Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Erkenntnisse'

Überquerung des Machsom

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet Überquerung des Machsom?

Meine Antwort: Die Überquerung des Machsom ist die Wahrnehmung der Realität in sich selbst.

Der „Punkt im Herzen“ wird enthüllt und nimmt das kleinste Volumen (zehn kleinste Sefirot) ein, in denen ich eine neue Realität wahrnehme: das Licht tritt (hin) ein und wieder (hin) aus und löst verschiedene Empfindungen aus.

All das existiert anfangs noch in minimalen Empfindungen und Erkenntnissen, doch ich beginne bereits zu sehen, was „innen“ passiert. Und ich sehe unsere Welt vor dem Hintergrund einer neuen Welt.

Diese Zweigeteiltheit stört nicht, sondern lässt das Verhältnis zwischen zwei Welten, zwischen dem Zweig und der Wurzel, wahrnehmen und verstehen. Dort, in diesem Punkt, nehme ich – noch sehr kleine – Handlungen wahr.

Ich begreife noch nicht, was das ist, wie ein Säugling, der nur fühlt, wie etwas passiert, aber noch nicht weiß, was das genau ist.

Zum Beispiel, geht das Licht an und aus. Er weiß noch nicht, dass das Licht und Dunkel sind, er sieht nur eine Erscheinung.

Doch das gibt mir ein Empfinden dessen, dass das eine höhere Realität und unsere Welt nur deren Abdruck ist.

Und dann beginne ich, mich immer besser in ihr zu orientieren, in dem Maße meiner Fähigkeit, mich ihr in den Eigenschaften anzugleichen.

Aus dem ersten Kongress-Unterricht vom 25.07.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wie man den Sohar genießt

Was lehrt uns der Sohar? Wir wissen aus der Wissenschaft der Kabbala, dass der Schöpfer nur ein einziges Verlangen erschaffen hat, in welchem jegliche weitere Entwicklung stattfindet. Dieses eine Verlangen beinhaltet zahlreiche einzelne Verlangen, welche zusammen in einem System verbunden sind, welches „Adam“, die allgemeine Seele, genannt wird.

Entsprechend Seinem Programm begann der Schöpfer dann die Verbindungen zwischen den Teilen dieses Verlangens zu korrumpieren. Dadurch begannen sie, die Verbindung untereinander zu verlieren, ähnlich wie Organe in einem erkrankten Körper, die aufhören, in korrekter Art und Weise zusammen zu arbeiten. Die Folge davon ist eine Unausgeglichenheit und wir fühlen Krankheitssymptome, wie steigenden Blutdruck und erhöhte Temperatur, eine falsche chemische Zusammensetzung des Blutes usw. Dies alles sind Anzeichen, dass der Organismus nicht im Gleichgewicht ist, und dies nennen wir Krankheit.

Warum tut der Schöpfer dies den Seelen an? Er tut dies in der Absicht, damit wir die Verdorbenheit fühlen und sie dann beginnen zu korrigieren. Die Krankheit ist die Beschädigung der Verbindung zwischen uns, welche alle Teile eines einzigen Systems sind. Da diese Verdorbenheit uns trennt, beginnen wir uns immer weniger miteinander verbunden zu fühlen.

Es gibt 125 Stufen in diesem Verlust der Verbindung zwischen uns. Dies ist ein Abstieg von der Unendlichkeit, wo wir unendlich miteinander verbunden sind, bis hin zum Zustand, wo diese Verbindung völlig verschwindet.

Darüber hinaus gibt es eine Ebene, genannt „Parsa„, entlang der 125 Stufen, an der eine noch größere Verdorbenheit entsteht. Anstatt einer positiven Verbindung oder deren Verlust, formen wir eine negative Verbindung. Deswegen will jeder die anderen zu seinem Nutzen ausbeuten. Der Organismus stirbt nicht einfach, sondern zehrt sich selbst vollständig auf.

