Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Fähigkeit'

Das Verlangen eines Kindes nach monatlichen Kongressen

Frage: Weshalb haben wir nicht jeden Monat einen Kongress?

Meine Antwort: Wir müssen zwischen uns eine Verbindung aufbauen, die es erlaubt, dass unser wahres Leben über der körperlichen Welt fließt und unser tägliches Leben irgendwo darunter bleibt. Dann würden wir uns immer inspiriert fühlen und das großartige, ewige Leben viel stärker spüren, als wir es während eines Kongresses tun.

Du kannst die spirituelle Welt nicht mit einem Zug oder einem Flugzeug erreichen – sie ist in uns. Wir müssen nur das spirituelle Empfinden in uns erwecken, um die spirituelle Realität genauso wie diese Welt zu fühlen. Unser Empfinden muss schärfer werden und wir müssen unsere Wahrnehmung dem öffnen, was genau hier in unserer eigenen Umgebung geschieht.

Wir haben bereits die Fähigkeit, dies zu tun, und indem wir es tun, werden wir uns in einem unendlichen Abenteuer wiederfinden, das so wundervoll ist, dass uns nichts anderes übrig bleiben wird, als über dieses, sich immer mehr ausweitende Abenteuer zu staunen.

Wir Erwachsenen müssen den Grundstein für euch legen, sodass ihr bereit sein werdet, in diese Welt einzutreten. Und wir werden unser Bestes dafür geben.

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Wirksame spirituelle Bewegung kann von einer Dampflokomotive gelernt werden


Eine Dampflokomotive ist ein Bild von großer Eindringlichkeit, das es leider nicht mehr gibt. Sie macht viel Lärm, ihre Ventile klopfen und sondern Dampf ab… Diese geräuschvolle Maschine ist dazu gebaut, ein Rad zu drehen. Eine große Erfindung. Die Grundlage aller Errungenschaften der Menschheit: ein Motor, der ein Rad dreht, an das man andere Dinge anschließen kann. Diese Dynamik kann dazu genutzt werden ein Fahrzeug, ein Schiff, ein Flugzeug, ein Fabriklaufband oder alles Beliebige zu schaffen.

Alle Erzeugnisse des Menschen basieren auf dieser Art der Dynamik. Erst seit kurzem gibt es mehr und mehr Elektronik, die auf der Dynamik von Elektronen anstatt von mechanischen Teilen basiert. Zu Beginn des industriellen Zeitalters jedoch waren Dampf-betriebene Maschinen die Grundlage.

Wenn man mit einem Antriebsriemen an das Schwungrad befestigt ist, kann man sich bewegen. In ähnlicher Weise besteht unsere Aufgabe lediglich darin, uns mit diesem Rad zu verbinden und uns am Gurt festzuhalten! Unsere Seele bekommt vom Schöpfer alles: Nahrung, Entwicklung, und Veränderung der Zustände. Unsere Fähigkeit uns an Ihn zu heften, bestimmt jedoch wie schnell uns all dies geschehen wird.

Es ist wie ein Auto zu fahren, das mit einem manuell betriebenen Getriebe ausgestattet ist. Um den Grad der Verbindung mit dem Motor zu verändern, muss man ständig umschalten: man kann einen niedrigen Gang wählen, einen schnelleren und einen noch schnelleren. Dieser Art ist unsere Verbindung mit dem Schöpfer entlang der 125 Stufen des spirituellen Aufstiegs und so bestimmen wir die Geschwindigkeit in der wir mit Ihm in Einheit und ständig wachsender Gleichwertigkeit der Form verbunden bleiben können. Wir schalten das Getriebe höher und höher, bis wir die 125. Stufe erreichen. So verändern wir uns und kommen der Quelle immer näher.

