Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'freie Wahl'

Messias – für die ganze Menschheit

In der Erreichung des Schöpfungsziels gibt es die gegenseitige Arbeit zwischen denjenigen, die „Israel“ (direkt zum Schöpfer) heißen und der ganzen übrigen Menschheit.

„Israel“ ist ein kleiner Teil (mengenmäßig) der Seelen, in denen die geistigen Funken, die Bestrebung zur Offenbarung des Schöpfers enthüllt werden.

Und sie sollen zunächst notgedrungen die Bestrebung zur Spiritualität realisieren, und dann erreichen sie die begriffene freie Wahl, den Glauben über dem Verstand.
Dieser Teil der Seelen, „Israel“, die menschliche Stufe des Wunsches, wirkt auf die übrigen Seelen ein, die sich noch auf den tierischen, pflanzlichen und unbelebten Stufen der Wünsche befinden, weil die Stufe von „Israel“ das Licht des Wissens, des Verständnisses und der Kraft heranziehen kann.

Und die Antwort kommt zu „Israel“ , die Reaktion: vom Unbelebten zum Pflanzlichen, vom Pflanzlichen zum Tierischen, und vom Tierischen zum Menschlichen (Israel), und so schließen sich alle an den Prozess der Korrektur an.

Wie Baal HaSulam sagte, treffen die übrigen Völker der Welt auch eine Entscheidung und verfügen über die Freiheit der Wahl, aber nur nachdem „Israel“ sie beeinflusst hat .
Dann wird Messias – das allgemeine höchste korrigierende Licht geöffnet werden. Messias bedeutet übersetzt das Herausziehende, die Kraft, die dem Menschen aus seiner Selbstsucht hilft.

Die Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala in der ganzen Welt heißt „der Aufruf (das Horn) des Messias“. Die allgemeine Kraft, die alle zum geistigen Aufstieg hinreißt, wird in der ganzen Menschheit geöffnet, und heißt „Mashiach„.

Messias kommt zu „Israel“ nicht, denn sie sollen sich selbst korrigieren. Мessias wird gerade in der ganzen Welt offenbart, nachdem Israel, diejenigen, die die Bestrebung zur persönlichen Korrektur bekommen haben, beginnen, die ganze Welt zu bedienen, weil sie verhältnismäßig korrigiert sind und in diesem Maß der Welt geben können.

Deshalb, wenn wir über die Zeiten des Messias sprechen, dann handelt es sich darum, dass die Gruppe „Israel“ verpflichtet ist, korrigiert zu sein – und in diesem Maß kann sie die Welt korrigieren. Somit heißt das Erwachen der Welt „Mashiach„.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 12.10.2010

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„Wenn du mich für einen Tag verlässt…“

Wir werden ganz und gar von der Natur beherrscht und sind in allen unseren Handlungen – sowohl des Körpers als auch der Seele – steuerbar.
Doch die Kabbalisten sagen, dass wir einen freien Willen haben, sonst hätte es keinen Sinn gehabt, diese ganze Schöpfung zu erschaffen, wenn die höhere Kraft im voraus eindeutig alles, was mit ihr geschieht, bestimmen würde.
Doch der freie Wille befindet sich höher als unser heutiges Leben – nur dort, wohin wir uns über unsere egoistische Natur erheben wollen, in einer höheren Dimension, in der Eigenschaft des Gebens.

Nur während dieses Aufstieges von einer Stufe zur anderen können wir wählen, ob wir unter den Schlägen der Natur aufsteigen, wenn wir es ablehnen, unseren freien Willen umzusetzen und eigene Anstrengungen zu unternehmen, oder aber selbst danach streben, uns in die selbe Richtung zu entwickeln, sprich das erwünschte Ziel darin zu sehen. Wenn wir nach den Kräften suchen, die uns helfen, diesen Aufstieg zu machen, dann finden wir genau dort unseren freien Willen.

Die Kabbalisten erklären, dass der freie Wille nur im Aufbau einer richtigen Umgebung besteht. Ich komme in jedem Fall unter Einfluss der Umgebung voran, nur wähle ich sie nicht.
Doch ich kann selbst meine Umgebung wählen und dadurch mein Vorankommen beschleunigen, sowie den Charakter dieses Aufstieges verändern. Anstatt mich wie ein geschlagenes Tier unter den Schicksalsschlägen hin- und herzuzuwerfen, kann ich einen wunderbaren Weg hochsteigen, nach meinem eigenen Willen, voller Gefühl, Verständnis und eigenen Kräften, wie es sich für einen Menschen gehört.