Dieser Abstieg in das Verlangen, andere auszubeuten, geht so lange weiter, bis der Zustand erreicht ist, in dem wir vollkommen alle Verbindungen zwischen uns verlieren – sowohl die positive Verbindung des Gebens wie auch die negative Verbindung des Empfangens. In diesem Zustand existieren wir im absoluten Gegensatz zur Spiritualität, wo alle Erkenntnisse und das Wissen fehlen. Dies ist ein Resultat unserer Trennung von einander, wo wir die Welt wahrnehmen als eingebildete Realität. Aber warum ist das alles Einbildung? Weil dies gezielt vom Schöpfer so eingerichtet wurde, um uns eine Illusion seiner Abwesenheit zu geben.

Was also sollen wir tun? Wir müssen verstehen, dass wir unsere Verbindung zwischen uns korrigieren müssen. Der Aufstieg der Seelen von unserer Welt zur Welt der Unendlichkeit geschieht in dem Ausmaß, in dem wir die Verbindung zwischen uns stärken. Die Wiedererlangung der Verbindung unter uns erschafft den Aufstieg.

Je mehr wir uns unseren Zustand in der Verbindung mit anderen Seelen vorstellen, desto mehr werden wir das Buch Sohar genießen können. Das Buch Sohar wurde letztendlich durch einen Aufstieg in die Welt der Unendlichkeit geschrieben. Die Verfasser des Sohar schrieben dieses Meisterwerk vom Aufstieg der 125. Stufe aus, in welcher sie zusammen verbunden waren.

Während wir den Sohar studieren, müssen wir ein Verlangen nach Verbindung zwischen uns fühlen. Es ist nicht nötig „klug“ zu sein. Es reicht völlig aus, sich zu erinnern, dass wir alles in der Verbindung zueinander erreichen werden.

Eigentlich spricht der Sohar nur über die Verbindung zwischen den Seelen. Er erklärt unsere Verbindung in dem globalen System, welches „Adam“ genannt wird, mit all den anderen Seelen und wie wir dies benutzen können, um gemeinsam in Verbindung zu treten, zu einem gesunden und korrekt funktionierenden System.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Weisheit, die ein Mensch braucht

Der Sohar: Die Weisheit, die ein Mensch (ausnahmslos jeder Mensch) braucht, ist das Wissen und die Erkenntnis der Geheimnisse des Schöpfers, zu erlangen, wer er ist, wie er geboren wurde, woher er kommt, wohin er geht, wie er sich selbst korrigieren kann und was ihn erwartet, wenn er am Hof des Herrschers der Welt ankommt.

Wir müssen Erkenntnis erlangen, wie geschrieben steht „und Adam erkannte Eva“. Erkenntnis wird erlangt, wenn man sich mit dem Schöpfer vereint, durch die Vereinigung der zwei einzigen Dinge, die existieren. Daher wird Erlangung oder Erkenntnis erlangt, wenn sich das Licht von Chochma in das Licht von Chassadim einkleidet – in unsere korrigierten Verlangen (Kelim). Das ist die wahre Vereinigung.

Wenn ein spiritueller Parzuf Licht in seinem Innern empfängt, wird dieses Licht das Licht der Erkenntnis genannt. Das ist sowohl Weisheit, als auch Barmherzigkeit, das Licht von Chochma und das Licht von Bina, das Licht des Empfangens und das Licht des Gebens vereinigt.

Wenn ich meine Seele in Malchut einschließen möchte – die Summe aller Seelen – das einzige erschaffene Geschöpf, als die Seele von Adam bekannt, dann macht mich mein Verlangen, mit allen zusammen sein zu wollen, zu einem Teil von Malchut. Malchut wiederum erhebt dieses Verlangen zur Stufe von Daat (Erkenntnis) und dann geben mir Aba ve Ima (Vater und Mutter, Chochma und Bina) diese Erkenntnis. Auf diese Weise funktioniert der Höhere Mechanismus.