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Bücher über die Kabbala sind ein Puffer zwischen der materiellen und der spirituellen Welt

Wir müssen uns über die Welt, in der wir existieren hinaus, zur Höheren Welt erheben. Dies ist der einzige Zweck für unsere Welt. Menschen, die den Weg in die Höhere Welt enthüllt haben, beginnend mit Adam HaRishon, werden Kabbalisten genannt. Sie haben entdeckt, dass nur das Höhere Licht uns in die spirituelle Welt ziehen und uns helfen kann, die Korrektur zu erlangen. Allein das Höhere Licht besitzt die Fähigkeit uns zu korrigieren und uns die spirituellen Stufen hinaufzuführen.

Wir können dieses Licht dadurch auf uns ziehen, dass wir zu seinem System gehören. Derzeit sind wir diesem System nicht zugehörig, weil unsere Natur der des Lichtes entgegengesetzt ist. Unsere Natur ist empfangend, die des Lichtes hingegen gebend

Um das Licht der Korrektur anzuziehen, wurde ein „Adapter“, eine Art Puffer zwischen den zwei Systemen geschaffen. Dieser Puffer sind die Bücher der Kabbala , die uns mit den Seelen der Kabbalisten verbinden, die sie geschrieben haben. Wenn wir diese Bücher mit unseren physischen Augen lesen, so verbinden wir unsere Seelen (oder das noch Ungeborene unserer Seele, die in uns existiert) auf einer unbewussten Ebene mit der Seele des Verfassers und erfahren durch seine Seele Erleuchtung.

Manche Kabbalisten haben füreinander Bücher geschrieben, und darin die Höheren Systeme beschrieben um ihre Verwirklichung zu vervollkommnen und dem Schöpfer Freude zu bereiten. Oder um die Höhere Welt darauf vorzubereiten Seelen anzunehmen, die später in sie aufsteigen werden. Andere Kabbalisten haben für uns geschrieben, diejenigen, die in dieser Welt existieren, aber sie haben vier verschiedene Sprachen benutzt.

Drei der Sprachen- die Mikra, die Halacha und die Hagaddah ermöglichen es uns nicht, uns an die Höhere Ebene zu heften. Sie können nur von Menschen mit einer besonders geläuterten Seele genutzt werden. Außerdem benötigen wir in der besonderen Zeit, in der wir leben eine andere Art der Sprache. Die einzig für unsere Generation geeignete Sprache, ist die der Kabbala. Nur sie kann uns helfen, das Umgebende Licht anzuziehen und aufzusteigen.

Von allen Kabbalisten, die in der Sprache der Kabbala geschrieben haben, ragen der Ari und Baal HaSulam heraus. Ihre Sprache ist am geeignetsten bei der Suche nach einer Verbindung zur Höheren Ebene.

Ihre Texte haben auf uns die stärkste Wirkung, da das Umgebende Licht, das aus ihren Büchern kommt, für unsere Seelen am geeignetsten ist. So sind von allen heiligen Büchern, die einzigen für uns geeigneten die des Baal HaSulam, der die Kabbala für unsere Seelen angepasst hat.

Darüber hinaus gibt es Das Buch des Sohar, das absolut einzigartig ist. Es ist noch nicht einmal ein Buch, sondern ein Werkzeug, das wir zusammen mit dem Kommentar des Baal HaSulam nutzen können, der ihn speziell für uns geschrieben hat. Außer zu diesen Büchern können wir keine Verbindung zu irgendeinem der anderen Heiligen Bücher herstellen. Denn obgleich sie heilig sind (was bedeutet, dass sie über die Höhere Welt sprechen), können sie uns nicht helfen unsere Seelen zu korrigieren und den Zweck unserer Existenz zu erfüllen.

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Ein Buch, das unsere Augen öffnet

Die Wissenschaft der Kabbala enthüllt uns eine riesige neue Welt, die spirituelle Welt, die unsere gesamte heutige Welt wie ein winziges Sandkorn im gesamten Universum einschließt. Jedoch wie können wir eine Empfindung der spirituellen Welt erlangen? Es ist wie bei einem Baby, das kein Wissen oder keine Gefühle dafür besitzt, dass es sich mit der umgebenden Welt in einer Beziehung befindet. Jedoch allmählich sammelt es Eindrücke dieser Welt, hört und erkennt Töne, sieht Bilder, unterscheidet Farben und fühlt den Unterschied zwischen heiß und kalt. Es muss all dies von den Eindrücken, die es empfängt, erlernen.

