gibt es keine Unterschiede mehr unter den Teilen von Malchut. Die Unterschiede waren nur dazu da, um Ihn zu verstehen und wie Er zu werden.

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Lass dir die Gelegenheit der freien Wahl nicht entgehen


Wir alle existieren als ein vereintes gigantisches System von Seelen. Wenn einige dieser Seelen aufgrund ihres freien Willens Fortschritt machen, dann macht auch das gesamte System Fortschritt.

Wenn einige Teile dieses Systems eine Gelegenheit zur freien Wahl erhalten, aber diese nicht nutzen, dann werden sie von der aktiven Teilnahme in diesem System abgeschnitten. Das System der Seelen ist ein lebendiger Organismus, in dem, abhängig vom Auf- und Abstieg der Seelen, ob sie ihre freie Wahl erkennen oder nicht, unentwegt Veränderungen stattfinden. Sie bewirken in allen Seelen Veränderungen und bestimmen, wie das gesamte System zum endgültigen korrigierten Zustand voranschreitet.

Indem ein Mensch den Gebrauch seiner freien Wahl unterlässt, weist er die persönliche Herrschaft des Schöpfers über ihn zurück und wechselt zum weg des Leidens. Dann häuft er sich Leiden auf, bis er ein ausreichendes Maß der Erkenntnis des Bösen erlangt, dass ihn würdig macht, erneut die freie Wahl zu erhalten und sie diesmal zu nutzen.

Durch den Schöpfer zu Freiheit und Ausgeglichenheit finden


Fragen, die ich bezüglich Freiheit, Ausgeglichenheit und der Bedeutung der ägyptischen Plagen erhielt:

Frage: Was empfindet ein freier Mensch?

Antwort: Die Freiheit des Menschen liegt darin, fähig zu sein, das Gleichgewicht in der gesamten Schöpfung zu finden, es aufrechtzuerhalten und es auszubalancieren, während man „auf einem Bein“ steht. Auf der rechten Seite der Skala befindet sich die Schöpferkraft des Gebens. Auf der linken Seite der Skala befindet sich die Schöpferkraft des Empfangens. Dies sind gerade und entgegengesetzte Seiten – die heiligen und bösen Kräfte. Und wenn ein Mensch sich zwischen diesen beiden ausbalancieren kann, wird ihm die Freiheit des Willens durch den Einfluss beider Seiten gegeben und er kann dadurch seine freie Wahl ausdrücken.

Frage: Wie ist es möglich, auf einer Nadelspitze zu balancieren?

Antwort: Du musst dich an den Schöpfer anheften, Ihn mit deiner ganzen Kraft an dich heranziehen und dich Ihm annähern, wie ein Baby an seine Mutter. Das Baby möchte gerne unter ihrem Schutz sein und sich von dort aus kühn die gesamte Welt anschauen. Oder während es in ihren Armen weilt, kann es mit seinem Finger dorthin zeigen, wo es hin will – und damit seinen Willen ausdrücken!

Das ist die richtige Weise, in der ein Baby sich entwickelt. Es weiß, dass es bei seiner Mutter sicher ist und dass sie ihre ganze Kraft und jede Gelegenheit dazu verwenden wird, seine Verlangen zu erfüllen. Das ist für uns die richtige Weise, mit dem Schöpfer zu arbeiten!

Frage: Worauf beziehen sich die ägyptischen Plagen?

Antwort: Auf diese Art lehrt der Schöpfer einen Menschen, sich mit seiner Natur auseinanderzusetzen, während er sie verhärtet und den Menschen vor ihr warnt. Er gibt Beispiele, wie wir unseren Egoismus bekämpfen können.

