Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Zeit der Vorbereitung und die Zeit des Empfangens

Eine Frage, die ich erhielt: Kann man sich auf die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns vorbereiten?

Meine Antwort: Die Vorbereitung auf die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns wird als Vorbereitungszeit bezeichnet.

Das ist die erste Entwicklungsphase in der Wissenschaft der Kabbala, einer Wissenschaft über die Enthüllung der höheren Welt und der höheren Kraft für jeden in unserer Welt.

Der Mensch kommt zur Wissenschaft der Kabbala, doch wie viel er darüber auch lesen mag und wie viel ihm darüber auch erzählt wird, er nimmt ihr Thema nicht wahr.

Es bedarf keiner Anstrengung, sich etwas zu merken, sowie keiner Fähigkeit, etwas zu verstehen, sondern der Einwirkung des Lichts infolge der Anstrengungen nicht beim Studium, sondern bei den Versuchen, sich zu vereinigen, – dann beginnt man allmählich zu hören, sprich innere Reaktionen darauf, was man hört und liest, wahrzunehmen. Man entwickelt gewisse innere Empfindungen.

Versucht mal einem Kater ein Buch vorzulesen. Warum hört er nicht? Weil er keine Empfindungen hat, die auf eure Informationen reagieren würden. Er hat keinen „Platz“ (kein Verlangen), um diese zu empfangen/wahrzunehmen/zu erkennen.

Genauso kann auch ein Mensch, der zur Wissenschaft der Kabbala kommt, unsere Informationen nicht wahrnehmen. Und zwar nicht, weil er die Wörter nicht kennt, sondern weil er noch über keine inneren Empfindungs- und Gedankenmodelle verfügt, um auf die Informationen des Buches Sohar zu reagieren.

Darum ist eine „Vorbereitungszeit“ notwendig, in der wir in unserem Verlangen (Material) verschiedene Modelle von Empfindungen, Verbindungen und Reaktionen auf spirituelle Begriffe aufbauen.

Die Erschaffung dieser neuen Zellen der Wahrnehmung von spirituellen Begriffen in uns geschieht nur mit Hilfe des Kabbala-Studiums in der Gruppe, welches die Einwirkung des verborgenen höheren Lichts hervorruft.

Gerade dieses Licht erschafft in uns Modelle bzw. Zellen für neue, für uns bislang unverständliche Wahrnehmungen von Licht, Geben, Verbindung und anderen spirituellen Begriffen.

Es bedarf viel Zeit für die Bildung eines notwendigen Satzes an sinnlichen Reaktionen auf die wichtigsten spirituellen Begriffe. Darin besteht die Erziehung in unserer Welt: wenn man ein Kind in eine höhere Klasse setzt, wird man feststellen, dass es nicht versteht, was man von ihm will, und nichts wahrnimmt.

Baal HaSulam schreibt, dass es die Zeit des Gebens und die Zeit des Empfangens gibt. Das Geben eröffnet den Prozess, der zum Empfangen führt. Das Geben und das Empfangen können jedoch nicht gleichzeitig existieren. Denn es muss ein „Platz“ in dem Menschen erschaffen werden – es muss ein Mangel daran, was gegeben wird, wahrgenommen werden.

Unser ganzes Vorankommen auf dem spirituellen Weg läuft auf die Erschaffung von Möglichkeiten in uns hinaus, die höhere Welt wahrzunehmen. Sie existiert jetzt schon um uns herum, wir nehmen sie jedoch nicht wahr. Der Schöpfer gibt sie uns bereits, doch wir haben noch kein Verlangen danach. Es gibt noch kein Bedürfnis nach Geben und Liebe, doch gerade das ist die Spiritualität!

Doch wie enthüllen wir sie? – Im Geben des Schöpfers gibt es das Licht, welches auf uns einwirkt und uns nach der Regel „das Licht bringt die Kelim in Schwung“ erweckt – das Licht „schüttelt“ die Verlangen, und sie verstehen immer besser das Licht und wollen es – die Eigenschaft des Gebens – immer mehr. Die Zeit des Gebens endet und die Zeit des Empfangens beginnt…

Aus dem Sohar-Unterricht vom 26.09.2010

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Was ist die mittlere Linie

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist die mittlere Linie? Die Fähigkeit, zwischen zwei Linien richtig zu handeln?