Wenn ich das Ziel erforsche, mich ihm nähern möchte und begreife, dass ich zur Beschleunigung meiner Entwicklung mehr Licht, als ich es auf natürlichem Wege bekomme, anziehen muss, dann bedeutet das, dass ich das mir gegebene Mittel – Tora, höheres Licht genannt, das mich herauszieht und zur Quelle zurückführt – benutze.
Und in Bezug auf diese Arbeit steht geschrieben, dass, wenn wir sie auch nur für einen Tag verlassen und unseren freien Willen nicht umsetzen, wir für zwei Tage in unserer Entwicklung gestoppt und an unserem selbständigen Vorankommen gehindert werden. Die höheren Naturkräfte beginnen, auf uns einzuwirken.

Denn es genügt nicht, nur im Maße der nicht unternommenen Anstrengung zu verlieren, das kann uns keine Lehre sein. Aus diesem Grund bedarf es einer etwas größeren Bestrafung, als das, was wir verbrochen haben, damit wir uns beim nächsten Mal, wenn sich noch größere Hindernisse in den Weg stellen, trotzdem vorsehen, einen Fehler zu begehen.
Deshalb lautet ein spirituelles Gesetz: „Wenn du mich für einen Tag verlässt, werde ich dich für zwei verlassen“.

Aus dem Unterricht nach einem Shamatiartikel vom 09.07.2010

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Lasst uns einander begeistern…

Wie viele Menschen in der Welt haben denn die Möglichkeit, um frei zu handeln? Wenn alle Menschen nur nach dem Befehl ihrer Natur handeln, dann gibt es niemanden, der wirklich handelt.

Wenn ich nun von oben vollständig gelenkt werde, dann gibt es so etwas wie „mich“ nicht. Es wurde gesagt: „Ich Bin gekommen, und es gibt keinen weiteren Menschen“…

Natürlich gibt es eine Menge Menschen, aber es fühlt sich so an, als ob es die anderen nicht geben würde – denn keiner von ihnen ist in seinen Handlungen frei.

Wenn es keinen Menschen gibt, der über die Freiheit des Willens verfügt, dann gibt es keine Welten, es gibt nichts, außer der Welt der Unendlichkeit.

Bezüglich des Schöpfers existiert nichts anderes. Es existiert nur derjenige, der die freie Handlung erfüllt.

Stellt euch dieses Weltbild vor – die vollkommene Leere! Und darin sind nur wenige einzelne Wünsche sichtbar, die hinaufgestiegen sind und bereit sind, die freien Handlungen zu erfüllen.

Auch du hast eine Möglichkeit, frei zu sein und ein Mensch zu werden!

Lasst uns der Größe dieser einzigartigen Möglichkeit bewusst werden.

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Einen Schritt auf den Schöpfer zugehen

Der Sohar, Abschnitt „Wajikra“, Punkt 83: … Es steht geschrieben: „Siehe, dein König wird zu dir kommen“ – gewiss, und nicht du zu Ihm. Er wird zu dir kommen, um Sich mit dir zu versöhnen; Er wird zu dir kommen, um dich zu erheben; Er wird zu dir kommen, um dich in allem zu vervollständigen. Er wird zu dir kommen, um dich zu Seinem Palast zu erheben, um Sich mit dir in einem ewigen Bund zu verbinden, für alle Zeiten, wie es geschrieben steht: „Und Ich werde dich mit Mir in Ergebenheit verloben“.

Die Frage ist, ob wir selbst Malchut aus dem Staub erheben müssen oder ob der Barmherzige Schöpfer das gefallene Zelt Davids für uns wieder aufstellt? Müssen wir warten, während wir im Exil sind, und dann wird von oben alles enthüllt?

Oder müssen wir erkennen, dass der König gekommen ist, seine Arbeit getan hat und uns nun die Hand entgegenstreckt, die wir unsererseits ergreifen und uns somit erheben müssen?
Es gibt Menschen, die sagen, dass alles von oben kommen und sich enthüllen wird, dass der Dritte Tempel vom Himmel „fällt“ und wir nichts tun müssen, außer zu warten. Das ist eine Denkweise aus Gadlut stammend (aus der Zeit des Exils).

