Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Exil'

Purim bezeichnet die Geburt einer korrigierten Welt

Jeder neue Zustand wird nur unter der Bedingung geboren, dass sich der vorherige vollständig erschöpft hat, gleich wie bei einem Getreidekorn, welches in die Erde gepflanzt wurde, um vollständig zu verotten, damit ein ein neuer Lebensabschnitt aus dem vorherigen geboren wird, der dann als unnötig und nutzlos wahrgenommen wird. Darum steht über die Feiertage von Purim geschrieben, dass Seir Anpin schläft, während Malchut in der Dunkelheit versinkt. Nur aus diesem Zustand der Dunkelheit erlangen wir das größte Licht, den Zustand, der Purim genannt wird, welcher sich auf das Ende der Korrektur bezieht.

Wenn Seir Anpin kein Licht zu Malchut bringt, fühlen wir uns im Exil und können uns nicht auf Malchut abstimmen und uns verbinden. Allerdings zwingen uns Leid und Dunkelheit, dass wir Kraft von Seir Anpin anfordern, um unsere Vereinigung durchzuführen, damit wir mit Malchut, der gemeinsamen Seele, im Einklang sind. So erreichen wir den Aufstieg zu unserer nächsten Stufe.

 

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Erinnere dich…

Das Purimfest rückt näher – es ist das freundlichste Fest, die schönste Zeit des Jahres, wenn die große Gnade enthüllt wird. Purim symbolisiert die gesamte spirituelle Arbeit des Menschen.

Alle Feste beziehen sich auf die Korrektur der zerbrochenen Seele von Adam HaRishon, dem ersten Menschen. Nur Purim symbolisiert die Vervollständigung dieses Prozesses, die letzte Handlung, genannt Gmar Tikun (Ende der Korrektur).

Wir erinnern uns daran, dass wir alle unsere egoistischen Wünsche genießen und wir verstehen, dass wir ihnen nicht widerstehen können.

Wir sind sehr schwach, denn der Gerechte Mordechai sitzt auf einem Stein am Königstor – ein armer alter Mann, mit dem keiner rechnet. Und Aman regiert das Königreich als die rechte Hand des Königs.

Der Schöpfer krönt absichtlich den Egoismus, damit dieser regiert, wie es geschrieben steht: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen“. Der Pharao (Egoismus) ist in verschiedenen Rollen und Charakteren der König der Welt. Erst wenn der Mensch das Gefühl hat, dass seine Existenz bedroht ist, erwacht er. Wer hilft ihm beim Aufwachen? Haman tut es, indem er ihm sagt: „Lasst uns diese Wurzel, die das Verlangen oder die Absicht zum Geben erwecken könnte, an ihrer Basis zerstören. Warum sollten wir sie behalten? Ich bin der König!“

Wenn wir die Spitze des Willens zu empfangen, die Absicht alles zu kontrollieren, erreicht haben, dann stellen wir fest, dass der Wunsch zu empfangen unveränderlich bleibt. Die Absicht zu geben ist entgegen unserer Natur, unserem Bewusstsein und Verständnis, außerdem wird sie, obwohl sie vorhanden ist, nicht vom König, d.h. vom Schöpfer unterstützt.

Wie kann man das bekämpfen?

Die Absicht zu geben ist zu schwach und zart, um sich gegen Achaschwerosch zu behaupten, der Haman mit der Macht des Bösen unterstützt.

Es gibt einen Teil des Verlangens zu empfangen, der “ Jude“ (Yehudi) genannt wird, dieser Teil besitzt die potentielle Kraft der Einheit. Bricht eine schwere Bedrohung über sie herein, werden sie sich vereinen. Auch wenn ihnen diese Einheit aufgezwungen wird, die durch die Angst vor der Zerstörung ausgelöst wird, zieht sie das reformierende Licht, die höhere Kraft an. Die höhere Kraft wird in König Achaschwerosch geweckt, der zunächst Haman unterstützte. Nach der Verbindung der Juden unterstützt er nur mehr Mordechai.