Meine Antwort: Die mittlere Linie ist eine Kombination von Verlangen und Licht, in denen die Verschmelzung des Menschen, der aus dem Verlanden und der Absicht besteht, mit der Lichtquelle, dem Schöpfer, wahrgenommen wird.

Indem der Mensch das Verlangen zu empfangen mit der Absicht, dadurch dem Schöpfer Genuss zu bereiten, benutzt, enthüllt er die Quelle des Genusses, den Schöpfer.

Also sind das Verlangen und der Genuss nur Mittel, um die Verbindung zwischen dem Menschen und dem Schöpfer zu finden.

Diese drei Komponenten – das Verlangen, der Genuss und die Absicht – vereinen sich zu einem Ganzen „Ich und der Schöpfer“.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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Den Punkt der Verschmelzung nicht verlieren

Wären wir schon korrigiert in der Welt der Unendlichkeit, so würden alle Einwirkungen auf uns von oben – von den schlechtesten bis zu den angenehmsten, die auf diese Weise in unserem Wunsch, zu genießen, in unserer Materie empfunden werden – unsere Beziehung zum Schöpfer überhaupt nicht beeinflussen, weil sie sich unter der Kürzung S“A, unter dem Schirm, im Geben, im widergespiegelten Licht befinden würde.

Dann würden wir alle unsere Zustände, von der vollen Füllung bis zur vollkommenen Leere, nur mit der Absicht verwenden, den Schöpfer zu rechtfertigen, zu verherrlichen, zu respektieren sowie Ihm zu danken, weil Er es uns ermöglichte, in diesen verschiedenen Zuständen, von der Leere bis zur Erfüllung in unserem Wunsch, unsere Beziehung zu Ihm zu bestimmen, und zwar unabhängig davon, was wir von Ihm bekommen, ohne jegliche Verbindung mit unserem Wunsch zu genießen, und unseren Empfindungen darin.

Im Endeffekt hätten wir uns für die Möglichkeit bedankt, über unserem Wunsch, über unsere Natur hinaufzusteigen zu können, im Glauben (im Geben) über dem Verstand (die Füllung), im „Geben für das Geben“ (GE) und im „Erhalten für das Geben“ (GE + АCHAP).

Und so hätten wir alle Zustände nur mit einem Ziel angenommen – sich in jedem Zustand der Unendlichkeit – in der vollkommenen Korrektur der Absicht zu empfinden – und zwar unabhängig vom Maß der Füllung und der Empfindung im Wunsch, von der vollkommenen Leere und riesigen Leiden, bis zur vollkommenen Füllung, welche die ganze Aufmerksamkeit vom Schöpfer auf sich lenkt.

Hätten wir uns bis zu solcher Stufe korrigiert, würden wir uns in der Welt der Unendlichkeit aufhalten.

Im Maß unserer Fähigkeit, den gegebenen Zustand zu rechtfertigen, uns über die Empfindung im Wunsch zu erheben, in der Absicht, in Zusammenhang mit Ihm, mit dem Gebenden, um Ihm aufgrund beliebiger Empfindungen verglichen zu werden, bestimmen wir unsere Stufe bezüglich der vollkommenen Korrektur, der Welt der Unendlichkeit.

Der Schöpfer hat uns den Punkt der Verschmelzung mit Ihm gegeben, aber Er schuf das Gegengewicht dazu, den ständig wachsenden Wunsch, zu genießen, der diese Verschmelzung mit dem Punkt annulliert.

Und wir sollen diesen Wunsch verwenden, der uns von der Verschmelzung abstößt, und, gerade mit seiner Hilfe die Verschmelzung mit dem Schöpfer vergrößern. Und so kommen wir voran.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 06.09.2010

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Die komplizierteste und leichteste Wissenschaft

Es ist bekannt, dass der Schöpfer nur das Verlangen zu genießen erschaffen hat. Dieses Verlangen, der „Körper“, entwickelt sich und erschafft in sich selbst den Verstand, den „Kopf“, der hilft, das Gewünschte zu erreichen.

