Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Frau'

Zwei Welten, zwei Pole

Weltweiter Kongress in Moskau, Lektion 2

Frage: Wodurch unterscheidet sich die Einwirkung der kabbalistischen Quelle auf einen Mann und auf eine Frau?

Meine Antwort: Die Quelle wirkt auf jeden Menschen entsprechend der Wurzel seiner Seele ein. Es gibt also keine absolut identischen Frauen oder Männer.

Auf jeden Menschen übt die Quelle eine unterschiedliche Einwirkung aus. Jeder hat seinen eigenen Schöpfer, weil ich Ihn in meinem korrigierten Verlangen enthülle. Deshalb ist Er in jedem von uns anders, und wir können Ihn nicht vergleichen.

Wenn sich unsere Verlangen miteinander verbinden und das Verlangen eines jeden von uns zu einem gemeinsamen Verlangen wird, d.h. jeder nur ein einziges gemeinsames Verlangen wahrnimmt, dann wird der Schöpfer, dieses gemeinsame Licht, für alle gleich. Doch bis dahin weichen unsere Interpretationen ständig voneinander ab: was ist denn nun dieses Licht? Wir können unsere Empfindungen nicht vergleichen, und wir müssen sie auch nicht vergleichen.

Das Gleiche betrifft Männer und Frauen – sie empfinden unterschiedlich. Denn auch diese Welt wird von Mann und Frau vollkommen unterschiedlich wahrgenommen. Wir verstehen einander nicht, wir stammen aus verschiedenen Welten. Wir denken unterschiedlich, wir nehmen alles unterschiedlich wahr. Wir haben einfach gelernt, es zu kompensieren und nebeneinander zu leben. In Wirklichkeit sind wir einander überhaupt nicht ähnlich.

Genauso ist es auch in der spirituellen Welt. Bis zur vollständigen Korrektur und Verschmelzung aller Empfindungen, Seelen und Verlangen zu einem Ganzen, bis zu diesem Moment stellt jeder von uns, und insbesondere der männliche und der weibliche Teil, zwei Pole dar.

Auszug aus der 2. Kongresslektion in Moskau, 10.06.2011

“Schönheit täuscht, und die Anziehungskraft ist vergänglich”

Baal HaSulam, Brief 19: „„In jene Frau, …“ „…„die Schönheit täuscht, und die Anziehungskraft vergänglich ist, doch die Frau, die den Schöpfer fürchtet, soll sich rühmen“. Das heißt: Während der Vorbereitungszeit entstand der Eindruck, dass die Anziehungskraft und die Schönheit das Wichtigste in der Vollkommenheit ist, und der Mensch sehnte sich und strebte natürlich danach, doch während des Endes der Korrektur, wenn „die Erde sich mit dem Wissen des Schöpfers füllt“, „hat er die umgekehrte Welt gesehen“, und hat begriffen, dass die Bestrebungen und die Furcht das Wichtigste in der Vollkommenheit sind, was dem Menschen verborgen bleibt, und so spürt er, dass er während der Vorbereitungszeit sich selbst belog.

Frage: Warum heißt es, dass wir uns während der Zeit der Vorbereitung selbst belügen?

Meine Antwort: Das ist so, weil ich mich nach etwas sehnte, das eine Lüge war. Und während ich litt, erkannte ich nicht, dass dieses Leiden in Wirklichkeit Erfüllung war. Das bedeutet, dass, sobald ich meine Einstellung zu dem Ersehnten ändere, ich enthülle, dass ich in der Welt der Unendlichkeit bin. Das wird als „du wirst essen, was alt ist“ bezeichnet. Ich enthülle unendliche Erfüllung in meinem gegenwärtigen Zustand.

Es wird erklärt, dass du dich vorher selbst belogen hast, dachtest, dass du die ersehnte Erfüllung nicht hast und sie erlangen musst. Aber du musst nichts erlangen ausser für die Korrektur deiner Verlangen. Du befindest dich schon in der gleichen perfekten Stellung und du kannst es nur nicht erkennen, weil es dir an den Eigenschaften der Wahrnehmung fehlt, den korrigierten Verlangen.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 1.05.2011, Baal HaSulam, Brief 19

Wo sind all die richtigen Männer hin?