Alles hängt von dieser Gruppe ab, die „die Juden“ genannt werden (das hebräische Wort für „Jude“ [Yehudi] kommt aus dem Wort „Vereinigung“[yihudi]). Wenn sie sich verbinden, zuerst zwangsläufig, später freiwillig, bekommen sie eine große Kraft, mit der sie zuerst König Achaschwerosch kontrollieren und später Hamans Macht, den bösen Trieb, der sie vernichten sollte, zerstören können.

Das alles konnte durch ihre Verbindung, durch das Anziehen einer großen Kraft geschehen. Diese Kraft der Verbindung überstieg die Kraft der Trennung, die Macht von Haman.

Darin besteht die Korrektur, die wie ein Wunder zu Purim geschieht.

Purim handelt von einem sehr großen Wunsch, der sich durch seine 32 Teile, unmöglich direkt korrigieren kann

Es wird als ein Wunder betrachtet, dass wir 288 Teile des Willens über die 125 Stufen die wir erhalten, korrigieren können. Das steinerne Herz schließt sich unsichtbar (32 Teile) diesen Korrekturen an. Das steinerne Herz erscheint erst in der letzten Handlung und kommt durch die 288 Teile, gleichzeitig mit den 32 Teilen zur Korrektur. Schließlich erscheint das Licht der Korrektur.

Purim zeigt uns den gesamten Prozess der Korrektur: Exil und Erlösung in all seinen Formen. Deshalb beginnt Purim mit der Lektüre des Kapitels: “Denke daran, was dir Amalek angetan hat“. Die Absicht für sich selbst zu empfangen, was als böser Trieb oder Amalek bezeichnet wird, begleitet uns ständig. Nur durch Amalek gelangen wir zum Schöpfer.

Ohne den bösen Trieb wären wir niemals zur Verbindung erwacht, hätten unsere Entfernung zum Schöpfer nicht entdeckt und könnten nicht die Gleichheit der Eigenschaften mit ihm erreichen.

Aus diesem Grund müssen wir uns daran erinnern, was Amalek mit uns gemacht hat. Der Schöpfer schickt uns in jedem Zustand einen Helfer gegen uns selbst, das ist eine großartige Hilfe. Wir müssen lernen, wie wir richtig mit den Naturkräften umgehen können.

Aus dem Unterricht vom 27.02.2018

Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 5

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Was ist das Ziel der Schöpfung?

Das Wesen der Seelen der Söhne Israels (die zum Schöpfer streben, unabhängig von der irdischen Abstammung) ist das Geheimnis (das Wesen) des Göttlichen Teils (der Eigenschaft des Gebens) von oben, wobei die Seele Stufe um Stufe, nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung, abstieg (ihre Eigenschaften des Gebens verringerte), bis sie sich eignete, in diese Welt zu kommen und sich in den unreinen (egoistischen), materiellen (das Verlangen alles zu empfangen) Körper einzukleiden.

Doch mittels der Einhaltung der Tora (des Studiums zur Anziehung des Lichtes der Korrektur) und der Erfüllung der Gebote (des Aufbaus der Gruppe nach der Bedingung des Empfangens der Tora  – Arvut, gegenseitige Bürgschaft) steigt sie von einer Stufe zur anderen (in der Erlangung der Eigenschaft des Gebens) wieder auf, bis sich ihr Umfang auffüllt (alle ihre 613 egoistischen Verlangen korrigiert werden), und sie sich als würdig erweist, ihre Belohnung vom Vollkommenen (dem absolut liebenden und gebenden Schöpfer) zu erhalten, die für sie von vornherein (noch beim Schöpfungsgedanken) vorbereitet wurde. Das heißt, die Erkenntnis der heiligen (Heiligkeit = Geben und Liebe außerhalb des eigenen Interesses) Tora in Form der Namen des Schöpfers (Seiner Eigenschaften, d.h. Ihm ähnlich) ist das Geheimnis (das Wesen) der 613 Gebote des Empfangens der Lichter.