Zuerst, beispielsweise, entwickelt es einfach seine Sinne und lernt, die Anwesenheit oder Abwesenheit von Geräuschen wahrzunehmen. Später beginnt es, verschiedene Wahrnehmungen in jedem der Sinne zu unterscheiden. Was einen entwickelten Menschen von anderen Menschen unterscheidet, ist, dass seine Sinne fähig sind, Dinge feiner zu empfinden. Für einen Musiker erwecken Töne eine komplette Welt der Gefühle. Ein Künstler lebt in der Welt der Farben, ein Schriftsteller fühlt die Nuance jedes Wortes.

Jedoch all dieses erlangt ein Mensch stufenweise. Wir existieren in einer Art der Realität, die sich uns stufenweise offenbart. Sie beeinflusst uns, lässt uns Fortschritte machen und formt in uns die Fähigkeit, sie wahrzunehmen. Auf diese Weise ist die materielle Wirklichkeit, diese Welt, eingerichtet; und wir entwickeln und offenbaren die spirituelle Welt entlang der genau gleichen Stufen und durch die gleichen Gesetzmäßigkeiten.

Es gibt ein besonderes Buch, das beständig unsere Wahrnehmung der spirituellen Welt zusätzlich zu dieser Welt entwickelt. Dem Wesen nach leben wir in einer einheitlichen, gemeinsamen Welt, jedoch relativ zu uns teilt sie sich in einen Teil, den wir wahrnehmen können, und in einen Teil, der vor uns verborgen ist. Um den verborgenen Teil der Welt zu enthüllen, müssen wir beginnen, ihn in direkter Art und Weise zu spüren, so wie Babies. Das ist, was das einzigartige Buch, Das Buch Sohar, für uns tut.

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Erlaubnis von Oben


Eine Frage, die ich erhielt: Baal HaSulam schrieb, dass er die Erlaubnis von Oben erhalten habe, um die Weisheit der Kabbala offenzulegen. Was bedeutet „Erlaubnis von Oben“?

Meine Antwort: Wenn ein Kabbalist eine hohe Stufe der Erkenntnis erlangt, macht er bekannt, dass er die „Erlaubnis von Oben“ erhalten hat. Er nimmt seine neue Mission an, fühlt sich verpflichtet, sie auszuführen, und beginnt zu handeln. Das ist Teil der Mission, die auf die Schultern aller großen Kabbalisten gelegt wurde, mit Abrahams Zeiten beginnend. Das leuchtendste Beispiel ist Moses, ein spiritueller Führer der Menschen.

„Erlaubnis von Oben“ schließt das Wissen vom Aufbau des Universums ein, eine Methodik um den Schöpfer zu offenbaren und die Menschen über die Selbstkorrektur zu lehren, beides in unserer Zeit und in gewissem Ausmaß in der Zukunft. Jemand, der „Erlaubnis von Oben“ erhält, wird zu einem Kanal, durch den das höhere Wissen nach unten fließt, im Einklang mit der Fähigkeit jener Menschen, die sich unterhalb dem Kabbalisten befinden, um dies aufzunehmen und zu lernen.

Erlaubnis von Oben schließt ein riesiges System in sich ein, um die ganze Menschheit in Harmonie mit dem Schöpfer zu bringen. Die „Erlaubnis von Oben“ erhalten zu haben, bedeutet, dass ein menschliches Wesen ein Repräsentant des Schöpfers geworden ist, eine Verbindung zwischen dem Schöpfer und Seiner Schöpfung. Freilich, wenn ein Mensch die „Erlaubnis von Oben“ nicht erhielt, dann wird er nur die anderen verwirren. Er wird nicht dazu in der Lage sein, das Ziel, seine Wichtigkeit und die Methoden zur Erreichung des Ziels adäquat zu präsentieren, noch die Bedeutung dieser Methoden.