Nachricht: Buch von Kay S. Hymowitz: „Mannwerden: Wie das Starkwerden der Frauen Männer zu Jünglingen gemacht hat“.*

*engl. Originaltitel: Manning Up: How the Rise of Women Has Turned Men Into Boys

In der Vergangenheit hat ein Mann geheiratet und Kinder gezeugt, nach seinem Schulabschluss und nachdem er einen Beruf erworben hat, d.h. er wurde erwachsen. Heutzutage zieht er vor, ein Jüngling zu bleiben, und interessiert sich für Spiele und Reisen.

Das Leben selbst und unsere Kultur propagieren das Teenagertum als Lifestyle. Die höchste Priorität haben Beruf und Karriere, eine Ehe wird dagegen nicht in die Lebensplanung einbezogen.

Die Frauen, auf der anderen Seite wurden unabhängig und erfolgreich: öfters setzen Sie das Studium fort, verdienen zum Teil mehr als Männer, sie können ihr eigenes Haushalt finanzieren, und sie wollen daheim den Infantilismus der Männer nicht ertragen, und sie ziehen es vor Kinder allein zu erziehen.

Kommentar: Die Frauen sind der Natur näher, und deshalb ertragen sie alle stattfindenden Veränderungen standhaft und mit viel Ausdauer. Die Männer erhalten die gesamte Vorschulerziehung von Müttern und Erzieherinnen, die Schulerziehung von Lehrerinnen, dabei in Klassen zusammen mit Mädchen gemischt. D.h. die umfassende Erziehung und Bildung stammt von Frauen, sie sind stets von Frauen umgeben, und deshalb lernt der Mann es nicht, ein Mann, d.h. unabhängig zu werden. Nicht ohne Grund hat sich Barak Obama für eine geschlechtsgetrennte Schulbildung geäußert. Offensichtlich versteht es jemand bereits… hoffentlich werden es mehr verstehen!

Die Wurzel des Problems liegt darin, dass es in heutiger Zeit nötig ist, dem Mann schon in den Kinderschuhen das Wissen über seine Rolle, die sich in eigener Korrektur und der Korrektur des feministischen Teils der Menschheit versteht, zu vermitteln. Erst dann, wenn er sich mit seiner Aufgabe beschäftigt, wird er erwachsen! Anderenfalls werden Männer mit ihren Spielzeugen weiterspielen, und die Frauen sie weiterhin geduldig beobachten.

Das Maß von Sehnsucht und Streben

Schriften von Baal HaSulam, Brief 19: Die Seele ist das Maß des Strebens und der Sehnsucht….

Frage: Das Konzept der Menge der Sehnsucht und des Strebens kann einigermaßen verstanden werden, doch was ist die richtige Qualität?

Meine Antwort: Die Menge und die Qualtität eines jeden werden abhängig von der Wurzel seiner Seele und seiner Mission subjektiv bestimmt. Ähnlich wie in unserer Welt gibt es allerlei Arten von Zuständen, die wir an Höhe und Charakter mit dem Grad des Leidens oder der Freude eines Menschen messen können, der Stärke der Empfindung und dem Anteil ihres Eindrucks auf ihn.

Baal HaSulam gibt nur drei Beispiele, um sie zu berechnen. Obwohl wir viel mehr unterscheiden, läuft es am Ende auf diese drei hinaus: „an diesem Ort, zu dieser Zeit, in dieser Frau“ (diese Konzepte werden in der Unterrichtlektion erklärt).

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 1.05.2011, Schriften von Baal HaSulam

Der Weg zum Schöpfer ist für alle gleich

Frage: Kann sich eine Frau nur durch die Männergruppe auf den Schöpfer ausrichten?

Meine Antwort: Auf keinen Fall! Eine Frau muss sich ebenfalls persönlich auf den Schöpfer ausrichten! Das Vorankommen über die Männergruppe ist nur dazu da, um uns alle an diese Stufe heranzuführen. Die Ausrichtung ist dennoch individuell.

Hat eine Frau etwa keine Verbindung zum Schöpfer?! Wir schreiten gemeinsam voran: die Männer können nicht ohne das weibliche Verlangen vorankommen, und die Frauen können sich ohne die Anstrengung von den Männern nicht dem Schöpfer entgegen bewegen. Alles muss gleichermaßen vorhanden sein, genauso wie wenn wir Kinder zur Welt bringen.

Vorankommen bedeutet Geburt in jedem Stadium, wenn wir unseren nächsten Zustand entstehen lassen. Eine Frau kann allein kein Kind zur Welt bringen – genauso wenig wie ein Mann. Sie müssen zusammen sein, eine Familie gründen, sich um das gemeinsame Familienumfeld kümmern, und dann entstehen neue Zustände.