Baal haSulam, Vorwort zum Buch „Der Mund des Weisen“

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Wie man seinen Punkt im Herzen entwickelt

Frage: Was bedeutet die Vereinigung der Punkte im Herzen, die wir zu erreichen versuchen?

Antwort: Wenn ein Verlangen nach Geben, genannt der Punkt im Herzen, in einer Person erscheint, wird er zu Beginn vom Verlangen, Genuss zu erhalten, gelenkt. Vorerst befindet sich das Verlangen zu geben innerhalb unseres egoistischen Verlangens zu empfangen, und deshalb wird es als „Punkt im Herzen“ bezeichnet

Die Vereinigung der Punkte im Herzen, die wir zu erreichen versuchen, ist die Vereinigung unserer Verlangen zu geben. Sie müssen Ihren Punkt mit anderen Punkten vereinen, um einander zu beeinflussen. So wird sich Ihr Verlangen zu geben über das Verlangen zu empfangen erheben.

Wenn wir aus unserem Verlangen zu empfangen herauskommen und ein Netz zwischen uns darüber erschaffen, dann wird genau dieses Netz die Seele genannt. Alle Punkte, mit denen ich mich verbunden habe, werden sich in meine Seele verwandeln. Außerdem wird die Kraft der Seele dadurch bestimmt, wie verbunden ich mit anderen bin und wie groß mein Verlangen ist, ihnen zu geben.

Wenn wir das Verlangen nach Genuss mit der Kraft des Lichtes beeinflussen, dann wird dieses Verlangen nicht im Stande sein, unseren Fortschritt zu stören, da es keinen Kontakt mit dem Licht hat. Und dann können wir unseren Punkt im Herzen höher erheben. Das wird „der Exodus aus dem Exil“ genannt.

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Finanzielle Krise treibt den Antisemitismus auf die Spitze


Heute wie Gestern                                                                                    News Report (von PRNewswire): NEW YORK, 2.Okt. – Als Folge des Zusammenbruchs bedeutender Investmentbanken und der von der Regierung beabsichtigten finanziellen Unterstützung der Geldinstitute, berichtet die Anti-Defamation League (ADL) von einer dramatisch anwachsenden Flut antisemitischer Kommentare in Internetforen, die der Finanzierung und der Wirtschaft gewidmet sind.

Hunderte von antisemitischen Beiträgen in Bezug auf Lehman Brothers und andere Institutionen, die von der zweitklassigen Hypothekenkrise betroffen sind, wurden in Diskussionsforen, die sich mit dem Finanzwesen beschäftigen, eingestellt und jede Minute kommen viele hinzu. Die Botschaften richten sich gegen Juden im Allgemeinen und einige werfen Juden vor, die Regierung und das Finanzwesen als Teil einer „jüdischen Weltordnung“ zu kontrollieren und sie deswegen schuld an dem ökonomischen Tumult seien.

Mein Kommentar: „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkte 66 – 71, (Zusammenfassung):

Wenn das Volk Israel Anstrengungen macht, um die Seele zu erheben, dann werden die Nationen der Welt dies erkennen und sie schätzen. Wenn das Volk Israel jedoch die Größe der Spiritualität erniedrigt, veranlassen sie die Nationen der Welt, die Oberhand über sie zu gewinnen, sie zu beschuldigen und zu demütigen.

Die Spiritualität kann nur durch das Studium der Kabbala erhöht werden. Dann werden die Nationen der Welt Israel als etwas Besonderes anerkennen, weil es die Methode besitzt, die Welt zu korrigieren. Wenn das Volk Israel sich jedoch nicht für die Erhöhung des Schöpfungszieles einsetzt, dann werden die Nationen der Welt es zerstören, es als nutzlos und schädlich für die Welt ansehen.