Der Schöpfer sagt Folgendes: „Geh zum Pharao! Das ist, was du tun musst. Nimm meine Hand und halte dich an mir fest. Ich will dich ebenfalls festhalten, doch du musst lernen, dich an mich zu klammern, damit du dem Monster widerstehen kannst, welches in deinem Innern durch seine 10 primären unreinen Kräfte enthüllt wurde. Alles, was du tun musst, ist, in meinen Armen zu sitzen und das Verlangen zu haben, dass das Monster besiegt wird. Ich werde nach deinen Anweisungen das Monster beschwichtigen, doch nur, wenn du dich an mich heftest.“

Wenn ein Mensch diese Arbeit durchführt, bedeutet das, dass er Willensfreiheit hat, da er in diesem Zustand alle Bedingungen hat, die er benötigt.

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Verwandtes Material:
Blog-post:  Wir enthüllen den Schöpfer, indem wir unserem Egoismus entfliehen  – dem Pharao
Kabbala Blog: Ein flüchtiger Eindruck des Glanzes
Baal HaSulam: Artikel zum Abschluss des Buches „Sohar“

Spielen Sie Ihr Stück

Folgenden Text habe ich von Maxim Matushevsky, einem Moskauer Mitglied von Bnei Baruch erhalten:

Erinnern Sie sich an ihre ersten Schritte, als Sie begannen Musik zu lernen? Sie saßen auf einem unbequemen Hocker, die Füße berührten kaum den Boden. Vor Ihnen die widerspenstige und steife Tastatur, darüber ein Notenheft voller Kritzel, unleserlicher Zeichen und italienischen Notizen. Neben Ihnen der Lehrer.

Mit großer Mühe versuchten sie, die Zeichen im Notenheft zu entschlüsseln. Bei dem Versuch sie in der richtigen Reihenfolge mit dem richtigen Druck, auf die richtigen Tasten zu platzieren, brachen Sie sich beinahe die Finger. Ihr Lehrer war nicht erfreut. Sie betrachteten sich als einen Stümper und Versager.

Sie hassten den Komponisten. Es musste sich um einen Perversen handeln: „wie kann jemand so etwas komponieren?“

Er muss fünf Hände gehabt haben. Sie waren böse auf ihren Lehrer, auf ihre Eltern, Sie selbst und dieses dumme Instrument. Derweil schien draußen die Sonne. Die Jungs spielten Fußball und lachten.

„Nein! Ich werde das niemals spielen! Lasst mich gehen!“.

Die Tage vergingen. Ihre Finger haben sich daran gewöhnt, die richtigen Tasten zu schlagen. Sie können sogar Bruchstücke einer Melodie erkennen…Wow!- das klingt nicht schlecht!, denken sie sich.

Die Wochen vergingen. Sie schauen nicht mehr auf die Noten. Ihre Finger führen sie die Tastatur entlang. Sie ertappen sich dabei, wie sie diese schöne, vielschichtige und polyphone Melodie genießen! Sie sind stolz auf sich selbst, sie erleben ein Meer von Emotionen. Das ist es also, was der Komponist durchlebte als er diese schöne Musik schuf! Vielleicht sollte ich an dieser Stelle einen Akzent setzen? Sobald Sie es getan haben, weckt der neue Klang neue Emotionen.

Diese Musik ist wunderbar und grenzenlos! Sie fühlen eine Affinität mit dem Komponisten. Sie sind ihm dankbar, solche Erregung erleben zu dürfen. Sie sind ihrem Lehrer dankbar, der Sie nicht geschont hat und Sie veranlasst hat diese Musik lesen zu lernen.

Wo ist also die Freiheit? Die rigiden Harmoniegesetze beachtend, spielen Sie streng nach einer Vorlage, die jemand komponiert hat. Sie können jedoch ihren winzigen Beitrag durch die Ausführung und Interpretation der Komposition beitragen, ohne den Plan und die Unversehrtheit des Stückes zu korrumpieren. Es ist Ihr Instrument, Ihre Musik und sie wurde dazu komponiert, dass Sie sie spielen!

