Lektion 5 – „Neue Erziehung unserer Generation“
Wenn die Welt sich heute um die Erziehung der jungen Generation kümmern würde, dann würden wir in 15-20 Jahren unter ganz anderen Menschen, in einer ganz anderen Menschheit leben.
Dann müssten wir uns keine Gedanken darüber machen, was wir mit Erwachsenen machen sollen. Ab dem dritten, vierten Lebensjahr würden wir dem Kind eine ganz andere Wahrnehmung, das Streben nach dem Geben, beibringen.
Bis zur Zerstörung des Tempels wurde das ganze Volk Israel auf diese Weise erzogen, hat davon gelebt. Es steht geschrieben, dass es von Dan im Norden bis Be’er Scheva im Süden, d.h. im ganzen Land kein einziges Kind gab, das nicht wusste, was „um des Empfangens willen“ und was „um des Gebens willen“ bedeutet. Damals galt die Methode, die noch von Abraham beim Auszug aus Babylon erhalten wurde.
Wir werden das auch mit der Zeit machen müssen, doch die Möglichkeit besteht bereits jetzt. Letztendlich werden wir den Kindern beibringen, wie man miteinander auskommt, wie man die Verbindung herstellt, wie man miteinander Freundschaft pflegt, miteinander interagiert, einander liebt.
Unter den jetzigen Bedingungen ist es sehr schwer, weil die Kinder sich in dem modernen Bildungssystem mit all seinen Problemen befinden. Und dennoch versuchen wir ihnen zu erklären, dass die Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst ein allgemeines Naturgesetz ist.
Man kann davor nicht flüchten. Wie sehr du dich auch dagegen währst und dem entgegenwirkst, wirst du letztendlich dir selbst Schaden zufügen. Die Geschichte hat für uns Beispiele über gefallene Imperien und Siegervölker parat, die sich nach seinen Siegen ins Unglück stürzten.
Der blinde Egoismus glaubt, dass eine erfolgreiche Rivalität ihm Nutzen, Beute, Macht bringt: „Schaut her, was für ein Held ich bin!“ Doch auf lange Sicht gesehen, selbst nicht all zu lang, stellt sich heraus, dass das nicht funktioniert. Wir sind von Natur aus gegenseitig verbunden, und wir brauchen die Gegenseitigkeit.
Aus diesem Grund fügen wir der modernen Berufsausbildung das Prinzip der Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst hinzu. Dafür benutzen wir verschiedene Darbietungsformen: Spiele, Lieder, Gespräche, Besprechungen, Diskussionen – alles, um die Kinder an die neue Wahrnehmung der Realität heranzuführen.
Wir befinden uns ganz am Anfang des Weges. Wollen wir hoffen, dass wir es in diesem Jahr schaffen, ein internationales Bildungsnetz aufzubauen, das alle unsere Gruppen weltweit mit einschließt.
Wir werden Filme, Bücher und Erklärungsbroschüren produzieren, mit Psychologen und anderen Experten zusammenarbeiten – und wir werden in einigen Jahren sehen, welchen Nutzen das unseren Kindern bringen wird.
Heute ist es einfach notwendig, eine gesunde Erziehung auszuarbeiten und zu erweitern, damit die Kinder nicht nach den Gesetzen der Wildnis aufwachsen und zu Menschenhassern werden, wie es heutzutage geschieht.
Während unsere Kinder groß werden, werden sie in allen Bereichen erfolgreich sein: in den Naturwissenschaften, in der Berufsausbildung, im Benehmen, in der Haltung der Gesellschaft und der Welt gegenüber. Weil sie im Inneren dem Schöpfer entsprechen werden.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.11.2010
Diese Welt ist einem Abdruck oder dem Schatten ähnlich: Sie zeigt (zeichnet, demonstriert) uns, inwiefern wir uns von jener Stufe der höheren Welt unterscheiden, der wir eigentlich entsprechen sollen (ähnlich werden sollen).Angenommen, ich bin 10 Jahre alt, und entsprechend dem Alter und der Entwicklung, die ich von der Natur und von den Eltern bekam, soll ich ein bestimmtes Wissen und Verhalten haben. Ich entspreche diesem aber nicht und sehe deshalb eine unkorrigierte Welt.