Daher hängt das Schicksal Israels vom Studium der Kabbala ab und ihr gesamter Abstieg wurde durch die Missachtung der Kabbala verursacht. Wehe denen, welche die Kabbala missachten ihre Taten führen zu Hunger, Armut, Krieg, Gewalt, Plünderung, Morden und der Zerstörung in der Welt.

Der Talmud sagt: „Kein Unglück kommt über die Welt, sondern für Israel.“

Der Tikuney Sohar sagt: „Wehe denen, die Armut und Zerstörung und Raub und Mord in der ganzen Welt verursachen.“

Wenn sie jedoch die Methode der Korrektur für sich selbst und für die Welt enthüllen, dann werden alle Nationen der Welt die Wichtigkeit Israels anerkennen und sie werden die Worte ausführen: „Und Völker nehmen sie und geleiten sie an ihre Stätte, und das Haus Israel macht sie sich zu eigen auf dem Boden des Ewigen“ (Jesaja 14,2). Und die Worte des Buches Sohar werden sich bewahrheiten: „Dass sie durch dieses Schriftwerk, welches das Buch Sohar ist, vom spirituellen Exil befreit werden – durch die Barmherzigkeit des Schöpfers“ (Nasah 124). Amen!

Zusätzlicher Kommentar: Es ist jedoch ebenso möglich, dass die Dinge eine andere Wendung nehmen. Die „patriotischen“ Kräfte eines jeden Landes, kombiniert mit der Mittelklasse, die in Armut gefallen ist, könnte eine Situation schaffen, die der Deutschlands von 1929 ähnlich wäre, als Menschen damit anfingen, eine machtvolle zentralisierte Regierung und eine Entschädigung für ihren heruntergekommenen Zustand zu fordern. Auf diese Weise erheben sich Faschismus und Nazismus.

Baal HaSulam schreibt über diese Alternative zum Weg der Kabbala in dem Buch „Die zukünftige Generation“. Russland ist dem wohl näher, als jedes andere Land.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum hasst ein jeder Israel?
 
Hier kann jeder Kabbala studieren und zum Wohle aller die Spiritualität in der Welt erhöhen.  
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Die Nationalität resultiert aus den Eigenschaften der Seele


Drei Fragen, die ich über die Vorstellung von Nationalität und Israel erhielt

Frage: Wenn ein Mensch als Jude geboren wird, bedeutet das, dass er immer als Jude wiedergeboren wird?

Antwort: Ja, denn seine Seele stammt aus Babylon und nahm den Weg der Korrektur, stieg dann während der Zeit der Tempel zur Stufe der vollständigen, persönlichen Korrektur auf und fiel dann von diesem Level auf die Stufe aller Seelen in dieser Welt, um 2000 Jahre zusammen mit ihnen zu verbringen (und sogar schlechter dran als sie), während sie sich im Exil vom spirituellen Leben befinden. Genau diese Seele muss aufsteigen und allen anderen helfen, dasselbe zu tun – allen Seele helfen die vollständige Korrektur zu erreichen.

Frage: Wenn die Antwort ja ist, ist es dann deswegen, weil die Nation Israel auserwählt wurde, den Plan des Schöpfers zu überbringen? Dies würde bedeuten, dass alle anderen Menschen auch weiter in der gleichen Nationalität geboren werden, in der sie begonnen haben?

Antwort: Ja. Jedoch wissen wir nichts über die anderen zehn Stämme, wo sie sind und wer sie heute sind. Es ist möglich, dass sie heute einige Milliarden Menschen sind – die, die auf dem spirituellen Level waren und während der Zeit des ersten Tempels herunterfielen. Wir lernen über diesen Fall und seine Korrektur aus dem Zerbrechen von zwei Partzufim, DACHGAT und NHY, in der Welt Nekudim, ihrem gemeinsamen Fall und ihrer gemeinsamen Korrektur. Nachzulesen im Teil 6 und 7 des Talmud Esser Sefirot.