Kabbalisten erklären uns, dass wir uns eine bestimmte Zeit lang, bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, zum Exil (kein Dasein in der Spiritualität) zwingen mussten.
Anschließend hat uns der Schöpfer ins Land Israel zurückgerufen und uns die Korrekturmethode, die Kabbala und das Buch Sohar offenbart . Alle Bedingungen für eine freie Wahl wurden geschaffen, es wurde die Tora von oben gegeben, – jetzt müssen wir sie empfangen und durch unsere Korrektur umsetzen.

Das bedeutet, dass „der König zur Königin gekommen ist“. Er gibt ihr alles. Doch nun muss sie einen Schritt auf den König zugehen, ihr Wunsch nach der Vereinigung mit ihm äußern, und nicht die ganze Zeit im Staub ohne jegliche Handlungen ihrerseits liegen bleiben. Denn der König fordert sie zum Handeln auf, indem er ihr die Hand entgegenstreckt und ihr seinen Wunsch offenbart.

Genau an dieser Stelle entsteht ein großer Streit zwischen denjenigen, die sich mit der äußeren Tora beschäftigen, den Gläubigen, und denjenigen, die sich mit der inneren Tora beschäftigen, den Kabbalisten, denn der äußeren Einhaltung von Traditionen ist nichts hinzuzufügen, der ganze Zusatz besteht im Inneren: in den Absichten, in den Klärungen des Verlangens, in der Enthüllung des Bösen, das korrigiert werden muss.
Aus einem Unterricht “Zum Abschluss des Buches Sohar”, 16.05.2010

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Das sich umwandelnde Herz

Wir verfügen über die einzige Freiheit der Wahl bezüglich des Wunsches zur Spiritualität, des Punktes im Herzen, den wir über alle übrigen Wünschen erheben können.

Kaum erhebe ich den Punkt im Herzen über das eigene Herz, über alle seine egoistischen Wünsche, das heißt, ich richte mich direkt zum Schöpfer „Isra-El“, so beginnt mein Herz in dem selben Augenblick umgewandelt zu werden, größer zu werden.

Folglich beginne ich das Fallen zu fühlen – die Spiritualität verliert an Wichtigkeit, und es leuchtet nichts vorwärts, es gibt nur die Leere.

Es bedeutet, dass der Punkt im Herzen sich unter den Wünschen des Herzens befindet, und der Egoismus ist dagegen hinaufgestiegen.

Ich beginne wieder, innerlich zu arbeiten, um diese Wünsche zu überwinden und das Spirituelle (den Punkt) höher als sie (als das Herz) zu erheben. Mein Herz bekommt sofort die erneute Last – und auf diese Weise sind entweder die egoistischen Wünsche oder der spirituelle Wunsch wichtiger.

Aus dem Unterricht „Vorwort zum Buch Sohar“, 10.03.2010

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Freiheit oder Illusion?


Es macht keinen Unterschied, ob ein Mensch der beste oder der schlechteste ist, ob er religiös oder säkular, klug oder dumm, kriminell oder heilig ist. Niemand in der Welt hat irgendeine Freiheit, wenn er keinen Punkt im Herzen hat – egal, wer diese Person sein mag.

Wenn ein Mensch nicht an spiritueller Entwicklung arbeitet, dann fehlt im jegliche Freiheit des Willens und er führt ein gewöhnliches triebhaftes Leben. Die freie Wahl existiert nur zwischen zwei Punkten oder zwei Möglichkeiten, die aus der Wahl zwischen dem Spirituellen und dem Materiellen besteht.

Wenn ein Mensch diese zwei Möglichkeiten nicht hat, dann ist er seinem Egoismus überlassen, zusammen mit all den Werten, die ihm durch die Gesellschaft aufgenötigt wurden. Gibt es daher irgendeinen freien Willen, wenn einem Menschen gesagt wurde, was er in seinem Leben zu tun und zu wollen hat?

Ein Mensch hat die Illusion von Freiheit nur durch das Fehlen von Wissen. Es ist ähnlich einem Kind, das in einem Raum voller Spielzeug hin und her läuft und nicht mal bemerkt, dass es auf diesen Raum beschränkt ist, während seine Mutter es die ganze Zeit überwacht.