Wenn ich allen Anforderungen meines Alters entsprechen würde, dann würde ich die Welt als vollkommen sehen, denn mein Wunsch, die Eigenschaften, die Welt und meine Beziehung wären zu ihr mit zunehmendem Alter vereinbart. Dann würde ich mich in der Welt der Unendlichkeit wie ein zehnjähriges Kind empfinden. Und so auch in jedem beliebigen Alter.
Alle Welten, die Verhüllungen, d.h. die Erscheinungsformen des Übels sind durch meine Nichtübereinstimmung mit dem System hervorgerufen. Ich sollte die Stufen hinaufsteigen, aber entspreche ihnen nicht, da ich ihre Gesetze nicht kenne. Deshalb verhält sich die Welt zu mir entsprechend meiner Verdorbenheit und Nichtübereinstimmung.
Ich habe die Welt aufgrund meiner eigenen schlechter Einstellung verdorben und sehe jetzt, wie sich die darin existierenden Systeme der Strafe und der Erziehung mir gegenüber verhalten. Sie alle werden mir als fehlerhaft vorgestellt. Warum?
Weil „jeder aufgrund der eigenen Unkorrigiertheit tadelt“. Die Welt zeigt mir mich selbst, sie ist mein Schatten. Deshalb ist niemand daran schuld, und außer der inneren Korrektur gibt es nichts zu tun.
Ich prüfe mich bezüglich der richtigen Umgebung, bezüglich der Gruppe, ich prüfe, ob ich mit ihr die Vereinigung und die Bürgschaft erreiche. Wenn ich den Schöpfer zur Hilfe anrufe, dann trage ich zur Korrektur des allgemeinen Systems bei.
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „, 15.10.2010
In letzter Zeit werden viele Fragen über unser System gestellt. Wir erschaffen ein neues Erziehungssystem und müssen es um des Gebens willen, für die Verbreitung nutzen.
Dadurch werden wir eine erfolgreiche Entwicklung, Unterstützung und Anerkennung dieses Systems erreichen. Das Liebste, was wir haben, unsere Kinder, werden sich dem Prozess, das auf die Hilfe für die Kinder in der ganzen Welt gerichtet ist, anschließen.
Wir benutzen unser teuerstes Gut, unsere Kinder, für die Verbreitung als Beispiel für eine korrekte Erziehung.
Genau das ist der Schlüssel zum Erfolg: wir kümmern uns nicht nur um das Wohl unserer Kinder, sondern um das Wohl der ganzen Welt. Also besteht unsere erstrangige Aufgabe nicht darin, unsere eigene Schule zu gründen, sondern virtuelle Musterklassen zusammenzustellen, damit diese als Beispiel für die Bildung eines Menschen aus einem Kind dienen.
Auf dieser Grundlage werden wir Bildungs- und Erziehungsvideoprogramme erstellen, damit Kinder auf der ganzen Welt entweder im Internet oder im lokalen Fernsehen, nach dem normalen Schulunterricht, danach lernen können.
Durch dynamische Programme mit unterschiedlichen Formaten, angepasst an Altersstufen, werden wir uns als eine ernsthafte Organisation auf dem Gebiet der Aufklärung präsentieren, die sich wirklich um die Erziehung kümmert.
Wir werden der Welt eine Reihe von Erziehungsprogrammen in verschiedenen Sprachen bieten – natürlich ohne die Wissenschaft der Kabbala zu erwähnen; wir werden lediglich ihre globale integrale Herangehensweise an die Enthüllung der Welt verwenden.
Dieses System liegt in keinem Widerspruch mit dem Schulprogramm, sondert formt im Gegenteil einen Menschen aus dem Kind. Allmählich werden wir alle schulischen Disziplinen ebenfalls in unser Programm aufnehmen – aus der Sicht einer globalen Weltanschauung in Bezug auf die Realität und die Welt.
Man muss dem Kind beibringen, die Relativität der Wahrnehmung der Welt zu verstehen, ihm zeigen, dass die Welt anders empfunden und verstanden werden kann, ohne sich dabei von den erstarrten Vorurteilen einmauern zu lassen.