(Aus einem Unterricht über das Buch Sohar, Kapitel „Die Weisheit, die ein Mensch braucht“)

Die Wissenschaft der Kabbala wird stufenweise enthüllt


Die Tiefe der spirituellen Erkenntnis wird von der Tiefe des korrigierten Verlangens bestimmt. Mit jeder neuen Generation steigen die Seelen in noch „gröbere“, egoistischere Welten ab. Die Kabbalisten, die vor dem Ari (16. Jahrhundert) lebten, hatten kleine Egos und waren daher in der Lage, die Elemente der Schöpfung in allen Einzelheiten zu enthüllen, einschließlich solcher Konzepte wie den Schirm, Zimzum Alef, Zimzum Bet, Or Choser usw.

Sie benutzten diese spirituellen Kräfte, aber verstanden nicht gänzlich ihre Herkunft und Funktionsweise. Darum konnten sie sie auch nicht klar ausdrücken. So ähnlich wie man ein Bild anschaut: obwohl man es nachmachen kann, weiß man nicht, wie sich die Farben im Spektrum aufgliedern, welche Wellenlänge jede Farbe hat und wie uns all dies beeinflusst und sich in Gefühle verwandelt.

Wenn unser Verlangen nicht groß genug ist, dann ist es unmöglich, die Ursache eines Phänomens zu erkennen und zu erklären, wie sich das Licht mit dem Verlangen vereint. Der Ari war der Erste, der den Unterschied und die Verbindung zwischen dem Direkten Licht und dem Reflektierten Licht in all seiner Tiefe enthüllen konnte. Er war in der Lage dies zu tun, weil er eine besondere Seele hatte. Zusätzlich lebte er am Beginn des messianischen Zeitalters, als sich das Verlangen der Seelen nach Korrektur in der Welt zu enthüllen begann.

Vor dieser Zeit gab es die Periode des Exils, wo das Ego noch nicht in einer Form enthüllt war, die zur Korrekur bereit war. Darum steht geschrieben, dass alle Kabbalisten vor dem Ari die Kabbala vom Standpunkt des Direkten Lichtes (Kabalat Ramak) erklärten, während der Ari die Kabbala aus der Sicht des Reflektierten Lichtes (Kabalat Ari) darlegt.

Später setzte Baal HaSulam die Methode des Ari fort und bereitete sie für unseren Gebrauch vor.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wie ermittelt man Unendlichkeit?


Wir haben keine Möglichkeit, die spirituelle Wirklichkeit mit unserem egoistischen Verstand zu erreichen. Er kann sie einfach nicht wahrnehmen! Spirituelle Wahrnehmung wird als Erkenntnis (Hasaga) bezeichnet, was vom Sprichwort herrührt, „Erkenntnis in der Hand“, wobei die „Hand“ das korrigierte egoistische Verlangen ist.

Daher gibt es bestimmte Regeln in der Wissenschaft der Kabbala: „An deinen Handlungen werde ich Dich erkennen“, „Der Richter hat nicht mehr, als das was seine Augen sehen können“, usw. Diese Sprichwörter deuten darauf hin, dass die Höhere Welt durch klare Erkenntnis enthüllt werden muss.

Wir durchlaufen 125 Stufen der Erkenntnis, vom Anfang bis zum Ende. Jede der Stufen besteht aus 25 individuellen Parzufim oder Zuständen (siehe Baal HaSulam´s „Beit Shaar HaKavanot“). Es stellt sich heraus, dass jede Einzelne der 125 Stufen, die als „Sefirot“ bezeichnet werden, 25 ihrer eigenen Formen beinhaltet, und jede von ihnen wiederum 25 ihrer eigenen Unterformen enthält usw., bis zur Unendlichkeit.