Der gesamte Verstand, der „Kopf“, arbeitet für das Verlangen zu genießen, den „Körper“. Wenn das Verlangen, der „Körper“, etwas bebnötigt, dann handelt der Verstand, der „Kopf“, um das Erwünschte zu erreichen.

Und wenn nichts gebraucht wird, dann ist es so, als ob der Verstand, der „Kopf“, nicht existieren würde. Der Verstand, der „Kopf“, sein „Vorhandensein“ wird nur von der Größe und der Ebene des Verlangens bestimmt.

Wenn wir TES (die Lehre von den zehn Sefirot) studieren, wollen wir mit dem Verstand das begreifen, was in unserem Verlangen noch nicht existiert. Weil im TES nur die Rede von den Handlungen des Gebens ist, die über den egoistischen Verlangen liegen.

Deshalb ist es unmöglich, den Sinn von spirituellen Handlungen zu verstehen, denn der Kopf kann nur auf der Ebene der Verlangen des Körpers denken, nur das wahrnehmen, was für das Verlangen verständlich ist. Und das, was im Verlangen nicht existiert, gibt es auch im Kopf nicht.

So ist die materielle und spirituelle Natur aufgebaut. Denn der Körper und der Kopf gehören zu einem „Parzuf“, einem Zustand.

Wenn ihr deshalb einen Menschen seht, der sich mit dem Aufbau der höheren Welten gut auskennt, dann befindet er sich entweder bereits in der spirituellen Welt oder er lernt rein mechanisch und nicht um das Verlangen zu korrigieren.

Dann kann er studieren und viel von der Theorie wissen, so wie die „Kabbalisten“, die Baal haSulam einst in Jerusalem getroffen hatte.

Es ist jedoch unmöglich, dass der Mensch, der vorhat, sein Verlangen zu korrigieren, den Aufbau der höheren Welt versteht, solange sich in seinem Verlangen nicht die Erscheinungen zu enthüllen beginnen, von denen er im Buch liest. Wenigstens ein bisschen!

Entsprechend dieser anfänglichen Enthüllung wird er bereits über die Fähigkeit verfügen, sich etwas zu merken, darüber zu reden, sich das irgendwie vorzustellen.

Darum ist es nicht schlimm, wenn der Mensch lange studiert und nichts weiß. Das ist das Zeichen der korrekten Entwicklung, wenn sein Verlangen und sein Verstand miteinander verbunden sind und sein Verstand nur in dem Ausmaß der Korrektur des Verlangens arbeitet. Das ist die gesündeste Entwicklungsform.

Aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser HaSefirot vom 02.08.2010

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Lasst uns den Empfänger auf die Frequenz des Gebens einstellen

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein paar Menschen eine Gruppe gründen und sich untereinander verbinden, wie können sie dieses Gefühl der Verbindung später in der ganzen Welt verbreiten?

Meine Antwort: Mir genügt es, durch meine kleine Gruppe die Eigenschaft der Verbindung, des Gebens und der Liebe zu erlangen. Und wenn ich über diese Eigenschaft verfüge, wende ich mich an die große Welt, ich sehe sie vereint.

Denn wenn ich aus mir zu einem Menschen herauskommen kann, werde ich aus mir zu allen und zum Schöpfer herauskommen können. In mir entsteht ein Organ der Wahrnehmung der äußeren Welt (der Schirm und O“CH), durch welches die Welt in meinen Blickwinkel gerät.

Deshalb, wenn ich jetzt über einen bestimmten Egoismus verfüge, merke ich nur das, was meinem Ego entspricht. Und das, was meinem Egoismus nicht gefällt oder uninteressant für ihn ist, sehe ich einfach nicht.

Es gibt sehr viele Sachen auf der Welt, die ich nicht erkenne. Es gibt ein ganzes Universum, riesig und hoch, die spirituelle Welt, doch ich erkenne sie nicht.

Ich habe einfach nicht dieses Wahrnehmungsorgan, ich spüre die spirituelle Welt nicht, sie fließt an mir vorbei! Sie ist hier und jetzt, doch ich sehe sie nicht.