Das Ziel ist, mit dem Schöpfer eins zu werden. Die Methode, dies zu erreichen, liegt in der Korrektur unserer menschlichen Verlangen mit Hilfe des Lichts, das uns zur Quelle zurückführt. Dies wird durch das Studium der Kabbala und dem Streben nach Korrektur ausgelöst, einem Verlangen, welches aus dem „Punkt im Herzen“ hervorgeht. Das wiederum treibt unser Verlangen dazu an, uns miteinander zu verbinden („Liebe Deinen Nächsten“), mit den „Punkten im Herzen“ unserer Gefährten in der Gruppe.

Wenn ein Mensch dieses System enthüllt, es versteht und es seinem Dasein einverleibt, heißt das, er hat die „Erlaubnis von Oben“ erhalten.

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Ein Maßstab für spirituelle Begriffe


Unsere Arbeit ist es, von der Bewertung nach dem Prinzip „süß versus bitter“ zur Bewertung nach dem Prinzip „wahr versus falsch“ aufzusteigen. Schließlich wird der Schöpfer Wahrheit genannt.

Das Wort „Wahrheit“ (Emet) besteht aus den Buchstaben: Alef-Mem-Tav. Alef und Tav sind der erste und letzte Buchstabe des Alphabets, welche Verlangen an zwei verschiedenen Enden des Spektrums symbolisieren. Mem, das sich in der Mitte befindet, ist die Eigenschaft von Bina, die wir dazu verwenden können, um diese beiden Enden miteinander zu verbinden und Korrektur zu erreichen, die Wahrheit.

Der einzige Weg um herauszufinden, was wahr und falsch ist, ist innerhalb einer Gruppe von Kabbalisten, einer Umgebung. Im eigenen Innern hat das Individuum keine Fähigkeit dies zu tun, denn es besitzt lediglich einen Parameter – das Ego. Um eine Messung durchzuführen, benötigt man unbedingt einen weiteren Parameter, der außerhalb von uns ist.

Nach einem längeren Studium und durch viele Klärungen in der Gruppe beginnt ein Anfänger-Kabbalist zu spüren, dass er in einem allgemeinen, globalen System von Verlangen existiert, unter anderen „Punkten im Herzen.“ In Beziehung zu dieser speziellen Umgebung besitzt er die Gelegenheit, sich neue Sinneswahrnehmungen anzueignen: eine Annäherung oder Entfernung zu ihr, ein Gefühl ihres globalen Systems, sein Einbezogensein darin, das Bedürfnis nach ihrer Unterstützung und die Erkenntnis, dass es der Ort ist, an dem er die Höhere Welt und den Schöpfer offenbaren wird.

Allerdings wird währenddessen die Wechselwirkung zwischen zwei Kräften – mir selbst und der Umgebung, in mir geformt. Die Umgebung wird an Gewicht zunehmen, um meinem „Ich“ – dem Ego entgegenzuwirken. Ein neues System der Lenkung wird sich einstellen, das sich außerhalb von mir befindet und welches ich als die Rettung auffassen werde, als Hebel, der mich aus meinem Zustand dieser Welt herausziehen kann.

Ich messe „mich selbst gegenüber der Umgebung,“ und als Ergebnis meiner Messungen erlange ich quantitative und qualitative Grade, wie ich die geistigen Beziehungen und Kräfte messe. Demzufolge bilde ich eine lineare Skala: Ich befinde mich an einem Ende und die Gruppe am anderen. Indem ich diese Skala benutze, kann ich bereits die Höhere Welt prüfen, messen und wiedergeben.

Aus der Beziehung zwischen „mir und der Gruppe“ bildet sich eine spirituelle Zelle in mir und ich kann die ganze Wirklichkeit über mir durch diese Zelle messen. Auf diese Weise baue ich eine Seele in meinem Innern auf.