Dies ist unmöglich zu berechnen. Es gibt keine bestimmte Zahl, die das bestimmen kann. Nur auf einer höheren Stufe, wo es keine Buchstaben oder Zahlen gibt, können wir diese Vielfältigkeit erfassen, weil wir neue Eigenschaften und einen neuen Verstand haben werden. Dann wird sich die Anzahl der Formen in eine höhere Eigenschaft umwandeln und wir werden sie natürlich und einfach wahrnehmen.

Daher scheint eine unendliche Anzahl von Parzufim, Sefirot, Welten oder Stufen der spirituellen Erkenntnis nur unserem jetzigen Verstand als unendlich. Für einen spirituellen Verstand ist alles auf ein einfaches Verlangen nach Geben und Liebe reduziert, wo wir eine Anheftung an den Schöpfer als ein ganzes „Ich, in dem wir, das Licht und der Schöpfer, Eins sind“ fühlen!

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die besten Momente aus dem täglichen Kabbala Unterricht – Die Erkenntnisse beim Studium

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=XqR-bbdBgW0]

Die Heilung aus absoluter Güte bringt uns zur Perfektion

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn jemand wissen möchte, ob er nach dem Prinzip des Lebensnotwendigen lebt, was soll er tun?

Meine Antwort: Studieren. Es gibt nichts anderes, als das Licht durch das Studium zu erwecken und sich selbst durch seine Beziehung zu anderen, der Gesellschaft und dem Schöpfer zu erkennen. Dadurch korrigiert sich der Mensch selbst.

Wie das funktioniert, ist uns schleierhaft. Wenn du dich deprimiert fühlst, fange an, zu studieren, denn es steht geschrieben, „es ist ein Heilmittel für jedes Fleisch“. Die Wurzel aller Probleme ist die Krise, in anderen Worten, die Zerstörung und der Zerbruch der allgemeinen Seele, was bedeutet, dass wir, anstatt aus Liebe zu handeln, dem Hass verfallen sind. Darum müssen wir die Wurzel eines jeden unserer Probleme korrigieren.

Die allgemeine Seele war im Zustand der Unendlichkeit und zerbrach dann in eine Myriade von einzelnen Seelen, die durch den Egoismus getrennt sind. Das ist unser heutiger Zustand und aufgrund dieses Zerbruchs empfinden wir nur diese Welt anstelle der Welt der Unendlichkeit. Wenn wir diesen Zerbruch durch unsere Vereinigung korrigieren, dann werden wir wieder in die Welt der Unendlichkeit zurückkehren (der unendlichen und ewigen Perfektion).

Vielleicht geht es bei Ihrer Frage um eine zeitweilige Lösung. Sagen wir, ein Mensch wird mit akuten Schmerzen ins Krankenhaus gebracht und muss operiert werden, aber in der Zwischenzeit gibt man ihm ein Schmerz- bzw Beruhigungsmittel, also weder eine Heilung noch eine Behandlung.

Wenn ein Mensch Sie darum bittet, muss ihm geholfen werden. Doch zusammen mit dem Beruhigungsmittel, muss ihm auch die Lage erklärt werden: Es gibt für ihn ein Entwicklungsprogramm und er steht unter dessen Lenkung; sein Leben hat einen Sinn usw., der darin liegt, den ewigen und perfekten Zustand zu erlangen. All seine Zustände und sein gesamtes Schicksal kommen aus einer Quelle, und eben diese Quelle heilt ihn.

Wenn es ihm gelingt, zu erkennen, dass alles kein Zufall ist und dass er unendliche Schläge auf sich nehmen muss, bis er zur Erkenntnis gelangt und alles nur aus reiner Güte für ihn getan wurde, um ihn an sein Ziel zu bringen, dann wird ihn diese Erkenntnis beruhigen. Diese Erkenntnis ist sein Schmerzmittel! Zusammen mit seinem Studium beginnt er seine Heilung, nimmt sein Schicksal in die Hand und sichert sich eine gute Zukunft.