Ich muss ein neues Wahrnehmungsorgan – das Gefühl der Liebe und des Gebens – erlangen, dann werde ich das Geben und die Liebe, die die Welt ausfüllen, spüren. Genau das nennt sich Schöpfer.

Wenn ich eine solche – wenn auch die kleinste – Empfindung bekomme, werde ich im gleichen Maße einen Teil der spirituellen Realität spüren.

Das bedeutet, dass ich auf die erste spirituelle Stufe aufgestiegen bin. Später werde ich meine Wahrnehmung ausdehnen, die Fähigkeit des größeren Gebens und der größeren Liebe erlangen und mehr spüren.

Je größer mein spirituelles Gefäß, mein Wahrnehmungswerkzeug, ist, desto mehr spüre ich die spirituelle Welt. Auf diese Weise durchlaufe ich 125 Stufen und erreiche nach und nach die volle Wahrnehmung der Eigenschaft des Gebens.

Das bedeutet, dass ich die Gesamtkorrektur meines spirituellen Gefäßes erreicht habe und die ganze Realität, den ganzen Schöpfer, die ganze Kraft des Gebens und der Liebe, die es nur gibt, darin wahrnehme.

Ich spüre diese Kraft, und sie erfüllt mich. Wir, Er und ich, sind jetzt zusammen. Und mit dieser neu erlangten Eigenschaft, mit diesem Sinnesorgan, nehme ich die jetzt erweiterte Realtität wahr.

Deshalb können wir uns jetzt, solange wir über diese Eigenschaften des Gebens und der Liebe nicht verfügen, nicht beklagen, dass wir die spirituelle Realität nicht wahrnehmen.

Diese Realität befindet sich hier und jetzt! Sie verbirgt sich nicht irgendwo weit weg, an einem anderen Ort ich nehme sie einfach nicht wahr, enthülle sie nicht, sehe sie so, als ob ich die Brille abgenommen und dadurch die Fähigkeit verloren hätte, Bilder zu erkennen. Die ganze Welt ist für mich verschwunden, sie existiert in Bezug auf mich nicht.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 25.06.2010

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Überquerung des Machsom

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet Überquerung des Machsom?

Meine Antwort: Die Überquerung des Machsom ist die Wahrnehmung der Realität in sich selbst.

Der „Punkt im Herzen“ wird enthüllt und nimmt das kleinste Volumen (zehn kleinste Sefirot) ein, in denen ich eine neue Realität wahrnehme: das Licht tritt (hin) ein und wieder (hin) aus und löst verschiedene Empfindungen aus.

All das existiert anfangs noch in minimalen Empfindungen und Erkenntnissen, doch ich beginne bereits zu sehen, was „innen“ passiert. Und ich sehe unsere Welt vor dem Hintergrund einer neuen Welt.

Diese Zweigeteiltheit stört nicht, sondern lässt das Verhältnis zwischen zwei Welten, zwischen dem Zweig und der Wurzel, wahrnehmen und verstehen. Dort, in diesem Punkt, nehme ich – noch sehr kleine – Handlungen wahr.

Ich begreife noch nicht, was das ist, wie ein Säugling, der nur fühlt, wie etwas passiert, aber noch nicht weiß, was das genau ist.

Zum Beispiel, geht das Licht an und aus. Er weiß noch nicht, dass das Licht und Dunkel sind, er sieht nur eine Erscheinung.

Doch das gibt mir ein Empfinden dessen, dass das eine höhere Realität und unsere Welt nur deren Abdruck ist.

Und dann beginne ich, mich immer besser in ihr zu orientieren, in dem Maße meiner Fähigkeit, mich ihr in den Eigenschaften anzugleichen.

