Ein Spiel des Lebens

Frage: Ein Mensch verliert sich völlig im Spiel, er wird buchstäblich verrückt, weil er so sehr darin aufgeht, dass er sich tagelang nicht davon lösen kann. Besonders die heutige Generation, die praktisch im Internet lebt.
Wie kann man eine ebenso starke Faszination für die spirituelle Entwicklung wecken? Nicht, indem man sich dazu zwingt, sondern indem man es als eine köstliche Süßigkeit präsentiert, die einen nach innen zieht?
Antwort: Tritt in die spirituelle Entwicklung ein, und du wirst sehen, dass sie das faszinierendste Spiel ist. Es ist ein Spiel des Lebens, ein Spiel mit dem Schöpfer! Du kannst erschaffen!
Jedes Spiel ist nur ein schwacher Abklatsch dessen, was dir die Kabbala bietet: die Möglichkeit zu erschaffen, zu verändern, selbst etwas zu gestalten. Deshalb fesseln uns Spiele so sehr – weil sie einen Akt der Schöpfung enthalten, selbst der Zerstörung, das spielt keine Rolle. Aber es ist ein kreativer Prozess, du erschaffst etwas Neues. Du bist gewissermaßen der Herr, du hältst die Kräfte in deinen Händen, triffst Entscheidungen, spürst Spannung, Freude, Ekstase.
All das sind winzige Teile jenes Prozesses, den dir die Kabbala gibt, wenn du die Möglichkeit erhältst, in dir selbst Welten zu verändern. Es ist ein Spiel, das mit keinem Computerspiel vergleichbar ist!
Ich sitze vor dem Text des Buches Sohar, von dem du mich gerade abgelenkt hast, und warte nur auf eines – dass es dir langweilig wird, mit mir zu sprechen, damit ich zu ihm zurückkehren kann. Und so bis zu 20 Stunden am Tag.
Ich lenke mich ein wenig ab, indem ich spazieren gehe, esse, irgendetwas tue – aber nur aus Notwendigkeit, um mich zu erhalten. Die restliche Zeit bin ich vollkommen bereit, darin zu verweilen. Es ist ein so faszinierender Prozess, ein bezaubernder und unvorhersehbarer Weg, den du durch nichts anderes ersetzen kannst!
In meiner Jugend lebte ich in Leningrad und war wie alle Studenten: Mädchen, Kartenspiele, Partys, Lieder, Reisen. Freiwillig arbeitete ich als Tontechniker für die Rockband „Nomaden“. Einmal gewannen wir sogar den ersten Platz in unserer Stadt.
Aber die spirituelle Erkenntnis ist mit nichts zu vergleichen! In einem Computerspiel hast du größere Möglichkeiten als im gewöhnlichen, realen Leben. Dort musst du irgendwohin reisen, kriechen, etwas tun – das ist mühsam und dauert lange, bis du etwas erreichst.
Das ist nichts für unser Ego, das alles sofort, unmittelbar, möglichst schnell, möglichst intensiv und kontrollierbar will. Deshalb hat sich das ins Virtuelle, in die Computerwelt verlagert.
Doch hier – in der spirituellen Welt – ist alles Milliarden Mal intensiver. Und sie ist nicht nur ein Spiel, nicht irreal – nicht so, dass du den Computer ausschaltest und sie verschwindet. Die virtuelle Welt wurde von jemandem geschaffen, der damit Geld verdienen will oder selbst gerne spielt.
Aber in der Spiritualität spielst du nicht. Du baust, du erschaffst! Dafür wurdest du geschaffen! Es ist die natürlichste Erfüllung, das intensivste Erlebnis, das es gibt! Es ist mit nichts zu vergleichen. Unsere Welt mit all ihren Verlockungen?! Das ist einfach nur…
Deshalb ist nach all den Computerspielen die nächste Stufe nur die Kabbala – nur die Einführung des Menschen in die wahre spirituelle Welt. Andernfalls wird er in der unrealen virtuellen Welt versinken und nichts mehr brauchen außer einer Pille, die ihn in seinen Computer eintauchen lässt – und das war’s. Und genau so wird es kommen – durch die Erkenntnis des Bösen, durch das Bewusstsein der Lüge dieser Beschäftigungen.
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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte. Ein Spiel zum Preis des Lebens“





Frage: Warum hat der vollkommene Schöpfer in seinem Plan Platz für Schlummergeschichten geschaffen? Wenn es keinen Ursprungsplan gäbe, würde dann alles in unserer Welt vorkommen?
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