Verwandtes Material:
Blog-post: Heile die Welt, heile dich selbst
Blog-post: Ärzte haben eine neue Diagnose: Das  „Krisensyndrom“
Blog-post. die wichtigste Aufgabe im Leben

Warum lernen Bakterien, resistent gegen Antibiotika zu werden?


In den Nachrichten (aus CBS News): „Superresistente Superbazillen“ – Wissenschaftler schlagen wegen unseres übermäßigen Gebrauchs von Antibiotika Alarm – und weil die Keime Wege gefunden haben, resistent zu werden. „Die Ära des Antibiotikums ist tatsächlich nur 60 Jahre alt, doch je mehr die Resistenz fortschreitet, umso mehr reagieren sie wie in der Zeit vor dem Antibiotikum“, sagt Dr. Robert Daum, Leiter des Bereichs Infektionskrankheiten an der Universität Chicago Children’s Hospital.

Mein Kommentar: Dieses Phänomen ist programmiert: Wir werden nicht in der Lage sein, dem Leiden zu entfliehen, denn dadurch bringt uns unsere egoistische Natur zur Erkenntnis des Übels in uns. Das geschieht, damit wir uns danach sehnen, unsere egoistische Natur durch eine Natur der Liebe und des Gebens zu ersetzen.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Rettung vor Schweinegrippe ist nicht Isolation, sondern Kooperation
Shamati#50: Zwei Zustände

Die Verwirklichung der Nächstenliebe wird uns vor Zerstörung retten


Zwei Fragen, die ich über den Zweck der Schläge, die wir vom Schöpfer bekommen, erhalten habe:

Frage: Warum brauchen wir all diese Schläge, wenn es gar nicht offensichtlich ist, dass sie mit der Verbindung unter den Menschen und der Liebe zum Nächsten etwas zu tun haben?

Meine Antwort: Dies ist nur für diejenigen nicht offensichtlich, die noch nicht entdeckt haben, dass es zwischen ihnen und den Menschen auf der ganzen Welt eine Verbindung gibt. Nur 0,1% aller Menschen auf der Erde sagen, dass die jetzige Krise dazu da ist, die Verbindung unter den Menschen aufzudecken. Alle anderen sind sich der Tatsache noch nicht bewusst, dass speziell die menschlichen Beziehungen die Wirtschaft, den Ausbruch von Epidemien, Tsunamis, Erdbeben und andere Katastrophen der Natur beeinflussen.

Wenn jedoch der Zusammenhang zwischen unseren Beziehungen und unserem Leiden offensichtlich wird, dann haben die Menschen keine andere Wahl, als ihre egoistische Beziehungen zu verwerfen.

Frage: Warum versetzt uns der Schöpfer dann nicht die endgültigen Schläge, damit wir Seinen Plan verwirklichen können?

Meine Antwort: Es gibt keinen Zweifel darüber, dass, wenn wir uns darüber klar wären, dass die Tsunamis, Erdbeben und der Zerfall der finanziellen Institutionen durch unser Verhalten geschehen, wir uns aus Notwendigkeit ändern würden. Wir würden die notwendigen Schritte nur darum unternehmen, um uns vor der Zerstörung zu retten und nicht aus dem eigentlichen Zweck, um die Großartigkeit des Gebens und die Liebe zum Nächsten zu verwirklichen.

Es wäre eher eine tierische Flucht vor dem Tod und nicht eine freie Wahl, die man trifft, um sich über seine Natur zu erheben, um dem Schöpfer gleich zu werden, obwohl der Schöpfer uns doch von Beginn an so hätte erschaffen können.