Aus dem ersten Kongress-Unterricht vom 25.07.2010

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Wir kommen alle in die Stadt des Königs

„Wir kommen alle in die Stadt des Königs“, in diese Welt. Und diejenigen, die dem Schöpfer treu ergeben arbeiten, verwandeln Sein „Zauberpulver“ in süße und erlesene Gewürze.
Diejenigen aber, die nicht arbeiten, schmecken weiterhin nur das bittere Pulver und können daher Sein Mahl nicht genießen.
Alles ist nur von den richtigen Anstrengungen des Menschen abhängig. Wir sehen, dass viele Menschen zur Kabbala kommen – sie investieren viel Kraft, und dennoch hören sie später auf…

Denn sie erkennen, dass ihnen dieses Mahl letztendlich nicht den erwünschten Geschmack bringt. Doch sie geben nicht sich selbst die Schuld dafür, sondern sagen, dass der König und die Methode der Kabbala, die den bitteren Geschmack mit sich bringt, daran schuld seien und dass die Gruppe und die Freunde schlecht seien. Und sie gehen, weil Sie glauben, dass sie mehr Genuss erhalten werden, wenn sie sich entweder einfach nur entspannen oder sich mit einer anderen Methode beschäftigen.
Alles hängt davon ab, ob sich der Mensch darüber im Klaren ist, was das für ein „Arbeitsplatz“ ist, an dem er gelandet ist, was ihm auferlegt wurde und wie er sich während der Arbeit ausrichten soll, um den süßen Geschmack zu spüren.

Der Tisch ist für uns gedeckt! Es steht geschrieben: „Kostet und ihr werdet sehen, wie gut der Schöpfer ist!“ – wir müssen nur Seinen Geschmack wahrnehmen, sprich, unser Gefäß für Sein Licht vorbereiten, um diesen „Zusatz“, das süße Gewürz, zu empfangen. Die Menschen bringen ihre Kräfte jedoch am falschen Ort ein und dann schauen sie auf die Uhr, wieviel Zeit und Kraft sie bereits dafür aufgewendet haben. Doch sie investieren nicht in das Wichtigste, in die Verbindung der Seelen, deswegen empfinden sie bei der Arbeit keinen guten Geschmack! Denn der Geschmack kann nur durch die Verbindung wahrgenommen werden – sie ist jenes Gefäß, in dem sich das Licht enthüllt.

Sie haben umsonst an einem anderen Ort gearbeitet. Dies ist, als ob du einen ganzen Monat in einer Firma gearbeitet hast und am Ende des Monats in eine andere Firma gehst und dort nach deinem Lohn verlangst. Wirst du dort vielleicht bezahlt?! Du hast kein erforderliches „Kli“, kein Gefäß, verdient, um die Belohnung zu erhalten. Die Belohnung wird nur in einem gemeinsamen Gefäß erhalten, denn genau darin enthüllt sich der Schöpfer, Sein Mahl, Sein Licht. Doch wenn der Mensch keine Kraft darin investiert hat, ist seine Arbeit nichts wert.

Man muss demgegenüber aufmerksam und sensibel sein, jeder muss sich selbst überprüfen, ob er versteht, auf welchen einzigen Punkt er seine ganzen Anstrengungen konzentrieren muss – auf die Erreichung der inneren Verbindung, in dem gemeinsamen Ziel vereint, mit dem gemeinsamen Verlangen, dass sich der Schöpfer in dieser Verbindung enthüllt. Wenn der Mensch genau darauf ausgerichtet ist, beginnt er mit der Zeit, in dem „Mahl“ einen süßen Geschmack zu spüren. Und wenn nicht, wird er allmählich müde und verzweifelt, denn anstatt des guten Geschmacks spürt er den Geschmack des Staubes, „das bittere Pulver“, und er hört auf. Wieviel Kraft kann man investieren, ohne irgendetwas zurück zu bekommen? Er merkt nicht, dass er zwar arbeitet, jedoch an der falschen Stelle…

Das merkt man gleich am Verhältnis des Menschen zu der Gruppe und den Freunden – ob er sich in der Gruppe befindet oder nicht, ob er in ihr arbeitet. Diese Anstrengung kann man durch nichts ersetzen – weder durch Geld, noch durch berufsspezifische Fähigkeiten.