Frage: Was passiert, wenn ein Mensch zum Judentum konvertiert und sehr hart an dem Versuch arbeitet, den Schöpfer zu erreichen? Wird er auch ein Teil der Nation Israel (physisch und spirituell)?

Antwort: Es gibt keine solche Nation. Diese Menschen sind antike Babylonier, welche damals anfingen, sich selbst zu korrigieren. Die anderen, die sich weiterhin egoistisch entwickelten, gingen dazu über, sich aus den 70 Kräften von Seir Anpin der Welt Atzilut zu entwickeln und deswegen werden sie Nationen genannt – jede hat ihre eigene Form von Egoismus.

Die früheren hießen „Hebräer“, was vom Wort Ever kommt, „drüben“ (über dem Machsom), „Juden“ – weil sie auf die Korrektur oder den Messias warten und Yehudi (Jude), was vom Wort Yehud stammt und Einigkeit (mit dem Schöpfer) bedeutet. Das ist es, was sie von ihren Brüdern trennt, den anderen Babyloniern. Niemand konvertiert einfach nur zum Judentum, auf die Art, wie wir es in unserer Welt sehen, sondern spirituelles Judentum ist vielmehr, wenn sich jemand selbst auf die Stufe des Schöpfers korrigiert, wenn jemand durch das Studium der Kabbala den Schöpfer erreicht. Genau wie in früheren Zeiten wurden die, die heute die Nation Israel sind, von den anderen Babyloniern getrennt, da sie anfingen, ihren Egoismus zu korrigieren.

Man sollte die Welt als die gleiche babylonische Zivilisation ansehen, als einen Teil, der sich zeitweise selbst korrigiert – und heute muss jeder korrigiert und wie der Schöpfer werden. Es gibt so etwas wie physisches Judentum nicht, genauso wie es keine Religionen, Glauben und so weiter gibt. Alle diese Dinge sind falsch und egoistisch im Verständnis der Kabbala. Woher haben Menschen genau solche Vorstellungen, auch wenn sie falsch liegen? Sie hatten diese Ideen entweder weil ihre Seelen verborgen waren vor ihrem Inneren oder vom Fall der Kabbala auf das egoistische Level. Wer waren die früheren Nationen? Sie waren Heiden oder Gläubige wie Römer oder Griechen. Alles andere rührte vom spirituellen Fall her, um die Entwicklung der Babylonier zu beschleunigen und sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, dem Schöpfer gleich zu werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist die spirituelle Wurzel des Holocaust?
Blog-post: Kabbala ist für die ganze Welt
 
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Mythen der Kabbala, Teil 3

Die weltlichen Menschen und die Kabbala

Frage: Warum gibt es die Ansicht, dass man nur dann die Kabbala studieren kann, wenn man die Tora und den Talmud beherrscht?

Meine Antwort: Der große Kabbalist Ari und sein Schüler Haim Vital erklären in ihren Schriften, dass man alle Bücher der Tora und des Talmud studieren sollte, da man dadurch den Schöpfer enthüllt. Nach der Enthüllung kann man sich durch das Studium selbst mit dem Licht füllen. Noch vor der Zerstörung des Tempels studierten die Menschen den Talmud mit der Absicht, den Schöpfer zu enthüllen. Schließlich spricht die ganze Tora über das Gesetz der Liebe zu deinem Nächsten. Wenn der Mensch anfängt, andere zu lieben, spürt er sie und schließt sie und sich selbst gänzlich in die spirituelle Welt ein, die sich außerhalb seines Egos befindet. Wenn der Mensch die Eigenschaft des Gebens erhält, beginnt er mit dem Studium des Talmud und stellt fest, dass dort alles richtig geschrieben steht.