Nur wenn wir zwei Möglichkeiten zur Entwicklung haben, zum Materiellen oder zum Spirituellen hin, können wir die Freiheit der Wahl erhalten und anfangen, uns selbst mit zwei Zügeln zu lenken. Mit einem Zügel können wir nichts tun, außer uns selbst zu ermuntern, zu tun, was uns die Gesellschaft sagt, die selbst nicht versteht, wohin sie geht, denn sie wird von Oben regiert. Was bleibt uns zu wählen, wenn wir nicht wissen, was mit uns im nächsten Augenblick geschieht?

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Die Seele entwickelt sich nur durch unsere eigenen Anstrengungen

Alle unsere Handlungen in dieser Welt werden ausgeführt, weil sie von Oben bestimmt sind, außer jenen, in denen wir frei handeln können. Unsere Willensfreiheit besteht lediglich darin, uns höher zu entwickeln und die Seele zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zu korrigieren. Alles andere in uns oder um uns herum ist von Oben durch die Gesetze der Höheren Welt diktiert.

Wenn unser Wille in nichts, was körperlich ist, existiert und alles von Oben kontrolliert wird, dann gibt es keine Strafe und keinen Verdienst für irgendwelche Handlungen im Leben! Schließlich wurde keine von ihnen durch uns ausgeübt, sie wurden durch uns von Oben ausgeführt.

Daher steht geschrieben, dass wir alle den Tieren gleich sind, bis wir dem Schöpfer gleich werden. In dem Maße, in dem wir Ihm ähnlich werden, werden wir Adam genannt, „ähnlich“ (Dommeh in Hebräisch). Ähnlichkeit mit dem Schöpfer beginnt mit einem Punkt des Verlangens, mit der Sehnsucht nach Ihm, der „Punkt im Herzen“ genannt wird. Wenn dieser Punkt offenbart wurde, wird ein Mensch unzweifelhaft zur Kabbala kommen, weil sein Punkt ihn dazu hinführen wird.

Der Punkt im Herzen ist wie ein
Samentropfen, aus dem wir uns entwickelt haben. Der einzige Weg jedoch um diesen spirituellen Körper, die Seele, zu entwickeln, ist durch unsere eigene Anstrengung. Das ist die einzige Handlung, die wir ausführen können, indem wir unseren freien Willen benutzen (siehe Baal HaSulam’s Artikel „Die Freiheit“).

Lege die ganze Welt auf Eis und fange damit an, den Punkt im Herzen zu entwickeln, und erhebe dich dadurch in das Höhere System. Sei gewillt, alles zu verweigern, nur um dort zu verbleiben. Das ist die einzige Wahl und Handlung, die getan werden kann. Die Belohnung ist das Leben der Seele!

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Die Form des Verlangens


Alles findet innerhalb des Verlangens nach Genuss statt, das vom Schöpfer erschaffen wurde. Dieses Verlangen macht während seiner Entwicklung bestimmte Veränderungen durch. Anfänglich stimmen wir dem zu, und es gibt keine Konflikte. Eigentlich ist jede Art von Konflikt überhaupt unmöglich, denn man entfernt sich nie von diesem Verlangen, sondern handelt nach seinen Befehlen. Man ist sich noch nicht bewusst, dass dieses Verlangen eigentlich nicht das eigene ist und über einen bestimmt.

Dennoch muss man in sich diese beiden Aspekte als separat ansehen: das Verlangen und den Menschen.
Dann jedoch wacht in ihm der Punkt des Schöpfers auf, der sich auf das Geben richtet, und dann beginnt man sein Verlangen als fremd zu empfinden. Man beginnt zwischen 1. dem Verlangen und 2. Sich selbst, dem Punkt im Herzen, zu unterscheiden.

Wenn man sich bemüht, seine Verlangen zu ändern, dann distanziert man sich immer mehr von ihnen und fängt an, sich wie deren Sklave zu fühlen. Unabhängig davon, ob sie Genuss oder Schmerz bringen, versteht man langsam, dass man diese Verlangen geschickt bekommt. Die Wirklichkeit scheint aus drei Komponenten zu bestehen: 1. dem Schöpfer, 2. den Verlangen, die Er sendet und 3. mir selbst.

Die Weisheit der Kabbala erklärt den Freien Willen , wie man mit ihm den Einfluss der Gruppe und das Höhere Licht (Or Makif) verwenden kann, um die Wichtigkeit des Zieles über die Interessen des Körpers und materiellen Lebens stellt und wie man seine Verlangen ändert, um das Ziel zu erreichen.