Nur wenn du an der Verbindung der Seelen arbeitest, verschwindet dieses „bittere Pulver“, diese Verhüllung, und du enthüllst die spirituelle Welt, die sich genau hier, neben dir befindet. Du hast einfach kein inneres Werkzeug (Kli) gehabt, mit dessen Hilfe du sie – so wie mit einem Radioempfänger die richtige Wellenlänge – empfangen konntest.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal haSulam vom 09.07.2010

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Zur Frage über die Wahrnehmung der Realität

Die Frage: Wie stellt man sich die Prozesse vor, die in den Geisteswelten geschehen, die wir in der Wissenschaft der Kabbala studieren? Wo und wann geschieht alles oder ist es schon geschehen?

Meine Antwort: Diese Prozesse sind schon in unseren Wurzeln geschehen, und wir erkennen sie, wenn wir von unten nach oben hinaufsteigen. Aber das alles kam „bereits“ zustande.

Die Zeit in der Spiritualität – ist die Reihenfolge der kausalen Handlungen. Der Schöpfer hat den Wunsch zu genießen geschaffen, dann bekam dieser Wunsch das Licht, und späterer probte er die Scham und zog sich folglich zusammen, er hat die Entscheidung über das anti-egoistische Erhalten (der Bildschirm-Absicht) getroffen und hat begonnen, im Maß seiner Fähigkeit zu bekommen, um weiterhin zu geben, usw.

Das heißt wir studieren die aufeinanderfolgende Handlungkette, die noch davor geschah, ehe wir begonnen haben, uns zu empfinden.

Ich werde also geboren – und ab diesem Augenblick beginne ich, mich zu empfinden. Man sagt mir, dass auch vor meiner Geburt die Menschen lebten – aber ich weiß nicht genau, was „vor mir“ bedeutet. – Ich beginne die Realität wahrzunehmen, nur mit dem Zeitpunkt meiner Geburt. Dann kann ich wohl sagen, dass „laut meiner Wahrnehmung der Realität“ es hier noch die anderen Menschen gibt, die früher als ich geboren sind, oder die früher lebten und schon gestorben sind.
Aber das alles existiert nur in meiner Realität, in der ich geboren bin und lebe. Sie existieren in Form der Gestalten in meinem Kopf. Wir arbeiten nur mit dem inneren Wunsch – ihn muss man aufklären.

Deshalb, fängt meine Realität mit meiner Geburt an. Und alles, was angeblich davor geschah, halte ich für die Vorbereitung auf meine Empfindung – das heißt, es geht um den Schöpfer, um Seine Handlungen, die Er in mir als Vorbereitung tat, damit ich von Anfang an beginne, solche Welt und solche Realität zu empfinden.

Aber wer sind der Vater und die Mutter und alle übrigen mich umgebenden Menschen, und warum handeln sie auf diese Weise? Der Schöpfer hat für mich ein solches System vorbereitet, das sich um mich sorgt. Die ganze Welt, die ich vor mir sehe, ist vom Schöpfer für meine Arbeit vorbereitet.
Deshalb ist unser ganzes Leben mit diesen geistigen Prozessen verbunden, es soll uns zum geistigen Erwachen und der Enthüllung der neuen Empfindungen bringen. Und du dachtest, dass es in deinem Leben einen ziellosen Augenblick gibt?

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 08.07.2010

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МAN, das alles beinhaltet

Eine Frage, die ich erhielt: Wir sollen МaN (Gebet) erheben. Befindet sich diese Handlung innerhalb des Verlangens?

Meine Antwort: МaN bedeutet, dass ich um die Kraft des Gebens bitte. Aus Malchut heraus wende ich mich an Bina, und bitte folglich Bina um die Fähigkeit, zu geben. Denn ich muss solchen Zustand erreichen, dass mich dieses Gebet (МaN) vollkommen erfüllt, und es genügt mir auch, ich freue mich darüber, МaN zu erheben.