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Mit dem Schöpfer in einem System arbeiten

Wenn ich die schlechten Kräfte fühle, bedeutet dies, dass ich verstehen kann, was gute Kräfte sind, welche sich ihnen gegenüber befinden. Wie auch immer, ich befinde mich nicht unter dem Einfluss der guten Kräfte. Stattdessen falle ich unter die Herrschaft der bösen Kräfte.

Zum Beispiel besitze ich ein Zuhause, welches ein guter, warmer und sicherer Ort ist. Aber nachts finde ich mich in einem dunklen Wald wieder, wo ich mich schlecht und ängstlich fühle, denn ich habe etwas Gutes, womit ich dies vergleichen kann. Hätte ich dagegen kein warmes, gutes Zuhause, würde ich nicht leiden. Ich würde mich einfach damit abfinden, dort im Wald zu leben. Er würde dann nicht dunkel und furchteinflößend auf mich wirken, sondern mein normales Leben sein. Auf die gleiche Weise haben wir uns an das Leben in dieser Welt gewöhnt – der schlimmsten aller Welten.

Dieses Verständnis soll uns helfen, uns durch die Vorstellungen, die im Buch Sohar beschrieben werden, nicht verwirren zu lassen. Wenn wir über die furchteinflößenden Charaktere lesen, müssen wir uns selbst sagen, „All das existiert in mir selbst“. Dies sind meine Verlangen, in welchen ich Genuss erhalten möchte. All diese Dämonen, Geister und die Hölle sind genau hier.

Wir müssen dies klar verstehen. Andernfalls werden wir uns bildlich alle Arten von Himmel und Hölle vorstellen, wie uns dies in der Religion erzählt wird: es ist verboten hierhin zu gehen, und erlaubt dorthin zu gehen. Darum schrieb Baal HaSulam seinen Kommentar zum Buch Sohar. Nur um uns dadurch zu helfen, all diese Vorstellungen los zu werden und all diese Dinge in uns selbst zu suchen.

Wir studieren den inneren Teil der Tora, welcher uns berichtet, dass sich alles im Menschen befindet und der Mensch selbst eine kleine Welt ist. All das bin ich und es gibt nichts außer mir, was existiert. Das Einzige, was in mir existiert, ist der Schöpfer (das Licht) oder die entgegengesetzte Wahrnehmung von Ihm. Es gibt nur Ihn und mich, und Er erzählt mir, wie ich Ihn aus Seiner eigenen Verhüllung enthüllen kann. Er ordnete alles auf diese Weise an, um als Ergebnis meiner Anstrengung und meiner Suche Ihn enthüllen zu können.

Durch die Korrektur meines Verlangens werde ich Ihn erkennen, den Einen, der mich auf diese Weise erschaffen hat. Durch die Erkenntnis des Schöpfers erkenne ich mich selbst – alle meine Eigenschaften und Fähigkeiten. Wie erreiche ich diese Korrektur? Ich bitte konstant um Seine Hilfe, durch das Erfassen und das Verständnis einiger Teile meiner Seele. Als Folge davon wird Er kommen und Sich mir enthüllen, und dann werden wir beginnen zusammen zu arbeiten und uns durch diese Arbeit zu vereinigen.

Dieses System, womit wir arbeiten, wird zu meiner Seele, in der Er und ich zusammen existieren. Und der Sohar erzählt uns über all das.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Yehuda Aschlag Artikel 138
Blog-post: Yehuda Aschlag Artikel 138/73
Blog-post: Yehuda Aschlag Artikel 138/57

Unser Verlangen zu genießen wurde erschaffen, damit wir einmal den Schöpfer erkennen

Das Einzige, was in der gesamten Schöpfung erschaffen wurde, ist das Verlangen zu genießen und außer diesem gibt es nichts anderes. Das Licht, die Eigenschaft des Gebens, erschuf dieses Verlangen als Gegensatz zu sich Selbst. Der Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens will, dass die Schöpfung, das Verlangen zu genießen, Ihn fühlt, Ihn versteht und den Zustand der Vollkommenheit erlangt.