Damit wir den Schöpfungsplan erfüllen können, müssen wir eine schrittweise Entwicklung durchmachen, die uns zur Erkenntnis der Großartigkeit des Gebens und der Liebe für den Nächsten bringt.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Baal HaSulam Artikel: Die Freiheit

Der Aufschwung der Börsen ist eine komplette Lüge

Eine Frage, die ich erhielt: In der heutigen Welt erhalten die Leiter von großen Finanzgruppen Milliarden an Boni. Sie verwenden dieses Geld zu ihrem Vorteil – indem sie ihren persönlichen Reichtum vergrößern und es sich an nichts fehlen lassen, während der Normalbürger für ihre Fehler bezahlen muss.

Meine Antwort: Das ist richtig! Und es wird noch schlimmer werden, bis wir merken, dass unser Egoismus schlecht ist, und ohne diese Erkenntnis werden wir nicht vorwärtskommen. Darum werden wir sehen, dass alles noch schlimmer wird: Die „Großen“ werden versuchen, uns komplett auszusaugen und uns nur das Mindestmaß für unsere Existenz überlassen.

Jeder glaubt, dass diese Firmen unter den jetzigen Bedingungen weiter existieren können, solange sie hier und dort ein bisschen mithilfe der Regierung – einer gesponserten und bestochenen – zusammenflicken. Wir werden weiterhin viele Milliarden an Dollars dort hineinpumpen, bis sich jedes Land am Rande des Abgrundes und Bankrotts befindet.

Letztendlich werden wir dieses enorm große Übel aufdecken, welches in dieser egoistischen Berechnung liegt und die Menschheit wird dann zugeben, dass diese Art von Steuerung ausgemerzt werden muss. Daher liegt es an uns, das Übel des Egoismus schneller zu enthüllen.

In der Zwischenzeit wird das globale Finanzspiel weitergehen, während wir den Börsenanstieg weiter beobachten. Hat die Industrie nun ihren gewöhnlichen Betrieb wieder aufgenommen? Alles ist geschlossen. Wird mehr Öl verkauft? Nein – denn die Herstellerindustrie, der Hauptabnehmer, funktioniert nicht mehr richtig. Alles ist am Zusammenkrachen, doch ist die Börse noch aus irgendeinem Grund am Steigen. Was ist hier los?

Die Menschen schauen blind auf alles, was ihnen über den Weg läuft: Egal was, ich muss einen Vorteil daraus ziehen! Aber morgen müssen sie wahrscheinlich ihre Millionen wegwerfen, da sie nichts mehr wert sein werden! Doch wer kümmert sich um morgen – heute bedeutet mir dieses Geld alles!

Es gibt keine Möglichkeit für die Menschen, die Dinge zu erkennen, denn der Egoismus sieht oder fühlt nicht, was morgen geschehen wird. Und so geht das Spiel weiter.

Weiters müssen wir begreifen, dass die Finanzwelt einfach kein Mittel hat, mit diesem Problem fertig zu werden. Sie versteht nicht die vor sich gehenden Veränderungen. Sie wissen nur, dass der Profit, den sie heute machen, ihr Profit ist. Und wenn sie keinen Profit machen, wird ihn ein anderer machen. Dies ist das Wettbewerbsgesetz: Entweder gewinne ich oder du. Und da weder die Regierung, noch die Gesellschaft, noch das gesamte Wirtschaftssystem eine Lösung haben, spielen sie dieses Spiel weiter. Nicht weiter zu machen, ist auch keine Lösung. Man kann die Börsen nicht schließen, wenigstens nicht jetzt, wo es einen Schimmer von Aufholen gibt. Doch in Wahrheit geht der Abstieg weiter: Statistiken zeigen, dass es einen Abschwung in der Produktion gibt. Was ist nun der Grund des Börsenanstiegs? Er geschieht aufgrund reiner Spekulation.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Verwandtes Material:
Blog-post: Müssen Regierungen mehr Geld drucken, um ihre Schulden zurückzuzahlen!?
Leben aus der Kabbala, Kapitel 4: Die persönlichen Interessen ausschalten
Kabbalablog Artikel: Wie können wir aufhören, wie „Scrooge“, der Geizhals zu sein?