Und die Beziehung zum Schöpfer ist sowohl für Männer als auch für Frauen persönlich. Das Vorankommen kann jedoch nur als Gruppe erfolgen. Ich persönlich richte mich auf den Schöpfer aus. Doch woher empfange ich? Ich empfange durch die Gruppe.

Der Einfluss der Umgebung ist sowohl auf Männer als auch auf Frauen entscheidend. Auch eine Frau kann nicht vorankommen, wenn sie nicht durch die Umgebung beeinflusst wird, jedoch nicht durch die weibliche Umgebung, sondern durch die männliche.

Auszug aus einem Festtagsunterricht auf Russisch, 21.04.2011

Der Weg zum Schöpfer ist für alle gleich

Frage: Kann sich eine Frau nur durch die Männergruppe auf den Schöpfer ausrichten?

Meine Antwort: Auf keinen Fall! Eine Frau muss sich ebenfalls persönlich auf den Schöpfer ausrichten! Das Vorankommen über die Männergruppe ist nur dazu da, um uns alle an diese Stufe heranzuführen. Die Ausrichtung ist dennoch individuell.

Hat eine Frau etwa keine Verbindung zum Schöpfer?! Wir schreiten gemeinsam voran: die Männer können nicht ohne das weibliche Verlangen vorankommen, und die Frauen können sich ohne die Anstrengung von den Männern nicht dem Schöpfer entgegen bewegen. Alles muss gleichermaßen vorhanden sein, genauso wie wenn wir Kinder zur Welt bringen.

Vorankommen bedeutet Geburt in jedem Stadium, wenn wir unseren nächsten Zustand entstehen lassen. Eine Frau kann allein kein Kind zur Welt bringen – genauso wenig wie ein Mann. Sie müssen zusammen sein, eine Familie gründen, sich um das gemeinsame Familienumfeld kümmern, und dann entstehen neue Zustände.

Und die Beziehung zum Schöpfer ist sowohl für Männer als auch für Frauen persönlich. Das Vorankommen kann jedoch nur als Gruppe erfolgen. Ich persönlich richte mich auf den Schöpfer aus. Doch woher empfange ich? Ich empfange durch die Gruppe.

Der Einfluss der Umgebung ist sowohl auf Männer als auch auf Frauen entscheidend. Auch eine Frau kann nicht vorankommen, wenn sie nicht durch die Umgebung beeinflusst wird, jedoch nicht durch die weibliche Umgebung, sondern durch die männliche.

Auszug aus einem Festtagsunterricht auf Russisch, 21.04.2011

Ein Dreieck der Liebe: Der Ehemann, die Ehefrau und die Schwiegermutter

Frage: Warum hat eine Frau immer Meinungsverschiedenheiten mit ihrer Schwiegermutter?

Meine Antwort: Beide Frauen haben ein großes Verlangen, über den gleichen Mann Macht auszuüben. Aus der Tora ist bekannt, dass es in der Vergangenheit anders herum war. Vor seiner Heirat brachte der Mann seine zukünftige Braut zum Haus seiner Eltern, zu seiner Mutter, wo sie in seiner vertrauten Umgebung „köcheln“ sollte. Auf diese Weise verstand die Frau die Persönlichkeit ihres zukünftigen Ehemannes und bekam von seiner Mutter alle Informationen über ihn, damit sie sich in der richtigen Weise mit ihm verband.

Ein Mann existiert zwischen zwei Frauen, seiner Mutter und seiner Ehefrau (die höhere, Bina und die untere, Malchut). Darum tendiert ein Mann auf natürliche Weise dazu, seine Frau in gewisser Weise als eine Mutter zu behandeln und oft sieht er in seiner Frau seine Mutter.

All das steigt tatsächlich aus der spirituellen Welt in unsere Welt hinab. Darum sollten Frauen ihren Ehemännern dies verzeihen.

Aus der „Einführenden Vortragreihe“, 8.03.2011, „Erreichen eines Gleichgewichtes“

Ein gemeinsames Ziel für beide

Frage: Worin besteht die Arbeit von Mann und Frau bei der Annullierung des Verlangens zu genießen in der spirituellen Welt?

Meine Antwort: Es gibt keinen Unterschied bei der Arbeit von Mann und Frau, weil sie beide das Verlangen, Genuss zu empfangen, sind, sie sind beide Egoisten.