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Verwandtes Material:
Blog-post:  In dieser Welt sind wir programmiert, doch in der Höhere Welt gibt es Freiheit
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

Die Verwirklichung der Nächstenliebe wird uns vor Zerstörung retten


Zwei Fragen, die ich über den Zweck der Schläge, die wir vom Schöpfer bekommen, erhalten habe:

Frage: Warum brauchen wir all diese Schläge, wenn es gar nicht offensichtlich ist, dass sie mit der Verbindung unter den Menschen und der Liebe zum Nächsten etwas zu tun haben?

Meine Antwort: Dies ist nur für diejenigen nicht offensichtlich, die noch nicht entdeckt haben, dass es zwischen ihnen und den Menschen auf der ganzen Welt eine Verbindung gibt. Nur 0,1% aller Menschen auf der Erde sagen, dass die jetzige Krise dazu da ist, die Verbindung unter den Menschen aufzudecken. Alle anderen sind sich der Tatsache noch nicht bewusst, dass speziell die menschlichen Beziehungen die Wirtschaft, den Ausbruch von Epidemien, Tsunamis, Erdbeben und andere Katastrophen der Natur beeinflussen.

Wenn jedoch der Zusammenhang zwischen unseren Beziehungen und unserem Leiden offensichtlich wird, dann haben die Menschen keine andere Wahl, als ihre egoistische Beziehungen zu verwerfen.

Frage: Warum versetzt uns der Schöpfer dann nicht die endgültigen Schläge, damit wir Seinen Plan verwirklichen können?

Meine Antwort: Es gibt keinen Zweifel darüber, dass, wenn wir uns darüber klar wären, dass die Tsunamis, Erdbeben und der Zerfall der finanziellen Institutionen durch unser Verhalten geschehen, wir uns aus Notwendigkeit ändern würden. Wir würden die notwendigen Schritte nur darum unternehmen, um uns vor der Zerstörung zu retten und nicht aus dem eigentlichen Zweck, um die Großartigkeit des Gebens und die Liebe zum Nächsten zu verwirklichen.

Es wäre eher eine tierische Flucht vor dem Tod und nicht eine freie Wahl, die man trifft, um sich über seine Natur zu erheben, um dem Schöpfer gleich zu werden, obwohl der Schöpfer uns doch von Beginn an so hätte erschaffen können.

Damit wir den Schöpfungsplan erfüllen können, müssen wir eine schrittweise Entwicklung durchmachen, die uns zur Erkenntnis der Großartigkeit des Gebens und der Liebe für den Nächsten bringt.

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Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

Trink deinen Grünen Tee und sei fröhlich

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich Genuss aufgrund der Tatsache empfinde, weil ich mich dem Schöpfer unterwerfe, wo ist hier mein freier Wille?

Meine Antwort: Sicherlich bringt es Genuss, aber Genuss ist nicht die wichtigste Frage hier. Der Hauptfaktor in deiner Entscheidung ist die Erhabenheit und die Wichtigkeit der Eigenschaft des Gebens an sich. Es gibt Genuss, ohne Zweifel, aber die Wichtigkeit des Gebens hat Priorität.

Ich trinke Grünen Tee und empfinde Genuss dabei. Kann man es Genuss nennen oder nicht? Nein, kann man nicht, weil ich Befriedigung empfinde durch das Wissen, dass er gut für meine Gesundheit ist. In anderen Worten, meine Freude ist ein Resultat der Korrektur, nicht meines natürlichen Verlangens, welches mir nie erlauben würde, ein solch „widerliches Zeug“ zu trinken. Es bedeutet, dass Genuss, der sich von der Wahrnehmung der Wichtigkeit ableitet, ein Resultat der Korrektur ist.

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Verwandtes Material:
Blog-post: In dieser Welt sind wir programmiert, doch in der Höheren Welt gibt es Freiheit

Wir sind dem Naturgesetz der Liebe immer untergeordnet

Je mehr wir die Redewendung „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ wiederholen, umso weniger verstehen wir sie. Es steht geschrieben, dass dies die allgemeine Regel ist – das Gesetz der gesamten Wirklichkeit und wir müssen uns danach verhalten. Und wer immer denkt, dass es einzelne Teile im Universum gibt, die es nicht einhalten, liegt falsch.