Der Zustand der Vollkommenheit ist, dem Schöpfer, dem Licht, gleich zu sein. Deshalb hat der Schöpfer, nachdem Er ein Verlangen zu genießen erschaffen hatte, es weder leer gelassen, noch es in einen unveränderlichen Zustand erfüllt, sondern in dieses Seine Eigenschaft, ein Verlangen zu geben, eingebettet. Der Schöpfer gab nicht einfach das Gefühl oder das Fehlen von Genuss (Leiden), sondern bettete darin Seine Eigenschaft ein, sodass es ebenfalls das Verständnis dafür geben würde, was empfangen und geben bedeutet.

Die Fähigkeit, bitter von süß zu unterscheiden, wird „Gefühl“ genannt und die Fähigkeit, zwischen empfangen und geben zu unterscheiden, wird „Verstand“ genannt. Der Verstand ist ebenfalls ein Gefühl, eine Wahrnehmung, die sich in dem Verlangen befindet, doch das existiert schon als „Ursache“.

Es stellt sich heraus, dass das Verlangen für folgendes erschaffen wurde:

  • Um Erfüllung oder Nichterfüllung als süß/bitter wahrzunehmen
  • Um Empfangen oder Geben als Lüge/Wahrheit wahrzunehmen

Weil die Schöpfung aus zwei Teilen besteht, dem Geschöpf und dem Schöpfer oder der Eigenschaft des Geschöpfes und der Eigenschaft des Schöpfers, existiert das Verlangen (das Geschöpf) innerhalb der Identität der Beziehung zu sich selbst.

Diese zwei Komponenten bilden innerhalb des Verlangens vier mögliche Kombinationen (Zustände), welche die Wissenschaft der Kabbala „den unaussprechlichen Vier-Buchstaben-Namen des Schöpfers“ (Yud-Hey-Vav-Hey) nennt. Diese Matrix umfasst alle Enthüllungen des Schöpfers innerhalb der Schöpfung – von der einfachsten bis hin zur komplexesten Form.

Jede der vier zunehmend fortgeschrittenen Zustände schließt alle vorherigen Zustände ein, wächst aus jedem vorherigen Zustand zum nächsten heraus. Auf diese Weise erlangt das Verlangen zu genießen seine vollständige Entwicklung.

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Ein Kabbalist spiegelt den Egoismus der Menschheit wider

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der Unterschied zwischen den Büchern, die ein Kabbalist in der Vergangenheit geschrieben hat und den Büchern, die von heutigen Kabbalisten geschrieben wurden?

Meine Antwort: Baal HaSulam sagt, dass Rabbi Akiva ganz sicher mehr wusste als Rabbi Shimon, da er ihm voraus ging – er war sein Lehrer. Doch die Stufe der Kabbalisten vor Rabbi Akiva war noch höher.

Selbstverständlich wusste Baal HaSulam weniger als Rabbi Shimon und weniger als alle vorherigen Kabbalisten. Doch um für uns zu sorgen, wurde ihm die Möglichkeit gegeben, seine Stufen zu lernen und auszudrücken. Das ist es, worüber er über selbst schreibt.

Wir bewerten einen Kabbalisten anhand seiner Bücher: „Das ist ein fantastisches Buch! Ich verstehe alles darin! Das ist ein großer Kabbalist!“ Doch wenn ich seine Bücher verstehe, dann ist er vielleicht doch kein so großer Kabbalist.

Anders ausgedrückt, wir bewerten einen Menschen daran, wie nah er uns ist und in welchem Maß er sich auf unsere Stufe begeben kann, nicht anhand seiner Erhöhung, sondern anhand seiner Fähigkeit, ein Lehrer zu sein. Und um unser Lehrer zu sein, ist es für ihn nicht nötig, groß zu sein.

Entlang der historischen Entwicklung des Egoismus in jedem Menschen und in der Gesellschaft wird die Stufe der Kabbalisten niedriger.