Jeder von ihnen muss die Wichtigkeit des Ziels erheben, sprich die Offenbarung der höheren Kraft und deren Verbindung mit allen Menschen, um die spirituelle Welt zu enthüllen.

Und weil es die Wichtigkeit des Ziels gibt, annulliere ich mein Ego und verzichte auf verschiedene Dinge, die ein Hindernis für dessen Erreichung darstellen. Ich höre nicht auf, das Essen und das Leben zu genießen, ich verzichte auf gar nichts in dieser Welt, sondern arbeite lediglich an der Wichtigkeit des Ziels.

Wir sagen, dass unsere Welt wichtig für uns und voll von großen Genüssen ist, doch die spirituelle Welt ist noch wichtiger und anziehender für mich. Ich achte also quasi in dem Maße dieser Wichtigkeit nicht auf jene Dinge, die mich daran hindern, die Spiritualität zu erlangen, – auf diese Weise komme ich voran.

Auszug aus dem öffentlichen Vortrag „Kabbala für alle“, 08.03.2011

Das unerträgliche Zusammenleben

Frage: Sie sagen, dass ein Ehepaar eine korrigierte Familie vorspielen soll. Doch was soll man tun, wenn das Böse sich ständig zwischen den Ehepartnern enthüllt, wenn sie sich oft streiten, einander nicht respektieren oder nicht verstehen?

Meine Antwort: Leider hat keiner von uns eine notwendige Erziehung genossen, keiner wurde auf das Familienleben vorbereitet. Wir müssen sowohl den Mann als auch die Frau erziehen und ihnen die Herstellung von einer richtigen gegenseitigen Beziehung miteinander und mit den Kindern beibringen.

Das ist das Problem der egoistischen Entwicklung: jeder meint, er wüsste, was zu tun ist. Keiner bereitet den Menschen auf das Leben vor. Anstatt den Menschen zu erziehen, bringen wir ihm mit Müh und Not irgendeinen Beruf bei. Das ist der Grund, warum wir heutzutage eine so tiefgehende Krise haben.

Die familiäre Krise wird unerträglich. Nach den Versuchen, zusammenzuleben, versinkt die Welt in einer allgemeinen und totalen Verzweiflung. Dabei ist uns nicht klar, dass die Familie die Grundlage allen Lebens ist. Ohne sie wird das Leben nicht fortgesetzt.

Der Mensch wird nach einer Antwort suchen müssen, und diese Antwort klingt folgendermaßen: „Mann und Frau – die Shechina zwischen ihnen“. Wir müssen begreifen: die egoistische Entwicklung hat uns in eine Sackgasse geführt: wir können einander nicht mehr ertragen.

Uns wird nur die Wichtigkeit des Ziels helfen, welches wir nur erreichen können, wenn wir eine korrigierte Familie haben, die die Kinder richtig erzieht. Nur unter diesen Bedingungen erlangen wir die Ähnlichkeit mit der Natur, mit dem Schöpfer, enthüllen Ihn, verschmelzen mit Ihm und erlangen das ewige Leben auf der spirituellen Stufe.

Nur das spirituelle Ziel wird den Menschen dazu verpflichten, eine richtige Familie zu gründen – mit Kindern und mit einer richtigen gegenseitigen Beziehung zwischen den Ehepartnern.

Auszug aus dem Gespräch über Frauen, 08.03.2011

Eine spirituelle Familie

Frage: Wie sieht die richtige Familie im spirituellen Sinn aus?

Meine Antwort: Es steht geschrieben: „Mann und Frau und die Shechina zwischen ihnen“. Wenn wir um der spirituellen Verwirklichung Willen leben, wenn wir von Anfang an dies als das Fundament unserer Verbindung verstehen, wenn das unsere Absicht auf jeder Stufe ist, wenn wir beide verstehen, dass es genau das ist, weshalb wir in dieser Welt existieren, dass es die „Spitze“ der Familie ist, dass das der Grund ist, warum wir Kinder auf die Welt bringen und arbeiten, wenn wir fühlen, dass der Faden, der uns miteinander und mit unseren Kindern verbindet, den Schöpfer durchläuft, wenn wir wollen, dass Er zwischen uns herrscht, würde die ganze Familie Seine Anwesenheit fühlen, dann korrigiert diese Herangehensweise alle unsere Beziehungen. Dann haben wir eine erfolgreiche Familie.

Aus dem 4 Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes vom 7.3.2011 über Frauen