Wir halten dieses Gesetz ein, weil wir keine andere Wahl haben, da wir in einer Dimension, einer Sphäre leben. Dieses Gesetz wirkt auf uns, aber wir befolgen es unfreiwillig. Das Leiden, das wir bekommen, ist genau das Fehlen des Verlangens, dieses Gesetz einzuhalten. Auf diese Art spüren wir den Unterschied zwischen dem jetzigen Zustand und dem fortgeschritteneren Zustand.

Wenn wir dem Aufmerksamkeit schenken, werden wir das Wichtigste erkennen können: dass dieses Gesetz für uns verpflichtend ist. Es wirkt auf uns und wir existieren mit Absicht in einem Zustand, der im Gegensatz dazu steht und wir ihn nicht wollen. Dies wird getan, damit wir seine Wichtigkeit, Größe und Universalität erkennen. Dann werden wir es freiwillig befolgen, durch unsere freie Wahl.

Tatsache ist, dass wir alle dem Schöpfer (oder der Natur) dienen. Jedoch tun manche es unfreiwillig, während andere es freiwillig und bewusst tun.

 
 

Die bevorstehenden Stufen bis zum Ende der Krise – erklärt von Ökonomen und von der Kabbala


Eine Frage, die ich erhielt: Durch welche Stufen werden wir gehen müssen, um zum Ende der Krise zu gelangen?

Meine Antwort:
1. Ökonomen und Industrielle glauben, dass die Krise offenbar notwendig ist, um unsere Welt zu „verändern“: uns von übermäßigen Produktionsanlagen zu befreien, hinzubewegen zu neuen Technologien und Produktionsmitteln und die Qualifikation der Konsumenten anzuheben, was die Anpassung der neuesten Formen von Produktion und Dienstleistungen betrifft. Darum muss die Krise durch die Zustände gehen, die da sind: Einschränkung der Produktion, Optimierung der Geschäfte, Einführung von neuen Technologien, Eliminierung von physisch und moralisch überholten Produkten, vorsichtiges Wachstum und Anpassung von neuen Produkten.

2. Kabbala sagt, dass die Krise unsere Gesellschaft verändern wird: Jeder Mensch wird seinen objektiven, vernünftigen Platz in der integralen menschlichen Gesellschaft einnehmen. Dies wird geschehen durch die Wirkung des eigenen Verlangens, das zu erhalten, was man braucht, und alles zu geben, was man kann. Man wird das Wohlsein der Gesellschaft genießen, sowie die Enthüllung der Höheren Quelle der Füllung, den Schöpfer, welcher durch „ Liebe für den Nächsten “ enthüllt wird. Der Weg kann lang und schwierig sein, begleitet von Kriegen und Hungersnot (dies ist die natürliche egoistische Entwicklung), oder er kann kurz und angenehm sein, durch die Hilfsmittel, die den Schöpfer und seinen Plan enthüllen, und durch die Annäherung an Ihn (die kabbalistische Entwicklung).

Siehe den Artikel „Freier Wille“ und andere.

Verwandtes Material:
Blog-post: die Ursache aller Probleme dieser Welt
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)

Für Frauen ist die Verbreitungsarbeit viel wichtiger als das Studium


Drei Fragen, die ich zur Rolle der Frau in der Kabbala erhielt:

Frage: Ich kenne viele Frauen, die sich den zweiten Teil des Unterrichts anschauen (Talmud Esser HaSfirot). In all den Jahren meines Studiums sah ich mir immer den ersten und den drittel Teil des Unterrichts an und während der zweite Teil lief, widmete ich mich der Verbreitungsarbeit. Ich habe gehört, dass Sie sagten, dass Talmud Esser HaSfirot den Frauen nicht dabei hilft, ihre Seelen zu korrigieren. Doch die Tatsache, dass andere Frauen Talmud Esser HaSfirot ansehen, verwirrt mich. Vielleicht sollte ich auch damit beginnen?