Während man den Kindern von der Natur erzählt, soll man ihnen eine vergleichende Wahrnehmung beibringen, in ihnen Fragen über sich selbst wachrufen, sie an die Realität näher kommen lassen, die Welt für sie öffnen.
Alles Vorangegangene sind keine haltlosen Phantasien, sondern reale Ergebnisse, die wir bereits seit einigen Jahren an unseren Kindern deutlich beobachten können.
Aus dem Gespräch über die Erziehung vom 01.10.2010

Die Erziehung des Kindes bedeutet seine Einführung sowohl in unsere, als auch in die spirituelle Welt.
In dem kurzen Zeitraum, hauptsächlich im Alter von 9 bis 13 Jahren, soll es sich in allem zurecht finden.
Im Alter von 12-13 Jahren hört die Erziehung auf, weil die Kinder nicht mehr auf uns hören möchten, sie handeln und begreifen selbst, wollen von uns nichts mehr bekommen.
Deshalb sollen wir ihnen die Wahrheit darüber erklären, was in der Welt geschieht.
Wenn wir sie mit der Lüge vergiften, dann geht dieses Gift nicht mehr aus dem Bewusstsein heraus, verzerrt die Weltwahrnehmung und reißt die Kinder von der Realität ab, bildet eine Illusion.
Natürlich bedeutet es nicht, dass man in der Erziehung keine Analogien oder Allegorien vorführen darf, ihre Form und Rahmen sollen jedoch deutlich bestimmt werden.
Eine Sache ist es, wenn das Kind versteht, dass man gerade metaphorisch spricht, und eine ganz andere Sache ist es, wenn es denkt, dass im Wald nur die sprechenden Tiere leben, die es auf den Bildern gesehen hat.
Alles hängt von unserer Vorgabe ab: Im ersten Fall lernt das Kind die reale Welt kennen, und im zweiten Fall werden die falschen Gestalten in sein Bewusstsein und sein Gedächtnis imprägniert.
Außerdem muss man sich daran erinnern, dass alle Märchen in vieler Hinsicht dem altertümlichen Glauben und den Mythologien entspringen, als jedem Objekt die Seele, die höhere Kraft und der besondere Einfluss auf den Menschen verliehen wurden.
Aus dem Gespräch über die Erziehung, 29.09.2010
Unser Erziehungssystem muss in der gleichen Weise funktionieren, in der auch wir selbst handeln.
Man darf den Kindern keinen Unsinn und keine Unwahrheiten erzählen, man darf keine falsche Welt für sie errichten. Jedes Spielzeug muss das Kind an das reale Leben, an die richtige Analyse heranführen.
Jedes Detail muss ein kleines Modell von richtigen Realien der großen Welt darstellen. Wir öffnen sie schrittweise für die Kinder, doch das ist eine echte Welt und keine Fiktion.
Zum Schutz lege ich für das Kind einen begrenzten Rahmen fest, doch innerhalb dieses Rahmens lasse ich ihm die Freiheit.
Es lernt durch seine Handlungen, unter begrenzten, sicheren Bedingungen ein Mensch zu sein. Nach und nach werden die Grenzen erweitert, nach und nach wird ein Mensch in ihm geformt.
Dabei biete ich ihm keine im Voraus vorbereiteten Lösungen an, sondern nur ein begrenztes Vorbild.
Ich baue kein Lego an seiner Stelle zusammen, sondern gebe ihm ein Beispiel zur Nachahmung und lasse ihm die Freiheit zum Phantasieren und Kreativsein, bereite mitunter Aufgaben, Streiche und Fallen vor – denn man lernt aus seinen Fehlern. Nur so kann ich es auf das Leben vorbereiten.
Darf man etwa alle Antworten vorgeben? Wir lernen im Gegenteil durch Aufgaben und Übungen, durch Versuche und Fehler.
Die Erfahrungen formen die richtige Herangehensweise bei dem Kind, und es weiß bereits, wie es sich an die Sache machen und das Problem lösen soll.
Wenn es sich letztendlich irrt, dann nur, weil es überrascht wurde, weil es eine solche Wendung nicht erwartet hat.
Jede nachfolgende Stufe beginnt genau so: sie ist neu und unvorhersehbar, darum macht das Kind Fehler, doch dabei lernt es aus seinen Fehlern, und das bekommt ihm gut.