In anderen Worten bemerkt er, dass dort die Rede von spirituellen Konzepten und nicht von materiellen Dingen ist. Deshalb kann jeder, der ein Verlangen hat, Kabbala studieren. Er kann schon bevor er Gemara, Mishna und Tora beherrscht mit dem Studium beginnen. Ich kann dem hinzufügen, dass ich damals 40 absolut weltliche Studenten aus Tel Aviv zu meinen Lehrer Raabs zum Unterricht brachte. Ich vermutete, dass die meisten von ihnen nicht mehr über die Tora wussten, als sie in der Schule gelernt hatten. Rabash akzeptierte sie und so begannen sie, die Kabbala zu studieren.

Das Studium der Kabbala war verboten. Als die Juden in das Exil gingen, war es ihnen nicht erlaubt, zur Kabbala zurück zu kehren. Wir mussten auf das Ende des Exils warten. Ende des 20ten Jahrhundert, etwa 20 Jahre vorher, war es soweit. Seitdem ist die Kabbala für alle zugänglich. Baal HaSulam schrieb, dass 1995 die Zeit des Exils beendet sei. Ab diesem Moment öffnete sich die Weisheit für alle.

Frage: Einige Menschen glauben, dass das Exil mit der Gründung des Staates Israel endete.

Meine Antwort: Ich bevorzuge die Definition der Kabbalisten entsprechend der Weisheit der Kabbala.

(178134)

Ein Taschenbuch für die Menschheit

Frage: Wie kann das Buch Sohar für das gesamte Volk relevant sein, und nicht nur für die Menschen mit dem Punkt im Herzen? Für die Menschen ohne Punkt im Herzen ist das Buch Sohar einfach noch ein weiteres Buch oder?

Meine Antwort: Es wird die Zeit kommen, wo jeder Mensch in der Welt verstehen wird, dass wir alle untereinander in einem bestimmten Netz verbunden sind. Die Wissenschaftler beschäftigen sich mit diesem System der Verbindungen, sie erforschen und studieren es.

Es gibt solche Menschen, die einfach eine innere Empfindung haben und fühlen, dass die ganze Welt verbunden ist. Und diese Menschen meinen einfach, sie sollen mit den anderen Menschen gut umgehen.

In der Welt, in welcher alle Systeme der Verbindung zusammenbrechen, sei es die Erziehung, Bindung, Finanzen oder Politik, wo die Beziehungen zwischen den Menschen nicht mehr funktionieren, muss man wissen, wie man dieses Makro-System wieder zum Gleichgewicht bringen kann. Dafür muss man lernen. Wo kann man dieses Wissen erwerben? An welcher Universität? Es steht nirgendwo geschrieben! Wo ist die Karte meiner Verbindungen mit der Welt? Es gibt so was nicht!

Es geht darum, dass das Netz zwischen uns zu offenbaren. Wie kann es enthüllt werden? Wenn wir darin die lebenswichtige Notwendigkeit empfinden, denn wir alle wollen ein sicheres, gutes Leben für uns und unsere Kinder, ohne Naturkatastrophen und Schläge von allen Seiten, dann müssen wir die richtige Verbindung zwischen uns erkennen. Wie können wir diese Verbindung erkennen?

Die Kabbalisten sagen: „In diesem besonderen Buch, das „Sohar“ genannt wird, ist über die richtige Verbindung zwischen euch geschrieben. Wenn ihr nach der Verbindung strebt, dann lest das Buch „Sohar“!“ Dann öffne ich das Buch und lese eine Seite nach der anderen, und ich sehe, dass es funktioniert.

Die Menschen werden sehen, dass es funktioniert. Wenn die große Masse der Menschen beginnt, das Buch „Sohar“ zu studieren, dann wird es offenbart. Auf jeden Fall ist es notwendig, mit den kabbalistischen Quellen verbunden zu sein. Selbst wenn es auf die Art und Weise geschieht, wie die religiösen Menschen diese Bücher lesen würden, ohne über den inneren Inhalt etwas zu wissen. Alle Bücher der Tora erzählen über die Verbindung zwischen den Menschen, aber sie studieren sie unter einem anderem Aspekt.