Während der „Zeit des Tempels“ (der Tempel ist die Seele eines jeden Menschen auf der Stufe von Geben und Liebe und dem Fall des Tempels ist der Abstieg in die Beziehungen des Hasses)nahmen die Menschen ganz klar das Spirituelle wahr, was bedeutet, dass sie Liebe und Gemeinsamkeit spürten, als ein Mann lebten und dem Schöpfer gleich wahren. Sie verstanden und spürten selbst diese Dinge.

Wir können uns nicht vorstellen, was das bedeutet. Es steht geschrieben, dass wir im Vergleich zu ihnen Esel neben den Menschen sind. Das ist keine Übertreibung oder ein schöner Ausdruck. Sie hatten einen vollkommen anderen Verstand, Sichtweise und Sinn.

(Aus einem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala„)

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Das allumfassende Wesen des Lichtes


Eine Frage, die ich erhielt: Warum bekommt ein Mensch durch die innere Veränderung, in seiner Annäherung der Wirklichkeit vom Empfangen zum Geben, die unbegrenzte Fähigkeit, die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zu kennen?

Meine Antwort: Das Licht, die Eigenschaft des Gebens, welche der Mensch enthüllt, umfasst alles, denn es ist die einzige Kraft in der gesamten Natur und die Natur selbst. Das Licht lenkt uns, die Schöpfung, denn wir allein wurden erschaffen. Seine sich erweiternde Enthüllung in uns offenbart uns alles jenseits von Zeit, Raum und Bewegung. Darum weiß ein Mensch um alle Handlungen des Schöpfers – von Anfang bis Ende – wenn er seine Eigenschaften des Gebens enthüllt.

„Es gibt keinen Schöpfer ohne ein Geschöpf, welches Ihn offenbart“. Die Eigenschaft des Gebens, welche die Schöpfung beeinflusst, ist eigentlich der Schöpfer. Wenn diese Eigenschaft, die mich erschuf, beginnt, in mir zu regieren, dann bedeutet das, dass ich den Schöpfer enthülle. Die Eigenschaft der Herrschaft des Verlangens zu geben und die Absicht zu geben in mir, wird die Enthüllung des Schöpfers genannt.

Solche Enthüllung geschieht im Ausmaß, wie ich selber zum Geber werde. Wie kann ich dann sagen, dass ich den Schöpfer enthülle? Wer ist das „Ich“, welches den Schöpfer enthüllt? Es stellt sich heraus, dass es Eigenschaften in mir gibt, die noch dabei sind, den Schöpfer zu enthüllen. Später, wenn ich alles vollständig enthüllt habe, dann gibt es keine Trennung mehr zwischen „Ihm“ und „mir“, sondern nur die Eigenschaft des Gebens, die einzig in mir herrscht und nichts anderes.

Letztendlich beginne ich, die mich antreibende Kraft zu ersetzen und ich entwickle das Verlangen, diese selbst zu wandeln, damit ich anstelle der ständigen Gedanken des Empfangens, nur noch daran denke, wie ich geben kann. Ich habe eigentlich nur die schlechte Gewohnheit, dauernd an das Empfangen um meiner selbst willen zu denken, und es ist mir unmöglich, diese loszuwerden.

Baal HaSulam schreibt, dass es sich bei der Entscheidung, zum Willen zu geben überzugehen, nur um ein psychologisches Problem handelt und um nichts anderes. Im Willen zu geben gibt es noch viele weitere Möglichkeiten für meine Entwicklung und den Empfang von Genuss. Doch ich stecke im Willen zu empfangen fest und die gesamte Menschheit lebt auf diese Weise.

Darum müssen wir alle eine äußere Kraft gegen unsere Gewohnheit anwenden, die Kraft, die das Umgebende Licht ist. Durch die Kraft dieses Lichtes, die „Meine Söhne haben mich besiegt“ genannt wird, wird unser Arbeitsprogramm geändert.