Aus dem Gespräch über die Erziehung vom 29.09.2010
Eine Frage, die ich erhielt: Kann man sich auf die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns vorbereiten?
Meine Antwort: Die Vorbereitung auf die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns wird als Vorbereitungszeit bezeichnet.
Das ist die erste Entwicklungsphase in der Wissenschaft der Kabbala, einer Wissenschaft über die Enthüllung der höheren Welt und der höheren Kraft für jeden in unserer Welt.
Der Mensch kommt zur Wissenschaft der Kabbala, doch wie viel er darüber auch lesen mag und wie viel ihm darüber auch erzählt wird, er nimmt ihr Thema nicht wahr.
Es bedarf keiner Anstrengung, sich etwas zu merken, sowie keiner Fähigkeit, etwas zu verstehen, sondern der Einwirkung des Lichts infolge der Anstrengungen nicht beim Studium, sondern bei den Versuchen, sich zu vereinigen, – dann beginnt man allmählich zu hören, sprich innere Reaktionen darauf, was man hört und liest, wahrzunehmen. Man entwickelt gewisse innere Empfindungen.
Versucht mal einem Kater ein Buch vorzulesen. Warum hört er nicht? Weil er keine Empfindungen hat, die auf eure Informationen reagieren würden. Er hat keinen „Platz“ (kein Verlangen), um diese zu empfangen/wahrzunehmen/zu erkennen.
Genauso kann auch ein Mensch, der zur Wissenschaft der Kabbala kommt, unsere Informationen nicht wahrnehmen. Und zwar nicht, weil er die Wörter nicht kennt, sondern weil er noch über keine inneren Empfindungs- und Gedankenmodelle verfügt, um auf die Informationen des Buches Sohar zu reagieren.
Darum ist eine „Vorbereitungszeit“ notwendig, in der wir in unserem Verlangen (Material) verschiedene Modelle von Empfindungen, Verbindungen und Reaktionen auf spirituelle Begriffe aufbauen.
Die Erschaffung dieser neuen Zellen der Wahrnehmung von spirituellen Begriffen in uns geschieht nur mit Hilfe des Kabbala-Studiums in der Gruppe, welches die Einwirkung des verborgenen höheren Lichts hervorruft.
Gerade dieses Licht erschafft in uns Modelle bzw. Zellen für neue, für uns bislang unverständliche Wahrnehmungen von Licht, Geben, Verbindung und anderen spirituellen Begriffen.
Es bedarf viel Zeit für die Bildung eines notwendigen Satzes an sinnlichen Reaktionen auf die wichtigsten spirituellen Begriffe. Darin besteht die Erziehung in unserer Welt: wenn man ein Kind in eine höhere Klasse setzt, wird man feststellen, dass es nicht versteht, was man von ihm will, und nichts wahrnimmt.
Baal HaSulam schreibt, dass es die Zeit des Gebens und die Zeit des Empfangens gibt. Das Geben eröffnet den Prozess, der zum Empfangen führt. Das Geben und das Empfangen können jedoch nicht gleichzeitig existieren. Denn es muss ein „Platz“ in dem Menschen erschaffen werden – es muss ein Mangel daran, was gegeben wird, wahrgenommen werden.
Unser ganzes Vorankommen auf dem spirituellen Weg läuft auf die Erschaffung von Möglichkeiten in uns hinaus, die höhere Welt wahrzunehmen. Sie existiert jetzt schon um uns herum, wir nehmen sie jedoch nicht wahr. Der Schöpfer gibt sie uns bereits, doch wir haben noch kein Verlangen danach. Es gibt noch kein Bedürfnis nach Geben und Liebe, doch gerade das ist die Spiritualität!
Doch wie enthüllen wir sie? – Im Geben des Schöpfers gibt es das Licht, welches auf uns einwirkt und uns nach der Regel „das Licht bringt die Kelim in Schwung“ erweckt – das Licht „schüttelt“ die Verlangen, und sie verstehen immer besser das Licht und wollen es – die Eigenschaft des Gebens – immer mehr. Die Zeit des Gebens endet und die Zeit des Empfangens beginnt…
Aus dem Sohar-Unterricht vom 26.09.2010
Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.
Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]
Auf den Wegen der Kabbalisten schreiten
Tatsache ist, dass wir sogar in den einfachsten Sachen keinen (Fortschritt ?)Schritt machen können, ohne auf die Hilfe der Kabbalisten angewiesen zu sein. So lasst uns vor ihnen unsere Köpfe senken (neigen?); denn dann werden sich unsere Augen öffnen.
„Das Buch für die Erziehung“ (Sefer a-Chinuch), Kapitel „Truma“
Obwohl die Kabbalisten uns ihre Lehre schon übergaben, setzen sie weiter fort, uns zu begleiten – wie die treuen Blindenführer, die uns den Weg zeigen. Außerdem unterrichten sie uns darin, worin sie selbst in der Einsicht unterwiesen wurden.
Und wenn wir Verständnis erlangen, dann werden wir die Weisheit sowie die wahrhafte reale Grundlage begreifen, worauf das prächtige und ewige Gebäude aufbaut wird.
Baal HaSulam „Der wunderbare Wert des Gedächtnisses“
Am Ende unserer spirituellen Arbeit müssen wir zu einem Zustand gelangen, in dem:
1. wir alle ein und dasselbe Ziel erreichen wollen,
2. wir alle miteinander vereint sind – und zwar nicht von oben, weil wir von Anfang an verbunden sind, sondern weil das unser gemeinsames Ziel ist.
Wenn wir in unserer Welt etwas korrigieren, bringen wir das Objekt bestenfalls in seinen ursprünglichen Zustand zurück, doch wenn ich die zerbrochenen Verbindungen zu anderen Seelen korrigiere, gewinne ich viel mehr, als ich vor dem Zerbrechen der Gesamtseele hatte – und zwar dadurch, dass ich jeden Teil außerhalb von mir enthülle und ihm zur Unabhängigkeit verhelfe.
In meinem Egoismus verhalte ich mich den anderen gegenüber so, als ob sie keine Unabhängigkeit hätten und mich alle bedienen müssten.
Wenn ich anfange, sie zu lieben, will ich mich ihnen gegenüber so verhalten, als ob jeder von ihnen groß, unabhängig und besonders wäre. So wollen wir unsere Kinder sehen.
Dann wird jeder von den Freunden, die mich umgeben, plötzlich zum Besitzer eines freien Willens, jeder nimmt seinen Platz und seine Stufe ein.
Wenn wir uns dann verbinden und ich alle diese Freunde an mich anschließe, zeigt sich, dass jeder von ihnen gewachsen und genauso groß wie ich geworden ist.
Ich schließe also diese sieben Milliarden Teile nicht wieder an mich an, sondern sieben Milliarden Welten der Unendlichkeit verbinden sich. Das bedeutet, dass ich das Volumen meines spirituellen Gefäßes (Kli) um das 620-fache vergrößere.
Doch all das funktioniert nur in Bezug auf mich. Denn alles befindet sich in mir und hängt nur davon ab, inwieweit ich mir meine Freunde jedes Mal auf die richtige Weise vorstelle und forme – nur, um mein Kli zu vergrößern und es der Enthüllung des Schöpfers würdig werden zu lassen.
Deshalb sehe ich sie:
1. größer als mich, damit sie groß in meinen Augen sein können
2. kleiner als mich, damit ich ihnen geben kann
3. mir gleich, damit ich mich mit ihnen verbinden kann.
Dann bekomme ich ein riesiges, starkes Kli, das als meine wahre Seele bezeichnet wird. Sie wird sieben Milliarden Mal größer als sie vor der Korrektur war.
Denn vor der Korrektur befand ich mich in der Welt der Unendlichkeit als ein einziger Punkt. Nun kehre ich mit einer „620″-fach (TaRaCH) größeren Wahrnehmung der Vollkommenheit und Ewigkeit zurück.
Der Unterschied zwischen diesen zwei Zuständen ist mit einem Samentropfen und einem erwachsenen Menschen zu vergleichen, der alles erfasst.
Der Unterschied zwischen diesen zwei Zuständen ist mit einem Samentropfen und einem erwachsenen Menschen zu vergleichen, der alles erfasst.
Aus dem ersten Kongress-Unterricht vom 25.07.2010