Deshalb müssen wir das Buch „Sohar für das Volk“, an dem wir begonnen haben zu arbeiten, auf jeden Fall beenden, um es der Welt als einen Teil des Studiums präsentieren zu können. Auf dieses Buch können die Menschen nicht verzichten, wie geschrieben steht: „Mit Hilfe des Buches Sohar werden wir aus dem Exil befreit“. Damit sind nicht nur 1 % der Weltbevölkerung gemeint, sondern alle Menschen werden von der Macht des Egoismus befreit. Alle müssen in irgendeiner Form dieses Buch studieren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 18.10.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Schechina im Exil

Unser gemeinsamer Zustand, in dem wir alle verbunden sind, heißt Malchut der Unendlichkeit oder Schechina. Schechina ist der „Ort“, an dem das höhere Licht offenbart wird, welches nach seinen Handlungen als „Schochen“ genannt wird. Dieses Licht hält sich an diesem Ort auf.

Wir stellen die Wünsche dar, die miteinander durch die gemeinsame Eigenschaft des Gebens verbunden sind. Und deshalb können wir mithilfe dieser Eigenschaft das höhere Licht offenbaren, das uns ausfüllt.

Solange wir uns nicht als verbunden und im vollkommenen Zustand der korrigierten Schechina empfinden, befinden wir uns nicht in der Enthüllung, sondern in der Verhüllung, im Exil. Dieses Gefäß ist verhüllt und heißt deshalb „Schechina im Exil“.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Woraus besteht das Bild des Schöpfers?

Normalerweise machen wir einen sehr gewöhnlichen Fehler, nämlich zu denken, dass wir den Schöpfer Selbst enthüllen müssen. „Wann wird Er denn enthüllt!?“ Als ob es das Wichtigste für Ihn wäre zu erscheinen.

Doch das wird nie geschehen. Was erscheinen muss, ist genau jene Einschränkung, unser Verlangen Ihn von unserm Willen zu Genießen zu verhüllen, vor unserm Verständnis, sodass wir die Möglichkeit haben, nur unter der Bedingung mit Ihm zu arbeiten, dass wir Ihm in Erwiderung Genuss geben können.

Dann wird Verhüllung, das Bestreben nach wahrem Geben, „Lishma“ genannt, zu unserm Gefäß. Innerhalb dieser Verhüllung werden wir fähig sein, das Bild des Gebers zu formen, und zu verstehen was Geben ist. Denn wir werden nur nach dem Geben streben, ohne irgendein anderes Gewand des Genusses in unserm Verlangen und werden daher tatsächlich beginnen zu erlangen, was Spiritualität bedeutet.

Jeder Mensch möchte den Schöpfer in der Tiefe des Exils enthüllen. Doch die Frage ist, wie wir um nichts anderes, als Seine Verhüllung bitten sollen, während wir im Exil sind, wie wir diese Verhüllung selbst wahren und erheben können. Alle Stufen des Aufstiegs sind voneinander getrennt, abhängig davon, wie sehr wir wünschen und fähig sind, uns selbst einzuschränken, um uns von der Enthüllung fernzuhalten und uns selbst nur für das Geben zu enthüllen.

Und innerhalb dieser Eigenschaft des Höheren, unserm Verlangen Ihn zu verhüllen, formen wir Sein Bild. Die Herrlichkeit des Schöpfers, die in unserm Innern durch den Wert dieser Verhüllung geboren wird, macht uns fähig, Ihn wert zu schätzen und zu beginnen, Seine Form zu spüren. Das heißt, die Form des Schöpfers wird bestimmt durch die Form der Wichtigkeit, dass wir fähig sind Ihm zu geben.

Diese Erklärung kann nicht gerade leicht verstanden werden, doch sie berührt schon direkt die Beziehung zwischen der Schöpfung und dem Schöpfer in der spirituellen Welt…..

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 21.07.2011, Shamati