Meine Antwort: Für Frauen ist die Verbreitungsarbeit viel wichtiger als das Studium. Die Arbeit der Männer besteht darin, während des Studiums von Talmud Esser HaSfirot ihre Absicht durch das Anziehen des Or Makif zu korrigieren (sie „verdienen sich das Leben“), wohingegen die Arbeit der Frauen darin besteht, zu verbreiten (gebären). Das ist die Rolle der Frau in dieser Welt.

Frage: Während einer Ihrer Unterrichte sagten Sie, dass der freie Wille einzig darin besteht, dass Männer sich dazu entscheiden, sich zu verbinden oder sich eben nicht zu verbinden, wenn sie in der Gruppe arbeiten. Alles Übrige wird durch den Schöpfer festgelegt. Da Frauen nicht in Gruppen arbeiten (können), worin liegt dann ihr freier Wille?

Meine Antwort: Indem sie der Gruppe helfen.

Frage: Worauf sollte ich bei meinem zukünftigen Ehemann achten? Er sollte offensichtlich Kabbala studieren, aber welche anderen Eigenschaften sollte er haben?

Meine Antwort: Neben euren gemeinsamen Interessen solltest du dich von ihm nicht zurückgewiesen fühlen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Männer, Frauen und die Korrektur der Seele
Blog-post: Frauen auf dem Pfad der Kabbala
Blog-post: Frau = Verlangen

Die Geschichte von Jakob und Esau lehrt uns, unser Ego zu überlisten

Eine Frage, die ich erhielt: Warum rechtfertigt die Tora Jakob, wenn er Esau belügt? Esau kommt zu Jakob mit offenen Armen, doch Jakob wendet sich von ihm ab und versucht sich mit Geschenken freizukaufen.

Meine Antwort: Die Tora spricht über die Korrektur einer Person, wodurch diese dem Schöpfer ähnlich wird. Jakob verkörpert die Absicht des Gebens und Esau verkörpert den Willen zu empfangen, unseren Egoismus. Esau versteht nicht, dass er immer leer bleibt, weil seine Absicht „eigennützig“ ist, und dass er nur durch die Veränderung zur Absicht „für andere“ sofort von der höheren, ewigen Erfüllung – dem Licht – gefüllt werden wird. Das ist etwas, was das Ego nicht versteht, und deshalb muss eine Person ihren Egoismus überlisten. Sie muss das Ego verleiten, an der spirituellen Entwicklung zu arbeiten, indem sie ihm sagt, dass dies Leiden vermeiden wird und einen mit spiritueller Erfüllung und Offenbarung füllt.

Auf diese Weise hilft uns der Egoismus, Kabbala zu studieren, weil er Erfüllung davon erwartet. Er studiert lo liShma für sich selbst. Im Prozess des Studierens und in Verbindung mit Freunden kommt es zum Empfang des Lichtes der Korrektur. Dadurch hört die Person auf, die Absicht „für sich selbst“ zu schätzen, und fängt stattdessen an, die Absicht „zu geben“ zu schätzen – um der anderen und des Schöpfers willen.

Das geschieht auf Grund des Einflusses des Lichtes. Und wenn sich jemandes Absicht ändert, kann er beginnen, seinen Egoismus (Esau) zu verwenden, um zu empfangen, um des Gebens willen. So erreicht man ewige, vollkommene Erfüllung. Dieses Manöver ist ähnlich, wie wir ein Kind überlisten oder verleiten, damit es lernt, und schließlich versteht es, dass es zu seinem eigenen Nutzen getan wurde. Auf diese Weise spielt der Schöpfer mit allen und jedem von uns.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre Reaktion gegenüber dem Schöpfer
Blog-Post: Das Ziel der Schöpfung ist vollkommene Erfüllung