Wie ist dieser Zustand in der Tora beschrieben? Du kommst ins Tageslicht. Der Tag bedeutet: du hast nichts, und gehst durch die Wüste, um МaN – den Wunsch des Gebens zu suchen – und wenn du ihn findest, dann belebt er dich, und befriedigt all deine Geschmäcker. Alles, was du dir wünschst, befindet sich darin. Was ist das aber für ein Geschmack? Woher kommt er? Was beinhaltet МaN? Es kommt zu dir von Bina, dann reicht dir nur die Möglichkeit, den Schöpfer zu bitten: „Ich habe eine Verbindung zu Ihm. Ich kann Ihn um etwas bitten. Mehr brauche ich nicht“. Will ich aber das Verlangen haben, worin ich den Schöpfer enthüllen werde? Nein. Mir genügt folglich nur das Streben danach. Es ist für mich die vollkommene Erfüllung. Die Verbindung mit dem Schöpfer durch die Gruppe füllt mich aus. Um welche Verbindung geht es? Woher hat man die eigentlich? Sie gibt nichts. Aber ich kann mich trotzdem an Ihn wenden? Es reicht vollkommen. Dieser Zustand heißt auch „ich gehe durch die Wüste“, die Erwerbung der Eigenschaft „Chafez Chesed“ (nichts für sich wünschend). Denn du hast nichts in der Wüste, und du wünschst in der Wirklichkeit nichts für dich selbst. Du erwirbst jedoch die Korrektur seitens der Eigenschaft des Gebens – die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, und deine Erfüllung darin.

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Was nehme ich in die Ewigkeit mit?

Eine Frage, die ich erhielt: Wird sich meine Seele an alles erinnern, was ich in diesem Leben gelernt habe? Werde ich im nächsten Leben das Kabbalastudium fortsetzen und wieder die Gruppe aufsuchen?

Meine Antwort: Das einzige, was der Mensch aus diesem Leben mitnimmt, ist sein spiritueller Weg. Er geht ihm nicht verloren.

Denn wir bleiben in derselben Realität im Hinblick auf die Spiritualität, sie ist uns ein wenig verborgen. Ich befinde mich ununterbrochen innerhalb meiner Seele, auch wenn ich sie nicht spüre. Aber ich arbeite sogar heute mit ihr und gehe verschiedene Zustände durch.

Das alles geschieht in meiner ewigen Seele. Die physischen Körper und diese Welt, die ich jetzt sehe, sind ein „Trugbild“ meines geistigen Zustandes. Und wenn ich heute innerlich arbeite, dann werde ich mein nächstes Leben aus dem mehr fortgeschrittenen spirituellen Zustand heraus beginnen: das heißt schneller eine kabbalistische Gruppe aufsuchen und erfolgreicher studieren. Der gesamte vorige Weg bleibt in mir in Form der geistigen Gene (Reshimot) erhalten – er wird nicht verloren gehen. In der höheren Welt verschwindet überhaupt nichts – nur in unserer Welt verschwindet alles, weil sie selbst auch verschwindet.

Und von allem, was ich für den egoistischen Wunsch erworben habe, wird nichts übrig bleiben, denn dieser Wunsch auch verloren gehen wird. Es bleibt nur das äußere Gewand erhalten. Jedes Mal, wenn die Seele den neuen Gilgul durchlebt, baut sie sich ihre Umgebung, entsprechend der Fähigkeit und der Notwendigkeit, sich zu korrigieren.

Warum befinde ich mich gerade in solcher Umgebung, und nicht woanders? Weil diese für meine Seele erforderlich ist. Die Körper spielen dabei keine Rolle – sie befinden sich in der Verbindung miteinander, innerhalb dieser Welt mit allen ihren Ereignissen, nur im Maß der Notwendigkeit der Korrektur der Seele.

Und der Körper ist unwichtig. Er existiert eigentlich nicht und ist eine virtuelle Illusion, die vor uns in solcher Form erscheint. In Wirklichkeit existiert nur die Seele – aber wir fühlen sie gerade nicht… Und ihre Entwicklung bestimmt eindeutig, was mit dem Körper geschieht.

Deshalb schreibt Baal HaSulam am Ende des “ Vorwort zum Buch Sohar„, dass nur die Korrektur der Seelen uns helfen wird, unsere Welt zu korrigieren und, auch dieses Leben als besser zu empfinden.

Alle Verbrechen, die in dieser Welt geschehen sind Folgerungen einer unkorrigierten Seele. Und in dieser Welt gibt es keine Handlungen und keine Korrektur – alle Veränderungen sind nur innerhalb der Seele möglich…

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