So entwickelt man seine Gleichheit zum Schöpfer (geben).

Aus der Morgenlektion vom 10. Oktober 2009

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Wir entwickeln uns in einem integralen System wie Teile des Körpers


Eine Frage, die ich erhielt: Weshalb erwacht der Punkt im Herzen nicht in allen Menschen? Weshalb beginnen einige Leute ihren Punkt im Herzen mit 20 und andere mit 50 zu spüren?

Meine Antwort: Das geht uns nichts an und wir sollten nicht einmal darüber nachdenken, weil wir diesbezüglich keinen freien Willen haben. Es hängt alles vom grösseren System der Seelen ab, welches vorankommen muss.

Das kann man mit unserem Körper vergleichen, der aus Milliarden von kleinen Zellen besteht. Jede Zelle muss sich entwickeln, aber sie sind alle miteinander verbunden. Deshalb sind sie auch alle voneinander abhängig, wenn es um ihre Korrektur geht: eine kommt als erste voran, dann eine andere usw. oder sie können das paarweise tun.

Es ist dasselbe System wie bei einem Embryo, der sich im Bauch seiner Mutter entwickelt. Seine Körperteile entwickeln sich eines nach dem anderen, zum Beispiel der Kopf, die Arme, die Beine, Nase und Ohren. Ihr Wachstum muss in einer bestimmten Reihenfolge geschehen.

Es ist ein sehr komplexes System. Einstweilen fehlt uns das Basiswissen über unser materielles Leben ganz zu schweigen das Wissen über die Spiritualität. Wie können wir also fragen: Weshalb wurde jemand jetzt erweckt anstatt vor 10 Jahren? Wissen Sie zu welcher Gruppe von Seelen Sie gehören und welche Rolle für Sie bestimmt ist?

Wenn Sie auf der anderen Seite danach streben, dies zu verstehen, werden Sie beginnen zu fühlen, wohin Sie geführt werden. Das ist es, worin unser freier Wille besteht: Herauszufinden, welche Aufgabe uns zugwiesen wurde, und diese auszuführen.

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Wenn Du frei sein möchtest, dann erhebe Dich auf die Stufe des Schöpfers


Eine Frage, die ich erhielt: Warum erweckt der Schöpfer nicht alle Seelen gleichzeitig und gibt jedem die gleiche Freiheit der Wahl?

Meine Antwort: Jede Seele erhält ihrer Wurzel entsprechend die Freiheit der Wahl. Wenn jeder Mensch sich selbst korrigiert, wird er sehen, dass es keinen Grund zur Klage gibt und dass im allgemeinen korrigierten System der Seelen jeder gleichwertig ist.

In seiner individuellen Korrektur unterscheiden die Einzelnen sich jedoch. Manche Seelen sind höher, manche niedriger. Diese Unterschiede verblassen, wenn sich am Ende der Korrektur alle in Liebe und gegenseitigem Geben verbinden.
Während des Entwicklungsprozesses gibt es zwischenzeitlich Unterschiede zwischen uns. Diese sind notwendig, da es sonst keine Bewegung gäbe.

Die Schöpfung schreitet voran, weil die Menschen im Inneren ein höheres System erbauen. Wir bauen unsere Ähnlichkeit zum Schöpfer auf und dies kann nur so lange geschehen, wie es einen Unterschied zwischen den inneren Teilen, den Seelen gibt.

Der Schöpfer hat mit Hilfe von 613 Lichtern 613 Verlangen geschaffen. Dies bedeutet, dass die Schöpfung von Anfang an eine Vielfalt verschiedener Eigenschaften beinhaltet. Sonst wäre es uns innerhalb unserer Egoistischen Struktur unmöglich zu den Eigenschaften des Gebens und der Liebe und dem Gefühl zu gelangen, dass die Eigenschaft des Schöpfers wichtig ist.

Am Ende der Korrektur werden wir alle einzelnen Seelen oder Eigenschaften verbinden und dann ein einziges, vollkommenes System entdecken – den Schöpfer (HaVaYaH). Der Grund jedoch, warum wir dieses Eine System erreichen können, liegt in den zahlreichen Klärungen, die zum ihm hinführen. Innerhalb dieses Einen gibt es keine Unterschiede mehr unter den Teilen von Malchut. Die Unterschiede waren nur dazu da, um Ihn zu verstehen und wie Er zu werden.

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